Posts by Tobias

    Entscheidend ist, ob sich Bethmann durch einen notariell beurkundeten Schenkungsvertrag gegenüber der Stadt rechtlich gebunden hatte. Wäre dies der Fall, so wären auch die Erben an diesen Vertrag gebunden, da mit dem Erbfall sowohl das positive als auch das negative Vermögen des Erblassers, also auch die Verbindlichkeiten, auf die Erben übergeht. Ähnlich wäre der Fall, wenn Bethmann testamentarisch die Stadt zur Vermächtnisnehmerin bestimmt hätte. Dann hätte die Stadt ebenfalls einen schuldrechtlichen Anspruch gegen die Erben auf Zahlung des entsprechenden Bertrages.


    Ist weder das eine noch das andere geschehen, wovon ich ausgehe, so hat die Stadt keinen Anspruch gegen die Erben.

    Ich war schon einige Male in Heiligendamm: Die schönste Hotelanlage, die ich kenne. Der Service ist hervorragend. Lediglich die lange Anfahrt ist beschwerlich.


    Da Heiligendamm auf den Kempinski-Seiten bereits entfernt wurde, empfehle ich für weitere Bilder die Seite der Gattin des Fundus-Geschäftsführers Anno August Jagdfeld, die mit ihrer Firma für die Inneneinrichtung des Hotels verantwortlich zeichnet: Anne Maria Jagdfeld.

    Leider bin ich Montag und Mittwoch abends immer schon verplant - montags mache ich Yoga mit Heimdall, mittwochs gehe ich mit Wikos zum "EDV-Kurs". :?


    Du kannst mir das Buch aber beim nächsten Stammtisch mitbringen. Dann kann ich es mir in Ruhe ansehen, während ihr euch durch den Weihnachtsmarkt schieben lasst. ;)

    Quote from "RMA"

    Es gibt hier kein Diskussionsverbot.


    Genau! Wir sind hier schließlich nicht im DA...*hust hust* :D


    Man hätte für die Brücke zumindest eine Architektur wählen können, die Dresden besser gerecht wird. Eine Steinbrücke hätte sich vielleicht sogar schön ergänzend eingefügt.

    Es kann sich doch sowieso nur um eine Handvoll Geschäftsleute handeln, so viele Geschäfte gibt es in der Ecke schließlich gar nicht: die zwei, drei Lädchen im Technischen Rathaus selbst und vielleicht noch zwei, drei weitere im Annexbau der Ostzeile. Die restlichen Geschäfte und Restaurants am Dom bzw. direkt am Römerberg dürften von den Umbauarbeiten wenig betroffen sein.

    Quote from "Pixelfritz"

    Das "Wichtigste" ist und bleibt doch immer, daß ein Gebäude in Deutschland keinerlei Bezüge auf Heimat, Umgebung und Tradition aufweist.
    Der "Architekt" wäre über die Maya - Assoziation vermutlich entzückt (wegen multikram, welthudelei,etc.).


    Dann kennst du scheinbar Prof. Kollhoff nicht.


    @ Heimdall: Die Kinderchen da runter zu stoßen wäre doch barbarisch! In unserer aufgeklärten Zeit stellen die Stufen wahrscheinlich ein Mittel zur Bekämpfung kindlicher Adipositas dar.

    Quote

    was kann man so jemanden entgegensetzen der eine moderne zeitgemäße Formesprache (und damit meine ich die Entwickulngen der letzten Hundert Jahre) einfach so ignoriert?


    Dieses Zitat gefällt mir besonders gut. Ich ignoriere doch lieber die Entwicklung der letzten (nicht mal) hundert Jahre als die Konstanten der letzten 4000 Jahre.

    Sehr schöner Komplex, der sich hervorragend einfügt und gleichsam wie eine alte Burganlage über der Unterstadt thront. Man stelle sich an dieser Stelle Glaskuben-Architektur vor!


    Der Beitrag aus dem Deutschlandfunk ist selten dämlich: Der Moderator hält es wohl für das größtmögliche Unglück, das einem Architekten widerfahren kann, wenn sich seine Architektur in ihre Umgebung einfügen muss - diese entsetzliche Beschneidung seiner künstlerischen Freiheiten!


    Die Aussage, dass sich die Transparenz der Justiz an ihren Gebäuden bemesse, grenzt an Idiotie. Im Gegenteil könnte man behaupten, dass eine Justiz erst dann wirklich transparent ist, wenn sie nicht mehr auf demonstrative Zurschaustellung ihrer angeblichen Transparenz angewiesen ist, sondern diese in sich selbst ausreichend verkörpert.


    Selbst für das Nazi-Argument ist sich der Moderator nicht zu schade: Die jetzt gebaute Architektur passe nicht mehr zu unserem System. Genau: Nur Unrechtsregime bauen Häuser aus Stein!

    In diesem Zusammenhang noch ein Zitat von dem für den ECE-Bau nicht berücksichtigten Kaspar Kraemer:


    "Es ist ein großes Problem der Architektur, dass sie der Entwicklung der modernen Kunst zur Abstraktion gefolgt ist. Man mutet den Menschen eine Kühle zu, auf die sie nicht vorbereitet sind und mit der wir nicht umzugehen verstehen. Klassische Schönheitsbegriffe besitzen nach wie vor Gültigkeit und unsere Gesellschaft leidet darunter, dass ihre vermeintliche intellektuelle Elite ihr das nicht mehr zugestehen will. Eine schöne Umwelt ist frei von Wunden, von Defiziten, von Brüchen, von Dekonstruktivismen."

    Jetzt zeichnet sich die gleiche Diskussion wie beim Quartier Mühlenberg ab, und ich bin noch immer nicht bereit, hurra zu rufen, nur weil es noch schlechtere Architektur gibt. Ich habe ja geschrieben, dass mir zwei, vielleicht auch drei Villen gut gefallen. Aber was soll ich beispielsweise an der Architektur der beiden linken Gebäude gut heißen?


    Es wird aber auch Zeit, dass das Kröpcke-Center endlich angegangen wird; das Gebäude war schon zu meiner Hannover-Zeit vor 20 Jahren eine Zumutung. Der Neubau ist nicht schlecht, aber von Kleihues hätte ich Besseres erwartet, zumal die Architektur wirklich eher nach Berlin denn nach Hannover passt.


    Die Ernst-August-Galerie finde ich faszinierend. Ein noch mieseres Gebäude zu entwerfen als den 50er-Jahre Post-Bau: Das soll dem Architekten erstmal jemand nachmachen! Der Entwurf von Kaspar Kraemer hätte mir gefallen. Ich frage mich, aus welchen Gründen sich Menschen gegen diesen Entwurf und für die jetzt gebaute Alternative entscheiden können?


    Der Vergleich mit der alten Reichspost macht die Schwächen der heutigen Architektur deutlich.


    @ Pixelfritz: Die Stadthalle stammt, wenn ich mich nicht irre, nicht von Karl, sondern von seinem Bruder Paul Bonatz. Trotz einiger sehr schöner Gebäude bleibt Hannover m. E. aber - ich hoffe, ich darf das als alter Hannoveraner sagen - ein verschlafenes bis langweiliges Städtchen. Selbst Bauten wie die Oper wirken im Vergleich zu ihren Pendants in anderen Städten eher provinziell. Ein Großstadtgefühl kommt jedenfalls nicht auf.