Posts by Laterne

    Also für ein Archivgebäude ist dieses Modell überhaupt nicht geeignet. Dementsprechend kommt man wenigstens um den Teilabriss nicht herum - das ist den Akteuren bewusst und es wird denke ich auch zum Abriss kommen. Alles andere wäre auch ein kapitulieren vor diesem Monstrum.

    Leipzig: Kommt ein Großkonzern in die City?

    Das Gelände aus der Vogelperspektive (Blick in Richtung Osten) - unten rechts die "Runde Ecke"


    Gestern ging die erste von vier Fachwerkstätten zur Entwicklung des Matthäikirchhofes zu Ende - das Thema: "Die Zukunft des Areals mit Bezug auf die Geschichte gestalten". Geladen waren circa 60 Personen aus der Bürgerschaft, Politik und Fachkreisen, die über vier Stunden im Podium und Kleingruppen über verschiedene Aspekte dieses bedeutsamen zu entwickelnden Stadtraumes ("Wiege der Stadt Leipzig") diskutierten.


    In einer vorangegangenen Online-Umfrage, wurde sich von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem ein vielfältiger Stadtraum gewünscht, der nicht explizit auf eine geschichtliche Epoche zentriert werden solle, sondern alle Seiten dieses 1000-jährigen Stadtareals, welches aktuell durch ortsfremde Stahlbeton-Modulbauweise zwischen Jugendstilpalästen geprägt ist, zeigen sollte. Viele Teilnehmer unterstützten dies, da die Diskussion sich nur um die spätere DDR-Geschichte des Areals zu kreisen drohte; Sie sprachen sich für eine Mischung aus modernem, wie dem "Forum für Freiheit und Bürgerrechte" aus, welches auf 30% der Fläche entstehen soll; für eine partielle Bestandserhaltung (Baukunst des Stasi- und VoPo-Riegels); sowie eine ebenfalls partielle Reminiszenz auf die unheimlich wichtige und spannende Geschichte des Areals vor dem Zweiten Weltkrieg aus. Außerdem solle eine neue öffentliche, grüne Versammlungsfläche entstehen, die einer modernen, nachhaltigen Stadt, gemäß der Leipzig-Charta, gerecht wird. Selbstverständlich mit gemütlichem Durchgang zum Promenadenring über die Klinger-Treppe.


    Der Leiter des Stadtgeschichtlichen Museums Dr. Anselm Hartinger machte auch noch einmal die Bedeutung dieses Ortes und den bewussten Traditionsbruch der Stasi-Neubauten in Bezug auf die historische Struktur des Matthäikirchhofes deutlich. Er argumentierte für einen Komplettabriss dieser Gebäude und verwies auf die gewollte abgeschottete, burgartige Bauweise.

    Im Raum stand auch die würdige, zeitgemäße Erinnerung an die namensgebende Matthäikirche. Die Fachwerkstatt sprach sich aber nicht explizit für einen Neubau eines Gotteshauses aus, da dies ein inklusiver Ort werden solle, ohne auch subtile Rücksicht auf Konfession oder ähnlichem.

    Konsens war auch, dass eine qualitätvolle Bebauung unter möglicher Berücksichtigung der historischen Straßenstruktur sinnvoll und richtig wäre - trotzdem muss ein "Forumcharakter" auf der südlichen Seite des Planareals entstehen - also zu eng und romantisch wie früher, wird es wohl nicht werden. Das ist aber denke ich zu vertreten. Es gab auch Forderungen nach einzelnen Fassadenrekonstruktionen um den ursprünglichen Charakter zu zeigen.


    Darüber hinaus wurde debattiert, wie die Historie dieses Areals würdig erzählt werden könne und welche zukünftigen Akteure auf dem Gelände einen Platz finden könnten.


    Soviel sehr verkürzt zusammengefasst - die nächste Fachwerkstatt findet im Juli statt.


    Beste Grüße aus Leipzig - - :thumbsup:

    Es geht mir hierbei insbesondere um die Wiederherstellung der historischen Straßenzüge inkl. der Töpfergasse. In einer heute gezeigten Übersicht ist die Töpfergasse wohl auch vorgesehen.

    Vielleicht gibt es hier jemanden der in den Detailfragen mehr Auskunft geben kann, aber wünschenswert wäre eine Reminszenz der Neubebauung an die alte Matthäikirche, deren Dachreiter eine wichtige Höhen- und Gestaltungsmarke darstellte, die heute (auf vorherigen Bildern gut zu erkennen) fehlt.

    Eine Pressemitteilung wäre wirklich klasse! :thumbsup:

    Huchalla, natürlich muss das so sein. Das sind kleine Waagerechten, damit gerade Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren nicht über die gesamte Länge der Schrägheit der Rampe ausgesetzt sind.

    Ich halte diese "Ergebnisse", mit Verlaub, für unwahr.


    In unserem Staat beobachte ich eine mediale Entwicklung, die mich immer mehr an die "Aktuelle Kamera"erinnert. (In der Presse regelmäßig "Merkel immer beliebter" für eine der meistgehasstesten Personen in Europa. Wie seriös ist so ein Staat und seine Publikationen?

    Ich würde das nicht generalisieren und eine subjektive Ansicht als mutmaßlich objektiv hinstellen. Auch die Anschuldigungen sind nur Mutmaßungen und es gibt für eine Fälschung keine Belege, zumal es möglich ist, dass gerade Gegner dieser Bebauung besonders laut sind (siehe Facebook), aber symbolische "Lautstärke" und Anzahl der Bebauungsgegner kann man nicht gleichsetzten.


    Und ich muss dazu sagen, dass ich insbesondere den zweiten Entwurf gruselig finde und der erste wahrscheinlich auch nur in der Dunkelheit was taugt.


    Viele Grüße

    Nach der Fassadensanierung des Alten Rathauses im letzten Jahr, geht es nun los mit dem Umbau des historischen Festsaals.


    Hoffen wir, dass es genügend Brandschutz gibt. Ich erinnere damit an manch anderes Bauprojekt, wo man danach die Asche zusammenkehren musste.


    Für die Umbaumaßnahmen müssen 1200 Museumsgegenstände aus 13 Ausstellungsräumen der Ausstellung "Leipzig Original - Vom Mittelalter bis zur Völkerschlacht" eingelagert werden. Der Eingangsbereich des Rathauses soll besucherfreundlich umgestaltet werden, eine neue Garderobe, Sitzmöglichkeiten und neue Beleuchtung gibts auch noch dazu.

    Die Wiedereröffnung ist für das erste Quartal 2022 geplant.


    LVZ dazu (mit Bildmaterial): https://www.lvz.de/Mehr/Bilder…hen-die-Bauarbeiten-los/1

    Reik,es ist so zu verstehen,in Leipzig sind ja viele Gebäude die schwer beschädigt waren wie zB. Thomaskirche ,Hauptbahnhof ,Altes Rathaus,Neues Rathaus usw wiederhergestellt worden.Es war also noch viel Bausubstanz vorhanden.Ich meinte aber,Gebäude die völlig aus dem Stadbild nach dem Krieg verschwunden sind,wie zB

    Paulinerkirche,Altes Unigebäude ,Johanniskirche,oder Konzerthaus,.......Von denen wurde überhaupt nichts komplett wiederaufgebaut(Fassadenreko),so wie in anderen Städten,zB Potsdam,Berlin ,DD,Braunschweig,......


    Genaus so ist es, der Neubau der Uni beispielsweise ist nichts halbes und nichts ganzes - von außen unstimmig und teils historisch falsch und von innen viel zu ineffizient und klein geplant.


    Ein Hoffnungsschimmer ist der Verein zur Wiedererrichtung des Johanniskirchturms als wichtige städtebauliche Komponente und die Gestaltung des Matthäikirchhofes, dem "Wiegenareal" der Stadt Leipzig.


    Zitat Stadt Leipzig (2002 - Verweis der Stadt von 2019):


    Die Gestaltung des Johannisplatzes soll sich an der ursprünglichen baulichen Situation orientieren, das bedeutet Bebauung mit einer vertikalen Dominanten,

    – vorzugsweise in Form des Wiederaufbaus des Johanniskirchturmes"


    aus: https://www.l-iz.de/politik/br…hannisplatzes-fest-302872

    Guten Morgen, es gibt neues aus dem Leipziger Zoo. Das große Aquarium wird derzeit umgebaut und in diesem Zusammenhang wurde mittlerweile auf dem historischen Hauptportal eine Replik des 1943 teilzerstörte und seit 1947 verschwundenen Poseidons wieder aufgestellt. Vorangegangen war eine Suchaktion nach Bildern der 1910 aufgestellten Figur. Es waren keine Zeichnungen oder Detailfotos vorhanden, sodass der Zoo Leipzig zusammen mit der LVZ eine Suchaktion anschob (https://www.lvz.de/Leipzig/Lok…der-von-Aquarien-Skulptur)


    Der Bilhauer war Markus Gläser, der bekannt ist durch u.a. die Nikolaisäule oder die Grabbronze Kurt Masurs.


    Weiter schreibt der Zoo: "Das sanierte und neugestaltete Aquarium soll nächstes Jahr nach Abschluss aller Arbeiten eröffnet werden."


    Bilder:

    https://www.facebook.com/ZooLeipzig/posts/3782069088478585

    1398_4_Aquarium_Zoo_Leipzig_Poseidon.jpg?m=1604246213