Posts by Mattielli

    Der Schlosshof sieht ja auch so aus, als wäre er in spätestens 30 Jahren fertig. Mich wundert es nur, dass er nicht schon vor 2 Jahren eröffnet wurde. Also ganz Dresden-typisch!

    Auch wenn ich ja hier als der Nörgler und Miesmacher gelte, kann ich nur immer wieder sagen, Dresden hat die unfähigste und wahrscheinlich auch eine der korruptesten Stadtführungen Deutschlands. Dieser grüne Baubürgermeister ist dann noch der Gipfel.

    Ich bin Gott sei Dank nicht mehr jung und muss diesen ganzen Wahnsinn wahrscheinlich nicht mehr allzu lange ertragen.

    Dennoch wünsche ich mir immer mehr, ich wäre 30 Jahre eher geboren worden. Dann hätte ich das wahre Dresden noch mit eigenen Augen sehen und auch bewußt erleben dürfen und müsste außerdem nicht den immer rasanter werdenden Untergang dieses Landes ertragen.

    Ich bin sehr gespannt, ob wenigstens die Fassade des Palais Hoym in der Landhausstraße und der erste Innenhof mit dem ja noch vorhandenen Wandbrunnen im Original entstehen, oder ob es wieder ein billiger Abklatsch mit Elementen aus dem Baumarkt wird (siehe Blobelhaus).

    Es wird sich dresdentypisch wieder ewig hin ziehen und als Ergebnis wird erneut ein brechreizerregender Hochbunker gebaut. Dafür garantieren das Stadtplanungsamt und der Baubürgermeister.

    Ich hoffe, dass da irgendwann mal eine Nutzung mit Publikumsverkehr reinkommt (Cafe, Buchhandlung, meinetwegen auch ein besserer Klamottenladen) - Galerien sind meistens "tot".

    Ich würde für etwas plädieren, das es in Dresden sehr selten gibt. Vielleicht eine Apotheke oder ein Reisebüro. Alternativ könnte ich mir auch ein Rewe oder ein asiatisch geführtes Nagelstudio vorstellen.

    Dresden ist eine gut funktionierende Stadt, die bei der Lebensqualität einen Spitzenplatz in Deutschland belegt.


    Und da es hier im Strang eigentlich um Leipzig geht: Auch Leipzig hat sich wirklich sehr positiv entwickelt seit der Wende.

    Dass Dresden eine gut funktionierende Stadt ist, hat ja wohl nicht in erster Linie mit dem Aussehen der Neubauten zu tun. Und die von Dir angesprochene Lebensqualität ist unbestritten. Sie wird wohl aber kaum in den tristen Nebenstraßen des Altmarktes oder am Postplatz deutlich. Die Lebensqualität wird vor allem dort sichtbar, wo Dresden unzerstört geblieben ist. Das kann wohl kaum der Verdienst der heutigen Politik sein.


    Leipzig hat sich wirklich seit der Wende sehr positiv entwickelt. Deutlich stärker, als Dresden, was die Neubauten anbelangt. Sie passen sich viel besser in das vorhandene Stadtbild ein. Ein gutes Beispiel ist der Neubau des Hotel-und Geschäftshauses am Burgplatz, über das hier im Forum gerade berichtet wurde. Die Fassade ist fein gegliedert und erhält durch den Figurenschmuck einen ganz besonderen Akzent. Die Qualität der Figuren ist hervorragend. Nicht zu vergleichen z.B. mit den Figuren des Blobelhauses am Neumarkt oder mit dem Kopfbau am Postplatz, dessen einziger Fassadenschmuck eine viel angepriesene Uhr darstellt, die ausschaut, als wäre sie bei Hornbach im Ausverkauf in der Bastlerabteilung gewesen und deren so spektakulär angekündigte Beleuchtung schon nicht mehr funktioniert. Leipzig war und ist Dresden schon immer mehrere Nasenlängen voraus.

    Die Sachsen sind noch Stolz auf ihre Städte und deswegen wurde und wird dies alles gemacht.
    Dresden und Leipzig werden ständig schöner.

    Dresden wird nur an einigen Stellen schöner.
    Wenn man sich den Postplatz oder den Altmarkt anschaut, dann kann man sich nur an den Kopf greifen.
    Abartig hässliche Betonbunker mit einem Flair wie in Kaliningrad. An anderen Orten der Innenstadt herrscht auch 30 Jahre nach der "Wende" noch gähnende Leere. Tendenz gleichbleibend.
    Zu DDR-Zeiten haben wir oft davon geträumt, wie schön Dresden aussehen könnte, wenn es zum "Westen" gehören würde. Leider haben wir damals nicht mit der Unfähigkeit und Korruption der Politiker gerechnet.
    Das Dresdner Stadtplanungsamt ist ein Paradebeispiel dafür.

    Auf dem Luftbild erkennt man schön die "grüne Schneise" mitten durch die Innenstadt.

    Diese "grüne Schneise" bildet bis jetzt die natürliche Tourismusgrenze. Alles was sich jenseits dieser Schneise in erlaufbarer Nähe befindet ist für Touristen uninteressant. Man könnte auch ein Schild aufstellen: "Achtung hier beginnt Sibirien!"
    Ob sich das in absehbarer Zukunft allerdings ändern wird, halte ich bei der unfähigen Dresdner Stadtführung für mehr als fraglich.

    Na ja, mit den Gesichtern kann ich einigermaßen leben.
    Was mich am meisten stört, sind die einheitlichen Formen, die die Figuren wirken lassen, als kämen sie aus einem Baukasten.
    Schade, dass man nicht auch bei den Körpern jeweils individuelle Formen und Attribute geschaffen hat.
    Nun fehlen ja noch die beiden Figuren in der Frauenstraße.
    Aber auch da wird man wohl auf die schon verwendeten Einheitsformen zurückgreifen.

    Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden von heute:



    Sehr geheimnisvoll formuliert, die PM, klingt für mich aber in Summe wie: Nichts Genaues weiß man nicht.

    Genau so ist es!
    Wenn man bei der ersten PK die Vertreter der Polizei hat stammeln hören, weiß man ganz genau, die Sachen sehen wir nie wieder. Da können die den Tathergang rekonstruieren, wie sie wollen.

    Das ist ja alles schön und gut.
    Was mich dabei aber erheblich stört, ist die Tatsache, dass es nur 2 Grundformen gibt, die sich nur durch den Austausch der Köpfe voneinander unterscheiden. Dadurch wirken die Figuren wirklich, als wären sie einem Baukasten entsprungen, was ja wahrscheinlich auch so sein wird.

    Ich will ja garnicht in Abrede stellen, dass es auch noch Künstler gibt, die wirkliche Könner sind und hervorragende Qualität liefern. Doch diese sind meistens eben dann auch etwas kostspieliger.
    Hätte man z.B. italienische Bildhauer mit dem Auftrag betraut, sähe die Sache bestimmt anders aus.
    So denkt man aber eher, man hat die Katyatiden in der Gartenschmuckabteilung bei Hornbach eingekauft.

    Ich denke, der Hauptgrund für diese laienhafte Ausführung ist wohl mal wieder das Geld. Es durfte einfach möglichst nichts kosten. Dafür bekommt man dann entsprechende Qualität geliefert.
    Seit Blobel tot ist, wird an diesem Bau eh nur noch herumgedoktert. Es ist das Schicksal dieses Baues.


    Im Übrigen stimmt es schon ein wenig, dass die Bildhauer von heute nicht mehr zu den Leistungen der früheren Meister fähig sind. Das zeigt sich meistens bei Statuen in den Gesichtern. Während die Werke der alten Meister lebendige Gesichter hatten, sind die heutigen Kopien meist steril und tot.

    Ebenso wäre das die Chance für das Belverdere am anderen Elbeufer. Total unverständlich, daß da bei beiden Projekten jahrelang so "rumgezickt" wird, falls man dabei überhaupt das Wohl von Stadt und Bürgerschaft, sowie deren Gäste im Fokus hat!

    Es ging diesen stadtfremden, zugezogenen Entscheidungsträgern in Dresden noch nie um das Wohl der Stadt und Bürgerschaft, sondern nur um ihre eigenen Interessen und Machenschaften, die sie mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen. Dieser Lamontain ist dafür ein Paradebeispiel.