Posts by Olympic1911

    Die Dorne die seitlich herausragen sind Anschlagpunkte für Monteure die da arbeiten müssen. Wir haben schon bei der Kupfereindeckung gesehen, dass Handwerker sich dort angeseilt haben. Es ist den Bildern schwer zu entnehmen, was sie für einen Überstand haben, aber ich würde ihn auf etwa 300mm schätzen. Eigentlich müssen sie da bleiben. Die DIN besagt: "...es müssen Einrichtungen vorhanden sein, die ein Abstürzen von Personen verhindern..." Wie diese Einrichtungen aussehen, ist der DIN nicht zu entnehmen, es können Gerüste sein, oder Hubbühnen oder gar ein Hubschrauber. Anschlagpunkte, wie in den Bildern zu sehen, sind entsprechend kostengünstig und effektiv. Das originale Stadtschloss wäre längst damit nachgerüstet worden.

    Hoch kann die Laterne aber noch nicht ohne die goldenen Attribute der Engel. Oder setzt man erst die Laterne auf und liefert diese dann nach.? Könnte ich mir sehr beschwerlich forstellen, da wieder gut ranzukommen.

    Stellt sich die Frage was günstiger ist: die Attribute der Engel später montieren damit der Kran wegkommt oder den Kran zu einem anderen Zeitpunkt noch mal rauskommen lassen, weil vorher Teile noch montiert werden mussten. Schlimmstenfalls wird die Laterne erst nach Einbruch der Dunkelheit da hochgehoben.

    Weitere Bilder aus Wesel: Das Portal der Maria Himmelfahrtskirche mit neuem Anbau



    Ehemalige Lutherische Kirche 1729, nach dem Krieg in gleicher Gestalt wieder aufgebaut:



    Das Berliner Tor, hier Stadtseite. Auch ehemals Bestandteil der 800m entfernten, im Süden davon gelegenen ehemaligen Festungsanlage der Zitadelle:



    Und hier die Feldseite:



    Und man sieht tatsächlich noch vereinzelt Gründerzeitarchitektur in der Innenstadt von Wesel:






    Weitere Bilder aus Wesel:



    Die beeindruckende Rathausfassade:












    Ansonsten ist die Innenstadt von Wesel geprägt durch schlichte Nachkriegsarchitektur:



    Sicherlich nicht unbedingt von architektonischer Bedeutung, aber hier habe ich Abitur gemacht: Das Andreas-Vesalius-Gymnasium in Wesel.



    Aber es gibt noch Reste der Vorkriegsarchitektur in Wesel. Hier Teil des Finanzamtes:


    Wer von der linken Rheinseite aus auf Wesel zusteuert, bekommt direkt nachdem die Rheinbrücke überquert wurde die Zitadelle zu sehen. Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiger Dreiflügelbau aus Backstein, in dessen Mitte sich ein Tor aus hellem Sandstein befindet. Das Haupttor aus rotem Sandstein stammt von Jean de Bodt aus dem Jahr 1718. Erhalten haben sich darüber hinaus die Kaserne VII - ein zweigeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude aus Ziegel von 1809 -, das ehemalige Offiziersgefängnis aus dem Jahr 1727, die Garnisionsbäckerei von 1811 und das Körnermagazin , ein Bau aus den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. Im Körnermagazin befindet sich heute das Preußen-Museum NRW, das im Kellergeschoss immer noch die originale Raumaufteilung mit Tonnengewölbe aufweist.

    Hier das Hauptportal Feldseite:



    Kaserne VII, Feldseite. Das Gebäude beherbergt heute eine Musikschule:



    Hier in die entgegengesetzte Richtung fotografiert mit Hauptportal:




    Kaserne VII, Stadtseite



    Durchgang Hauptportal:



    Hauptportal Stadtseite:



    Weitere Aufnahmen der von der Stadtseite mit Reste der Festungsanlage:






    Wieder Feldseite etwa 200m gegenüber Kaserne VII befindet sich im Südwesten der, meines Wissens nach, einzige Bauteil der Zitadelle der sich in Privatbesitz befindet.


    Hier einige weitere Fotos von meinem Besuch in Frankfurt vor zwei Wochen, diesmal vom Römerhöfchen. Der Lageplan, Quelle Wikipedia:



    Ich weiß nicht ob das Römerhöfchen für Besucher geöffnet ist, als ich aber da war, war das Tor offen, also bin ich einfach da hineingegangen. Zu Zeiten der Frankfurter Römerbergfestspiele versammelten sich hier die Darsteller und warteten auf ihren Einsatz.



    Hier, zum Vergleich, eine historische Aufnahme


    ier


    Hier aus der entgegengesetzten Ecke fotografiert . An der Wand links ganz hinter das Zugangstor:



    Und hier eine historische Aufnahme aus ähnlichem Blickwinkel:



    Blick auf die Südwand:



    Und weil's so schön ist: nochmals das sechseckige Treppenhäuschen:





    Saal zum Römerberg, durch eine Glasscheibe fotografiert:


    Und wenn das hier gekommen wäre, wäre ich im Traum nicht darauf gekommen nach Frankfurt zu fahren:


    Selbst meine Kinder fragten erstaunt: Was in aller Welt willst du in Frankfurt??? Ich bin nun in dem vergangenen halben Jahr zweimal da gewesen, das zweite Mal mit Übernachtung. Ich stehe mit meiner Begeisterung anscheinend nicht alleine da: im vorletzten Spätsommer war ich einer von 30.000 Besucher beim Tag der Offenen Baustelle am Humboldtforum. 30.000 Besucher an einem Wochenende! An einer Baustelle! Welche moderne Architektur kann das? Das Thema ist hier sicherlich schon hundertmal breitgetrampelt worden, aber ich wollte es einfach mal gesagt haben.

    Petersburg Ich bin da nicht so optimistisch. In den Häusern wohnen Menschen, wo will man sie denn hinschicken? Wen gehören die Häuser denn? Der Stadt? Wird die Stadt denn bereitwillig auf Mieteinnahmen verzichten, damit auch hier Reko-Architektur stattfinden kann? Wohl kaum.

    Ich kann mir höchstens vorstellen, dass wenn wir ganz viel Glück haben, bestenfalls das Salzhaus und Haus Frauenstein wieder in den Vorkriegsbauzustand zurückgesetzt werden. Die Holzpaneele der Fassade vom Salzhaus gibt es ja noch und die Erdgeschosse sind noch original.

    Die Fotoausrüstung, die ich benutze ist sicherlich noch ausbaufähig, trotzdem möchte ich euch ein paar Bilder zeigen, die ich am vergangenem Wochenende am Römerberg, bzw. in der neuen Altstadt am Dom/Römer Areal nach Einbruch der Dunkelheit gemacht habe.


    Krönungsweg Richtung Römer fotografiert, links Großer Engel, rechts das Steinerne Haus.



    Hinter dem Lämmchen Richtung Hühnermarkt



    Rebstockhof:



    Haus zur Goldenen Waage:



    Vollmond überm Großen Engel: