Posts by Elbegeist

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Danke für diesen Einblick in dein Seelenleben, Heimdall . Anstatt Dich so aufzuregen, sei lieber froh, dass wir überhaupt noch Denkmäler für Wagner aufstellen dürfen. Angesichts seines Antisemitismus und seiner Vereinnahmung durch die Hitlerei ist das beileibe keine Selbstverständlichkeit. Gerade deswegen finde ich dieses Denkmal so passend - weil es ihn nicht überhöht und mythisiert, sondern als "normalen" Menschen darstellt. Normale Menschen sind keine Heiligen, sie sind nicht perfekt. Wagner hat großartige Musik geschrieben und sehr schlimme Dinge über das jüdische Volk gesagt. Er war eben ein Mensch. Und das drückt das Denkmal perfekt aus.

    Auch Luther bleibt stehen, obwohl er sehr schlimme Dinge über das jüdische Volk gesagt hat. Und an einem späteren Missbrauch sind weder er noch Wagner schuld.

    Dessau galt für lange Zeit als Bayreuth des Nordens. Es gibt hier eine Richard-Wagner-Straße und eine Wagner-Passage, wobei ich die Herkunft des Namens der Passage bisher noch nicht in Erfahrung bringen konnte. Eben so fehlt mir ein Hinweis auf ein lokales Wagner-Denkmal .

    Vielleicht kann jemand helfen!

    Allen ein gesundes Neues Jahr!

    Das Bild zeigt keine "Taigatrommel", denn das war eine dieselelektrische Lokomotive, die keine Stromabnehmer bzw. Oberleitung brauchte.

    V 200 / 120 hatte den Spitznamen

    Die Taigatrommel hatte ihren Namen nicht nur wegen der anfänglich fehlenden Schalldämpfer. Die Motoren waren so miserabel ausgewuchtet, dass ihre geräuschvollen Schwingungen das Gleisbett und benachbarte Architektur nachhaltig schädigten.

    Das deutsche Recht kennt keine 100-Jahre-Regel im Urheberrecht. Aus der Rechtsnorm welchen Landes stammt also diese Regelung? Und welche Bedeutung sollte sie dann im internationalen Austausch besitzen?

    Richtig. Bei anonymen und pseudonymen Werken erlischt die Schutzfrist bereits 70 Jahre nach Erschaffung bzw. Veröffentlichung. Aber zur Schaffung gemeinsamen europäischen Rechts sind auch auf diesem Gebiet Veränderungen im Gange, die von den Mitgliedsländern übernommen werden dürfen/können und bisher immer die urheberbegünstigendste Variante eines der Mitgliedsländer zur Basis hatten.

    Normalerweise gibt es bei Eigentumsdelikten eine maximal 100jährige Verjährung auf Herausgabeansprüche, auch da Gegebenheiten in weiter Vergangenheit nicht mehr eindeutig geklärt werden können. So wurde es auch mit der Kolonie Hongkong geregelt, welche kürzlich an China zurückging. Wenn man allerdings von der SU die Raubkunst aus dem ZW zurückfordert, sollte man Kunstobjekte, die eindeutig in Kriegen erobert wurden, auch zurückgeben (auch wenn hier die Verjährung bereits kapp eingetreten ist).

    Wo kann man die 100 Jahre nachlesen? Mir sind im deutschen Recht nur 30 Jahre bekannt, bei unrechtmäßig erworbenem Gut gibt es keine Begrenzung. Was die SU betrifft:

    "ein 1998 verabschiedetes russisches Gesetz. Darin werden nahezu alle kriegsbedingt aus Deutschland verbrachten Kulturgüter zu russischem Staatseigentum erklärt. Dieses „Beutekunstgesetz“ steht nicht im Einklang mit international gültigem Völkerrecht."

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    Nur wäre es auch kein erstrebenswertes Endziel, dass man in jedem Land quasi nur noch Kunst zu sehen bekommt, die innerhalb der eigenen Landesgrenzen hergestellt wurde. Gerade die Ausstellung internationaler Kunstwerke möglichst vieler Kulturen und Epochen in den Museen ist es doch, was den Horizont erweitert und den inspirierenden Vergleich ermöglicht. Ein Dilemma...

    Da wäre erst einmal eine Studie von Nöten, die den unterschiedlichen Erlebnis- und Bildungseffekt von Originalen und genauen Kopien herausstellt. Sogar an der Originalität der Nofretete gab es Zweifel.

    Um mal bei Notre Dame zu bleiben: das ehrwürdige, originale Holzdach soll ja durch eine Stahlmonstruktion ersetzt werden. Offenbar, um den nächsten Brand zu verhindern. Dabei brennt Stahl ebensogut wie Holz (bzw. wird weich), wenn er nur heiß genug wird.

    Ist das also nicht bereits ein Rekonstruktios-Faux-Pas?


    Übrigens muss man bei allen Rekonstruktionen auch an das "Schiff des Theseus" denken, was meiner Meinung nach selten zur Sprache kommt...

    Also das kann man tatsächlich nicht so stehen lassen. Stahl brennt nicht ebenso gut wie Holz. Er brennt, wenn überhaupt, nur in pulverisiertem Zustand oder nach Zufuhr reinen Sauerstoffs. Er verliert oberhalb einer bestimmten Temperatur seine Festigkeit. Die Brandlast eines Bauwerks wird nach der Menge an brennbarer Substanz pro Flächeneinheit berechnet. Stahl hat darauf keinen Einfluss, so dass im Brandfall nur eine vielfach geringere Hitzeentwicklung und damit weit geringerer Schaden zu verzeichnen ist.

    Wenn die Erde unbewohnbar wird, wird es eine verschwindende Minderheit sein, die sich irgend wo hin retten kann. Eine außerirdische Architektur hätte dann nicht nur die Funktion des geschützten Wohnens, sondern ebenso der Produktion von Nahrungsmitteln. Gewächshäuser herkömmlicher Art könnten durch Lichttransformation (Solarzellen auf dem Dach, schützende Zwischenschicht, Beleuchtungskörper unter dem Dach)realisiert werden. Da dies auf extrem großen Flächen angelegt werden müsste, ist eine neue Art von Archtektur erforderlich.

    Ein Vorschlag:


    Ich bekomme eine exzellente Flasche deutschen, Barrique-gelagerten Rotweins sowie eine Premium-Habana von Dir, wenn vor dem 22.12.2030 der erste Mensch seinen Fuß auf den Mars setzt. Umgekehrt kannst Du Dir in vergleichbarer Größenordnung natürlich auch etwas aussuchen, für den Fall, dass ich verlieren sollte! :daumenoben:

    Wenn die Coronawelle uns ungeschoren lässt, können wir ja noch mal darüber reden. Vor ihr fliehen ist ja z.Zt. noch nicht drin. Auch abschirmende Bunkerbauten für den eigenen Garten sind nicht mehr im Angebot.

    ...

    Hier sieht man wieder dass Menschen wie Holger Zschoge sich eine andere Mitte in Potsdam gewünscht hätten, nur wie hätte diese ausgesehen? Wir können es nur erahnen und sind froh dass es so nicht gekommen ist. Denn eine gesichtslose Innenstadt mit belanglosen Bauklötzchen-Häusern wünscht sich keiner und ja solche Innenstädte gibt es.


    https://www.pnn.de/potsdam/pot…ches-museum/26738226.html

    Doch. Siehe Schlossplatz Dessau.

    Ich habe ja nichts gegen derartige Planspiele. Insbesondere wenn dahinter langfristig der Gedanke steht, nach Unbewohnbarkeit unseres Planeten große Bevölkerungsanteile umzusiedeln. Ich halte es aber für wesentlich wichtiger, alle Mittel dafür einzusetzen, dass ein solcher Supergau verhindert wird. Wer hätte denn vor wenigen Jahren daran gedacht, dass ein einziges Virus fast alle Errungenschaften einer modernen Gesellschaft zum Erliegen bringt? Vielleicht fällt dem nächsten Mutanten die gesamte Menschheit zum Opfer. Es zeigt sich doch, dass das bisherige Zusammenleben höchst anfällig zu sein scheint und einschneidender Änderungen bedarf. Und hier spielt natürlich auch die Architektur eine wichtige Rolle, die eine trennende und abschirmende Komponente erhalten müsste und trotzdem die Versorgung absichern sollte. Der Zerstörung der Lebensgrundlagen auf unserer Erde muss auch durch Abkehr von der Konsum- und Wegwerfmentalität vorgebeugt werden.

    In absehbarer Zeit wird eine Besiedlung benachbarter Planeten reine Phantasie bleiben.

    Um wieder etwas näher ans Thema zu kommen: ich bin grundsätzlich für die Anerkennung ausländischer Kunst und ggf. ihre Rückgabe, so weit es sich um nicht rechtmäßig erworbene handelt und langzeitig eine gesicherte Unterbringung garantiert werden kann. Das "rechtmäßig" ist natürlich dehnbar. Glasperlen und Talmi-Schmuck als akzeptable Gegenleistung gehören nicht dazu. Es ist natürlich ein dünnes Eis, denn für Vorgenanntes wurden auch schon ganze Ländereien "eingekauft", deren Erwerb dann auch geprüft werden müsste.

    Machen Sie doch gerade lieber Elbegeist, keine bösen Mächte hinderten Sie! Auch der Martintre kann den Manuscriptum Verlag hoch und runter lesen in seiner freien Zeit und Ihn hier öffentlich gut finden. Die Meinung des anderen auszuhalten, hat aber überhaupt nichts mit Denkverboten zu tun. Oder verkneifen Sie sich etwa Verfassungsfeindliches. ;) (Falls Sie Ihren letzten Kommentar allerdings ironisch meinten, bitte ich mein Gesagtes selbstverständlich zu entschuldigen. Es ist digital in diesem Fall kaum erkennbar. )

    Sie betreiben eine Primitivargumentation. Halten Sie sich an Rastrelli und argumentieren Sie konkret! Darüber freuen sich alle!

    Wieso sollte es Ihrer Meinung nach unanständig sein sich mit Personen oder Verlagen zu beschäftigen?

    Weil es in früheren Zeiten mal die ungeschriebene Diskussionsregel gab, sich ausschließlich mit den geäußerten Meinungen zu befassen, und nicht, weil diese nicht passen, mit dem Urheber. Ich habe dahin gerade rastrelli gelobt. Aber Anstand ist offenbar nicht mehr zeitgemäß.

    Lieber Martintre,

    jetzt sind Sie in die whatabouttism-Falle gerutscht. Wer rechte Autoren aus dem Manuscriptum Verlag verlinkt, muss dann fairerweise das Forumsecho aushalten. Dass Sie alleine jetzt nur noch über' Angemessenheit von Lexika-Stilen' mit uns reden wollen, ist leider nicht unsere Schuld und so leicht werden Sie vom Wesen der Dinge nicht ablenken können.


    Nach der Einordnung zum Author (vielen Dank an die Mitforisten) noch was besinnliches zum Verlag: https://www.tagesspiegel.de/ku…ts-draussen/12589394.html

    Auch dies fällt unter die von mir genannte unanständige Art, sich statt konkret mit Meinungen, mit Personen oder gar Verlagen zu befassen.

    "Nein, Nein!", höre ich die Linken unter uns nun sagen, "diese beiden Gruppen kann man nicht auf die gleiche Weise beschreiben! Schließlich sind die einen im Recht und die anderen im Unrecht!"


    Seht ihr, genau diese Arroganz und fehlende Bereitschaft zur Reflektion ist mein Problem mit den meisten Linken, noch viel mehr als ihre Inhalte.

    Und deshalb dürfen die Andersdenkenden zukünftig auch nicht von der im GG verbrieften Meinungs-Freiheit Gebrauch machen. So funktionierte die DDR-Diktatur: Es soll demokratisch aussehen, aber wir müssen alles fest in der Hand haben-Walter Ulbricht

    Zitat von Hakemann.

    "Ich habe afrikanische Kultur weder als Schrott bezeichnet, noch sie entsorgen wollen.

    Ich wehre mich nur gegen den Gedanken, sie auf eine Stufe mit Michelangelo, Brahms und Thomas Mann zu stellen.

    Das Kunst auch was mit Können zu tun haben sollte, scheint einem "Kunsthistoriker" wie dir fremd zu sein. Demnach dürfte ich also ein von mir gebasteltes Kastanienmännchen einer Skulptur von Rodin gleichstellen, wenn mein Männchen für mich nur eine besonders große Bedeutung hat. Und alle anderen hätten diese Relativierung bzw. Gleichsetzung gefälligst zu akzeptieren, schon allein um mich nicht zu kränken.

    Ich höre hier lieber auf, bevor ich mich in Rage rede bzw schreibe" :kopfwand:

    Es ist immer eine Frage der Betrachtungsweise. Wenn ich mir manche moderne Kunst betrachte, so erhöht sich meine Achtung vor steinzeitlichen Höhlenmalern und deren verblüffende Darstellung von Tieren. Und ein Vergleich von klassischer Musik mit den Interessen heutiger Jugendlicher scheitert einfach daran, dass die zeitgemäßen Hipp-Hopp-Tralala- Bestrebungen mit ersterer nicht realisierbar sind.

    Ich habe mir das von thommy verlinkte Interview mit TvW angesehen. Es bestätigt doch letztlich den Wikipedia-Artikel zu TvW. In dem Interview werden ja einige politische Äußerungen gemacht.


    Also nach TvW soll ich, wenn ich zum "Volk" dazugehören will oder mir als Teil des Volkes bewusst werden will, die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ablehnen. Dazu habe ich eine andere Meinung. Und was nun? Der ganze Komplex Volk, Staat und Politik geht in seinen gedanklichen Konstruktionen nicht auf. Vielleicht hätte er besser beim Binnenschifffahrtsrecht bleiben sollen. Wie üblich bei der "Neuen Rechten", die in Wirklichkeit ziemlich altbacken ist, legt er Wert auf das Wort "stolz", "stolz, Deutscher zu sein". Wer das nicht ist, ist eine "konsumierende Ameise". Also: ich bin gerne Deutscher (und halber Slawe), und es gibt viele Menschen, die Deutschland lieben und keine Ameisen sind und mit der geistigen Strömung, die TvW vertritt, keine "Affäre" haben wollen. Übrigens hält er das wilhelminische Kaiserreich für ein "Interregnum" (lustige Begrifflichkeit) zwischen zwei "Blütezeiten" des deutschen "Volkes", als die TvW geistige Strömungen ausmacht. Aha! Er setzt also sein persönliches Interessengebiet absolut.


    Die "Völkerkunde" sei seit Jahrzehnten im Niedergang begriffen. Auch das ist ziemlicher Quark. Es gibt wirklich interessantere Gelehrte als TvW. Ich freue mich auf das Humboldt Forum.

    Eine ordentliche und nachvollziehbare Argumentation. In einem Forum anständiger Menschen befasst man sich nämlich nicht mit der Vorgeschichte von Personen, sondern ausschließlich mit dem Inhalt des Geäußerten. Es ist natürlich leichter, kräftig mit Schmutz zu werfen, statt konkret auf den Inhalt einzugehen.