Posts by Elbegeist

    Nun gut, aber ich denke, wir diskutieren hier über die deutsche, aber zumindest mitteleuropäische Jugend. Hier bedroht kein undemokratisches Herrschaftssystem christliche Architektur. An Umwandlung wie in Istanbul ist nicht zu denken, wenn man mal von der Umnutzung von Kirchen in den Niederlanden absieht, die dort recht häufig vorkommt. Der Hintergrund ist da aber ein ganz anderer. Er dient auch dem Denkmalschutz.

    Erdogan strebt eine Reaktivierung ehemaliger islamischer Regionen an. Darunter auch in Spanien.

    "Der türkische Präsident verband die Entscheidung, den Islam von Buchara in Usbekistan wiederzubeleben, mit Andalusien in Spanien, das den ehemaligen Al-Andalus umfasst. Hier würde zum Beispiel die Moschee-Kathedrale von Cordoba, die nach der christlichen Rückeroberung im 13. Jahrhundert von einer Moschee in eine Kathedrale umgewandelt wurde, in einem Manöver des religiösen Expansionismus ins Spiel kommen, wie von der Jerusalem Post gewarnt."

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    Auch Du begehst immer wieder den gleichen Fehler, aus dem persönlichen Empfinden und Erleben auf angeblich neue Trends zurückzuschließen, dabei gehört es im Konflikt der Generationen praktisch seit der Aufklärung zum guten Ton, dass die Jungen Altes in Frage stellen, alte Zöpfe abschneiden wollen und Neues wagen wollen, während die jeweilige Generation der Alten der Meinung ist, die nachfolgende Generation sei der Untergang des Abendlandes.

    Schon die alten Römer klagten über die damalige ungehorsame Jugend. Aber heute liegt eine ganz andere Situation vor. Wir dürfen dankenswerter Weise in einem Jahrhundert ohne Krieg in Mitteleuropa leben. In Kriegen wurde die Jugend stets radikal dezimiert und Ratschläge wie aktive Hilfe der Alten waren hochwillkommen. Heute sind Erfahrungen der Alten für die Jugend uninteressant, weil das Internet diese zu ersetzen scheint. Aber dieses Internet ist einseitig gefärbt und birgt die Gefahr der Manipulation. Der Untergang des Abendlandes ist nicht unmittelbar zu befürchten, aber eine Ausbreitung des Islams, die Erdogan vorschwebt, ist denkbar. Und es ist kein Geheimnis, dass in undemokratischen Herrschaftssystemen nie die gemäßigten, sondern zumeist die Hardliner ans Ruder kommen. Für die betroffenen Gebiete könnten also ähnliche Umwandlungen christlicher Architektur und Symbolik zu erwarten sein, gegen welche es an einer erforderlichen Gegenströmung fehlt. Und diese könnte nur von einer umorientierten Jugend aus gehen.

    Es ist nicht unsere heutige Sichtweise auf den Islam, sondern der Islam selbst, der durch die weiterhin aktuelle radikale Bekämpfung Andersgläubiger, seine angebliche Toleranz ad absurdum führt.

    Toleranz wurde vom Islam schon immer als Schwäche angesehen. Und sie ist es auch.

    „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

     Karl Popper

    Königsbau




    Mein zweites Anliegen ist in der Tat, das Forum nicht den Hetzern und Verschwörungsideologen zu überlassen. Politik, darum können sich andere kümmern.

    Du scheinst nicht erkennen zu wollen, dass die Einstufung von Foristen, die nicht dem Mainstream huldigen, sondern selbst denken, als Hetzer und Verschwörungsideologen eine schwere Beleidigung darstellt.

    Ganz recht, Sprache entwickelt sich. Man kann natürlich auch mit Verschwörungsmythen um sich werfen und glauben, da würde ein gelenkter "Gesinnungsterror" dahinter stecken. Im besten Fall wird man dann belächelt, in der Regel offenbart man aber seine Gesinnung.

    Da liegt der Hase im Pfeffer. Und damit haben ja gleich mehrere hier ihre Gesinnung offenbart. Es ist ja gerade das Ziel der Sprachsäuberungen, solche Personen zu entlarven. Natürlich war damals die Aktion LTI notwendig, und mancher Politiker stürzt heute noch über ein einziges unbedachtes Wort aus dieser Zeit. Aber mit Neuschöpfungen ist es anders. Dass Gerichtsentscheidungen heute von Menschen mit normalem Verstand nicht mehr nachvollzogen werden können, ist nicht selten. Einzelne zeitgemäße Worte (keine Zusammengesetzten) sind , wenn sie nicht als Beleidigung geschaffen wurden, neutral und werden erst im Kontext bedenklich. Und deshalb ist es absolut unzulässig, einzelne Worte zu verteufeln, so lange dieser Kontext fehlt. Das ist aktive Sprachmanipulation. Und dahinter steckt klares politisches Kalkül. Damit dieses aufgeht, müssen die Medien mitziehen und unabhängige Foren "ausgerichtet" werden. Was jeder hier verfolgen kann.

    Darüber hinaus würde ich ein verbissenes Verteidigen von Statuen, Denkmälern und "Bildern" für gar nicht klug halten. Wir verlieren tagtäglich mehr als solche. Warum sollen gewisse Realitäten nicht auch im Stadtbild sichtbar werden? Ist im heutigen Hamburger Selbstverständnis, das von einem Stadtbild ja letztlich abgebildet wird, tatsächlich noch Platz für ein überdimensioniertes Bismarckdenkmal?

    Wir dürfen nie vergessen, dass alte figürliche Darstellungen, genau wie alte Architektur, oft handwerkliche Meisterleistungen waren. Was man von modernen Denkmalen nicht immer sagen kann. Es gibt Ausnahmen: Das von einem russischen Künstler der Stadt Zerbst geschenkte Standbild Katharina der Zweiten. Und jede Zerstörung ist ein unersetzbarer Verlust. Ich akzeptiere deshalb maximal klarstellende Hinweistafeln als Denkmalzusatz. Aber wir sollten auch beachten, dass die derzeitige Denkmalstürmerei nur ein kleiner Bestandteil der Vernichtung unbeliebter Zeugen der Vergangenheit und Gegenwart ist. Sie schließt sich nahtlos an die "Säuberung" der Sprache, an die Umbenennung von Straßen und Plätzen, an die Ausgrenzung unbeliebter aktueller politischer Gegner durch Ächtung von deren Wortwahl (zur Zeit steht das Wort "Goldstücke " im Feuer der Kritik.) Und dies geschieht nicht spontan. Es geschieht als Folge haarscharfer ideologischer Planung.

    Rechte und linke Bilderstürmer:

    Hier in D. gab es vor 1933 mehrere Friedrich Ebert-Steine. Die Nazis entfernten sie auf unterschiedliche Weise: einige wurden zertrümmert, aufgeladen und abtransportiert. Sicherlich endeten sie in irgendwelchen Fundamenten. Ein Stein war aber als gewaltiger Findling zu schwer zu transportieren. Er wurde an Ort und Stelle in zwei Metern Tiefe vergraben. Damit war das Thema erledigt. Nach 1945 legten alte Sozialdemokraten den Stein wieder frei. Eine amerikanische Besatzer-Kapelle spielte dazu. Mit dem Wechsel der Besatzer änderte sich auch die Politik. Es genügte nun nicht mehr, den Stein wieder einzugraben. Zwei Altnazis erhielten von der Ortsgruppe der KPD den Befehl, den Stein zu schänden und ihn mit Teer einzuschmieren. Erst dann verschwand er wieder in der Erde. Das Areal wurde jahrelang als Müllkippe genutzt. Erst nach der Wende legte man ihn in einer Initiative der SPD wieder frei und stellte ihn wieder auf. Es gab lange Diskussionen um den Text auf einer Hinweistafel. Mal sehen, wann die nächsten Bilderstürmer auftauchen.

    Hier ist der Stein:

    https://www.spd-dessau-siedlun…gk-kuehnau.de/geschichte/

    Die Vergrabung durch die Nazis bleibt hier aus unbekanntem Grund unerwähnt. Als gravierenden Unterschied im Handeln der Täter betrachte ich den Akt der zusätzlichen Besudelung.

    Hoffe man findet diese Verbrecher! Dem gefundene Verbrecher muss man Pinsel in die Hand gebe und so lange ausbessern lasse bis wieder alles rekonstruiert. Und Eigentuemer stellt fest, ob Verbrecher fertig ist oder nicht und wenn Kriminelle lebenslang malen muss. Was sind das fuer kulturlose Barbare, die so etwas mache?!

    Man wird und will sie nicht finden, denn der Kampf gegen die AfD ist Staatspolitik.

    Eine etwas radikale Maßnahme: Grafittiflaschen beim Kauf registrieren, dass zumindest wenn Flaschen liegen gelassen werden, der Besitzer ermittelt werden kann? Doch ob dann auf andere Mittel zurückgegriffen wird?
    Straßenkreide finde ich ja ungleich sympathischer.

    Wusstest Du, dass in den letzten Jahren der DDR keine Farbsprühflaschen, gleich welcher Art, mehr angeboten werden durften?

    zeitlos, dies ist ein hochpolitisches Thema, und es wird manchem nicht in den Kram passen. Es gibt nämlich in der Überzahl Schmierereien von links. Weil diese kein politischer Straftatbestand sind und nicht registriert werden. Rechte Schmierereien werden dem gegenüber grundsätzlich erfasst, registriert und verfolgt.

    ... "Deshalb darf der als Republik und Demokratie verfasste Staat kein Vermögen an Personen übertragen, welche sich mit eben diesem Vermögen auf die Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung vorbereiten wollen – hier auf die Thronfolge als König von Preußen..." ...

    Da habe ich aber ein höchst ungutes Gefühl, wenn es um das SED-Vermögen geht. Gerade heute kam eine äußerst bedenkliche Äußerung seitens einer Linken, die gottseidank noch etwas abgeschwächt wurde.

    Es war zu erwarten: Der OB verkündet, dass die obere Kommunalaufsicht keine Anhaltspunkte dafür gefunden hätte, dass der Verkauf des Schlossplatzes 4 und 5 rechtswidrig war. Auch ein angestrebtes einstweiliges Rechtsschutzverfahren sei vom OVG Halle abgelehnt worden. Der Antragsteller hat noch keine entsprechende Mitteilung erhalten.(MZ)

    Die nichtöffentliche Beschlussfassung zum Verkauf, bei welcher auch die Stadträte ausgeschlossen waren, wurde also für rechtmäßig befunden.

    ..Es wurde ihm zudem eine derart schwarzmagische Bedeutung zugeschrieben, dass es gar nicht mehr gezeigt werden darf, weil womöglich ein Dämon von der Seele desjenigen, der es anblickt, Besitz ergreift. Etwa so, als würde ich beim Anblick von Hammer und Sichel umgehend zum Kommunisten mutieren und Kirchen abreißen wollen. ...

    Es gab mal eine Zeit, wo heidnische Symbole in Massen zerstört wurden und sich die Kirche damit brüstete, wie machtlos die alten Götter gegen diese Zerstörungen waren. Aber dem modernen Menschen so etwas "anzumuten", ist doch wohl nicht mehr zeitgemäß. Es dürfte wohl in Europa nur eine klitzekleine Gruppe von verbohrten Menschen sein, die sich dadurch hypnotisieren lassen. Ein Problem sehe ich vielmehr darin, dass Wittenberg allein auf den Antisemiten und Abergläubischen, Martin Luther (Hexen müssen brennen) baut

    ...

    Das Problem der evangelischen Kirche bestand im Dritten Reich nicht in mittelalterlichen Reliefs und auch nicht in irgendwas, das Luther im 16. Jahrhundert geschrieben hatte, sondern darin, dass Teile der Kirche dazu neigen, sich dem Zeitgeist anzubiedern und den Mächtigen "in den Arsch zu kriechen". Ich verwende jetzt mal diese drastische Formulierung, die ja heute noch im Sprachgebrauch ist ...

    Nicht nur im Sprachgebrauch, sondern in der praktischen Umsetzung! Und nicht nur in der evangelischen Kirche.

    Moment mal: die Sizialisten haben FÜR den Wiederaufbau des Stadtschlosses, des Barberini und auch de anderen Teile der Altstadt gestimmt. Sie haben der Stadtverwaltung ein Investitionsprogramm für die Plattenbaugebiete abgehandelt und zugestimmt. Einzig die weiter links stehenden Anderen haben dagegen gestimmt.

    Diese "weiter links stehenden Anderen" sind es , die ich meine. Und die Garnisonskirche ist ja nur ein Beispiel unter Vielen, die der Abrissbirne zum Opfer fielen. Andere Kirchen (und Schlösser) waren völlig unbelastet und wurden trotzdem beseitigt (Leipzig). Und gerade jetzt geht eine neue Welle von modernen Bilderstürmern übers Land. Glocken, die jahrzehntelang trotz HK läuten durften, müssen plötzlich weg, weil sie im Schall Naziideologie verbreiten. Ein mittelalterliches Wandbild (Wittenberg) beleidigt nach Jahrhunderten urplötzlich Einzelpersonen und soll verschwinden, notfalls durch den Europäischen Gerichtshof. In einer solchen höchst aufgeregten Atmosphäre hat Potsdam einen schweren Stand.

    Genau Meister Lampe,aber nicht Teile von den"Die Andere" und die "Linke" sondern alle von "Die Andere"und "Linke"sind Verhinderer.

    Oder glauben Sie das der andere Teil von der Die Andere und Linken für die GK und anderen Rekos in der Potsdamer Mitte sind?Ist doch klar,wenn schon ihr politisches System vor 30 Jahren zusammengebrochen ist, das sich diese Leute dann wenigstens noch am sozialistischen Stadtbild Potsdams klammern und es auf Dauer erhalten wollen und somit noch eine baulich architektonische Erinnerung an ihre geliebte DDR haben.

    Den Linken und den "Anderen" geht es weniger um das Stadtbild. Ihr Handeln ist rein politisch motiviert und drückt die pure Angst aus, dass ein kleiner Funke das randvolle Faß aufgestauten Unbehagens in der bisher passiven Bevölkerung ( die Statistik spricht Bände) zum Überlaufen bringen könnte. Ihr Ziel ist es, die noch lebenden (ur)alten Wissensträger madig zu machen und den Nachwachsenden ein getürktes Geschichtsbild zu bieten. Und so scheut man keine Mühe, die Sprache zu "säubern", belastete Straßennamen zu ersetzen und unliebsame Architektur in der Versenkung verschwinden zu lassen. Der Wiederaufbau solcher ist natürlich ein besonderer Dorn im Auge. Ein sachlicher Kompromiss mit solchen "Vertretern" ist nahezu unmöglich.

    Ja, Heinrich der Böse was ist nur in diesem Land passiert, dass Architektur so negativ politisiert ist? Hier die facebook-Seite von Mitteschön. Es muss ja nicht gerade angenehm gewesen sein, neben aufgeladenen Leuten zu sitzen, die mit solchen Slogans "Mitteschön,halt das Maul" in den Hauptausschuss gehen. Das ist unseriös!

    Die Ergebnisse der Umfrage sprechen eine andere Sprache.

    https://www.facebook.com/photo…0196&type=3&theater&ifg=1

    Aber das stört bekannte Kreise nicht.