Posts by Elbegeist

    Die Wenigsten wissen, dass Dessau sich heute als Radfahrerstadt darstellt. Bis zur Wende hieß es sogar, wir hätten nach Amsterdam die meisten Radfahrer. Aber wo fahren sie denn? Der internationale Radfernweg R1 führt durch die Stadt und zu den Sehenswürdigkeiten. Durch und weg. Der innerstädtische Radverkehr wurde enorm reduziert. Dafür sind die Straßenränder zugeparkt.

    Ich bin auch in einem eher "fahrradfernen" Haushalt großgeworden. Das Fahrrad war für meine Eltern bestenfalls ein Freizeitgerät, das sie zudem nicht oft benutzten. Bei mir war es schlicht ein Kreis Freunde, die den gleichen Weg zur Schule hatten und mit 15 beschlossen hatten, nicht mehr mit dem blöden, vollen Bus fahren zu wollen (6 km eineStrecke). Obwohl ich derjenige war, der am wenigsten radsozialisiert war, blieb mir wenig übrig, als mich ihnen mit meinen Torpedo-3-Gangfahrrad anzuschließen, wenn ich nicht nicht alleine im Bus sitzen wollte.


    ...

    Siehst Du, und deshalb muss ich Dir die Kompetenz in dieser Frage absprechen. Wir ehemaligen Ostdeutschen redeten nicht übers Radfahren, sondern fuhren ein halbes Jahrhundert bei Wind und Wetter zur Schule und zur Arbeit. Und beneideten die wenigen Autobesitzer, die im Trockenen sitzen durften. Der Wunsch nach dem "Dach überm Kopf" war riesig. Unserer Elterngeneration versprach man einst den Volkswagen, und uns den Trabant. Es besteht kein Bedarf, die Entwicklung zurück zu drehen. Als Sportgerät gern, aber mehr nicht!

    Wieso? Die Mehrzahl unserer Pakete lässt sich ohne Problem in einer Fahrradtasche transportieren und für etwas Sperrigeres nehme ich dann den ausrangierten Kinderanhänger, in den überraschend viel passt. Ist übrigens auch regendicht ;), ein weiteres Thema, dass Dich ja anscheinend sehr umtreibt, obwohl ich dabei bleibe, dass es extrem selten problematisch stark regnet ausgerechnet bei den üblichen Fahrradfahrten zur Arbeit oder für so etwas. Das letzte Mal eine Regenhose habe ich im letzten Sommer bei einem Gewitter getragen, das letzte Mal nervig nass (also nicht nach 20 min drin wieder ganz normal) war meine Hose vielleicht vor 4 Monaten. Klar, ne wasserdichte Jacke muss man eben tragen. Und ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbei..t. Einzig nachmittags habe ich ein wenig Flexibilität, meine Rückkehr etwas zu timen und auch mal einen Schauer abzuwarten. Das habe ich im letzten Jahr vielleicht 2x machen müssen. Morgens muss ich raus, ohne Verhandlungsspielraum. Extrem, wirklich extrem selten, dass es da mal stark regnet.

    Bei uns sieht es etwas anders aus (klimadaten):

    "Dessau-Roßlau's Klima wird als warm und gemäßigt klassifiziert. Der Niederschlag in Dessau-Roßlau ist hoch, auch während dem trockensten Monat. Cfb lautet die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger. Die Temperatur liegt in Dessau-Roßlau im Jahresdurchschnitt bei 10.5 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 646 mm."

    Und wenn man in voller Montur am Arbeitsplatz ankam, war man auch darunter nassgeschwitzt. Eigentlich wäre jedesmal eine Volldusche nötig. Aber die kostet Zeit.

    Ich weiß, wovon ich schreibe! Ich wohne nicht im Zentrum. In meiner Schulzeit war ich täglich in summa 4 Kilometer mit dem Fahrrad unterwegs, oft in Regenkleidung. Damals waren Autos hier noch Mangelware. Mein größter Wunsch war damals , im Trockenen zu sitzen. Heute warte ich natürlich, bis der Regen nachgelassen hat. Damals ging das nicht. Heute ist meine nächste Packstation ca. 2km entfernt. Und gestern reichte ein Regenschauer vom Aussteigen bis zum Unterstellen, um das Paket völlig zu durchnässen. Und da bei den meisten Bestellungen statt einer regelmäßig zwei bis drei Einzellieferungen ankommen, vervielfacht sich das Problem. Also mir kann kein Radfahrer etwas über das Radfahren erzählen! Es ist gesund, aber mehr nicht!

    Auch wenn mein kleiner Beitrag wie immer von einem gewissen Administrator wieder gelöscht werden wird, so muss ich dazu eines los werden:

    Wie gut, dass ich anfange über den Dingen zu schweben. Wenn man so alt wird, wie ich mich fühle, dann verschwinden all diese Probleme und man erkennt das einzig Große Ganze, was alle eines Tages sehen werden. Die Erkenntnis die man erfährt ist sehr beruhigend, auch wenn sie völlig anders sein wird, als man im Leben davor gedacht hätte.

    Es ist tatsächlich die fehlende Erkenntnis über die wahren politischen Hintergründe. Die Erkenntnis, wo der wahre Feind aller konservativen Rekofreunde steht. Aber ich habe es aufgegeben.

    Da fehlt noch eine überdachte Variante, sonst sind die Pakete zuhause durchgeweicht. Der Fahrer kann ja zur Not im Regenmantel fahren.

    Dazu passend ein Artikel aus der "Zeit" von heute, in dem über eine umfassende empirische Studie berichtet wird: "Das Fahrrad ist zum Statussymbol der Gebildeten geworden" (momentan mit Paywall). Offenbar findet die erforderliche Änderung im Besitzdenken bereits statt!


    ...

    - Akademiker sähen keinen Nutzen darin, durch ein Auto "Kaufkraft" zu demonstrieren, da sich ihresgleichen damit ohnehin nicht beeindrucken ließen

    - Kinder von Höhergebildeten wachsen deutlich öfters in Familien auf, in denen viel Rad gefahren wird, und übernehmen die Gewohnheiten beim Heranwachsen

    Wir haben im Osten sehr schnell lernen müssen, dass das Fahrrad ein Sportgerät ist. Ob diese Entwicklung positiv zu sehen ist, muss eine Gesamtbilanz zeigen. Was bisher schnell und leicht im Kofferraum transportiert wurde, muss bei Radlern separat bewegt werden. Besonders in Online-Zeiten hat die Zahl der Lieferfahrzeuge gewaltig zugenommen. Kein Wunder, wenn selbst kleinste Objekte in riesigen Kartons versandt werden. Die Geduld der Auslieferer hält sich auch gewaltig in Grenzen. Soweit überhaupt noch geklingelt wird, landet bei Abwesenheit der Abholzettel im Briefkasten. Und spätestens dann wird der eigene PKW gebraucht.

    Warum?


    Autos sind teuer. Durch echtes autonomes Fahren werden sie gleichzeitig attraktiver, aber auch austauschbarer. Wenn ich in der Stadt wirklich mal ein Auto brauche, kann ich einfach eins kommen lassen, einsteigen, mich zum Ziel fahren lassen und es dem nächsten überlassen. Bevorzugt immer dann, wenn es für eine bestimmte Verbindung keine gute schienengebundene Alternative gibt - der Preis wird die Nachfrage regeln. In Summe wird der Besitz eines eigenen Autos so unattraktiver und sich die Zahl der Autos reduzieren.

    Dazu ist aber zunächst einmal eine Änderung im Besitzdenken erforderlich. Man darf den Renomiereffekt nicht vernachlässigen. Ein teures schönes Haus zählt dazu, wie auch ein teures schönes Auto. In der DDR diente ein PKW als reines Transportmittel, mit Ausnahmen, der begehrte Lada. Und eine beliebte lustige Anmache war der Satz : "Schau mal, ich fahre ein Fahrrad mit einer West-Speiche".

    Nach der Wende war der Aufholbedarf enorm. Dies rückgängig zu machen, wird noch einige Zeit dauern. Einem (neuen) Partner zu imponieren, ist ein natürliches Bedürfnis.

    Da hätte ich einen kleinen Einspruch. Ich habe schon mal auf den Zusammenhang verwiesen, dass man mit den leiseren und schadstoffärmeren und womöglich auch noch autonom fahrenden Autos auch einen Rebounceeffekt zu mehr Autos in der Stadt zumindest wieder in Erwägung ziehen kann. Dies hätte drastische Auswirkungen auf das Stadtbild, wie Uns allen hier bekannt sein dürfte.

    Richtig. Der derzeit und auch zukünftig notwendige Isolationseffekt ist antriebsunabhängig und wird durch Individualverkehr am besten erreicht. Wenn allerdings politisch verordnete Fahrverbote dies ignorieren, wird es böses Blut geben.

    Am besten wäre es dann wohl alle Menschen dauerhaft in Ganzkörperanzüge mit Gasmaske und Sauerstoffflasche zu stecken.

    Sollte der steile Anstieg der Neuinfektionen sich wie bisher fortsetzen, wird zum Aufrechterhalt der Infrastruktur manche unbequeme Maßnahme nötig sein. X-mal Impfen hat sich ja als ungeeignet zur Reduzierung dieses Anstiegs erwiesen. Nicht mal zum Arzttermin konnte ich kürzlich pünktlich erscheinen, da ich an der Theke erst einmal zum PCR-Test geschickt wurde. 20 min Warteschlange, Test, 15 min auf Resultat warten. Mit Zertifikat völlig außer Atem zum Arzttermin rennen.

    Ich bin sicher, dass zukünftig 2G nicht mehr zum Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel ausreicht.

    Autos bringen überdurchschnittliche Verschmutzung in die Stadt, sind überdurchschnittlich an der Lärmentstehung in Städten beteiligt, lassen Stadträume ,,auseinanderfallen" und machen damit die europäische Stadt kaputt, und sie lassen durch ihren Platzanspruch und Materialeinsatz sehr hohe Kosten entstehen. Das alles trägt dazu bei für Arbeitnehmer mit Alternativen und Unternehmen weniger attraktiv zu sein, wenn es, die Betonung liegt auf wenn es, gelingt, ein ebenbürtiges System ohne Auto zu errichten.

    Aber der Individualverkehr isoliert und hat damit Schutzfunktion. Nach dem totalen Versagen der Verantwortlichen zeigt sich die folgende Situation:

    "Die Göttinger Forscher schreiben, dass sogar drei Meter Abstand nicht schützen, wenn jemand ohne oder mit schlechtsitzender Maske in der Atemluft eines Corona-infizierten Menschen steht. Nach fünf Minuten Kontakt liegt die Ansteckungswahrscheinlichkeit bei fast 100 Prozent."(msn)

    Herkömmliche Massenverkehrsmittel bedeuten also für die Zukunft höchste Gefährdung der Passagiere. Der Gipfel der Pandemie ist noch nicht erreicht. Will man keine Durchseuchung der Bevölkerung, helfen nur neue Verkehrsmittelkonzepte auf der Basis der räumlichen Trennung der Passagiere.

    Der Baubeginn für das Schlossplatz-Hotel wird in den April verschoben. Am Übergabetermin soll nichts geändert werden.

    Bei den Abbrucharbeiten hätte es einen Zeitverzug gegeben. Außerdem waren Bodenverbesserungsarbeiten bis in 3 Metern Tiefe erforderlich. Zudem habe man gewartet, dass sich die Materialpreise beruhigten.

    Offen sei weiterhin, wer neben dem B&B Hotelbetreiber die Gastronomie im Erdgeschoss übernehmen wird. Sie solle "nachhaltig" sein, Ketten die deutschlandweit Frühstück, Mittagessen aber auch Abendgerichte anbieten. Namen wurden nicht genannt. (MZ)

    Warten wir die Fertigstellung Mitte/Ende 2023 ab!

    Architekturstudentinnen der FH Anhalt erzielten mit einer neuen Idee den 1.Preis: Tiny houses. Frei oder auf Rädern, Wohnfläche um 25 m2, anderthalb Stockwerke mit Wohnraum, Küche, Bad, Schlafraum. Für Studenten und Wohnraumsuchende. Die Minihäuser verlangen aufs Wesentliche reduzierten Besitz und ausgeprägten Ordnungssinn. Ein Gemeinschaftshaus ist vorgesehen.

    Das Projekt soll Menschen in die Stadt locken, die sonst nicht kämen.

    Die Dessauer Wohnungsbau Gesellschaft war trotz mehrfacher Versuche für eine Stellungnahme nicht erreichbar.


    https://www.mz.de/lokal/dessau…bigk-3316791?reduced=true

    Die bekannte Schifferstadt Aken an der Mittelelbe verfügt über einen interessanten Altbestand an verschiedenster Architektur, insbesondere in der Köthener Straße. Manchmal ist ein Abriss unvermeidlich, wie bei einem zweietagigen Gebäude auf Fachwerk-Lehmbasis, welches lange Zeit leer stand und wegen Einsturzgefahr des Giebels verspannt werden musste.

    https://www.mz.de/lokal/koethe…thener-strasse-28-1495873.

    Nun hängen die Bilder des geplanten Neubaus am Zaun und lassen erschrecken. Kantig, weiß und verzierungslos, an Bauhausstil erinnernd, wird damit die gesamte Ansicht der Köthener Straße verschandelt. Nicht zum ersten Mal, aber offenbar kritiklos geduldet.

    Pardon, ich hatte mich in der Straßennummer geirrt. Es geht nicht um das o.g. abgerissene Fachwerkhaus, sondern um dieses von 1611, was die intakte Häuserzeile öffnet und die Ansicht zerstört.

    https://www.aken.de/de/heimatmuseum/exponat-des-monats.html

    ...

    "Lothar de Maizière und die Ost-CDU waren aber sicher eines nicht - ein lnker Mob.

    "Ich meinte , dass es sogar in der Demokratie der ersten Zeit ja doch noch möglich war und da auch keine Linken dagegen demonstrierten."


    ...

    Warum sollten die Linken dagegen demonstrieren? Was nützen demokratische Wahlen, wenn statt der ersten nun die zweite Garnitur auf der Liste stand, deren Verstrickungen erst Jahre später ans Licht kamen? Am längsten gegen eine Überprüfung gesträubt hat sich die CDU.

    ...


    Was aber an der Bezeichnung "linksextrem" für eine Partei zu bemängeln ist, die diese politische Orientierung freiwillig im Namen trägt und regelmäßig durch verfassungsfeindliche Auffassungen (sowie der Weigerung, sich davon zu distanzieren) auffällt, erschließt sich mir nicht.


    Und seriöse Mitforisten indirekt am "politischen Rand" zu verorten halte ich ebenfalls nicht für mit den Grundsätzen von Stadtbild Deutschland vereinbar.

    Allen ein gesundes und friedliches Neues Jahr 2022! Ich glaubte allerdings, dass nun hier mehr Vernunft und Einsicht einkehren würde. Die o.g. verfassungsfeindlichen Äußerungen von der Zuführung zu einer "nützlichen Arbeit" sind Originalbegriffe aus der DDR-Diktatur. Damit drohte man politischen Gegnern, Arbeitsscheuen, Gammlern und allen, die ihr Geld nicht durch lebenslange monotone Arbeit in volkseigenen Betrieben, sondern durch Selbständigkeit zu verdienen suchten.

    Solche hochradikalen Äußerungen, noch (!) auf "Reiche" eingegrenzt, dienen heute als Test dafür, was man schon wieder dem Wahlvolk zumuten kann, ohne dass es aufmuckt. Der nächste Test wird folgen. Wer dieses Warnzeichen für einen Scherz hält, dem ist nicht mehr zu helfen. Die zugrunde liegende linke Demokratiedefinition, der man hier folgt, kann jeder in der DDR-Literatur selbst nachlesen. Parallelen sind unschwer erkennbar.

    Aber niemand sollte zu seinem Glück gezwungen werden. Ich werde also zukünftig politisch nichts mehr dazu beitragen. Es bringt nichts mehr.

    Was mich aber stört und nicht mit den Grundsätzen seriöser Foren vereinbar ist:

    Wiederholte Inhaltsverfälschungen, hier indirekt durch Aussagenverdrehungen und -überspitzungen, kombiniert mit subtilen Einschüchterungsversuchen, mit dem unschwer erkennbaren Ziel der Denunziation (kürzlicher Nachweis leider z.Zt. deaktiviert), sind in der Regel für Moderatoren immer Grund für eine Sperre und sollten es bald auch in diesem Forum sein.

    Die neue Dessauer Synagoge wächst. Im November 2019 war der Grundstein gelegt worden. Eine Fertigstellung im Frühjahr 2022 ist wegen gestiegener Baupreise unklar. Das Projekt soll bisher 1,7 Mio Euro kosten. Es besteht neben dem Haupt- auch aus einem Rundbau.

    Der Neubau erfolgt am ehemaligen Standort. In der Baugrube fand sich u.a. "auch eine kitschige Marienstatue aus Lourdes von Anfang des 20. Jahrhunderts, ein Accessoire aus einem katholischen Haushalt. Für Oberbürgermeister Kuras ein Beleg, dass das Miteinander der Religionsgemeinschaften in dieser Zeit selbstverständlich war" (MZ)

    Ein zugängliches Foto (Blick von Nord-Ost)fand ich bisher nur in

    https://www.google.com/search?…ZEAE#imgrc=5q4a8T-D5RYnyM

    Das völlig marode Wohn- und Sterbehaus Bandhauers direkt an der Rossel steht vor der Rettung. Ein nach dem Tode errichteter Anbau wird abgerissen, aber neu errichtet. Mit Unterstützung aus dem Denkmalschutz ist eine GbR zur Sanierung und zum Bau von Häusern tätig. Arnd ist Handwerker und Steffen Hass ist Planer. Sie haben schon eine Ruine am Schlossgarten saniert, die jetzt zu den besten gastronomischen Adressen Rosslaus zählt . Mut machten ihnen Ex-OB Koschig und Prof. Schmidt.

    Bandhauer lebte 7 Jahre in diesem Haus. Eher spartanisch mit winzigen Zimmern, aber einem markanten Fenster im Giebel. Diese "Thermenfenster" ließ er in mehreren Häusern einbauen. Dazu setzte er Mauervorsprünge, von Arndt als "Liseren" bezeichnet.

    Ein weiteres Werk von ihm ist der Köthener Spiegelsaal . Tragische Unglücke setzten aber seiner Tätigkeit in Köthen ein Ende.

    https://www.mz.de/lokal/dessau…tung-3314155?reduced=true"

    Mir ist der Ausgang der gestrigen Diskussion entgangen, da ich nachts nicht am Bildschirm sitze. Es war mein letzter Versuch, in der Architekturdiskussion einen aufrechten Gang anzuregen. Der Versuch ist gründlich misslungen.

    Allen ein gesundes und vor allem friedliches Weihnachtsfest.

    ...


    Hinzu kommt: es ist ja irgendwo menschlich verständlich, dass viele Forumsteilnehmer auch einen gewissen Thrill daraus beziehen, ihr Weltbild im öffentlichen Bereich des Forums darzulegen, am liebsten in den prominentesten Strängen, und nicht etwa irgendwo im geschlossenen Club-/Kellerbereich mit 10 bis 20 gleichgesinnten Mitlesern. Dagegen würden wir auch nicht mit einem wiedereröffneten Keller ankommen, der der Moderation nur mehr Arbeit bringen würde, dem Verein ein potenzielles Totalverlustrisiko, und den Diskutanten wenig Freude.

    So ist es. Wie sollen wir denn die eingeschüchterten Reko-Sympathisanten hinterm Ofen hervor locken, wenn sich nicht mal die Reko-Befürworter getrauen, offen allen Anfeindungen zu trotzen? Es muss allerdings eine klare Trennlinie geben. Antisemitismus und Rassismus darf, soweit eindeutig erkennbar, kein fußbreit Raum gegeben werden. Allerdings nie allein nur auf Grund verwendeter Tabu-Wörter, sondern immer unter Beachtung des Kontextes. Und nun eine klare Trennlinie. Den Anfeindungen von links muss offen argumentativ entgegen getreten werden. Und zwar massiv und, es wäre schön, wenn moderationsgefördert. Nur so bekommt der Durchschnittsleser Achtung vor den Aktivitäten im Forum und darf dieses ohne Furcht zitieren.

    Und jeder sollte langsam erkennen, wo der Weg hin geht, wenn nahezu täglich die Maschen des Maulkorbs immer enger gestrickt werden.