Posts by Elbegeist

    Die Innenstadt blutet immer mehr aus. Nach Karstadt sollen nun auch Saturn und Adler schließen. Angeblich zu wenige Kunden, verursacht durch Corona und Online-Kauf. Viele Gaststätten werfen das Handtuch. Der konstante Weggang der Jugend wird beklagt. Neue Gewerbegebiete außerhalb der Innenstadt zerstreuen die Kundschaft. Das Bauhausmuseum hat daran nichts geändert. Wie verlogen übrigens die städtische Argumentation ist, zeigt der Fall Königendorf. Jede private gewerbliche Nutzung, insbesondere Erholung und Gastronomie, wurde untersagt, weil dies störend wirkt. Ein großes Gewerbegebiet gleich nebenan stört anscheinend nicht.

    Nachtrag : Man holt ersatzweise das Grün in die Stadt. Aus der Baugrube der abgerissenen Rodebilleschule erreicht der Wildwuchs schon Meterhöhe. Am Schlossplatz war dies noch nicht zu sehen.

    Noch eine kleine Ergänzung zur Frage: Rettung von wertvollen Dokumenten und Kunstwerken:

    Hierzu muss man wissen, dass nicht klares Wasser den Hauptschaden verursacht, sondern eine üble gelbbraune Schlammbrühe. Sie haftet an Möbeln und füllt die Schubladen. Nach dem Eintrocknen wird sie hart wie Lehm. Zudem ist sie keimbelastet und gesundheitsgefährdend. Wenn also in Schubladen Dokumente o.ä. aufbewahrt wurden, so sieht es schlecht aus. Nach dem Trocknen ist das Papier verklebt. Nicht selten hatte man deshalb die Schubladen samt Inhalt einfach zum Sperrmüll an den Straßenrand gestellt. Kunstbeflissene Passanten wurden trotz guter Absicht sehr kritisch beäugt (Schimpfwort Flutratten). Eigentlich müssten alle verschmutzten Gegenstände zunächst mit dem Kärcher gereinigt werden. Aber sie werden dadurch noch nässer. Die Seiten können dann zwar mühsam getrennt werden, aber wer hat schon den Platz, hunderte Einzelseiten nebeneinander zum Trocknen auszubreiten?

    Als ob es noch nicht genug davon oder freie Flächen dafür gibt: mitten in der grünen Lunge Dessaus, der Mosigkauer Heide, soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Dafür sollen 100 Hektar Baumbestand fallen. Der Standort wurde wegen seiner Lage an der B184 und der A9 ausgewählt. (MZ) Es gibt zahlreiche Proteste und den Vorwurf, mit den Plänen erst nach der OB-Wahl an die Öffentlichkeit getreten zu sein.

    „Es ist mehr zu retten, als man denkt“ - Verband der Restauratoren VDR


    Quelle: https://www.restauratoren.de/e…jGubROStA408PMsnMKOzZDeoE

    Sehr schön geschrieben, aber meilenweit an der Realität vorbei. Ich schreibe mal, was wirklich abläuft. Das Grundstück läuft voll. Dann der Keller. Für ein Leerräumen keine Zeit und höchste Gefahr durch Elektroschlag. (Wir fanden später wertvolle Goldfische im Restwasser). Dann ist das Erdgeschoss betroffen, je nach Ortslage wenig oder meterhoch. Bei Letzterem kann man nur geduldig den Rückgang abwarten. Aber auch bei geringer Höhe besteht die Hauptgefahr für das Haus: der echte Hausschwamm. Die Pilzsporen kommen, wenn nicht schon jahrelang inaktiv vorhanden, mit dem Wasser und mitgespültem Altholz. Deshalb ist die erste Aktion, soweit machbar, sofortiges Entfernen aller hölzernen Gegenstände aus den Räumen. Fenster auf, soweit die Dielen wieder wasserfrei sind- Aufstellen von Heizlüftern, nachdem Stromversorgung wieder möglich (falls Anschluss im Keller geflutet, über Baustromversorgung). Da die Nachbarn gleiche Probleme haben, können sie keine Möbel aufnehmen (die eigenen trockenen sind schon in den oberen Etagen untergebracht, und nasse Möbel holt sich niemand ins Haus). Neben den Holzteilen müssen zumeist die Holzdielen raus. Sobald sich Schwammbefall zeigt, auch Türen und Füllungen. Die Bewohner haben also ganz andere Sorgen, als sich um Abnehmer sperriger Möbel zu kümmern, denn auch Verwandte und Bekannte können nicht mit Fahrzeugen heran. Kleinere, transportable Wert- und Kunstgegenstände lassen sich natürlich immer noch in Obergeschossen unterbringen. Wenn die Gefahr rechtzeitig erkannt wird. Damit steht und fällt buchstäblich alles.

    Elbegeist Das stimmt aber nicht. Die Modelle sind schon seit Jahrzehnten so gut, dass sie die Entwicklung voraussagen. Die Modelle basieren jedoch auf diesen Bilanzen, die Du hier in Frage stellst. Auch prüfen die Wissenschaftler ja auch kontroverse Ansätze, so haben sie zuletzt rausgefunden, dass das Regenwaldgebiet ich glaube in Südamerika bilanziell kein CO2 mehr aufnimmt.

    Mir ist nicht bekannt, dass es derartige historische Untersuchungen über den Einfluss unserer Vorfahren der letzten 1000 Jahre gibt. Hast Du eine Quelle?

    Das Ganze ist ein weites Feld. Das Klima hat sich nachweisbar verändert (und das übrigens schon seit Jahrzehnten Stichwort "Kohleöfen" und Autos ohne Kat). Wurde diese Klimaveränderung durch Menschen ausgelöst? Wenn ja, wie können wir es wieder zum "Guten" bringen? Darüber lässt sich n.m.E. streiten. Im Moment liegt der Fokus auf das Thema Autos. Man könnte sich genauso gut auf Kreuzfahrtschiffe oder den Energieverbrauch von Rechenzentren stürzen. Letztere verbrauchen in manchen Städten mehr Energie als alles andere in der Stadt zusammen. Trotzdem gibt es bisher keine großartigen Proteste von FfF oder Grüne politische Bekundungen zu diesem Thema. Auch der Abriss von historischen Häusern verbraucht "graue Energie". Aber auch bei diesem Thema kommt kaum Unterstützung von FfF oder von den Grünen.

    Nicht nur seit Jahrzehnten, sondern seit Jahrhunderten. Herdfeuer gab es schon in Urzeiten. Allerdings bei viel geringerer Bevölkerungszahl. Dafür fing der Mensch irgendwann in der Neuzeit mal damit an, die weltweit vor sich hin rauchenden Wald- und Wiesenbrände zu löschen, auch, nachdem man Acker- und Weideland durch Brandrodung geschaffen hatte. Dieser Einfluss wurde nie näher untersucht. Größter Energieverschwender und Umweltverschmutzer ist aber die "Produktion um der Produktion Willen". Kurzlebige Wegwerfprodukte enden in einem aufwändigen Recyclingprozess. Oder enden in Entwicklungsländern zum Abflammen. Wo sind die konkreten Zahlen?

    Um es wieder "zum Guten" zu bringen, muss zunächst einmal diese heilige Kuh betrachtet werden. Sonst heisst es in ein paar Jahren, wenn wir alle auf Fahrrädern oder Eselkarren unterwegs sind und feststellen müssen, dass die CO2-Reduzierung nichts gebracht hat, wieder einmal, dass wir das falsche Schwein/Kuh geschlachtet hätten.

    Nein, das tut "die Wissenschaft" nicht. In beiden Links ist erstmal "nur" davon die Rede, dass es einen relativ gesicherten Zusammenhang zwischen Klimawandel und Dürreperioden gebe.
    Was extreme Starkregen angeht, die Flutkatastrophen auslösen können: Davon redet der erste Link gar nicht und der zweite behauptet nur, dass es da vielleicht einen Zusammenhang geben könnte, betont aber gleichzeitig, dass die Daten des DWD seit 1951 keinen statistisch signifikanten Anstieg solcher Ereignisse zeigen.
    Da in diesem Zeitraum aber Klimawandel natürlich stattgefunden hat, bedeutet das, anders gesagt, dass es (bislang?) keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Anzahl extremer Starkregenereignisse in Deutschland gibt. Das wird in dem Text nur rhetorisch so geschickt verpackt, dass es nach dem Gegenteil aussieht.

    Statistiken auf Basis einiger Jahrzehnte sind für diese Betrachtung unbrauchbar. In

    https://de.wikipedia.org/wiki/…_in_Deutschland_seit_1881

    findet sich etwas über die Niederschläge seit 140 Jahren. Hier müsste ein Sprung mit dem Beginn des Industriezeitalters erscheinen. Statt dessen ein linearer gleichförmiger Anstieg. Der Einfluss des CO2 dürfte also das schwächste Glied in der Klimawandeltheorie sein. Auch die Tabelle der Unwetter seit 1000 Jahren ist wenig aussagefähig.

    Auf solche abstrusen Gedanken kommen nur persönlich betroffene Hochwasseropfer, und keine Blinden, die vom Sonnenaufgang schreiben. Und meine Antworten sind Reaktionen auf die Behauptungen ganz offensichtlicher Antifafreunde, die sich hier tummeln. Erst über meine ostdeutschen Erfahrungen meckern, und dann, wenn ich zu Westdeutschland übergehe, kommt der nächste Kritikpunkt. Es geht um den Schutz von Landschaft, Architektur und Menschenleben. Bundesweit. Begreif das endlich!

    Am Tag der offenen Tür gab 2692 Besucher. Besonderes Interesse fanden die Farbgestaltung, die restaurierten Stuckdecken des 18.Jhd. und die auf ein Kunstmuseum des 21.Jhd. zugeschnittene technische Ausrüstung. (Amtsblatt Nr.8, August 2021)

    Da wir uns ja wohl alle einig sind, dass das Unwetter nicht von der Antifa bestellt wurde, um das deutsche Volk zu vernichten, finde ich es ehrlich gesagt mehr als unangebracht, die Katastrophe zu nutzen, um auf die "mainstreamgerecht" Verharmlosung linker Taten in Westdeutschland hinzuweisen (???) und gegen irgendwelche linken Splittergruppen zu politiserien. Eine ähnliche Energie würde ich mir beim Verhindern einer zukünftigen Zunahme solcher Ereignisse durch den menschengemachten Klimawandel wünschen!

    Materialisten finden für eine Bestellung ganz oben nur wenig Gehör. In genau der gleichen Tonart, und zwar bundesweit, fordern aber einige dieser ewig Gestrigen : "Bomberharris do it again!" Und das ist kein Fake!

    Was meinst Du, wie moralisch die Flutopfer durch deine Argumentation aufgebaut werden, welche ihnen durch die Blume suggeriert, dass sie an ihrem Schicksal ja selbst schuld wären, weil sie nicht genug für den Klimaschutz getan hätten!

    "Sollte man das Haus nicht mehr brauchen, könnte man es sogar einfach wieder absaugen und neu verdrucken."

    An einem neuen Standort? Es lebe das moderne Nomadentum! Aber wie sieht es mit dem Drucken der Isolierschicht aus?

    So ist es. Andere Quellen im Internet sehen den Text nämlich als "Kreativen Scherz gegen die Antifa" - "Ein vermeintliches Bekennerschreiben der linken Szene entpuppt sich als Fake von Neonazis" (beispielhafte Quelle).


    ...

    Die Reaktion war zu erwarten, aber es gibt nur eine einzige zuverlässige Quelle:

    ...Beim LKA in Sachsen-Anhalt macht man keine Angaben zur Herkunft des Schreibens. Man könne "derzeit keine neuen Erkenntnisse o. ä. in diesem Ermittlungsverfahren verlautbaren" lassen, heißt es auf Anfrage."

    Aber ich habe meine Pflicht getan und auf potenzielle Gefährder hin gewiesen. Ich brauche mich also nicht dem Vorwurf auszusetzen, mainstreamgerecht linke Taten zu verharmlosen oder zu verschleiern. Lassen wir es zukünftig bei Westdeutschland.

    Und die Rechten stellen ihre Fälschung dauerhaft ins linke Informationszentrum? Das ist genau so absurd, wie die ausgebliebene Massenkritik von linker Seite. Die Aufrufer bewiesen lokale Sachkenntnisse, die die örtlichen Rechten kaum besitzen dürften. Und der Aufruf war nicht auf Ostdeutschland beschränkt. Es kann nicht schaden, wenn Flutopfer erfahren, welches infames Spiel hier getrieben wurde und wird. Aber es ist nichts neues, dass die Justiz auf dem linksextremen Auge blind ist. Wären es rechte Täter gewesen, so hätte man weder Kosten noch Mühe gescheut, sie aufzufinden.

    Ich gehöre übrigens zu den realen Opfern der Hochwasserereignisse und kann wohl als einer der wenigen Foristen die Situation einschätzen, wenn man mit fadenscheinigen Argumenten eine solche Gefahr unter den Teppich kehrt. Grimma lässt grüßen.

    Schon wieder die generelle Medienschelte...


    Welchen Medien wirfst du denn was konkret vor? Ich kann hier keine falsche Berichterstattung erkennen, zumal du nicht einen einzigen Artikel nennst. Hat die Polizei Erkenntnisse, die von dem Medien böswillig zurückgehalten werden oder was genau soll hier das Problem sein?

    Gib einfach mal "grimma hochwasserschutz zerstört" in eine bekannte Suchmaschine ein und lies die Schlagworte. Und dann nenne mir mal eines unserer "objektiven Medien", welches an den Aufruf der "germanophoben Flut-Brigaden" erinnert.

    Es ist wieder Sommerhochwasserzeit, viel gefährlicher als die Winterhochwässer. Grimma war 2013 stark betroffen. Und zeitgemäß steht die nächste Flut bald wieder an. Die Zerstörung der Schutzanlage ist um so verbrecherischer. Und was tun die "objektiv " berichtenden Medien? Sie reden und schreiben von "Vandalismus".

    Dazu Oberbürgermeister Matthias Berger: „Aufgrund des massiven Schadens ist die rund 60 Millionen Euro teure und überaus komplexe Hochwasserschutzanlage nicht funktionsfähig. Da bekanntermaßen jede Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied ist durch das nicht verschließbare Tor unsere Stadt gerade jetzt in der Hochwasserhauptsaison völlig schutzlos. 3300 Menschenleben und 800 Gebäude wären dem Hochwasser preisgegeben und damit der Bau der Hochwasserschutzanlage umsonst gewesen. Ich bin zutiefst entsetzt. Das ist für mich kein Vandalismus mehr, das ist Terrorismus. Ich erwarte von den zuständigen staatlichen Stellen wie Staatsanwaltschaft und Polizei eine zeitnahe Reaktion und Ermittlungsergebnisse.

    In Grimma wurde eine Hochwasser-Schutzanlage vorsätzlich zerstört. Man vermutet, wie sollte es auch anders sein, auswärtige Feiernde als Täter.

    https://www.mdr.de/nachrichten…erstoert-schaden-100.html Dabei steht der Aufruf der radikalen Flutbrigaden zur Zerstörung und Flutung bewohnter Gebiete immer noch unbehelligt im Internet. Bis 1979 stand in der DDR auf derart gemeingefährliche Straftaten noch die Todesstrafe.

    Und nun wage es jemand hier im Forum, nochmals zu behaupten, dass man über Architektur völlig losgelöst von Politik diskutieren könne.