Posts by Elbegeist

    Die Sparkasse will das Pächterhaus zur Filiale umbauen und vom bisherigen Standort im benachbarten Eckgebäude umziehen. Aber das wird dauern. Zur Zeit ruht still der See. Enthusiasten suchen immer noch eine historische Inschriftentafel, die am Giebel angebracht war und seit der Sanierung verschwunden ist.

    Musterbeispiel für misslungene Architektur: die südlich tief stehende Sonne scheint genau auf die Anzeige und blendet. Bei Wind muss man die Geldscheine gut festhalten.

    Gleich wie: die Dessauer Konstruktion hat keinen Wert. Man steht nicht innen, sondern außen ohne Wetter- und Sichtschutz. Auch heute konnte man noch kein Bargeld ziehen.

    Das denkmalgeschützte älteste Haus in Dessau-Ziebigk, das Pächterhaus, wurde "verschönert". Man hat einen kleinen Rundbau aus Beton vorgesetzt, der von den Einwohnern schon Elefantenklo genannt wird. Weil sich im Gebäude der dortigen Sparkasse auch eine Privatwohnung befindet, müssen die Kassenautomaten ausquartiert ins Freie werden. Der Rundbau ist nicht nur spukhässlich, sondern die Kunden stehen bei jedem Wetter völlig ungeschützt. Unbegreiflich, wie dies genehmigt werden konnte. (MZ)

    „Elefanten-Klo“ aus Beton: Sparkasse versetzt Geldautomat aus Angst vor Sprengungen
    Die Sparkasse Dessau verlegt ihren Geldautomaten aus Sicherheitsgründen in ein massives Betonhäuschen – und zieht damit Kritik am Design auf sich.
    www.mz.de

    Letzteres ist natürlich richtig, aber gerade Deutschland ist nun wirklich kein Pionier des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, sondern ist da ziemlicher Nachzügler. Es gibt genügend Länder, da wird man schräg angeschaut, wenn man noch mit Bargeld ankommt, in Skandinavien zB. haben selbst die Straßenmusikanten EC-Lesegeräte. Kann man alles finden, wie man will und ich zahle auch ca. 70% mit Karte, weil ich bequem bin. Aus Gründen des Datenschutzes und der Privatssphäre hat Bargeld aber klare Vorteile (was natürlich auch unredliche Leute für sich nutzen können) und gerade in Zeiten, wo Vater Staat Palantir und andere schwere Überwachungsgeschütze auffährt, sollte man das vielleicht im Hinterkopf haben.

    Auch in Scandinavien beginnt angesichts möglicher Kriegsgefahr ein Umdenken. Mir ging es aber in erster Linie um die Benachteiligung der Rentner, die heute kaum noch ohne Begleitperson klar kommen. nicht mal mehr bei Mc D. Das ist echte Mobilitätsbehinderung.

    Helsinki dürfte wohl die größte Stadt der Welt sein, die es geschafft hat ein Jahr lang keine Verkehrstoten zu verzeichnen. In Deutschland haben das bereits Städte wie Aachen, Gelsenkirchen und Mönchengladbach geschafft.

    Wir sind also bei dem Thema durchaus auch präsent.

    https://www.tagesschau.de/ausland/europa…stoten-100.html

    Naturlich reduzieren sich mit der Geschwindigkeit die Verkehrstoten. Aber es verlängern sich die Fahrzeiten (CO2). Es gibt aber noch einen guten Grund für Tempo 30 in Wohngebieten: auf Grund der katastrophalen Straßenzustände hier im Osten, (Flickwerk bei Kanalanschlüsssen usw) werden Lärm und Vibrationen geringer. Die Tassen hüpfen im Schrank nur halb so hoch. Wird in den alten Bundesländern auch so gepfuscht?

    Es passte nicht so richtig in den Mobilitätsstrang. Es passt auch nicht so recht hierher. Ich versuche es trotzdem mal:

    Die Stadt gehört zu denen mit der ältesten Bevölkerung Deutschlands. Bei diesem Personenkreis sieht es sowohl mit mit der Beweglichkeit als auch mit der Nutzung moderner Bezahlmethoden nicht sehr gut aus. Und sie werden weiter benachteiligt. Viele verzichten auf den PKW aus Alters-oder Gesundheitsgründen. Es existiert ein gutes öffentliches Nahverkehrsnetz, aber:

    Wer in der Bauhausstadt Dessau mobil sein will, muss sich ab sofort auf eine gravierende Veränderung einstellen. Gemeint sind nicht die vielen Straßensperrungen und Umleitungen. Wer deshalb auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen will, sollte berücksichtigen, dass in der Mobilitätszentrale am Hauptbahnhof nicht mehr mit Bargeld bezahlt werden kann. Begründet wird das u.a. mit Sicherheitsbedenken für die Mitarbeiter bei höheren Bargeldbeständen.

    Attacke auf die Scheiben des Bauhausmuseums:

    Zum 6.Mal wurde die Vor-Verglasung zerstört. Aus Vogelschutzgründen ist eine besondere Verglasung den normalen Scheiben vorgesetzt, die 10 000 Euro pro Stück kostet. Man nimmt an, dass mit einer Schleuder kleine Steine verschossen wurden, die zum Zersplittern führten. Täter und Motiv sind unbekannt.

    Wie jetzt erst bekannt wurde, hat die Ruine des Kristallpalastes wieder einmal einen neuen Eigentümer. Seine Pläne wurden noch nicht bekannt. Das Ordnungsamt zieht vom Gropius-Rundbau am August-Bebel-Platz in die F.v.Schillstraße um. Der Rundbau soll im Bauhaus-Jubiläumsjahr zum Museum werden

    Die überzogenen Ansprüche auf Grund der zu großen Beschallungsflächen-Angabe sind kritikwürdig. Gemeinfrei sind nur die ur- alten Weihnachtslieder. Vor Ort entstandene Musik kenne ich nicht.

    Der bevor stehende Weihnachtsmarkt war gefährdet. Für die musikalische Untermalung fordert die GEMA schlappe 25 000 (fünfundzwanzigtausend ) Euro. Die Summe ist flächenabhängig und wurde auch auf Areale bezogen, wohin kein Ton mehr dringt. Als Alternative soll nun ein Akkordeon-Spieler einspringen.

    Gibt es diesbezüglich Erfahrungen aus anderen Städten?

    Während der Verein optimistisch ist, blockiert die Stadt weiterhin. Und so kommt es zu unsinnigen Entscheidungen. Die provisorische Spindeltreppe soll durch eine Steintreppe ersetzt werden. Steine wurden angeliefert und sollten möglichst von Besuchern mit nach oben genommen werden. Alles umsonst. Das Baufeld muss wieder beräumt werden. Der Vereinsvorsitzende trat zurück. Die Stadt hofft nun auf neue Ansprechpartner. (MZ)

    Hier geht es aber um die Sache. Ich bin durchaus gewillt, zu glauben, dass sich die Stadt absichtlich nicht gerührt hat, falls ein Antrag vorlag. Was die Baggerarbeiten im nahen Hochwassergebiet und das Problem von Wurzelschäden betrifft, hätte sich sicherlich ein Kompromiss finden lassen. Aber dazu gehört Rückgrat. Warten wir mal die Stellungnahme der Stadt ab!

    Die Stadt hat dem Wallwitzburgverein den Pachtvertrag gekündigt. Der Verein benötigt dringend eine neue Wasserleitung zur Versorgung von Tieren und für Reparaturarbeiten mit Kalkmörtel. Er wollte in das alte Rohr ein neues einziehen, musste dazu natürlich die Leitung örtlich freilegen. Da sich die Stadt angeblich auf den Antrag nicht rührte, griff man zur Selbsthilfe- mit o.g. Ergebnis. Angeblich wurden Wurzeln beschädigt und Schwächungen im Deich-Bereich verursacht. Was nun aus der Burgruine wird, steht in den Sternen.

    Mit Bagger Bäume und Deich beschädigt: Dessau-Roßlau kündigt Wallwitzburg-Verein den Pachtvertrag
    Der Wallwitzburg-Verein, der erst vor kurzem den Wiederaufbau des alten Treppenturms gestartet hat, hat im Beckerbruch Arbeiten ausführen lassen, um eine alte…
    www.mz.de

    Der Feuerteufel war wieder unterwegs. Zugemüllt, steht die Ruine des "Big", Großdisko Tiffany, ehemaliges Sozialgebäude der Gärungschemie, schon wieder in Flammen. Auf zwei Etagen brannte der Müll. 5000 Euro Schaden (MZ) Der Eigentümer ist wahrscheinlich nach wie vor unerreichbar. Ein schlimmer Anblick für alle, die die Stadt von west nach ost passieren und am Geländer der Brücke auf die unrühmliche Geschichte dieses Betriebes durch Zylinder aufmerksam gemacht werden.

    Ornament und Verbrechen lautet seltsamerweise auch der Titel der 6. Geschichte über fiktive Kriminalität in der Bauhaussiedlung Törten. Das Büchlein "Törten" ,Herausgeber Natascha Meuser, enthält davon zehn. Autoren der 6. sind Yildiz Güclü und Marvin Matzinger. Zum Inhalt:
    Ein junger Mann hält sich gern bei seiner Nachbarin, der unverheiraten Tochter des in den 50ern verstorbenen Bauhausdirektors M. auf und bewundert die dort vorhandenen Bauhausrelikte. Irgendwann befürchtet die Nachbarin, dass ihre Rente nicht mehr reiche und sie etwas veräußern müsse, was zwar viel Geld einbringen, aber den Ruf ihres verehrten Vaters ruinieren würde. Sie zeigt dem Nachbarn eine Mappe, die beweist, dass ihr Vater stets ein Gegner glatter Flächen und ein Befürworter von Ornamenten war. Angesichts dieses sensationellen Wertobjekts erstickt der junge Mann die alte Dame. Es wird Herzversagen attestiert. Und er ist laut Testament der Erbe.
    Auf solche kruden Ideen muss man erst einmal kommen.

    Nach einjährigem grundhaften Ausbau wurde eine der ältesten, kaum zerstörten Straßen der Altstadt, die Johannisstraße, wieder frei gegeben. Das Echo war positiv. Bemängelt wurde fehlendes Grün. Dafür hat man zehn lila lackierte Fahrräder mit Blumenkörben aufgestellt, für welche noch Paten gesucht werden. (MZ). Nächste Baustelle wird ab September die angrenzende F,v.Schillstraße.