Posts by eryngium

    …. Der eifrigste Agent gegen den Machismo des SPA und gegen die modernistische Geltungssucht ist seit langer Zeit Tilo Wirtz (DIE LINKE). Und wird dabei von ganzer Linie von anderen Stadträten fast gänzlich allein gelassen. Wo gerade die Art und Weise eines SPA und deren Personalien dem ganzen Rat gehörig zu denken geben müsste. Und eigentlich zu diversen Handlungsschritten gradezu zwingen müsste. Stattdessen lässt man sich willfährig auf der Nase herumtanzen und vorführen. ….

    Ich wollte es nicht so deutlich hier schreiben, denn es klingt paradox.


    Außerdem ist bald Kommunalwahl und Wahlwerbung für die Nachfolger derjenigen, die mit ihrer Politik das historische Bauerbe Ostdeutschlands gefährdeten bzw. teilweise auf dem Gewissen haben???? Schwiergig.
    Aber Hr. Wirtz ist tasächlich DER Mann.




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    RRG hatte von 2014 bis vor kurzem die Mehrheit im Stadtrat. Was hat sich in dieser Zeit im SPA getan?


    edit: Wirtz hat sich meines Wissens nach auch nur als Hochhausgegner hervorgetan, und das erst seit die Kritik durch das HH am Pirnaischen nicht mehr zu überhören war und sein Widerstand bezieht sich auch nur auf Neubauvorhaben und nicht auf schon bestehende Hochhäuser, die die Stadtsilhouette bereits mehr als genug stören. Beim Hotel am Terrassenufer hat sich seit der Gerichtsentscheidung 2014 wegen des Abrissvertrags auch nichts getan.

    Dem kann ich aus meiner Erfahrung in der Gestaltungskommission und einem Gespräch mit Hrn. Wirtz überhaupt nicht zustimmen. Wie kommst Du zu dieser Einschätzung?
    Falsche Partei?


    Er ist aus meinem Erleben der Einzige, der in der Gestaltungskommission Tacheles redet und beipsielsweise dachlose Gebäude deutlich als "Würfelhusten" und "optische Beleidigung" im Beisein von 10 Öffentlichen und 30 Zuhörern benennt.
    Allen stockt dann der Atem wegen dieser ungeschönten Kritik, aber ER zieht das durch.


    Und ich denke so hat sich da in der Veranstaltung auch insgesamt mehr bewegt und beispielsweise Herr Sulzer "sulzt" jetzt weniger und SAGT mehr.




    Beeindruckender Mensch.

    …. Jedenfalls ist völlig unbarock....


    Ich finde das Gebäude auch ziemlich seltsam und frage mich nach den Zusammenhängen. Was sagen die Kunsthistoriker?



    Dresden, vermutlich Samuel Locke
    https://de.wikipedia.org/wiki/…ritzstra%C3%9Fe_6.jpg.jpg


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    Dresden, Palais Brühl
    https://www.arstempano.de/uplo…galery/AK_DD_10_MS_03.jpg
    https://www.tagesspiegel.de/im…l/20198210/1-format43.jpg
    https://bauforumstahl.de/baupr…ine-arche-fuer-die-kunst/


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    Würzburg
    https://upload.wikimedia.org/w…hausWuerzburg_2013-06.jpg


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    Scheinbar alle drei Fassaden +/- 5 Jahre um 1755...


    War das damals so untektonisch, mit geschweiften Formen, Bandelwerk aufgelegt? Süddeutsches Rokoko als Gegenbewegung zu Knöffels strengen Lisenen???

    Da wir vom Palais Hoym sprechen... Der Innenhof des Palais Hoym, war/wird dort, ähnlich wie bei Teilen des Kurländer Palais, die Fassadengliederung nur aufgemalt? In einigen der Visualisierungen sieht es zumindest so aus.

    Ja. Dr. Hertzig hat - zum Glück für den Investor - herausgefunden, dass die Gliederungen im Hof (zumindest teilweise, ich glaube Straßenseite Innenhof und beide Seitenflügel) nur gemalt waren.

    Ich möchte hier mal ne Lanze für den Baubürgermeister brechen.
    Die negativen Einschätzungen zu seiner Person teilte ich auch eine Weile, bin mittlerweile aber andere Ansicht.


    Ich glaube beispielsweise, das gute Ergebnis beim Wettbewerb Neustädter Ufer ist (auch und vor allem) sein Verdienst, denn es gab moderne und unpassende Konzepte zu Hauf, die aber nach der ersten Runde fast alle rausgefallen sind.


    Durch Teilnahme als Zuschauer bei den Diskussionen in Gestaltungskommission und Bauausschuss und durch Gespräche mit Hrn. Schm-L. ist mir klar geworden, dass in Dresden die bürgerliche Faktion bürgerlichen Städtebau verhindert und Genossen von Linken und SPD FÜR klassischen Städtebau arbeiten.
    Scheinbar verkehrte Welt.

    ich glaube nicht, dass man in Frankfurt alles falsch gemacht hat.
    Ich glaube nur nicht, dass man sich in Dresden erzählen lassen muss es nicht zu können. Das ist alles.


    Und angefangen mit den "Stänkereien" hab ich nicht... :-)
    (Sagte er und nahm das Sandförmchen vom Kopf des anderen Beteiligten)

    Das stimmt so nicht. Die Kosten für den Rückkauf des Technischen Rathauses kann man nicht einrechnen, da dieser so oder so erfolgt wäre. Insofern werden heute Gesamtkosten für das Projekt von ca. 200.000 Euro angegeben. Diese sind aber keinesfalls "dauerhaft als Schulden bei der Stadt F" verbucht. :lachentuerkis: Etwa die Hälfte kam durch Verkäufe von Wohnungen wieder herein, so dass ca. 100 Millionen Euro verbleiben. Für dieses Geld hat die Stadt aber neue Immobilien im städtischen Besitz, aus denen sie teils wieder laufende Mieteinnahmen bezieht. Zudem wirkt sich die Attraktivität der Investition auf die touristischen Besucher aus, die wiederum in der Stadt (und dem betreffenden Areal) konsumieren, also übernachten, kaufen, essen und trinken. Und dies führt wieder teils zu Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt.


    Werter Heimdall, bitte nochmals die Nullen prüfen im eigenen Beitrag.
    200 Mio. Nicht nur 200.000,- Euro


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    Wikipedia:
    " Die tatsächlichen Gesamtkosten des Projekts werden im Frühjahr 2020 vorliegen, wenn alle Gebäude bezogen und festgestellte Mängel beseitigt sein werden. Nach dem aktuellen Wirtschaftsplan rechnet die DomRömer GmbH mit Gesamtkosten von „rund 200, maximal 210 Millionen Euro“.[64] Etwa 75 Millionen Euro erlöste die Stadt Frankfurt aus dem Verkauf der Wohnungen. Über 80 Millionen € gingen darüber hinaus ins Anlagevermögen der Stadt über....


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    210 - 75 (= für den Erlös aus 56 Wohnungen) = 135 Mio
    wollen wir uns darauf einigen?
    Das dieses Geld zunächst den für 2017 mit 2,1 Milliarden Euro bezifferten Schuldenstand* der Stadt Frankfurt weiter erhöht, dürfte unstrittig sein.


    Es sind also für Stadterneuerung auf 1ha Fläche mit 35 Gebäuden (15 Rekos 20 Neubauten) in Frankfurt 135 Mio Euro öffentliches Geld ausgegeben worden.


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    In Dresden wurden 660 Mio privates Geld und 22 Mio öffentliches Geld auf 10 / 13ha Fläche verbaut.
    Wie viele Gebäude, wie viele Rekos? Keine Ahnung.


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    *Dresden ist übrigens durch den Verkauf sämtlicher kommunaler Wohnungen seit 2006 schuldenfrei und hält sich auch konsequent daran, keine Schulden zu machen.


    Deswegen wurde beispielsweise die TG unter dem Neumarkt nicht öffentlich finanziert (wie in Frankfurt) und geht auch nicht ins städtische Anlagevermögen über, sondern bleibt privat.


    Und um Heimdall sinngemäß zu zitieren: "Zudem wirkt sich die Attraktivität der PRIVATEN Investition auf die touristischen Besucher aus, die wiederum in der Stadt Dresden konsumieren, also übernachten, kaufen, essen und trinken. Und dies führt wieder teils zu Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt."



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    Wieder mal was provokantes:


    FDP-Wähler würden wohl sagen, dass Dresden das geschickter gelöst hat, mit der Finanzierung und dem erzielten Gesamtergebnis. Schöngeister bedauern die Überbreite von Pilastern.
    Man entscheide selbst, ob der in Dresden entstandene Kompromiss hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Ergebnis den Satz "sie können es einfach nicht" verdient hat.

    ... eine Rekonstruktion auf fachlicher Ebene zu kritisieren und zu würdigen.

    Genau. Und berechtigte Anmerkungen, Darstellung von Unzulänglichkeiten und Verbesserungspotential. All das wurde von Riegel gut dargestellt.


    Aber der Satz "sie können es einfach nicht" ist aus meiner Sicht komplettttttt unangemessen.


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    Bitte noch mal die Quellenlage prüfen, WO das Gebäude als Reko bezeichnet wird. Mit TG-Einfahrt dürfte das schwerlich möglich sein.
    Nur weil Mitforisten hier der Einfachkeit halber von Reko schreiben, ist das nicht zwingend richtig.

    Was soll diese Diskussion hier? Ist es auch mal möglich sich an irgendwas zu erfreuen, oder muss man immer die Haare in der Suppe suchen?


    Welcher Art von kompromissloser Haltung bedarf es, um sich über so ein Bauprojekt wie das Haus Frauenstraße aufzuregen und den Satz "sie können es einfach nicht" loszulassen?
    Eine Mischung aus Unwissen um Details (zu den baulichen Rahmenbedingungen), Selbstüberschätzung (anhand von ein paar Fotos weiß ich alles), Unfähigkeit zum Kompromiss? Gepaart mit hohem Fachwissen, dass vermutlich nicht ausreichend im "richtigen" Leben gewürdigt wird? Und deswegen setzt man die Leistungen anderer derart herab?
    "sie können es einfach nicht"


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    Ist man hier, in einem Forum für klassischen Städtebau, glücklicher darüber, wenn Gebäude als kompletter Neubau mit modernen Fassade errichtet werden?
    Die Fassade an der TG-Zufahrt des Quartiers Hoym wird von der CG-Gruppe als Neubau errichtet, weil Reko und TG-Zufahrt nicht zusammen gehen. Konsequent.



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    Was ist mit den Rekos in Danzig, München, usw. die sich an die Vorbilder sehr nah anlehnen, aber schon in den 70-ern an modernen Bedürfnisse angepasst wurden?


    Alles Mist? "Sie können es einfach nicht" ?????



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    Nach städtebaulich-gestalterischem Konzept wäre in der Frauenstraße auch einfach eine "Neubau-Fassade" möglich gewesen.




    Neue Altstadt


    Lieber Frankfurt?
    Ist die gestörte Tektonik hier konsequenter gestört, als durch harmlose Fallrohre IN Fassaden?


    Lieber ein Modernes Gewandhaus?
    Oder mehr "Furunkel-Ecken"?


    Was darfs denn gern sein, die Herren?

    Ich möchte ja nicht stören....


    Einfach nur wieder mal zu bedenken geben, dass sowohl
    - das hier ab und an abfällig als "Blobelbude" bezeichnete Eckgebäude,
    - als auch das danebenliegende Haus an dem sich Riegel jetzt hier gerade mehr oder weniger professionell abarbeitet,
    Gebäude sind, die der Bauherr in Anlehnung an die Vorbilder geschaffen hat.
    Es gab keinerlei Verpflichtung, hier irgendwas zu rekonstruieren. Der Stadt Dresden war es herzlich egal und das Stadtplanungsamt hätte sicher lieber moderne Gebäude gesehen.


    Und jetzt hat das Haus in der Frauenstraße zwar eine TG-Einfahrt, sieht aber "obenrum" mehr oder weniger wie der Vorgänger aus.


    Okay okay. Ziemlich blöd, dass die Schlussteine geneigt sind.
    Und die äußeren Pilaster sind breiter. Eventuell. Eventuell ist auch nur die Verzerrung der Handy-Linse schuld an den vermeintlichen Abweichungen?


    Mit Verlaub: es juckt mich nicht die Bohne.

    Genau diesen Ausruf solltest Du Dir auch einfach sparen, lieber, Riegel, finde ich. Und ein paar andere Foristen hier offensichtlich auch, denn den einen oder anderen "Like" hatte ich ja schon auf mein sarkastisches Machwerk... :-)


    Alles andere ist unbenommen.


    Sicher hätte man im Detail einiges am Neumarkt verbessern können. Mit dem nötigen " Keingeld".
    Aber im Unterschied zu z.B. den Projekten in Frankfurt hat die Stadt Dresden leider kein Geld für die Umsetzung der Hochbau-Maßnahmen investiert.


    Konkret:
    In Frankfurt wurde der Hochbau (also die Rekos und Neubauten der neuen Altstadt) auf etwa 1ha Fläche mit fast 200 Mio Euro Öffentlichem Geld mitfinanziert. (Die Gesamtinvestition war deutlich höher, der benannte Betrag ist der "Verbleibende Rest", der aus Steuergeldern gezahlt wird, also dauerhaft als Schulden bei der Stadt F verbleibt.


    In Dresden haben PRIVATE Investoren nach aktueller Darstellung der Stadt auf ca. 13ha Fläche bisher 660 Mio Euro investiert. Weiteres Geld folgt für die beiden noch zu bauenden Quartiere.
    Die Stadt Dresden hat 22 Mio - für Straßen und Erschließung (18) und Planung (den Rest) ausgegeben. Davon waren 2/3 Fördermittel.


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    Es ist evident, dass ein privater Investor bei derzeit maximalen Mieterträgen von 12,- Euro kalt am Neumarkt eben nur bei um die 4.000,- Euro pro qm Herstellungskosten rauskommen muss.
    Sonst ist ein solches Projekt nicht privat finanzierbar.


    Und dann ist halt irgendwann Schluss und man muss z.B. bei den Forderungen der Wärmeschutzverordnung die veränderten Fensterprofile akzeptieren.
    Oder eben auch die Notwendigkeit, dass eine Planung irgendwann nur noch 95% der kunsthistorisch-rekonstruvistischen Maximal-Wünsche erfüllt.


    Mich würde bei aller hier geäußerten Kritik mal eine Erläuterung interessieren, wie man das besser machen soll? Bauträger müssen Rendite erwirtschaften, die Versorgungswerke als neue Eigentümer der Immobilien ebenfalls. Architekten und Kunsthistoriker arbeiten nicht kostenfrei... "Riegels" ja offensichtlich auch nicht.


    Ich finde in Dresden ist das vorhandene Kapital sehr gut eingesetzt worden.


    Ich bin wieder mal polemisch und postuliere:
    Rechnen wir die Kosten der Erneuerung des Kulturpalastes mit seinem phantastischen Konzertsaal und der tollen Bibliothek finanziell zu den 660 Mio bereits investiertem "Privatgeld" hinzu, dann haben wir in Dresden die vergleichbaren 880 Mio. der Hamburger Elbphilharmonie auf 150 Mio. öffentliches Geld reduziert, einen vergleichbaren Konzertsaal und "nebenbei" 13 ha Stadterneuerung, statt ein Glashäubchen auf einem Backstein-Kühlhaus...

    Seit der Zeit um 17oo wird in der Dresdener Rüstkammer die Krönungs-Figurine August des Starken mit "Maske nach dem Leben" aufbewahrt; inclusive der gesamten zur Krönung getragenen Kleidung sowie Krone, Szepter und Reichsapfel (diese übrigens nicht die ECHTEN polnischen Insignien, sondern Zweitfertigungen aus vergoldetem Metall oder Holz (Reichsapfel), geschaffen 1697 für den Fall, dass man die echten Insignien in Krakau nicht rausgerückt hätte für die Krönung..
    Diese Figurine wurde 300 Jahre lang mehr oder weniger kontinuierlich an den verschiedenen Standorten der Rüstkammer (letztmalig in den 1990-ern, wenn ich mich recht erinnere) präsentiert, um an diesen Höhepunkt sächsischer Geschichte dauerhaft zu erinnern.


    Durch die Vergänglichkeit des Materials (Leder und Stoffe altern, werden rissig und spröde) ist eine Präsentation des Krönungsornats aus konservatorischen Gründen heute nicht mehr an der originalen Figurine möglich. Das Eigengewicht des Mantels würde diesen beispielsweise zum Reißen bringen. Die Lederschuhe aus Saffian vertragen keine Dehnung mehr, wie sie aber an den "strammen" Waden der Figurine entstünde.
    Somit sind diese originalen Kleidungsstücke zukünftig leider nur liegend zu sehen.


    Andere Kleider unseres "Über-August" - wie z.B. das Silberne Rheingrafenkleid, mindestens 2 Gold-Kleider und andere Klamotten wurden hingegen über ca. 300 Jahre liegend und lichtgeschützt aufbewahrt. Sie sind heute in so gutem Zustand, dass man Sie ab September (täglich außer Dienstags) an (modernen) Figurinen drapiert bestaunen können wird.


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    Nun möchte die SKD in der zukünftigen musealen Präsentation den Besuchern aber unbedingt den EINDRUCK der originalen Figurine vermitteln. Und aus diesem Grunde wird die Kleidung der gesamten Figurine "fadengenau" kopiert, damit man sie hängend drapiert ausstellen kann.


    Man kann sich nun an dieser Stelle fragen was das soll.
    Die Erklärung ist vermutlich, dass August der Starke - wie eh und je - den Betrachter als König von Polen stehend empfangen soll.
    Denn es geht nicht mehr nur darum, den originalen Krönungsornat zu zeigen.
    Vielmehr soll dem Besucher vermittelt werden, dass in Dresden über 100 Jahre vor Madame Tussauds unser "Über-August" - vermutlich erstmals in Deutschland* - versucht hat, sich SELBST unsterblich zu machen: durch das Festhalten seines größten Moments in einer mehr als 300 Jahre alten musealen Präsentation seiner originalen Kleidung mit seinen wächsernen "echten" Gesichtszügen und mit seiner (übrigens gar nicht so stattlichen) Figur…


    Neben das originale Ornat tritt zukünftig das erneuerte Zeugnis einer seeeeeehr langen Ausstellungsgeschichte.






    * Freilich war die Sache mit Figurinen und Gesichtern "nach dem Leben" nicht neu.
    Schon 150 Jahre vor der Krönungsfigurine wurden in Dresden - und sicher auch anderen Sammlungen - Totenmasken bedeutender Regenten zu den passenden Rüstungen aufbewahrt.

    Sie können's einfach nicht.

    Ja, ich bin auch immer ganz frustriert, wenn ich am Neumarkt spazieren gehe. An dem einen Haus ist der Sims nen Zentimerter zu breit, an dem anderen ist die Farbe zu irgendwas.
    Die Tektonik wird durch das nicht davorgelötet Fallrohr derart zerstört, dass ich mir lieber das hier gewünscht hätte...


    https://www.competitionline.com/de/beitraege/12626


    Mein Therapeut empfiehlt dann immer, mal nach Köln, Frankfurt, Mannheim oder München zu fahren.
    Das hilft mir.

    Naja, es gibt nun wieder 2 Dinglinger-Häuser.


    Wenn wir von Schatzkunst Dinglingers reden, übersehen wir oft, dass die Werke von einer Künstlerfamilie hergestellt wurden, die aus Biberach stammen.


    - Johann Melchior Dinglinger, (1664 - 1731) der älteste der 3 Brüder Dinglinger gilt als Oberhaupt.
    Er war wohl derjenige, der in der gemeinsamen Werkstatt "den Hut auf hatte". Ihm werden gemeinhin die Entwürfe zugeschrieben und er ist es, der in Verhandlung und Verkauf auftrat, also die PR für Dinglingers machte.


    - Sein Bruder Georg Friedrich Dinglinger (1666 - 1720) war Emailleur.


    - Der jüngste im Bunde der Brüder war Georg Christoph Dinglinger (1668 - 1728).
    Er war Goldschmied, wohl in Arbeitsgemeinschaft und gemeinsamer Werkstatt mit seinem Bruder?
    Er steht aber in der Wahrnehmung komplett im Schatten seines Bruders und hat es heute nicht mal zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht, während der Emailleur schon wenigstens mit Lebensdaten und in paar Werken verzeichnet ist.
    Die SKD weisen dem "kleinen" Bruder zumindest einige Werke zu.


    Wer weiß mehr?

    Jener "vergessene" Georg Christoph Dinglinger hat 1716 von einem Herrn Thäme das irgendwann zwischen 1711 und 1716 von Pöppelmann am Jüdenhof errichtet und heute Dinglingerhaus genannte Gebäude erworben.




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    Johann Melchior Dinglinger* hatte sein Haus in der Frauengasse 9. Dieses wurde nun ebenfalls rekonstruiert und ist fast fertig.
    Als letztes wird noch eine Kopie des Dinglingerbrunnen im Hof eingebaut.
    (Original an der Wand des Neuen Gewandhauses.)


    Das Gebäude wurde ursprünglich wohl 17oo für J. M. Dinglinger errichtet.
    Es zählte wegen seiner Kuriositäten – einer Sternwarte, Wetteruhr und Feuerspritze – zu den Dresdner Sehenswürdigkeiten.
    Es ist immer wieder zu lesen, dass das Dach des Hauses zunächst als Altan (Dachterrasse) mit Wasserspielen ausgebildet war und diese Dachterrasse die Bewunderung der Dresdener erregte.
    1726 ist das "Flachdach" wohl durch ein Mansarddach ersetzt worden.


    Allerdings ist mir nicht klar, ob es sich um das Dach des Vorderhauses handelt, oder Hinterhaus und Seitengebäude gemeint sind. Jedenfalls entsteht jetzt auf den Gebäuden des Hinterhofes wieder eine Dachterrasse, wenn ich das richtig sehe.


    Wer weiß mehr?


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    Für mich interessante Anekdote:


    Es ist davon die Rede, das Zar Peter der Große mehrfach in Dresden weilte und bei Dinglinger wohnte.
    Wie oft war der Zar in Dresden? Keine Ahnung.


    - Für 1712 ist das wohl tatsächlich belegt. Mit Übernachtung bei Dinglingers.
    https://skd-online-collection.…seum/Details/Index/117646


    - 1711 war Peter I auch schon mal in Dresden. War er da auch Dinglingers Gast?


    - Als er 1698 erstmals in Dresden "vorbei schaute" war ein logieren im Dinglingerhaus jedenfalls unmöglich.


    Wer weiß mehr?



    Im Grünen Gewölbe wird in der Beschreibung zum Medaillon Peter I behauptet, dass er am Jüdenhof übernachtet hätte. Aufgrund der Baudaten ist das ausgeschlossen.



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    *Über J.M.Dinglinger weiß Wikipedia ne Menge mehr.
    "Johann Melchior Dinglinger lernte das Goldschmiedehandwerk in Ulm. Er kam 1692 als Geselle nach Dresden, wo er 1693 in die Goldschmiedeinnung aufgenommen wurde. Im Jahr 1698 wurde er zum Hofjuwelier August des Starken ernannt. Er arbeitete bis zu seinem Tod 1731 in Dresden, war fünfmal verheiratet und hatte 23 Kinder. Sein Grab auf dem alten Johaniskirchhof ist nicht erhalten.
    Dinglinger gilt als einer der bedeutendsten Goldschmiede des Barock. Gemeinsam mit 14 Gesellen schuf Dinglinger in seiner Werkstatt prachtvolle Kunststücke, …. "


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    Wenn man im Petersburger Winterpalast eine Sondereintrittskarte zum "Diamond Room" dazubucht, dann kann man - allerdings unter erschwerten Bedingungen, denn die Russen sind anstrengend und lassen einen hier nicht in Ruhe und frei schauen - einen kurzen Blick auf einige Dinglingersche Perlfiguren und Miniaturen werfen, die den Dresdener Stücken komplett ähnlich sind.
    Sicher 1711 / 1712 erworben.


    Das wäre auch eine lohnende Sonderausstellung der SKD :-)

    Ich möchte noch - unabhängig von akademischem Diskurs und historischer Begründung - meine persönliche Meinung zu den Fassaden-Farben am Jüdenhof kundtun.
    Wenn ich am Türckenbrunnen stehe und von Ellimeyer bis Johanneum ins Rund schaue, finde ich die feinen Farbabstimmungen und vor allem Benachbarungen und Farbwechsel im Rhythmus aus gelb, rot und grau sehr gekonnt gewählt.
    Die verschiedenen Pastelltöne von Ocken, Gelb und graubraunrosa (heißt das jetzt vielleicht hell-mauve? ?( ) finde ich wirklich bezaubernd. Für mich immer wieder ganz großes Kino im Sinne einer SCHÖNEN Stadt.

    Taschenbergpalais; komplizierte Baugeschichte:
    aus meiner Sicht eine "geschmäcklerische" Reko, was die Farbigkeit angeht.


    Der Mittelbaukörper des Palais wurde als erster Bauabschnitt in hochbarocken Formen von Pöppelmann errichtet. Die Farbigkeit ist hier sehr bunt gewählt und (evtl. ? *) im Zustand der Entstehung dieses Fassadenabschnitts* rekonstruiert.
    (Im Detail: gebaut wurde der Pöppelmannsche Mittelteil in 3 Etappen von 1705 bis 1720 als "Türckisches Palais". Zur stilistischen und "gesellschaftspolitischen" Einordnung: im Anschluss 1720 bis 24 entstanden Wasser- und Bergpalais in Pillnitz mit den chinoasen bunten Bemalungen als wohl letzte antiklassische Gebäude des Hofes, wenn ich das richtig überblicke.)
    Spätere Erweiterungen des Taschenberg-Palais als Thronfolger-Residenz, die in zahlreichen Schritten dazu kamen, waren dann von Knöffel und seinem klassischen "Lisenen-Stil" beeinflusst. Ehrenhöfe rechts und später links sowie Innenhof. (Bauherrschaft August III, vergleiche Hubertusburg.)


    Man kann davon ausgehen, dass mit den "klassischen" Erweiterungen des "Pöppelmannschen Kerns" die Farbigkeit an diesem reduziert wurde, nämlich so wie sich heute NUR die seitlichen Ehrenhöfe und der Innenhof zeigen.


    Ich persönlich hätte mir am Taschenbergpalais weniger Farbe im Mittelbau gewünscht, im Sinne der Einheitlichkeit der gesamten Bauflucht. Aber als Reminiszenz an den großen Meister Pöppelmann und als Betonung der Baugeschichte* ist es eben nun so gefasst, wie es in seiner Gesamtheit wohl nie war. Auch schön.


    * der Mittelbau wurde 1705 aus 3 Bürgerhäusern (breiter Mitterisalit, linker Seitenrisalit und zwischenliegende Rücklage) und 1 oder 2 weiteren Parzellen (rechts vom Mittelrisalit Richtung Zwinger) auf denen die Bestandsgebäude von links einfach nach rechts "gespiegelt" wurden, "geboren". (Am linken Seitenrisalit kann man durch seine abgeknickte Bauflucht die Verwendung alter Substanz gut erkennen. Man hatte gerade den Nordischen Krieg verloren und musste sparen... )
    Die rekonstruierte sehr bunte Farbigkeit der Taschenberg-Mittelkörpers betont diese unterschiedlichen Ursprungs-Bauglieder des Mittelbaus besonders (Mittelrisalit Aprikot, Rücklagen grau, Seitenrisalite gelblich.)
    Ob an den Ruinen diese (ursprüngliche) Farbigkeit der Fassade festgestellt werden konnte?
    Oder soll die sehr abwechslungsreiche Farbgebung zur Darstellung der Komplexität der Baugeschichte bewusst "museumspädagogische" Aspekte bedienen?
    Wer weiß mehr?


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    Pöppelmann wurde nach dem Zwinger für eigenständige GEBÄUDE-Bauaufgaben im Auftrag des Hofes weniger herangezogen, weil man - beeinflusst von Frankreichs Klassik - seinen Stil am HOF als unmodern empfand.
    Pöppelmann baute dann eben Brücken (wie die Grimmaer oder die Dresdener) oder Innenräume. Er wurde von seinem Dienstherren weiter verwendet, aber gestalterisch von klassischen Einflüssen und anderen Baumeistern verdrängt.
    (Z.B. Japan. Palais von Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann, Zacharias Longuelune und Jean de Bodt. Man arbeitete im Oberlandbauamt in "Planungsgemeinschaft und Wettbewerb".)
    Vermutlich hat er auch weitere Bürgerhäuser errichtet, wie er ja auch schon irgendwann zwischen 1710 und 1716 das "Dinglingerhaus" für einen Herrn Thäme errichtet hatte. (Dinglinger kaufte es 1716.)



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    Der Stil Pöppelmanns war bei den BÜRGERN noch lange beliebt, für die strengen neuen Schöpfungen (Kurländer Palais etc.) des Hofes zeigten sie weniger Verständnis. Baumeister wie Bähr, Hase, Locke usw. usw. bauten die Bürgerhäuser weiter im Geiste Pöppelmanns, also " traditionell" bunt und eben anders, als es der Hof ab Mitte der 1720-er tat.


    Nebenschauplatz Frauenkirche zur Erläuterung: Am Außenbau hat sich eine "Arbeitsgruppe" von Architekten des Hofes mit dem Entwurf Bärs so lange beschäftigt, bis er "klassisch genug" war.
    Innen hat man aber den bürgerlichen Zeitgeschmack nicht beeinflusst. Ich denke die Unterschiede zwischen Innen- und Außenwirkung der Kirche sind evident.


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    Coselpalais ist erst um 1763 aus zwei Bürgerhaus-Ruinen des 7-Jährugen Krieges entstanden. Hier hat man den Dresdener "klassizistischen" Rococco-Stil mit dezenter Farbigkeit aber eben auch Differenzierungen des Stuck.


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    Zwischen 1730 und 1756 gab es bei Hofe in der Farbigkeit stärkere Zurückhaltung. Natürlich ist nicht immer ein kompletter Verzicht auf farbige Akzentuierungen zu sehen, aber zwischen z.B. Taschenberg-Palais Mittelfront oder dem Pillnitz-Nukleus einerseits und beispielsweise Hubertusburg andererseits liegen ja wirklich Welten.


    Ein Freund sagte mal, der Dresdener klassische Barock der höfischen Bauten um 1730 gefiele ihm nicht richtig.
    Beispielsweise das Japanische Palais käme ihm so nüchtern vor, dass es wie eine wilhelminisch-neobarockes Gebäude erscheint.
    Ist das nun gut oder schlecht? Ist das Gebäude "reif", seiner Zeit "weit voraus" oder "langweilig"?
    Das liegt immer im Auge des Betrachters. In jedem Fall ist es für ihn deutlich anders, als er sich Barock "eigentlich" vorstellt.


    (In jedem Fall ist das Jap. Palais in der Architekturgeschichte deutlich unterbelichtet. Zum Glück nimmt sich Dr. Hertzig diesem Thema jetzt im Rahmen einer Monographie an. Er spricht beim Jap. Palais von einem "kaiserlichen" Schloss. Bedenkt man, dass August sich tatsächlich Hoffnungen auf die Kaiserwürde für die Wettiner machte und betrachtet man dessen Elbfront, dann wird klar, was Hertzig meint.
    Das Jap. Palais orientiert sich in strenge und Steinsichtigkeit an Versailles und französischer Klassik.)


    Sicher scheint mir zu sein, dass die Wirkung bsplsw. des Jap. Palais in seiner schlichten Nobles und Größe auf Abstand und Andersartigkeit zu den farbigen kleinteiligen Bürgerhäusern der Neuen Königstadt "berechnet" wurde. (Deswegen muss die auch wieder her! Damit die majestätische und gravitätische Wirkung des Jap. Palais unterstrichen wird und dessen Größe wieder zur Geltung und Wahrnehmung kommt.


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    Das Regimentshaus
    Was man am Jap. Palais exemplarisch und offensichtlich zeigen kann, ist am Regimentshaus ebenfalls bei der Rekonstruktion "gemeint" .
    Das Gebäude war bauhistorisch kein Bau aus einem Guss, sondern in vielen Umbauten entstanden. Aus zwei älteren Vorgängerbauten wurde es 1710 wohl unter Beteiligung Pöppelmanns (Portale) geformt und 1729 in seiner heutigen Form umgebaut. Herr Dr. Hertzig hat das in seinen Büchern schön beleuchtet.
    Löffler vermutete aufgrund Analogien Naumann (Hauptwerk Hubertusburg erste Fassung) als Architekt. Hertzig stellt das in Frage. Mir scheint eine Zusammenarbeit des ZEITGLEICH am Jap. Palais tätigen "Planungsteams" (s.o.) in Zusammenarbeit mit Naumann - (als Architekt für überwiegend Militärisches) aufgrund der "Militärisch-Höfisch-Staatlichen" Bauaufgabe möglich bis wahrscheinlich, ich kann diese These aber nicht beweisen.


    Nutzungsgeschichte im Augustäischen Zeitalter:
    - Das Gebäude war bis 1719 Wohnort des Dresdener Gouverneurs.
    - 1720 bis 1729 beherbergte das Regimentshaus einen Teil der königlichen Kunstsammlung,
    - wurde dann vom Ex-Mann der Cosel (später Gouverneur von Dresden) bewohnt und
    - nach dessen Ableben von J. Chr. v. Hennicke (Geheimer Rat von August III und Vizekammerpräsident sowie "rechte Hand" Brühls).


    Rekonstruiert wurde die bis 1945 (ohne Belvedere) erhaltene Architekturfassung von 1729. (Ich finde das Belvedere übrigens sehr passend und wichtig, um durch dieses in der "Dreiheit" dieser Platzfront die Mitte zu betonen, statt das Gewicht auf den Eckbau (Ellimeyer) zu verlagern.)


    Offensichtlich hat man sich heute - bei der Entscheidung zur Farbigkeit - an dieser Stelle für die "gravitätische" Wirkung eines höfischen Gebäudes innerhalb der Bürgerstadt entschieden; also im GEGENSATZ zu den Bürgerhäusern ringsum und im Dialog mit dem Johanneum gegenüber. (Der von Seinsheim vermutete Dialog zwischen Dinglinger-Haus und Regimentshaus ist hingegen bei näherer Betrachtung der historischen Zusammenhänge nicht gegeben.)


    Man bezieht sich in der Reko der Farbigkeit auf eine Zeit, in der die Kunstsammlungen August des Starken aus dem Regimentshaus gerade wieder ausgezogen waren, aber sein höfischer Charakter ungebrochen war.
    Der architektonische Bezug zum Japanischen Palais und seiner Steinsichtigkeit ist bei dieser Reko-Entscheidung klar.


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    Das gegenüberliegende Johanneum wurde mit der Englischen Treppe und dem Umbau unter August dem Starken 1730-31 vom altmodischen Renaissance-Bau zum französisch-klassischen Gebäude und beherbergte dann Stall (unten) und königliche Gäste (oben). Später wurde es zur Gemäldegalerie August III, wie wir sie von den Bildern Canalettos kennen.
    (Dass es Ende des 19. Jhds. in seiner Fassade nachteilig (?) verändert wurde, mag man bedauern. Zumindest seine zurückhaltende Farbigkeit ist weiterhin "klassisch" und korrespondiert mit dem Regimentshaus.)


    Ich denke der stadtgestalterische Kontext mit
    - einem Königlichen Gästehaus sowie Sammlungsgebäude / Gouverneurs-Sitz einerseits und
    - Bürgerhäusern andererseits
    am Jüdenhof ist evident? Ich kann die Entscheidung der Denkmalpfleger so nachvollziehen.


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    Insgesamt muss man wohl konstatieren, dass die Geschichte der höfischen barocken Bauten in Dresden oft vielgestaltiger ist, als man zunächst meint. Konkrete Entscheidungen zur Farbigkeit sind mit dieser Geschichte verknüpft und immer dem konkreten Einzelfall geschuldet. Es wurde extra eine zusätzliche temporäre Planstelle im Landesamt f. Denkmalpflege für die Farben am Neumarkt geschaffen, um der Komplexität der Aufgabe gerecht zu werden!


    Natürlich kann man hier im Forum erörtern, ob eine spätere Fassung, mit farbigen Akzentuierungen (z.B. Regimentshaus - Fotos um 1900 ff, als es dann Hotel war) dem einen oder anderen Diskutant "schöner" und "passender" erscheint. Das finde ich gut und wertvoll, weil Leser und Schreiber sich mit Geschichte sowie Wirkung von Farbe und Form beschäftigen. So wird eine in unserer Zeit scheinbar immer mehr aussterbende schöngeistige Bildung gepflegt.
    Dafür ist vielen Diskutanten, wie z.B. Seinsheim zu danken.


    Auch geht es nicht darum, jemanden von einem anderen "Geschmack" zu überzeugen. Ich würde mir aber wünschen, dass man hier öfter "fragt" und sich über Diskussionen verschiedene Sichtweisen und Denkansätze der Ausführenden eröffnen lässt.
    Nicht diskutabel ist für mich hingegen, dass Künstlern, Denkmalpflegern, Architekten und Restauratoren ohne fundiertes Wissen zu den Zusammenhängen - mehr oder weniger direkt - Unfähigkeit unterstellt wird, weil der "persönliche Geschmack" von Diskutanten nicht getroffen wurde.
    Man gibt hier in Dresden wirklich sein bestes und kämpft am Neumarkt und den Staatsbauten um jede Nuance.

    EINLADUNG:


    nachdem dieses Forum ja dem Gedankenaustausch von mehr oder weniger Gleichgesinnten dient, dachte ich mir - ohne die Forumsregeln zu kennen, wie Seinsheim korrekt bemerkte bin ich ja noch nicht lange schreibend dabei - warum macht man nicht mehr draus, als SCHREIBEN SCHREIBEN SCHREIBEN.


    Hat jemand Lust, eine der Veranstaltungen in und um Dresden gemeinsam zu besuchen, für ECHTEN statt virtuellen Austausch?


    http://www.dresden-magazin.com…rin/1719-veranstaltungen/

    Sooooo, habe gerade meinen "Telefonjoker" Dr. Carl-Ludwig Fuchs von "Kunst und Krempel" (R) (Sachverständiger Schmuck, Silber und Uhren) interviewt. Zitat darf ich hier autorisiert veröffentlichen: "Das historische Foto ist etwas unscharf, aber die Rekonstruktionen sehen ihm bekannten Wand- und Kronleuchtern von André-Charles Boulle sehr ähnlich. Formen um 1720. Ungewöhnlich ist die für 1720 hohe Zahl von Kerzen, aber für besonders repräsentative Verwendung möglich".


    Habe dann mal bei Google "Charles André Boulle Girandol" eingegeben.
    Passt.


    Geforscht hat man hier:
    http://forschung.skd.museum/en…dresdner-residenzschloss/



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    und als interessanter Beifang von mir, falls sich jemand hier für Möbel interessiert:


    https://kunstgewerbemuseum.skd…chung/latz-restaurierung/


    und


    http://www.ernst-von-siemens-k…-der-oeffentlichkeit.html