Posts by eryngium

    Gewehrgalerie ist bis 6.10. geschlossen, wurde mir am 02.10. gesagt.
    Ich vermute Personalmangel bei der Aufsicht.


    Die Gotische Halle befindet sich im EG des Ostflügels.
    Sie wurde in der Kubatur der großen Tafelstube der mittelalterlichen Burg wiederhergestellt. Alle späteren Einbauten, die bis vor dem Krieg erhalten waren, wurden beseitigt. Insbesodere auch wegen des "Technologischen Durchbruchs" im Ostflügel aus DDR-Zeiten für die Kranbahn war der Rückbau auf die ursprüngliche Kubatur durchgeführt worden.

    Sie nimmt - wenn ich es richtig sehe - den gesamten Raum wischen Englischer Treppe im Süden und Verbindungsgang von der Schlossstraße über Wendelstein NO zum Großen Schlosshof + Restaurant Anna im Norden ein.


    Das Dresdner Schloss - Seite 103 - Dresden - Altstadt ...


    8252-f8df56b7kemen048-jpg



    Zu den Räumen der Gotischen Halle gehört auch die unter dem Schlosshof liegende romanische burggräfliche Kemenate.

    Das ist Dresdens ältester Raum | Sächsische.de (saechsische.de)


    Ostflügel — Dresdner Residenzschloss (tu-dresden.de)

    Mir ist das immer noch ein Rätsel waren der abgerissen wurde, damals war der gesamte Neumarkt quasi ein Parkplatz bzw. Schutthaufen.


    Kennt hier jemand die Hintergründe?

    Der Freistaat hatte beschlossen den Anbau abzureißen, um die historischen Straßen und Gassen wieder herstellen zu können.
    Wäre das Ding erhalten gebl8eben, hätte man ja das Quartier vergessen können.


    Man hat das ganze aber nicht nur städtebaulich begründet, sondern auch wirtschaftlich.
    Die Kosten einer zeitgemäßen Ertüchtigung des 80-er Anbau wurde mit Neubau -Querriegel mit Brandwand (wie jetzt bestehend) und Restgrundstück verkaufen verglichen. War so angeblich wirtschaftlicher.

    Das beantwortet aber ja alles noch nicht meine blöde Frage.
    Das Ding ist ein Architekturzeuge seiner Zeit und vielleicht deswegen jetzt geschützt? Denn mir fällt eigentlich nur noch die Neue Mensa als besseres und größeres Objekt in Dresden ein.

    Wo hat man hier noch etwas ähnliches bis jetzt erhalten?



    Also ich bin absolut begeistert.

    Differenzierte kleinteilige Freiflächen und angepasste Dachlandschaft.

    Ein wenig schade, dass man auf die U-förmige niedrige Bebauung als Biergarten-Gebäude an der großen Freitreppe verzichtet hat.



    Aber verständlich wegen der zu erhaltenden Bäume und so auch vollkommen i.O.


    Wenn das so kommt, dann haben wir eine fantastische Stadtreparatur und die wohl schönste Innenstadt einer deutschen Großstadt...
    Dann wird sich endlich auch auf der Hauptstraße der Besucherverkehr steigern, die Läden attraktiver und die innere Neustadt mit der Altstadt wieder verbunden.
    Dann bekommt das Blockhaus wieder einen Maßstab und es wird wieder größer und städtebaulich bedeutender wahrgenommen.

    Hat jemand etwas gefunden zu Festsetzungen bezüglich Dachgestaltung und Fassadenrekonstruktionen?


    Etwas besorgt bin ich, weil man sich für das Eckgebäude Augustus-Brücke / Köpckestraße eine öffentliche Nutzung vorstellt und keine Vorgaben zu Traufhöhen gemacht hat.
    Glaskuben als modernes Störelement?



    Wie geht´s hier weiter hinsichtlich des Beschlusses?:


    - Dienstberatung des OB 25.07.2023 nicht öffentlich beratend

    - Ältestenrat 21.08.2023 nicht öffentlich beratend

    - Ausschuss für Stadtentw. Bau… 13.09.2023 nicht öffentlich (beschließend 1)

    - Stadtbezirksbeirat Neustadt 18.09.2023 öffentlich beratend

    - Ausschuss für Stadtentw., Bau, … 18.10.2023 öffentlich (beschließend 2)

    Presseinformation des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung:

    Schloss Seifersdorf soll aus seinem Dornröschenschlaf erwachen

    Rund 5,7 Millionen Euro aus Investitionsgesetz Kohleregionen für Wachau


    Die Gemeinde Wachau (Landkreis Bautzen) erhält rund 5,7 Millionen Euro für die touristische Erschließung des Schlosses Seifersdorf.

    ... Nun soll das Schloss ein Besucherzentrum und ein multimediales Erlebnismuseum erhalten.

    Mit den Fördermitteln kann die Gemeinde die notwendigen Baumaßnahmen finanzieren, um Schloss Seifersdorf für Besucher und Touristen zu öffnen. Im Eingangsbereich soll das Besucherzentrum mit Touristeninformation entstehen. Ein interaktiver Ausstellungsbereich über Kunst, Religion, Politik und Gesellschaft im 18. Jahrhundert wird künftig das Angebot bereichern. Zusätzlich ist eine interaktive Bibliothek, in der auch Lesungen stattfinden werden, geplant. Mit Veranstaltungen, Konzerten, Gesprächsrunden und Kursen wird das Schloss schon bald das kulturelle Angebot der Region bereichern. Die bestehenden Räumlichkeiten sollen zur Vermietung für Veranstaltungen wie Konferenzen oder Hochzeiten noch attraktiver gestaltet werden.


    Das Vorhaben, das bis Mitte 2026 umgesetzt wird, unterstreicht die wichtige kulturgeschichtliche Bedeutung des Schlosses. Das Schloss wurde zwischen 1530 und 1535 als Renaissance-Schloss erbaut.

    Es gehörte ab 1747 dem sächsischen Premierminister Heinrich Graf von Brühl und seinen Nachkommen bis zur Enteignung 1945 und wurde von 1818 bis 1822 nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel zu einem der ersten neogotischen Schlösser umgebaut.

    Seit 1994 ist die Gemeinde Wachau Eigentümer des Schlosses.


    Hintergrund:

    Das Vorhaben ist eines von 19 Projekten aus dem Bereich touristische Infrastruktur, die im Lausitzer Revier aus dem InvKG gefördert werden sollen. Insgesamt wurden bisher vom Regionalen Begleitausschuss im Lausitzer Revier 108 Projekte mit einem Mittelvolumen von rund einer Milliarde Euro ausgewählt. Die 19 Projekte zur touristischen Infrastruktur haben daran einen Anteil von 10 Prozent. 43 Projektträger im Lausitzer Revier haben bisher Förderbescheide mit einem Mittelvolumen von rund 309 Millionen Euro erhalten.


    Kunstgeschichtliche Einordnung im Werk Karl Friedrich SchinkelS:

    - Schloss Rosenau bei Coburg (1806) und Schloss Ehrenburg in Coburg (1810) gehören zu seinen ersten an der Gotik orientierten Entwürfen.

    - Sanierung von Kloster Chorin 1817, Kreuzkirche in Joachimsthal (Barnim) und Entwurf des gusseisernen neugotischen Kriegerdenkmal für den Berliner Kreuzberg 1818.

    - Der Entwurf für Seifersdorf 1818

    - Friedrichswerdersche Kirche 1821

    ....

    - Schloss Babelsberg 1834




    Schloss Seifersdorf - ein Renaissanceschloss bei Radeberg


    Schloss Seifersdorf - ein Renaissanceschloss bei Radeberg (burgdame.de)


    Nette Anekdote zur Repräsentation der Staatsregierung mit den sächsischen Kunstschätzen...



    TSMC-Fabrik in Dresden: Wie der Chip-Riese nach Sachsen gelockt wurde | Sächsische.de (saechsische.de)

    Mehr als zwei Jahre kämpfte die Landesregierung um den Zuschlag für die TSMC-Fabrik der Taiwaner. Sachsen gab alles - auch mit Porzellan und Kirschkern.


    ... "Taiwanesen haben ein feines Gespür für Porzellan, diese Leidenschaft haben sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und seine Wirtschaftsförderer zunutze gemacht. Mit einem Abendessen in der Porzellansammlung im Zwinger wurden Jonathan Lee, als Vize-Präsident von TSMC verantwortlich für die strategische Planung des Konzerns, und sein Team im vergangenen Herbst in Dresden willkommen geheißen.

    Quasi unter den Augen August des Starken wurden an vier Tischen mit je acht bis zehn Plätzen die drängendsten Fragen der Ansiedlung erörtert. Die Gäste sollen sehr beeindruckt gewesen sein. Staatskanzleichef Oliver Schenk ging mit der TSMC-Delegation auch ins Grüne Gewölbe, um den Gästen den berühmten Kirschkern zu zeigen. Seine Botschaft: Wer vor rund 300 Jahren fähig war, 185 Köpfe in einen Kirschkern zu ziselieren, der kann im 21. Jahrhundert auch Mikroelektronik..."


    Vermutlich wird so jedem "Sparfuchs" in der Regierung klar, dass der Marmorsaal im Zwinger als Repräsentations-Raum dringend benötigt wird.



    --- Und dass Taiwaner verrückt nach Meißner sind, durfte ich letztens selbst erleben.

    Eine junge Frau aus Taiwan, keine 30 schätzte ich, shoppte 10 nach Schließzeit in der Porzellanmanufaktur fleißig teure Teller (viel Gold und Rocaillen dazu Streublümchen...) Mehrere Tausend Euro gingen über den Tresen. Dafür machten die Mitarbeiter gern Überstunden.


    Ich stand verwundert daneben und sprach sie später draußen an. "Der Meißen-Laden in Taiwan habe nur ein begrenztes Angebot und auf Bestellungen müsste man 3 Monate warten. Deswegen hier die Gunst der Stunde genutzt...

    Ihre 2-wöchige Rundreise durch Europa:

    London, Amsterdam, München, Dresden, Meißen, Berlin, Prag.


    Spannend.

    Wir können natürlich nicht in die Bücher bei CG schauen, aber offensichtlich ist doch folgendes:


    - Das CG-Projekt am Palaisplatz wurde schnell umgesetzt. Zeitgleich oder sogar später (?) begonnen und nun fertig.


    - CG am Neumarkt dümpelt hingegen vor sich hin.

    Herr Gröner hatte in einer Infoveranstaltung 2017 dort vollmundig getönt, dass es egal wäre, ob man modern oder rekonstruierend baut; die Kosten wären gleich...

    Nun merkt man beim Rechtsnachfolger Adler-Group, dass das Hoym doch viel mehr Kosten verursacht, als man geschätzt hatte.

    Diese höheren Kosten sind durch teurere Handwerkerleistungen und deutlich höhere Planungskosten evident.


    Wenn man also beim selben Bauträger ein Projekt mit "nur modernen" Häusern schafft.
    Und unter exakt gleichen Marktbedingungen ein vergleichbar großes Projekt mit Rekoanteil nur mit viel Aufwand stämmen kann.

    Was kann man daraus schlussfolgern?

    Dass man zukünftig noch mehr rekonstruieren wird?

    Und das ist leider überall das Problem...

    Am Neumarkt hatten sich ja schon (eigentlich erfolgreiche) mittelständische Investoren verhoben...
    VVK Uwe Gabler bspsw. Ihm sind die wunderbaren ersten Häuser der Rampischen zu danken, incl. Front a.d.Frauenkirche.
    Aber um welchen Preis für sein Unternehmen?

    Die CG-Gruppe ist aktuell auch nicht im besten Fahrwasser.

    Wie soll es dann erst mit Gründerzeit-Rekos im Wohnungsbausegment funktionieren?