Posts by CA_rotwang

    Stadtreparatur in der Altstadt - das Fina-Parkhaus wird abgerissen. Dafür entsteht ein neues Ensembles von Stadthäusern. Tom und Hilde nennt sich das Projekt.

    Es sei allerdings erwähnt, dass man auf dem Modell, das auf der Website des Projekts abgebildet ist, sehr gut erkennen kann, dass der Erweiterungsbau des Hotels mit zwei Brücken über die Neuturmstraße erschlossen werden soll. Die Fassade auf der rechten Gebäudeseite würde von diesen durchbrochen: https://upload.wikimedia.org/w…tal_Munich_Exterior_b.jpg

    Hinter den Altären der Klosterkirche "verstecken" sich Reliquien, die jeweils im November gezeigt werden. Hab es leider bisher nur einmal im November dorthin geschafft - und stand dann vor dem Gitter zwischen Vorraum und Hauptraum.


    https://mk-online.de/meldung/s…-hinterm-altarbild-1.html


    Ergänzung: Im Vorraum gibt es seit 1872 eine künstliche Felsengrotte, in der diese wunderbare Jesus-Figur von 1767 steht (eigenes Foto):

    Er hat nicht ganz Unrecht, dass den meisten Besuchern der eigentliche Kontext dieser Orte nichts mehr sagt. Das Deutsche Eck wird besucht, weil die Aussicht interessant ist, das Hermannsdenkmal ist eine schicke Statue im Wald (mit Aussicht), die Gedächtniskirche ist im Bewusstsein aller jenseits dieses Forums absolut nicht mehr wilhelminisch, sondern vor allem ein Symbol für den Krieg und die Geschichte Berlins nach der Teilung Deutschlands. Auch die Siegessäule, deren Standort ja auch nicht der wilhelminische ist, dürfte heutzutage eher als cooler Aussichtspunkt in Berlin wahrgenommen werden, der den internationalen Besuchern entweder durch die Bilder von der Love Parade und anderen Großveranstaltungen oder durch Wim Wenders Film ein Begriff ist.


    Die wilhelminische Vergangenheit spielt dabei keine Rolle mehr und somit ist dieser Kontext tatsächlich nur stumme Kulisse. Denn ob die Siegessäule beispielsweise Nachkriegsbau, wilhelmisch oder barock wäre, ist für ihre heutige Wahrnehmung absolut irrelevant.

    Das hat ja auch eine gewisse innere Logik: Die Gestaltungskommissionen vertreten die "gute Gestaltung". Und das ist aus ihrer Sicht das, was in den Architekturfakultäten als gut beigebracht wird: Klare Linien, Reduktion auf das "Wesentliche", Transparenz, "Ehrlichkeit", Eindeutigkeit, Fokussierung auf das funktional notwendige, "less is more", mit den Eigenschaften des Materials arbeiten usw. So hab ich das zumindest mal gelernt. Und auch, dass der Architekt da einen Erziehungsauftrag habe.

    Ruth Berktold ist dafür ein ganz "tolles" Beispiel, die seit 2002 an der Hochschule München lehren darf, in dieser Gestaltungskommission sitzt und zu deren Werk das hier gehört:


    https://www.yes-arc.com/projects/residential.html


    Es ist ein Trauerspiel, dass solche Menschen, die ideologisch völlig festgefahren sind, das Antlitz einer Stadt bestimmen sollen.

    Was ist denn bisher die höchste Strafe, die unser Rechtssystem vorsieht?

    Lebenslänglich mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, womit sich der Anspruch auf die Prüfung der Bewährung nach 15 Jahren ausschließt. In solchen Fällen kann die Strafvollstreckungskammer beispielsweise eine Mindestverbüßungsdauer von 30 Jahren festlegen (was bereits einer höchstrichterlichen Überprüfung standgehalten hat). Erst nach Ablauf dieser Zeit beginnt dann die Überprüfung hinsichtlich einer möglichen Bewährung.

    Da wurde dann festgelegt, dass eine lebenslange Freiheitsstrafe im Regelfall nach 15 Jahren auf Bewährung (fünf Jahre) ausgesetzt wird.

    Das ist missverständlich ausgedrückt.


    Es besteht das Recht auf eine gerichtliche und gutachterliche Prüfung, ob der Rest einer lebenslangen Haftstrafe nach einer Mindesthaftdauer von 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden kann.


    Ich empfehle dazu den wirklich sehr guten Podcast "Verurteilt" des Hessischen Rundfunks, der das detailliert, aber auch für Laien verständlich aufschlüsselt.

    Der Effekt wird durch die hohlen Fensterlöcher noch verstärkt... Es passt einfach nicht zusammen... Wirkt unstimmig

    Zustimmung.


    Außerdem wirkt die Fassade einfach zu glatt. Ein bisschen mehr tatsächliche (also gebaute) Struktur zwischen der Illusionsmalerei und der Effekt wäre deutlich überzeugender.


    Finde es "in echt" auch eher enttäuschend.

    Friederike Meyer schreibt auf baunetz einen Verriß, der wohl auf eine etwas seltsame Weise beiden "Lagern" in dieser Geschichte gefallen dürfte, da sie auch durchaus mit der modernen Architektur - für baunetz-Verhältnisse jedenfalls - hart ins Gericht:


    https://www.baunetz.de/meldung…Stadtschloss_7490689.html


    Am Ende werden sich Kritiker und Befürworter hoffentlich soweit versöhnen, dass allen klar geworden ist, dass es nur "ganz oder gar nicht" geht und dieses seltsame Mischwesen die schlechteste aller Lösungen war.

    Der Streit um die Hochhäuser an der Paketposthalle, die sich negativ auf die Rondellansicht Nymphenburg auswirken werden, eskaliert weiter:


    Hochhäuser in München: Investor weist Kritik zurück - München - SZ.de (sueddeutsche.de)


    Unter anderem behauptet er, durch die Hochhäuser München etwas weltstädtisches geben zu wollen. Im Artikel teilt er heftig gegen Denkmalschützer aus.


    Der Investor ist in München bekannt. Mit seiner Unternehmensgruppe verbaut er die Stadt zusehends.

    Das ist ja nun auch Quatsch und auch durchaus eine Verzerrung dessen, was ich gesagt habe. Die Belastbarkeit von Zeugen nimmt mit fortschreitender Zeit ab. Das ist Fakt und ein Grund, warum vor Gericht Zeugenaussagen weniger stark als andere Beweise gewichtet werden. Der Zeitraum, in dem der Clip gezeigt wird, beträgt acht Tage. Davon sind vier Feier- oder Sonntage. Die Sinnhaftigkeit genau dieses Unterfangens kann man schon mal hinterfragen.

    Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Dresden und Polizeidirektion Dresden (heute veröffentlicht):


    Klingt alles irgendwie nicht nach heißer Spur, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

    Einen Monat später, wo sich die ersten Zeugen bereits nicht mehr verlässlich erinnern können und dann auch noch ausschließlich in der Kern-Ferienzeit, wo die Menschen, die zu jener Uhrzeit für gewöhnlich unterwegs sind, mit großer Wahrscheinlichkeit den ÖPNV nicht nutzen. Ich will nicht stänkern und auch nicht auf die Polizei einprügeln, aber diesen Versuch der Öffentlichkeitsfahndung hätte man schon klüger angehen können.

    Die hier vorgestellten Visualisierungen und bereits real existierenden Beispiele machen wirklich sehr betroffen.


    Und dieses krampfhafte alles brechen müssen findet sich nicht nur in der Architektur, sondern überall - egal ob Literatur, Kunst, Film, etc.


    Es ist anstrengend, es lässt jeden Respekt missen und ist vor allem maximal egozentrisch.


    Manchmal trauert man in dieser Zeit zu leben.

    Ich hatte mal mit Freunden eine interessante Diskussion über Graffiti in Wien - die gibt es nämlich im Bereich der Innenstadt eher selten. Eine Wienerin erklärte uns, das läge an einer ganz anderen Kultur der Wertschätzung. Kindern und Jugendlichen wird mehr Respekt vor den Altbauten beigebracht und das wird größtenteils dann auch so übernommen. Ob das jetzt stimmt oder nicht - keine Ahnung. Aber auffällig ist es schon, dass die Graffiti-Dichte im Wiener Zentrum eher gering ist (wobei ich jetzt nicht sage, dass es gar keine gibt).

    Kommen die Besucher auch in ausreichendem Maß, wenn sie wissen, dass die Exponate nur Fake/Replika sind?

    Es gibt ja einige tourende Massenausstellungen wie etwa die zur Terrakotta-Armee oder eine rund um Leonardo da Vinci, die nur aus Fakes bestehen und trotzdem recht gut laufen. Der breiten Masse scheint es also bei manchen Themen eher egal zu sein, wobei das nicht der Maßstab sollte, denke ich. Oder sie wissen es nicht.


    Wenn mir Kopien begegnen wie zuletzt in der Ausstellung auf der Nürnberger Burg, dann stellt sich immer ein Gefühl der Enttäuschung ein und ich verliere das Interesse an den Objekten.

    Besonders bedrückend fand ich zum Beispiel das winzige Fenster, welches einen Blick auf die Mumie des Ötzi erlaubt. Obwohl technisch nicht anders machbar.

    Man merkt, wie subjektiv und vielfältig die Wahrnehmungen sind: für mich war gerade das sehr reizvoll, weil es die wissenschaftliche Seite des Museums offenlegte und ins Bewusstsein rückte. Denn der Ötzi muss für Untersuchungen fast nicht bewegt werden - und so wird die Präsentation aus meiner Sicht schon Allen gerecht. Aber ich muss auch zugeben, dass es ein wenig wie der Blick in eine Leichenhalle wirkt und dem Kühlraum ein wenig Würde bzw. Respekt vor dem Toten fehlt.

    Die weithin sichtbare katholische Kirche St. Maria Magdalena in Bochum-Höntrop ist nach 104 Jahren ein Sanierungsfall. Wie mir gerade jemand aus der Gemeinde erzählte, denkt man wohl bereits über Abriss und verkleinerten Neubau nach, weil das günstiger wäre. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen.


    Im Inneren hängt seit 2015 eine Kunstinstallation, Bänke gibt es seitdem auch nicht mehr. Gottesdienste finden noch regelmäßig statt, für einen potenziellen Neubau gibt es noch kein richtiges Nutzungskonzept.


    Das Problem ist, dass sich die Gemeinde vor einigen Jahren bereits einen Neubau aus Kindergarten und Gemeindezentrum geleistet hatte und deshalb der Bedarf an weiteren Räumlichkeiten eher gering ist.