Posts by CA_rotwang

    Das ist ja nun auch Quatsch und auch durchaus eine Verzerrung dessen, was ich gesagt habe. Die Belastbarkeit von Zeugen nimmt mit fortschreitender Zeit ab. Das ist Fakt und ein Grund, warum vor Gericht Zeugenaussagen weniger stark als andere Beweise gewichtet werden. Der Zeitraum, in dem der Clip gezeigt wird, beträgt acht Tage. Davon sind vier Feier- oder Sonntage. Die Sinnhaftigkeit genau dieses Unterfangens kann man schon mal hinterfragen.

    Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Dresden und Polizeidirektion Dresden (heute veröffentlicht):


    Klingt alles irgendwie nicht nach heißer Spur, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

    Einen Monat später, wo sich die ersten Zeugen bereits nicht mehr verlässlich erinnern können und dann auch noch ausschließlich in der Kern-Ferienzeit, wo die Menschen, die zu jener Uhrzeit für gewöhnlich unterwegs sind, mit großer Wahrscheinlichkeit den ÖPNV nicht nutzen. Ich will nicht stänkern und auch nicht auf die Polizei einprügeln, aber diesen Versuch der Öffentlichkeitsfahndung hätte man schon klüger angehen können.

    Die hier vorgestellten Visualisierungen und bereits real existierenden Beispiele machen wirklich sehr betroffen.


    Und dieses krampfhafte alles brechen müssen findet sich nicht nur in der Architektur, sondern überall - egal ob Literatur, Kunst, Film, etc.


    Es ist anstrengend, es lässt jeden Respekt missen und ist vor allem maximal egozentrisch.


    Manchmal trauert man in dieser Zeit zu leben.

    Ich hatte mal mit Freunden eine interessante Diskussion über Graffiti in Wien - die gibt es nämlich im Bereich der Innenstadt eher selten. Eine Wienerin erklärte uns, das läge an einer ganz anderen Kultur der Wertschätzung. Kindern und Jugendlichen wird mehr Respekt vor den Altbauten beigebracht und das wird größtenteils dann auch so übernommen. Ob das jetzt stimmt oder nicht - keine Ahnung. Aber auffällig ist es schon, dass die Graffiti-Dichte im Wiener Zentrum eher gering ist (wobei ich jetzt nicht sage, dass es gar keine gibt).

    Kommen die Besucher auch in ausreichendem Maß, wenn sie wissen, dass die Exponate nur Fake/Replika sind?

    Es gibt ja einige tourende Massenausstellungen wie etwa die zur Terrakotta-Armee oder eine rund um Leonardo da Vinci, die nur aus Fakes bestehen und trotzdem recht gut laufen. Der breiten Masse scheint es also bei manchen Themen eher egal zu sein, wobei das nicht der Maßstab sollte, denke ich. Oder sie wissen es nicht.


    Wenn mir Kopien begegnen wie zuletzt in der Ausstellung auf der Nürnberger Burg, dann stellt sich immer ein Gefühl der Enttäuschung ein und ich verliere das Interesse an den Objekten.

    Besonders bedrückend fand ich zum Beispiel das winzige Fenster, welches einen Blick auf die Mumie des Ötzi erlaubt. Obwohl technisch nicht anders machbar.

    Man merkt, wie subjektiv und vielfältig die Wahrnehmungen sind: für mich war gerade das sehr reizvoll, weil es die wissenschaftliche Seite des Museums offenlegte und ins Bewusstsein rückte. Denn der Ötzi muss für Untersuchungen fast nicht bewegt werden - und so wird die Präsentation aus meiner Sicht schon Allen gerecht. Aber ich muss auch zugeben, dass es ein wenig wie der Blick in eine Leichenhalle wirkt und dem Kühlraum ein wenig Würde bzw. Respekt vor dem Toten fehlt.

    Die weithin sichtbare katholische Kirche St. Maria Magdalena in Bochum-Höntrop ist nach 104 Jahren ein Sanierungsfall. Wie mir gerade jemand aus der Gemeinde erzählte, denkt man wohl bereits über Abriss und verkleinerten Neubau nach, weil das günstiger wäre. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen.


    Im Inneren hängt seit 2015 eine Kunstinstallation, Bänke gibt es seitdem auch nicht mehr. Gottesdienste finden noch regelmäßig statt, für einen potenziellen Neubau gibt es noch kein richtiges Nutzungskonzept.


    Das Problem ist, dass sich die Gemeinde vor einigen Jahren bereits einen Neubau aus Kindergarten und Gemeindezentrum geleistet hatte und deshalb der Bedarf an weiteren Räumlichkeiten eher gering ist.

    Leider wird hier seit einiger Zeit teilweise ein Stil gepflogen, der das apodiktische und umfassende Abkanzeln von Beiträgen Anderer beinhaltet. Ich werde mich auch zukünftig an derartigen Abqualifizierungen von Mitforisten nicht beteiligen, denn ich finde, daß das für das Klima hier im Forum nicht sonderlich förderlich ist.

    Die einfachste Möglichkeit, wie man das verhindern kann, ist natürlich einfach grundsätzlich weniger Zweifelhaftes zu schreiben.


    Wenn die Behauptung aufgestellt wird, die Zeiten würden schlimmer, mit faktischen Argumenten widerlegt wird, man aber partout an seiner Weltsicht festhält, dass alles immer schlimmer wird und behauptet, (deutsche) Kunst werde im Ausland mehr geschätzt, während in Wahrheit eines der zentralen Meisterwerke europäischer Kunst vielleicht oder vielleicht auch nicht auf der Yacht eines Scheichs vermodert und - ich weiß, das Beispiel ist ein bisschen grenzwertig - libanesische Geschäftsmänner Objekte der deutschen Zeitgeschichte ersteigern und zunächst verbrennen wollen, damit sie nie wieder in falsche Hände geraten, dann darf man sich über ein bisschen Gegenwind nicht wundern.


    Das mag man persönlich als Abqualifizierung verstehen, ich möchte es als differenzierte Auseinandersetzung mit gefühlten Wahrheiten verstanden wissen.

    Vor die Alternative Sothebys oder brutale Einbrecher gestellt, dürfte meine Präferenz deshalb wohl klar sein.



    Eventuell treten wir nun in eine – hoffentlich nur vorübergehende - Phase ein, in der deutsches Kulturgut im Auslande womöglich tatsächlich sicherer ist, als innerhalb unserer Landesgrenzen.

    Als Gegenbeispiel, dass natürlich auch das Humbug ist, seien nur zwei Worte genannt: Salvator Mundi!

    Erstaunlich ist es ja schon, wie hier bei allen Schießerei-Szenarien davon ausgegangen wird, dass Kugeln grundsätzlich nur menschliche Körper, aber keine anderen Kunstgegenstände treffen.


    Wie würde wohl die Diskussion hier aussehen, wenn nach einer wilden Schießerei in den Räumen etliches anderes pulverisiert worden wäre?

    Caravaggios "Christi Geburt mit den Heiligen Laurentius und Franziskus" ist seit 1969 verschollen.


    3000 Gemälde, darunter Werke von Caspar David Friedrich, sind beim Brand des Glaspalastes München im Jahr 1931 vernichtet worden.


    Die Mona Lisa wurde 1911 gestohlen.


    Der reformatorische Bildersturm im 16. Jahrhundert vernichtete das Inventar zahlreicher Kirchen.


    Aber ja, früher war alles besser...

    Bin ja selbst daran beteiligt, aber dass wir jetzt seit 11 Seiten diskutieren, wie hoch die Chance ist, irgendwas davon wiederzusehen, zeigt ja nur eines: man ist erst dann klüger, wenn die Stücke wieder da sind - oder auch nicht.


    Vielleicht macht es angesichts der momentan Faktenlage keinen Sinn, sich weiter darüber den Kopf zu zerbrechen? ;-)

    Dieser Satz und diese Tatsache bereitet mir derzeit am meisten Kopfzerbrechen, weil das leider die Vermutung nahe legt, dass es den ganz sicher kunsthistorisch ungebildeten Räubern nur um die einzelne Steine und möglichst viel davon ging und nicht um unversehrt ganze, zu erhaltende Gegenstände für womöglich einen Kunstmäzen im Hintergrund oder um Geld vom Museum zu erpressen!

    Es kann auch sein, dass den Tätern zwar vieles bekannt war, aber nicht, dass die Stücke festgenäht waren.


    Spekulation: in so einem Moment, wo Dir in einem durchgeplanten Szenario ein solches "Missgeschick" widerfährt, willst Du einfach nur noch irgendwas mitnehmen. Du hast das Risiko, vermutlich noch keine Bezahlung und musst jetzt so schnell wie möglich wieder raus. Also reisst Du, damit Du wenigstens noch einen Teil an Beute bekommst und damit auch wenigstens einen Teil dessen bekommst, was dein Auftraggeber Dir ursprünglich für alles zahlen wollte.

    Das hat mit dem Thema an sich nichts zu tun- dennoch sind die Bedenken zulässig, weil man tatsächlich nicht weiß, wie die Stromversorgung nach Merkels ideologiegetränktem Alleingang aussehen wird und welche Risiken mit „Wind und Sonne“-Strom als alleiniger Energiequelle verbunden sein könnten. „Anti-Merkel-Rotz“: man könnte es auch einfach Regierungskritik nennen. Eine Errungenschaft der Aufklärung, die in Deutschland leider zunehmend als etwas Anrüchiges und Bekämpfenswertes gilt.

    Wieso muss man es dann "Merkelsche" Energiewende nennen, wenn es um die Energiewende als solche geht?


    Es gibt keinen Sinnzusammenhang, da die Energiewende letztlich (!) überall die gleichen Fragen aufwirft.


    Es gibt außerdem kein Lex Merkel oder eine Via Merkel - die unter ihrer Regierung getroffenen Entscheidungen sind Konsens im demokratischen Prozess. Das kann man gerne kritisieren. Aber dann sollte man zumindest bei der Wahrheit bleiben, dass die Mehrheit der deutschen Wähler diese Politik offensichtlich noch mitträgt.

    In der Tat wird die Merkelsche "Energiewende" sich in dieser Hinsicht zukünftig bei uns noch fatal auswirken, auch wenn sich dessen bisher kaum jemand bewusst ist. Sobald der Strom ausfällt sind Museen nur noch marginal geschützt, ganz zu schweigen davon, dass die Polizei dann auch alles andere zu tun hat als Kulturgüter zu bewachen. Großflächige Blackouts sind nach der baldigen Abschaltung der letzten AKWs durchaus wahrscheinlich, im letzten Winter ist Deutschland nur ganz knapp daran vorbeigeschrammt (was unsere Qualitätsmedien aber für nicht so berichtenswert finden). Leider ist den Deutschen mal wieder die Ideologie (nein, heute sagt man ja "Haltung") wichtiger als Vernunft, Rationalität und Realismus. Und auch dieses Mal werden sich die Deutschen in ihrem kollektiven Rausch, Utopien umzusetzen wieder ganz gewaltig verheben. Und unsere Kulturgüter werden die ersten Opfer sein.
    Ich empfehle ein bisschen Sarkasmus auf der Achse.

    Oh je, oh je, oh je.


    Für einen großflächigen Stromausfall reicht schon ein Brand in einem Trafo-Häuschen.


    In dem Bereich hat sich das Gefahrenpotenzial seit der Entdeckung der Elektrizität nicht geändert.


    Aber gut, wenn jeder jetzt hier noch seinen Anti-Merkel-Rotz absondert, dann ist dieses Forum vielleicht auch nichts für mich.

    Ich kann mir hier und bei anderen Museen viele Schreckensszenarien vorstellen. Man darf gar nicht dran denken, was alles passieren könnte!

    Auch wenn es da um völlig andere Materialwerte geht, aber manchmal findet man sich ja in kleinen Heimatmuseen wieder und ist überrascht, welche lokal bedeutenden Kunstschätze da ausgestellt werden und wie nachlässig manchmal mit der Sicherheit umgegangen wird. Das beginnt beim gemütlichen Kassenpersonal, das zusätzlich ein bisschen auch für die Sicherheit zuständig ist, aber dieser Aufgabe nie gerecht würde und endet bei deutlich montierten Kameras, die zig tote Winkel ermöglichen.


    Sicherheit in Museen ist jenseits der großen Spieler ein eher stiefmütterlich behandeltes Thema - und offenbar selbst in diesen diskussionswürdig.


    Und ja, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr schlage ich mich auf die Seite derer, die den Sicherheitsdienst hinterfragen. Wenn ein Sicherheitsdienst nur die Aufgabe hat, im Notfall die Polizei zu rufen, dann reichen auch Tante Erna und Opa Paschulke mit dem Kissen auf der Fensterbank des Nachbarhauses.