Posts by CA_rotwang

    Für die Google-Suche ist der Begriff "Mohr" mit dieser Vorgehensweise gelöscht. Die Suche nach "skd mohr mit smaragdstufe" findet den Eintrag in der Online Collection nicht mehr. Suche ich hingegen nach "skd **** mit smaragdstufe" führt mich Google sofort zur Online Collection.


    skd-online-collection.skd.museum/Details/Index/117440


    "**** mit der Smaragdstufe" - diese Formulierung mit vier Sternchen ist jetzt der offizielle Werktitel bzw., wie es in der Online Collection behauptet wird, die "historische Bezeichnung". Auf die Idee, dass ich die Sternchen anklicken und mir dann das Wort "Mohr" anzeigen lassen kann, wäre ich nie gekommen. Es gibt in der Online Collection keinen Hinweis darauf. Dass den Museumsleuten dieses Kindergartenspielchen nicht selber peinlich ist! Ich als freier, erwachsener und selbständig denkender Mensch fühle mich dadurch beleidigt. Nicht durch das Wort "Mohr", sondern durch den kindischen, völlig unsouveränen und bevormundenden Umgang mit der Sprache. Das ist unwürdig.

    Zumindest beim Mohr muss man dieser Behauptung doch deutlich widersprechen. Meine Google-Suche liefert genau das Ergebnis, das angesichts des Quelltextes der Datenbankseite (mit jedem Browser darstellbar) zu erwarten war, nämlich weiterhin eine Auffindbarkeit. Bei den anderen Werken fehlt dieser HTML-Container in der Tat, was aber nicht ausschließt, dass er noch nachgeliefert wird.

    Es sei zum Thema "Umbenennung" ein Interview mit Marion Ackermann von gestern empfohlen:


    https://www.ardaudiothek.de/ep…hlandfunk-kultur/93108696


    Für die, denen diese 10 Minuten zu lang sind: Alles halb so schlimm, weil es lediglich um die Bezeichnung in der Datenbank geht und die bisherigen, sehr verschiedenen Titel sichtbar bleiben. Und Ackermann weißt darauf hin, dass das Reichsmuseum in Amsterdam deutlich weiter geht und sogar die Titel in der Präsentation umbenannt hat, was man in Dresden nicht plant.

    Ich verstehe vor allem die Sitzbänke nicht, soll man sich in den inneren Kreis auch setzen, also über den Kies? Das geht auch nur solange gut, wie der Stamm so schlank ist.

    Der (verheimlichte) Grund für diese Form der Sitzbänke, die immer beliebter wird (in einigen renovierten S-Bahn-Stationen in München findet man sie auch schon), ist ihre mangelnde Eignung als Schlafbank für Obdachlose. Nachdem die offensichtlichen Lösungen (unbequeme Bänke, einzelne Sitzplätze abtrennende Armlehnen, etc.) durchaus Kritik hervorgerufen haben, vertreibt man die sozial Schwächsten jetzt mit "eleganteren" Lösungen.

    Und dann natürlich noch


    "Humanität und Internationalität"


    Weimar ist schliesslich bei weitem noch nicht international genug. Aber die Stadt an der Ilm hat sich in den letzten Jahren diesbezüglich merklich verändert.

    Seid umschlungen, Millionen.


    Diesen Kuß der ganzen Welt!


    (Friedrich Schiller)

    In architektonischer und städtebaulicher Hinsicht ist das Ensemble ein Komplettausfall. Nichts fügt sich zusammen.


    Angesichts der namhaften Architekten ein Armutszeugnis für die Moderne.

    Ich war vor wenigen Wochen erstmals richtig im Kulturforum (obwohl ich schon oft in Berlin war, hatte ich es nie dorthin geschafft) und war ehrlich gesagt entsetzt. Nun war es ein sehr sonniger Tag mit fast 30 Grad, wo mangelnde Verschattung und fehlendes Grün noch einmal offensichtlicher werden, aber auch so hätte mich diese Betonwüste abgeschreckt. War dann im Kunstgewerbemuseum. Die Sammlung: exzellent! Die Roentgen-Möbel, der Welfenschatz - all das wirklich herausragend. Aber die Präsentation in diesem 80er-Jahre-Kasten ist schlicht unwürdig. Manche Räume wirken wie städtische Turnhallen, manche Ausstellungsstücke werden in Ecken drapiert und verlieren massiv an Wirkung; die Sammlung in ihrer Folge teils chaotisch, weil einzelne Sammlungsbereiche in andere Etagen hinein wuchern. Ich war ehrlich entsetzt darüber, wie lieblos das alles schon geplant worden sein muss. Könnte man das abreissen und durch einen hypermodernen Ausstellungsbau ersetzen - es wäre eine Verbesserung!

    Ja, das „diesbezügliche Klima“ leidet seitdem die Grünen 2020 im Stadtrat das Sagen haben. Auch eine Auswirkung des (hier optischen) Klimawandels 😆.

    Was für eine dumme Aussage. Kann man sich sowas nicht sparen?

    Stadtreparatur in der Altstadt - das Fina-Parkhaus wird abgerissen. Dafür entsteht ein neues Ensembles von Stadthäusern. Tom und Hilde nennt sich das Projekt.

    Es sei allerdings erwähnt, dass man auf dem Modell, das auf der Website des Projekts abgebildet ist, sehr gut erkennen kann, dass der Erweiterungsbau des Hotels mit zwei Brücken über die Neuturmstraße erschlossen werden soll. Die Fassade auf der rechten Gebäudeseite würde von diesen durchbrochen: https://upload.wikimedia.org/w…tal_Munich_Exterior_b.jpg

    Hinter den Altären der Klosterkirche "verstecken" sich Reliquien, die jeweils im November gezeigt werden. Hab es leider bisher nur einmal im November dorthin geschafft - und stand dann vor dem Gitter zwischen Vorraum und Hauptraum.


    https://mk-online.de/meldung/s…-hinterm-altarbild-1.html


    Ergänzung: Im Vorraum gibt es seit 1872 eine künstliche Felsengrotte, in der diese wunderbare Jesus-Figur von 1767 steht (eigenes Foto):

    Er hat nicht ganz Unrecht, dass den meisten Besuchern der eigentliche Kontext dieser Orte nichts mehr sagt. Das Deutsche Eck wird besucht, weil die Aussicht interessant ist, das Hermannsdenkmal ist eine schicke Statue im Wald (mit Aussicht), die Gedächtniskirche ist im Bewusstsein aller jenseits dieses Forums absolut nicht mehr wilhelminisch, sondern vor allem ein Symbol für den Krieg und die Geschichte Berlins nach der Teilung Deutschlands. Auch die Siegessäule, deren Standort ja auch nicht der wilhelminische ist, dürfte heutzutage eher als cooler Aussichtspunkt in Berlin wahrgenommen werden, der den internationalen Besuchern entweder durch die Bilder von der Love Parade und anderen Großveranstaltungen oder durch Wim Wenders Film ein Begriff ist.


    Die wilhelminische Vergangenheit spielt dabei keine Rolle mehr und somit ist dieser Kontext tatsächlich nur stumme Kulisse. Denn ob die Siegessäule beispielsweise Nachkriegsbau, wilhelmisch oder barock wäre, ist für ihre heutige Wahrnehmung absolut irrelevant.

    Das hat ja auch eine gewisse innere Logik: Die Gestaltungskommissionen vertreten die "gute Gestaltung". Und das ist aus ihrer Sicht das, was in den Architekturfakultäten als gut beigebracht wird: Klare Linien, Reduktion auf das "Wesentliche", Transparenz, "Ehrlichkeit", Eindeutigkeit, Fokussierung auf das funktional notwendige, "less is more", mit den Eigenschaften des Materials arbeiten usw. So hab ich das zumindest mal gelernt. Und auch, dass der Architekt da einen Erziehungsauftrag habe.

    Ruth Berktold ist dafür ein ganz "tolles" Beispiel, die seit 2002 an der Hochschule München lehren darf, in dieser Gestaltungskommission sitzt und zu deren Werk das hier gehört:


    https://www.yes-arc.com/projects/residential.html


    Es ist ein Trauerspiel, dass solche Menschen, die ideologisch völlig festgefahren sind, das Antlitz einer Stadt bestimmen sollen.

    Was ist denn bisher die höchste Strafe, die unser Rechtssystem vorsieht?

    Lebenslänglich mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, womit sich der Anspruch auf die Prüfung der Bewährung nach 15 Jahren ausschließt. In solchen Fällen kann die Strafvollstreckungskammer beispielsweise eine Mindestverbüßungsdauer von 30 Jahren festlegen (was bereits einer höchstrichterlichen Überprüfung standgehalten hat). Erst nach Ablauf dieser Zeit beginnt dann die Überprüfung hinsichtlich einer möglichen Bewährung.

    Da wurde dann festgelegt, dass eine lebenslange Freiheitsstrafe im Regelfall nach 15 Jahren auf Bewährung (fünf Jahre) ausgesetzt wird.

    Das ist missverständlich ausgedrückt.


    Es besteht das Recht auf eine gerichtliche und gutachterliche Prüfung, ob der Rest einer lebenslangen Haftstrafe nach einer Mindesthaftdauer von 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden kann.


    Ich empfehle dazu den wirklich sehr guten Podcast "Verurteilt" des Hessischen Rundfunks, der das detailliert, aber auch für Laien verständlich aufschlüsselt.

    Der Effekt wird durch die hohlen Fensterlöcher noch verstärkt... Es passt einfach nicht zusammen... Wirkt unstimmig

    Zustimmung.


    Außerdem wirkt die Fassade einfach zu glatt. Ein bisschen mehr tatsächliche (also gebaute) Struktur zwischen der Illusionsmalerei und der Effekt wäre deutlich überzeugender.


    Finde es "in echt" auch eher enttäuschend.

    Friederike Meyer schreibt auf baunetz einen Verriß, der wohl auf eine etwas seltsame Weise beiden "Lagern" in dieser Geschichte gefallen dürfte, da sie auch durchaus mit der modernen Architektur - für baunetz-Verhältnisse jedenfalls - hart ins Gericht:


    https://www.baunetz.de/meldung…Stadtschloss_7490689.html


    Am Ende werden sich Kritiker und Befürworter hoffentlich soweit versöhnen, dass allen klar geworden ist, dass es nur "ganz oder gar nicht" geht und dieses seltsame Mischwesen die schlechteste aller Lösungen war.

    Der Streit um die Hochhäuser an der Paketposthalle, die sich negativ auf die Rondellansicht Nymphenburg auswirken werden, eskaliert weiter:


    Hochhäuser in München: Investor weist Kritik zurück - München - SZ.de (sueddeutsche.de)


    Unter anderem behauptet er, durch die Hochhäuser München etwas weltstädtisches geben zu wollen. Im Artikel teilt er heftig gegen Denkmalschützer aus.


    Der Investor ist in München bekannt. Mit seiner Unternehmensgruppe verbaut er die Stadt zusehends.

    Das ist ja nun auch Quatsch und auch durchaus eine Verzerrung dessen, was ich gesagt habe. Die Belastbarkeit von Zeugen nimmt mit fortschreitender Zeit ab. Das ist Fakt und ein Grund, warum vor Gericht Zeugenaussagen weniger stark als andere Beweise gewichtet werden. Der Zeitraum, in dem der Clip gezeigt wird, beträgt acht Tage. Davon sind vier Feier- oder Sonntage. Die Sinnhaftigkeit genau dieses Unterfangens kann man schon mal hinterfragen.

    Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Dresden und Polizeidirektion Dresden (heute veröffentlicht):


    Klingt alles irgendwie nicht nach heißer Spur, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

    Einen Monat später, wo sich die ersten Zeugen bereits nicht mehr verlässlich erinnern können und dann auch noch ausschließlich in der Kern-Ferienzeit, wo die Menschen, die zu jener Uhrzeit für gewöhnlich unterwegs sind, mit großer Wahrscheinlichkeit den ÖPNV nicht nutzen. Ich will nicht stänkern und auch nicht auf die Polizei einprügeln, aber diesen Versuch der Öffentlichkeitsfahndung hätte man schon klüger angehen können.

    Die hier vorgestellten Visualisierungen und bereits real existierenden Beispiele machen wirklich sehr betroffen.


    Und dieses krampfhafte alles brechen müssen findet sich nicht nur in der Architektur, sondern überall - egal ob Literatur, Kunst, Film, etc.


    Es ist anstrengend, es lässt jeden Respekt missen und ist vor allem maximal egozentrisch.


    Manchmal trauert man in dieser Zeit zu leben.

    Ich hatte mal mit Freunden eine interessante Diskussion über Graffiti in Wien - die gibt es nämlich im Bereich der Innenstadt eher selten. Eine Wienerin erklärte uns, das läge an einer ganz anderen Kultur der Wertschätzung. Kindern und Jugendlichen wird mehr Respekt vor den Altbauten beigebracht und das wird größtenteils dann auch so übernommen. Ob das jetzt stimmt oder nicht - keine Ahnung. Aber auffällig ist es schon, dass die Graffiti-Dichte im Wiener Zentrum eher gering ist (wobei ich jetzt nicht sage, dass es gar keine gibt).