Posts by Sachswolf

    Neues vom Hexenhäuschen in Bautzen. Das letzte Hausholzhaus aus dem alten Bautzen.

    Es steht momentan leer und sucht eine neue Nutzung:



    Dass man es nicht mehr so bewohnen kann, wie im Video gesagt, ist ein schlechte Idee. Es liegt doch etwas abseits und wenn man was öffentlich Zugänig machen will, wird es nur Probleme mit Behörden geben. Man sollte es einen geben, der auf so ein Häuschen steht und mehr das Alter achtet, was es hat.


    Hier ein Video von innen. Ich hoffe, es findet sich wer in Zukunft, der, sagen wir mal, mehr im Stiele das Hauses innen umbaut.


    Und wieder wurde die Töpferstraße geschändet. Das war eins ein jüdisches Gebetshaus.


    Jetzt hat man im Mai dieses Gebäude auch abgerissen, obwohl es sehr solide und gut saniert war. Über 60% der historischen Gebäude sind vom Straßenzug nun nicht mehr da.


    "Sachswolf", meine Frage bezog sich nur auf Deine Erwähnung der in der Vergangenheit integrierten Fassaden bei früheren Bautzener Bauprojekten. Und dazu merkte ich an, dass solche Fassaden an jener besagten Stelle nicht mehr vorhanden waren.


    Die generelle Diskussion zu dem Projekt ist eine andere Sache. Du hast natürlich völlig Recht, dass es hätte besser gemacht werden können. Andere Forums-Mitglieder haben hingegen - ebenfalls zu Recht - erwähnt, dass es auch viel schlechter hätte kommen können. Das ist die Frage nach dem Glas, das halbvoll oder halbleer ist. Ich persönlich hätte einer Gestaltung, wie Du sie vorschlägst, den Vorzug gegeben. Immerhin wurde für das Projekt kein historisches Gebäude abgerissen. Es wurde ein Parkplatz bebaut.


    Die meisten Häuser waren nach der Wende in Bautzen nur noch Fassaden, weil die Häuser nicht im Krieg zerstört wurden, sonder in den 40 Jahren DDR , wo man die Gebäude schlichtweg verfallen ließ aber nicht einfach so abgerissen wurden, weil hier z. G. aus Geldnot nicht das umgesetzt wurde, was im Chemnitz passiert ist. Laut Plan sollt alles in der Innenstadt abgerissen werden und gegen Betonbauten zu tauschen. Der Anfang war die Holiday Inn , gegenüber vom Reichenturm.


    Die Stadt ist aber im Original auch Fototechnisch sehr gut vor 1945 und vieles auch vor 1918 dokumentiert, deswegen ist sie auch zu 80 % nach den großen Stadtbrand im 18. Jahrhundert nach gut erhalten gewesen und ist es auch wieder. Speziell das Haus Nr. 10 war nur noch eine Hülle ohne Dach und Stockwerke und musste aus statischen gründen zum größten Teil abgerissen werden. Man hat aber viele Verzierungen vorher gerettet und es vom außen her wieder zu 99% so aufgebaut, wie es war. So ist es viel in den Ende der 90er passiert, weil es der Plan war, diese Stadt mit ihren Jahrhunderten alten Türmen wieder zu einen Magneten im Osten zu machen, was auch gelungen ist. Nur heute gilt das alles nicht mehr und man zieht den gleichen Mist durch, wie in anderen Städten, die immer mehr mit solchen Lochbuden und völlig falschen Materialien, mit absolut nicht ortstypischen Formen und Materialien da reingequetscht werden. Es geht schon eine Weile nicht mehr um den Bau, oder um Städteentwicklung, sonder nur noch wer den größten Geldstapel hat und um gierige Verantwortliche, um seinen Leblosen kalten langweiligen Umfung da hin zu pflastern zu können.

    Da gibt es viel zu ändern, schließlich ist das eine über 500 Jahre alte Ecke und die Höhe ist nun mal nicht alles. Das ist in Bautzen ein Stadt- Gesetzt, dass man einhalten muss. Es gibt viele kleine Dinge, die die Grundsubstanz des Hausen schlagartig hätte anders und besser Aussehen lassen. z. B. die Rahmen der Fester und Türen mit leichter Profelieferung versehen, so wie es in der Gegend üblich ist. Sprossen in die Fenster. Die Dachdeckung mit Biberschwanz , bzw. altdeutsches Schiefer gedeckt. Die Dachfenster mehr abgerundet lassen. Die Eisen mehr auf alt getrimmt , oder zumindest Geschmiedet. 2 passende Hausbäume davor, denn die machen keine Schäden und nur ein bisschen Arbeit im Jahr.

    So war das nicht gemeint. ;)


    Im Bautzen hat man schon mal Häuser aufgebaut, wo die Fassade beim Neubau komplett wieder verwendet wurde. Das beste Beispiel ist die Seminarstraße 10 in Bautzen

    Einfach nur stockhesslich und alles zubetoniert und geschmackloses Eisen. Ich kann mich noch an Zeiten in Bautzen erinnern, da wurden historische Gebäude komplett neu gebaut. Nun ist wohl die Zeit gekommen, wo Bautzen auch im Historischen Kern immer wieder Zerniert wird. :/

    Hallo, es gibt 2 neue Fotos in eigener Sache. Zwischen den Fotos liegen ca. 100 Jahre.


    Bis auf den stetigen Verfall hat sich nicht all zu viel getan. Nur kleinen Details sind an den vorhanden Gebäude verschwunden.


    Ich versuche mich mehr zu bemühen, mehr Fotos vom Ort zu machen, da sonst kaum einer welche veröffentlicht.


    Copy der historischen Fotos liegen bei der Stiftung Umgebindehaus, wofür ich auch die Nutzungsrechte habe.

    Die Sanierung von Zollhaus ist auch schon Jahre her, aber man kümmert sich sehr gut darum, wie man sehen kann. :thumbup:


    Ich hoffe, die bauen im Burglehn auch wieder das richtige Tor rein. Ich gehe aber mal davon aus, weil man in Bautzen doch schon darauf achtet, so meine Erfahrung.

    Ich liebe den Osten! Da wird die schöne alte Bausubstanz noch gepflegt.


    Bautzen kann es sich auch nicht wirklich leisten seine Gesamtpaket als Publikumsmagnete zu zerstören. Die Stadt lebt von dem, was die DDR aus Geldnot nicht wegreißen konnte. Diesen Aufbau haben wir immer noch dem Bürgermeister Schramm und den Soli zu verdanken, da man hier wusste, wie man in Zukunft die Stadt beleben kann. Durch Tourismus. Der älteste Turm der Stadt ist immerhin 820 Jahre alt. Das haben Städte wie Löbau, oder Weißwasser hingegen bis heute verpennt und leben immer noch in der Vergangenheit und schauen nicht in die Zukunft.


    Zum Bahnhof:


    Ich finde es interessant, warum immer der Denkmalschutz irgendwie bei gewissen Dingen plötzlich versagt. Als könnten die hier nicht bis über den 2. Stock schauen, weil Nacken verspannt. Sonst ist alles bisher gut geworden. So sind überall Sprossenfenster und dann das Dachgeschoss mit diesen Löchern da oben. Es war wohl zu schwer da ebenfalls in passender Anordnung auch noch Sprossenfenster ein zu bauen. Sonst finde ich die Ecken besonders gelungen. Die sehen nun etwas nach barocken Dach aus und lassen den Bahnhof jetzt etwas historischer aussehen als bisher.

    Zum Thema Gambrinus gibt es offenbar einen Rückschlag. Anstatt den 1 Euro , will man jetzt plötzlich aus irgend einen Grund 7000 Euro für die Ruine haben. Also ist das Ganze noch nicht überstanden. :/


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    Zur eigene Sache. Einer meiner Schlote trägt durch Sanierungsarbeiten wieder eine Zierhaube. Die Zierhauben sind meist aus Kostengründen nahezu 100% aus Seifhennersdorf verschunden.


    Ich habe mir auch 2 Wochen Zeit genommen, den Schornstein mit den alten Steinen wieder auf zu bauen. Die 32 Jahre alte Halskrause aus Aluminium habe ich auch wieder verwendet und sie statt mit Stahlnägeln, mit selbst gebauten Klammern aus Aluminium und Edelstahl verschraubt. Die Krone ist mit 8 mm Eisenankern aufgesetzt worden, damit sie nicht wegen der Fugen wieder auseinander getrieben wird. Selbst ohne Fugen würden die Steine halten, so der vorherige Test.


    Was hier noch fehlt, ist die Regenhaube, die sich noch in der Herstellung befindet. :)


    Ich bin kein Experte und es ist auch mein erster Schornstein. Aus diesen Grunde habe ich vorher Wochenlang mich belesen und persönliche Erfahrungswerte eingeholt, bevor ist den Kopf selber gemauert habe.

    Gute Nachrichten für Gambrinus in Seifhennersdorf.


    Die Gaststätte gab es so schon seit den 1920, oder früher. Das Umgebindehaus sollte wegen Einsturzgefahr und Gefährdung des Straßenverkehrs seit Jahren abgerissen werden. Der Grund ist der stark verfaulte Giebel, der seit ca. 1 Jahr langsam nach gibt. (1. Stock, offenes Fenster) Durch Verarmung von bisherigen Besitzer(n), wurde der Abriss immer wieder verschoben, bis die Stadt dieses Jahr es für einen Symbolischen abkaufte und die Abrisspläne im vollen Gange waren. Durch die Bekanntmachung sind einige hellhörig geworden und wollten es durch Kauf vorm Abriss retten. Es gab auch richtig Streit wegen Abriss und für 1 Euro Verkauf im Stadtrat, wie üblich im Seifhennersdorf. Dem Verkauf wurde schlussendlich, mit Auflage das historische Gebäude wieder in Stand zu setzen, dann zugestimmt.


    Neuer Besitzer ist die Person, die die Mandaukaserne und die Schauburg in Zittau vorm Abriss gerettet und wieder belebt hat.

    Ursprünglich waren die das auf alle Fälle, mit Oberlicht und doppelt und Beflügelt. Es ist sogar möglich, dass in den oberen Fenstern auch Buntglas verbaut war.

    Da haben sie sich echt Mühe geben, die Details wieder her zu stellen und dann sind immer noch Löcher als Fenster im Haus verbaut. Bekommt man das immer noch nicht hin zumindest Sprossen in die Scheiben zu bauen. Vor allem die hässlichen Dachfenster wieder. Die könnte man wenigsten wie alte Stahl- Dachfenster aussehn lassen, wenn es schon sein muss.

    Hallo, es gibt was interessantes zur Geschichte um Katasternummern von Höfen zu berichten.


    Ich habe ein gusseisernes Schild auf den Hof ausgegraben und eines der alten Hofnummern gefunden, die der Hof im Laufe der Jahrhunderte besaß.


    Diese Br.- Cataster - No. 180. besaß der Hof zwischen 1848 und 1931.


    (Quelle: Hoferbfolgen und Stammtafeln der Bauernfamilien in Seifhennersdorf bei Zittau (Oberlausitz) Autor: Klapper, Matthias)


    Aus der Quelle geht auch hervor, dass der Hof bereits 1630 als Erbhof vom Vater an der Sohn übergeben wurde und so mit schon vor 1630 es diesen Hof gab.


    Durch Herrn Matthes von Stiftung Umgebindehaus konnte ich auch erfahren für was genau dieses Schild steht.


    Zitat: ,,Die Brandcataster Nummer war einst für die Steuerlisten gedacht. Jedes Haus hatte eine Brandstelle, die unterschiedlich besteuert wurde.,,

    Das halte ich anders. Das Handeln und wirken eines Menschen hängt von der Redlichkeit, Aufrichtigkeit und Moral ab. Das kann jeder haben, oder auch nicht und das ist unabhängig vom Stand aller Art.


    Auf einen Bildungstand zu vertrauen ist nach meiner Meinung der falsche Weg, so wie ich oft erlebt durfte.