Posts by Rainer Zufall

    Lieber Villa,


    bitte einstellen, wennst noch mehr Zeichnungen und Pläne hast. Vielen Dank.


    Wir haben 3,30 Raumhöhe mit 110 Jahren alten Holzkastenfenstern. Unser Gasverbrauch ist genau, was Vergleichsportale bei dieser

    Wohnfläche als Durschnitt ausgeben und es nicht kalt bei uns.


    Bei mehr Raumhöhe ist allerdings empfehlenswert mit Fußbodenheizung zu arbeiten und für Sparfüchse mit Scheitholzkesseln.

    Was mich persönlich wirklich interessieren würde und ob das - mit ein paar notwendigen Modifikationen/Nachweise Bauphysik et cetera ginge - , wenn ich mit so einem Entwurf zu einem Architekten gehe und ihm sage, bitte adaptieren sie den Entwurf nur insoweit, damit ich eine Baugenehmigung bekomme. So wird mein Haus bitte aussehen ;-) !


    Sicher, kosten würde es natürlich mehr als ein 08/15 Neubaukisterl, aber auch meine Enkerl sollen ja etwas davon haben und dann schaut die Rechnung schon wieder ganz anders aus. ich würde auch nur mit den damaligen Baumaterialien bauen, damit ich mir möglichst keine Baustoffgifte in mein Heim hole, wie das ja jetzt sehr oft der Fall ist.


    Mich würde hier Eure Meinung bitte interessieren, da ja auch Architekten und Bauingenieure glaublich unter uns sind!

    Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wie man mit heutigen Technologien "günstig" gründerzeitlich bauen könnte. Ob das eine Baugenehmigung erhält, ist wieder eine andere Frage.


    Mit CNC Fräsen könnten Holz und Sandsteine bearbeitet werden. Aus meiner Sicht würden sich die italienische (Neo)Renaissance bzw. Semper/Nicolai gut funktionieren, da Fassage relativ einfach und meist geputzt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Rosa_(Dresden)


    Villa Rosa ist der "Prototyp" der Dresdner Villenarchitektur der 1860/70er von Semper.


    Das wäre doch mal ein Projekt ...?

    Da ich mich mit Villen und Landhäusern ziemlich intensiv beschäftige, kann ich hier vielleicht etwas beitragen.


    Die hier dankenswerterweise von Villa1895 eingestellten Bilder wurden meist in Büchern bzw. Fachzeitungen abgebildet. Teilweise wurde die Gebäude auch im Detail, nebst Außenanlagen beschrieben. Quasi wie die "Super-Illu" für Architekten und Bauherren. Es gab Verlage welche sich nur darauf spezialisiert hatten.


    Das größte Problem für die meisten Villen war die Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren. Viele Villen wurden an die Stadt oder öffentliche Einrichtungen verkauft. Aufgrund der wahrscheinlich sehr hohen Grundsteuer wurden einige gar abgetragen, wie eine der wunderschönen Henschelvillen in Kassel.

    https://regiowiki.hna.de/Henschelvilla


    Das Hauspersonal war nicht teuer, zu kostenloser Kost/Logis kam nur ein wenig Handgeld. Ein Kutscher/Fahrer, Gärtner sowie ein Hausmädchen waren der untere Standard. Oft noch Kindermädchen/Lehrer sowie weitere Angestellte im Haus. Untergebrachte wurde das Gesinde in der Remise im Souterrain oder unter dem Dach.


    Personal war nicht nur in Villen üblich sondern auch in größeren Wohnungen. Die jungen Mädchen kamen meist vom Land.


    Bis ca. 1900 war die Küche meist im Souterrain untergebracht und die Speisen wurden mit Aufzügen nach oben gebracht.


    Das wohnen im Souterrain war nur unter Holzdecken erlaubt und nicht unter Gewölbe -> das habe ich mal gehört, weiß ich nicht 100%ig.


    Die Behanldung des Gesindes war in der Gesindeordnung geregelt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gesindeordnung

    Besonders hervorzuheben ist die starke Betonung des Sokelbereichs, welcher dem Gebäude Stärke sowie Stabilität verleiht.


    Weiterhin zu erwähnen, die vertikale Gliederung der Fasade, durch kunstvoll gearbeiteten Fallrohre.


    Die sorgfälltige Auswahl des Anstrichs, folgend der gängigen jahrhunderte alten Farblehre, vermittelt dem Gebäude Wärme und Wohnlichkeit gleichermaßen.


    Abschließen möchte ich noch lobend auf die besonderen handwerklichen Fähigkeiten des Betonbauers hinweisen. Eine derart künstlerisch anspruchsvolle Ausführung des Vordachs muss in Dresden lange gesucht werden.


    Architekten sind wirklich nur noch Steckdosenplaner und Handwerker sind zu Monteuren verkommen.

    @ Tobi, nur weil Du gerne Bahn und Rad fährst, kannst das nicht von anderen verlangen und von Verboten und Vorschriften halte ich nichts.


    Zu viele können/wollen sich Autofahren leisten und im Gegensatz zu früher, leben die Menschen nicht mehr neben der Arbeitsstätte.

    Welche Ideen hast denn noch um das Problem zu lösen?


    Ich finde das sehr interessant, leider habe ich hierzu keine Ideen wie das ohne Verbote/Einschränkungen funktionieren soll.

    Ich finde den Entwurf nicht sooo schlecht, passt doch gut rein in das Loch.


    Habt ihr wirklich einen historisierenden Entwurf erwartet?


    Ich weiß gar nicht was heute mir los ist, regt mich gerade Null auf...

    Der Q3 Report sieht nicht so schlecht aus. Cash nahezu unverändert bei >120 Mio.

    Umsatz in Q3 eingebrochen und Verlust in Q3 drückt die ersten drei Quartale leicht ins Negative. Scheinbar gab es Projektverschiebungen 3.12.


    Consus kenne ich nicht, allerdings bin ich der Meinung dass CG viel zu schnell gewachsen ist. Ein Unternehmen kann gesund nicht mehr als 30% wachsen und das bei einem EBT von min. 7%. Die Organisation kann kosteneffizient nicht schneller wachsen und das Unternehmen kann noch leichte Rücksetzer verkraften.


    Auf lange Sicht, bin ich hier skeptisch. Wahrscheinlich wird der schnelle Börsengang als Exit für die Eigentümer gesucht.

    Exilwiener


    volle Zustimmung, all die Details. Hier sieht man wieder, wie weit die Architektur abgefallen ist - einfach traurig.


    Ich habe mir das Video jetzt 3 mal angeschaut, einfach aus purer Freude.


    Die Liebe zum Detail macht es aus, wenn du im Sessel sitzt und den Blick über all die Details der Einrichtung schweifen lässt

    und zu jedem Stück die Geschichte kennst, wie lange man darüber nachdenkt wo ein Bild hängen soll oder wo ein kleines Dekostück

    am besten zur Geltung kommt. Daran kann ich mich endlos erfreuen.

    Ich kann jedem empfehlen sich die nun sanierte Villa Erlwein anzusehen.


    Auf der Suche nach Bildern bin ich auf dieses Video gestoßen. Mein großes Lob und Anerkennung an Herrn Holzapfel, welcher das Ergebnis

    leider nicht mehr bewundern kann bzw. seiner Firma.


    Villa Erlwein - Die Sanierung - YouTube


    davor:


    Villa Erlwein Dresden - YouTube


    Aus meiner Sicht hat die Sanierung wesentlich mehr Anerkennung verdient. Denn Geld lässt sich damit nicht mehr verdienen.

    Die Verwaltung im Lkr. Greiz ist wirklich schwierig, da wünsche ich dir starke Nerven.


    Am besten du schreibst die Landrätin direkt an.


    Fördermittel zu beantragen hört sich so einfach an, aber das wird von Programm zu Programm komplizierter - zumindest in der Industrieförderung. Ich schicke dir per PN eine Beratungsfirma, welche dir vielleicht helfen kann. Wir haben einmal ein kleines Projekt mit denen gemacht und das war ok.

    Klar ist es so, der Rest der Mieter hat aber auch zurecht „bedenken“, denn sind wir doch mal ehrlich, es sollte bis vor zum Albertplatz rekonstruiert werden.


    Und wenn wir dann da schon mal sind, gleich auch noch die alte Platzsituation wiederherstellen..... Ach wäre das schön ....


    Sorry für die Träumerei....

    Das größte Problem am Neustädter Markt sind doch die Mieter und weniger die Glorifizierung der DDR. Die Mieter wollen nicht raus, nur so direkt will das keiner sagen.


    Vielleicht würde ich genauso denken.


    Hier sollte die Stadt finanzielle Anreize schaffen und das Problem wäre geklärt. Ich finde das wäre eine faire Lösung.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand in Görlitz (Outback) in ein Kaufhaus (Onlinehandel) investiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten und zu erwartendem wirtschaftlichen Rückgang schon gar nicht.


    Da kann man gleich einen V12 Diesel Motor ohne Turbo für PKW´s entwickeln.