Posts by Jakku Scum

    Besteht denn für Stadtbild-Freunde in Bremen noch eine Möglichkeit der Intervention? Zumindest in die Richtung, dass das neue Gebäude sich in der Höhe mehr der umliegenden Bebauung anpasst? Und dass es eine helle Fassade erhält? Können einige der Bremer Diskutanten vielleicht die Stadt und den Bauherren zumindest anschreiben?

    Da das alte Gebäude bereits abgerissen ist, schätze ich die Möglichkeiten allgemein als sehr gering ein.


    Zumindest was die wirkliche Geschosshöhe anbelangt, könnten Fragen Antworten erhalten.

    Ein Antrag beim zuständigen Beirat (Beirat Mitte??) könnte hier auch Antworten liefern.


    Nach den letzten Erfahrungen mit dem, dessen Namen hier nicht genannt werden darf, sehe ich nicht die Möglichkeit eines Einlenken von Seiten des Bauherren.


    Wie stets bei solchen Projekten, gelangen sie nie an die Öffentlichkeit bzw. erst dann, wenn der Sarg beinahe verschlossen ist. Wären die Pläne der Gruppe GME vor mindestens einem halben Jahr bekannt gewesen, dann wären die Chancen auf Einspruch möglicherweise größer. - Wäre, wäre - Fahrradkette.


    Jetzt - so fürchte ich - kann man nur noch Protest zum Zwecke der Notiz erheben.

    Lieber Pagentorn,


    selbst Segmente von Barad-dûr weisen mehr Ästhetik auf als diese angedachte Trutzburg 'aktiver Hässlichkeit'. Mich würde es nicht wundern, wenn dort eine Sekte einzieht, die den Glauben des nahen Armageddon praktiziert. - Vielleicht handelt es sich aber auch um ein Versuchslabor zur Beweisführung der These, dass moderne Stadtplanung depressive Auswirkungen auf die menschliche Psyche hat.


    Die vergleichenden Fotos von der östlichen Einfahrt in die Straße 'Auf den Häfen' zeigen, dass die beiden Nachbargebäude des nun abgerissenen Hauses im Laufe der Zeit bereits 'aufgestockt' wurden.

    Hatte das vierte Haus in der Reihe, was oberflächlich recht unangetastet wirkt, damals eine Treppe und einen Säuleneingang? - Schade, dass der einer modernen Geschäftsfront im Erdgeschoss weichen musste.


    Das Casino finde ich interessant.

    Auf deiner kolorierten Postkarte (Beitrag 70) sieht es so aus, als hätte es direkt an der Straße gestanden, auf dem alten Stadtplan sind dem aber Reihenhäuser vorgelagert.

    Kannst du dazu noch etwas Erhellendes beisteuern?

    In der Tat unglaublich, selbst für Bremer Verhältnisse. Die anderen schwarzen Klötze sind ja wenigstens nur schwarz und öde, dieser hier aber aktiv hässlich und vollkommen zerstörerisch. Unfassbar.

    Lieber Heinzer, deine Formulierung 'aktiv hässlich' muss ich mir unbedingt für folgende Projekte dieser Art merken.

    Trefflicher kann man solche 'Neubauten' nicht beschreiben.


    Leider muss ich mich ebenso findorffers Meinung anschließen, der für die 'Bau-Zukunft' in der Hansestadt S C H W A R Z sieht.


    Schwarz ist derzeit wohl als ausgesprochen sexy anzusehen - zumindest in den Augen der Gruppe GME.

    Dabei törnt dieses Projekt vollkommen ab und spornt eher zur Keuchheit an.


    Ich glaube, ich muss mal so langsam einen Platz bei den Brüdern im Kloster reservieren, wenn solche Bauvorhaben in gewachsenen Vierteln Schule machen.


    Mal sehen, ob diesmal Robert Bücking himself eine BI ins Leben ruft...!!

    Der 'echte Bremer Jung', lieber Pagetorn, spielt in Dortmund: Julian Brandt.


    Auch wenn in der aktuellen Bremer Mannschaft keine Bremer Kicker gegen den Ball treten, so ist doch das Bremer Umland vertreten:

    Philipp Bargfrede ist in Zeven geboren - dachte eigentlich in Sulingen. Egal.


    Und dann gibt es natürlich noch das 'erweiterte' Bremer Umland:

    Fin Bartel - aus Kiel;

    Niclas Füllkrug - aus Hannover;

    Johannes Eggestein - aus Hannover;

    Maximilian Eggestein - aus Hannover.


    Ach, ich habe tatsächlich einen Bremer Jungen übersehen, weil er ja noch in der A-Jungend spielt, aber diese Saison in der Rückrunde bei den Profis eingesetzt wurde: Nick Woltemade, der übrigens Thomas Schaaf als jüngsten Spieler Werders in der Bundesliga ablöste.

    Und Luca Plogmann, teilweise Ersatztorhüter im Kader der vergangenen Saison, spielt ebenfalls überwiegend noch in der A-Jugend.

    Thank you Henrik for the link.


    So, I find the idea and execution behind the Nyborg Slot project very exciting. If I understand correctly the statements on the Realdania website - and yours - then a new, expanded museum is to be built there, the architecture of which is based on the former castle buildings that were destroyed by the Danish-Swedish war and combines them with modern elements.


    I really like the visualizations - especially those of the new, large museum hall. Especially because of the clinker on the one hand - which reflect the old walls of the castle - and the open window front on the other. I love the wooden ceiling on the ground floor and the wooden slope on the upper floor. This is how the ceilings might have looked before the destruction.


    Can you tell me something about Realdania? Something from your point of view?

    Zweifellos, die gelben 'Garnisionshäuser' von 1860, die jetzt abgerissen wurden, gehörten zum Ensemble von Nyborg Slot – und sie standen wohl unter Denkmalschutz.


    Dennoch würde mich interessieren, ob die neuen Gebäude im Mittelalter-Stil samt Turm einen historischen Bezug auf die ehemaligen Gebäude der Burg nehmen, die im dänisch-schwedischen Krieg von 1658/60 zerstört wurden.


    Es blieb ja - neben den gelben 'Garnisionshäuser', die erst im 19. Jahrhundert errichtet wurden – nur das Torhaus mit den zwei Halbtürmen aus dieser Zeit stehen.

    Ein Besuch bei Google-Maps hat mir gezeigt, dass auf dem Gelände von Nyborg Slot Bautätigkeiten im Gange sind (undatierte Satelliten-Aufnahme).


    https://www.google.com/maps/pl…!3d55.324169!4d10.7995609


    Über dem Dach des Westflügels der ehemaligen Burg scheint eine Plane gespannt zu sein.

    Der 'neue' Wehrturm ist wohl errichtet. Nur mit Dach – und nicht offen wie in der Projekt-Beschreibung.


    Im Hof seltsame Steinkreise – warum erinnern die mich an Stonehenge? Spaß beiseite, handelt es sich hier um archäologische Ausgrabungen auf dem Gelände – oder soll dort etwas anderes mit Steinen befestigt oder abgegrenzt werden?

    Was ist aus dem Projekt geworden bzw. wie ist der Stand 2020?


    Mich würde interessieren, ob nach dem Abriss der 'gelben Gebäude' dort tatsächlich dieser Mix aus Mittelalter/Moderne entstanden ist?


    Werde jetzt mal den dänischen Text zum Projekt durch den Übersetzer jagen.

    Zur Villa Schröder in der Weserstraße.


    Derzeitiger Eigentümer ist Olaf Mosel von M-Projekt.

    Will sich Herr Mosel den Charakter jenes Mannes aneignen, der nicht genannt werden darf und mit ihm um den Titel des 'Terminators von Bremen' konkurrieren?

    So wie es in einem Artikel 'Die Norddeutsche' vom 06.04.2020 zu lesen steht, https://www.weser-kurier.de/re…-werden-_arid,1906476.htm, will Herr Mosel ganz unverblümt gewaltige, substanzielle Eingriffe an einem denkmalgeschütztes Gebäude vornehmen.


    Er sei dabei in regen Austausch mit der Denkmalpflege und dem zuständigen Senats-Ressort.


    Ich habe keine Ahnung, was bei diesen Gesprächen großartig ausgetauscht werden soll.

    Der Entwurf von M-Projekt zeigt ganz offen, dass hier ein Teil eines denkmalgeschützten Gebäude einfach abgerissen werden soll, um großzügige und teure Wohnungen in einer exponierten Lage zu generieren. Vom Eingriff in die Dachkonstruktion des Hauptgebäudes (Gauben und Dachterrasse) mal ganz zu schweigen !!


    Ein absoluter Affront, der nicht geduldet werden darf !!


    https://www.denkmalpflege.brem…gsid=bremen160.c.16286.de

    Interessant, findorffer!


    Wenn das Altgebäude seit 1996 unter Denkmalschutz steht, wieso dürfen denn im Dach zu beiden Seiten plötzlich Gauben eingesetzt werden, wie es der Vorentwurf suggeriert?

    Und auch die rückseitige, breite Fensterfront im Erdgeschoss des Altgebäudes sieht nicht so aus als ob sie 'original' wäre.


    Von der zusätzlichen Dachterrasse auf dem Altgebäude mal ganz zu schweigen !!!

    Eine Theorie im Sommer 2019 war folgende:


    Wenn ich derjenige wäre, dessen Name nicht genannt werden darf, und ich wäre Eigentümer des Grundstücks an der Schwachhauser Heerstraße mit diesem hässlichen und protzigen Kapitalisten-Palast, und ich würde dort gerne bauen – ich habe Visionen und fertige Pläne, und auch schon genügend Interessenten, aber die schneckengleiche Baubehörde kommt nicht in die Puschen – und dabei habe ich das Grundstück samt dem alten Kasten gekauft, natürlich auf Pump. Also muss ich Kreditlinien bedienen – und da am Rande der alten Bahnhofsvorstadt gibt es Probleme, die mich zusätzlich Geld kosten – und jetzt kommen da auch noch so ein paar Historien-Liebhaber aus dem Keller gekrochen und meinen für den Erhalt dieser Ruine zu kämpfen; meine Interessenten und Partner werden langsam unruhig. - Aber ich habe ja die Abriss-Genehmigung von der Behörde, von der Stadt – und jetzt zeige ich diesen selbstverliebten Bürgern erst einmal, was ich kann und reiße den minderwertigen Klotz ab – bevor es noch zu einem Volksentscheid kommt...das geht dann richtig ins Geld und das Grundstück verliert dazu noch an Wert; denn wer kauft schon, wenn die Hypothek eines Volksentscheid das Grundstück belastet. Reiße ich aber ab, dann ist endlich Ruhe im Karton. Und ja, so ein Grundstück in Schwachhausen, noch in dieser Nachbarschaft, ist eine Menge wert; gerade, wo die Preise für Grundstücke durch die Decke gehen; da ist jeder freie Quadratmeter pures Gold wert; besonders dann, wenn es frei von lästigen Gerümpel ist, da ist ein Abriss eine Investition in die Zukunft. Und der Stadt und diesen sogenannten Bürgern zeige ich dann mal, wer hier wirklich in der Stadt die Hosen an hat: Nämlich ich. Ich bin hier der Eigentümer. Mir gehört der monströse Klotz. Ich darf abreißen. Und das mache ich auch. Dafür ist noch genügend Geld in der Kasse; und selbst wenn nicht: Die Banken sehen auch lieber ein geleertes Grundstück als ein Grundstück mit Altlasten in ihrem späteren Portfolio; falls es bei mir finanziell zu knapp wird und die den Laden übernehmen. Und überhaupt: Entweder, die Stadt kommt bald mit der Änderung im Bebauungsplan um die Ecke oder ich nutze die Zeit und verkaufe das geleerte Grundstück an den Meistbietenden und kaufe mich dann als potentiellen Investor wieder ein...Zum Teufel, was habe ich zu verlieren? Ich halte die Fäden des Handelns in Händen! Ich bin der Allmächtige!! Ich bestimme, wohin es geht - und nicht dieses Geschmeiß; wozu gibt es Roundup?!

    Vor einem halben Jahr verschwand die Villa Gross von der Bildfläche. Dafür verantwortlich zeichnete sich der Baulöwe Thorsten Italiano. Zur Stunde des Abriss' war er im Kreise seiner Familie Zeuge, als die Bagger ihre Hand an das 'Medienhaus' legten. Pizza-mampfend wurde zugeschaut, wie die Villa in Staub und Asche versank. Vernichtung von Kulturgut als Live-Event für die ganze Familie. Vernichtung als Anschauungsmaterial und Unterricht für die nächste Generation.


    Nun, ein halbes Jahr später verdichten sich damals gewonnene Indizien:

    Die Abrissgenehmigung war das einzige Dokument, das Italiano als 'Zählbares' in der Hand hielt.

    Wie ein Weser-Kurier Artikel am heutigen Tag darlegt, fehlt dem Bauherr schlicht Geld, da noch nicht genug potenzielle Käufer für das Projekt gezeichnet haben, damit die Bank ihr 'Okay' für das Projekt gibt.

    Außerdem klagen die Anwohner weiterhin erfolgreich – und verzögern das Projekt damit unvorteilhaft für den Investor.


    Es zeigt, dass Italiano Anfang Oktober durchaus in der Lage gewesen wäre, den Abriss der Villa Gross aufzuhalten oder auszusetzen, damit die Bürgerinitiative weiter Verhandlungen mit Interessenten für den Erhalt der Villa hätte führen können – darunter auch die Stadt Bremen.


    Es ist daher doppelt bitter, dass das rigorose Verhalten eines beleidigten Investors zum vorschnellen Abriss der Villa Gross führte. Die Villa könnte noch stehen, da kein unmittelbarer Bauzwang vorlag.


    Vor Sommer 2020 wird sich auf der Brachfläche an der Schwachhauser Heerstraße laut Auskunft des Investors und Eigentümer Italiano nichts tun.

    Neben dem "Neubau" am Stephanikirchof - dem Stephanikirchhof 7a - befindet sich das Büro des Planungsbüros Italiano - ein touristischer Anziehungspunkt des schlechten Geschmacks und der Vernichtung kulturellen Erbes.

    Die Libeskind-Pläne mit den vier Türmen sind endgültig vom Tisch – die Schapiras bleiben aber zumindest bis Ende 2020 Eigentümer des Areals und ließen damit zunächst eine Ausstiegsklausel verstreichen bzw. sie wurde bis Ende nächsten Jahres verlängert, das meldet der Weser-KURIER in seiner Ausgabe vom 02.11.2019 durch ihren „Investoren-Chefchauffeur“ Jürgen Hinrichs.


    Zwar sei der Libeskind-Entwurf "spannend", so Bausenatorin Schaefer, doch "sind wir im Rahmen der neuen Koalition in Bremen zu der Einschätzung gekommen, dass dieser Entwurf in der vorgeschlagenen Dimension und der städtebaulichen Einbindung dem Standort nicht umfassend gerecht wird“. Das schrieb die Senatorin den Investoren in einem Brief bereits Ende September


    Konsens ist jetzt die bereits durch einen Wettbewerb festgelegte Größe des Neubaus von um die 40.000 qm², wobei öffentliche 'Durchquerungen“ noch besprochen werden sollen. Wahrscheinlich ist, dass die Gewinner des ersten Wettbewerbs, das Berliner Planungsbüro Robertneun, dennoch nicht zum Zuge kommt, da der Entwurf unter den Augen der Schapira-Brüder kein Gefallen findet. Zu erwarten ist deshalb ein völlig neuer Entwurf, basierend allerdings auf den Gewinnerentwurf und dessen Größe auf dem Areal am Brill.


    Erstmals wird auch ein weiterer, konkreter Grund für die Absage an die Libeskind-Pläne genannt: Mit dessen Entwurf schnellte die geplante Nutzfläche um fast das Doppelte nach oben. Für die Bauverwaltung war dies schon wegen der zu der erwartenden Verkehrsbelastung - und vor dem Hintergrund der geplanten, autofreien Innenstadt - offensichtlich unvertretbar viel.

    Die Leserbriefe zum Abriss der Villa Gross wollen nicht abebben.


    Jüngstes Beispiel im heutigen Kurier am Sonntag ist ein sehr kurzer Beitrag von Herrn Walther Kaldewey aus Bremen.
    Sein kurzer wie knapper und (wie ich meine) treffender Kommentar zur Tat von Thorsten Italiano:


    "Gier frisst Hirn."



    Wir sind noch nicht fertig...!!!

    Du sprichst mir aus der Seele, Onkel Henry.


    Ich habe schließlich nicht umsonst gesagt, dass wir hier in Bremen noch nicht fertig sind.
    Ich bin der Überzeugung, dass wir den Fall der Villa Gross aufnehmen sollten, um am Beispiel der skrupellosen Politik eines Architekten vom Schlage eines 'netten Onkels' wie Herrn Thorsten Italiano zum Anlass nehmen sollten, um die bedenkenlose Zerstörung von architektonischer Kultur, Tradition, Identifikation, Ambiente und Kunst in ihrer ganzen Wahrhaftigkeit darzustellen.


    Wenn Herr Italiano denkt, mit dem Abriss der Villa Gross ist der Fall für ihn erledigt, so wird er sich irren.
    Solche Investoren, die gierig und brachial der Vision einer 'modernen Stadt' nachjagen, haben in Bremen nichts verloren – das werden wir ihm verdeutlichen.


    In diesem Sinne unterstütze ich deine angesprochenen Bemühungen.


    Besonders, wenn man sich die letzten Tage in Erinnerung ruft, verdeutlichen sie, dass es Herrn Italiano nie um einen wirklichen Verkauf ging.
    Er wollte abreißen – um jeden Preis.
    Über die Gründe kann man trefflich mutmaßen.
    Und über die Gründe, warum der Käufer plötzlich abgesprungen ist, auch!