Posts by Centralbahnhof

    Ich habe in einem der Videos über die Aufräumarbeiten die Theorie gehört, die auch UrPotsdamer geäußert hat, dass diese historischen Bogenbrücken eine fatale Wirkung bei der Flut entwickelt hätten: Dort hätten sich die ganzen entwurzelten Bäume und das Treibgut verfangen und den Fluss aufgestaut, sodass die Flutwelle erst so groß werden konnte.

    Ich vermute, dass ist auch der Grund, wieso man diese Brücke jetzt abreißt, wo ja nur einer der Bögen zerstört worden scheint.


    Also dann, Weg frei für schöne gerade Betonbrücken ohne Stützpfeiler im oder neben dem Fluss. Keine Ahnung, ich bin da ratlos und traurig. Die Befürchtung, dass das Ahrtal in Zukunft deutlich hässlicher aussehen wird als es vorher war, scheint sich zu bewahrheiten.

    Ich mach mal weiter mit meiner Mayen-Galerie. Wir sind immer noch an der Burg und folgen weiter dem Ring.


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    An die Burg anschließend steht noch ein gutes Stück Stadtmauer mit mehreren Türmen:

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    Wir erblicken schon die Türme von Mayens großer Historismus-Kirche, der Herz-Jesu-Kirche:

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    Rechter Hand, außerhalb der mittelalterlichen Stadtfläche finden wir eine Villa aus Basalt:

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    Und noch ein Blick zurück auf die Herz-Jesu-Kirche:

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    Eine kurze Historie zu den Eckbauten am Heumarkt/Unter Käster. Aus der frühen Neuzeit und dem Barock dürften diese beiden markierten Häuser stammen mit den typischen abgeschnittenen Giebeln und den spitzen Dächern. Davor erkennt man gut den Häuserblock, der früher vom Heumarkt die Straße Unter Hutmacher abtrennte und noch im Kaiserreich abgerissen wurde.



    In der Gründerzeit wurden die beiden Gebäude für einen deutlich auffälligeren Historismus-Eckbau abgerissen:



    Auch hier sieht man, als dieser Eckbau errichtet wurde, stand der Häuserblock davor noch teilweise.


    Wie seine Historismus-Kollegen direkt um die Ecke wurde das Gebäude in den dreißiger Jahren aber schon wieder abgerissen, zugunsten eines Baukörpers im Heimatschutzstil, der den Krieg überlebt hat und bis heute steht:



    Da auf deinem Bild der Häuserblock davor nicht mehr zu sehen ist, wird es sich um die Baustelle in den Dreißigern handeln.


    Man sieht, dass das Gebäude recht wuchtig wirkt und im alten Köln so nie gestanden hätte - verglichen mit seinen Nachbarn muss man es dagegen fast als schön bezeichnen. Am passendsten für die Stelle wären meiner Meinung nach aber die beiden ursprünglichen Bauten.

    Die Ruine von St. Alban, der Gürzenich und das Haus Neuerburg bilden ein durchaus nettes Ensemble, allerdings würde der Blick auf das Farina-Haus von der Pipinstraße versperrt, oder?

    Wie auf dem Artikelbild zu sehen und wie ich auch noch einmal erläutert habe, soll der Bau wegen St. Alban ja etwas zurückversetzt gebaut werden. Da wird vom Farinahaus nichts verdeckt.

    Die Klotzen links im (Luft) Bild 615 stören wirklich gewaltig.......

    Das gehört zum Wallraf-Richartz-Museum, erbaut 1998-2001:

    Wallraf-Richartz-Museum_%26_Foundation_Corboud%2C_Frontansicht%2C_Oktober_2014.jpg


    Wallraf-Richartz-Museum_001.jpg


    Den ursprünglichen Bau an der Minoritenkirche von Julius Raschdorff sah da noch etwas gefälliger aus:


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_097778, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/40024695


    Angesichts des Zerstörungsgrades muss man sich schon fragen, ob der Abriss nach dem Krieg wirklich sein musste:

    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_064464, Fotograf: Margarita Neiteler, 20.08.1945 oder 06.1947, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/40049787

    Nächste Hiobsbotschaft von einem Kölner Großprojekt: Die Stadt Köln hat dem Stahlbauunternehmen gekündigt, was für das hier schon gezeigte Außenskelett des Museumsneubaus verantwortlich ist:


    https://www.express.de/koeln/j…ma-83626?cb=1640880555927


    Die Kommune sieht sich zum neuerlichem Eingreifen gezwungen: „Stetige Unzuverlässigkeit, wiederholte Terminüberschreitungen und maßlos überzogene Nachforderungen lassen der Stadt keine andere Möglichkeit, als sich kurzfristig von dem Stahlbauunternehmen zu trennen“, heißt es da.


    [...]


    Durch die Kündigung entsteht nun aber ein Domino-Effekt: Neue Kosten werden entstehen, neue Termine müssen ins Auge gefasst werden. Durch die spätere Fertigstellung des Stahlbaus sind 18 bereits beauftragte Firmen nachfolgender Gewerke betroffen sowie mindestens 16 Gewerke, die noch ausgeschrieben werden müssen.


    Man fragt sich wirklich, was hierzulande eigentlich los ist, in Köln ganz besonders. Jegliches ambitionierte Großprojekt der letzten Jahre ist in Kostenexplosionen und Verspätungen von Jahren geendet.

    Es geht voran mit den Plänen, das Areal am Quatermarkt gegenüber von der als Mahnmal erhaltenen Ruine St. Alban zu bebauen. Die Pläne existieren schon länger, aber jetzt hat die Stadt das geltende Bauverbot auf dem Areal aufgehoben:


    https://www.ksta.de/koeln/inne…Tlj7ZQ33nsemsj55Z4OtcqjuY


    Das Gebäude sieht recht gefällig aus, wenn es in der gezeigten Form käme, wäre das fast schon ein Wunder für die Kölner Innenstadt. Allerdings könnte es eine ziemlich lange, eintönige Fassade werden, denn der Platz ist relativ breit und anhand der Anzahl der Fensterachsen erkennt man, wie lang das Gebäude würde.


    Hier eine Ansicht des Platzes bei Google Maps:

    Bildquelle: https://www.google.com/maps/@5…fW9j7A!2e0!7i13312!8i6656


    Man sieht, was für ein hässlicher, zerfaserter Platz das heute ist.


    Hier die 3D-Ansicht Richtung St. Alban:

    Bildquelle: https://www.google.com/maps/@5….18h,40.81t/data=!3m1!1e3


    Vor dem Krieg war diese Straßenseite bereits gründerzeitlich neu bebaut worden, es gibt dementsprechend auch nur die Aufnahme von einem Gebäude an der Stelle. Die historisch enge Straße will man wegen St. Alban zudem nicht wiederherstellen (auch wenn das ja der ursprüngliche Raum war, in den die Kirche gebaut wurde. Die Straße dürfte seit der Römerzeit durchgängig bebaut gewesen sein, der Name Quatermarkt stammt nicht etwa von einem Marktplatz, sondern kommt vom einem Haus, das ein Godefriedus Quattermart einst dort errichten ließ.)


    Es gibt dieses Gemälde, was zumindest den Straßenraum an der Stelle erahnen lässt:


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_d038950, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05141241


    Ich muss sagen, dass ich das ganze etwas frustrierend empfinde - wir sind hier mitten in der Innenstadt, der Gürzenich ist direkt um die Ecke, aber es sind praktisch keine brauchbaren historischen Fotos von dieser Stelle zu finden, Kreuter hat diese Straße auf seinen Plänen auch nicht berücksichtigt. So wird es mit Alternativvorschlägen für den Standort schwer... Zum Glück sehen die Planungen ja halbwegs erträglich aus, hoffentlich bleibt das auch so.

    Die Frage stelle ich mir auch immer wieder. Die Rekonstruktionsareale in Potsdam, Dresden und Frankfurt weisen zumeist recht breite Straßen auf, die Gebäude in Dresden sind zudem so großzügig, dass man dort Etagenwohnungen realisieren kann. Das sind andere Voraussetzungen für originalgetreue Rekonstruktionen, als man sie in anderen Städten findet.

    Diese schmalen rheinischen Dreifenster-Häuser, wie sie auch im alten Köln vorwiegend zu finden waren, in den recht engen Gassen, sind vielleicht wirklich nicht so komfortabel, wie wir uns das gerne vorstellen. Nach oben kommt man nur per Wendeltreppe, alles andere verschlingt zu viel Platz. Behindertengerecht oder per Sessel-Lift nachrüstbar ist da nichts. Aufzüge kann man vergessen, weil man ja immer nur ein einzelnes Haus damit versorgen könnte und somit alle 5 Meter einen Aufzug bräuchte. Größere Möbel kann man nur per Seil durchs Fenster heben (gut, dafür hatten die Häuser ja häufig einen fest angebrachten Kran über dem Dachbodenfenster :wink: ).

    Am Ende kann pro Haus nur eine Familie (oder WG) leben, kleine Zweizimmerwohnungen für Singles oder Kinderlose sind mit solchen Gebäuden eher schwierig zu realisieren. Dazu kommen die häufig engen Gassen, die tatsächlich wenig Licht und Luft durchlassen.

    Das Martinsviertel in Köln hat zum Beispiel, soweit ich das weiß, auch nicht mehr so viele Einwohner wie früher einmal, dort haben sich mittlerweile viele Büros angesiedelt. Dort kommt am Ende erschwerend hinzu, dass es keine privaten Innenhöfe gibt, weil auf beiden Seiten der Gebäude öffentliche Straßen verlaufen. Ein ähnliches Problem würde es zumindest hier auf der Mosel-seitigen Seite der Kastorstraße geben.


    Natürlich wäre man selber direkt für Rekonstruktionen, weil es so schön aussieht und man dort so schön durchflanieren kann. Aber was ist, wenn dort tatsächlich kaum noch jemand wohnen mag? Innenstädte werden für Familien ja immer unattraktiver, jeder will am liebsten ein Einfamilienhaus im Neubaugebiet mit Garten und Garage.


    Einen Kompromiss stellen hier die Gründerzeitviertel dar: Breite Straßen mit genug Platz für Parkplätze, gerne auch mit Allee-Bepflanzung, große Etagenwohnungen mit veränderbarem Zuschnitt, in regelmäßigen Abständen Parks mit künstlich angelegten Gewässern...


    Aber was heißt das am Ende? Keine Chance mehr für mittelalterlich-frühneuzeitliche Städte, weil sie zum Wohnen dann doch zu unattraktiv sind? Müssten wir uns dann doch eher an den Prinzipien der etwas großzügigeren Barrockstädte oder der des 19. Jahrhunderts orientieren?


    Hier bräuchte man mal Zahlen, wie viel Leerstand es tatsächlich in Altstädten gibt und was die Gründe dafür wären.

    Jüdisches Gemeindehaus Adass Jisroel Tucholskystraße N°40, Berlin

    Architekt Christian Dierkes

    Sieht für mich aus wie eine Sanierung, nicht wie ein Neubau und kann daher in die Liste leider nicht aufgenommen werden.


    Ich weiß nicht, ob es schon fertig ist, wenn ja, dann fällt mir auf, dass das Achtecken-Haus in Potsdam hier noch nicht vorgeschlagen wurde und hole dies hiermit nach. Vielleicht kann ja ein Potsdamer Bescheid geben, ob man es als fertig betrachten kann? Aktuelle Bilder gibt es hier.

    Ich habe ein paar Bilder zur untergegangenen Castorstraße im rheinischen Bildarchiv gefunden:


    (So wie ich das sehe, hieß die Kastorstraße einmal Kastorgasse.)

    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf055093, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039478


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf054923, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039476


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf055059, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039337


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf055087, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039482


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf027833, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039473


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf027830, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039447



    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf027831, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039446


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf055096, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039462


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf055081, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/32039462


    Und unter folgendem Link findet man einen Text über die historische Kastorstraße mit zwei Bildern:


    https://www.koblenz.de/leben-i…purensuche/kastorstrasse/


    10-stak-fa-4-21-nr-13-bild-238.jpg?cid=24kn.ig18o


    12-stak-fa-2-nr-2686.jpg?cid=24ko.ig18o


    Der große Gründerzeitbau in der Bildmitte ist ja der, der heute noch so verloren in der Gegend herumsteht.


    Ich sehe da eine Menge Potenzial für viele schöne Rekonstruktionen :smile:

    Dass Herr Bödecker Extremist gewesen sei, habe ich nie behauptet. Wenn du ihn als Rechten einstufst, dann sind wir in unserer Einschätzung ganz nah beieinander. [...]

    Gut, wo ist dann das Problem? Es gibt Rechte, es gibt Linke, es gibt die Mitte. Leute wie Trüby und Oswalt sind ja offenbar der Meinung, dass Menschen, die dem rechten Lager angehörig sind, in allen gesellschaftlichen Bereichen ausgegrenzt und diffamiert werden dürfen. Das ist eine erkennbar antidemokratische Haltung. Ich ging nicht davon aus, dass du diese teilst.

    [...] er war [...] Kritiker unseres demokratischen Systems!

    Nun ja, mir würde auch einige Kritik am aktuellen demokratischen System einfallen. Zum Beispiel die überbordende Rolle der Parteien. Deswegen bin ich aber nicht gegen die Demokratie ansich und wenn man ehrlich ist - jedes System hat Vor- und Nachteile und darf somit selbstverständlich auch kritisiert werden.

    Aber auch hier: Auf welche konkreten Zitate lässt sich diese Behauptung der vermeintlichen Demokratie-Feindlichkeit denn zurückführen?

    Die Details hat Oswalt ja nun sehr gut ausgearbeitet. Der Link hierzu ist nun mehrfach an dieser Stelle gepostet worden, so dass ich nun darauf verzichte.

    Oswalt hat Zitate aus dem Kontext gerissen, er hat allen Ernstes mit Kontaktschuld argumentiert ("Der war mal auf ner Veranstaltung mit jemanden, der auch mal auf ner anderen Veranstaltung war, wo auch Afd-Leute waren.") und er hat in nicht eindeutige Aussagen Dinge hineininterpretiert.

    Ich habe kein einziges Zitat gefunden, was mich davon überzeugt hätte, dass Herr Bödecker eine problematische Person sein könnte.


    Wie gesagt, das Ansinnen von Trüby und Oswalt geht ja allen Ernstes in die Richtung, dass Akteure aus der politischen Rechten aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden sollen. Und das ist eine Meinung, die in einer funktionierenden Demokratie selbst beim politischen Gegner auf Ablehnung stoßen sollte. Deswegen ging ich nicht davon aus, dass irgendjemand hier im Forum derartige Gedanken teilt.

    An der These des unbescholtenen alten Herren festzuhalten, grenzt schon an Realitätsverweigerung.

    Dann fände ich es nicht schlecht, wenn man mal konkret Zitate nennen könnte, die nicht aus dem Kontext gerissen wurden, wo zweifelsfrei festgestellt werden kann, dass Herr Bödecker Antisemit und Extremist gewesen sei. Ich konnte in dem Wust an Anschuldigungen bisher nichts derartiges finden, hier im Forum wurde ja auch schon einiges dazu aufgedeckt. Herr Bödecker war zweifelsohne Preußenfan und man kann ihn sicherlich als Rechten bezeichnen. Aber vom Rechten zum Rechtsextremen ist es ja durchaus noch ein weiter Weg.

    Das Haus in der Mitte, wo die drei Menschen davor laufen.


    In der Tat ist in der Straßenpartie nur ein Haus übriggeblieben, die linke Seite wurde in den dreißiger Jahren ja für die Ost-West-Achse abgerissen.



    So sieht das Haus heute aus:


    Ein Kompromiss besteht immer daraus, dass beide Seiten sich aufeinander zubewegen und auf der einen Seite von Positionen abrücken, dafür aber auch etwas bekommen.


    Was ich nicht verstehe: Was hat die Stiftung Garnisonkirche bekommen, was sie vorher noch nicht hatte? Diese Frage bleibt weiterhin unbeantwortet.

    So sieht es aus, als wäre die Stiftung über den Tisch gezogen worden für nichts. Da bleibt einem als Außenstehenden nur Unverständnis und tiefe Enttäuschung.

    Vom alten Köln zum gründerzeitlichen Köln, oder auch, was vom wirklich alten Köln so übrig blieb...


    Hier ein Gemälde von Gerhard Fischer, gemalt um 1800. Es zeigt die Straße "Blaubach", links ist die Ecke zum Waidmarkt:



    Vergleicht man das Gemälde mit dem Kreuterplan vom Blaubach an dieser Stelle, erkennt man, dass es wohl ziemlich realitätsgetreu ist:



    100 Jahre später hat sich das Bild deutlich gewandelt. Statt Treppengiebeln dominieren nun im Vergleich riesige Gründerzeitgebäude mit viel Stuck das Straßenbild:


    Bildquelle: Rheinisches Bildarchiv, rba_mf086030, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05216683


    Ganz verschwunden ist das alte Köln aber noch nicht, hier in bunt die Häuser markiert, die dem Abriss bisher entgangen sind:




    Leider ist das in der gesamten Altstadt passiert. Je weiter man sich vom Zentrum entfernt hat, desto mehr waren die frühneuzeitlichen Gebäude (meistens erbaut im 16. bis zum 18. Jahrhundert) gründerzeitlichen Reihenhäusern gewichen. Man sieht auch, dass diese deutlich größer waren, höhere Stockwerke, mehr Etagen und natürlich prächtigere Verzierungen hatten. In Köln ist man leider schon immer nicht besonders zimperlich mit alten Gebäuden umgegangen.


    Am Ende spielt das alles keine Rolle mehr, denn die gesamte Straße ist ein Komplettverlust. Nichtsdestotrotz fehlen so Fotos vom vorgründerzeitlichen Köln für etwaige Rekonstruktionen. Ob man sich für die Kölner Innenstadt der Zukunft allerdings eher am vorgründerzeitlichen, am gründerzeitlichen oder doch an der Mischung, wie sie vor dem Krieg an vielen Stellen noch existierte, orientieren sollte, da bin ich mir selber unschlüssig. Was ist eure Meinung dazu?


    PS: So sieht es übrigens heute dort aus, ein früher-heute-Vergleich mit dem Bild um 1900 wird irgendwann auf jeden Fall folgen.

    Es gab hier im Forum einmal eine Funktion, die für jeden Artikel auf der Webseite automatisch ein neues Forenthema angelegt hat. Die Funktion gibt es nicht mehr, aber ich dachte mir, es wäre doch vielleicht ganz praktisch, das Forum über neue Artikel auf unserer Webseite zu informieren. Ich werde also für jeden neuen Artikel hier einen kurzen Beitrag verfassen.


    Für den Anfang der Hinweis auf die letzten Artikel:


    Der Ortsverband Berlin hat sich an die Presse gewandt bezüglich der Neubebauung am Molkenmarkt:
    Ortsverband Berlin fordert Leitbautenkonzept für den Molkenmarkt


    Außerdem gibt es einen Bericht über die diesjährige Jahreshauptversammlung mit vielen Bildern:

    Jahreshauptversammlung 2021 in Potsdam


    Vor kurzem hat der Verein zum drohenden Abriss einer Jugendstilvilla in Zerbst einen offenen Brief verfasst:

    Zerbst: Aushängeschild Supermarkt oder Jugendstilvilla?


    Zu guter Letzt der Hinweis auf die neue Rubrik "Publikationen", auf der man sich die sehr toll gemachte Broschüre des Ortsverbandes Berlin zu Gründerzeitsanierungen herunterladen kann und wo weitere Publikationen des Vereins folgen werden:

    Publikationen

    Ich möchte noch einmal alle darauf hinweisen, dass wir als Architekturforum kein Interesse an einer Corona-Diskussion haben. Das Thema ist viel zu groß und komplex, um es hier in der dafür angemessenen Weise diskutieren zu können. Die Folge wären immer Nebendiskussionen über Teilaspekte, die mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun haben, aber schon alleine seitenweise diskutiert werden könnten.


    Zudem ist das Thema für viele emotional aufgeladen und wir haben in der Gesellschaft stark verhärtete Fronten. Somit ist das Thema auch für den Forenfrieden nicht zuträglich.


    Beiträge, die sich rein mit dem Thema Corona auseinandersetzen und nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, werden daher, ungeachtet ihrer Länge, konsequent deaktiviert.