Posts by Centralbahnhof

    Direkt daneben die von den Jesuiten gegründete Schule St. Michael, erbaut 1724-27, zeitweise die einzige höhere Schule zwischen Köln und Trier:


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    Gegenüber die in meinen Augen markanteste Häusergruppe der Stadt am Marktplatz:


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    Leider hat man es geschafft, das Ensemble durch eine schlimme Bausünde zu verhunzen. Die findet man in Bad Münstereifel sonst eigentlich nicht, die einzige, die da ist, ist dafür an einer der zentralsten Stellen der Stadt:


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    Weiter geht es links und rechts entlang der Werthstraße, sozusagen der Hauptstraße der Stadt:


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    Gehen wir in die Kirche hinein:


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    Vorbild beim Bau soll die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Köln sein (ebenfalls eine Jesuitenkirche), die 41 Jahre vorher erbaut wurde. Eine gewisse Ähnlichkeit im Inneren kann man definitiv nicht abstreiten, seht selbst: Galerie St. Mariä Himmelfahrt


    St. Donatus ist natürlich deutlich kleiner und bei weitem nicht so prächtig wie das Vorbild in Köln, aber für ein Städtchen wie Bad Münstereifel kann sich dieser Hochaltar durchaus sehen lassen:


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    Es gibt zwei Nebenaltäre:


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    Blick zurück auf die Orgel:


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    Mich hat diese schwebende, das Kirchenschiff umlaufende Empore fasziniert:


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    Wir kommen zur zweiten Kirche von Bad Münstereifel, der Jesuitenkirche St. Donatus, errichtet als Klosterkirche 1659-68:


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    Neben dem Kirchenschiff ist ein Treppenturm aus Fachwerk, an einer Kirche habe ich das so auch noch nie gesehen:


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    Der Chor:


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    Blick die Straße hinunter:


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    Die Kirche ist wirklich eigenartig. Hier Fenster in einem massiven Stück Stützmauerwerk (Wenn jemand den Fachbegriff kennt, immer her damit :smile:) :


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    Ein Nebeneingang:


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    Das Hauptportal:


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    Blick hinauf zur Burg Münstereifel:


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    Hinter der Erft liegt der romantische Entenmarkt:


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    Eine gemütliche Gasse am östlichen Stadtrand unterhalb der Burg:


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    Und eine tolle Holztür. Ich bin immer wieder begeistert, welch kunstvolle Architekturelemente man aus dem Kaiserreich selbst in der tiefsten Provinz irgendwo in Nebenstraßen findet:


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    Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 1689, also 41 Jahre nach Ende des dreißigjährigen Krieges, durch die Franzosen zerstört.


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    Sie besteht heute noch aus Turmresten, der Umfassungsmauer, und wohl erst in jüngerer Zeit eingebauten Wohnhäusern, die leider etwas unstimmig wirken, den hässlicheren Part links habe ich gar nicht erst fotografiert:


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    Immerhin einer passt auf, dass die Franzosen nicht wiederkommen :lachen::


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    Blick von der Burg auf die Stadt hinunter, in der Mitte St. Chrysantus:


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    Auch in Bad Münstereifel möchte ich die schöne Galerie von Neußer ergänzen. Die Bilder habe ich Mitte Mai gemacht. Es wird eine Mischung aus noch nicht gezeigten Stellen und den schönsten Motiven aus meiner Bildersammlung, von der ich hier nur einen kleinen Teil einstelle.


    Beginnen wir die Galerie wie meinen Ausflug an der Quelle des Flusses, der quer durch Bad Münstereifel fließt, der Erft. Die Quelle liegt einige Kilometer entfernt in dem Dorf Holzmülheim in der Eifel:


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    Die Erft kommt dort schon relativ breit aus dem Berg und mündet dort in den Kuhbach, der ab da Erft heißt. Die Erft fließt von der Eifel nordwärts in einem großen Bogen um Köln herum und mündet erst bei Neuß in den Rhein.


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    Nun aber genug der lokalen Geografie, kommen wir zur Architektur :smile:


    In Bad Münstereifel starten wir am schönen Jugendstil-Bahnhof außerhalb der Stadtmauer:


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    Besonders gut gefällt mir die Wetterfahne:


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    Blick auf das Werther Stadttor:


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    Hinein in die Stadt und Blick zurück auf das Stadttor:


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    Eine romantische Brücke über die Straße, nur das Geländer passt leider nicht ganz...:


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    Direkt daneben ein Bogen über der Erft, ich vermute, dass der zugehörige Gebäuderest Teil der Stadtbefestigung war:


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    Ich habe gerade gesehen, dass Kaiser Karl schon eine Galerie zu den Gründerzeitvierteln Aachens gemacht hat, wo ich nun auch einige Doppelungen eingebaut habe. Das war natürlich nicht meine Absicht, aber ich habe ja nur ein paar Highlights gezeigt. Für einen ausführlicheren Blick schaut also hier vorbei.

    Mein nächstes Bild zeigt diese Häuserzeile von der anderen Seite:


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    Wenn die Sonne scheint, wird immer deutlich, was plastische Fassaden ihren flachen Kollegen voraus haben: Sie interagieren mit dem Licht und wirken so lebendiger:


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    Bevor die Zollernstraße, auf der wir uns gerade befinden, abknickt, erreichen wir die Dreifaltigkeitskirche, errichtet 1897-99 an der ehemaligen Stadtgrenze zwischen Aachen und Burtscheid, der äußere Stadtring ist nur ein paar Meter entfernt:


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    Ich würde die Kirche in der Neorenaissance verorten, sollte sie weitere Stilelemente aufweisen, kann das gerne jemand ergänzen.


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    Wir befinden uns nun auf der Theaterstraße Richtung Stadtzentrum. Den Bereich hat Apollo ja schon gezeigt und wie er richtig beschreibt, hier ist das Bild nicht mehr ganz so erfreulich.


    Ich ergänze nur noch zwei Einzelbauten, die mehr sehr gut gefallen:


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    Hier bin ich mir bezüglich des konkreten Stils unsicher. Vielleicht kann das ja ein Experte aufklären und erläutern, welche Elemente auf den Stil hinweisen.


    Edit: Hier gibt es ein paar schöne Detailaufnahmen von Kaiser Karl vom letzten Haus.


    Und das war es auch schon mit meinen Ergänzungen zu Aachen. Zum Abschied werfen wir noch einen Blick auf den Dom. Fehlt dem Haus links nicht eine Turmhaube?


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    Natürlich habe ich jetzt nur die ansehnlichen Gebäude hier ergänzt, eine Galerie "Aachen in Real Life" würde den positiven Eindruck sicherlich etwas schmälern. Aachen hat wie fast jede deutsche Großstadt auch banale bis hässliche Ecken und einige wirklich deplatziert wirkende Bausünden. Trotzdem muss ich feststellen, dass Aachen besser erhalten ist als Köln und somit insgesamt auch schöner anzuschauen ist. Zudem hat Aachen es tatsächlich etwas besser als Köln verstanden, die Nachkriegsbebauung so zu gestalten, dass sie nicht negativ auffällt oder sich sogar gut einpasst.


    Was mich etwas überrascht hat, war, wie stark auch das Vorkriegs-Aachen schon gründerzeitlich überformt war, gerade am Marktplatz und am Dom hätte ich nicht so viel Historismusbauten erwartet. Wie schon erwähnt, weiter draußen kam mir nicht einmal mehr der Straßengrundriss mittelalterlich vor, hier würde mich mal eine vorgründerzeitliche Vogelperspektive interessieren, wie es sie von Köln beispielsweise mit dem Mercator-Plan gibt, wo man feststellen könnte, ob auch Aachen bis ins 19. Jahrhundert weite Freiflächen innerhalb der Stadtmauer hatte.


    Vom Stil her hatte ich irgendwie mit einer größeren Ähnlichkeit zu Köln gerechnet, dem war allerdings weniger so. Mich hat die Stadt im ersten Eindruck eher an Bremen erinnert und an Bilder aus niederländischen und belgischen Städten (wo ich allerdings noch nicht war) - was natürlich Sinn macht, das Dreiländereck ist ja nur wenige Kilometer entfernt.

    Auf dem Weg zurück in die Innenstadt bin ich auf folgenden Platz gestoßen, der für alle Freunde der klassischen Baukunst mal wieder deutlich vor Augen führt, was die klassische der heutigen Architektur voraus hat.


    Die ersten beiden Kopfbauten:


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    Der dritte und der zweite Kopfbau:


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    Blick zurück auf den vierten Kopfbau:


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    Der fünfte Kopfbau ist dagegen modern. Fügt er sich nicht perfekt ein :augenrollen:


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    Mein letztes Ziel war die Burg Frankenberg im Frankenberger Viertel. Die Burg stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, wurde später aber wie die meisten Burgen mehrfach umgebaut. Im 19. Jahrhundert erfolgten einige romantisierenden Umbauten, die man bei Intandssetzungsarbeiten in den 70ern allerdings teilweise wieder rückgängig machte.


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    In der Umgebung fand sich auch eine überwiegend gründerzeitliche Bebauung:


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    Kommen wir nun aber wirklich zurück zu Aachen. Schon von weitem sieht man die Klosteranlagen in Burtscheid auf dem Berg aufragen:


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    Die Kirchengebäude wurden von Apollo ja schon ausführlich gewürdigt, ich will trotzdem ein paar Details ergänzen:

    St. Michael von der Seite:


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    Die tolle Barocktür:


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    St. Johann Baptist:


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    Und noch ein letzter Blick zurück auf dem Weg weiter nach Osten:


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    Zu den Preußen im Rheinland kann man sicher viel sagen, ich will nur folgenden Gedankengang ergänzen: Im deutschsprachigen Raum waren die Preußen absolute Emporkömmlinge. Der Westen konnte dank der Römer auf die größte Kulturgeschichte zurückblicken.

    Als Berlin seine Stadtrechte erhielt, waren Köln, Mainz und Trier schon über 1000 Jahre alt. Aachen war über 600 Jahre lang Krönungsstadt der deutschen Kaiser (übrigens insgesamt 31 Krönungen, Frankfurt hatte 10).

    Die Burgen entlang von Rhein und Mosel zeugen von einflussreichen und mächtigen Adelsgeschlechtern aus dem Mittelalter.

    Und als Hermann von Salza 1225 ersucht wurde, die heidnischen Prußen mit seinem Deutschen Orden zu unterwerfen, sollte in Köln, einer der größten und einflussreichsten Metropolen Europas zu der Zeit, 23 Jahre später mit dem Bau eines der bis heute gewaltigsten und beeindruckendsten Kirchenbauten der Welt begonnen werden.

    Von den Franzosen unterworfen werden war das Eine, ganz Europa hatte zum absolutistischen Königshof von Frankreich aufgeblickt, die Revolution zeugte von einer neuen Zeit. Und dann wurde man plötzlich von den Preußen regiert, die aus dem Nichts aufgestiegen waren, dazu auch noch protestantisch und mit dem Rheinland vorher noch nie etwas zu tun hatten.

    Natürlich muss man sagen, dass der Aufstieg Preußens verdient war und man sich mit Fleiß und Ehrgeiz Stück für Stück hochgearbeitet hat. Im Rheinland (und vor allem in Köln!) hing man dagegen bräsig schon ewig vergangenen besseren Zeiten nach. Ende des 18. Jahrhunderts war Köln die rückständigste Stadt im deutschsprachigen Raum, man war in vielen Punkten regelrecht im Mittelalter hängengeblieben.

    Berlin hatte im Jahr 1800 schon 170.000 Einwohner, während Köln immer noch bei seinen Zahlen aus dem Mittelalter war mit seinen 42.000 Einwohnern. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts brach mit der Franzosenzeit und erst Recht in der Preußenzeit eine neue Zeitrechnung an. Ich denke, das Rheinland konnte diesen frischen Wind gebrauchen und manchmal habe ich das Gefühl, dass viele das Unrecht, was die Franzosen in den Jahren der Besatzung angerichtet haben, einfach ausblenden. Die Preußen haben das Rheinland aber nicht nur als Aufmarschgebiet für ihre Truppen oder als Quelle für Steuern und Soldaten gesehen, sondern auch sehr viel für Infrastruktur und eben auch Kultur getan. So hat Friedrich Wilhelm IV in Aachen es zum Beispiel durch finanzielle Hilfe möglich gemacht, dass die zwischenzeitlich nach Frankreich verschleppten antiken Säulen wieder in den Dom eingebaut und fehlende Teile neu angefertigt wurden.

    Ich bin jedenfalls ein recht großer Preußenfan und stolz darauf, Vorfahren zu haben, in deren Pass "Land: Preußen" stand. Und wie gesagt, ohne die Preußen stände in Köln wahrscheinlich heute noch ein halber Dom.

    Gut, für einen kurzen Gedankengang ist das irgendwie etwas lang geworden. :wink: Sollte weiter Diskussionsbedarf bestehen, kann man die Diskussion vielleicht auslagern.

    Wir kommen an der Theresienkirche vorbei, 1739-45 errichtet von den Karmeliterinnen aus Köln:


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    Bereits südlich des Doms treffen wir auf St. Michael, errichtet 1628 und einst Klosterkirche der Jesuiten:


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    Schräg gegenüber:


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    Auf dem Weg zur südlichen mittelalterlichen Stadtgrenze ist mir nicht mehr viel ansehnliches untergekommen, deswegen springen wir direkt zum zweiten noch erhaltenen Tor der Stadtbefestigung, dem Marschiertor. Blick vom Stadtinneren:


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    Das Tor ist mit Dach wirklich riesig:


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    Blick stadteinwärts:


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    Mit diesen beiden noch erhaltenen Stadttoren muss sich Aachen wirklich nicht verstecken. Schade, dass wie in Köln die restlichen Tore nicht mehr existieren...

    Ich folge dem äußeren Stadtring weiter nach Osten. Hier finden sich einige etwas pompösere Stuckarbeiten:


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    Auf einem Hügel finden wir den Marienturm, auch Teil der Stadtbefestigung, allerdings erst Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet. 1933 wurde hier eine Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtet.


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    Der Turm wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde danach aber wieder instand gesetzt.


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    Auch hier findet sich ein elegant weißer Gründerzeitler mit figürlichen Stuckelementen:


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    Auf dem Rückweg in die Innenstadt kommen wir an der Heilig-Kreuz-Kirche vorbei:


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    Auch diese Kirche hatte mehrere Vorgängerbauten, die als Klosterkirche fungierten, bis die Franzosen die Klöster zwangsauflösten. Die jetzige Kirche wurde 1898-1902 erbaut.


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    Besonders gut gefallen hat mir das Eingangsportal, leider ist mein einziges Bild davon unscharf :crying:


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    Ein Blick ins Innere:


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    Auf dem Weg Richtung Norden bin ich noch an der Uni vorbeigekommen. Das historische Hauptgebäude war eingerüstet und die hässlichen modernen Gebäude will ich uns ersparen, also springen wir direkt zum Ponttor am äußeren Stadtring, für mich nach Rathaus und Dom eines der absoluten Highlights:


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    Das Ponttor wurde zusammen mit der restlichen Stadtmauer Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut und ist damit an die 100 Jahre älter als die Stadtbefestigung von Köln, was man meiner Meinung nach deutlich merkt. In der Ausgestaltung und Größe sind die beiden noch erhaltenen Tore Aachens den Kölner Torburgen durchaus ebenbürtig und das, wo Köln die deutlich größere Stadt war.


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    Links neben dem Tor schließt sich der Graben und eine Parkanlage an:


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    Blick durch das Vorwerk Richtung Stadtinneres:


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    Was mich etwas erstaunt ist, dass man in der Stadt nicht mehr Gebäude aus diesem Bruchstein findet - in Köln ist es in Bezug auf die Exklusivität des Materials zwar ähnlich, aber den dort verwendeten Tuffstein hätte ich auch als etwas teurer eingeschätzt als diesen Naturstein in Aachen.


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    Der Blick Richtung Stadtauswärts. Was ich etwas schade finde ist, dass man das Tor nicht durchschreiten und danach geradeaus seinen Weg fortsetzen kann, sondern in einer Untertunnelung des äußeren Stadtringes landet, die nicht besonders einladend wirkt. Das ist in Köln etwas schöner gelöst:


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    Blick vom Stadtinneren auf das Tor:


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    Das kurze Stück Stadtmauer, dass wir eben von außen gesehen haben, von der Innenseite:


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    In Kombination mit dem Vorwerk eines der schönsten Stadttore, die ich je gesehen habe. Ich bin wirklich begeistert.

    UrPotsdamer Das stimmt natürlich und anders als viele andere Kölner habe ich auch nicht vergessen, wer die Fertigstellung des Doms zu mindestens einem Drittel aus seiner Staatskasse finanziert hat!


    Weiter geht es im Aachener Westen, wir biegen noch einmal eine Straße ins Stadtinnere ab.


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    Hier finden wir das nächste Haus mit Scheunentor:


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    Auf der anderen Straßenseite kam man durch eine Tordurchfahrt in einen hübschen Innenhof:


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    In der Tordurchfahrt erblicken wir eine Mauer, die wohl noch aus älteren Zeiten stammt:


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    Zurück am Karlsgraben Richtung Norden:


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    Blick Richtung Süden:


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    Die nächste Straße bietet diese ansehnliche Häuserzeile:


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    In Köln waren solche Häuser stets verputzt und bunt angestrichen. Putz scheint im alten Aachen eher unüblich zu sein, aber vielleicht hat man ja wie hier wenigstens etwas Farbe aufgetragen. Oder ist das auch schon Gründerzeit?


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    Aachen liegt an keinem Fluss, dafür gibt es wohl einige Bäche in der Stadt, auch wenn man die kaum zu Gesicht bekommt. Wir stoßen hier auf den Johannisbach, der seit 1999 teilweise durch diese Rinne fließt:


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    Auch im Westen der Stadt findet sich viel erhaltene Gründerzeit:


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    Wir erreichen den Karlsgraben und sind somit wieder am inneren Stadtring:


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    Das ist mal eine tolle Tordurchfahrt:


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    Weiter geht es mit 2 Häusern, die noch aus dem alten Aachen stammen dürften, der Bogen links sieht fast wie ein kleines Scheunentor aus. Oder einfach nur eine ehemalige Tordurchfahrt in einen Hof? Jedenfalls müsste man mal neu streichen...


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    Ansonsten sehen wir weiterhin viel Gründerzeit:


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    Marktplatz und Dom überspringe ich an der Stelle, wir springen in den Westen der Stadt. Einen Blick hatte auch Apollo in die folgende Straße geworfen, ich folge ihr:


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    Bei solchen Gebäuden bin ich mir über das Entstehungsdatum unsicher:


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    Mich hat folgende Gebäuderückwand in einen Innenhof gelockt:


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    Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass es sich um die Rückseite von folgendem Haus handelt:


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    Wenn einmal ein Großteil der Häuser solche Fassaden hatte, muss Aachen doch ein recht düsteres Stadtbild gehabt haben:


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    Am Ende der Straße diese Konstruktion, wo man die Reste eines Barockhauses "denkmalgerecht in heutigem Sinne" in einer massiven Wand platziert hat, statt den Rest zu rekonstruieren:


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    Zur Stadtbefestigung kommen wir später noch ausführlicher, zunächst nur der Blick auf den Lavenstein, ein Turmrest, der im Südwesten der Stadt zur Stadtmauer gehört haben muss:


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    Ich bewege mich zurück Richtung Dom, hier wieder eine abschüssige Straße:


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    Hier ist noch ordentlich Gründerzeitsubstanz vorhanden, genug, um ein doch recht ansehnliches Stadtbild zu erzeugen:


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    So eine Rustifizierung habe ich auch noch nie gesehen:


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    Ein paar Meter weiter die nächste extravagante Rustifizierung:


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    Ein Bildausschnitt, damit ihr seht, was ich meine:


    Rustifizierung

    Werfen wir einen Blick auf die Umgebung von St. Jakob. Schräg gegenüber steht eine Kreuzigungsgruppe:


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    Die umgebende Bebauung ist sehr stark gründerzeitlich geprägt, es gibt aber noch kleinere ältere Bauten:


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    Blick auf die Häuserzeile neben der Kirche, vorne ein hübscher kleiner Garten neben dem Kirchenschiff:


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    Eine recht ansehnliche Straße, die vom Chor wegführt:


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    Aachen ist wirklich recht hügelig. Man merkt, dass die Stadt an keinem Fluss liegt, der eine weitläufige Landschaft hätte bilden können. Dadurch ergeben sich aber immer wieder schöne Perspektiven, wie hier auf den Dom und den Turm von St. Foillan:


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    Und noch ein Blick zurück auf St. Jakob. Was mich gewundert hat, ist die Breite der Straßen in diesem Viertel. Wir befinden uns immer noch innerhalb der mittelalterlichen Befestigungen, die wohl Ende des 13. / Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut wurden. Für mich sieht es so aus, als ob hier die vorgründerzeitlichen Stadtgrundrisse völlig verändert wurden:


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    Nach meinem gestrigen Besuch in Aachen habe ich die schöne Galerie von Apollo durchgesehen und habe bemerkt, dass ich noch Einiges ergänzen kann.

    Beginnen wir im Südwesten der Stadt, zwischen innerem und äußerem Stadtring, mit dem Blick auf den Kirchturm von St. Jakob:

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    Das Eingangsportal:


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    Der Vorgängerbau wurde laut Wikipedia 1885 abgerissen und die Steine für den Turm der neuen Kirche wiederverwendet. Das Schiff soll aus Steinen der Stadtmauer errichtet worden sein, eine Recycling-Kirche sozusagen :wink:


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    Das Innere ist nach Kriegszerstörungen nicht besonders spektakulär:


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    Detail am Eingangsportal:


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    Der Chor ist aktuell eingerüstet:


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