Posts by Centralbahnhof

    Hier ein Foto, wie von Köln gewohnt, leider in sehr schlechter Qualität:


    mi01328g06


    Interessant, es handelt sich ja offenbar nicht um Malereien, sondern um Mosaike, in der Form ja eigentlich sogar für die Gründerzeit eher ungewöhnlich.

    Hallo Pina und herzlich willkommen im Forum! Ich freue mich ja, wenn die Kölner Fraktion ein wenig Zuwachs bekommt :smile:

    Von dem was du beschreibst ist leider vieles richtig. Aber dafür sind wir ja hier, damit sich die Lage mal etwas bessert :wink:

    PS: Ich habe die Visualisierung von den Wallarkaden am Rudolfplatz aus deinem Post entfernt. Ohne Quellenangabe kann man da schnell Ärger mit dem Urheberrecht bekommen.


    Zurück zur Riehler Straße, hier weitere Bilder vom Abriss an der Oppenheimer Straße:




    Was mich erstaunt hat, wie dünn die Natursteinplatten auf der Fassade waren. Auf mich machten sie einen deutlich massiveren Eindruck:



    Ich wusste gar nicht, dass man schon in der Gründerzeit derart dünne Platten vorgeblendet hat. Irgendwie hat man das damals besser hinbekommen, heute sieht man das ja meistens auf den ersten Blick.


    Mittlerweile ist auf dem Gelände bis auf die Riehler Straße 86 (hinten links) aber schon Tabula Rasa:



    Die restlichen Abrissarbeiten werden diese Woche wohl abgeschlossen.

    Das Foto zeigt leider nicht das Areal, das bebaut werden soll, dafür müsste die Blickrichtung um 180 Grad gedreht werden. Die große Klosterstraße, die hier zu sehen ist, gibt es zwar noch, auf der rechten Seite der damaligen Blickrichtung wären jetzt aber die Plattenbauten der Regierungsstraße zu sehen. Die linke Straßenfront könnte man noch bebauen, da dort momentan nur Wiese ist, das ist aber erst der nächste Schritt, für den es in Magdeburg -wo die Grünflächen quasi "sakrosankt" sind - keine Mehrheit geben dürfte.

    Bist Du Dir sicher? Die Große Klosterstraße hat doch eine leichte Biegung nach links von Süden betrachtet:


    Quelle: https://www.landkartenarchiv.d…ung.php?q=magdeburg_u1935


    Die Straße auf dem Foto hat ebenfalls eine leichte Biegung nach links :


    Bildquelle: https://www.future-history.eu/…NFmATNCsBN19j1qKeBgSg3r0E


    Wenn ich es recht betrachte, scheint es sich aber eher um den nördlichen Teil der Straße zu handeln, wo rechts schon diese grässlichen Platten stehen:

    typo2708 : Deine ganzen hier eingestellten Bildverweise sind leider nicht mehr gültig. Lässt sich das irgendwie korrigieren? Ich würde gerne mal etwas mehr vom alten Stuttgart sehen. Die von Mantikor eingestellten Bilder zeigen ein paar wunderschöne Gassen, war das alte Stuttgart vor dem Krieg noch großflächig so erhalten? Wenn man es sich so wie Esslingen in groß vorstellen kann, muss es ja auch eine ganz fantastische Stadt gewesen sein.

    Da mich ja doch interessiert hat, wie das Areal ursprünglich mal ausgesehen hat, habe ich mal ein wenig im Inernet gesucht und tatsächlich auf folgender Webseite https://www.future-history.eu/…NFmATNCsBN19j1qKeBgSg3r0E ein Bild von der großen Klosterstraße gefunden:


    ap-2402-2223-1507460746.jpg?itok=vSsjOf2N


    Ich kann nicht ganz erkennen, aus welcher Zeit diese Häuser stammen. Ganz schön fände ich es aber, wenn bei dem Projekt auch wenigstens so ein Kandidat dabei wäre - schließlich scheint es so ja dort früher ausgesehen zu haben.

    Ich habe ein wenig in Google Maps herumgescrollt und dabei zufällig diese Ansicht gefunden:


    https://www.google.com/maps/@5…-ro-0-fo100!7i9728!8i4114


    Sehr interessant finde ich ja das Fachwerkhaus, was dort zu sehen ist. Weiß jemand, was es damit auf sich hat? In einer Gründerzeitstadt wie Wiesbaden erstaunt mich das doch sehr. Die beiden älteren Häuser scheinen ja noch älteren Datums zu sein. Ich hätte nur das ursprüngliche Zentrum von Wiesbaden weiter Richtung Marktkirche und Rathaus verortet.

    Majorhantines: Ja, vermutlich würde sich sogar eine Lösung finden, Schienen auf eine neue Südbrücke zu führen, wo dieses Nebengebäude stehen bleiben könnte. Es gibt allerdings andere Gründe, wieso das eine schlechte Idee wäre, auf die ich noch eingehen werde.


    Machen wir weiter mit dem westlichen Umfeld der Hohenzollernbrücke:


    Vielleicht vorweg eine Überlegung, die bei der Einordnung des Areals hilft. Ich habe auf der folgenden 3D-Ansicht von Google Maps einmal das Niveau der Domplatte eingezeichnet und bis wohin man eine ebene Fläche erbaut hat:


    Domplatte Niveau


    Wie man sieht, kann man ohne wesentlichen Höhenunterschied vom Domhotel bis auf die Hohenzollernbrücke laufen. Das Areal geht bis zum zuletzt gezeigten Heinrich-Böll-Platz, an dem dann eine Treppe hinunter zum Rheinufer den Niveauunterschied ausgleichen muss.


    Im Vergleich dazu die historische Situation:


    Dom Niveau historisch


    Damals stand der Dom noch auf einem Hügel und das Gelände fiel von dort aus gleichmäßig zum Rhein ab. Auf die Hohenzollernbrücke führte die schon beschriebene Straßenrampe hinauf.


    Schauen wir uns nun die durch die verlängerte Domplatte entstandene Treppe an, zunächst noch einmal ein Blick auf den Heinrich-Böll-Platz, rechts geht es zum Rhein hinunter, im Hintergrund der "Muscial Dome":


    IMG_9993


    Wir wenden uns nach rechts und sehen den Übergang zur alten Brücke:

    IMG_9999


    Die begehbaren Baumscheiben sind integraler Bestandteil der Böschungsgestaltung, neben der Treppe führen Serpentinen für beräderte Verkehrsteilnehmer den Berg hinab:


    IMG_0001


    Ein Blick die Böschung hinauf, im Sonnenlicht wirkt die Gestaltung sogar recht freundlich:

    IMG_0002


    Der Übergang zwischen alt und neu wird durch die anders behauenen Steine sichtbar:


    IMG_0004


    Durch den Rheinufertunnel ist hier kein freier Durchgang unter der Brücke her möglich, die Unterführung links ist allerdings eine Neuschöpfung nach dem Krieg. Von oben blickt Wilhelm II. über uns hinweg:


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    Ein Blick auf die Rheinufergestaltung unterhalb der Hohenzollernbrücke, allerdings vom vorherigen Besuch, als nicht ganz so viel los war:


    IMG_9833


    Man hat sich sicher viel Mühe gegeben, so recht zusagen will mir das chaotische Aneinanderwürfeln von Parkgestaltungselementen allerdings nicht...


    Rechts im Bild hat man auf dem Boden und im Brunnen Steine von abgebrochenen Teilen der Hohenzollernbrücke verbaut:


    IMG_0040


    IMG_0041


    Wenn man die Brücke wiederaufbaut, könnte man sich hier also ein wenig bedienen :wink:


    Zurück zur Treppe:


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    Je weiter man das Gelände der Domplatte Richtung Rhein eben ausgebaut hat, desto steiler muss am Ende die Treppe zum Rhein hinunter ausfallen. Der Präsentation des Domes von diesem Punkt aus ist das natürlich auch nicht zuträglich. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass der Blick hier früher durch einen Gebäudeblock versperrt war.


    Auf halber Treppenhöhe finden wir einen Haupt?- Nebeneingang? zur Philharmonie:


    IMG_0007


    Ein absolut toter Platz ohne Aufenthalsqualität, denn darüber ragen die "Wellblechwände" des Gebäudekomplexes Museum Ludwig/Philharmonie auf. Meinte hier nicht jemand, das Gebäude sei gar nicht so schlecht?

    :kopfschuetteln:


    Im nächsten Beitrag schauen wir uns dann noch das Gelände Richtung Dom und Hauptbahnhof an.

    Hm, dann ist allerdings selbst diese Karte lange nicht mehr aktuell, wenn nach dem Krieg noch ein Drittel der Altbauten weggekommen sein soll. Außerdem ist nicht klar, welche Ruinen abgeräumt und welche für eine Rekonstruktion genutzt wurden.


    Bin ich der einzige, der farblich den Unterschied zwischen "total beschädigt" und "unbeschädigt" nicht erkennen kann?

    Ich halte diese Diskussion für müßig. Wenn die Zerstörung nicht stattgefunden hätte, hätte es auch keinen zweiten Weltkrieg und auch kein Naizireich mit seinen Gräueltaten gegeben. Wir Deutsche hätten ein ganz anderes Verhältnis zu unserem Land und unserer Geschichte. Wir wären wahrscheinlich sehr stolz auf unsere Altstädte und würden sie hegen und pflegen. Die Bauhausideologie wäre natürlich trotzdem gekommen, aber man hätte sich wahrscheinlich eher an Gründerzeitgebäuden abgearbeitet. Auch hier muss man die lokalen Unterschiede betrachten: In Köln wurde im 19. Jahrhundert die halbe Altstadt abgerissen und neu bebaut, hier hätten die Modernisten vielleicht bessere Chancen gehabt. Nürnberg hat sein Stadtbild über 500 Jahre erhalten und gepflegt, warum soll ohne die Zerstörung da plötzlich so ein Sinneswandel stattfinden?

    Die Frage wäre ja auch, wie sähe Deutschland ohne die Eingliederung in die westlich-angelsächsische Konsum- und Spaßgesellschaft aus, die nach den Weltkriegen stattgefunden hat? Hätten wir vielleicht eine ganz andere Gesellschaft, ein Mittelding zwischen West und Ost, was Deutschland ja eigentlich dargestellt hat? Alles Fragen, über die man viel rätseln kann, aber am Ende bleibt das alles Spekulation.


    Noch etwas anderes: Ich fertige für Köln aktuell für die gesamte Innenstadt eine Schadenskarte an, hier ein kleiner Ausschnitt:


    Eine solche Karte würde ich gerne einmal von Nürnberg sehen, gibt es so etwas schon?

    Momentan boomt ja hier die Diskussion über Nürnberg. Ich finde Nürnberg auch faszinierend und würde daher gerne in naher Zukunft mal ein Video zum Thema "das alte Nürnberg" machen. Dann kann jeder sehen, welchen Schatz wir damals verloren haben. Wie fang ich am besten an? Wo kann ich gute Bilder finden? Irgendwelche Tipps?

    Ich finde ja die Galerie zum alten Nürnberg hier im Forum sehr schön:


    Nürnberg - in alten Ansichten (Galerie)


    (Nicht mit Chrome öffnen, sonst sieht man die extern eingebundenen Bilder nicht.)

    Bei diesem Strebepfeiler geht es vordergründig weniger um die substantielle Erneuerung, sondern um die Frage der Fassung. Meines Wissens hat man hier ´mal den Veruch einer Überfassung gemacht. Unzählige Male wurde hier im Forum ja schon das Verschwärzen von Sandstein diskutiert. Hier hab es mal den Versuch eines Schutzanstrichs, der aber aus vielerlei Gründen gescheitert und nicht weiterverfolgt wurde.

    Der Strebepfeiler befindet sich ja im Chorbereich und wurde also ursprünglich im Mittelalter errichtet. Anhand des sehr guten Zustandes lässt sich also schließen, dass er in den letzten Jahrzehnten erneuert worden sein muss. Aber interessante Information mit dem Schutzanstrich. Hast du da vielleicht weiterführende Informationen oder Links?

    Die Sorge ist durchaus berechtigt, in Berlin ließ sich schon kein passender Steinmetz mehr finden für die Arbeiten am Berliner Schloss. Keiner hatte mehr die Fähigkeit solche Großarbeiten zu leisten und so hat man dann mit Ach und Krach Jemanden gefunden, der zumindest bereit war, sich dem neu zu widmen. Es ist also nicht unbedingt ausreichend nur kleine Restinseln an Meistertum irgendwo in der Republik vorzuhalten, speziell nicht, wenn es um die Bundeshauptstadt geht.

    Der Gedankengang mit dem Aussterben des Steinmetzhandwerks kam tatsächlich aus einem Film über das Berliner Schloss, in dem ein Steinmetz berichtet hat, dass die Aufträge für das Schloss seine Werkstatt gerettet haben.
    Ich wusste gar nicht, dass auch andere Städte dauerhafte Dombauhütten unterhalten. Das ist natürlich sehr erfreulich. Bei Berlin oder allgemein im nördlichen Teil von Deutschland ist wohl auch das Problem, dass es dort nur wenige große Sandsteinkirchen gibt und man eher mit Ziegeln gebaut hat, wie bei der Nicolai- oder Marienkirche. Dort braucht es natürlich dann auch keine Steinmetze.

    Ich denke, hier zeigt sich, wieso die Überlegungen, die Riegel diesbezüglich einige Posts weiter vorne angestellt hat (Haus für Haus im Laufe der Jahrzehnte rekonstruieren), sich in der Theorie gut anhören, aber in der Praxis aktuell nicht funktionieren würden. Abgesehen von Städten im Osten mit ihren Brachen oder durch den Abriss von DDR-Altbauten entstandene Brachen wie in Dresden, Potsdam oder Berlin, bleibt nur das Hoffen auf das Freiwerden großer Bauflächen durch Abriss wie in Frankfurt .


    Ansonsten ist der Wiederaufbau überall "abgeschlossen", dass heißt, es ist alles vollgebaut. Das Problem existiert ja zum Beispiel auch in Köln an jeder Ecke: Wo man etwas Schönes rekonstruieren könnte, müsste man erstmal abreißen. Das bedeutet, es müssen Mieter gekündigt werden und der Besitzer muss verkaufen wollen. Und derjenige, der rekonstruiert, zahlt bei dem Ganzen noch erheblich obendrauf, weil er nicht nur eine aufwändige Rekonstruktion errichten muss, sondern erst einmal ein wahnsinnig teures Grundstück erwerben muss und häufig nach der Rekonstruktion auch noch weniger Geschossfläche zur Verfügung hätte als vorher, gut, das ist beim Toplerhaus glücklicherweise nicht der Fall...


    Es braucht schon einen Bauinvestor mit extremen Enthusiasmus bezüglich unserer Vorstellungen, der so etwas machen würde. Wie es aussieht, gibt es in Nürnberg mit den Altstadtfreunden genau so einen Investor. Ich befürchte nur, dass nach einem Projekt wie dem Pellerhaus und dem Toplerhaus (angenommen letzteres müsste erst erworben werden), die Kasse ersteinmal ziemlich leer sein dürfte.


    Ich fürchte, damit das Ganze nicht nur eine realitätsfremde Träumerei bleibt, wie Konstantindegeer angedeutet hat, muss sich erst etwas grundlegendes in der Gesellschaft ändern, dass es eine Mehrheit wirklich als lohnenswerte Kraftanstrengung sieht, unsere verlorenen Altstädte wiederzuerlangen, und zwar ganz hinauf bis in die Politik, die Architektenschaft und die Denkmalpfleger. Aber um diesen Wandel anzustoßen, dafür sind wir ja da. :smile:

    Gute Frage, vielleicht weil die Anlieferung per Fahrzeug nur über die Domplatte erfolgen könnte, die aber ab dem Römisch-Germanischen Museum durch große Steinblöcke für Fahrzeuge blockiert ist.

    Oder man müsste das Material die steile Treppe vom Rheinufer herauftragen:


    Inwiefern im Museum Räumlichkeiten für eine Lagerung derartiger Absperrungen vorhanden wäre, weiß ich nicht.

    Bei wöchentlichen Proben wäre das wahrscheinlich ein ziemlicher Aufwand - aber hier zeigt sich einmal wieder, was eine misslungene Planung für einen Rattenschwanz nach sich zieht. Derartige Probleme hatte man früher jedenfalls nicht.

    ursus carpaticus : Die Häuser am Alter Markt sind breiter als früher und haben niedrigere Stockwerke. Dadurch haben die Fenster ihre vertikale Ausrichtung verloren, das gesamte Gebäude wirkt gedrungen. Dazu ist das Dach weniger steil als früher. Es mag auch noch schlimmere Gebäude anderswo geben, aber ich würde diese Häuser definitiv als plump bezeichnen.


    Kommen wir nun vom Alter Markt zum Heumarkt und zu einem anderen Renaissancegebäude, welches den Krieg glücklicherweise als eines der schönsten Gebäude am Platz überlebt hat, das Gasthaus zum St. Peter:


    31 Heumarkt_5 heute


    Gut erkennen kann man an den hellen Steinen des Volutengiebels, dass dieser nach dem Krieg aus komplett neuem Material errichtet werden musste.


    Interessant ist im Vergleich zu früher natürlich die Umgebung, die ich auch hier als "plump" bezeichnen würde.

    Früher dagegen...


    31 Heumarkt_5 früher

    Bildquelle: Mantz, Werner https://kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/40026086


    ... fand sich links ein Gründerzeitgebäude und hinten rechts an der Seidmachergasse ein typisches Gebäude aus dem alten Köln mit schlichter Fassade, geradem Giebelabschluss und spitzem Dach.

    Weiter geht es mit dem sich westlich anschließenden Bereich Richtung Dom und Bahnhof. Streng genommen gehört das natürlich nicht mehr zur Hohenzollernbrücke, aber hier ja auch darüber diskutiert wurde und die Bahntrasse zum Bahnhof ja eine Konsequenz aus der Brücke ist, bring ich die Bilder mal hier unter.


    Legen wir los mit einem Blick auf die Brücke von Westen her:


    IMG_9979


    In die andere Richtung geht es weiter mit dem roten Ziegelbodenbelag, auch diese Stelen rechts sind aus dem gleichen Material. So wie ich das sehe, dienen sie rein ästhetischen Zwecken - wenn man sie denn ästhetisch findet.


    IMG_9981


    Noch ein Blick zurück auf Wilhelm II.:


    IMG_9986


    Links verengen begehbare Baumscheiben den Gehweg:


    IMG_9984


    Wie gesagt, in einem normalen Sommer ist hier dichtes Gedränge.


    Früher führte hier die schon in meinem ersten Beitrag angesprochene Straßenrampe zum Domhof hinunter:


    rba_d012712

    Bildquelle: https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05140998


    Der Weg öffnet sich heute auf den Heinrich-Böll-Platz, etwas verdeckt durch ein "Kunstwerk":


    IMG_9987


    Hier wurde ja schon gemutmaßt, dass für weitere Gleise dieser Platz im Weg wäre, das eigentliche Problem (neben anderen) wäre allerdings dieser Seitenbau des Museum Ludwig, in dem sich offenbar ein Restaurant mit Blick auf die Bahngleise befindet:


    IMG_9989


    Hier das Gebäude in seiner ganzen Länge:


    IMG_9990


    Blick über den Heinrich-Böll-Platz, unter dem sich, wie hier schon angesprochen, die Philharmonie befindet:


    IMG_9995


    Eine Woche vorher hatte ich noch Glück, die Schilder waren aufgestellt...:


    IMG_9821


    ...und die Ordner waren da:


    IMG_9817


    Die beiden in der linken Bildmitte stehen kurz vor einem Anschiss :biggrin: (und ja, das passiert SEHR häufig, wenn der Platz gesperrt ist, weil es einfach niemand verstehen kann, wieso ein freier Platz ohne Baustelle nicht begehbar sein sollte).


    Zum Schluss noch ein Blick auf den begrünten Hügel an der Nordwand des Museums:


    IMG_0036


    ...Architektur- und Platzgestaltung, wie wir sie lieben. :blink:

    Da ich am Wochenende nochmal an der Hohenzollernbrücke war, um ein paar bessere Bilder vom westlichen Teil des Areals Richtung Hauptbahnhof zu machen, fiel mir dieser erneuerte Strebepfeiler samt Fialen auf:


    Köln Dom


    Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es aussehen würde, wenn der Dom komplett diese Farbe hätte. Es würde aber irgendwie nicht zu Köln passen...


    Der erneuerte Wasserspeier:


    Köln Dom


    Wenn ich am Dom vorbeikomme und die erneuerten Teile sehe, kommt mir immer in den Sinn, dass diese ständige Reparatur auch ihr Gutes hat: Selbst wenn die letzten freiberuflichen Steinmetze aussterben sollten, weil nach Berliner Schloss und Garnisonkirche keine weiteren Aufträge der Art mehr kommen, dann gibt es wenigstens in Köln noch die Dombauhütte, wo weiter das traditionelle Steinmetzhandwerk betrieben wird, sodass es nicht völlig verloren geht.

    Sir Moc Das erste Bild wurde aus einem der Gebäude am Rheinufer gemacht - da müsste ich mich mal erkundigen, ob man da hineinkommt. Beim zweiten Bild sollte das letzte Bild in diesem Beitrag einen ziemlich guten Vergleich darstellen.


    Im letzten Beitrag habe ich von West nach Ost den nördlichen Anbau gezeigt. In diesem Beitrag wollen wir uns von der Deutzer Seite wieder der Altstadt nähern und dabei die Südseite betrachten.


    Zunächst aber eine Postkarte mit Blick auf das westliche Portal, die zeigt, dass die Straßenbrücke sichtlich breiter war als die beiden Eisenbahnbrücken:


    Köln Hohenzollernbrücke


    Nun zurück zur Ostseite, wo wir die fehlende Brücke und den südöstlichen Turmstumpf sehen:


    IMG_9772


    Neben der Eisenbahnbrücke verläuft heute ein recht breiter Fußgängerweg:


    IMG_9777


    Blick in die andere Richtung:


    IMG_9779


    Man beachte, wie der Fußgängerweg bis an die Spitzen der Fundamentverkleidung reicht.


    Wenn wir uns den südlichen Portalkomplex mit dem Denkmal von Kaiser Wilhelm I. anschauen ( im unteren Bildbereich sieht man, ich war nicht der Einzige, der an dem Tag Fotos gemacht hat :biggrin:)...


    IMG_9781


    ... und das Ganze mit einer historischen Aufnahme vergleichen... (diesmal ausnahmsweise nicht auf den Zentimeter genau...)


    Ostportal

    Bildquelle: https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/40055467


    ...dann sehen wir, dass der Turmstumpf noch genauso existiert, wie er erbaut wurde. Sogar einzelne Steine kann man wiedererkennen. Der Turm und das passende Geländer sind nur wie abrasiert.


    Begeben wir uns die Treppe hinauf...


    IMG_9784


    Links am Bildrand ist das Turmfundament zu sehen, dort wo das Geländer verläuft, ging es vor der Zerstörung auf die Straßenbrücke.

    Zweifelsohne handelt es sich hierbei um eine tolle Location, gerade auch Abends, wenn Brücke und Dom angestrahlt werden und man einen fantastischen Blick über den Rhein auf die Altstadtsilhouette hat. Das hat es vor dem Krieg so natürlich nicht gegeben.


    Wenn wir uns ein paar Meter weg von der Brücke bewegen, sehen wie sogar noch ein Stück historische Straße aus Kopfsteinpflaster mit Straßenbahnschienen:


    IMG_9785


    Auch der restliche südöstliche Teil der Brückenrampe präsentiert sich wie vor dem Krieg:


    IMG_9793


    Näherte man sich auf der alten Brücke dem Dom von Osten, sah das so aus:


    Verkehr_auf_Südbrücke

    Bildquelle: https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05211146


    Den Dom konnte man natürlich nur schemenhaft durch die Eisenkonstruktion sehen.


    Heute hat man vom Fußgängerweg dagegen den freien Blick auf den Südturm, was sicherlich auch seine Vorteile hat:


    IMG_9798


    Der Fußgängerweg ist allerdings gerade im Sommer mit all den Touristen chronisch überlastet. Hier wird über kurz oder lang eine andere Lösung nötig werden.


    Rechts ist übrigens keine extravagant gestaltete Wand zur Eisenbahnbrücke, sondern über und über mit Liebesschlössern vollgehängte Eisengitter, ein weiterer Aspekt, für den die Hohenzollernbrücke bekannt ist:


    IMG_9805


    Der Verbleib dieser Schlösser ist übrigens durchaus ein Thema, sie sollten vor einiger Zeit wegen der schieren Belastung für das Bauwerk abgenommen werden, wovon man dann aber doch Abstand nahm. Es gab sogar in der Rundschau einen Artikel, der sich allein mit der Frage beschäftigte, was bei der Erweiterung denn mit den Schlössern werden soll. Wieviel Prozent dieser Schlösser von Touristen und Einheimischen sind, würde mich mal interessieren. Und wieviel Prozent der Paare noch zusammen sind :augenrollen:.


    Drehen wir uns um und werfen einen Blick zurück Richtung Deutz, wo man ja leider Hochhäusern hinsetzen musste. Der freie Platz für die fehlende Brücke ist gut sichtbar.


    IMG_9799


    Wenn wir auf der Brückenmitte noch einmal zurück blicken, sehen wir, dass die nach dem Krieg errichteten neuen Fundamente im Fluss bei weitem nicht ausreichen würden, um auch die fehlende Brücke oder sogar die flankierenden kleineren Türme zu tragen:


    IMG_9804


    Angekommen auf der anderen Seite präsentiert sich der südwestliche Turmstumpf samt Lücke genau wie auf der gegenüberliegenden Seite (ich bitte um Entschuldigung für die Bildqualität, meine Kamera hatte Schwierigkeiten mit dem Gegenlicht):


    IMG_9806


    Dort, wo früher die Brückenrampe auf den Domhof hinab geführt hatte, schauen wir noch einmal zurück:


    IMG_9809


    Das Denkmal von Kaiser Wilhelm II. (übrigens von ihm höchstpersönlich zusammen mit der Brücke eingeweiht :biggrin:) steht noch auf seinem alten Sockel, daneben klafft die breite Lücke der fehlenden Straßenbrücke.


    Auch der restliche Teil des Brückenkopfes ist auf der Südseite außer den Portalbauten und den Türmen genau wie vor dem Krieg, nur das Straßenniveau unten ist wegen Rheinufertunnel und der Rheinufergestaltung ein anderes als früher:


    IMG_9834


    Hier noch einmal der Blick von unten auf den intakten Turmstumpf:


    IMG_9840


    Und zu guter Letzt noch einmal einen Blick zurück auf die Brücke von der Rheinpromenade aus:


    IMG_9837


    Im nächsten Beitrag wird es dann noch um den sich anschließenden Bereich Richtung Dom gehen, der hier ja auch schon diskutiert wurde.