Posts by Centralbahnhof

    Von wem war nochmal die obere Aufnahme? Die untere ist von Facebook, von den Restauratoren oder? Dann muss ich da mal anfragen ob ich die für Instagram verwenden darf.

    Beide Bilder sind aus diesem Facebookbeitrag. Schade, dass wir offenbar niemanden aus der Region im Forum haben...

    Wobei eine reine Sanierung für eine Auszeichnung nicht ausreicht. Es muss schon ein Neubau sein. Letztes Jahr haben wir ja das erste Mal eine Wiederbestuckung in der Liste gehabt, das wäre auch noch ok.

    Etwas anderes wäre, es, wenn der Renaissancegiebel wiederhergestellt worden wäre, aber dafür bräuchte man Vorher-Bilder.

    Das Bild stammt ja noch aus dem Juli. Wir bräuchten also mal jemanden aus der Nähe von Hamburg, der dort einmal vorbeifährt und ein aktuelles Bild macht.

    Weil mit Gerüsten davor kann man das Haus wohl kaum als fertig gelten lassen und außerdem erkennt man so ja kaum etwas.

    Vielleicht um das ganze etwas einzuordnen, für die, die den Artikel nicht gelesen haben: Es handelt sich hierbei nicht um alte Ausstattungsstücke des historischen Rathauses, sondern um Neuanschaffungen aus der Nachkriegszeit. Die Teppiche wurden offenbar in den Dreißigern geknüpft.


    Trotzdem ist es natürlich schade, da die Teppiche laut der Bilder ja sehr ansehnlich waren und würdig für ein historisches Gebäude und der Ersatz sicherlich modern und damit unpassender sein wird.

    Machen wir uns nichts vor - die neuen Gebäude werden kaum unseren Anforderungen an guten Städtebau entsprechen. Am Ende wird so etwas herauskommen wie das direkt benachbarte neue Archiv:



    Trotzdem würde ich ein solches Gebäude (selbst wenn es noch drei Stockwerke höher wäre) als angenehmer einstufen, als diesen grässliche Hochhauskomplex. Vor allen Dingen, weil es nur in den unmittelbar angrenzenden Stadtraum hinein wirken kann und nicht die ganze Stadt überragt.


    Seien wir doch mal ehrlich, ein guter Neubau in unserem Sinne ist völlig unrealistisch: Der Auftraggeber ist der Staat, es gibt nichts zu rekonstruieren, ein guter Gegenentwurf ist damit nirgends in Sicht. Und für prächtige, repräsentative öffentliche Bauten sind die Zeiten in Deutschland wohl so schlecht wie noch nie. Von daher bin ich durchaus damit zufrieden, dass wenigstens dieses Hochhaus verschwindet und am Ende nicht, wie Neußer richtig anmerkt, unter Denkmalschutz gestellt wird.

    Folgender Beitrag ist auf der Facebookseite des Ortsverbandes erschienen:


    Kreuz

    Das marode Justizgebäude aus dem Jahr 1981 soll abgerissen werden


    Gute Nachrichten für den Kölner Südwesten! Das über 100 Mester hohe Justizhochhaus wird abgerissen - und der Neubau soll kein Hochhaus mehr sein. Der Siegerentwurf für den Neubau sieht fünf quadratische Würfel vor, die deutlich niedriger ausfallen werden.

    Artikel: https://www.express.de/.../neues-justizzentrum-in-koeln...


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    Das Gebäude von der Universitätsstraße aus gesehen


    Natürlich verbleiben an der Luxemburger Straße noch einige weitere dystopisch wirkende Ungetüme aus den siebziger Jahren, allen voran das völlig überdimensionierte Uni-Center, doch mit dem Justizzentrum wird ein erster wichtiger Schritt gemacht.


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    Das deutlich höhere Uni-Center rechts im Bild ist von den Abrissplänen aber nicht betroffen


    Bezeichnend ist hier wieder einmal die offensichtliche Minderwertigkeit unserer Architektur-Epoche - kaum vierzig Jahre nach Erbauung muss das völlig marode Gebäude schon wieder abgerissen werden, eine Träne nachweinen wird dem Gebäude wohl niemand.

    Mal sehen, ob dem neuen Justizzentrum ein längeres Leben beschert sein wird...

    Noch ein Update von der Baustelle, da sich aktuell recht ungewohnte Blickachsen ergeben.


    Aus der Sporergasse:

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    Vom Roncalli-Platz aus:

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    Die Ecke Große, bzw. kleine Budengasse/Unter Goldschmied:

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    Wie man sieht, laufen schon die Arbeiten an den Fundamenten und/oder Erdwärme-Leitungen.


    Das Senatshotel einen Block weiter ist auch schon abgesperrt und alles wird rausgerissen:

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    Ein Blick auf die Rückseite zeigt: Außer der Fassade wird wohl nicht viel übrig bleiben von dieser Perle der 50er :lachen:

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    Was mich wundert: Offenbar wurde auf dem Areal rein gar nichts archäologisch relevantes gefunden. Vermutlich hat man hier schon nach dem Krieg alles historische rausgebaggert.

    Wir gehen zur nächsten Straßenecke, hier biegt die Straße "In der Fleischhalle" ab, zu dem Namen gibt es mehr zu sagen, wenn wir die historische Situation betrachten werden:

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    Wir begeben uns ans Ende von In der Fleischhalle und gelangen auf die Gürzenichstraße:

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    Und noch eine Ansicht vom Heumarkt aus, wo die Gürzenichstraße auf selbigen mündet. Rechts im Bild sieht man die kleinteilige, angrenzende Nachkriegsbebauung am Heumarkt. Hier erkennt man, wie wenig dieser Bau selbst zu den Versuchen der Nachkriegszeit passt, den Charakter des alten Köln wiederaufzunehmen:

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    Zur Gürzenichstraße hin gibt es eine Lücke in der Bepflanzung, hier ergibt sich also durchaus eine gewisse Fernwirkung:

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    Ich hatte im Juli das gesamte Areal einmal fotografisch erfasst, jetzt will ich es endlich hier vorstellen.


    Wir sprechen über einen Gebäudekomplex, der im Westen des Heumarkts zwischen Bolzengasse, In der Fleischhalle und der Gürzenichstraße liegt:

    Karte


    Vom Platz selber sieht man dank Baumbewuchs eher wenig von der westlichen Häuserzeile am Heumarkt:

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    So sieht es von der Straße aus, die um den Heumarkt herumführt:

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    Wir biegen ab in die Bolzengasse, hinten sieht man den Gürzenich:

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    In der Gasse liegt die Zufahrt zu einem Parkplatz in der Mitte des Blockes:

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    So sieht der Innenhof aus:

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    Blick zurück auf den Heumarkt:

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    Ich war gestern vor Ort in Odendorf und habe den ganzen Tag beim Aufräumen geholfen.

    Es ist zwar schon etwas her, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen, es hier einzustellen. Ich habe im Juni diesen Jahres erneut in Odendorf vorbeigeschaut, um zu sehen, wie der Ort mittlerweile aussieht und was aus den teilzerstörten Häusern geworden ist. Und da ich ja immer so für Vergleichsfotos zu haben bin, habe ich die Motive noch einmal nachfotografiert.

    Der Orbach, der so viel Zerstörung über den Ort gebracht hat, war bei meinem zweiten Besuch ironischerweise ausgetrocknet:

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    Dieses Fachwerkhaus ist weg:

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    Genauso wie dieses:

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    Die Halle wurde, wohl verkürzt, wieder zugemacht:

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    Dieses Fachwerkhaus steht noch, aber viel passiert scheint an der Lücke noch nicht viel:

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    Erfreuliche Nachrichten gibt es von diesem Haus: Hier scheint von einem Abriss keine Rede mehr zu sein, es gibt jedenfalls keine Markierung mehr und ich habe von Anwohnern gehört, dass diese Markierungen bei einigen Häusern zurückgenommen wurden.

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    Das Loch in der Straße davor wurde auch schon geflickt, wenn auch mit nicht besonders schönen Betonsteinen, weiter hinten liegt ja noch altes Kopfsteinpflaster:

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    Insgesamt also das, was man befürchtet hatte. Viele unscheinbare Fachwerkhäuser, welche die Historie der Orte gezeigt haben, haben die Flutkatastrophe nicht überlebt und werden wohl den üblichen Neubauten weichen. Vermutlich wäre in vielen Fällen eine Rettung möglich, aber zu teuer gewesen. Und am Ende ist eben alles auch eine Frage des Geldes, und was die Versicherung bezahlt.

    Bei meinem Besuch in Rostock letzten Monat ist mir eine riesige Brache zwischen kleiner/großer Wasser Straße und Grubenstraße aufgefallen:


    Blick von oben, an der großen Wasserstraße:

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    Blick von unten, an der Grubenstraße:

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    Eine kurze Recherche, was dort hinkommt, hier die Projektwebseite: https://jh-holding.ag/grubenstrasse-rostock/


    https://jh-holding.ag/wp-conte…1/03/GRUBENSTR-04-P03.jpg


    https://jh-holding.ag/wp-conte…1/03/GRUBENSTR-04-P04.jpg


    Immerhin, die Fassade neben dem Backsteingiebel in der Wasserstraße sieht mal nach etwas halbwegs Interessantem aus, weiter hinten scheint man wohl eine Art Treppengiebel zu planen. Dazwischen stehen dann recht uninspirierte Kästen, gerade an der Grubenstraße scheint man sich gar keine Mühe zu geben. Aber immerhin, die Visualisierung von der Wasserstraße scheint mehr zu beinhalten, als man von solchen Projekten erwarten darf.

    Zwar sind die Fenster modern, dafür aber ziemlich ansehnlich, besonders farblich.

    Das stimmt, mit die besten modernen Kirchenfenster, die ich bisher gesehen habe. Immerhin versucht man sich an einer figürlichen Darstellung.


    Wir werfen einen letzten Blick auf die Herz-Jesu Kirche...

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    ...und wenden uns dann wieder der Genovevaburg zu. Von stadtauswärts haben wir ja schon die älteren Teile der Burg gesehen, stadtseitig sehen wir die etwas jüngeren Erweiterungen/Umbauten aus der Barockzeit:

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    Auf dem Weg zur Burg kommen wir noch an einigen Gründerzeitlern vorbei, wieder mit Basaltwerksteinen:

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    Wir steigen zur Burg hinauf und kommen zu einem großen Portal:

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    Hier findet sich auch ein Seiteneingang zu einem kleinen Burggarten, der selber aber eher unspektakulär daherkommt:

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    Im Burghof:

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    Bei den Bögen ist auch Schiefer zum Einsatz gekommen:

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    In Köln wurde ein zwölfköpfiges Gremium geschaffen, welches das koloniale Erbe der Stadt aufarbeiten soll. Es berät direkt den Kulturausschuss des Stadtrates.

    Die erste Forderung aus diesem Gremium: Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohenzollernbrücke soll abgerissen werden.

    Außerdem geht es um Straßenumbenennungen und das "Aufarbeiten von kolonialen Strukturen in der Stadt", wie zum Beispiel dass man auf die Tatsache hinweisen will, dass die Schokoladenfabriken ja Produkte aus den Kolonien verarbeitet haben.


    Link (hinter Bezahlschranke): https://www.ksta.de/koeln/kais…AikUqJUk7iCUVJoVEOamoNUew


    Tja, was soll man dazu sagen? Während die Stadt sich einen Sch*** um ihre Stadtgeschichte kümmert und ehrenamtlich Tätige in dem Bereich vor den Kopf gestoßen werden, im rheinischen Bildarchiv (dem Kulturdezernat unterstellt) tausende Bilder vom historischen Köln ungeordnet und erbärmlich präsentiert verrotten (derweil kümmert man sich um Ausstellungen wie "Chargesheimer fotografiert Jazz"), schafft man ein vielköpfiges Gremium, welches Schuld, Schuld und nochmals Schuld über das historische Köln ausschütten soll.


    Es erübrigt sich eigentlich jeglicher Kommentar - hier setzt sich nahtlos fort, was wir in Berlin mit dem Humboldtforum erleben, ja wie Diskussionen über unsere Kultur mittlerweile vielfach ablaufen.


    Ich frage mich wirklich, wie viele Jahre wir diesen erbärmlichen Unfug jetzt eigentlich ertragen müssen und ob das jemals wieder aufhört.

    Weiter geht es mit dem Inneren der Herz-Jesu-Kirche:

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    Die Fenster sind leider modern...

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    Neben der Orgel waren Lautsprecher aufgebaut, aus der irgendwelche Gesänge erklangen. Irgendwie kam mir das etwas befremdlich vor, ich mag Kirchen lieber still.

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    Besonders aufgefallen sind mir die unterschiedlich gestalteten Würfelkapitelle:

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    Direkt neben der zuletzt gezeigten Villa steht das längste Stück Stadtmauer, was wir ja schon von der Feldseite her gesehen haben. Der Wehrgang auf der Stadtseite wurde rekonstruiert:

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    Jetzt kommen wir zur Herz-Jesu-Kirche:


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    Sehr schön finde ich die Musterung aus hellem und dunklem Vulkangestein an den Portalen:

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    Das Hauptportal an der Westfassade:

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    Wie hier auch schon geschrieben wurde, die Kirche hatte ursprünglich nur einen Turm, den Wiederaufbau hat man genutzt, um die Kirche zu komplettieren.

    Schade, dass Mayen nicht so viel Geld hat, wer weiß, was sonst nach dem Krieg mit dieser Mentalität alles möglich gewesen wäre...