Posts by Gorki68

    Die Stadt ist unbedingt eine Reise wert. Ich war gerade für drei Tage dort. Anbei ein paar Bilder aus dem Norden der Stadt, aus einem Einkaufszentrum, und aus dem sehr quirligen Süden.

    Dann noch Hudson Yards und ein Blick nach Newark. Hudson Yards wird sehr gut angenommen - zumindest die neue Shopping Mall. Die Skulptur ist schon wieder gesperrt wegen zu vieler Selbstmorde (Sturz in die Tiefe). Insgesamt wirkt es wie Dubai. Zum Hudson ist es nicht gut angeschlossen. Das 1. Photo ist der Blick rüber nach NJ . Da entsteht inzwischen auch eine richtige Skyline . Ganz links der Goldman Sachs Tower. Danach der Blick auf Hudson Yards

    Heute mal wieder in NYC zum Black Friday shopping (der Töchter wegen ). Auf dem Weg habe ich ein paar Photos zu interessanten Neubauten gemacht. Das ist schon etwas kreativer als im Raster-Berlin. Der Turm mit der Uhr ist ein Neubau.

    An der High Line in Chelsea: und in Soho:


    Nehmen wir mal an, diese Räume würden wieder hergestellt: wer will denn das wirklich sehen?

    Solche Räume gibt es im Schloss Charlottenburg, in Potsdam in gleich mehreren Schlössern zuhauf, und in jedem anderen Schloss in Deutschland. Es gibt 25.000 Schlösser und Burgen in Deutschland, an historischen Zimmern ist nun wirklich kein Mangel.

    Das Treppenhaus allein würde reichen. Aber noch mehr seidenbespannte Schlafzimmer? Da sollte man lieber alle Energie in eine Ostfassade stecken, die nicht nach BND Zentrale aussieht.

    Es stimmt: die immergleichen Stilelemente. Ob nun Zimmermann, oder Robert AM Stern, oder Pohligbuilders.com.

    Aber deshalb ist es ja 'klassische' Architektur. Die Alt-Berliner Bauten wurden auch aus dem Katalog des Maurermeisters zusammen gestellt.


    Der Unterschied in den USA ist, dass es hier - regional natürlich unterschiedlich zw Westküste oder Ostküste - eben der vorherrschende Baustil ist. Architektur UFOs baut hier niemand, weil man sie nicht verkaufen kann. Die Kunden wollen eine Architektur, die in 30 Jahren auch noch funktioniert, und dann wieder verkauft werden kann. Dazu gehört eben ein Sprossenfenster etc. und ein Aussehen, dass von einer maximalen Anzahl an Kunden schön gefunden wird. Das gibt es in Deutschland sicher auch, es ist leider die Ausnahme. Vor allem im Mehrfamilienhaus.

    Das Schmitz Gebäude wird bereits im Stil kopiert: oben Schmitz, unten eine Kopie in Philadelphia/USA, für die gerade der Bauantrag eingereicht wurde (19 North -26th Street).

    Der Dachabschluss wird in den USA übrigens vom Zimmermann aus Holz gebaut, dann mit Stein verkleidet und einfach an die Fassade geschraubt. Wie im 19. Jahrhundert kann man aus dem Katalog die historische Fassadenverkleidung auswählen - Romanik, Klassik, Southern-estate, Colonial... das entscheidet dann der Bauherr. Die Grundrisse sind alle gleich - nur die Fassade wechselt.

    Ein Blick nach Chelsea in New York City (westlich -wo die Highline ist). Das normale Fenster hat ausgedient. Unterteilte Fenster sind der neu Hit.

    William & Mary in Virginia. Hier ist alles historisch, der Ort liegt idyllisch zwischen James und York River. Das berühmteste Gebäude ist der sogenannte Wren Bau (hier nicht abgebildet). Die Uni bildet eine sehr schöne Gesamtanlage, gleich daneben liegt die historische Stadt, die heute eine Touristenattraktion ist. Virginia liegt etwas abseits der Touristenströme, daher sieht man dort eigentlich nur Amerikaner als Besucher.

    Der gesamte neben W&M liegende Ort ist heute ein Museumsort. Interessant dabei ist, dass der Milliardär Rockefeller in den 1920er Jahren alle Ländereien um die Stadt aufgekauft hat, um eine kommerzielle Entwicklung zu verhindern. Es führt von Yorktown z. B. ein 21km langer Zubringer in die Stadt, der selbst wie eine Zeitreise angelegt ist : keine Stromleitungen, keine Tankstellen, keine anderen Gebäude zu sehen, so dass man sich tatsächlich ins Colonial America versetzt fühlt. Man hat auch die Highways umgelegt, um einen gebührenden Abstand zur historischen Stadt zu erhalten. Im Ort sieht man Pferde und Schafe grasen. Die Hotels etc. hat man außerhalb hinter einem Wald als Blickfang angesiedelt.

    Die Hinweisschilder sind bereits angepaßt:

    Hier nun einige Beispiele moderner Architektur an den Universitäten. Ich habe mal ein altes Fenster aus dem 17. Jahrhundert neben den eines Neubaus gestellt. Man sieht, dass man sich bei der Gestaltung durchaus Gedanken macht. Der große Querriegel-Bau ist die (UNC) Sporthalle, gefolgt von einem neuen Lehrgebäude.

    Mal wieder ein Update aus den USA: die Universitäten von Virginia: in Charlottesville (UVA) und Williamsburg (William & Mary), sowie UNC in NC.

    UVA wurde von President Jefferson entworfen und ist heute UNESCO Weltkulturerbe. W&M ist nach Harvard die zweitälteste US Universität. Die Unis sind blitzsauber - kein Graffiti nirgendwo. Alle neuen Gebäude sind im klassischen Stil perfekt in die beiden Universtäten eingepasst. In den historischen Zimmer leben immer noch Studenten. Die Uni stellt jedem Bewohner einen Schaukelstuhl vor die Tür. UVA ist eine public university (17.000 Studenten - Harvard: 12.000 Studenten). Da neue Gebäude meist aus Spendengeldern finanziert werden, kann man sich einen aufwendigen historischen Baustil leisten. Allerdings baut der Staat hier eher immer traditionell. Nach dem letzten Bauerlass (von Trump) ist ein klassicher Stil sogar vorgeschrieben.

    stadtbild-deutschland.org/foru…dex.php?attachment/37028/

    Mal wieder ein paar Photos aus Philadelphia, Stadtteil Fairmont, also nord-westlich von Broad Street. Die Gegend ist von Ziegel-Townhouse geprägt und gerade stark in Gentrifizierung. Die neuen Häuser passen sich alle an die Umgebung an. Die Erker werden natürlich als Holzrahmen gezimmert. Ebenso die klassichen Dachüberstände. Kostet nichts und sieht immer besser aus als der nackte Berliner Fassadenabschluss.


    Bei den modernen Gebäuden in Dresden stellt sich die Frage, wieso man nicht die in Berlin oder Holland erprobten Konzepte mit Rundbögen-Fenstern ausprobiert. Moderne Architektur kann auch lebendig sein. Die aufrecht stehende Rasterwand sieht jetzt schon altbacken aus. Dann würden auch die historischen Fassaden mehr auffallen. Insgesamt ist das Aufbaukonzeot natürlich harmonisch, aber sehr lebendig sieht das alles nicht gerade aus.


    Besuch in Brooklyn gestern. Die Gentrifizierung schreitet voran, auch mit sehr ansprechenden Backsteinbauten. Der Backstein-Industriebaustil ist geradezu eine Welle.

    Ein Blick nach Manhatten zeigt die neuen Super Wolkenkratzer. Ganz links One Vanderbilt (neben Grand Central Station/Chrysler Building), und dann die neuen Wohngebaude an der 57. Strasse. Teils ultra modern, teils eher klassisch. Fuer Sandstein Fassaden (Park Avenue) nimmt man anscheinend immer Robert A Stern als Architekten, der in diesem Forum ja schon mit mehreren Bauten vertreten war. Sein neuer Wolkenkratzer an der Park Avenue ganz unten.

    Die noch vor zwei Jahren als "definierend" angesehenen Gebaeude des MoMa oder One 57 von C Portzamparc sind heute schon wieder nicht mehr auszumachen im Haeusermeer. Im Bild sind es die beiden Zipfel rechts neben dem Chrysler Building.

    In Manhatten ist es still wie in einem Kurort, die Strassen sind fuer Restaurant Terassen freigeraeumt. Auf der Avenue of the Americas gibt es Biergaerten, wo sonst der Verkehr braust. Sehr angenehm.



    Philadelphia und Savannah (Georgia) sind in den USA sicher eine Reise wert.

    Savannah hat die mit weitem Abstand eleganteste und am besten erhaltene Altstadt der USA. Der historic district ist das größte Denkmalschutzgebiet im Land. Die Stadt ist um 16 historische Plätze in einem barocken Raster angelegt, in deren Mitte stehen große Brunnen und Denkmäler. Die Villen darum herum sind ausgezeichnet erhalten. Die Stadt wurde im Bürgerkrieg nicht zerstört, und ist mangels eines Booms nicht überbaut worden. Daher wandelt man dort wie im 19. Jahrhundert.

    Philadelphia (siehe Photos) hat natürlich den historic district und den Mythos der Gründerstadt, aber auch eine gut gepflegte Altstadt, die ein wenig an holländische Fischerdörfer erinnert. Dazu kommen prächtige Museen und Platzanlagen. Die Barnes Collection und die Cezanne Sammlung des Museum of Art sind allein den Besuch wert. Hier lohnt sich auch ein Ausflug zu den sehr noblen Vororten der Main Line, in denen palastartige Villen und historische Straßenzüge im Überfluß stehen. Leider wird Philly wegen der Sandwich Lage zw. NYC und Washington oftmals nicht besucht.



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