Posts by Badner

    Es gab zum neuen FC-Bayern-Gebäude ja auch hier unterschiedliche Bewertungen in puncto Neubau vs. Historizität. Scheinbar wird es von ein paar verschiedenen Meinungsmachern da draußen nun als Reko "anerkannt", denn die üblichen Schlagworte "Disneyland" und "Rückwärtsgewandheit" sind gefallen! :wink: Der Boulvardpresse "tz" ist es jedenfalls einen Artikel wert ... Aber lest selbst: https://www.tz.de/muenchen/sta…eschmacklos-90206030.html

    Eine deartig besetzte Stadtgestaltungskommission dreht sich doch völlig um sich selbst, anstatt das Stadtbild objektiv bewerten zu können. Einzig (und ausgerechnet!) die Amsterdamer Kollegin äußert sich positiv zu dem Entwurf. Bei uns in Baden-Baden gibt es eine solche Kommission auch. Da gelingt es ihnen zwar meist, die allerschlimmsten Entgleisungen zu korrigieren, aber wenn für einen einfältigen Betonklotz mal wieder ein schöner Altbau platt gemacht wird, verliert dazu niemand auch nur jemals ein Wort. huh:)


    Zurück zum Thema: Man könnte seine Meinung zu den Aussagen über die Mozartstraße 4 in der "Abendzeitung" ja an die Kommission direkt richten. Siehe hier unten per Mail unter Kontakt: https://www.muenchen.de/rathau…Bauaufsicht/KfS-Info.html Ein Effekt wäre hieraus sicher nicht zu erwarten, aber so würden sie vielleicht mal sehen, was andere Leute so denken.


    Interessant sind übrigens die auf dieser Webseite in der Einleitung oben genannten Projekte wie (der geplante Umbau des) Gasteigs und (der realisierte Neubau des) Pschorr-Hauses, mit denen sich diese Kommission in der Vergangenheit beschäftigt hat. Das sind bezeichnenderweise zwei Beispiele, die sich in ihrer Realisierung kaum schlimmer aufs Stadtbild auswirken könnten! So viel also zur Expertise der Kommission! :kopfschuetteln:

    Das verlinkte PDF ist interessant. Mir sind Abb. 21 und 22 auf Seite 11 besonders aufgefallen. Offenbar wurde da nach 1995 ein hübsches kleines Fachwerkhaus plattgemacht. Der Beschreibungstext:


    "Das giebelständige Gebäude [= gemeint ist das Fachwerkhaus] sowie der Flachdach-Zwischenbau wurde durch zwei vier- bzw. fünfgeschossige Gebäude (...) ersetzt. Diese schließen nun selbstverständlich die Raumkante des Platzes."


    Die Baulücke zu füllen mag per se ja eine gute Entscheidung für die Ensemblewirkung sein. Nur wieso musste hierfür neben dem Flachdachbau auch das Fachwerkhaus weichen? Etwa bloß um eine gleiche Giebelhöhe mit dem Nachbarhaus zu erreichen? Als Ortsunkundiger kenne ich die Hintergründe hierzu nicht. Doch durch die Vernichtung der ohnehin in diesem Bereich sehr geringen Altbausubstanz wurde das Ziel der Aufwertung dieser Häuserzeile zumindest aus denkmalpflegerischer Sicht doch ad absurdum geführt. Was für eine Argumentation steckte da nur wieder dahinter ... :kopfwand:

    Würde dieser Neubauentwurf einen Brutalismusbau oder so ersetzen, könnte man noch froh sein. Und besser als ein Sichtbeton- oder Flachdachungetüm ist er allemal. Aber das darf hier kaum ein Argument sein, denn der jetzige Bau ist in der Tat sehr viel harmonischer. Solche Abrisse wie in Rottenburg schaffen nur Frust. Nicht den großen Wurf, oder was sich da viele Städte sonst erhoffen.


    In Ulm wurde neulich ein ähnlicher, wenngleich deutlich kleinerer Heimatschutzstil-Bau an der Donaufront durch einen Neubau ersetzt, was hier im Forum auch zu sehen war – zwar mit Spitzdach bemüht angepasst, aber ebenfalls ein herber Einschnitt gegenüber der vorigen Situation. Wenn man das Ulmer Stadtpanorama heute vom anderen Flussufer oder der Eisenbahnbrücke aus betrachtet, fällt dieser Störfleck enorm aus dem Rahmen. In Rottenburg wird es genauso kommen. Dass da kein Umdenken einsetzt, kann man zumindest aus ästhetischen Gesichtspunkten nicht mehr erklären ... Ich frage mich immer, warum da die Entscheidungsträger nicht bei schlecht schlafen. :kopfschuetteln:

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    Aber die Fahrt durch Elberfeld ist echt unglaublich. Ich hatte keine Ahnung wie schön das gewesen ist.

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    Elberfeld hatte eine wahrhaft prachtvolle Innenstadt, unglaublich urban auf engstem Raum im Tal der Wupper. Die bergischen Fachwerkhäuser, meist schieferverkleidet, sind zwischen den Gründerzeitler besonders bemerkenswerte "Farbtupfer". Immerhin ist diese historische Pracht noch in sehr großen Teilen nahezu geschlossen in der Nordstadt, dem Briller Viertel oder dem Zooviertel zu sehen – einige forografische Höhepunkte waren ja vor ein paar Monaten in dem Galerie-Strang zu sehen. Auch in Vohwinkel, was teilweise auf den Videos zu sehen ist, steht noch relativ viel an der Schwebebahn-Strecke.

    So viel ich weiss war Wiesbaden die Hauptschauplatz aber klar Fjodor war ja auch in Bad Homburg und in Baden-Baden unterwegs.


    https://merkurist.de/wiesbaden…n-glueck-in-wiesbaden_65U

    Ich bin kein Dostojewski-Eperte, aber ich glaube, weder Wiesbaden noch Homburg oder Baden-Baden spiegeln exakt "Roulettenburg" wieder. Es ist eine Mischung seiner schlechten Erfahrungen aus allen dortigen Casinos. Meines Wissens entdeckte er jedoch zuerst hier in Baden-Baden das Glücksspiel für sich. Und hier hatte ihn später die Spielsucht mit am schlimmsten erwischt, sodass er 1867 sogar die Kleider seiner Ehefrau und die Eheringe verpfändete – sie verließen kurz darauf pleite die Stadt. Sein Roman "Der Spieler" hatte er im Jahr zuvor veröffentlicht. Dostojewskis damalige, eher ärmliche Herberge im Baden-Badener Bäderviertel wurde später durch einen Historismusbau ersetzt, an dessen Fassade eine Plakette an ihn erinnert, ebenso wie eine Bronze-Büste, die interessanterweise auf einem Buch mit dem Titel "Der Spieler" ruht. Eine weitere Dostojewski-Statue steht im nahen Rotenbachtal. Und eine weitere Info am Rande: In Baden-Baden hatten sich Dostojewski und Turgenew 1867 heftig zerstritten, letzterer übrigens deutlich betuchter mit einer eigenen Villenpalast im prachtvollen Loius-XIII.-Stil, der noch heute an der Fremersbergstraße steht.

    (...) Da ich nicht allzu vertraut mit der Geschichte der Stadt bin und überwiegend negatives gehört habe, (...)

    Ja, man hört durchaus Negatives über Wuppertal. Die Innenstädte der beiden größten Stadtteile Elberfeld und Barmen haben neben einigen tollen Prachtbauten auch einiges an Nachkriegsmief zu bieten. Aber die Stadt steht in puncto bauliches Erbe in NRW deutlich besser da als die meisten anderen Großstädte. Ich meine mal gelesen zu haben, dass in Wuppertal die zweitmeisten Baudenkmäler in NRW stehen.


    Ich kenne die Stadt recht gut, und es gibt eine Menge wirklich sehr schöner Gegenden mit herrschaftlicher v.a. gründerzeitlicher Architektur. Dazu gehört das beeidruckende Briller Viertel mit herrlichen Straßenzügen und alten Fabrikantenvillen (auf Wiki gibt'ts einen kleinen Eindruck davon). Schau dir dort mal die ellenlangen Listen der Baudenkmäler an (ist ganz unten im Artikel verlinkt).


    Auch das Luisenviertel sowie das Zooviertel sind sehr großzügig und überwiegend gründerzeitlich-historisch. Der namensgebende Zoo ist für mich der aufgrund seiner hügeligen Topofgrafie und schönen Gestaltung samt einigen Altbauten mit Abstand schönste in Deutschland. Vohwinkel ist an einigen Ecken ebenfalls recht hübsch anzusehen, und dazu fährt mittendurch auch noch die berühmte Schwebebahn. Eingemeindete Stadtteile wie Beyenburg oder Schöller sind wiederum richtig verträumte alte bergische Dörfchen mit viel Fachwerk.


    Um mal nur einige ausgewählte Beispiele zu nennen ... :)

    Diese Scheinargumentation "die Schau stehlen" ist so unsinnig. Rossebändiger und Neptunbrunnen (sprich: eine adäquate Schlossumfeldgestaltung) vervollständigen gerade erst die Barockfassade, da sie mit ihr in Beziehung treten. Die damaligen Architekten haben solche Ensembles zu gestalten nämlich tatsächlich noch vermocht. :kopfschuetteln:

    Gerade erst gesehen: Es droht Ungemach am Erbgroßherzoglichen Palais, das Sitz des Bundesgerichtshof ist. Mitten in die historische Parkanlage soll das sogenannte "Forum Recht" hineingebaut werden. Dafür sollen viele Bäumen gefällt, die Sichtachse zum Karlstor hin zerstört und ein massiger Baukörper vor das historische Palais gepflanzt werden. :kopfwand:


    Eine Bürgerinitiave bezeichnet die Zerstörung des Gartens als "Skandal" und will das mit einer Onlinepetition (siehe hier) verhindern. Sie schlagen einen Alternativstandort am Schloss neben dem Bundesverfassungsgericht vor. Siehe zu dem Thema hier ein Überblicksartikel in der Lokalzeitung BNN: https://bnn.de/lokales/karlsru…aene-fuer-das-forum-recht


    Lest euch das mal durch – sollte der Bau in der Parkanlage des Erbgroßherzoglichen Palais tatsächlich durchgehen, wäre das ein Fanal. Es muss doch hoffentlich ein anderer Standort gefunden werden können!


    EDIT: Hier ein Luftbild des Geländes. Der Neubau würde links vom Palais in das grüne Dreick zwischen Park und Karl- bzw. Kriegssstraße gesetzt werden. Warum denn nicht einfach den riesigen, platzverschwenderischen Parkplatz rechts neben dem Palais überbauen?!?!?!

    Schönes Sache! Im nicht weit entfernten Karlsruhe gab es auch schon Überlegungen, die Kuppel des historischen Naturkundemuseums als Planetarium zu rekonstruieren. Das wäre eine fantastsische neue Attraktion! Es wurde allerdings aus Kostengründen bis auf Weiteres ausgesetzt. Mannheim ist da nun einen Schritt weiter, allerdings wäre der Rekonstruktionsumfang in Karlsruhe um ein Vielfaches höher.

    ... und ebenfalls gegenüber des Münchner-Kindl-Kellers, neben dem Bürgerbräukeller, wurde Ende der 70er-Jahre auch die ehemalige Armenversorgungsanstalt plattgemacht (das Bild im Wikipedia-Artikel zeigt allerdings den Vorgängerbau, der Nachfolger wurde in den 1860ern von Arnold Zenetti errichtet). Und das alles für dieses inzwischen ebenfalls berüchtigte Monstrum: https://de.wikipedia.org/wiki/Gasteig. Es wird derzeit für fast eine halbe Milliarde generalsaniert ... nach nur 30 Jahren Betriebszeit! Un-nachhaltiger geht Architektur kaum mehr. :kopfwand:Das soll bis 2021 dabei rauskommen, sofern die Planungen nicht schon wieder geändert wurden. Und das mitten im ansonsten historisch fast geschlossen erhaltenen Haidhausen, das neben dem monumentalen Maximilianuem auch solche hübschen Stadträume bietet. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

    Wie gewaltig die Westfassade des Straßburger Münsters mit Hauptportal und Rosette ist, zeigt sich beim Blick entlang der Häuserflucht der Krämergasse, die ebenfalls eine vollständig historische Bebauung aufweist. Dieser Bauabschnitt am Münster war 1277 durch Erwin von Steinbach begonnen worden, ehe ihn sein Sohn ab 1318 fortführte. Einfach herrlich!


    Westfassade des Straßburger Münsters
    (Bild von mir)

    Straßburg mit seinem markanten Münsterturm ist auch aus der Ferne gut zu erkennen. Bei Wanderungen durch den Nordschwarzwald und seine Rebhänge an den Westflanken hebt sich die "Nadel" des Münsterturms in der massiven Westfassade bei klarer Sicht deutlich vor den Vogesen ab. Der 142 Meter hohe Turm war übrigens von 1647 bis 1874 das höchste Bauwerk der Welt!


    Hier ist der Blick vom Aussichtspunkt "Münsterblick" aus den Weinbergen oberhalb von Sasbachwalden (Ortenaukreis) zu sehen. Das Münster liegt rund 30 Kilometer Luftlinie entfernt. Sasbachwalden ist übrigens selbst ein sehr hübsches Fachwerkdorf, das sich über fast 1.000 Höhenmeter erstreckt.


    Straßburger Münster von Sasbachwalden gesehen
    Auch vom Baden-Badener Rebland aus ist das Münster in der Ferne mit bloßem Auge gut erkennbar. Die Luftlinie beträgt hier schon rund 45 Kilometer. Das Foto unten ist in der Abendsonne von der bekannte Weinlage Mauerberg oberhalb des Renaissance-Schlosses Neuweier aus fotografiert.


    Straßburger Münster von Baden-Baden gesehen
    Und zu guter Letzt eine herrliche Fernsicht vom Aussichtspunkt Korbmattfelsen im Baden-Badener Stadtwald, der verglichen mit den anderen Standpunkten einige Höhenmeter weiter oben liegt. Von hier sind es rund 50 Kilometer Luftlinie nach Straßburg. Das Münster erscheint nunmehr als winziger, aber in der Bildmitte gut erkennbarer Fleck in der Oberrheinebene.


    Straßburger Münster
    (Alle Bilder von mir)

    Der Münchner Liebfrauen-Dom im sommerlichen Abendlicht – der Blick aus der Kardinal-Faulhaber-Straße ist immer wieder einer der schönsten in der Stadt. Und er ist durchweg altstädtisch. <3


    Münchner Dom
    (Bild von mir)

    Wenn du ohnehin schon in Südwestdeutschland unterwegs bist, solltest du unbedingt ein zweites Mal auf dem Baden-Badener Christkindelsmarkt im Kurgarten vorbeischauen: https://visit.baden-baden.de/v…adener-christkindelsmarkt Seit letzem Jahr dauert er bis zum Dreikönigstag am 6. Januar.


    Ich mag zwar etwas tendenziell gefärbt sein, da es meine Heimatstadt ist, aber ich kenne nur wenige vergleichbar schöne Märkte. Das Besondere ist hier das historische und einmalig schöne Umfeld, das eine wunderbar stimmungsvolle Atmosphäre schafft. Das vermisse ich an solchen Märkten wie z.B. in vielen Berliner Bezirken oder in der Münchner Altstadt, wo auf dem Marienplatz und den Seitenstraßen ein paar Buden wie zufällig zusammengewürfelt rumstehen, oft eingerahmt von oft hässlichen Nachkriegs-Häusern


    Der Baden-Badener Markt ist sehr abwechslungsreich zwischen Kurhauskolonnaden, Kurhaus, Theater und Trinkhalle eingebettet. Es gibt viele kleine Attraktionen (historische Konzertmuschel mit Live-Auftritten, lebende Krippe, heimischen Winzer-Glühwein, Kirchenfensterausstellung usw.) und viele kleine, liebevoll gestaltete Winkel und Ecken auf dem Markt. Zudem bietet sich ein Besuch im einer der weltweit schönsten Casinos in Kurhaus-Seitenflügel an, in dem u.a. schon Dostojewski sein Habe verspielt hat. Und die histrische Altstadt ist nur wenige Meter entfernt.


    Der für mich schönste Teil des Weihnachtsmarkts ist die Krippenausstellung samt Weihnachtsbaum in der offenen Wandelhalle der Trinkhalle. Auf dem Bild sieht man nur den südlichen Flügel der Wandelhalle, man muss es sich also doppelt so groß vorstellen:


    Trinhalle Baden-Baden zur Weihnachtszeit
    (Bild von mir)

    Vor der Baden-Badener Trinkhalle, 1839-42 nach Plänen von Heinrich Hübsch erbaut, steht eine schöne Büste Kaiser Wilhelms I. auf einem Denkmalsockel. Sie wurde 1874 vom Bildhauer Joseph von Kopf gestaltet. Eingerahmt wird die Büste im Sommer von Palmen - das findet man auch nicht bei jedem Wilhelm-Denkmal. :D Die vor der Trinkhalle verlaufende Straße wurde 1881 passenderweise in Kaiserallee umbenannt. Sie ist bis heute eine der nobelsten Adressen in diesem ohnehin sehr noblen Städtchen.


    Trinkhalle Baden-Baden
    Kaiser Wilhelm I. hatte eine sehr enge Bindung zu Baden-Baden, die hier durchaus einen längeren Text wert ist. Infolge der badischen Revolution kam er 1849 erstmals in die Kurstadt im Schwarzwald und besuchte sie mit Kaiserin Augusta regelmäßig bis ins hohe Alter. Seine Tochter Luise von Preußen war seit 1856 mit Großherzog Friedrich I. von Baden verheiratet, deren Sommerresidenz sich im Neuen Schloss befand – eben jenes Schloss, das inzwischen durch die nicht-gelingenwollende Umnutzung in ein Luxushotel traurige Schlagzeilen macht. Die Heirat zwischen Luise und Friedrich galt als damals in diesen Kreisen eher seltene Liebesheirat. Ihre Verbindung war im tiefkatholischen Baden möglich, da Friedrich der evangelischen Seitenlinie Baden-Durlach entstammte, nachdem 1771 der katholische Zweig Baden-Baden erloschen war. Wilhelm, Augusta und Luise werden in Baden-Baden mit Straßennamen und Denkmälern geehrt, und viele geschichtliche Anekdoten über ihre Besuche und lokalen Wohltaten sind noch heute in den Stadtführern zu lesen.


    Es gibt zudem zwei weitere Kaiser-Wilhelm-Denkmäler in Baden-Baden. Beide sind vergelichsweise klein, aber spiegeln persönliche Vorkommnisse in Wilhelms Leben wider und sind damit auf ihre Art beeindruckend. Ich werde sie beizeiten ebenfalls hier vorstellen.


    Nachfolgend noch ein Bonusbild: Kaiser Wilhelm pflegte stets im Hotel Maison Messmer neben dem Kurhaus abzusteigen. Das Hauptgebäude mit dem "Kaiserbalkon" wurde unnötigerweise in den 1950ern abgerissen, in den 1990ern allerdings durch einen am historischen Vorbild stark angelehnten Neubau wiedererrichtet (links im Foto zu sehen). Die beiden neobarocken Seitenflügel des Hotels sind indes original erhalten, im südwestlichen Seitenflügel befindet sich unter anderem der prächtige Malersaal (schöne Bilder hier und hier). Im Maison Messmer veranstaltete Wilhelm 1860, damals noch Prinzregent von Preußen, überdies den bekannten Fürstenkongress. Und nicht zuletzt windet sich direkt hinter dem Hotel die Kaiser-Wilhelm-Straße das noble Villenviertel am Beutig hinauf.


    Kurhaus Baden-Baden
    (Beide Fotos von mir)