Posts by Badner

    (...) Da ich nicht allzu vertraut mit der Geschichte der Stadt bin und überwiegend negatives gehört habe, (...)

    Ja, man hört durchaus Negatives über Wuppertal. Die Innenstädte der beiden größten Stadtteile Elberfeld und Barmen haben neben einigen tollen Prachtbauten auch einiges an Nachkriegsmief zu bieten. Aber die Stadt steht in puncto bauliches Erbe in NRW deutlich besser da als die meisten anderen Großstädte. Ich meine mal gelesen zu haben, dass in Wuppertal die zweitmeisten Baudenkmäler in NRW stehen.


    Ich kenne die Stadt recht gut, und es gibt eine Menge wirklich sehr schöner Gegenden mit herrschaftlicher v.a. gründerzeitlicher Architektur. Dazu gehört das beeidruckende Briller Viertel mit herrlichen Straßenzügen und alten Fabrikantenvillen (auf Wiki gibt'ts einen kleinen Eindruck davon). Schau dir dort mal die ellenlangen Listen der Baudenkmäler an (ist ganz unten im Artikel verlinkt).


    Auch das Luisenviertel sowie das Zooviertel sind sehr großzügig und überwiegend gründerzeitlich-historisch. Der namensgebende Zoo ist für mich der aufgrund seiner hügeligen Topofgrafie und schönen Gestaltung samt einigen Altbauten mit Abstand schönste in Deutschland. Vohwinkel ist an einigen Ecken ebenfalls recht hübsch anzusehen, und dazu fährt mittendurch auch noch die berühmte Schwebebahn. Eingemeindete Stadtteile wie Beyenburg oder Schöller sind wiederum richtig verträumte alte bergische Dörfchen mit viel Fachwerk.


    Um mal nur einige ausgewählte Beispiele zu nennen ... :)

    Gerade erst gesehen: Es droht Ungemach am Erbgroßherzoglichen Palais, das Sitz des Bundesgerichtshof ist. Mitten in die historische Parkanlage soll das sogenannte "Forum Recht" hineingebaut werden. Dafür sollen viele Bäumen gefällt, die Sichtachse zum Karlstor hin zerstört und ein massiger Baukörper vor das historische Palais gepflanzt werden. :kopfwand:


    Eine Bürgerinitiave bezeichnet die Zerstörung des Gartens als "Skandal" und will das mit einer Onlinepetition (siehe hier) verhindern. Sie schlagen einen Alternativstandort am Schloss neben dem Bundesverfassungsgericht vor. Siehe zu dem Thema hier ein Überblicksartikel in der Lokalzeitung BNN: https://bnn.de/lokales/karlsru…aene-fuer-das-forum-recht


    Lest euch das mal durch – sollte der Bau in der Parkanlage des Erbgroßherzoglichen Palais tatsächlich durchgehen, wäre das ein Fanal. Es muss doch hoffentlich ein anderer Standort gefunden werden können!


    EDIT: Hier ein Luftbild des Geländes. Der Neubau würde links vom Palais in das grüne Dreick zwischen Park und Karl- bzw. Kriegssstraße gesetzt werden. Warum denn nicht einfach den riesigen, platzverschwenderischen Parkplatz rechts neben dem Palais überbauen?!?!?!

    Schönes Sache! Im nicht weit entfernten Karlsruhe gab es auch schon Überlegungen, die Kuppel des historischen Naturkundemuseums als Planetarium zu rekonstruieren. Das wäre eine fantastsische neue Attraktion! Es wurde allerdings aus Kostengründen bis auf Weiteres ausgesetzt. Mannheim ist da nun einen Schritt weiter, allerdings wäre der Rekonstruktionsumfang in Karlsruhe um ein Vielfaches höher.

    ... und ebenfalls gegenüber des Münchner-Kindl-Kellers, neben dem Bürgerbräukeller, wurde Ende der 70er-Jahre auch die ehemalige Armenversorgungsanstalt plattgemacht (das Bild im Wikipedia-Artikel zeigt allerdings den Vorgängerbau, der Nachfolger wurde in den 1860ern von Arnold Zenetti errichtet). Und das alles für dieses inzwischen ebenfalls berüchtigte Monstrum: https://de.wikipedia.org/wiki/Gasteig. Es wird derzeit für fast eine halbe Milliarde generalsaniert ... nach nur 30 Jahren Betriebszeit! Un-nachhaltiger geht Architektur kaum mehr. :kopfwand:Das soll bis 2021 dabei rauskommen, sofern die Planungen nicht schon wieder geändert wurden. Und das mitten im ansonsten historisch fast geschlossen erhaltenen Haidhausen, das neben dem monumentalen Maximilianuem auch solche hübschen Stadträume bietet. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

    Wie gewaltig die Westfassade des Straßburger Münsters mit Hauptportal und Rosette ist, zeigt sich beim Blick entlang der Häuserflucht der Krämergasse, die ebenfalls eine vollständig historische Bebauung aufweist. Dieser Bauabschnitt am Münster war 1277 durch Erwin von Steinbach begonnen worden, ehe ihn sein Sohn ab 1318 fortführte. Einfach herrlich!


    Westfassade des Straßburger Münsters
    (Bild von mir)

    Straßburg mit seinem markanten Münsterturm ist auch aus der Ferne gut zu erkennen. Bei Wanderungen durch den Nordschwarzwald und seine Rebhänge an den Westflanken hebt sich die "Nadel" des Münsterturms in der massiven Westfassade bei klarer Sicht deutlich vor den Vogesen ab. Der 142 Meter hohe Turm war übrigens von 1647 bis 1874 das höchste Bauwerk der Welt!


    Hier ist der Blick vom Aussichtspunkt "Münsterblick" aus den Weinbergen oberhalb von Sasbachwalden (Ortenaukreis) zu sehen. Das Münster liegt rund 30 Kilometer Luftlinie entfernt. Sasbachwalden ist übrigens selbst ein sehr hübsches Fachwerkdorf, das sich über fast 1.000 Höhenmeter erstreckt.


    Straßburger Münster von Sasbachwalden gesehen
    Auch vom Baden-Badener Rebland aus ist das Münster in der Ferne mit bloßem Auge gut erkennbar. Die Luftlinie beträgt hier schon rund 45 Kilometer. Das Foto unten ist in der Abendsonne von der bekannte Weinlage Mauerberg oberhalb des Renaissance-Schlosses Neuweier aus fotografiert.


    Straßburger Münster von Baden-Baden gesehen
    Und zu guter Letzt eine herrliche Fernsicht vom Aussichtspunkt Korbmattfelsen im Baden-Badener Stadtwald, der verglichen mit den anderen Standpunkten einige Höhenmeter weiter oben liegt. Von hier sind es rund 50 Kilometer Luftlinie nach Straßburg. Das Münster erscheint nunmehr als winziger, aber in der Bildmitte gut erkennbarer Fleck in der Oberrheinebene.


    Straßburger Münster
    (Alle Bilder von mir)

    Der Münchner Liebfrauen-Dom im sommerlichen Abendlicht – der Blick aus der Kardinal-Faulhaber-Straße ist immer wieder einer der schönsten in der Stadt. Und er ist durchweg altstädtisch. <3


    Münchner Dom
    (Bild von mir)

    Wenn du ohnehin schon in Südwestdeutschland unterwegs bist, solltest du unbedingt ein zweites Mal auf dem Baden-Badener Christkindelsmarkt im Kurgarten vorbeischauen: https://visit.baden-baden.de/v…adener-christkindelsmarkt Seit letzem Jahr dauert er bis zum Dreikönigstag am 6. Januar.


    Ich mag zwar etwas tendenziell gefärbt sein, da es meine Heimatstadt ist, aber ich kenne nur wenige vergleichbar schöne Märkte. Das Besondere ist hier das historische und einmalig schöne Umfeld, das eine wunderbar stimmungsvolle Atmosphäre schafft. Das vermisse ich an solchen Märkten wie z.B. in vielen Berliner Bezirken oder in der Münchner Altstadt, wo auf dem Marienplatz und den Seitenstraßen ein paar Buden wie zufällig zusammengewürfelt rumstehen, oft eingerahmt von oft hässlichen Nachkriegs-Häusern


    Der Baden-Badener Markt ist sehr abwechslungsreich zwischen Kurhauskolonnaden, Kurhaus, Theater und Trinkhalle eingebettet. Es gibt viele kleine Attraktionen (historische Konzertmuschel mit Live-Auftritten, lebende Krippe, heimischen Winzer-Glühwein, Kirchenfensterausstellung usw.) und viele kleine, liebevoll gestaltete Winkel und Ecken auf dem Markt. Zudem bietet sich ein Besuch im einer der weltweit schönsten Casinos in Kurhaus-Seitenflügel an, in dem u.a. schon Dostojewski sein Habe verspielt hat. Und die histrische Altstadt ist nur wenige Meter entfernt.


    Der für mich schönste Teil des Weihnachtsmarkts ist die Krippenausstellung samt Weihnachtsbaum in der offenen Wandelhalle der Trinkhalle. Auf dem Bild sieht man nur den südlichen Flügel der Wandelhalle, man muss es sich also doppelt so groß vorstellen:


    Trinhalle Baden-Baden zur Weihnachtszeit
    (Bild von mir)

    Vor der Baden-Badener Trinkhalle, 1839-42 nach Plänen von Heinrich Hübsch erbaut, steht eine schöne Büste Kaiser Wilhelms I. auf einem Denkmalsockel. Sie wurde 1874 vom Bildhauer Joseph von Kopf gestaltet. Eingerahmt wird die Büste im Sommer von Palmen - das findet man auch nicht bei jedem Wilhelm-Denkmal. :D Die vor der Trinkhalle verlaufende Straße wurde 1881 passenderweise in Kaiserallee umbenannt. Sie ist bis heute eine der nobelsten Adressen in diesem ohnehin sehr noblen Städtchen.


    Trinkhalle Baden-Baden
    Kaiser Wilhelm I. hatte eine sehr enge Bindung zu Baden-Baden, die hier durchaus einen längeren Text wert ist. Infolge der badischen Revolution kam er 1849 erstmals in die Kurstadt im Schwarzwald und besuchte sie mit Kaiserin Augusta regelmäßig bis ins hohe Alter. Seine Tochter Luise von Preußen war seit 1856 mit Großherzog Friedrich I. von Baden verheiratet, deren Sommerresidenz sich im Neuen Schloss befand – eben jenes Schloss, das inzwischen durch die nicht-gelingenwollende Umnutzung in ein Luxushotel traurige Schlagzeilen macht. Die Heirat zwischen Luise und Friedrich galt als damals in diesen Kreisen eher seltene Liebesheirat. Ihre Verbindung war im tiefkatholischen Baden möglich, da Friedrich der evangelischen Seitenlinie Baden-Durlach entstammte, nachdem 1771 der katholische Zweig Baden-Baden erloschen war. Wilhelm, Augusta und Luise werden in Baden-Baden mit Straßennamen und Denkmälern geehrt, und viele geschichtliche Anekdoten über ihre Besuche und lokalen Wohltaten sind noch heute in den Stadtführern zu lesen.


    Es gibt zudem zwei weitere Kaiser-Wilhelm-Denkmäler in Baden-Baden. Beide sind vergelichsweise klein, aber spiegeln persönliche Vorkommnisse in Wilhelms Leben wider und sind damit auf ihre Art beeindruckend. Ich werde sie beizeiten ebenfalls hier vorstellen.


    Nachfolgend noch ein Bonusbild: Kaiser Wilhelm pflegte stets im Hotel Maison Messmer neben dem Kurhaus abzusteigen. Das Hauptgebäude mit dem "Kaiserbalkon" wurde unnötigerweise in den 1950ern abgerissen, in den 1990ern allerdings durch einen am historischen Vorbild stark angelehnten Neubau wiedererrichtet (links im Foto zu sehen). Die beiden neobarocken Seitenflügel des Hotels sind indes original erhalten, im südwestlichen Seitenflügel befindet sich unter anderem der prächtige Malersaal (schöne Bilder hier und hier). Im Maison Messmer veranstaltete Wilhelm 1860, damals noch Prinzregent von Preußen, überdies den bekannten Fürstenkongress. Und nicht zuletzt windet sich direkt hinter dem Hotel die Kaiser-Wilhelm-Straße das noble Villenviertel am Beutig hinauf.


    Kurhaus Baden-Baden
    (Beide Fotos von mir)

    Vorerst gute Nachrichten nach dem oben genannten Brand: Laut Stadtpressestelle müsse das Haus "eins zu eins" wieder so errichtet werden, wie es war, da es unter Denkmalschutz stehe. Das stand heute in einem Artikel in der Druckausgabe der Lokalzeitung "Badisches Tagblatt". :)


    Weiter heißt es, dass noch während der Löscharbeiten eine Mitarbeierin der Unteren Denkmalschutzbehörde anwesend war, die der Feuerwehr beratend zur Seite stand. So seien auch die zahlreichen Türmchen auf dem Dach gesichert worden, nur bei einem wurde aus Statikgründen die Spitze gekappt.


    Wegen Löschwasserschäden ist das Innere aber für mehrere Monate unbewohnbar. Hoffen, wir dass es nun keine bösen Überraschungen gibt. Ich geh demächst mal vorbei und versuche, ein aktuelles Bild zu machen und hier einzustellen.

    Brand zerstört Dachstuhl eines historischen Eckhauses in der Baden-Badener Altstadt (Artikel mit vielen Bildern): https://www.badisches-tagblatt…er-in-der-Innenstadt.html


    "Der Dachstuhl sowie aufsitzende Türme des betroffenen Gebäudes sollten noch abgetragen und das Dach provisorisch abgedichtet werden. (...) Das Gebäude ist aufgrund von Löschwasserschäden nicht nutzbar." Hört sich nicht gut an. Hoffen wir, dass es schnell wiederhergestellt wird - und zwar so, wie es vorher aussah. :unsure:

    Neuer Anlauf bei den Luxushotelplänen für das Neue Schloss:
    https://bnn.de/lokales/baden-b…en-schloss-in-baden-baden


    Laut Pressebericht wollen die Eigentümer nun die Anzahl der Zimmer deutlich von 141 auf 112 reduzieren. Der Denkmalschutz hatte im Frühjahr 2018 die ursprünglichen Planungen, die massive Eingriffe und Zerstörungen der historischen Bausubstanz (u.a. Aufstockung des renaissancezeitlichen Kavaliersbaus :kopfschuetteln: ) bedeutet hätten, verhindert. Laut Baubürgermeister gäbe es aber keine Amsätze für eine Enteignung.


    Kommende Woche soll es nun einen weiteren Vor-Ort-Termin zwischen Planern, Stadt, Denkmal- und Naturschutz am Schloss geben.

    An der Schwarzwaldhochstraße, die von Baden-Baden nach Freudenstadt verläuft, reihen sich die verlassenenen Höhenhotels wie an der Perlenschnur. Eigentlich paradox, da die teilsweise in über 1.000 Höhenmetern verlaufende Panoramastraße mit grandiosen Ausblicken aufs Rheintal und Elsass vor allem an Wochenende sehr stark frequentiert ist.


    Hier eine unvollständige Auswahl der größten Objekte von Nord nach Süd:


    Das Schlosshotel Bühlerhöhe (siehe auch Foto unten) wurde 1912 erbaut, hat einige sehr sehenswerte historische Räumlichkeiten und war einst Sommerziel von Konrad Adenauer. Seit 2010 steht es leer, wird jedoch vom Eigentümer bis auf Weiteres in Schuss gehalten. Ein aktuellerer Bericht mit Innenaufnahmen ist hier: https://bnn.de/lokales/buehl/z…ehe-weiter-voellig-unklar


    Wenige hundert Meter entfernt liegt das um 1890 neu errichtete Kurhaus und Hotel Plättig. Es wurde 2010 geschlossen. Hier weitere Außenfotos der "Schauseite" des historischen Hauptgebäudes: http://www.rottenplaces.de/mai…aus-hotel-plaettig-26146/


    Das Kurhaus Sand, 1891 in heutiger Gestalt neu erbaut, hat 2005 den Betrieb eingestellt. Ein Verein erhält derzeit allerdings Teile der Innenräume, darunter das beeindruckende historische Jagdzimmer (ein Detailbild hier). Schon Kaiserin Sisi war einst "auf dem Sand" zu Gast.


    Das Kurhaus Hundseck wurde um 1896 stark erweitert, war später ein Erholungsheim für Bergleute aus dem Ruhrgebiet und verfiel nach vielen gescheiterten Umnutzungsplänen. Im Jahr 2012 wurde es aus Sicherheitsgründen wegen Baufälligkeit teilweise abgerissen.


    Besser sieht es derzeit für das ehemalige Sanatorium Breitenbrunnen oberhalb des hübschen Fachwerk- und Weindorfs Sasbachwalden aus. Eine Stiftung will hier einen großen Tierpark einrichten, das historische Hauptgebäude soll saniert werden. Im Herbst 2018 wurde der Grundstein gelegt.


    Schon auf württemberger Gebiet steht das Hotel Alexanderschanze, das 2015 aufgegeben wurde. In der Nähe liegen übrigens jahrhundertealte Schanzenreste aus der Zeit der Erbfolge- und Koalitionskriege (unter dem Link gibt es auch ein Bild des Hotels). Einige hundert Meter nördlich des Hotels liegen, völlig vergessen und überwuchert, zudem die Reste des ehemaligen "Führerhauptquartiers Tannenberg".


    So viel in aller Kürze zu diesem traurigen Kapitel Schwarzwälder Geschichte ... Ich fahre sehr oft "uff die Höh", wie man hier im Badischen sagt, über diese Straße und vielleicht schaffe ich es eines Tages, eigene Bilder einzustellen.


    Edit: Das Foto unten zeigt die fantastische Lage des Schlosshotels Bühlerhöhe auf dem Höhenrücken des Norschwarzwalds. Es wurde im Sommer 2018 von mir von einem Wanderweg zwischen Unterstmatt und Hundseck aus oberhalb der Schwarzwaldhochstraße aufgenommen. Man sieht in der Ferne bis in die nördlichen Vogesen und den Pfälzerwald. In der Bildmitte oberhalb des Hotelgebäudes ist der 1913 ausgebaute Merkurturm, ein beliebtes Ausflugsziel in Baden-Baden, zu erkennen.


    Schlosshotel Bühlerhöhe

    Ich könnte exemplarisch ein paar auswählte Häuser aus der Liste der gestrichenen Baudenkmäler fotografieren (z.B. diejenigen in der Herzogspitalstraße und Kardinal-Faulhaber-Straße in der Altstadt) und in diesen Strang einstellen. Allerdings komme ich frühestens Ende kommender Woche dazu. Wäre wirklich mal interessant zu sehen, wie sich diese Kandidaten (zumindest äußerlich) darstellen.

    Wie im März von mir angekündigt, habe ich ein paar ausgewählte Gebäude in der Münchner Altstadt fotografiert, die aus der Denkmalliste gestrichen wurden. Aus Zeitgründen komme ich leider erst jetzt dazu. Hier nochmal zur Info die damals verlinkte Liste aus dem Jahr 2009: http://www.landtag-bayern.de/w…20Anfragen/16_0002567.pdf


    Es geht los mit einem Panoramabild der Kardinal-Faulhaber-Straße, eine der für mich schönsten Altstadt-Straßen mit Blick auf die Türme der Frauenkirche. Die Hausnummer 5 (gelbes Eckhaus) wurde laut Liste "aufgestockt und stark überformt", die Hausnummer 6 (grünes Haus rechts daneben) wiederum "aufgestockt und innen stark erneuert".


    Kardinal-Faulhaber-Straße München
    Eine Detailaufnahme der Fassade von Hausnummer 6, man beachte die schöne Hausmadonna. Selbst in einer Großstadt wie München sind sie noch sehr häufig an historischen Fassaden anzutreffen. Mehr Details zur Geschichte von Nr. 6 hat der Nutzer Leonhard in diesem Beitrag sehr gut zusammengetragen.


    Kardinal-Faulhaber-Straße 6 München
    Es geht weiter im Tal, das sich östlich vom Alten Rathaus am Marienplatz bis vor die Mauern des Isartors erstreckt. Bei Hausnummer 6 (McDonald's) sind laut Liste "nur Reste der Fassade erhalten". Im Hintergrund ragt der Turm der im Inneren wunderbar rekonstruierten Heilig-Geist-Kirche am Viktualienmarkt empor.


    Tal 6 München
    Ein paar Häuser weiter steht Hausnummer 16 (Sausalitos), das laut Liste "1967 neu erbaut" wurde. Insbesondere die Südseite des Tals, teilweise auch die Nordseite, ist mit einigen Abstrichen relativ gut erhalten oder wiederaufgebaut worden (wobei einige Häuser durchaus Sprossenfenster oder Sanierungen vertragen würden).


    Tal 16-18 München
    (Alle Bilder von mir im März aufgenommen)