Posts by Julsen

    Gaslaternen in Düsseldorf

    Die Neuigkeit ist vielleicht eine Erwähnung wert.


    Die Initiative "Gaslicht Düsseldorf" hat es mit ihrer Arbeit geschafft, daß nun 10.000 der insgesamt 14.000 Düsseldorfer Gaslaternen erhalten bleiben.

    Das ist auf jeden Fall eine Erwähnung wert! Ich wohne in einer Gegend von Düsseldorf, in der sich Altbau und 60er Füllbau nahezu Haus für Haus abwechseln (typisch Düsseldorf). Auf jeden Fall sorgen die vielen Gaslaternen für eine besondere Lichtstimmung und sind eine Bereicherung für das Stadtbild.

    Ach Iserlohn! Meine Geburtsstadt hat sehr unter den massiven Abrissen der 70er Jahre gelitten. Die eigentliche, mittelalterliche Altstadt ist dem Autoverkehr und Hochhäusern gewichen. Was jetzt die Altstadt ist, ist der Bereich der ehemaligen Zitadelle und stark gründerzeitlich geprägt. Alles was danach kam, und jetzt korrigiert wurde/wird (Schillerplatz, Westtorpassage, Rathaus), vermag es leider nicht, der Stadt ihren Charme wieder zu verleihen. Tatsächlich kenne ich keine Stadt, die eine so dichte Altbau Substanz vorweisen kann und dabei so wenig schön wirkt. Natürlich sehe ich das aber auch stark voreingenommen.

    Das würde mich interessieren. Vor allem, was nach dem Abriss als Neubebauung geplant ist. Vielen Dank im Voraus!

    Darüber würde ich mich auch freuen! Seit meinem Umzug nach Düsseldorf ist mir deutlich geworden, wie wenig schöne - vorallem neuklassische - Neubauten es in Münster gibt.

    Ich hatte kürzlich einen Freund zu Gast, mit dem ich zusammen studiert habe. Während er nach Köln gegangen ist, bin ich nach Düsseldorf gegangen. Als ich ihm die Altstadt und insbesondere die Carlstadt in Düsseldorf gezeigt habe - in Oberkassel waren wir nicht einmal - erklärte er mir, dass es in Köln nirgends ein ähnlich schönes Stadtbild gibt.
    Ich kann mich dem Bild von Köln in doppelter Hinsicht anschließen. Meiner Wahrnehmung nach ist die Stadt potthässlich. Die Leute, die ich dort kennen gelernt habe, haben jedoch ein spürbare Gelassenheit und Lebensfreude.

    Sehr schöne und gelungene Architektur! Zu schade, dass Herr Schmitz bis jetzt keines der Großprojekte in Düsseldorf gestalten durfte! Der Neubau an der Heinrich Heine Allee oder die neue Oper, das wäre ein Traum.
    Ich freue mich auch, dass die Gebäude in Düsseltal und Flingern stehen und auch außerhalb von Oberkassel neuklassische Architektur entsteht.


    Könnte einer der Moderatoren den Beitrag ist den Düsseldorf Thread kopieren?

    Dabei sieht man 100 Meter weiter, wie es ausschauen sollte:
    Kaufhaus an der Kö, Breitenbacher Hof, Carschhaus und Wilhelm Marx Haus sind ein Ensemble von großer Schönheit und wirklich urban.

    An der Heinrich Heine Allee soll die Oper (die womöglich auch nicht mehr all zu lange stehen wird) einen neuen Nachbarn bekommen. Der Vorgängerbau mit der Hausnummer 20-22 ist ein Füllbau aus den 60ern oder 70ern schätze ich und wirklich kein Schmuckstück.
    Der Entwurf für den Nachfolger ist jetzt an der Bezirksvertretung gescheitert. Die Architektur sei einfallslos und könne nicht mit Oper, Kö-Bogen und Breitenbacher Hof (ein sehr schöner klassischer Neubau) mithalten.


    Der Artikel samt Entwurf des Neubaus dazu: https://rp-online.de/nrw/staed…-duesseldorf_aid-41417885


    Wenn sich wirklich ein klassischerer Entwurf durchsetzen würde, wäre das ein wichtiges Signal an einem prominenten Standort.

    Der Tagesspiegel äußert sich kritisch zur Architektur des Schlosses. Aus den Kommentaren wird jedoch viel Zuspruch für die barocken Fassaden ersichtlich:

    Quote

    Ich denke: Lieber mutlos und platt historisierend (nach Herrn Schaper), dafür aber oft besucht und fotografiert. Welche Seite des neu erstandenen Schlosses wird wohl am häufigsten aufgenommen? Die moderne oder eine der drei anderen Seiten? Auf die erste Option werde ich nicht setzen.


    https://amp.tagesspiegel.de/ku…das-problem/24454778.html

    Nunja, es ist schon eine eher fade Rasterarchitektur. Aber die Säulen im Eingangsbereich lockern das Erscheinungbild auf und der Klinker passt hervorragend zu Münster und dem Hüfferstift. Noch etwas Baumberger Sandstein und ich wäre fast überzeugt :) Und du hast recht, Welten besser als der Vorgänger!

    @Benjamin Weiss du etwas über den Neubau im Hinterhof des angrenzenden Hüfferstift? Der alte Asbestkasten sollte ja inzwischen abgerissen sein?! Leider bin ich nicht zu optimistisch, da die Uni/FH, wenn ich mich recht erinnere, einen Großteil der Kosten tragen muss. Es wäre aber eine Chance, für einen schönen Campus!

    Gibt's ja nicht. Mit dem Mann hatte ich beruflich einige Male zu tun. So wenig Sympathie ich auch in diesem Kontext empfunden habe, das ist ein tolles Projekt!

    Vielen Dank für die Gallerie Heinzer. Sehr schöne Motive, die deine These belegen, dass Hamburg hinsichtlich geschlossener, städtischer Architektur der Gründerzeit manchmal unter dem Radar fliegt. Ich muss zugeben, dass ich nur 4 Tage in Hamburg war, diese Gallerie aber Lust auf einen neuen Besuch macht.

    Als jemand der ebenfalls einige Jahre in Münster gelebt hat, kann ich mich Benjamin nur anschließen - gerade hinsichtlich der Schönheit der Altstadt wenn man vom Prinzialmarkt Richtung Kuhviertel oder Domplatz/Königstraße geht.


    Was jedoch von Philon meiner Meinung nach (verständlicherweise) außer Acht gelassen wird, ist welche Bindung Münsteraner zu ihrer Altstadt haben. Und ist es nicht das, was eine menschenfreundliche, schöne Architektur bewirken sollte? Die Altstadt ist kein lebloser Raum, sie ist die Bühne für das Leben und den Alltag der Menschen. Und das ist eine bedeutende architektonische Leistung, die die meisten Städte in Westdeutschland nicht zu leisten im stande sind.


    Und ohnehin: Wer in Deutschland die universelle Schönheit eines Prag o.ä. sucht, der hat vielleicht Glück in Teilen von München, Dresden oder Leipzig, wird aber ansonsten enttäuscht.

    Ich finde den Neubau gelungen! Backstein, Baumberger Sandstein und Satteldach sind typisch für die Münsteraner Vor- und Nachkriegsarchitektur. Und eine deutliche Verbesserung zur Vorgängerbau!

    Tut mir leid, aber ich finde das alles ziemlichen Mist. Kistenarchitektur aus der Retorte, ganz wie gewohnt.

    Naja, es kommt vielleicht darauf an, vor welchem Hintergrund die Bauten betrachtet werden. Die Bilker Höfe beispielsweise sind umgeben von viel trister 60/70er Jahre Architektur. Da empfinde ich die Häuser mit ihren angedeuteten Sockelgeschoss und den Gesimsen als angenehm. Ebenso die Erker beim Flincarré oder den Klinker bei den Karolinger Höfen, der gut zu den umgebenden Heimatschutzbauten passt.
    Klar, jeder Gründerzeitler ist viel schöner und wertvoller. Aber als Düsseldorfer empfinde ich diese Bauten als einen Gewinn fürs Stadtbild.