Posts by Knobelsdorfff92

    Konstantindegeer das predige ich schon die ganze Zeit. Warum muss das Grundstück des Kirchenschiffs jetzt so krampfhaft entwickelt werden?

    Schuberts Pläne mit Libeskind und einer Jugendbegegnungsstätte dienen doch nur einer langfristigen Blockierung des Areals um eine eventuelle Rekonstruktion zu verhindern.


    Künstler aus dem Rechenzentrum ins neue Kreativquartier. Rechenzentrum abreißen. Und dann sehen wir weiter.

    Ich finde es ja herrlich, wie mein simpler Wunsch nach einem zügigen Vorranschreiten der Bauarbeiten hier von einigen mit völlig falschen Behauptungen vermischt wird.:applaus:

    Ich habe nirgends geschrieben, dass ich dagegen bin, dass es relativ viele verschiedene Bauherren gibt. Ich habe nirgends dafür plädiert hier eine Großwohnanlage zu errichten, und ich nehme mal für mich in Anspruch wohl besser mit der Materie vertraut zu sein, als mancher Kommentator!


    Meine Kritik galt ausschließlich der Langsamkeit der Prozesse in Potsdam. Und wer der Meinung ist, dass ein vielfältiges Quartier nicht einigermaßen gleichzeitig zu realisieren sei, dem empfehle ich immer den Blick nach Dresden.


    Durch Corona scheint hier wohl der ein oder andere etwas unter Langeweile zu leiden.



    Ich schlage vor wir kehren hier mal wieder zum eigentlichen Geschehen zurück anstatt sich hier ewig dran aufzuhalten, ob man nun meine persönlichen Bedenken teilt oder nicht!

    Wir können ja gerne Wetten abschließen. Ich setze darauf, dass trotz hausweiser Bebauung die Bauarbeiten vor 2050 abgeschlossen werden. Für jeden Monat vor Januar 2050 bekomme ich 10 € von Dir, für jeden Monat ab Januar 2050 bekommst Du 10 € von mir. Klingt fair?

    Naja von der Beschlussfassung bis zum Baubeginn hat es knapp 30 Jahre gedauert! Nochmal 30 Jahre bis zur Fertigstellung scheint mir in Potsdam durchaus realistisch :D:D:D

    Graf Cylinar Eine Rekonstruktion ist eine Rekonstruktion. Das da die Qualität stimmt hat der Denkmalschutz im Auge, der in Potsdam mit Herrn Zurkuhlen sehr gut besetzt ist. Ihre Bedenken bezüglich der architektonischen Vielfalt sind zwar durchaus berechtigt, aber sollte wie beim Block IV verfahren werden, so verpflichtet sich die ProPotsdam für jede Parzelle einen individuellen Architekturwettbewerb durchzuführen. Da müssen wir frühzeitig intervenieren um aufzuzeigen, dass man schon mit einfachsten Gestaltungsmitteln aus einem Wohnbunker ein urbanes Kleinod machen kann.

    Die Basics sind ja vorgeschrieben. Sprich Parzellierung, Satteldächer, Gebäudehöhen etc.

    Eine größere architektonische Freiheit wird es hingegen an der Straße Am Alten Markt, an der Ostseite des Karrees geben, da diese Straße nicht historisch ist.

    Um was geht es bei der Abstimmung denn genau? Ist der Abriss des Staudenhof nicht beschlossene Sache? Könnten die Stadtverordneten das Leitbaukonzept noch einmal in Frage stellen? Denn man ist ja inzwischen mehr auf wohnungspolitische und gesellschaftliche Belange fixiert.

    Theoretisch ist im Schubert-Potsdam alles möglich!

    Der Hintergrund ist, dass für den Staudenhof ein Moratorium mit Bestandsschutz bis 2022 erwirkt wurde. In diesem Zeitraum sollte nochmal abgewägt werden, ob er nicht doch stehen bleiben könnte.

    Entscheidend könnte die Wirtschaftlichkeitsprüfung des Sanierungsträgers sein, aus der hervorgeht, dass es eigentlich unverantwortlich wäre (selbst in sozialer Hinsicht) diesen Kasten zu sanieren. Die Mieten würden exorbitant steigen und nicht mehr in den Bereich der sozialen Verträglichkeit fallen. Bei Abriss und Neubau könnten hingegen Fördermittel akquiriert werden um weiterhin Wohnraum unter dem Mietspiegel zu gewährleisten.

    Hinzu kommt noch, dass der Wohnblock am Staudenhof absolut ineffizient in der Flächennutzung ist. Nahezu 50% des Gebäudes bestehen aus Fluren und Treppenhäusern.


    Für jemanden mit gesundem Menschenverstand dürfte die Sache klar sein. Aber in der Hinsicht ist Potsdam immer für eine Überraschung gut, da in der SVV mittlerweile zuviele Ideologen und Ostalgiker sitze.

    Es wird immer wieder gesagt, dass es wegen der Statik gar nicht möglich ist Figuren im Innenhof aufzustellen (Dank, Herr Kulka!).

    Das hat überhaupt nichts mit der Statik zutun. Der Grund warum im Innenhof aktuell keine Figuren aufgestellt werden ist, dass Herr Kulka, da er den Innenhof zugunsten größerer Büros verkleinert hat, von seinem Urheberrecht Gebrauch macht ind schlicht keine Figuren im Innenhof haben will.

    Treverer waren Sie in letzter Zeit mal im Neuen Palais? Die meisten Räume sind grandios restauriert und generell anhand dieses mittelmäßigen Videos beurteilen zu wollen in welchem Zustand sich die Räume befinden halte ich für weit hergeholt. Zweifelsohne ist die Sanierung des Neues Palais ein Kraftakt der Schlösserstiftung und es wird noch viel Wasser die Havel runter fließen, ehe alle Räume wieder so sind wie sie einmal waren.


    Zu den Bildern. Von Kriegsverlusten würde ich nicht zwangläufig ausgehen. Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass es sich dabei um Stücke handelt, die heute in Huis Doorn hängen, da Wilhelm II. sie seinerzeit mitgenommen hat.

    Um das Thema mal zum Abschluss zu bringen hier die Auflösung der Fahnenmast-Kontroverse:


    Aktuell wird an der Konzeption einer Dauerausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gearbeitet. Dabei kam auch nochmal das Thema Blitzschutz auf die Agenda. Theoretisch hätte jede einzelne Figur der Quadrige und der Stallburschen eine eigene Fangstange bekommen müssen. Das hätte unglaublich sch.....ße ausgesehen. Potsdams Denkmalpfleger, Herr Zurkuhlen, hat deswegen nach einer Alternative gesucht! Fündig wurde er auf einem alten Foto, auf dem der Kutschpferdestall von einem Fahnenmast überragt wurde. Zurkuhlens Idee: Den Mast rekonstruieren und als zentrale Fangstange nutzen. Nach reichlicher Prüfung wurde festgestellt, dass damit ein ausreichender Blitzschutz gewährleistet ist.


    Alles nachzusehen in der ARD-Mediathek im Beitrag: "Ein Sommer in Potsdam" :wink:

    (nur) ein Haus soll in diesem Quartier die historische Fassade erhalten. Das Probenhaus am Platz der Einheit bleibt damit Geschichte...

    Das war aber schon hinlänglich bekannt. Für den Block IV ist als Rekonstruktion nur der Palazzo Barbaran an der Ecke Schwertfegerstraße, Kaiserstraße (Ja ich benutze die Namen weiterhin) vorgesehen. Auch das dortige Achteckenhaus wird keine Rekonstruktion. Dies war aber die logische Konsequenz, da das Pendant im Block III ja ebenfalls nur eine moderne Variante mit konkreten Gestaltungsvorgaben wird.

    Umso wichtiger ist es, dass früh genug Mitteschön und auch Stadtbild Deutschland intervenieren, denn der Baubeigeordnete hatte ja bereits angekündigt die Gestaltungsvorgaben für die Häuser im Block IV zu lockern um die Grundstücke für Genossenschaften attraktiver zu machen.

    Speziell beim Achteckenhaus muss darauf geachtet werden, dass es im selben Stil wie sein gegenüber errichtet wird, dass aber die ursprüngliche Verschiedenheit der vier Bauten erkennbar bleibt.

    Aber auch das angesprochene Probenhaus, bzw. dessen Nachfolger muss ein hohes Maß an klassischer Gestaltung erfahren, da es den Abschluss der Sichtachse entlang des Stadtkanals von der Dotustraße aus bilden wird.


    Für uns Stadtbildfreunde wird der Block IV ein Kraftakt, allein vor dem Hintergrund, dass sich die politischen Vorzeichen zu unseren Ungunsten geändert haben.


    Ich selbst werde, sobald die ersten Entwürfe draußen sind, wie auch schon für den Block III, eine Architekturstudie mit Empfehlungen verfassen und an den Sanierungsträger, sowie an die Stadtverordneten senden.

    Vorausgesetzt, das Verfahren entspricht dem für Block III. Das steht aber noch in den Sternen, da, wie schon gesagt, der Baubeigeordnete den letzten Auswahlprozess zu vielschichtig fand.

    @Klassiker also das Dach ist in der Regel oben! Und hättest du mal den ganzen Strang durchgeschaut wüsstest du von anderen Bilder, dass Satteldächer drauf sind. Und dass man ein solches von unten nicht sehen kann, wenn man direkt vor der Fassade steht erschließt sich eigentlich jedem!


    Zu den Fassaden:
    Im Rendering waren diese beiden Fassaden nicht gut aber in Ordnung. Nun in der endgültigen Fassung gefallen sie mir sogar ziemlich gut. Potsdamer Fensterrhytmus, abgehobenes Erdgeschoss, Brauerstraße 2 wirkt schon fast etwas klassizistisch mit seinen pilasterartigen Lisenen. Einziger Kritikpunkt: Ich hätte diese Fassade nicht weiß belassen. Ein Anstrich in Pastelltönen wäre besser gewesen.


    Nun bleibt abzuwarten ob sich am architektonischen Totalausfall der Brauerstraße 3 im Nachhinein noch etwas getan hat oder ob wir tatsächlich dieses UFO mit vorgehängter Plattemfassade un asymetrischen Fensterschlitzen aus dem Rendering vorgesetzt bekommen!

    @Onkel Henry schließe mich dir an! Ich bin zwar evangelisch aber für mich hat die Garnisonkirche neben dem kulturellen und städtebaulichen natürlich auch einen religiösen Wert! Deswegen müssen wir auch jeden Tag dafür sorgen, dass historische "Fake-News" nicht politisch missbraucht werden um einen Bau zu diskreditiern, der vor allem eines war: ein Ort des Glaubens!

    @reschbanner da geht jetzt historisch wieder sehr viel verquer bzw. ist einfach nicht richtig. Die Garnisonkirche wurde von Friedrich Wilhelm I. für seine Soldaten gebaut: Ja! Aber bitte bedienen Sie hier nicht auch noch das Märchen vom Tempel der Soldaten wo der Krieg gepredigt wurde. Krieg war im 18. Jh. Gang und Gebe. Und die Garnisonkirche war dazu da den Soldaten und ihren Familien in Kriegszeiten, die unter FWI. die Ausnahme waren, trost zu spenden. Mit diesen abwertenden Begriffen wie "Militärkirche" macht man nur eines: man entmenschlicht den Soldaten. Und das ist schlicht nicht hinnehm bar. Hinzu kommt, dass es sich bei der Garnisonkirche um eine Simultankirche gehandelt hat. Heißt sie beherbergte schon immer zweierlei Auslegungen des Glaubens. Als Hofkirche stand sie der Herrscherfamilie offen die von Haus aus evangelisch reformiert war, wohingegen sie als Garnisonkirche dem Soldaten/ dem Volk offen stand, das evangelisch lutherisch war.
    Nächstes Problem: Wer hat da wem die Hand gereicht? Auch sie fallen, wie die Linken heute noch mit Absicht, auf eine perfekte Propagandaaktion Josef Göbbels herein. Mein Kollege, der Historiker Andreas Kitschke, hat sich erst vor kurzem intensiv mit dem "Tag von Potsdam" auseinandergesetzt. Und vermutlich kennen Sie auch wieder nur das berühmt berüchtigte Foto eines amerikanischen Journalisten, auf dem der Sieger von Tannenberg dem böhmischen Gefreiten die Hand schüttelt. Pure Propaganda um dem noch überwiegend kaisertreuen Volk eine Aussöhnung, der als Prügelknaben bekannten, Nationalsozialisten mit dem altehrwürdigen Preußentum unterzujubeln. Ein Video zeigt die eigentliche Umstände unter denen dieses Foto aufgenommen wurde. Hitler, nun Reichskanzler, steht in einer Reihe mit den gewählten Abgeordneten der anderen Parteien und wartet darauf dem Staatsoberhaupt, Hindenburg, die Hand zu schütteln. Dabei bekommt Hitler nicht mehr Aufmerksamkeit vom großen Feldmarschall als die übrigen Mitglieder des neu gewählten Reichstages. Das hier gezielt für das Image der Nationalsozialisten gearbeitet wurde sieht man schon alleine an Hitlers auftreten. Der Mann aus Österreich, sonst immer in kämpferische Parteiuniform gekleidet, trägt, ganz bescheiden, nur einen Frack. Demütig, fast unterwürfig stellt er sich dar als er dem großen Hindenburg die Hand geben darf. Alles Schein! Nix mit Aussöhnung mit dem Preußentum. Billige Propaganda sonst nichts. Da kann weder das preußische Militär etwas dafür und schon garnicht die Garnisonkirche. Womit wir zum nächsten Mythos kämen. Den Handschlag in der Garnisonkirche hat es nicht gegeben!!! Die Pfotenschüttelei hat sich vor dem Gotteshaus abgespielt. Drinnen wurde, wie einige Stunden zuvor in der Nikolaikirche, nur Gottesdienst gefeiert, bei dem Hitler noch nicht mal neben Hindenburg sitzen durfte. Nimmt man das ganze polemische Propagandagesülze weg bleibt vom Tag von Potsdam nur ein Festakt zur eröffnung des neu gewählten Reichstages übrig, dessen Gebäude in Berlin erst kurz zuvor abgebrannt war. Sonst hätte das ganze Brumborium nämlich da stattgefunden. Nun kommen wir zum Supergau, der ihren ganzen Kommentar ad absurdum führt. Nämlich der Widerstand des 20. Juli 1944 ging unmittelbar von der Garnisonkirche aus. Die meisten Verschwörer gegen Hitler, allen voran Henning von Treskov, waren mitglieder der Garnisonkirchgemeinde. Und es kommt noch besser: In einer Rede Treskovs, anlässlich der Konfirmation seiner Söhne (in der Garnisonkirche), beschreibt er eben den europäischen Friedensgedanken, dem sich ein jeder Preuße verpflichtet fühlen solle und den Sie in Ihrem Kommentar dem ganzen in Abrede stellen. Diese Zusammenhänge sind so komplex, dass sogar viele Historiker sie nicht verstehen oder aus ideologisch politischer Verblendung nicht verstehen wollen. Der preußische Gedanke stand schon immer dem des Nationalsozialismus gegenüber und Differenzen hat man, dank einer großartigen Propaganda von Göbbels, übertünchen können. Was noch nie etwas mit dem Nationalsozialismus und Fremdenhass zutun gehabt hat war der Geist indem die Garnisonkirche errichtet wurde. Denn zum Zeitpunkt ihrer Erbauung war sie nicht mehr als ein Gotteshaus. Und das soll sie auch wieder werden.
    Und tun Sie mir bitte einen Gefallen: Informieren Sie sich in Zukunft genauer bevor Sie wieder so einen Kommentar schreiben. Ich bin es leid, sogar hier im Forum, andauernd Leuten für Lau Nachhilfe in Geschichte geben zu müssen. :kopfschuetteln: