Posts by UrPotsdamer

Wir wünschen allen Nutzern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021

    Er erlangte aber nie amtlichen Charakter, da Wilhelm I. ihn nicht zum offiziellen Feiertag erklären wollte. Auch kam ihm niemals die Bedeutung etwa der „Kaiserparade“ oder der Feierlichkeiten anlässlich des Kaisers Geburtstags zu. Da der Sedantag seit 1873 jedoch auf Anordnung des preußischen Kultusministeriums durch Festveranstaltungen an Schulen und Universitäten gefeiert wurde, hatte er zumindest den Charakter eines offiziellen Erinnerungstages an den Deutsch-Französischen Krieg.

    Meine Information ist, dass das jetzige Kanzleramt eben keine Dienstwohnung besitzt, was für Frau Merkel irrelevant ist - sie fährt eben zum Schlafen an den Kupfergraben. Ihrem Vorgänger hingegen stand lediglich eine Schlafcouch im Hinterzimmer zur Verfügung.

    Nach dem ursprünglichen Plan sollte nämlich auf dem Gelände jenseits der Spree eine genuine Residenz errichtet werden; aus Sparsamkeitsgründen hatte man damals aber darauf verzichtet.

    Wenn meine Informationen nun korrekt sind und Herr Hahne sich in diesem wesentlichen Punkt so gründlich irrt, dann bin ich bei den sonstigen Informationen sehr sehr vorsichtig...

    - vorausgesetzt man war kein Jude oder betrieb keine kommunistische Agitation -

    ...und vorausgesetzt, es war einem egal, was mit Juden und Kommunisten geschah. Mein Vater ist Jahrgang 1936, er hat immerhin neun der zwölf Jahre miterlebt, und er erinnert sich gut an viele Dinge: was man tun muss, wenn die Gestapo klingelt - dass man im Restaurant immer mit dem Rücken zur Wand sitzt, um beobachten zu können, wer zuhört - was man der Polizei sagt, wenn die fragt, welche Erkennungsmelodie das Radio hat. All das hat für mich mit einem bürgerlichen Leben nicht so viel zu tun. Und meine Familie war eigentlich unpolitisch/monarchisch gesinnt.

    Aber klar, wenn man nicht zu viele Fragen stellt und nicht so genau hinschaut, dann kann es auch in der Diktatur ganz gemütlich sein...

    Du führst als Laie, "bewaffnet" mit angelesenem Wissen, eine Diskussion mit einem Landschaftsarchitekten über Landschaftsarchitektur und bist der Meinung, auf Augenhöhe mit ihm sprechen zu können. Entweder hast Du also eine sehr hohe Meinung von Deinem Expertenwissen in diesem Bereich, oder eine recht geringe Meinung von eryngium s Fachwissen.

    Jeder Wissenschaftler weiss, dass das Lesen von Fachliteratur nicht langjährige Ausbildung und Berufserfahrung ersetzt. Das gilt für Architekten und Kunsthistoriker wie für Landschaftsarchitekten und Herzchirurgen (übrigens auch für Metzger, Fliesenleger und Klempner). Ich bezweifle die Autorität der von Dir angeführten Texte nicht im geringsten, nur traue ich der Expertise eines Landschaftsarchitekten unterm Strich mehr als dem angelesenen Wissen eines... ja, was bist Du denn eigentlich? Du hast es uns ja bisher nicht gesagt. Und da kannst Du noch so viele Fachartikel anführen, ich werde trotzdem dem Fachmann mehr vertrauen als dem "sachkundigen Laien".

    Ich kann mich gut an den hysterischen Ausbruch von damals erinnern - ich glaube, er hat mich veranlasst, mich hier anzumelden und meinen ersten Kommentar zu schreiben.

    Genau das ist doch das Problem: niemand hat die Geduld abzuwarten, bis das Bauwerk vollendet ist, sondern sobald die erste Visualisierung vorliegt, wird gemeckert, gekeift und geschimpft. Anschließend wird weiter gemeckert, gekeift und geschimpft, weil niemand auf meine konstruktive Kritik hört, die ich so sachlich und ruhig vorgebracht habe. Und wenn es dann fertig ist, heißt es "ist doch viel besser geworden, als ich mir vorgestellt hatte" .

    Daraus wird aber nicht gelernt, sondern bei jedem neuen Bauvorhaben fängt das Gemeckere, Gekeife und Geschimpfe von vorne los. Und das trägt uns den Ruf ein, eine Gruppe von Meckerern, Keifern und Schimpfern zu sein.

    Genau. Das Lesen und Wiedergeben von Fachartikeln ersetzt Studium und Berufserfahrung. Ich biete mich gern als Dein Herzchirurg an, wenn Du einen solchen benötigen solltest.


    Ich stelle fest: wir begegnen wieder einmal der in diesem Forum schon virulenten absoluten Geringschätzung von Expertentum und Fachwissen. Das können wir alles alleine!


    Zum zweiten Teil Deines Beitrags: Zustimmung. Ist allerdings ne Binse. Etwas nicht Existentes hat keine Auswirkungen.

    Der gesamte zweite Teil des vorgeschlagenen Textes ist unnötig polemisch - kein Wunder, dass alle Parteien ihn abgelehnt haben.


    Wie wäre es denn mit folgender Formulierung:

    1956 umgewidmet zur Erinnerung an die Wurzeln des Bezirks Wilmersdorf

    Das ist ein mögliches Ergebnis. Ich halte es aber für ebenso gut möglich, dass die Menschen sich an den Ostflügel gewöhnen, ihn sogar liebgewinnen, und in 100 Jahren als positive Ergänzung ansehen. Ich weiß, dass das hier von vielen für unmöglich gehalten wird, aber die halten ja auch generell für unmöglich, dass jemand dem Ostflügel irgendetwas gutes abgewinnen kann, und da haben sie auch unrecht.

    Auch ich möchte mich anschließen. Eine Rekonstruktion des alten Flügels wäre toll gewesen, war aber wohl nie sehr realistisch - dazu war er zu kleinteilig und unregelmäßig. Unter den gegebenen Umständen ist Stellas Interpretation und Weiterführung von Schlüters Fassadengliederung in modernen Formen schon sehr edel und ästhetisch. Wer sagt, das gibt es dutzendfach in Berlin, der hat nicht genau hingeschaut. Ich bevorzuge diese Lösung gegenüber einer pseudohistoristischen Zufügung einer vierten Schlüter-Fassade, wie sie ja auch im Gespräch gewesen war.