Posts by Sonicted

    Du hast recht, der Superlativ war zu hoch gegriffen. Da ist die Leidenschaft mit mir durchgegangen :)

    Vielen Dank.

    Johann-Kontor ist anständig.

    Schulterblatt 1 und 65 finde ich richtig gut.

    Das Burstah-Ensemble ist eine sehr deutliche Verbesserung zum vorherigen Zustand.

    Hamburg macht vieles richtig!

    Eine sehr langwierige Sanierungsgeschichte ist nun fast zu Ende:


    Dieses Haus in der Mozartstraße stand jahrelang leer und war wohl in einem ziemlichen Originalzustand. Die Sanierungsarbeiten zogen sich mit mehreren Pausen über die letzten mindestens 4 Jahre hin, neulich wirkte das Haus zum ersten Mal wieder bewohnt:

    Sehr hübsch, bis auf die Außenwand der vorderen Terrasse. Da stecken die Mülltonnen drin? Hätte man eleganter lösen können; die Türen sind immerhin aus Holz und gefallen mir gut.

    Danke. Wenn man den Häusern aus den 50ern und 60ern Sprossenfenster verordnen würde, wäre schon so viel gewonnen...

    Ich war nur einmal in Nürnberg vor zig Jahren, beruflich. Die Stadt hat mich nicht beeindruckt.

    Wenn ich sie mir nun per Google Streetview anschaue, ist mein Eindruck folgender: schöne Dächerlandschaft, engbebaute Straßen erzeugen Urbanität.

    Leider wirkt die Architektur durchgängig "blutleer". Zudem scheint es kaum mehr bedeutende Gebäude zu geben. Liege ich da falsch? In Dresden gibt es den Zwinger, das Japanische Palais, den wiederaufgebauten Neumarkt etc. In München gibt es das Maximilianeum, das Ruffinihaus, dutzende Palais etc. In Würzburg das Falkenhaus.

    In Nürnberg wurde nicht einmal das Pellerhaus wiederaufgebaut. Welche bedeutenden Gebäude gibt es noch in Nürnberg? Kirchen und die Burg ausgenommen.

    Das liegt aber primär an Bomber Harris als am vermeintlich schlechten Geschmack der Kölner*innen.

    Du machst es dir zu einfach, meiner Meinung nach. Ja, Köln wurde stark zerstört. Das gilt allerdings auch für München und Hamburg. Beide Städte wurden jedoch deutlich schöner wiederaufgebaut. Zudem ist der Krieg nun seit 75 Jahren vorbei. Und Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Wir hätten unsere Städte wunderschön wieder aufbauen können - wenn nur der Wille dagewesen wäre.

    Neubau in der Dillstraße, im Hamburger Grindelviertel. Die Dillstraße führt übrigens direkt zur Talmud-Thora-Schule, neben der die Synagoge stand, deren Rekonstruktion (hoffentlich) ansteht.



    Das restliche Grindelviertel besteht glücklicherweise aus vielen gut erhaltenen Altbauten, ähnlich dem Gebäude links neben dem Neubau. Hier zwei Fotos aus der angrenzenden Rappstraße.



    Hier noch ein mMn gelungener Neubau in der Rappstraße.



    Hallo findorffer, du bist wahrscheinlich Bremer, genau wie ich.


    Bremen ist ja in vielen Teilen eine schöne Stadt. Ich denke da nur an die östliche Vorstadt, Fesenfeld, Gete, die Neustadt und große Teile Schwachhausens. Selbst die Innenstadt hat schöne Ecken, so zB den Marktplatz, Domshof, Domsheide, die Böttgerstraße und den Schnoor.


    Die größten Probleme in Bremen sind mMn die Martinistraße, der Rembertiring und die Bürgermeister-Smidt-Str. Das Stephaniviertel ist schrecklich. Zudem haben viele Straßen in der Innenstadt einen Hinterhofcharakter dank 60er-Jahre Schrottarchitektur. So zB die Ansgaritorwallstraße. Dazu kommen die überdimensionierten Kaufhäuser in der Innenstadt: Karstadt Sport, Galeria Kaufhof, und die modernen Gebäude auf dem Platz der abgerissenen Ansgarikirche. Selbst das Karstadtgebäude gefällt mir nicht.


    Man könnte sehr viel aus Bremen machen - wenn nur Wille und ein Sinn für Schönheit vorhanden wären! Ich denke mir oft: Bremen benötigt einen Masterplan für die nächsten 50 Jahre, um die Innenstadt zu revitalisieren. Das geht nur mit Rückbau der Martinistraße und Bürgermeister-Smidt-Str. sowie dem Abriss der Hochstraße Breitenweg. Zudem der rigorose Abriss von Bausünden (zB Parkhaus am Brill). Dann könnte man nach und nach ehemalige Plätze und Straßenfluchten wiederherstellen, bedeutende Gebäude rekonstruieren (zB Essighaus) und Lücken mit historisierenden Häusern auffüllen, wie zB in Lübeck. Kleinteilige Bebauung wäre Pflicht.


    Das bleibt wohl leider ein Traum.


    Am Domshof stehen noch zwei historische Gebäude, die später für den Neubau der Bremischen Landesbank abgerissen wurden (den man wiederum jüngst abgerissen hat). So wenig Respekt vor dem architektonischen Erbe, so viele Fehlentscheidungen!

    Bausituation am Mittelweg Ecke Tesdorpfstraße.



    Der heruntergekommene Altbau wurde abgerissen, der Neubau basiert auf der rekonstruierten Fassade.




    Nebenan wurde ein Altbau wunderbar saniert.


    Hat man den gelben Gründerzeitler daneben etwa bereits plattgemacht? Schaut mal Google Streetview und dann Google Maps Satellitenansicht - da klafft ein Loch.


    Edit: Ich sehe gerade das Foto in der Mopo. Tatsächlich wurde der Gründerzeitler links neben dem Eckgebäude bereits abgerissen. Schlimm.

    Heinzer


    Ich bin so ein bisschen zwiegespalten zu dein Text. Ich bin ja Ausländer und sieht halt die Unterschied zwischen die Kleinstädten oft weniger krass. Deutsche Grosstädten kommt fur die untranierte Augen schon oft runtergekommen vor. Wenn mann fährt durch Stuttgart oder Munchen wird es oft recht krass zentrumsnah. Oft sieht kleinere Städten deutlich gepflegter aus als die Grosstädten. Die Wahrnehmung ist anders. Klar hast du uber die Städtische Leben geredet aber fur meine Augen sieht halt Schwerin deutlich gepflegter als die meiste deutsche grössere Städten.

    Ich finde europäische Städte wirken oft deutlich heruntergekommener als deutsche, ich denke vor allem an Städte in Frankreich und Großbritannien. Kopenhagen ist natürlich wunderbar, Stockholm, Oslo und Helsinki ebenfalls. Vielleicht kommt daher deine Erwartungshaltung.


    München ist in meinen Augen eine durch und durch tolle Stadt. Hamburg auch, Berlin ist in großen Teilen in Ordnung. Stuttgart kenne ich kaum. Frankfurt und Köln finde ich schrecklich.


    Hamburg ist schon toll in der Hinsicht, dass sehr viele Bausünden aus den 60ern und 70ern abgerissen werden. Ich denke da nur an das Allianz-Hochhaus am Rathaus oder die City-Hochhäuser am Klosterwall. Zudem wurden in den letzten 25 Jahren sehr viele Gegenden von ihrem "Hinterhof-Charakter" befreit und dadurch wiederbelebt. Die Europa-Passage war ein großer, erfolgreicher Wurf. Die Gegend um die Alte Post hat man wiederbelebt, ebenso die Stadthöfe. Nun arbeitet man am Großen Burstah. Im Gegensatz dazu habe ich bei viele deutschen Städten den Eindruck, dass sie in den 60er-Jahren steckengeblieben sind.