Posts by Hildesheimer

    Zum einen fiel also wohl ein weiterer Altbau samt historischem Keller für den Sparkassenbau. Zum anderen gefällt mir das HO-Hotel baulich besser. Ein wenig (DDR-)Moderne tut einer solchen Stadt als Kontrast doch schon gut, finde ich.

    Das HO-Hotel fand ich jetzt auch gar nicht so schlecht. Ich habe mir jetzt nochmal ein Bild von der Sparkasse gesucht - im Vergleich finde ich das Hotel allemal besser als diesen einfallslosen 90er Jahre Kasten.

    Der Untermarkt ist ja wirklich ein Ensemble wie aus dem Bilderbuch.
    Die schlimmste Bausünde - der orangefarbene Bau der Sparkasse (wenn ich das richtig sehe)? Naja, wenn das die schlimmste Bausünde ist, gehts ja noch (soweit ich das nach dem Foto beurteilen kann). Da finde ich den Celler Karstadt (z.B.) oder diesen Rieseneinkaufsklops in Hameln weitaus schlimmer.

    1. Nein, die Fahrbahn bleibt Fahrbahn, für Straßenbahnen, Radfahrer, Stadtrundfahrtsbusse. Der Gehweg bleibt Gehweg.
    2. Was ist daran jetzt ein von Behörden verursachtes Problem? Wenn die Straße privat ist, ist sie das eben. Es ist ja auch nicht ungewöhnlich, dass Zufahrtsstraßen zwar privater Besitz sind, aber dennoch als öffentliche Zufahrt gewidmet sind. Läßt sich alles lösen.
    3. Bei Neubauten, auch von Straßen und Wegen, sind aktuelle Vorschriften zu beachten. Dazu gehört auch Barrierefreiheit. Die barrierefreie Anbindung des Elbufers läßt in der Tat zu wünschen übrig.

    Tut mit leid, aber so lange falsche Sichtweisen in der Literatur von heute zu finden sind, die falsch sind, werde ich dies ansprechen! Wenn dann mal endlich auch in der Literatur die Sachen richtig gestellt sind, muss man nicht mehr darauf hinweisen...

    Ach so, das wurde mir aus der obigen Aussage nicht klar. Wenn es in der Tat wissenschaftliche Literatur gibt, die den historischen Kontext unzutreffend wiedergibt, ist das natürlich kritikwürdig. Am Ergebnis ändert das freilich nichts.

    Es gab in den verlinkten Artikeln einige Fotos von oben in die Brandruine hinab, die das ganze Ausmaß der Zerstörung erahnen lassen... Ein sehr bitterer Verlust. Nur gut, dass niemand verletzt wurde, und die Feuerwehr noch Schlimmeres verhindern konnte.

    Hildesheimer: Ja wir haben ein paar Kalender im Catapult in der Neustadt hinterlegt. Allerdings ist die Online Bestellung für uns persönlich besser.

    Alles klar, danke für die Antwort. Ja, kann ich mir vorstellen - die Händler wollen ja auch was verdienen. Ich finde es bloß mäßig sinnvoll, mir etwas zuschicken zu lassen, was womöglich von der Post auf sonstwas für Umwegen durch die Weltgeschichte gekarrt wird, wenn ich es mit einem kleinen Weg auch selber holen kann. Ich überlege es mir.

    Das geschah im übrigen weit vor der Plünderung in Charlottenburg, die angesichts der sächsischen Verluste vor Herbst 1760 nur eine Lappalie war. Das sag ich deshalb, weil die reparablen Schäden in Charlottenburg von preußischer Seite gern als Begründung für die Plünderung von Hubertusburg herangezogen werden, was schlichtweg nicht zu rechtfertigen ist!

    ?( Ich verstehe nicht, was solche 250 Jahre alten "Begründungen" heute noch für eine Relevanz haben, und wer da was rechtfertigt? Welche "preußische Seite" soll das denn sein? Aus heutiger Sicht reicht es doch eigentlich aus, wenn man feststellt, dass die Preußen das damals zerstört haben - warum und wieso ist doch (heute) akademisch.

    So bitter es auch ist - wenn am Ende wenigstens die historische Fassade erhalten wird und mit originalgetreuen Fenstern und einem ebensolchen Dach einem sich dahinter dezent verbergenden Beton-Neubau vorgeblendet würde, dann könnte man irgendwann damit seinen Frieden machen.

    Ja, darauf wird es wohl hinauslaufen... Wenn ich mir das Gerüst und das jetzt aufgebrachte Schutzdach ansehe, geht es wohl darum, die Fassade an der Heinrichstraße zu erhalten, und den Rest dahinter wegzureißen. Sonst müsste das Schutzdach ja weiter ausladen, bzw. ganz rübergehen.

    Ich zitiere mal aus dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz:
    "Kulturdenkmale im Sinne dieses Gesetzes sind von Menschen geschaffene Sachen, Sachgesamtheiten, Teile und Spuren von Sachen einschließlich ihrer natürlichen Grundlagen, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen. städtebaulichen oder landschaftsgestaltenden Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt."
    Der städtebauliche Aspekt ist hier im Gesetz als ein Kriterium verankert. Ob das alleine ausreicht, um ein Gebäude unter Schutz zu stellen, ist eine andere Frage.


    Eine Schwäche ist es, dass es keinen Ensembleschutz gibt, so wie in Niedersachsen mit der "Gruppe baulicher Anlagen". Die Sachgesamtheit greift nur dann, wenn ein einheitlicher Entwurf zu Grunde liegt, also etwa eine Villa mit zugehörigem Villengarten oder eine Siedlung aus dem frühen 20. Jh. Sind in einer Straße aber mehrere alte Gebäude, die zusammen ein wichtiges Stadtbild ergeben, aber eben aus verschiedenen Entwürfen stammen, so sind nur die geschützt, die Einzeldenkmale sind. Die anderen alten Gebäude, die keinen Einzeldenkmalschutz genießen, können dann genausogut abgerissen werden. Es gibt zwar noch die Denkmalschutzgebiete, die das ein Stück weit ausgleichen können, aber dazu sind Stadtratsbeschlüsse notwendig. Diese sind unpopulär, weil man grundsätzlich die Hauseigentümer nicht durch mehr Bürokratie "gängeln" will.


    Es ist als grundgesetzwidrig festgeschrieben, den Erhalt eines Denkmals um "jeden Preis" qua Gesetz zu fordern. Alle Denkmalschutzgesetze müssen die Unwirtschaftlichkeit als "Ausstiegsklausel" haben. Diese Klausel ist - abgesehen von höherrangigen öffentlichen Interesse anderer Art - regelmäßig die einzige legale Option, zu einem Denkmalabbruch zu kommen. Wie "leicht" oder "schwer" es ist, zu einer Abbruchgenehmigung zu kommen, lässt sich wohl von außen nur schwer beurteilen.


    Allen Denkmalschutzgesetzen ist zu eigen, dass die Kommunen wenig bis keinen Einfluss haben, was geschützt wird, und auch wenig Möglichkeiten, ein Gebäude zu erhalten, was kein Denkmal ist. Denkmalrecht ist Landesrecht. Städtebauliche Erhaltungssatzungen sind zwar möglich, aber ein eher schwaches Instrument.

    Dieser Eindruck mag das Ergebnis von modischen Vereinfachungen und Umbauten sein. In seiner ursprünglichen Form kommt dem geschulten Augen der Vergleich mit dem "Einfamilienhaus" nicht in den Sinnn: izseljenci.slo.at/content/pictures/jakoberhaus.jpg Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1925, nicht von 1910.

    Das alte Foto macht es deutlich klarer, danke dafür. Skurril bleibt es dennoch. Die Details wirken etwas altmodisch für die 20er Jahre, daher habe ich mich in der Datierung so verhauen, denke ich. Könnte auch eine der verrückten Häusergeschichten von Gottfried Müller sein, finde ich. :)

    Mich irritiert der zweigeschossige Ratssaal, der auf den Bildern (vor dem Brand) zu sehen war. Das sieht mir aus wie eine später geschaffene Situation, insbesondere mit den Fenstern - so, als hätte man eine Deckenebene entfernt. Ein Umbau im 19. Jh. (wie weiter oben für die Fassade aus der Presse zitiert) wäre ja durchaus nichts ungewöhnliches bei Rathäusern. Aus eigener Anschauung ist mir das natürlich in Hildesheim vertraut, und das Alte Rathaus in Hannover wurde ja auch von C.W.Hase renoviert. (In Hildesheim war es übrigens der Hase-Schüler Gustav Schwartz).
    Weiß da jemand zum Straubinger Rathaus genaueres?
    Nicht das mich jemand falsch versteht: Es schränkt den historischen Wert kein bisschen ein und macht den Brand nicht im geringsten weniger furchtbar - das einzig Gute ist, dass wohl niemand verletzt wurde.
    Was die Wiederherstellung angeht, so sollten sich in Bayern wohl noch genug Handwerksbetriebe finden. Hier in Sachsen haben die Handwerker, die "klassisches" Bauhandwerk beherrschen, jedenfalls so viel zu tun, dass Bauherren oft genug Schwierigkeiten haben, Handwerker zu finden.

    Eine Katastrophe! Wie im Video zu sehen, brennt das Innere komplett lichterloh. Alles, was da drin war, ist vernichtet. In einer Meldung hieß es, dass im Dach irgendwelche Arbeiten im Gange waren. Brandgefahr geht allzuoft von Bauarbeiten aus, man denke an die Tragödie beim Düsseldorfer Flughafen oder den Brand in der Anna Amalia in Weimar.

    Auch die Fassadengestaltungen zwischen den Fenstern unterscheiden sich auf beiden Darstellungen.
    Hat einer der beiden Künstler seine "künstlerische Freiheit etwas ausgeweitet" ? Oder gab es zwischen beiden Darstellungen einige Fassaden-Umgestaltungen?

    Mindestens einer der beiden Künstler hat sich wohl Freiheiten genommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Ziergiebel versetzt wurde. Die Grundform ist auf beiden Darstellungen gleich - bei einer Neuerstellung des Giebels an anderer Stelle hätte man diesen sehr wahrscheinlich der baulichen Mode angepasst. Der Giebel scheint auf der älteren Darstellung noch eine Tür zu haben, möglicherweise hat man den Dachboden als Lagerraum genutzt. Da wäre es schlüssiger, die Tür/Ladeluke nicht genau über einem Fenster zu haben. Andererseits ist es über der Sonnenuhr auch nicht so richtig sinnvoll.
    Die Gestaltung der Fassaden kann sich schon eher geändert haben, wenn zwischen beiden Darstellungen ungefähr 80 Jahre liegen - so lange hält eine Fassade nicht unbedingt.

    Für die Innenraum-Erfordernisse wäre es aber auch hier erforderlich, jedes 2. Fenster zuzusetzen.

    Danke für die Ausführungen, die mir schlüssig scheinen. Wenn die Fensteröffnungen auf beiden Seiten gleich groß wären (was anhand der Fotos nicht abschließend einzuschätzen ist), könnte man ja die Fenster einfach umsetzen. Dann wäre auch von innen der Raumeindruck gleichartig.