Posts by Hildesheimer

    Quote from "Der Herzog"

    ....allerdings leicht verfälschend wiederaufgebaut. Der Ostchor ist zu klein geraten


    Ich bin sicher, dass sich bei allen wiederaufgebauten Kirchen "Verfälschungen" finden lassen. Im Westwerk des Domes wurde mit Beton nicht gegeizt, bei St. Andreas gibt es Abweichungen vom Vorkriegszustand... Stellt sich die Frage, welcher Zustand ist denn "richtig"? Hätte man Andreas wieder auf den Turmstumpf von vor 1880 (oder so) abtragen müssen? (Im übrigen wurde überlegt, das baufällige Schiff von Andreas nach 1945 abzureißen und den Turm als Mahnmal stehen zu lassen - das hätte dann wohl so ähnlich wie bei St Marien in Wismar ausgesehen...)


    Ich finde, das Werk der Wiederaufbaugeneration wird allzu eilfertig als minderwertig beurteilt. Die gewaltigen Leistungen, die dahinterstehen, kann ich als Nachgeborener nur ansatzweise nachvollziehen, und habe großen Respekt vor den Leuten, die es binnen zehn, fünfzehn Jahren geschafft haben, aus diesen Trümmerwüsten wieder Städte zu machen. Manche Bauleistung aus dieser Zeit ist notwendigerweise mangelhaft, weil eben Mangel herrschte. Trotzdem hat diese Generation großes geleistet, und deren Leistung verdient es, auch im Stadtbild sichtbar zu bleiben. Nicht alles ist es wert, aufgehoben zu werden, das ist sicher. Aber eben auch nicht alles verdient es, abgerissen zu werden.

    Quote from "Däne"

    Zumindest bekommt das (neue) Pfeilerhaus jetzt vertikale Sprossen. Eine kleine Verbesserung.


    Das kann ich nicht nachvollziehen. Das jetzige Pfeilerhaus hat doch bereits eine Gliederung? Oder meinst Du Sprossenfenster?
    Im übrigen ist das Pfeilerhaus (und das anschließende Ensemble) ein Werk von August Albert Steinborn, einem nicht unbedeutenden Hildesheimer Architekten - immerhin hat er die Michaeliskirche wieder aufgebaut.

    Quote from "Heimdall"

    Und wie wäre es mit der Möglichkeit einer Translokation des Pavillons? Möglichenfalls kann man ihn abbauen und an einer geeigneten Stelle wieder aufbauen...


    Grundsätzlich sicher denkbar. Eine geeignete Stelle zu finden, ist allerdings so einfach auch wieder nicht - der Pavillon ist ja um die eine Stütze des Pfeilerhauses herumgebaut, eine entsprechende Situation an einem anderen vergleichbaren Gebäude wird nicht ohne weiteres zu finden sein. Es sei denn, der Pavillon wird an das Bäckeramtshaus drangebaut - die Stützen haben etwa den gleichen Querschnitt... :zwinkern:
    Allerdings gilt ja zunächst mal, dass ein Baudenkmal möglichst an seinem Originalstandort bleiben soll, da es eben genau für diesen Standort gebaut wurde.

    Aus der HiAZ vom 08.11.2008:


    ZItat aus der HiAZ vom Samstag, 1.11.:


    Quote

    Hildesheim (ph). Die Altstadtgilde zeigt sich erkenntlich: Für seine Verdienste um den Verein und um die Gestaltung der Innenstadt allgemein hat sie ihren bisherigen Chef Heinz Geyer zum Ehrenvorsitzenden gewählt, wie dort üblich einstimmig.
    Heinz Geyer, der jetzt nach seinem 85. Geburtstag das Amt an der Spitze zur Verfügung gestellt hatte, berichtete zum Stand der Planungen für den Wiederaufbau des Fachwerkhauses „Umgestülpter Zuckerhut“ am Andreasplatz. Der Kirchenvorstand der Andreasgemeinde (der das Grundstück gehört) hat sich danach für das Projekt und ausdrücklich auch für den Abriss des beim Bau störenden Pavillons aus den 50er Jahren ausgesprochen. Die Gemeinde verspricht sich von dem Neubau angesichts der bevorstehenden Jubiläen von Stadt und Sankt Michael eine Aufwertung des Platzes. In dem „Umgestülpten Zuckerhut“, der sich technisch an das unter Denkmalschutz stehende Pfeilerhaus anlehnen soll, wird ein Café mit Freiterrasse zum Platz hin untergebracht.
    „Es geht immer um diesen verrückten Pavillon“, so erläuterte Ignaz Jung-Lundberg für den Bauherrn, die Kaiserhausstiftung, den Stand des Bauantrages. Angeblich sei der mit seiner typischen Nierenform ein „Ausdruck des Lebensgefühls der 50er Jahre“, meine die Denkmalpflege. Alle anderen Fragen seien geklärt, sagte Jung-Lundberg. Die Versammlung unterstützte einstimmig die Forderung nach Abriss des Glaspavillons.

    Die Hildesheimer Fachwerkbauten wurden leider schon im späten 19./frühen 20. Jh. stark verändert und dezimiert. Auf dem untersten Bild, das die Rückseite des Hokens zum Hohen Weg (früher auch Oberngünne an dieser Stelle) zeigt, sind gotische Fachwerkhäuser zu erkennen. Die Knaggen sind typisch für diese Häuser um 1500 (grob geschätzt). Das Haus rechts hat im 1 OG eine Renaissance-Ergänzung erfahren. Das ganze Haus wurde um 1900 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt - dessen Rückseite ist auf dem Bild darüber rechts im Bild zu sehen.
    Die Ratsweinschänke (links im entsprechenden Bild) wurde auch in dieser Zeit "angepasst" - die Stockwerkshöhen wurden verändert, das Gebäude radikal umgebaut. Zwischen 1880 und 1910 wurden etliche Fachwerkbauten vor allem am Hohen Weg abgerissen und durch historistische Neubauten ersetzt.


    Nichtsdestotrotz hat der Krieg einen immensen Bestand an historischen Gebäuden vernichtet, aber es war längst nicht mehr alles so historisch und pittoresk wie oft behauptet wird. Ich denke, die Flächensanierungen der 60er/70er Jahre hätten wahrscheinlich genau soviel Verluste gebracht wie der Krieg selber, und auch vor dem Krieg gab es schon Überlegungen zu Sanierungen - viel dieser Bausubstanz, die einst vorhanden war, hätte das 20 Jh ohnehin nicht überstanden, mit oder ohne Krieg. Natürlich war der Krieg die drastischste Zerstörung, aber beileibe nicht die einzige.

    Hallo,


    das Gebäude 1 (Restaurant)ist ein Nachkriegsbau, auf historisch getrimmt. Es ist davon leider nicht gemütlich, da der Turm von St.Andreas heftige Aufwinde verursacht - da fliegen einem die Nudeln vom Teller.
    Das Gebäude 2 (ehem Peek&Cloppenburg) ist in der Tat ein Vorkriegsbau (20er Jahre), im Krieg beschädigt und vereinfacht wieder aufgebaut. Auf der Rückseite findet sich ein Rest der Originalfassade.
    Das Gebaude 3 war der Woolworth-Bau, mittlerweile abgerissen. Derzeit ist da ein großes Loch. Egal wie der Neubau aussieht, eine Verbesserung ist es auf jeden Fall...


    Das gläserne Erdgeschoss ist immerhin der Siegerentwurf des Wettbewerbes gewesen. Aber welche Rekonstruktion ist schon eins zu eins genau so wie das Original? Die Hildesheimer jedenfalls nicht.

    Quote from "Maxileen"

    Bohrpfähle? Gründungsplatte? Ich dachte, die wollen ein Fachwerkhaus rekonstruieren, keinen Betonbau?


    Da geht es ausschließlich um die Fundamente, nicht um das Bauwerk selber. Und "historische" Fundamente zu rekonstruieren, wird heute kaum genehmigungsfähig sein - den Standsicherheitsnachweis führt kein Statiker.

    Und das Interview mit dem Stadtbaurat:


    HAZ: Passen Pfeilerhaus und Zuckerhut auch mit unterschiedlichen Fassaden zusammen?
    Stadtbaurat Thomas Kulenkampff: Diese Erkenntnis ist für mich der Befreiungsschlag gewesen, das entscheidende Ergebnis des Architektenwettbewerbs. Nach derzeitigen Plänen soll die Steinbornsche Fassade aus den 50-er Jahren am Pfeilerhaus mit der Fachwerkfassade des Zuckerhuts harmonieren. So lauten die Pläne der Preisträger.


    Was sagt die Landesdenkmalpflege in Hannover zu dieser Kombination?
    Eine Vertreterin, nämlich Präsidentin Dr. Christiane Segers-Glocke, hat mit in der Wettbewerbsjury gesessen. Und da hat diese Lösung einstimmige Zustimmung erhalten. Zur Erinnerung: Pfeilerhaus und Zuckerhut sollen durch eine Glasfuge verbunden werden. Auch das Erdgeschoss des Zuckerhuts wird mit Glas transparent gestaltet, um den Blick von der Fußgängerzone auf den Andreasplatz nicht völlig zu verbauen.


    Warum benötigt die Kaiserhaustiftung von der Stadt jetzt 100 Quadratmeter?
    Das ist für mich auch eine Überraschung. Klar ist, 35 Quadratmeter sind die Grundfläche für den Zuckerhut. Für den Glasanbau am Pfeilerhaus sowie für eine Terrasse muss die Stadt das Grundstück nicht überschreiben. Ich könnte mir auch ein Sondernutzungsrecht wie bei Cafés vorstellen.


    Was wird aus dem Schmuckpavillon?
    Das ist nicht abschließend besprochen. Der Preisträger sieht den Abriss vor.


    Die Zuckerhut-Einweihung ist für 2009 geplant – klappt das?
    Ich bin dann im Ruhestand. Der überwiegende Wunsch der Hildesheimer ist, den Zuckerhut zurück haben zu wollen. Und die Verwaltung wird alles tun, dieses Begehren zügig umzusetzen.


    Werden Sie im Ruhestand mal Kaffee trinken gehen im Zuckerhut?
    Na sicher. Ich bin in der Altstadtgilde. Und die hat beschlossen, die Stiftung mit der Rekonstruktion zu beauftragen.


    Interview: Renate Klink

    Aus der HiAZ vom 25.4.08:


    Hildesheim (br). Die Stadt soll bald um ein Wahrzeichen reicher sein: Im Oktober nächsten Jahres will die Kaiserhausstiftung auf dem Andreasplatz die Einweihung des wiederaufgebauten „Umgestülpten Zuckerhutes“ feiern. Das hat Stiftungs-Syndicus Ignaz Jung-Lundberg im Stadtentwicklungsausschuss angekündigt. Das Gremium hatte um einen Bericht gebeten. „Auch als Zeichen unserer Wertschätzung Ihrer Arbeit“, betonte Ausschussvorsitzender Wilfried Kretschmer (SPD).
    Das Vorhaben hat Fahrt aufgenommen, nach dem sich die Stiftung mit der GBG über den Kauf des Pfeilerhauses einigen konnte. Das Gebäude grenzt an das Grundstück, auf dem der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Zuckerhut wiederentstehen soll. Zwar sei noch nicht genau geklärt, wie die Häuser verbunden werden, sagte Jung-Lundberg. Doch das solle bis Mai erledigt sein, Anfang Juni der Bauantrag bei der Stadt eingehen. Fünf der sechs Mietparteien könnten im Pfeilerhaus wohnen bleiben, versicherte Zuckerhut-Initiator Heinz Geyer. „Wir brauchen nur eine Wohnung.“ Deren Nutzern werde Ersatz angeboten.
    Die ersten sichtbaren Arbeiten kündigte Geyer für März 2009 an, dann sollen vier Bohrpfähle gesetzt und die Gründungsplatte gelegt werden. Im September oder Oktober will die Stiftung den Zuckerhut an den Pächter des Cafés übergeben, das in den oberen Etagen betrieben werden soll. Neu dürfte für die Politiker der Wunsch Geyers gewesen sein, statt 30 Quadratmeter nun 100 von der Stadt für das Projekt übertragen zu bekommen. Der Mehrbedarf ergibt sich aus einem Glas-Vorbau am Pfeilerhaus und einer Terrasse für die Gastronomie. Wie Jung-Lundberg betonte, habe die Stiftung unaufgefordert Spenden „in nicht unerheblichem Umfang“ bekommen. „Das zeigt den großen Zuspruch durch die Bevölkerung.“
    Stadtbaurat Thomas Kulenkampff forderte die Stiftung nachdrücklich bereits im Vorfeld zur Feinabstimmung über den Bauantrag auf. „Wir kommen auf Sie zu“, versprach Jung-Lundberg. Wie er auf Nachfrage des SPD-Ratsherrn Ulrich Hammer erklärte, werde die Fassade des Pfeilerhauses entgegen der ursprünglichen Debatte nicht nach historischem Vorbild umgestaltet.

    Das letzte, was ich gehört habe, war, dass die Fassade des Pfeilerhauses so bleiben soll, wie sie ist. Eine Reko des kompletten Pfeilerhauses ist zu teuer, und ein Behang der Bestandsfassade mit bemalten Holzplatten, um das Pfeilerhaus nachzuahmen, ist wohl auch endgültig vom Tisch.
    Der Pavillon ist typisch 50er Jahre, wie die ganze Häuserreihe, und hat diese Anmutung von Nierentisch und Tütenlampen. Ich find ihn ganz niedlich.

    Quote from "Philon"

    Der Unterschied ist nur, daß im 30jährigen Krieg höchstens eine Handvoll Städte und bis auf Magdeburg gerade nicht die großen und bedeutenden Städte (die waren nämlich zu gut verteidigt) zerstört wurden, während im 2. Weltkrieg bis auf genau vier Ausnahmen (Regensburg, Halle, Erfurt, Heidelberg) alle größeren Städte des Landes und über hundert kleinerer ausradiert wurden.


    Unbestritten.

    Quote from "Philon"


    Damit wurde ein Großteil der kulturellen Identität einer ganzen europäischen Nation ausgelöscht. Das hätte schon eine anderen Herangehensweise erfordert als nach den ziemlich unbedeutenden Städtezerstörungen (bei den Dörfern sah's natürlich im 30jährigen Krieg anders aus) des 30jährigen Krieges.


    Die Parallelen liegen für mich auch weniger im Grad der Zerstörung, sondern eher im Zustand der Gesellschaft - nach dem 30jährigen Krieg waren die betroffenen Gebiete teils entvölkert und mussten zusehen, wie sie wirtschaftlich über die Runden kamen. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges mussten die Leute zusehen, dass sie wieder ein Dach über dem Kopf hatten - da waren kulturelle Erwägungen bis auf Einzelfälle deutlich nachrangig.


    Will sagen, nach beiden einschneidenden Kriegen waren erstmal andere Dinge wichtig, nicht die kulturellen. Erst kommt das Fressen, dann die Kultur, um ein Zitat von Brecht abzuwandeln.

    Quote from "Däne"

    @ Hildesheimer


    Wäre es möglich eine Hildesheimgalerie zu machen? Nicht nur vom Marktplatz, sondern vor allem aus dem Brühlviertel (mit Neustadt) und dem Dombereich. Dort gibt es meiner Meinung nach viele schöne Bauten. Darüber hinaus hätte ich gerne Bilder der zahlreichen Kirchen und der (zumeist angepassten) Neubauten im Michaelisviertel. Auf der Homepage von Raymond Fauré gibt es viele Bilder, leider sind sie sehr klein.


    P.S. Ich finde Hildesheim ganz ok - vor allem wenn man die Bilder der Zerstörung im März 45 gesehen hat.


    Fotos zu machen, ist nicht das Problem - ich sollte sogar einige Fotos haben, denke ich. Die Frage ist nur, wie und wo man die als Galerie einstellen kann. Ich habe keine Homepage und will mir die Arbeit einer eigenen Seite auch ehrlich gesagt nicht machen.


    Hildesheim wurde nach dem Krieg "im traditionalistischen Sinne wieder aufgebaut", wie eine Erklärung des damaligen Stadtbaurates Bernhard Haagen lautete - daher auch z.B. die Bauten im Michaelisviertel. Hier wurde in den 50ern versucht, mit den Mitteln der Zeit die Struktur der Stadt wieder herzustellen - anders haben es unsere Vorfahren z.B. nach dem 30jährigen Krieg auch nicht gehalten. Dass dabei der Stadtgrundriß der Zeit angepasst wurde, ist nur logisch. Viele der alten Bauten hätten die "Sanierungswelle" der 60er Jahre auch ohne Krieg nicht überstanden.


    Auch in der Kaiserzeit gab es schon erhebliche Verluste - ich kann das Buch von Frau Dr. Maike Kozok "Hildesheim zur Kaiserzeit" nur empfehlen, es enthält viele Bilder aus Alt-Hildesheim und dokumentiert die Veränderungen um 1900 sehr gut. Darin sind einige Bilder von Hinterhöfen und Nebengebäuden - die sind eher erschreckend. Wenn darin jemand leben musste, war das nach heutigen Maßstäben nicht menschenwürdig.


    Genug gequasselt :zwinkern:

    Quote from "Brandmauer"

    Da wir gerade von Hildesheim sprechen: ein wichtiger Bau am Andreasplatz, der rekonstruiert werden sollte, ist auch das Trinitatisspital:


    Was steht eigentlich heute an der Stelle des Rolandspitals?


    An der Stelle des Trinitatisspitals steht heute ein 50er Jahre-Gebäude.


    Das Rolandspital würde heute mitten in der Straße stehen, da die Kardinal-Bertram-Straße nach dem Krieg erheblich verbreitert wurde (früher Rolandstraße/Poststraße). Die Ansicht auf dem Foto ist aus der Poststraße aufgenommen, die direkt auf das Rolandspital zulief.

    Quote from "Der Herzog"

    Sehr richtig !!! Außerdem ist bei St Lamberti noch ein Seitenschiff wiederaufzubauen, das hätte man lieber tuen sollen, als eine Pseudo 50er konstruktion auf den Turm zu friemeln. Bis denne


    Das Seitenschiff ist absichtlich als Mahnmal zerstört stehen geblieben, wie die Kaiser-Wilhelm-Kirche in Berlin, die Ruine in Hannover am Klagesmarkt (deren Name mir gerade nicht einfällt) und andere Beispiele.

    Das habe ich ja auch nicht abgestritten. Ich finde das jetzige Erscheinungsbild besser als das mit dem Notdach. Vor allem für die Stadtsilhouette ist es eine Verbesserung.
    Es ging mir auch nur darum, klarzustellen, dass es sich hier um keine Rekonstruktion im strengen Sinne handelt, sondern eher um eine vom Vorbild inspirierte Nachschöpfung.

    Quote from "Däne"


    Der Turm der Lambertikirche wurde 2007 rekonstruiert :D Also 2 gute Projekte seit 2000.


    Der Lambertikirchturm ist keine Rekonstruktion. Der alte Turmhelm vor 1945 war niedriger, das Dach des Kirchenschiffs lief in die Schräge des Turmdaches hinein. Diese Situation wurde als gestalterisch unbefriedigend angesehen und daher bei dem neuen Turm anders gelöst - er ist höher, auf dem eigentlichen Turm sitzt eine Holzkonstruktion, auf der erst der eigentliche Helm sitzt. Ich habe leider kein Foto des alten Turmes online gefunden, sonst hätte ich es verlinkt. Vom neuen Turm sind auf Wikipedia Fotos zu finden.

    Quote from "Studi"

    Stimmt, das Bahnhofsviertel war in der Innenstadt die einzige Gegend, die nicht vollständig zerstört war. Das letzte unzerstörte Haus neben der Post wurde dort in den 70ern abgerissen. Müsste das hier gewesen sein:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI05788b02b.jpg\r
    http://www.bildindex.de/bilder/MI05788b02b.jpg


    Der Link zum Bild tut´s bei mir gerade nicht, aber ich hatte es schonmal gesehen. Das Bild zeigt das Reichspostamt am Domhof, ein Bau von Conrad Wilhelm Hase. Im Krieg schwer zerstört, danach als sehr schlichter Putzbau unter Verwendung von stehengebliebenen Ruinenteilen zur Nutzung als Dombibliothek aufgebaut. Vor einigen Jahren abgerissen, an der Stelle wurde die neue Dombibliothek errichtet. Der kleine Erker (ein Altarerker aus dem späten Mittelalter) blieb erhalten und steht heute noch am Domhof.


    Der Bahnhof von Stier war im Krieg übrigens beschädigt worden, aber wurde bis in die 50er weiter genutzt. Das Bahnhofsviertel hatte auch genug Bomben abbekommen, vor der großen Zerstörung wurden schon gezielte Angriffe auf die Gleisanlagen geflogen - und gezielt war relativ.