Posts by Freibuerger


    Ich kenne Jena sehr gut. Demzufolge weiß ich aus Interesse auch um die nach dem Krieg erhaltene Altstadtbebauung, die teilweise Wiederaufbauleistung im Bereich des Eichplatzes und den unsäglichen Abriss für die "Keksrolle" (es gibt auch andere Begriffe :wink: ) und weitere geplante DDR-Bauten. Das jetzige Bauvorhaben fällt für mich unter den Wahn "Schneller, höher, weiter". Die Entscheidungsträger haben nicht begriffen, was kleinteilige, vielleicht angepasste Architektur für Anziehungskraft (siehe Wagnergasse) oder gar die Wiedererstehung des alten Eichplatzes hätte. Schon die Neubauten neben dem Rathaus sind erdrückend.

    Ps. Nach meiner Erinnerung sah ich bei Recherchen im Stadtmuseum Bilder von einem romanischen Wohnturm neben dem Rathaus, der durch die Bombenangriffe im 2.WK "freigelegt" und wohl erhalten war.

    Mühlhausen scheint offenbar alles richtig zu machen. Zum einen steht alles mit der Bildung, dem Feingefühl und dem Wollen der Entscheidungsträger. Die Argumente "Unfinanzierbarkeit" sowie "Schandfleck" sollten nicht immer das letzte Wort haben. Zum anderen gehört aller Respekt solchen privaten "Hausrettern", die in verrückten Zeiten den Leuten einer Stadt wenigsten identitätsstiftende konstante Ansichten mit großem geschichtlichem Wert erhalten. Das zeugt auch vom Respekt vor den Leistungen unserer Vorfahren.

    Hallo,
    hier paar Impressionen aus der Motorrad-Stadt Zschopau. Sie liegt im Erzgebirge und ist weitestgehend saniert.


    Stadtkirche St. Martin, nach einem Brand 1751 wieder aufgebaut.




    Schloß Wildeck, erbaut auf den Fundamenten einer Burg aus dem 12. Jahrhundert. Heute beherbergt es u.a. ein Motorradmuseum (MZ).
    Sie sicherte wahrscheinlich den böhmischen Steig mit der Furt an dem Fluss Zschopau.

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    Der Bergfried ist noch alt.



    Neues (barockes) Rathaus am Markt.



    Altes Rathaus, ursprünglich 1495 erbaut, mehrfach verändert.



    Marktbereich.



    Blick in eine Seitenstraße.

    Hallo,
    ich finde im Netz immer mal neue Artikel zum Vorgang "Salomonstraße" in Görlitz. Wie nicht anders zu erwarten, sind die Verantwortlichen für diesen Skandal absolut uneinsichtig. Gab es inzwischen evtl. eine Stellungnahme von "Stadtbild" in Richtung Görlitz? Dies würde ich für sehr hilfreich für das "Stadtforum Görlitz" halten.

    Dafür entschädigt das Stadtzentrum.

    Rathaus, ursprünglich von 1441.




    Stadtkirche "Zur Gotteshilfe" mit der größten Barockorgel Thüringens.



    Rechts daneben leider ein leerstehendes Haus (in bester Lage)



    Alte Apotheke










    Blick in die Hauptstraße








    Blick in die Bremerstraße





    Hallo,
    ich habe "zwischen den Jahren" mir mal nach sehr langer Zeit wieder Waltershausen bei Gotha angeschaut. Es ist ein kleines nettes Städtchen am Nordrand des Thüringer Waldes. Beherrscht wir es vom Schloß Tenneberg auf einem Bergsporn.







    Etwas zur Geschichte.



    Die Gebäude der Vorburg sind leider nicht so gut in Schuß. Hier könnte man sicherlich viel draus machen.



    Vor vielen Jahren hatte ich schon Bedenken wegen dem leer stehenden Zeughaus von 1614. Da es Grünschnittarbeiten auf dem Gelände gab, habe ich Hoffnung.





    In unmittelbarer Nachbarschaft sieht es nicht gut aus.


    Das 6. Bild der letzten Bilderserie zeigt eines meiner Lieblingsobjekte aus dem Dresdner Schloß. Ich weiß nicht, ob es hier schon einmal besprochen wurde. Es handelt sich um einen Prunkkamin, der in vereinfachter Form nach seiner Zerstörung rekonstruiert wurde.

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    Vollständig muß er eine prachtvolle Farbe gehabt haben. Ursprünglich war er mit den schönsten und seltensten sächsischen Mineralen verziert, z.B. mit Halsbacher Achat, Schlottwitzer Achat/Amethyst, Wiesenbader Amethyst, Wiederauer Achat, Purschensteiner Amethyst, Chemnitzer Kieselholz usw.).
    Der beteiligte Juwelier Johann Christian Neuber hat u.a. auch für europäische Höfe feinste Schatullen aus diesen Mineralien gefertigt.


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    Während sicherlich auch in Görlitz jeder private Hausbesitzer jeden Biberschwanz extra genehmigen lassen muß, gilt selbiges für öffentliche Bauherren nicht. Immer dann, wenn Bauherr und Denkmalschutzbehörde, die dem Bauamt oft unterstellt ist, identisch ist, kommt es zu solchen Auswüchsen. Immer das gleiche, falls "Untere Denkmalschutzbehörde" mutig Einspruch eingelegt haben sollte, ab zur Denkmalschutzbehörde nach Dresden, dann Dissenzverfahren, weiter zur Landesdirektion. Wenn gute Connection, dann genehmigt die alles.
    Diese Straßenszene wird wohl für die weltweite Filmwelt ausfallen. Und die Intention des ehemaligen jährlichen 1-Million-Euro-Spenders wird völlig missachtet. Eine Schande für Görlitz.


    Naja, kann man so sehen. Aber man muss bedenken, dies sind u.a. ästhetische Industriebauten aus napoleonischer Zeit. Sie sind Beispiele aus der frühen Industrialisierung von Sachsen, die das Land reich gemacht haben. Für mich geschichtlich sehr wertvoll.

    Hallo,
    nach sehr langer Zeit habe ich Flöha wieder besucht. Dort entsteht gerade eine "Neue Mitte" auf dem Gelände einer alten Baumwollspinnerei. Der früheste Industriebau (1809) hat die Kubatur eines Schlosses.
    Völlig überrascht habe ich die bisherigen Aufbauleistungen zur Kenntnis genommen. Während im übrigen Sachsen fast alle alten Industriebrachen verfallen oder abgerissen werden, findet man hier ein wohltuendes Konzept.

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    Hier einige Impressionen:

    Ansicht am Fluß Zschopau (vor dem Zusammenfluß mit der Flöha)



    Im Wasserbau befindet sich u.a. eine Bibliothek und Vereinsräume.



    Danach folgt ein Kindergarten.



    Auch Großmärkte sind eingezogen.



    Neue Wohnungen sind in den älteren Teilen entstanden.





    Das "Schloß" von 1809.





    Noch einige Gebäude werden saniert.


    Im Adressbuch von 1905 steht Charlottenstraße 4 ab 1902. Bis 1901 war das Geschäft in Lt. Adressbuch in der Charlottenstraße 3. Nun wäre interessant, welches das Eckhaus war.

    Abseits der Touristenpfade liegt die Wallfahrtskirche von Quinau/Květnov. 1674 wurde eine Kapelle durch das Kirchenschiff erweitert und eine Orgel angeschafft, zehn Jahre später baute sie den Turm an.






    Nicht weit entfernt liegt die Ortschaft Platten/Blatno. Gegründet wurde der Ort vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert vom Orden der Deutschen Ritter. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1344.


    Die spätbarocke Michaeliskirche hat ein neues Dach und neue Fenster.





    Vielmuss noch saniert werden.