Posts by Touranoglou
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"Sanierung" des Obelisken in der 1969

Woher hast du dieses Foto? Das sieht fast schon KI-generiert aus.
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Damit dürfte der Pfeil gerade bei uns im Forum sein Ziel erreicht haben (Wortwitz nicht beabsichtigt).
Ich etwa denke für die Zukunft darüber nach, dass man die pittoreske historische Ostfassade etwa durch einen Rückbau der Spree irgendwann mal zurückbekommen kann. Der Pfeil wird dann obsolet und kann innerhalb des Forums zusammen mit den Gegenständen aus dem Palast der Republik ausgestellt werden. Ein Win-Win?

Zum jetzgen Stand sehe ich ihn als Aufwertung (wenn auch marginale) oder zumindest neutral. Kunst am Bau kann schlimmer sein.
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Man kann den Pfeil auch als Angriff auf die hässliche blanke Ostfassade interpretieren.
Immerhin ist er dort und nicht an rekonstruierten Bereichen, wie in Potsdam. -
Ich muss hier ursus carpaticus Recht geben - nicht nur bei den Gründerzeitvierteln. Auch das Beliner Schloss selbst war schon damals verglichen zu Residenzschlössern anderer europäischer Länder eher schlicht gebaut worden - und das bewusst aus der preußischen Tugend der Sparsamkeit heraus. Im Endeffekt wurde ein Klinker-Rohbau verblendet.
Das Ergebnis ist dennoch sehr ansehnlich - es ist historistisch und wirkt gleichzeitig nicht so überladen wie manch repräsentative Gebäude in Wien, Moskau oder Paris - was bei der Wahl des Barockstils des Berliner Schlosses ja ein wenig widersprüchlich ist.
Von den Dimensionen her waren die Berliner Gründerzeitviertel damals die weltweit größten zusammenhängenden ihrer Zeit. Aber auch schon damals wurden die Putzelemente teils industriell hergestellt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden viele Gründerzeitler entsprechend der kalt-neoklassizistischen Mode der Zeit entstuckt.
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Man muss auch zugeben, dass die beiden Häuser vorher keine Beispiele einer hohen architektonischen Blüte sind, sondern Teile eines erhaltenswerten Ensembles.
Wenn aber nur die Kubatur übernommen wird und ansonsten wie beim Nachbarbau links (weißes Haus mit schwarzem Giebeldach) modern gestaltet wird, ist es schon ein sehr großer Verlust. Diese Art von Häusern findet man als Neubauten in kleinstädtischen Speckgürteln zuhauf. Der historischen Altstadt von Köln wird man damit nicht gerecht.
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Der Ostflügel des Stadtschlosses soll augenscheinlich ein Ensemble mit den anderen Bauten bilden, die an das gegenüberliegende Marx-Engels-Forum grenzen - auch weiße Betonwände mit Rasterfassaden ähnlich zur Ostseite des Schlosses. Bei der Vogelperskeptive wird das deutlich.
Der Wiederaufbau des Ostflügels sei bautechnisch schwer zu verwirklichen, weil auch die Spree an der Stelle verschoben werden müsste. Die Hoffnung, dass das irgendwann verwirklicht werden kann, stirbt zuletzt.
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Die Rechenzentrums-"Bewohner" sollten sich über dessen Abriss eigentlich sogar freuen, weil sie mit dem Kunst- und Kreativquartier einen deutlich würdigeren und architektonisch schöneren Ort zum Wirken haben.
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Zwar ist das von Mäckler am besten, aber man sieht leider auch in deren Entwurf viele Flachdächer... Zusammen mit der Rekonstruktion des Jüdenhofs sind das aber gute und vielversprechende Nachrichten für Berlin!
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Die Fuge ist bei genauem Hinsehen besser als das Nachbarhaus selbst.
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Warum braucht man für so eine Stelle, zwei Häuser, die den letzten kleinen Rest der identitätsstiftenden ursprünglichen Stadtbebauung stellten, einen "Star-Architekten"?
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Billig sonst nichts !
Finde ich nicht. Gleiche Parzellierung und Kubatur wie der Vorgängerbau (Walmdach mit Ziegeln), Fassadengliederung, Einhaltung der Sichtache, halbwegs angenehme Farbe und einigermaßen harmonisches Einfügen in die (modernere) Nachbabebauung.
Mit wäre eine Reko natürlich auch lieber. Aber ich finde, das ist eher ein positives Beispiel der Postmoderne. Bei den "Rekos" im Lübecker Gründungsviertel zum Beispiel ist die Fassade oft viel simpler gehalten.
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Toll, jetzt bin ich also "grünen-nah".

Es geht mir eher darum, klar zu machen, dass dieses Agieren kontraproduktiv ist. Wenn "die Grünen", "Linke" oder wer auch immer sehen, wer teilweise auf welchem Niveau für die Rekonstruktion der Bauakademie argumentiert, ist es kein Wunder, dass sie mittlerweile reflexartig dagegen sind (weil "Reko = rechts"). Die Diskussion, dass ausgerechnet (…) Mod. Entfernt. Ein brandaktuelles Thema, das direkt ins OFF-Topic führt. Sorry
Ich bin auch für Rekonstruktionen, gerade weil sie Historie und Identität ausstrahlen. Aber in Anbetracht der derzeitigen Politisierung von jeder kleinsten Sache gerät leider auch das schöne Bauen unter die Räder dieses parteipolitischen Partisanentums...
Edit: Treverer das war nicht gegen dich gerichtet - eher ein allgemeiner Aufruf, dass man besonnener argumentiert.
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Ja, warum hat man da keinen farblichen Übergang gemacht? Das betont das Graue (Wetter) insgesamt nur noch stärker.
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Das knallbunte wie in der Toskana fände ich deswegen abwegig, da wir hier in Brandenburg und nicht in der Toskana sind. Ein Farbvorschlag wäre wenn dann die Richtung backsteinrot oder sandsteingelb, was zwar den Beton verschleiert, aber für die Region typischer und ein wenig identitätsstiftender ist.
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Hier scheint ja kompletter Stillstand zu herrschen, weil Bundestiftung und Senatsverwaltung nicht zu einer Einigung kamen, und nun erst mal im Bund neu gewählt werden wird.
Ich bin ja mal gespannt, wie sich eine neue Regierung auf die Bundesstiftung, deren Aufstellung und deren Intention bezüglich des Wiederaufbaus auswirkt.
Ich hoffe inständig, dass es irgendwann mal zu einer Konstellation kommt, in der Bund und Senat sich beide einig sind, dass die Bauakademie zumindest äußerlich originalgetreu rekonstruiert werden muss, und dann auch gehandelt wird, bevor eine andere Konstellation sich wieder darüber uneinig ist.
Wann wird eigentlich in Berlin wieder neu gewählt? Wenn die Grünen dort erstarken und in der Regierung sitzen, oder sie womöglich sogar anführen, dann wars das jedenfalls mit einer originalgetreuen Bauakademie.
Leider tragen auch solche Pauschalaussagen und Links-Rechts-Polarisierungen wie hier im Forum dazu bei, dass zu den Grünen tendierende Leute Rekonstruktionen dann als "reaktionär" ablehnen. Dass es früher gerade die linke Hausbesetzer-Szene in den 1970er Jahren war, welche Abrisse historischer Bauten zu verhindern versuchte (Beispiel in Lübeck - heute UNESCO-Weltkulturerbe), spricht aber nicht für dieses Schwarz-Weiß-Bild. Man muss sich aber jetzt bei diesen politischen Grabenkämpfen unbedingt positionieren, und solche "Diskussionen" sorgen dafür, dass man Menschen vom potenziellen Interesse für Rekonstruktionen abstößt. Wir sollten versuchen, Leute für unsere schönen Ziele zu gewinnen. Mit dem Tenor "die bösen Linksgrünen sind gegen uns" schafft man das nur sehr bedingt.
Dennoch hoffe auch ich, dass mit einer neuen, stabilen Regierung endlich ein Machtwort kommt und dieses ewige Problem des Aufschiebens der Bauakademie-Rekonstruktion angegangen wird. Es ist eine der wenigen positiven Ausblicke in dieser unsicheren Zeit. Für die Bauakademie würde ein neuer politischer Wind in der Hinsicht gut tun.
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Das Haus an sich dürfte "hochwertig" sein, aber die Architektur ist billig. Nichts weiter als Vorstadtmoderne. Schade.
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Kann man die Besessenheit zahlreicher Foristen von Oswalt und den anderen Schlossgegnern nicht mal zügeln? Diesen Einzelpersonen stehen Millionen von Schlossbefürwortern gegenüber - das Schloss steht da und wird nicht abgerissen. Durch die zwanghafte permanente Erwähnung und die abwertenden Sprüche wird diesen Personen erst eine Bedeutung gegeben, die sie nicht verdienen.
Edit:
Jakob Das ging diesmal sehr schnell mit deinem Dislike-Spam
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Der Kampf gegen die Realität wurde hiermit gewonnen: Berlin ist eine saubere Stadt. Und Graffiti sind auch nur eine Art Dekoration. Hört nicht auf die ewigen Miesmacher. Alles gut.
Ja Graf Cylinar Diese Verbitterung hat schon seit Längerem in dem Forum Überhand genommen...
Reklov, du weißt, dass man nicht alle Ecken der 3,6-Mio.-Stadt über einen Kamm werfen muss?
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Es ist interessant zu sehen, wie sich hier (populistische) Altlinke wie OTZ und rechtskonservative Forenteilnehmer unbedingt in die Haare kriegen müssen. Erstere müssen nur einen Satz schreiben und alle schäumen hier vor Wut. Lasst doch die selbsternannten Nazijäger reden. Wir leben in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit. Bleibt ruhig, sammelt euch, werdet nicht emotional und petitioniert gemeinsam gegen jede Verschandelungsabsicht! Achtet darauf, dass ihr möglichst viele Leute mitnehmt, anstatt die Leute vor den Kopf zu stoßen - indem man sich nicht nur auf das Niveau der Gegner begibt, sondern unbedingt niveauloser sein muss mit abschätzigeren Bemerkungen.
Fakt ist: Das Schloss steht und wird von der Einheimischen wie Touristen akzeptiert, da werden OTZ nichts ausrichten können!
Lasst uns zudem aufs Wesentliche konzentrieren für die Zukunft: Wiederherstellung der Gigantentreppe und der zwei Nebenkuppeln. Ohne ersterem fehlt ein wichtiger Teil des Inneren und ohne letzteres ist die Fassadenfront nicht komplett! Leider haben das viele Forenteilnehmer bei der ganzen Beschäftigung mit den Personen Oswalt und Trüby komplett vergessen.