Posts by MagdeburgerKind

    Ich bin bei nicht-standortgetreuen Rekonstruktionen sehr skeptisch und mit mir selbst absolut noch nicht im Reinen, ob ich das befürworten kann.
    Prinzipiell wäre es durchaus möglich. Die bedeutenden Bauten des Alten Marktes befanden sich vor dem Krieg auf der Südseite (heute denkmalgeschützt). Man könnte sie sozusagen spiegelverkehrt heutzutage auf der Nordseite wiederaufbauen (heutige Bebauung nicht denkmalgeschützt).

    Das sind sehr gute Neuigkeiten. Die Anlage ist auch heute noch eine Perle, wenn auch nicht mehr in der Dimension wie vor dem Krieg.


    Vor dem Krieg muss es überaus eindrucksvoll gewesen sein. Neben dem noch größeren Industriegelände gehörten entlang der heutigen Lübecker Straße etliche prächtige Gesellschaftsbauten mit dazu. Darüber hinaus war auf dem Gelände ein Park und ein großer See integriert.
    Auf dem Gelände fuhr außerdem die werkseigene Eisenbahn.

    Lars macht tolle Arbeit keine Frage. Ich bin dennoch der Meinung, dass wir mehr als einen "Reporter" bräuchten.
    So könnten, dann täglich Berichte gepostet werden, was die likes erheblich steigern würde.

    Leider macht es uns Facebook mit neuen Likes/Abonnenten nicht ganz so leicht wie früher. Dadurch, dass sie ihre Algorithmen geändert haben, ist es fast nur noch mit einer gezielten Werbung möglich, erhebliche Like-/Abonnenten-Steigerungen zu erzielen.
    Deswegen bin ich, wie übrigens auch Lars, absolut für die Einführung eines Werbebudgets.


    PS: Klasse, dass ihr beiden so engagiert seid. cclap:)

    • In der Tat wäre es höchst an der Zeit, dass es im deutschen Sprachraum eine Art Hochschule oder Universität für „Traditionelle Baukultur“ geben sollte.


    Meines bescheidenen Wissens nach gab es einmal so eine Überlegung des britischen Stars auf diesem Gebiet - Quinlan Terry - der solchermaßen für Wien andachte. Das leerstehende Palais Schwarzenberg wäre seinerzeit glaublich dafür angedacht gewesen. Soviel ich weiß ist das leider im Sand verlaufen. Aber ein Bedarf ist sicherlich vorhanden und diese „Fakultät“ hätte/würde andere Unis im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön alt aussehen lassen mit ihrer ausgelutschten Bauhausideologie, die unsere Städte seit Jahrzehnten immer mehr „gestalterisch“ zerstören. Eine echte Erbbausünde!


    Das wäre außerordentlich wichtig, um unserer Form der Architektur weiteren bundesweiten Vorschub zu leisten und langfristig immer mehr Deutungshoheit zu gewinnen. Denn machen wir uns nichts vor: Aus den bestehenden Universitäten wird es keinen Wandel geben. Modernisten werden durch immer wieder neue Modernisten ersetzt. Das ist ein Endloskreislauf.

    Hallo,


    ich bin Christian Noah und einer der neuen Vorstände und schon längere Zeit hier im Forum aktiv. Wie oben beschrieben, bin ich seit der JHV 2018 für den Bereich Kommunikation zuständig und fortan bemüht, die interne Kommunikation reibungsloser zu gestalten.
    Falls euch in Fragen der Kommunikation Verbesserungsbedarf einfällt oder ihr Sorgen und/oder Ärger dahingehend habt, bitte eine direkte Meldung an mich. Ich versuche die auftretenden Probleme so schnell wie möglich zu lösen.


    Viele Grüße
    Christian

    Tja, Magdeburg ist eine Stadt mit einer wirklich tragischen Geschichte. Und immer wieder erholt sich die Stadt irgendwie doch.
    Ich setze meine Hoffnungen darauf, dass sich das Aufblühen der Stadt, was man seit 2-3 Jahren an allen Ecken spürt, auch mittel- bis langfristig zu einer positiveren Entwicklung des Stadtbildes führen wird. Die billigen Renditebauten, die zur Zeit entstehen, können und dürfen nicht das Ende der Fahnenstange sein. ;)

    Ein wichtiger Punkt dabei ist auch: Wie wird sich Architektur überhaupt weiterentwickeln? Die Zeit der vorherigen Jahrhunderte, wo immer mal wieder ein neuartiger Stil die Weltbühne betrat, ist doch vorbei. Mir fehlt jedenfalls die Fantasie, wie ein neuartiger Architekturstil der Zukunft aussehen könnte.
    Ich gehe eher von einer Entwicklung dahingehend aus, dass man sich bunt durchmischt allen Architekturstilen bedienen wird. So ist es in anderen Ländern bereits durchaus üblich (siehe Beispiel oben). In Deutschland stehen dem noch ideologische Vorbehalte und mit Sicherheit auch die vielfach modernistische Ausbildung der Architekten entgegen. Ich denke aber, dass sich das auch hier ändern wird.

    Es entwickelt sich immer mehr eine tiefe Spaltung zwischen den Wünschen der Mehrheit der Bürger und der Ausbildung der Mehrheit der jungen Architekten.
    Das heißt, wir werden weiter zahlreiche solcher Ergebnisse zu sehen bekommen. Gleichzeitig lassen sich solche Wettbewerbsergebnisse aber immer schwerer gegen zusehends emanzipierte Bürger durchsetzen.

    Sehr gut gelungen! Wie schön könnten unsere Städte doch werden, würde man die Altbauten wieder denkmalgerecht restaurieren. Leider passiert das nachwievor viel zu selten, insbesondere wenn kein Denkmalschutz vorliegt.

    Ja, Österreich verschandelt seine Städte und Landschaften im Eiltempo. Unter dem Etikett "Wohnungsmangel", ein in Tirol viel diskutiertes Thema, erst recht.
    Ich fahre immer in die Region Wilder Kaiser (Sankt Johann, Kufstein etc.). Es ist kaum auszuhalten, was dort für Bausünden entstanden sind und immer schneller entstehen. Hauptsächlich auf der grünen Wiese aber mittlerweile wuchern die Klötze auch in die intakten Altstädte (Sankt Johann in Tirol)


    Beispiel aus Kufstein: https://www.meinbezirk.at/kufs…o-investiert-d689985.html

    Diesen "Luxus" haben wir und ja, das muss das Ziel sein.
    Das große Problem ist aber, dass wir auf genau diesen Flächen keine Leitbauten hatten. Die großartigen Leitbauten der Stadt standen leider genau dort, wo heute kein Stadtumbau ohne extremen Aufwand mehr möglich ist. Ich würde mich riesig freuen, wenn ich auf alten Bildern neben der Johanniskirche irgendwo eine Goldene Waage oder ein Barberini entdecken würde, die man als Anknüpfungspunkt für ein neues Altstadtquartier verwenden könnte, aber leider nichts in Aussicht. ;)
    Also muss es halt ohne Leitbauten gehen.