Posts by MagdeburgerKind

    Aber dieselben Kräfte hätten sicher nichts dagegen, wenn ein Profangebäude wiederaufgebaut wird?

    Ist dem so? Ich empfinde es stellenweise als sehr undurchsichtig wie sich in Magdeburg eine Meinung gebildet wird. Ich habe oft einfach den Eindruck der Bezug zu allem, was vor der DDR stattgefunden hat ist ausnahmslos verloren gegangen. Es gibt dort überhaupt keine Gegenbewegung aus der Bevölkerung wenn es um das Thema Stadtentwicklung und Städtebau geht, jetzt mal vom Kuratorium Ulrichskirche abgesehen, aber das ist eben nur ein Gebäude. Es wird sich zwar gerne in Facebook-Gruppen und Leserbriefen in der Volksstimme echauffiert, aber das war es dann auch schon. Die Magdeburger sind bisher nicht als aktive Mitgestalter aufgetreten. So zumindest ist mein Empfinden. Zudem herrscht dort einfach ein großes Missempfinden, was Zusammenhänge im Stadtraum angeht. Die Magdeburger empfinden Freiflächen in der Innenstadt als so positiv, weil sie es durch die Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung einfach auch nicht anders kannten. Und sobald nur eine davon bebaut werden soll, heißt es wieder "alles wird zugebaut". Das vor den weitreichenden Zerstörungen dort eine dichte Altstadt war, kriegen die meisten wohl nicht mehr zusammen und verknüpft.

    Ach doch, da hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Besonders durch die sozialen Medien sind Fotografien und Postkarten des alten Magdeburgs viel präsenter geworden und werden zigfach aus unserer Sicht wohlwollend kommentiert und geteilt. Auch im Stadtbild ist das alte Magdeburg seit Mitte der 2010'er Jahren viel präsenter geworden. Künstlerisch gestaltete Hauswände/Stromkästen mit Häusern des alten Magdeburgs, Infotafeln, Neubauten mit Bezug auf das alte Magdeburg, etc.
    Diese Bezüge auf das alte Magdeburg waren in den 1990'er Jahren oder den frühen 2000ern noch undenkbar. In dieser Hinsicht hat die Debatte um die Ulrichkirche auch nachhaltig gewirkt und wichtige Impulse innerhalb der Stadtgesellschaft gegeben.

    Was tatsächlich noch fehlt ist, eines der zahlreich andiskutierten Vorhaben endlich in die Realität zu überführen, sodass die Magdeburger die Schönheit von traditionellem Bauen und Rekonstruktionen auch mal vor Ort sehen und fühlen können. Ähnlich wie in Potsdam oder Dresden. Das könnte den Funken dann auch auf größere Teile der Stadtgesellschaft überspringen lassen.

    Grundsätzlich darf man aber nicht vergessen, dass Magdeburg im Gegensatz zu Potsdam und Dresden schon immer eine Arbeiterstadt war. Bodenständige und geradlinige Menschen, die jedoch genau wissen was sie wollen und was nicht. Bis heute ist die Stadt mehrheitlich durch diese "einfache" Arbeiterschaft geprägt. Den Menschen ist wichtig, dass die Infrastruktur funktioniert, es gute und sichere Arbeitsplätze gibt und sie in Frieden und Sicherheit leben können. Große und traditionell gewachsene Schichten sog. Kultur- und Bildungsbürgertums wie bspw. in Dresden hast du in Magdeburg nicht in ausreichender Größe. Erschwerend kommt die Mentalität hinzu. In Magdeburg ist das Glas immer halbleer. Das größte Kompliment eines Magdeburgers ist: "Da kannste nicht meckern". Das sagt alles aus. Neues wird grundsätzlich kritisch begleitet und immer davon ausgegangen, dass es Schlechtes bringt. Zusammenfassend gesagt sind die Bretter, die man in Magdeburg bohren muss, wesentlich dicker als anderswo. Aber gerade deshalb freue ich mich umso mehr, dass das Thema der Stadtreparatur innerhalb der Stadtgesellschaft immer lebendiger diskutiert wird, es immer mehr Ideen und Vorschläge gibt. Unsere Aufgabe als Stadtbild Deutschland e.V. ist es, diesen Prozess wohlwollend und unterstützend zu begleiten und genau das soll mit dem oberen Text gelingen.

    In Magdeburg geht es nur über die kleinen Schritte. Getreu dem Motto, steter Tropfen höhlt den Stein.

    Dessau hat sich aber im Gegensatz zu vielen anderen Städten kaum weiterentwickelt, sondern bietet ein doch recht trostloses Stadtbild. Außerdem empfand ich es speziell abends als völlig "tot", offensichtlich absorbiert das große Einkaufszentrum die Kaufkraft, so daß sich kaum sonst was halten kann. Mein Hotel war direkt im Zentrum, Norden Zerbster Straße, abends war alles wie ausgestorben und nur drei mäßig attraktive Lokale überhaupt geöffnet.

    Etwas schöner ist der Norden von Dessau, den ich aber nur von Luftaufnahmen her kenne, sowie das Dessau jenseits der Bahnlinie mit Universität, Meisterhäusern, viel Grün und Villen, das ich noch zeige.

    Das Dessauer Zentrum ist wirklich harter Tobak und wie du richtig sagst, es findet überhaupt keine Urbanisierung und Weiterentwicklung statt. Man spürt auch förmlich an jeder Ecke, dass die Stadt in Schrumpfung begriffen ist. Es wird gefühlt immer schlimmer, statt besser.

    Wie du aber auch richtig sagst, ist Dessau außerhalb des Zentrums gar nicht so schlecht. Der Dessauer Norden mit schöner Gründerzeitarchitektur und auch das Gartenreich Dessau-Wörlitz nicht zu vergessen. Vielleicht ist das einfach der Charakter der Stadt. und den muss man akzeptieren. Hübsche Hülle, harter Kern. Das Leben findet außerhalb des Zentrums statt.

    Wer Interesse an weiteren großartigen KI-Visualisierungen hat, kann gerne auch in der Facebookgruppe Alt Magdeburger Erinnerungen stöbern. Ein User stellt dort wirklich fantastische Aufnahmen rein, vor allem sind dort auch mal etwas unbekanntere Gebäude und Straßenzüge zu sehen, wie diese Historismus-Perle aus der Hegelstraße.

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    Entweder es kommt ein Liebhaber oder man braucht eine gute Nutzungsidee. Bei dem Mietniveau in der Altstadt von 12 Euro in der Spitze (Hundertwasserhaus) wird eine ordentliche Reko mit dem Mietzins nicht zu finanzieren sein.

    Vielleicht gibt es eine gute gewerbliche Nutzung.

    Ich habe vor ein oder zwei Jahren mal einen Beitrag in einer Wirtschaftszeitung lesen können, der auf die Attraktivität Magdeburgs für Investoren einging.
    Magdeburg wurde dabei als ausgesprochen attraktiv dargestellt, da die Grundstückspreise im Moment noch unschlagbar niedrig sind, gleichzeitig der Stadt aber auch ein erhebliches Wachstum in der Zukunft bescheinigt wird. D.h. hier lassen sich perspektivisch hohe Renditen erzielen.

    Das Grundstück ist auch ausgesprochen attraktiv. 3 Minuten bis zur Elbe, 3 Minuten bis zum Dom, 5 Minuten zum Shoppen ins Allee-Center. Eine bessere Lage gibt es in Magdeburg nicht.

    Insofern bin ich sehr optimistisch, dass sich ein Investor findet. Meine Sorge geht eher in die Richtung, dass das Dompredigerhaus zwar rekonstruiert werden wird, daneben jedoch moderner Schrott entsteht. Deswegen wären aus meiner Sicht Interessenten wichtig, die eine Liebe zu Rekonstruktionen und traditioneller Architektursprache haben.

    Das sind ja super Nachrichten!
    Schön, dass unsere Mails an die Fraktionen und die PM von Stadtbild Deutschland vielleicht doch einen kleinen Beitrag leisten konnten, dass es nun so kam. Danke an alle!

    Bzgl. Interessenbekundungsverfahren hoffe ich nun, dass sich ein Interessent findet. Durch den Änderungsantrag der CDU-Fraktion mit der Möglichkeit angrenzender Bebauung sollte es für Investoren durchaus nicht unattraktiv sein. Am besten wäre natürlich ein Investor, in dem ein Herz für Rekonstruktionen und traditionelle Architektur schlägt. Gibt es sowas aus unserem Stadtbild Deutschland-Universum heraus?

    Im Vergleich mit dem Ausland, scheint die Szene in Deutschland besonders aktiv zu sein. Zuviel Toleranz, zuwenig Strafen könnten eine der Ursachen sein.

    Und zu wenig öffentliches wie privates Engagement!
    Neußer hat die positive Entwicklung in Chicago angesprochen. Auch wenn wir es nicht so sehen, sehen sich die Verursacher gewissermaßen als eine Art Botschafter oder Künstler, die eine bestimmte Botschaft verbreiten wollen und diese Botschaft soll bitte auch länger als nur ein paar Tage zu sehen sein.
    Werden Graffitis aber kontinuierlich und zeitnahe entfernt, verliert die Fläche an Wert für die Verursacher.

    Kurzes Beispiel aus meiner Umgebung. Eine Turnhalle mit großer Fläche zum Sprüchen. Wurde bis vor 3 Jahren regelmäßig verunstaltet. Dann hat der Schulträger veranlasst, Graffitis sofort entfernen zu lassen. Ein Jahr lang, wurde sie immer noch ab und an besprüht. Mittlerweile ist seit über einem Jahr Ruhe. Die Turnhalle verlor an Attraktivität.

    Zu den gesprühten und geschriebenen Graffiti gesellen sich, im Thema Verwahrlosung, nicht nur die unzähligen Aufkleber. Neuerdings werden auch immer mehr Straßenschilder verbogen. Aber nicht nur die Schilder an sich, sondern der ganze Pfahl wird zur Seite gedrückt oder umgeknickt. Das alles zusammen gibt ein schreckliches Bild ab. Was ist nur los mit den Leuten?

    Die zunehmende Verwahrlosung des öffentlichen Raums ist aus meiner Sicht eine Gemengelage aus fortschreitendem Tugend- und Werteverlust, Egoismus, Zurückziehen ins Private, Verlust gesellschaftlichen Engagements sowie öffentlichen Sparzwängen. Es gibt nicht DIE eine Ursache, warum der öffentliche Raum immer mehr verwahrlost.

    Meine Oma hat in Magdeburg über Jahrzehnte in einem schönen Mehrfamilienhaus gelebt. Guter und gepflegter Straßenzug mit benachbarter Grünanlage, kleine hübsche Rabatte vor dem Haus. Noch vor zwanzig Jahren war das was ganz selbstverständliches, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner um die unmittelbare Umgebung des Hauses gekümmert haben. Da wurde die Baumscheibe vor dem Haus bepflanzt, der Bürgersteig gepflegt und es wurde sich im Gemeinschaftsdienst um die kleine Rabatte gekümmert. Wenn ich heute an dem Haus vorbeifahre, ist das eine andere Welt. Das Haus ist mit Graffitis beschmiert, die Rabatte und Baumscheibe vollkommen verwildert, die Straßenlaterne von oben bis unten beklebt mit ranzigen Fussball-Aufklebern, die benachbarte Grünanlage wird aus Insektenschutzgründen (was oftmals vorgeschoben wird, um aus Gründen von Sparzwängen der öffentlichen Hand nicht mehr regelmäßig mähen zu müssen) auch nicht mehr gepflegt. Der kleine lokale Kosmos dort ist vollkommen verwahrlost und fährt man durch die Stadt, ist das mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme.

    Die Frage ist doch dabei, wie es gelingen kann, bei den Menschen wieder ein Bewusstsein für den Zustand des öffentlichen Raums zu erreichen und daraus folgend auch wieder mehr Menschen dafür zu gewinnen, sich um ihre unmittelbare Lebensumgebung aktiv zu kümmern.

    Die Wahrheit ist doch: Die meisten Menschen haben heute keinen Bezug mehr zur Ulrichskirche und ihrem Innenraum. Man muss ja irgendwie Anknüpfungspunkte schaffen. Aber wenn man die Facebook-Kommentare unter dem Beitrag der Volksstimme liest, da wird einem Angst und Bange. Viele sind 14 Jahre nach dem Bürgerentscheid immer noch vehement dagegen, wirken fast gekränkt, weil man es wagt, diese "alte Leier" wieder an die Öffentlichkeit heranzutragen.

    Wobei sich mit dem BKZ jetzt eine Chance auftun könnte. Denn dem gegenüber ist die UK in Bezug auf die Nutzung der Grünfläche das wesentliche kleinere Übel, wie die Visualisierung eindrucksvoll zeigen. Ich vermute, dass das KUK auch und gerade deshalb nun aktiv einen neuen Versuch startet, ihre Agenda in die öffentliche Debatte zu bringen.

    Das BKZ würde die gesamte Platzstruktur erdrücken und brutal zerstören, während die UK das Platzensemble aufwertet und stilvoll ergänzt. Diesen Unterschied muss man immer wieder und wieder auf's Butterbrot schmieren. Solange aber ein Erhalt der Grünfläche wie aktuell noch die wahrscheinlichste Option ist und die Stadt eine Bebauung nicht vorsieht, wird die UK weiterhin keine Chance haben. Insofern muss man fast schon dankbar sein, wenn die Stadt dort das BKZ durchdrücken will, denn dann kann man einen Teil der Magdeburger die UK vielleicht als das kleinere Übel schmackhaft machen.

    Was mir bei der Ansicht der Fotos noch auffällt: Die Altbauten sind größtenteils mit hochwertigen, stilistisch passenden Fenstern ausgestattet. Auch bei den Neubauten fallen die verwendeten Fenster nicht negativ auf und wirken größtenteils hochwertig. Wenn ich da andere westdeutsche Großstädte, insbesondere in NRW oder BW denke, ist das ein Klassenunterschied.
    Und daran merkt man wieder, wie auch die kleinen Details die Wirkung eines Stadtbildes prägen.

    Vielen Dank für die schönen Eindrücke. Was mir sofort auffällt ist, dass alles etwas Hochwertiger wirkt als in den Innenstädten vergleichbarer Metropolen dieses Landes. Die Altbauten sehen professionell und hochwertig saniert aus. Die modernen Gebäude sind mal besser, mal schlechter, aber nahezu immer mit einer gewissen Qualität. Das Stadtmobiliar und die Straßenbelege wirken hochwertig. Und zu guter Letzt gibt es wenig Verunreinigungen zu sehen (Müll, Aufkleber, Graffiti). Das in der Gesamtheit ergibt nach meinem Empfinden ein ansprechendes und wertiges Stadtbild.

    Links der Neubau der Polizeiinspektion, das abrupte Ende der Bebauung rechts ist tatsächlich historisch.

    IMG_5086_sil.jpg

    Vielen Dank für die Fotos!
    Und ja, das ist tatsächlich ein historischer Missstand, dass diese Ecke (warum auch immer) nie bebaut wurde, da dadurch der Eingang zur Sternstraße stets improvisiert wirkt und im krassen Gegensatz zur dahinter folgenden großstädtischen Bebauung steht.
    Auf diesem Grundstück steht noch ein kleiner Backsteinbau, der unter Denkmalschutz steht. Vielleicht liegt es auch daran, dass man bis heute keine ernsthaften Ambitionen hat, das Grundstück zu bebauen.

    Ich hoffe, deine Reise in das Gebiet um den Hasselbachplatz hat dich von dieser Meinung kuriert. Ich halte das, was dort steht, für geradezu einzigartig in ganz Deutschland, allein schon dieses Haus mit dem Currywurstladen im Souterrain/EG... sowas gibt es wenn überhaupt mal als Einzeldenkmal und auch dann tendenziell weniger prachtvoll oder mit mindestens einem Geschoss weniger - und schon gar nicht integriert in ein so flächig erhaltenes Viertel (trotz der vereinzelt wenig gelungenen Lückenbauten und Aufstockungen). Auch in dem kurzen Stück südlich des Hasselbachplatzes gibt es mehrere Häuser mit 6 bis tlw. 7 Vollgeschossen - ich weiß wie gesagt nicht, wo genau in Deutschland oder gar im deutschen Sprachraum solche Dinger nochmal stehen sollen.

    Umso ärgerlicher ist es, dass ein Großteil dieser Bauten ihres ursprünglichen Erscheinungsbildes beraubt sind. Mal mehr, mal weniger stark, jedoch immer bedeutend.
    Bei dem Haus mit Currywurstladen fehlt zum Beispiel die bekrönende Turmhaube. Gegenüberliegend auch ein weitgehend vereinfachtes Exemplar: Otto-von-Guericke-Straße_56b_(Magdeburg-Altstadt).2.ajb.jpg (2782×3478)

    Ich denke mir immer, was man in Leipzig aus diesem Viertel gemacht hätte...

    Guten Morgen in die Runde! :)

    Nachfolgend ein kleiner Rückblick zur Veranstaltung am Freitag.

    Zunächst einmal muss man das hiesige Stadtplanungsamt für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich loben. Sowohl die "analogen" Veranstaltungen als auch die digitale Beteiligung sind eine tolle Form der Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. So geht gute Stadtplanung! Ich habe das Stadtplanungsamt ausdrücklich ermutigt, diesen Prozess auch bei anderen größeren Bauprojekten anzustoßen.

    Die Veranstaltung war mit etwa 60 Personen recht gut besucht, wenn auch weniger als bei der ersten Veranstaltung vor einem Jahr. Zu Gast waren auch ungefähr 15 emotionalisierte Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden Plattenbaus. Zu Beginn hat das Stadtplanungsamt in zwei Impulsvorträgen die Historie, den aktuellen Sachstand und einen Ausblick präsentiert. Anschließend gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an vier Infoständen (Verkehr, Nutzung, Grünfläche und Städtebau) die Möglichkeit, in vertiefende Diskussionen einzusteigen. Dafür stand auch das Stadtplanungsamt bereit. Insbesondere am Stand Städtebau ging es anfangs ziemlich emotional zu. Die o.g. Anwohnerinnen und Anwohner machten ihren Unmut über den B-Plan ziemlich nachdrücklich Luft. Diese Gruppe hat die Veranstaltung dann aber auch recht schnell verlassen und es ging konstruktiv weiter.
    Das Publikum war allgemein bunt gemischt. Ich schätze, Befürworter und Gegner der Bebauung hielten sich ungefähr die Waage. Ich habe die Möglichkeit rege genutzt, viele Kontakte zu knüpfen und nochmals Argumente und wichtige Nachschärfungen im B-Plan einzubringen.

    Insgesamt kann ich noch ein paar Details berichten:
    - Der Gewerbeanteil im Gebiet soll mindestens 60% betragen
    - In der Großen Klosterstraße kann dem Bauherren freigestellt werden, eine Tiefgarage zu errichten.
    - Die Dachform einer jeden Parzelle wird nach aktuellem Stand noch festgesetzt. Damit soll ausgeschlossen werden, dass sich Dachform in benachbarten Parzellen wiederholen.
    - Die Translozierungen werden seitens des Stadtplanungsamt nicht weiterverfolgt. Sollten Rekonstruktionen gewünscht sein, wird ein verbindliches Leitbautenkonzept benötigt, was durch den Stadtrat beschlossen werden muss.
    - Das Gebiet gehört zu allergrößten Teilen der Wobau (Städtische Wohnungsbaugenossenschaft). Was die Wobau mit der Fläche macht (selbst bebauen oder verkaufen) ist noch offen.
    - Der im B-Plan vorgesehen Demenz-Garten ist für eine Gartennutzung des Vitanas-Demenz-Zentrum vorgesehen und für 7 Jahre reserviert. Erheben die jedoch keinen Anspruch auf die Fläche, kann auch dieser Teil bebaut werden. Allerdings ist hierfür dann eine B-Plan-Änderung vorgesehen.