Posts by Obsolet

    Welchem Architekturstil ist die Basilius-Kathedrale eigentlich zuzuordnen? Im Internet findet man nirgends genaue Angaben dazu. Gebaut in der Mitte des 16. Jahrhunderts ist sie ja eigentlich in die Renaissance einzuordnen, aber gab es eine eigene Stilrichtung in dieser Zeit, die nur in Russland auftrat und in der sie errichtet wurde?

    Schloss Uhyst

    Schloss Uhyst befindet sich im gleichnamigen Ort an der Spree unweit von Boxberg. Es wurde 1738 bis 1742 barock erbaut und Anfang des 19. Jahrhunderts klassizistisch umgebaut. Als Folge des Wiener Kongresses wechselte es von Sachsen nach Niederschlesien. Nach der Enteignung im Zweiten Weltkrieg beherbergte es eine Grundschule und ein Flüchtlingslager. In der DDR wurde es zu einer Tuberkuloseheilstätte umgebaut, welche dann 1992 geschlossen wurde. Seitdem folgten mehrere Besitzerwechsel und der Verfall.

    Südansicht:

    Von SeptemberWoman - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia commons

    Nordansicht mit reich verziertem Giebel:

    Von SeptemberWoman - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia commons

    Selbe Ansicht, nur etwa 150 Jahre früher:


    Von SeptemberWoman - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia commons

    Auch hier kann man nur hoffen, dass es irgendwann gerettet wird. Glücklicherweise sind hier noch die meisten Gestaltungselemente der Fassade vorhanden. Interessant ist auch der Wechsel der vielen Gauben.

    Wenn übrigens jemand das nötige Kleingeld übrig hat, kann er es für 369´000 Euro auf ebay erwerben.

    Schloss Schmölln

    Das Schloss befindet sich in Schmölln-Putzkau, südlich von Bischofswerda im Landkreis Bautzen. Es wurde von 1748 bis 1750 errichtet. Im Zweiten Weltkrieg war es nach der Enteignung ein Kunstdepot, zur DDR-Zeit Kulturhaus und Kindergarten. Nachdem ein Privatmann es erworben hatte und sich seine Pläne zerschlugen, verfällt es. Im Ort wird es als Schandfleck bezeichnet, einige wollen es abreißen, es scheint allerdings noch zu stehen. Möge irgendjemand es retten!

    Vorderansicht:

    Von Jörg Blobelt - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia commons

    Parkansicht:

    Von Jörg Blobelt - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia commons

    Eine sehr gute Nachricht, die da aus Bischofswerda kommt. Als ich vor einigen Wochen dort war, ist mir das Objekt auch wieder aufgefallen. Der Zustand des Gebäudes ist in der Tat äußerst marode, so viele eingeworfene Fensterscheiben und verfaulte Außenwände. Was allerdings weder in den sieben Jahre alten, von BautzenFan gezeigten Bildern noch im MDR-Beitrag wirklich deutlich zu sehen ist, sind die vielen entstellenden Schmierereien an der Fassade des auf jeden Fall erhaltenswerten Hauses. Ich hatte mich doch sehr gewundert, dass die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt einfach so verfällt. Um so mehr erfreut mich die Nachricht der Rettung dieses Gebäudes mit diesem einzigartigen Turm.

    Schloss Promnitz bei Riesa

    Das Schloss liegt direkt an der Elbe und wurde von mehreren Fluten gezeichnet. Auf der Website des Schlosses wurden neue Bilder veröffentlicht, bei dessen Betrachten man nur beten kann, dass es nach einem möglichen nächsten Hochwasser nicht abgerissen wird...

    Gefährliche Lage des Schlosses

    Beeindruckende neue Außen- und Innenaufnahmen des Schlosses


    Und hier noch ein Video (am besten auf Minute 0:55 vorspulen)

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    Viel Potenzial für den Umbau zu Lofts, Gewerbeimmobilen, Veranstaltungshallen.

    Das wäre wahrlich sehr schön, da doch die meisten sehr groß sind und ihre Baufälligkeit bis in weite Ferne ausstrahlen.
    Allerdings gestaltet sich das Finden von Investoren für Wohneinheiten sicherlich als schwierig, da sich die meisten Objekte auf großen Industrieflächen befinden, wo Aussicht, Lärm und Geruch wohl eher schlecht zu vermarkten sein würden.

    Ein Video, das für sich spricht:

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    Zwei aktuelle Sanierungsergebnisse:

    1. Dresdner Straße 14, typischer Gründerzeitbau ohne Denkmalschutz:

    Vorher

    Nachher:


    (eigenes Bild)

    Wahrlich schade, dass die Fensterversprossung geändert wurde, aber dafür wurden alle Gestaltungselemente beibehalten.


    2. Gartenstraße 30, Gründerzeitler mit Klinkerfassade von 1890 mit Denkmalschutz:

    Vorher

    Nachher:


    (eigenes Bild)

    Detail einer der Bemalungen über den Fenstern; wie man auf dem Bild von vorher sieht, waren sie so gut wie nicht mehr zu sehen. Umso schöner, dass sie wiederhergestellt wurden.


    (eigenes Bild)

    Interessant, dass das Loch am linken Hausrand zwischen den Fenstern von Dachgeschoss und dem zweiten Obergeschoss gelassen wurde. Da die Fassade offensichtlich über die Traufe des Walmdaches hinausragt, geht die Regenrinne durch die Fassade auf die Straßenseite. Offenbar hat man hier sogar die Möglichkeit, durch das Haus hindurch den Himmel zu sehen. Ich verstehe allerdings nicht, wieso das Loch so groß sein muss. Oder ist es etwa historisch?

    Für erhaltenswert hätte ich das Haus aber auch nur gehalten, wenn sich das zukünftige Mehrfamilienhaus aufgrund seiner Größe oder wegen eines Flachdaches nicht ins Straßenbild integrieren würde. Wird es sich allerdings an das Straßenbild anpassen, finde ich die Nachricht jetzt nicht unbedingt sofort schlecht. Deshalb geht der größte Verlust in diesem Video wohl von den gewaltsam entfernten Bäumen aus.

    Was kann/Könnte denn hier noch schlimmer sein?

    Dadurch, dass durch den Bau eine zentral gelegene Parkfläche verschwindet, könnte die entstehende Parkplatznot zu Verkehrsproblemen führen, da der Verkehr in der Innenstadt sowieso schon total überlastet ist, da viele auf der Suche nach einem freien Parkplatz wild im Kreis fahren. Ein architektonisches Desaster ist das Projekt schon, ein Infrastrukturelles könnte es also noch werden.

    Nach heftigen Regenfällen in Myanmar versinkt ein prächtiges buddhistisches Pagode in einem Fluss:

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