Posts by Wangener

    Gerade im Ostteil der Innenstadt stehen, auch wegen eines Luftangriffs 1945, viele Nachkriegsbauten, und auch der Rest ist ziemlich mit Neubauten durchsetzt. Einige sind von hoher Qualität, andere nicht. Trotzdem hat Biberach natürlich auch noch eine Vielzahl schöner Altbauten.


    Welches Gebiet hier mit »Altstadt« definiert wird, weiß ich auch nicht. 543 Häuser könnten schon mehr als die eigentliche Altstadt sein.


    PS: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kulturdenkmale_in_Biberach_an_der_Ri%C3%9F. Siehe auch die erste Fußnote (Karte am Ende der Satzung).

    Keine Neuigkeiten, aber einige Statistiken, welche die Schwäbische Zeitung jüngst veröffentlicht hat.


    Ein Artikel über das Stadtforum Biberach, aktuell für das oben gezeigte Pestalozzihaus im Einsatz, mit einer Karte zu Abrissen seit 1970 und einigen Vergleichsbildern: http://www.schwaebische.de/reg…id,10812785_toid,112.html


    Karte separat: http://www.schwaebische.de/mul…Biberach-veraendert-.html


    Gespräch mit dem Oberbürgermeister: http://www.schwaebische.de/reg…id,10812780_toid,112.html
    Ein Bild darin sagt aus, dass Biberachs Altstadt 543 Gebäude umfasse, davon 185 denkmalgeschützte, 170 zwischen 1945 und 1959 gebaute, 135 seit 1960 gebaute und 53 stadtbildprägende (nicht näher definiert). Macht einen Altbaubestand von 43,8 Prozent und 9,8 Prozent stadtbildprägende Gebäude.

    Die absolut bezaubernde und perfekte Amalienburg im Nymphenburger Schlosspark: sie gehört für mich zu den schönsten Dingen auf dieser Welt, die man sich überhaupt anschauen kann; noch dazu ist sie komplett original erhalten. Eines der bedeutendsten, wenn nicht das künstlerisch größte Werk des Rokoko.

    Trotz oder wegen der falsch angeordneten Fliesen (für Unkundige siehe http://www.geschichte-der-flie…malienburg_chinamode.html)?

    Abgesehen davon, dass der Neubau schlimmer sein hätte können - Mit der Umgestaltung des Areal wird offenbar ein schöner, offener Platzraum vor der Schule geschaffen. Und das ist schon etwas.

    Was bitte hätte noch schlimmer sein können als dieses Ding, das mich irgendwie an einen Kassenscanner erinnert? Nebendran wurde gleich noch der hübsche Torbogen abgerissen. Und »schön«? Schön und dieser Bau sind leider zu starke Gegensätze.



    So wertvoll [...] war der Vorgängerbau nun auch nicht.

    Aber unendlich mal wertvoller als dieses Teil, das da jetzt steht.


    Es heißt doch immer, wir hätten Nachverdichtung nötig. Und hier baut man einen Flachklotz, der dem Anschein jedenfalls nicht mehr Platz bietet als das alte Gebäude.

    Das oben gezeigte ist wohl nur ein Teil eines großen Programmes zur Beseitigung 1945 erlittener Schäden und diesen nachfolgender städtebaulicher Fehler. Momentan wird am Südwestende des Zinzendorfplatzes kräftig gebaut.


    Visualisierung hier unten: http://www.ezsh.de/aktuell/schulneubau/


    »Auf der Grundlage des Bebauungsplans der Stadt Herrnhut wird sich das neue Gebäude perfekt in das Stadtbild einfügen.« Hier stimmt das wirklich und ist nicht nur Blabla!


    Einige Bilder vom Baugeschehen, auch der zu ersetzende Schulbau ist teilweise zu sehen: http://www.ezsh.de/aktuell/bildergalerie/



    die 1945 zerstörten Gebäude zu Rekonstruieren

    In die Richtung geht es wohl. Oder zumindest Anlehnung an den historischen Zustand.

    Der hintere Teil des mächtigen denkmalgeschützten Gebäude Herrenstraße 5 (nach 1539; Keller um 1280) ist ziemlich modernisiert:



    Herrenstraße 3 (»erhaltenswert«, im Kern 16. Jahrhundert):



    Der Hinterteil des »Kulturdenkmals von besonderer Bedeutung« »Haus Rose« besteht aus zwei Gebäuden, einem modernen (wohl der Preis für die wunderbare Sanierung der Vorderseite...) und einem weniger modernen:



    Rückgebäude Marktplatz 10 (»erhaltenswert«, nach 1539):



    Marktplatz 9 (»erhaltenswert«, nach 1539):



    Marktplatz 8 (»erhaltenswert«, im Kern 16. Jahrhundert) ist hier nur zweigeschossig (zum Marktplatz drei-, heute viergeschossig!):



    Ganz eingezwängt Marktplatz 7 (Kulturdenkmal, im Kern 16. Jahrhundert):



    Und dann sind wir beim Rückgebäude von Paradiesstraße 2 (»erhaltenswert«, im Kern wohl 17. Jahrhundert):



    Zwei Blicke zurück:


    Weiter geht es mit der östlichen Seite der Braugasse, die auf dieser Seite ja keine einzige eigene Hausnummer hat.


    Nach 1957 neu erbautes Rückgebäude des Kulturdenkmals Herrenstraße 17 (um 1616):



    Es schließt sich das Hinterhaus des »Kulturdenkmals von besonderer Bedeutung« Herrenstraße 15 (16. Jahrhundert) an:



    Das nächste Haus (Herrenstraße 13, »erhaltenswert«, im Kern 16. Jahrhundert) nicht mit rostenden, sondern mit fehlenden Fensterläden:



    Rückgebäude Herrenstraße 11 (»erhaltenswert«, im Kern 16. Jahrhundert):



    Ganz aktuell sind meine Bilder größtenteils nicht, die Stadtbuchhandlung ist aus dem Kulturdenkmal Herrenstraße 9 (nach 1539) seit Jahresende 2017 ausgezogen:

    Jetzt zunächst die rechte (von Norden her gesehen) Seite der Braugasse.



    Das »erhaltenswerte Gebäude« Braugasse 23 (19. Jahrhundert) mit Fachwerkobergeschoss- und giebel:



    Das »erhaltenswerte Gebäude« Braugasse 21 (19. Jahrhundert), wohl mit älterem Kern:



    Das »erhaltenswerte Gebäude« Braugasse 19 (19. Jahrhundert):




    Das zurückgesetzte Haus Nr. 15 ist modern:



    Nebenan hingegen ein »erhaltenswertes« Ökonomiegebäude (19. Jahrhundert mit älterem Keller):



    Braugasse 9 ist anscheinend nicht denkmalschützerisch relevant:


    [Bild: Richard Mayer, CC-BY-3.0]


    Hier ist im Hintergrund auch Haus Nr. 19 zu sehen:



    Braugasse 5 und 7 (beide erhaltenswert, 19. Jahrhundert):



    Danach der Sparkassenkomplex (1968–1970), auf Braugassenseite ziemlich harmlos aussehend:

    Es war absolut berechtigt, das "ehemalig" zu entfernen, denn selbstverständlich ist Buch immer noch ein Dorf. Ein Wikipedia-Aufseher hat es 18 Stunden später wieder rückgängig gemacht. Dort zählt nur deren Meinung und die wird gewaltsam durchgedrückt. Ob sie von der Sache eine Ahnung haben, ist dafür offenbar völlig bedeutungslos.

    Die Formulierung »Das ehemalige Dorf« hatte aber auch nur etwas über zwei Tage Bestand nach der Rücksetzung, bis es der erst zurücksetzende »Wikipedia-Aufseher« zur Formulierung »Das ehemals eigenständige Dorf« geändert hat, die ja stimmt. Es ist eben ein ehemals eigenständiges Dorf (aber kein ehemaliges eigenständiges Dorf!).

    Schulstraße 26 ist im Kern wohl von 1316 bis 1318 (dendrochronologisch datiert).


    »Während dort [=Zeughausgasse 4 von 1318] allerdings noch große Teile der mittelalterlichen Bausubstanz erhalten und sichtbar sind, wurde das dreigeschossige Haus in der Schulstraße 26 im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Zunächst bildete es im Mittelalter laut Gutachten eine Einheit mit dem heute im Privatbesitz befindlichen Gebäude Schulstraße 24. Laut Biberacher Stadtplan waren die Gebäude aber spätestens ab 1622 getrennt. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude nach Süden erweitert und mit einem neuen Satteldach versehen. Auch ein Keller wurde in dieser Zeit angelegt. Ein weiterer Umbau erfolgte vor 1622. Vermutlich im 18. Jahrhundert wurde das Haus auf die heutige Höhe aufgestockt. Weitere Umbauten im Inneren erfolgten im 19. sowie im 20. Jahrhundert. Trotz vieler moderner Verkleidungen und Oberflächen sei noch ein sehr umfangreicher historischer Altbestand erhalten, lautet das zusammenfassende Ergebnis des Bauhistorikers in seinem Gutachten vom April 2017.
    Die Stadtverwaltung hat das Gebäude Schulstraße 26 deshalb wieder in das Verzeichnis der Bau- und Kunstdenkmale aufgenommen. Aus diesem war es 1982 gestrichen worden, weil die nun gewonnenen Erkenntnisse damals nicht bekannt waren.« (http://www.schwaebische.de/reg…id,10789955_toid,112.html)


    Die Zukunft des Hauses ist aber weiterhin ungewiss.

    Wangens Altstadt besteht nicht nur aus der Herrenstraße, und meine Galerie soll es auch nicht. Also mache ich hier endlich einmal weiter. Zunächst aber recht unspektulär mit der Braugasse, die ostwärts nur Hinterhäuser vor allem der Herrenstraße umfasst.


    Das Hinterhaus von Herrenstraße 35:



    Nebenan befindet sich ein Teilstück der Stadtmauer:



    Der westliche Teil der Altstadt war einst vor allem mit Ökonomiegebäuden bebaut, viele recht neue Bauten (nehme ich zumindest an) gibt es, einige Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.


    Bei den Neubauten (schätze ich) hat man sich durchaus Mühe gegeben:






    An der Ecke zur Poststraße (an der die „mittlere“ Post liegt – es gibt auch eine alte Post und eine neue Post):





    Poststraße 4, links davon verlief einst die Stadtmauer, heute ist sie hier unterbrochen:



    Dies war der westliche Teil der Braugasse, der östliche besteht wie gesagt aus Hinterhäusern der Herrenstraße, teils im 20. Jahrhundert neu gebaut.
    Herrenstraße 31:



    Herrenstraße 29:




    Die Mohrenpost (Herrenstraße 27) von hinten:



    Die Hinterbauten der beiden 1969-Neubauten:



    Das laut Werteplan 1979 neugebaute Hinterhaus des Kulturdenkmals Herrenstraße 19 (im Kern wohl noch 16. Jahrhundert):



    Das Gebäude steht auf Höhe Poststraße, und damit unterbrechen wir erst einmal wieder die Galerie. Irgendwann geht es weiter.