Posts by Loggia

    Ja, das zweifarbige gefällt mir auch besser. Einfarbig sieht doch arg langweilig aus.
    Nur: so wie auf der ersten Karte (Farbmuster) bitte nicht machen - das zerreißt ja das ganze Bauwerk in Vertikalstreifen.
    Auf dem zweiten Bild die Farbverteilung finde ich hingegen gut.

    Jetzt ist es mir wieder eingefallen, woran mich das Bild von der Monstertorte an der Südostecke der Joachimsthaler erinnerte. Den Schwerbelastungskörper in Tempelhof. Allerdings ist der sehr viel kleiner.

    Konstantindegeer:
    Sorry, ich bin mit der Terminologie nicht so im Bilde. Eine Baugenehmigung oder ein spezieller Bebauungsplan für ein Gebäude, die gewisse Ausnahmen bei den Vorschriften der gegenwärtigen Bauordnung erlauben - für Altbauten ist die Energieverordnung z.B. nicht ganz so streng, meines Wissens - täte wahrscheinlich ja reichen. Um 1, 2 "neue" Eingänge kommt man wahrscheinlich nicht umhin, wenn man Lifte zur einfacheren Nutzung einbauen will, aber das mit dem problematischen Innenhof mag ich nicht recht glauben.

    Das Märkische Museum steht noch wie auf dem Bild.
    Die Waisenbrücke davor ist weg, dafür gibt es die Jannowitzbrücke zum S-Bhf.
    Das große markante Backsteingebäude mit dem Turm an der Ecke vom Märkischen Museum ist heute eine grüne Wiese, dahinter kommen einige moderne Bauten.

    Ach, der Blick vom Barberini ist ja geradezu idyllisch und hätte einen Abriß nie gerechtfertigt.
    Klarer wird es beim Blick auf die Westseite und wenn man halt als Fußgänger dort entlangläuft, was man mit der Kamera gar nicht so einfangen kann.
    Der Block war einfach um ein vielfaches zu groß für Innenstadt.

    Zwischen-Döntje:
    Meine Schwiegermutter, die als Kind am Kudamm wohnte, bis die Familie ausgebombt wurde (daraus wurde später der "Adenauerplatz"), bedauert es sehr, daß die schönen Häuser so viel weniger geworden sind, und meinte neulich, daß früher auch Wohnungen unten in den Häusern gewesen seien, nicht überall durchgängig Geschäfte.


    Sonst: Wielandstraße, Schlüterstraße, das ist für mich wirklich "Kudamm". Der zerrupfte Rest - naja.

    Nein! Eine drei- bis viermal so dicke Wand macht "Fensterlöcher". Das ist doch furchtbar. Ich bin für Ausnahme-BauO, von Anfang an, auch ausnehmen von EnEV-Vorschriften. Gerne kann man sich vorher etwas überlegen, wie man billig heizt und von mir aus auch unterm Dach dämmen. Aber solche Monsterwände würden das Gebäude völlig verzeichnen. Es war offenbar ein verhältnismäßiger "Leichtbau". Aber auch in dem Gebäude, in dem ich wohne, haben die Wände im 2. und 3.OG nur 36 cm: so arg ungewöhnlich kommt mir das nicht vor, es sei denn, das wäre das Maß ab Fundament.

    Ach, wissen.de spricht mir da aus dem Herzen.
    Man hat zu Westberliner Zeiten im Modernefimmel gern mal alte Plätze mit Neubauten "kaschiert" - am deutlichsten an der TU mit ihrem vorgesetzten Hauptgebäude zu sehen -, aber an dieser Ecke wäre es nicht arg schwierig, das wieder rückgängig zu machen und ein Stück Eleganz zurückzugewinnen.
    Zumal eben die Häuser hintendran alle noch erhalten sind, und sich dann wieder ein einheitliches Ensemble ohne Nachkriegsinjektion ergeben würde.

    @Stuegert: das bezweifle ich doch sehr stark, daß man da mit rein architektonischen Maßnahmen gegen ankommt.
    Das ist eine Sache des alle paar Jahrzehnte verrottenden Umfelds, und aus Bahnhofsvierteln die Puffs, Drogenszenen und "Billigläden" fernzuhalten, ist ein dauerhafter Kraftakt, der niemals durchgängig gelingt. Siehe Bahnhofsumfeld allüberall, über Jahrzehnte betrachtet.

    Fusajiro: "Absichtliche Kratzer" wären ein Unding, und Schlamperei will auch niemand. Aber wegen eines ausflickbaren Kratzers in der Sockelzone gleich nach "austauschen" zu rufen, ist mE eben übertriebener Perfektionismus.
    Wie gesagt, wenn es eine Figur beträfe, fände ich so einen Kratzer auch schlimm. Aber eben nicht bei einem einfachen Stein in der Sockelzone, der eine gewisse Beanspruchung durch ruppigen Gebrauch aushalten muß.

    Nur weil die Passage so heruntergekommen war, war das Gebäude architektonisch nicht schlecht.
    Das Gebäude, das Du verlinkt hast, Heimdall ("Holst am Zoo"), war eigentlich architektonisch eins der schönsten 70er-Jahre-Gebäude in der Stadt, sehr eigen.
    Es funktionierte wohl auch eine Zeitlang recht gut.
    Der Endzustand war gruslig, ja, weil es da nur noch "Bahnhofsmilieu" enthielt.
    Das war mE aber zum wenigsten ein architektonisches Problem, und kann dem Neubau mE ohne weiteres auch wiederfahren, wenn der Vermieter an der Pleite hängt.