Posts by Loggia

    Ich glaube nicht, daß ein Carbonverbundstoff sonderlich haltbar ist in Sonnenhitze, Wind und Wetter. Es krachen ja die Fahrräder aus diesem Zeug schon nach wenigen Jahren zusammen. Und brennbar ist es auch.
    Letzteres würde dann dazu führen, daß es im Brandfall keinen Metall- oder Lose-Ziegel-Regen gibt, aber etwas mehr Futter fürs Feuer vorhanden ist.
    Und, ganz schlecht, wenn mal ein Feuerwerk draufniedergeht, fängt es womöglich schon an zu brennen...

    Aluminiumbronze, hm. Ist das womöglich das Material auf der Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem? (Ich habe nur mal gehört/gelesen, daß das irgendwas mit Alu sei, aber ob eloxiert oder legiert, weiß ich nicht).

    Henry: Habe gerade mal Schmelzpunkte nachgeschaut. Blei (Pb): 327°C. Zinn(Sb): 232°C (das erreicht ein besserer Backofen!!), Zinn-Antimon-Legierungen recht unterschiedlich, manche bis 400°C, die mit Blei ganz leicht schmelzbar z.T. unter 100°C (Weichlot)! Wäre also möglicherweise ein bißchen länger vom Verflüssigen abzuhalten als Blei, aber ist wohl nicht so duktil (bricht leichter) und ist härter (was bei "Ziegeln" nicht unbedingt stören muß).
    Riegel: Ja, die Giftigkeit des Abwassers... aber ich denke, in diesem Fall würde man sie (mittels "Ausnahmegenehmigung") wohl inkaufnehmen. Deine Besorgnis über die Optik teile ich nicht so sehr, ich nehme an, daß man ein graues Dach auch durch einen Überzug mit anderem Metall herstellen könnte.


    Im Sinne der Brandfestigkeit fände ich ja eher etwas mit einem hohen Schmelzpunkt interessant?!
    Oder ist die Überlegung falsch, daß es brandhemmend wirken würde, wenn die Dachabdeckung nicht schmilzt?

    Henry: Habe gerade mal Schmelzpunkte nachgeschaut. Blei (Pb): 327°C. Zinn(Sb): 232°C (das erreicht ein besserer Backofen!!), Zinn-Antimon-Legierungen recht unterschiedlich, manche bis 400°C, die mit Blei ganz leicht schmelzbar z.T. unter 100°C (Weichlot)! Wäre also möglicherweise ein bißchen länger vom Verflüssigen abzuhalten als Blei, aber ist wohl nicht so duktil (bricht leichter) und ist härter (was bei "Ziegeln" nicht unbedingt stören muß).
    Riegel: Ja, die Giftigkeit des Abwassers... aber ich denke, in diesem Fall würde man sie (mittels "Ausnahmegenehmigung") wohl inkaufnehmen. Deine Besorgnis über die Optik teile ich nicht so sehr, ich nehme an, daß man ein graues Dach auch durch einen Überzug mit anderem Metall herstellen könnte.


    Im Sinne der Brandfestigkeit fände ich ja eher etwas mit einem hohen Schmelzpunkt interessant?!
    Oder ist die Überlegung falsch, daß es brandhemmend wirken würde, wenn die Dachabdeckung nicht schmilzt?


    Aber vielleicht wäre wg. hohem Schmelzpunkt dann doch Keramik besser (kann man ja grau glasieren).
    Allerdings sind Dachziegel wieder arg schwer. Es gibt aber, zumindest in Griechenland, einen Ton, mit dem man ganz leichte Keramiken machen kann.

    Tue ich ja nicht. Ich schrieb ausdrücklich von Zink (Zn), nicht von Zinn (Sn).
    Zu Zinn weiß ich nur, daß es Bestandteil der Legierungen Bronze und Messing ist, und es in den 1970ern mal so eine Mode mit Zier-Zinngeschirr zum Verschenken gab. Du sagst, es würde auch für Orgeln verwendet. Wenn das so ist, dann ist das jedenfalls noch keine Empfehlung wegen Wetterfestigkeit, denn Orgeln stehen üblicherweise im Trockenen.
    Mit Zinnblechen (zur Dachabdeckung o.ä.) habe ich mich bis dato noch nicht befaßt[*], verzinkte Bleche sind die üblichen, billigen, die man heute praktisch auf jedem Dach als Dachverwahrung findet.


    [*]mag sein, daß verzinnte Bleche mal üblich waren, da das amerikanische "tin roof" ein Blechdach meint. Nach längerem Überlegen rumort mir auch noch aus dem Chemieunterricht etwas von Opferanode und sich bildenden Löchern im Überzug im Kopf rum, möglicherweise war das einer der Gründe, warum man von dieser Fertigungsmethode abging.

    Wenn ich mir vorstelle, die ganzen Städtchen bestanden aus solchen rautengemusterten Häusern... schon eine SEHR andere Optik als heute...
    was wurde denn eigentlich zum Ausfachen verwendet?

    Zink... ja, die Zinkbleche sind allüberall, aber sind sie auch lange haltbar?
    Ich erinnere mich, mal von der "Zinkpest" gelesen zu haben, weiß nicht mehr wo, mit dem eindrucksvollen Beispiel, man hätte im 19. Jhdt. mal eine Weile gerne Zinkfigürchen und Verzierungen gegossen, und da habe jemand eine ganze Vitrine voll gehabt, und dann habe er das Fenster geöffnet, und es habe "puff" gemacht, und alle Figürchen waren hin. U.a. deshalb hätten von den Sachen, die man damals aus Zink gemacht habe, keine überlebt, und man sei in der Folge weitgehend von Zink abgekommen, weil das halt nicht lange halte, vielleicht 30 Jahre oder so.
    Blei ist bekanntermaßen inert und sehr, sehr langlebig. Und halt weich, d.h. es kann sich Verformungen anpassen. Nachteil ist die ziemlich niedrige Schmelztemperatur.
    Legierungen haben natürlich nochmal etwas andere Eigenschaften als reine Metalle...

    Seinsheim: ich habe nur in einer Zeitung (TSP?) gelesen, daß die Polizei keine Brandursachenermittlung machen solle. Ob das nun heißt, garkeine Brandursachenermittlung (das wäre schlicht kriminell), oder nur nicht durch die Polizei, weil diese vielleicht zu lahm ist (an die nötigen Brandexperten nicht mit Prio A rankommt) oder vielleicht immer einen Schuldigen benennen muß, was man nicht will, steht dahin. Deine Facebook-Beobachtungen finde ich ja ausgesprochen gruselig: offenbar schafft man es nicht mehr, sowas wie eine kompetente Pressesprecherstelle zu schaffen, die die relevanten Informationen rausgibt, nein, man läßt sie sich wie Würmer aus der Nase ziehen und trumpft dann wie Rumpelstilzchen gegenüber eigentlich Wohlmeinenden auf.

    Ich denke jedenfalls nicht, daß es ein arges Problem sein sollte, die erforderlichen großen Eichenstämme zusammenzubekommen, denn der Brennholzverbrauch ist ja schon seit etwa 100 Jahren gesunken (Kohle, Öl, Gas) und der Wald zum Hochwald gewachsen. Eher könnte ich mir Schwierigkeiten bei dem Finden von fachlich versierten Handwerkern vorstellen, davon wird es nicht so viele geben, die das können.
    Und 5 Jahre für den Wiederaufbau zu veranschlagen, scheint mir auch zu kurz, selbst wenn man mit Ausnahmegenehmigung einfach durchwinken kann. Es ist ja nicht nur der hölzerne Dachstuhl (wobei man da evt. auch überlegen könnte, ob man den anders macht, etwa aus Stahl), es sind ja auch Gewölbe eingebrochen, für die man wieder die richtigen Steine braucht, und die eine Querhausfassade steht abgestützt und wacklig im Wind.

    Was mich hier bei der Verkehrsdiskussion wundert, ist, daß von Taxis und Paketauslieferern nie die Rede ist. Der Onlinehandel ist ja nicht wirklich virtuell, denn es werden ja physische Gegenstände geliefert. Und entsprechend nimmt der Paketauslieferverkehr immer mehr zu. Wie es sich mit dem Taxiverkehr verhält, weiß ich nicht, aber die werden halt üblicherweise in Anspruch genommen, wenn man als autoloser Innenstadtbewohner was Schwereres zu schleppen hat oder eine mit ÖPNV ungünstige, nicht allzuweite Strecke hinter sich bringen muß.

    Uaaah. Da ist wahrscheinlich noch der alte Knast in Moabit wohnlicher.
    Da fühlt man sich ja erschlagen.

    Naja, die Plakateinhausung des Charlottenburger Tors hat sicher ganz stark mit zu dem Überdruß beigetragen, denn sie schien überhaupt kein Ende mehr zu nehmen, und man sah überhaupt keinen Bau- bzw. Sanierungsfortschritt.
    Im Prinzip ist es ja richtig, mit solcherart gewonnener Werbefläche zur Finanzierung beizutragen, aber das hat halt auch Auswüchse wie den, daß man bei der Sanierung herumtrödelt, um länger Einnahmen zu haben, oder die Bauarbeiter (und ich habe schonmal von einem Haus gehört - von einem Bewohner des Hauses -, auch die Bewohner) vom Tageslicht abzuschneiden. Davon abgesehen stört ein Riesenwerbeplakat im Stadtbild natürlich immer (in der Werbebranche gibt es extra den Begriff "Störer" für auffällige Anzeigen), anfangs findet man es vielleicht interessant, aber wenn es zu lange (über 6 Monate, würde ich mal sagen) hängt, nervt es nur noch. Irgendwann will man seine Stadt zurück.
    Und dann kommt noch dazu, wo das hängt. Auf einer Geschäftsstraße wie Kudamm, Friedrichstraße oder Wilmersdorfer fände ich hausgroße Werbeplakate in der Bauphase angemessen, eben weil es eine Geschäftsstraße ist. Bei Kirchen finde ich es oberpeinlich. An exponierten Durchgangsstraßen kann man das mal machen, aber eben nicht zu lange.
    Und zwischen 1990 und heute wurde diese Welle an Riesenplakaten eben immer größer und mehr. Das sorgt dann eben irgendwann für Unmut, weil es der Stadt so gehäuft einen mülligen Eindruck verschafft. Es ganz abzuschaffen, ist nun wieder ein Schwenk ins andere Extrem, aber ich finde den verständlich. Irgendwann hat mans einfach für eine Weile über.

    Antwort vom Bezirksamt:
    (...)Eine Finanzierung über große Werbeflächen am Charlottenburger Tor (wie bei der Sanierung durch die Stiftung Denkmalschutz Berlin) ist aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen nicht mehr möglich. (...)

    Also ich kann es verstehen, daß man die Werbeposter jetzt mal für eine Zeit untersagt hat.
    Sie hängen mir zum Hals raus, die wichtigsten Stellen der Stadt waren in den letzten Jahrzehnten mit riesigen Werbeplakaten zugepflastert, es muß jetzt mal wieder eine Weile ein ungestörter Blick auf Gebäude möglich sein.

    tachMarkus: wg. Plakatschrift
    Ja, eine "seriöse" Schrift knallt da nicht richtig. Ich hatte eher an eine andere Plakatschrift gedacht. Vielleicht gäb es eine, die nicht ganz so graffitti-artig ist, vielleicht ein bißchen hipstermäßig-geschnörkelter.
    Ich verstehe schon das Zusammenspiel von Stuck und Graffitti, denn ich war in dem 1980ern in meinen 20ern und da war das DIE Optik überhaupt. Aber in letzter Zeit sehe ich überall die veganen Hipstercafés sprießen mit den handgemalten Schnörkelschrift-Karten. Nicht daß man das genau so machen sollte, aber ich finde, es sollte noch ein bißchen süßer werden, um richtig "heutig" und hipstertauglich zu sein.
    Also zumindest mal ausprobieren.
    Vielleicht ist es auch nix, und die vorgestellte "Punk-Variante" ist doch besser.

    tachMarkus: gefallen mir sehr, deine T-Shirt-Ideen.
    Wenn man beim "Häuserkampf"-Motiv "gegen die Diktatur der Rasterfassade" drunterschreibt, ist es mE ausgereift.
    Auch die Postkarte zum Rasterfassadenzeichnen finde ich ziemlich genial, und wenn da "Berliner Schloß Ostfassade" dransteht, ist es mE auch ausgereift und kann unter die Leute.
    Bei der Brutalismus/Leichtigkeit-Geschichte bin ich noch unschlüssig, da fehlt mE noch die "schlagende" Auflösung. Die Buchstaben, die zusammen so eine Art Knastfenster abgeben, finde ich sehr ausdrucksstark, gerade für "Brutalismus". Daß da das letzte Feld für die Auflösung übrigbleibt, finde ich gut, das ist wie eine abgebrochene Ecke, in der was Neues kommt. Aber für den überzeugenden Claim sollte man vielleicht noch ein bißchen feilen.
    "Was haben wir verbrochen" könnte vielleicht ein ungesättigt/verblaßtes Bild einer Rasterfassade im Hintergrund haben (BND-Gebäude würde sich wahrscheinlich anbieten), um die Aussage deutlicher zu machen. Allerdings weiß ich nicht, inwiefern das dann womöglich Ärger mit dem Architekten geben könnte, wenn der sein Werk als "verunglimpft" empfindet..
    Das weiße T-Shirt mit "ordentlich Stuck vor der Hütte" finde ich auch recht gelungen, bin mir allerdings noch ein bißchen unschlüssig über die Plakatschrift, ob man nicht eine andere Schrift nehmen sollte.