Posts by gunneber

    Haus Bieter 21098 - Mir gefällt die übearbeitete Fassung des Hauses besser. Insbesondere das Gesims in der Visualisierung wirkte unpassend und kitschig. Die jetzige Version wirkt edler und würdiger . Auch die Dachgauben sind für einen Neubau eher positiv gelungen und passen zu einem neuen Alstadt-Gebäude. Ich bin auf die Ensemble-Wirkung gespannt.

    Völlig misslungen finde ich das Haus von zanderroth. Hier überzeugt einfach gar nichts. Schade drum, da auf der anderen Straßenseite der Neubau neben dem rekonstruierten Achteckenhaus auch nicht zu glänzen weiß. Die Stadtreparatur an dieser Stelle ist misslungen.

    Ein Weihnachtsmarkt in der Umgebung des Schlosses und durchaus auch im Schlüterhof begrüße ich, solange es sich um einen klassischen Budenmarkt mit Handwerk etc. handelt, also kein Rummel.

    Des Weiteren habe ich die Hoffnung, dass man es im diesen Jahr hinbekommt, einen würdigen Weihnachtsbaum im Schlüterhof aufzustellen. Im letzten Jahr war das einfach ein Trauerspiel.

    Allerdings schreckt die Bezeichnung "Wintermarkt" bereits auf! Welch Schande, dass die Verleugnung der eigenen Kultur immer weiter um sich greift!

    Ich kann dieses Projekt nicht als gelungen betrachten. Für Dresden, wenn man hohe Maßstäbe ansetzen möchte, stellt es nichts hochwertiges und besonderes dar.

    Sicher, im Vergleich zu den üblichen Bauten, die gegenwärtig und in den letzten Jahren in Dresden, z. B. am Postplatz, abseits des Neumarktviertels entstehen bzw. entstanden sind, könnte man das Projekt natürlich etwas positiver betrachten. Das wars dann aber auch. Es ist eine Betrachtungsweise auf sehr niedrigem Niveau und spricht für die bauliche Unkultur, die nach wie vor herrscht!

    Die Architektur dieses neuen Statviertels weist keine für Dresden typische klassische Formsprache auf. Es ist ein Architekturstil, der banal und langweilig ist. Eine Art extrem abgespeckter, schlecht interpretierte Klassizismus. Ein Stil, der in leicht abgewandelten Formen inzwischen leider in vielen Städten weltweilt zu finden ist. Es werden historische Stilelemente verwendet, diese aber nicht gekonnt ausgeführt, z. B. die Dachgauben, die zwar nicht wie so oft eckig sind, aber dennoch nicht überzeugend wirken (man vgl. hierzu einmal historische Bauten oder gelungene Rekonstruktionen wie das Bürgerhaus in der Rampischen)!

    Als Vorbild für Lückenfüller o. Ä. in der Dresdner Alt- oder Innenstadt sollte dieses Projekt auf keinen Fall dienen, jedenfalls nicht, wenn man die Kunst- und Architekturstadt Dresden im positiven Sinn fördern möchte.

    Ich kann Seinsheim nur zustimmen und danke ihn, für den kritischen Blick und seine Ausführungen!

    Eine Rekonstruktion sollte so nah wie möglich an der Qualität des Originals heranreichen. Wenn wir Freunde der Rekonstruktion anfangen, uns mit Mittelmaß zufrieden zu geben, spielen wir den Gegnern von Rekonstruktionen und ihrer Kritik sowie Ablehnung von Rekonstruktionen in die Hände. Das kann und sollte nicht in unserem Interesse sein!

    Ich persönlich bin erstaunt, dass der Schlossverein als Auftraggeber die Kartusche so vom Handwerker abgenommen hat. Bisher war der Verein ein Garant für die hohe Qualität der Nachbildung der Berliner Schlossfassaden. Warum jetzt auf den letzten Metern der Qualitätseinbruch? Warum gibt der Schlossverein sich damit zufrieden? Ist das eine Ermüdungserscheinung? Der Verin hätte mit Sicherheit Nachbesserung von der mit der Herstellung der Kartusche beauftragten Firma vor Aufhängung an der Fassade verlangen können. Er sollte auf jeden Fall seine Anwälte mit der Prüfung beauftragen, ggf. könnte Schadenersatz verlangt werden.

    Die Frage ist, was die Fachleute des Vereins zur Kartusche sagen und was ihrer Intention gewesen ist, sie in dem jetzigen Zustand zu akzeptieren und anzunehmen.

    Zum Umfeld des Berliner Schlosses gehören auch das HF und seine Leitung. Hier mal ein paar persönliche Worte von Herrn Dorgerloh:

    Ostdeutsche Identität: „Wir haben uns oft zu schnell von Dingen aus der DDR getrennt“ (msn.com)

    Leider gehört Dorgerloh nicht dazu. Es ist ein Skandal, dass er das Amt inne hat. Ein Schlossgegener und DDR-Verklärer. Zeit wird es, dass er zurücktritt oder seines Amtes enthoben und jemand mit Herz für das Schloss Generealintendant wird.

    Es gibt einen neuen Angriff auf die Kulturgüter der Berliner Museumsinsel:

    Die Berliner Staatssekretärin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Saraya Gomis, will die Nofretete-Büste und den Pergamonaltar zurückgeben:

    Politikerin für Rückgabe von Nofretete und Pergamonaltar
    Die Politikerin und Berliner Staatssekretärin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Saraya Gomis, hat sich für eine Rückgabe der Büste der Nofretete und des…
    www.morgenpost.de

    Frau Gomis hat, wie sie selbst einnräumt, hierüber natürlich nicht zu entscheiden. Warum wird ihre Aussage von Medien, wie Morgenpost oder Tagesspiegel, dann also verbreitet? Ist das der Anfang einer neuen medialen "Terror"-Welle, bis die Kunstschätze "freiwillig" an wen auch immer zurückgegeben werden, ähnlich wie bei den Benin-Bronzen?

    Einfach nur furchtbar! Ich empfinde es als reine Provokation der Rekonstruktionsgegner und dazu zähle ich diesen ganzen Humboldt Forum-Verein inkl. Dorgerloh. Ein Tor aus Indien wird nachgebaut, das stillistisch absolut nicht zum Schloss oder den umgebenden Bauten passt. Ohne historischen Bezug zum Ort, zur Stadt oder überhaupt zu unserer Kultur. Finanziert mit Steuergeldern. Statt einen künstlerisch und architektonisch stimmigen Stadtraum zu schaffen bzw. zu vollenden, ist man seitens des Humboldt Forums und der Stadt an einem ästhetischen Bruch interessiert. Ein scharfer Kontrast, dieses mal nicht mit "moderner" Architektur. Darüber hinaus ist dieser absurde Nachbau auch ein Seitenhieb gegen Rekonstruktionen. Dieser Affront zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Rekonstruktionen an ihrem historischen Ort entstehen und nicht beliebig versetzt errichtet werden.

    Interessant im Übrigen die Meinung von Frau Sabiene Klier in der BZ:

    https://www.bz-berlin.de/meinung/was-fu…ur-kuddelmuddel

    Gibt es in Berlin-Mitte denn nur noch so wenige DDR-Bauten, dass diese "Zeitschicht" Gefahr der völligen Verdrängung liefe?

    Berlin und insbesondere Berlin-Mitte ist nach wie vor überfüllt mit DDR-Bauten; dafür hat die LINKE fleißig in den letzten Jahrzehnten gesorgt. Seit der Wende sind nur wenige DDR-Bauten abgerissen worden. Bekanntestes Beispiel ist der Palast der Republik. Es gibt genügend dieser Zeitzeugen im Stadtzentrum zu sehen, leider.

    Aus den Fehlern der Nachkriegszeit hat man in Berlin leider nichts gelernt... Wo man in den 50er, 60er und 70er Jahren aufgehört hat, macht man 2022 heiter weiter... :daumenunten:

    Das haben wir in Berlin dem Einfluss der Linken insbesondere auf die ehemalige Senatsbaudirektorin Lüscher zu verdanken. Solange die Linke an der Regierung beteiligt bleibt, wird sie das Kulturressort inne haben und auch immer wieder versuchen, auf die Stadtentwicklung mit allen erdenklichen Mitteln Einfluss nehmen.

    In dem Artikel steht, dass das Kuppelkreuz zukünftig vorn am Giebel hängen soll. Warum hängen, wie soll das denn aussehen, dann wird doch der Giebelschmuck zum Teil verdeckt werden!? Die beste Wirkung hätte doch das Kreuz, wenn man es auf den Giebel stellt, wo früher der Figurenschmuck sich befunden hat.

    Die Berliner Zeitung (BZ) hat sich am 03.08.2022 mit dem Humboldt Forum und der Documenta beschäftigt. Ich habe den Artikel gelesen und mich schon wieder geärgert (Rechte Spender, Schloss- Attrappe, Twitter Beitrag).

    Der Autor dieses ideologisch aufgeladenen Artikels ist Jürgen Zimmerer, ein postkolonialer Historiker. Eine Internetsuche führt zu seinen weiteren ähnlich gefärbten Artikeln und Aussagen u. a. auf Twitter. Zimmerer hat sich wohl seit längerer Zeit auf das Berliner Schloss eingeschossen und diffamiert es offenbar mit allen Kräften. Eine alte bekannte "Kritikerin" des Schlosses, Frau Noa Ha, trifft man hier wohl nicht zufällig. Ich habe den Eindruck, dass die medialen Attacken gegen das Schloss zunehmen und immer absurder werden. Es ist der reinste Rufmord! Ob der Schlossverein hiergegen rechtlich vorgehen könnte oder sind solche Artikel von der Meinungsfreiheit gedeckt?

    Vielen Dank eryngium für die Darlegungen zur vermutlichen Verlegehistorie, finde ich sehr logisch. Hier noch ein Foto, dass den erwähnten "Fahrstreifen" zeigt, der die beiden Tore verband:

    https://fotothek.slub-dresden.de/fotos/df/haupt…log_0352931.jpg

    Weiß jemand, was mit dem auf dem historischen Foto abgebildeten mehrarmigen Kandelaber vor dem Großen Altan geschehen ist? Offenbar wird dieser wohl nicht wieder aufgestellt (falls noch existent), oder?

    Herr Pötzsch ist bekanntermaßen der Vorsitzende der "Zeitgenossen" und (neben anderen) ein großer Hasser des Historischen Neumarkts (und ich meine jetzt den Platz UND den Verein). Da lässt man sich so eine Gelegenheit nicht entgehen.

    Ich habe mir die Website der Zeitgenossen angeschaut. Die Behauptungen in deren "Manifest" (!) sind erschreckend absurd - einfach dreiste Unwahrheiten! Hinzu kommt, dass Pötzsch und andere Mitglieder dieses Vereins relativ jung sind und somit noch jede Menge Zeit haben, ihre Architekturphilosophie/-ideologie zu verbreiten und umzusetzen.

    Mich erstaunt immer wieder, wie viel gesellschaftlich einflussreiche Personen eine DDR-Vergangenheit aufweisen. Herr Dorgerloh und Herr Hegner sind nur ein Beispiel für die Stiftung und Leitung des Humboldt Forums. (...) Mir scheint, dass diese Personen nie wirklich in der Demokratie angekommen sind (...). Das Schloss ist dabei eine willkommene Zielscheibe. Dies ist nur mein persönlicher Eindruck!

    Beitrag leicht gekürzt. Bitte um Zurückhaltung bei Beurteilungen konkreter Personen. Mod.

    Der Kulturkampf der DDR-/PdR-Liebhaber geht in die nächste Runde: Das Humboldt-Forum startet eine Reihe von Veranstaltungen, die sowohl in diesem Jahr als auch in den kommenden Jahren stattfinden sollen, zur Erinnerung an den Palast der Republik (aka "Brot- und Spielepalast"). Eingeladen wird u. a. zum Kegeln und Tanzen. Mauertote und Hohenschönhausen werden nach alter Manier wohl nicht thematisiert. Hartmut Dogerloh favorisiert wohl selbst den PdR. Link: Berliner Zeitung; Humboldt-Forum

    Der Versuch, das Berliner Schloss bzw. seine Rekonstruktion mit dem Kolonialismus und Sklavenhandeln in Verbindung zu bringen und dadurch zu diskreditieren, wurde bereits durch Frau Anna Yeboah, Architektin sowie Autorin beim Trüby-Magazin arch+, mehrfach unternommen. Nikolaus Bernau greift nun dieses Thema auf, um seine jahrelange Diffamierungskampagne gegen das Berliner Schloss fortzusetzen. Auffällig ist dabei, dass weder Yeboah noch Bernau Quellen zitieren, die ihre Thesen stützen. Daher stellt sich mir die Frage, ob es denn aussagekräftiges Quellenmaterial hierzu gibt.