Posts by Donat79

    @Neußer
    Ja, man wirbt wohl eher mit dem Blick aus dem Fenster! Der Telekombau erregt in meiner Heimatstadt immer hitzige Diskussionen. Wenn wenigstens der Krieg schuld an dem Verlust des Kaiserlichen Postamts wäre, könnte man es noch besser verkraften, als den Abrisswahn der 70er.


    Dafür ist der Buttermarkt ganz schön. Einen richtig tollen Stadtplatz mit komplett alter Bausubstanz gibt es in Fulda leider nicht mehr. Dafür aber viele nette Ecken.

    Tatsächlich, die ist mir noch gar nicht aufgefallen. Aus meiner Fotoperspektive sah man das gar nicht. Trotzdem ein tolles Haus. In Leipzig wäre es eines von vielen, in Fulda ist es ein Hingucker!

    Seit 13 Jahren lebe ich nun in Köln. Schon als ich nach Köln gezogen bin, ist mir die Alte Bahndirektion aufgefallen. Damals habe ich mir immer gewünscht, dass dieses Gebäude mal aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wird.


    Die Umgestaltung war ja hier im Blog schon Thema. Die letzten Jahre habe ich die Bauarbeiten jeden Tag aus der S-Bahn beobachten können und war sehr gespannt auf das Ergebnis. Heute habe ich mir endlich mal die Zeit genommen, das Gebäude in seinem jetzigen Zustand genauer zu betrachten und zu fotografieren.


    Zunächst wäre da das mächtige Säulenportal, das viele Jahre lang kohlrabenschwarz eher eine Art Bedrohlichkeit ausstrahlte. Jetzt sieht das Portal wieder toll aus. Steht man davor, denkt man gar nicht mehr, dass man sich in Köln befindet. Denn kolossale Prachtbauten aus dieser Zeit gibt es in Köln so gut wie nicht.



    Wenn man nah am Gebäude dran ist, bemerkt man die moderne Glaskonstruktion aus dem Dach kaum.
    Auf der Rückseite des Gebäudes gibt es ein Stück moderne Fassade, in die noch eine alte Eingangstüre eingearbeitet ist. Mein Lieblingsdetail ist die Brücke, die das Gebäude mit dem kleineren Nachbargebäude verbindet.



    Um die Dachkonstruktion zu sehen, muss man sich schon Richtung Hohenzollernbrücke begeben. Von der Seite wirkt sie ein wenig wie ein Kreuzfahrtschiff. Passt gut zu den Schiffen auf dem Rhein.Vor der Verwirklichung gab es ja zahlreiche Entwürfe. Einer mit einem gläsernen Kuppeldach hat mir wesentlich besser gefallen. Naja jetzt sieht es eben so aus. Gesamtansicht von der Hohenzollernbrücke/ Fußgängeraufgang.



    Aus der Entfernung fügt sich das Gebäude dann so in die Skyline ein.



    Resümee: Städtebaulich insgesamt ein Gewinn. Das Dach hätte man aber schöner machen können.

    Ich denke, dieser Beitrag passt gut in die Kategorie: Verunstaltete historische Bauwerke.
    Kürzlich bei einem Stadtspaziergang im schönen Hameln bin ich auf folgendes gestoßen:




    Wenn das mal keine Vergewaltigung eines gründerzeitlichen Altbaus ist, dann weiß ich nicht.
    Darf man das einfach so, frage ich mich? In Köln haben solche Gebäude meistens eine NRW- Denkmalplakette.

    Ich finde auch, dass das alte Gebäude vollkommen in Ordnung war. An dieser Ecke finde ich es ein wenig schade, so uneinfühlsam zu bauen. Bleibt dieses bläuliche Zeug wohl an den Fenstern oder ist das nur eine Folie? Aber Fulda hat ja noch so viele schöne Ecken, über die man sich freuen kann. Habe eine kleine Hommage in Form von Fotos an meine Geburtsstadt gebastelt:




    Oben links sieht man das Stadtschloss. Unten links sieht man einen Teil des Museumshofes mit einem Giebelhaus des Buttermarkts. Die beiden Häuser rechts stehen gar nicht weit weg, von dem hier besprochenen Neubau. Das weiße Gebäude habe ich als Kind immer besonders gerne gemocht, weil ich fand, dass es so elegant und irgendwie nach Paris ausschaut.

    Ich empfinde die Hochhäuser am Breitscheidplatz auch eher als Aufwertung. Der alte Breitscheidplatz war natürlich fantastisch. Vor etwa einem Jahr standen sich in einem Museum mal die Modelle der beiden Plätze im Vorkriegszustand und heute gegenüber (Die Fotos vom Modell muss ich mal raussuchen.).


    Da stehen einem als Fan von Gründerzeitarchitektur natürlich fast Tränen in den Augen. Trotzdem glaube ich, dass ein paar Teilrekonstruktionen den Platz auch nicht retten würden. Da finde ich Wolkenkratzer immer eine ganz gute Lösung, um zumindest einen weltstädtischen pulsierenden Flair zu schaffen.


    Aktueller Bauzustand:


    Ich habe Eisenhüttenstadt vor ca. 2 Jahren besucht und habe die Stadt als durchaus besonders empfunden. So viel ich weiß, ist sie die einzige komplett sozialistische Planstadt ( lasse mich da auch gerne korrigieren) auf dem heutigen Bundesgebiet.


    Ich war schon fasziniert von der Großflächigkeit und der Qualität de Bebauung. Zudem waren die meisten Gebäude relativ frisch restauriert. Nartürlich ist das kein Vergleich mit einer "natürlich gewachsenen" alten Stadt und atmosphärisch relativ kühl. Aber lohnenswert, da man sich ein wenig, wie in einer anderen Welt fühlt.



    Habe heute einen für mich neuen, tollen Marktplatz entdeckt und zwar in Weinheim an der Weinstraße.
    Es war wieder so ein Platz, den man erleben muss und nur schlecht in seiner Wirkung fotografisch
    festhalten kann.


    Es handelt sich um einen Platz am Hang mit einem wunderbaren Rathaus, das mich ein wenig an den Frankfurter Römer in Kleinformat erinnert hat, allerdings mit einem hübscheren Turm. An der höchstegelegenen Stelle wird der Platz von einem Kirchengebäude mit einer beeindruckenden Treppe abgeschlossen. Durch die schönen Bäume ließ sich der ganze Platz mit der Kamera nicht gut einfangen.
    Hier trotzdem meine Eindrücke aus der Stadt:


    Da ich heute Richtung Worms unterwegs war und ich meinen Anschlusszug verpasste, ergab sich eine unerwartete Stipvisite in die Mainzer Altstadt. Ich bin schon lange nicht mehr in Mainz gewesen und bin froh, dass ich meine Eindrücke mal wieder auffrischen zu konnte.


    Eine interessante Mischung aus wirklich schönen alten Gebäuden, teilweise durchschnitten von brutalen Einkaufspassagen mit hässlichen Hinterhöfen.


    Fotografisch habe ich versucht, schöne und architektonisch interessante Ecken einzufangen:







    Hier befinden wir uns nicht etwa in Bayern. Das Haus steht mitten in Köln (Am Weidenbach 24):



    Und hier eingerahmt von zeitgenössischer Architektur, der Bayenturm und das alte Hafenamt:



    (Fotos vom 09.06.2016)


    Hat noch jemand architektonische Highlights in Köln, die er teilen möchte?

    Nachdem so viele anregende Beiträge zum Thema -Historische Bahnhofsgebäude- beigesteuert wurden, würde ich gerne
    einen Austausch über Marktplätze, die über eine geschlossene Bebauung mit historischen Gebäuden verfügen.


    Der Marktplatz ist das Herzstück einer Stadt. Einige Städte haben das erkannt und auch nach starken Kriegszerstörungen dem
    Marktplatz wieder komplett oder weitgehend das alte Gesicht verliehen (Beispiel Hildesheim). Bei manchen Städten muss man sich mit Teilrekonstruktionen und Resten zufrieden geben (Beispiele: Hanau und Heilbronn). Ich finde Plätze im Allgemeinen faszinierend. Besonders wenn die Bebauung historisch ist und zudem eine Vielzahl an Epochen aufweisen kann. Manchmal kann jedoch ein einziges graues 60er- Jahre eine ganze Menge Charme wegnehmen. Plätze geben schöner Architektur einfach den nötigen Wirkungsraum.


    Im Frühjahr diesen Jahres konnte ich der Stadt Schwäbisch Hall einen Besuch abstatten. Seitdem ist der Marktplatz einer meiner Lieblingsmarktplätze in Deutschland. Die Lage am Hang, die Freitreppe und die Wirkung der Kirche, die unterschiedlichen historischen Gebäude, die den Platz umgeben: All das macht diesen Marktplatz besonders.




    Welche Markplätze haltet ihr für besonders sehenswert? Wer teilt die Faszination? Hat jemand Tipps? Freue mich über eure Beiträge.

    @Bostonian
    Ja, den Lübecker Bahnhof finde ich auch großartig. An den Wormser Bahnhof kann ich mich gar nicht mehr erinnern.
    Bin aber nächstes Wochenende in der Nähe von Worms, vielleicht kann ich ihn mir dann ansehen. Aha und Goslar: Meine nächste Tour muss unbedingt nach Mitteldeutschland gehen. Hoffe, dieser Begriff ist akzeptabel.

    Bei Städtetouren mit der Bahn ist das Bahnhofsgebäude oft das erste architektonische Highlight, das es zu bestaunen gibt. Häufig findet man auch in Städten, die im 2. Weltkrieg stark zerstört wurden, historische Bahnhofsgebäude. Die Atmosphäre jedoch kann sehr unterschiedlich sein: Wie belebt ist der Bahnhof? Wird er überhaupt noch genutzt? Aus welcher Zeit stammt er? Welchen Eindruck bietet das Stadtbild direkt vor dem Bahnhofsplatz und der näheren Umgebung. Ich finde, da gibt es in Deutschland viel Spannendes zu entdecken! Ein Bahnhof sollte ja in einem Land, in dem die Bahn glücklicherweise ein wichtiges Fortbewegungsmittel ist, irgendwie ein Aushängeschild für eine Stadt sein.


    Ich würde an dieser Stelle gerne einen Austausch über interessante historische Bahnhofsgebäude anregen. Hat z.B. jemand hier ein Lieblingsgebäude? Hat jemand auf einer Reise ein besonderes Bahnhofsgebäude entdeckt? Es wäre schön, wenn hier auch eigene Fotos ausgetauscht werden könnten.


    Ich fange einfach mal an mit meinen eigenen Erfahrungen:


    Meine letzte Tour führte mich u.a. in die Stadt Hof. Während der Bahnhof von außen ziemlich unscheinbar aussieht (zwar historisch aber trotzdem nicht sehr schön), sind die Innenräume (Wände und Decken) unglaublich Prunkvoll. Leider macht der Bahnhof insgesamt einen etwas trostlosen Eindruck. Damit meine ich auch ein bisschen, auf welche Art und Weise die notwendigen Bahnhofseinrichtungen in diese alten Hallen integriert sind.




    Auf einer anderen Reise begegnete mir eine interessante Besonderheit: der historische Kopfbahnhof von Braunschweig, der heute als Sparkasse genutzt wird, aber unverkennbar ein Bahnhofsgebäude ist:




    Besonders beeindruckt, weil ich auch zuvor nie Bilder gesehen hatte, war ich von dem Bahnhof von Konstanz. Er ist nicht groß aber wirklich wunderschön:





    Bei meiner letzten Reise war es natürlich der Bahnhof von Altenburg, der mich begeisterte. Er ist sowohl von innen als auch von außen historisch. Leider steht gegenüber das hässlichste Gebäude von Altenburg, eine Mischung aus Hotel und Getränkemarkt. Hier nur die schönen Aufnahmen:




    Ich finde alte Bahnhofsgebäude auf jeden Fall immer wieder faszinierend. Vielleicht teilt jemand diese Begeisterung und kann von eigenen Eindrücken berichten!

    Bei meinen letzten Frankfurtbesuchen ist mir aufgefallen, dass zwar weniger Großprojekte laufen, dafür aber mehrere kleinere Hochhäuser entstehen.Für mein Verständnis füllen diese optisch ganz gut die Lücke zwischen den "Normalbauten" und den "Riesen". Ich finde, dass die Skyline das gut gebrauchen kann.


    In Frankfurt gibt es spannende Ecken, wo alte Architektur und Wolkenkratzer ein reizvolles Ensemble bilden. Die Frankfurter Altstadt ist halt leider ein trauriges Kapitel. Der Römerberg sieht zwar toll aus, wirkt aber in dieser Ungeeignet wie ein gelandetes Ufo. Wie sich das jetzt mit der neuen Altstadtbebauung verändert, bleibt abzuwarten. Der Abriss des Stadtarchivs (oder hieß das techn. Rathaus?/ ich meine dieses 70er Jahre-Teil) war zumindest eine gute Sache.


    Trotz einiger hässlicher Ecken, bleibt Frankfurt für mich architektonisch eine reizvolle Stadt. Besonders zum Fotografieren bietet sie Perspektiven, die man in Deutschland sonst nicht bekommt.




    @Exilwiener


    Wernigerode und Quedlinburg kenne ich! Aber von Stolberg habe ich auch schon viel gehört. Das werde ich mir ansehen, wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin!


    Potsdam finde ich auch toll. Ich finde es nur immer traurig, dass direkt an diesem fantastischen Platz mit der Nikolaikirche und diesem einmaligen Rathaus, dieser schnöde Wohnplattenbau steht. Das sollte man dringend ändern.
    Auch die Fachhochschule ist etwas erschreckend!
    Die hintere Altstadt mit den niedrigen Häusern und den Toren ist dann wieder toll!


    In Leipzig war ich zwar schon häufiger, aber ich glaube ich muss mir mal mehr Zeit für einzelne Viertel nehmen!
    Danke.

    Komme ursprünglich aus Fulda und finde es schön, dass meine Heimatstadt auf dieser Seite auch besprochen wird.
    War kürzlich in Sachsen und Thüringen unterwegs, wo ich viele alte Postgebäude, teilweise noch mit der Aufschrift "Kaiserliches Postamt" in diesem typischen rötlichen Stein, der mit gelblichen klinken kontrastiert wird. So ähnlich muss ja der Vorgängerbau des furchtbaren Telekomhauses ausgesehen haben.
    Glücklicherweise gibt es aber in unserer Heimatstadt noch viele ansehnliche Ecken. Lebe ja jetzt in NRW, wo es viele Städte gibt, gegen die Fulda richtig pittoresk wirkt. (Will jetzt aber auch nicht NRW schlecht machen.
    Habe hier auch schon viele schöne ecken entdeckt!!!)


    Was entsteht eigentlich neben dem schönen Backsteinhaus in der Fuldaer Altstadt (auch Kneipe). Das letzte Mal klaffte dort eine Lücke!?

    Ich habe Gotha vor einigen Wochen zum ersten Mal besucht und war besonders überrascht von dem prunkvollen Museumsbau unterhalb des Schlosses: