Posts by Benjamin

    Tolle Nachrichten, danke dafür. Bestimmt wurde in älteren Beiträgen bereits hinlänglich über die Gigantentreppe berichtet. Weiß einer noch, wo genau? Ich weiß noch, dass dieses aufwendige Treppenhaus den Hauptzugang vom Schlüterhof (hinter dem großartigen Portal) zu den Paradekammern im 2. Obergeschoss gebildet hat und dass im Rohbau eine künftige Wiederherstellung vorgesehen ist.

    Hm, ich kann Deine Verbitterung hinsichtlich vieler Abrisse in anderen Städten ja verstehen, aber der Strang zu Münster ist vielleicht nicht der richtige Ort für diese Polemik. Als einige von ganz wenigen Städten hat man sich in Münster nach den Krieg zu einem Wiederaufbau entschieden, der Teile der beinah vollständig zerstörte Innenstadt und insbesondere den Prinzipalmarkt als "Gute Stube" wiederherstellen sollte. Einen kurzen Abriss über den Wiederaufbau in Münster findet Ihr hier. Ein Auszug:


    [...] "Als Ausnahme im bundesdeutschen Wiederaufbau entstand – in der Folge auch im Zusammenwirken mit dem städtischen Baupflegeamt

    – eine Raumrekonstruktion mit einer deutlichen und gewollten Anlehnung an den Prinzipalmarkt vor der Kriegszerstörung, was damals in der
    Fachwelt als „ganz große Maskerade“ oder „vorbildliche Heimattümelei“ heftig kritisiert wurde." [...]


    Das vieles nicht in unserem Sinn lief ist klar, aber in einen Topf mit den Bochums, Kölns und Dürens dieses Landes sollte man Münster nicht werfen. Und soweit ich das beurteilen kann, ist Münster auch nicht als Abrissstadt bekannt. Um wieder zurück zu dem Haus in der Bergstraße zu kommen: Hier hat sich die Denkmalpflege gegen die privaten Verwertungsinteressen eines Bürgers durchgesetzt und dieses Gebäude wird voraussichtlich bald ein kleines Schmuckstück in dieser Nebenstraße des Prinzipalmarkts sein. So wünschen wir es uns doch! Muss man dieses positive Beispiel einer funktionieren Denkmalpflege denn auch noch relativieren?

    Ja, großartig. Habe mich heute Morgen bei der WN Lektüre sehr gefreut. Toll auch, dass die Stadt und der Landschaftsverband Westfalen Lippe den Wert des Gebäudes erkannt haben und mit aller Vehemenz diesen auch nachweisen wollten.

    Wow, dieses Gebäude wird viel für die Innenstadt tun. Diese Stadt ist nach gravierenden Verschlimmbesserungen durch kluge Stadtplaner später sehr vom Strukturwandel in der Textilindustrie gebeutelt wurden und ist hier in Münster höchstens für ein nahegelegenes Factory Outlet Center, Udo Lindenberg und leider häufig für Drogenkriminalität aufgrund der Nähe zur holländischen Grenze bekannt. Ich drück die Daumen, dass die Pläne nicht verwässert werden.

    Wie eben im Münster-Strang angerissen, hier noch die aktuellen Infos zum Projekt der PEP Architekten in Dortmund-Hörde am Phönixsee. Stiftsforum Hörde


    Zumindest in der Visualisierung sieht es sehr wertig aus und mit Klinker haben die ja Erfahrung genug. Ich finde angesichts der Projekte aus dem Portfolio kann man schon sagen, dass deren Spruch: "Architektur, die ihr Umfeld würdigt" nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Insbesondere, weil denkmalgerechte Sanierung auch ein Schwerpunkt ist.


    P.S. Kann man den Namen dieses Strange ändern? Dortmund-Hörde würde ja reichen

    Hallo zusammen,


    hier ein Artikel zum o.g. Bauprojekt (Leider hinter der Bezahlschranke). Die Visualisierung in diesem Artikel wurde aber seit dem letzten Artikel in der WN in 2018 nicht mehr angepasst. Mir gefällt's.


    Das Architektenbürp PEP Architekten hat auch bereits andere aus unserer Sicht spannende Projekte umgesetzt (Alter Fischmarkt, Münster) oder ist noch dabei (Phönixsee, Dortmund-Hörde).

    Danke für die schönen Bilder. Leider war ich in beiden Orten viel zu selten, obwohl ich nur ein paar hundert Meter entfernt aufgewachsen bin. Aber Vater Rhein liegt zwischen Remagen und Erpel und von der berühmten Brücke gibt es nur noch die Köpfe. Wenn du noch ein paar Fotos vom Rhein hast, würde ich mich freuen. Vielleicht sind ja Remagen oder Oberwinter mit drauf 🙂

    Man weiß es nicht, ob eben ein Einzelner Bau doch eine Sogwirkung erzeugen kann. Die Konzeption des Neustädter Marktes ist ja nicht unabhängig von der Narrenhäusel Debatte zu sehen, Neumarkt und Frauenkirche ebenfalls (Juwel und Fassung). Für Potsdam und sein Stadtschloss gilt das auch. Und wenn dieser Vorstoß zumindest wieder eine Ðebatte für die Umgestaltung der Ödnis in der pirnaischen Vorstadt in Gang bringt war es nicht sinnlos, selbst wenn der Bau nicht kommt.

    Also insbesondere der Post-Tower ist wirklich ein beeindruckendes Gebäude und eine Bereicherung für Bonn. Er wird nachst in wechselnden Farben und Mustern illuminiert, das sieht meistens ziemlich Klasse aus:


    Post-Tower mit Herz

    Weihnachtsbaum


    Aber in Bonn ist man vielleicht auch etwas gnädiger mit modernen Gebäuden, weil es noch so viel Altes zu sehen gibt.,

    Danke für Eure Info's zum nächsten möglichen Reko-Projekt. Ich finde es ja immer wieder spannend zu sehen, dass das Thema Stadtreparatur und sogar Rekonstruktion einen so hohen Stellenwert in Dresden besitzt (im Vergleich zu den meisten anderen Städten), dass so etwas öffentlich debatiert werden kann. Hier in Münster ist man zwar (zu recht) stolz auf seinen wiederaufgebaute Prinzipalmarkt, aber die Reko-Idee eines seit 75 Jahren nicht mehr existiernden Gebäudes wäre hier gereadezu absurd.


    Naja, in Dresden gibt es halt auch noch große Freiflächen mitten in der Stadt, so etwas gibt es auch in kaum einer anderen Stadt in Deutschland.

    Also nach allem was ich in Luftbildern über diese Gegend sehen kann und von ein zwei Mal durchfahren erinnern kann, dürfte diese Planung die Gegend dort deutlich aufwerten. Das ist ja so ein Grenzbereich zwischen Wohnflächen / Krankenhausareal und Gewerbegebiet und die Bebauung sieht dennoch hochwertig aus. Es werden offenbar auch Teile der alten Fabrikgebäude miteinbezogen?