Posts by Benjamin

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Deshalb gilt der alte Tippe meines ersten Chefs in der Bauträgerbranche, der sagte: Immer fragen: wo steht das denn geschrieben? Dann kommen die Herrschaften in der Regel ins Schleudern, wie sie ihren privaten Geschmack versuchen hinter Gesetzen zu verstecken, die es gar nicht gibt.

    Danke, den Satz werde ich auch für meine (beruflichen) Bauvorhaben beherzigen. :daumenoben:

    Ich bin auch familiär mit der sorbischen Kultur verbunden und konnte vor zwei Jahren auch zum ersten Mal die Osterreiter bei einem Besuch meiner alten Heimat sehen. Wie ist denn die Stiftung hinsichtlich der Reko-Idee eingestellt?

    So eine Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder, toll das sich Stadtbild Deutschland hier engagiert. Auf Seite der Stiftung findet man auch ein paar Informationen dazu:


    [...] Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Bericht zum Großprojekt Lauenareal. Aufgrund des positiven Signals aus dem SMWK, die in einem gemeinsamen Letter of Intent formulierte Bereitschaft auf enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung für die Planung und Umsetzung des Bauprojektes "Sorbisches Wissensforum am Lauenareal" in Bautzen, beschließt der Stiftungsrat, dass die für die Baumaßnahmen notwendigen Flurstücke von der Stadt Bautzen erworben werden. Ein entsprechender Beschluss des Stadtrates Bautzen liegt seit April 2019 vor. Ein Antrag auf Finanzierung des Projektes als Landesprojekt des Freistaates Sachsen gemäß dem Investitionsgesetz Kohleregionen soll nun bis Februar 2021 erarbeitet werden.[...]

    Danke für das Bild der alten Bebauung. Die Häuser an der Ecke sahen etwas wild durcheinander

    gewüfelt aus und waren mit Blick auf die bevorstehenden Abrisse wohl auch lange nicht mehr saniert wurden.

    Für die auf Bild vier dargestellten Gebäude wurden zwei sehr gut erhaltene Gründerzeitgebäude abgerissen.
    Sehr schade, da sich an der Hüfferstraße mehrere Gründerzeitgebäude erhalten haben und die Hüfferstiftung als eines der letzten großen Gründerzeitgebäude von Münster in Sichtweise liegt.

    Da gebe ich Dir Recht, um die beiden Gründerzeitler ist es wirklich schade, die hätte ich auch gerne erhalten gesehen. Insbesondere im Hinblick auf das Ensemble, weniger in Bezug auf Wertigkeit der einzelnen Gebäude.

    Wertloseste Investorenarchitektur ohne jeglichsten Gestaltungswillen in Backstein-Plattenbauoptik. Nichts mehr.

    Hallo Riegel,


    Ich will ja hier nicht von jedem ein Schulterklopfen, aber ich finde das Forum lebt davon, dass die Foristen aus alle Teilen des Landes über Projekte vor Ort berichten und man sich gemeinsam darüber freuen, austauschen oder auch mal ärgern kann. Weil ich das Projekt interessant finde, habe ich mir die Mühe gemacht dort mit meinem zwei Kids hinzufahren, die Bilder zu knipsen, sie später noch etwas zu retuschieren und anschließend hochzuladen.


    Dass das Projekt und die Ausführung nicht jeder für gelungen oder qualitativ ausreichend hält möchte ich niemanden absprechen, aber mit einem so vernichtenden und - in Bezug auf meine persönliche Meinung dazu - herablassenden Post hätte ich nicht gerechnet. Lange Rede kurzer Sinn:

    Das kann man auch netter ausdrücken.

    Hallo zusammen,


    mal wieder ein paar neue Fotos aus Münster. Die sogenannten "Landois-Gärten" nähern sich der äußerlichen Fertigstellung. Als Erinnerung: Das Areal befindet sich an der Hüfferstraße – Ecke Himmelreichallee. Zunächst die Aufnahmen von der "Schlossgrabenseite":


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    In den grauen niedrigen Bau wird ein Kindergarten einziehen.


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    Hier gehts auf die Rückseite zur namensgebenden "Landois-Villa" bzw. zum vorgelagerten ruinenhaft-romatisch errichteten Eingangstor des ehemaligen Zoo-Geländes.


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    Blick zurück durch das Tor in Richtung Schlossgraben.

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    Blick auf die Rückseite de Landois Villa

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    Und noch die Rückseite des Vorhabens.


    Ich finde das Vorhaben wirklich bemerkenswert. Ein gewisse Kleinteiligkeit wird durch den farblich unterschiedlichen Klinker erreicht und wir haben, Typisch für Neubauten in Münsters Innenstadt, noch Satteldächer. Weiterhin fällt auf, dass die Gebäude Schlossseitig versetzt gebaut wurden, sodass die einzelnen Gebäudekanten betont werden. Der schmale Durchgang am Kindergarten entlang ist noch nicht sehr einladend. Da dieses Gasse aber auch durchgängig für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll, wird diese wohl noch ansprechend beleuchtet.

    Hallo zusammen,


    hier eine Meldung aus den Westfälischen Nachrichten. Das ehemalige Gelände eines Nonnenklosters wird nun neu beplant. Nach einem Werkstattverfahren hat man sich jetzt auf einen Entwurf geeinigt. Der gerenderte Innenhof sieht ja ganz nett aus, sonst lässt sich leider nicht viel erkennen. Was ich sehr lobenswert seitens der Stadtverwaltung finde, ist das Instrument der sozialgerechten Bodennutzung nach dem Münsteraner Modell, welches hier Anwendung findet. So ist beispielsweise für dieses Quartier ein 30% Anteil geförderten Wohnraums vorgesehen. Auf diese Art kann man der sozialen Segregation zumindest etwas entgegenwirken.

    Guten Abend in die Runde,


    hier ein paar Schnappschüsse vom Haus Prinzipalmarkt 13, nur ein paar Meter vom berühmten Rathaus entfernt. Die Geschäftsstelle der Westfälischen Nachrichten zieht um und die Räumlichkeiten werden daher saniert. Dabei kam der Stuck unter den abgehängten Decken zum Vorschein. Unter dem Bogengang befindet sich ein schönes Mosaik, welches meine Handykamera leider nicht einfangen konnte. Direkt rechts hinter dem Gebäude könnt Ihr den Stadthausturm sehen. Er ist der beeindruckende Rest des kriegszerstörten Stadthauses, hat aber im Gegensatz zu diesem wiederum kaum eine Schramme im Krieg abbekommen. Dort findet sich ein Glockenspiel welches 3 x am Tag aus 14 Glocken erklingt.



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    Och Leute, bitte! Ich mag gar nicht mehr ins Forum schauen im Moment. Gefühlt wird's hier in jedem zweiten Strang politisch, oder bilde ich mir das nur ein? Grundsätzlich finde ich Debatten ja interessant, aber langsam nervts. Eigentlich ist das hier doch ein Architektur-Forum oder?

    Danke für die Info Maecenas. Mein Lachen zu Deinem Beitrag nicht wegen der Kunst sondern wegen der Architektur - Ich habe da noch diese Kunstscheune in Erinnerung.

    Ich sehe das wie tegula. Hier werden nämlich zwei Dinge vermengt. Der Vorwurf des unsauberen Arbeits einerseits und der bewussten Manipulation andererseits. Das Dachrestaurant gibt es und da sollte man natürlich auch darstellen, wenn man es denn in der gewählten Perspektive sehen kann. Aber den Vorwurf der bewussten Manipulation, ist im Zusammenhang mit der Intention des Redakteurs doch unsinn. Warum sollte der Redakteur das Schloss denn besonders vorteilhaft darstellen, wenn der Artikel doch Stadtschloss-kritisch ist? Also ich denke in diesem Fall sollte man sich ausnahmeweise mal mit der Eindordnung des Spiegels in die Lügenpresse-Ecke zurückhalten.


    Im Übrigen kann man vom Spiegel natürlich halten was man will. Ich sehe die einseitige Haltung hinsichtlich von Rekonstruktionen in den letzten mir bekannten Artikeln aus dem Spiegel auch kritisch, kann das aber gut ignorieren. Wir Reko-Freunde hier im Forum sind halt leider eine kleine Minderheit, die sich hoffentlich in den nächsten Jahren angesichts der vielen Groß-Projekte in Dresden, Frankfurt, Potsdam und Berlin nicht mehr verstecken muss. Und zumindest in der Regionalpresse werden diese Projekte ja häufig anders bewertet als in der Überregionalen.

    Moin Neußer. Ich gebe dir recht, 600.000 € ist ne ganze Stange Geld, vielleicht findet man ja irgendwo Informationen darüber, welche Leistungen davon bezahlt werden sollen. Aber wie du es auch sagst, wenn das Ergebnis positiv ausfällt und man in ein paar Jahren dieses wunderbare Gebäude bestaunen kann, dann war das Geld gut angelegt. Ich würde auf jeden Fall etwas spenden.

    Was für ein tolles Projekt. Nun, Machbarkeitsstudien sind schon sinnvoll: Es sollen Fehlinvestitionen vermieden werden und bei technischen oder finanziellen Unwägbarkeiten mögliche Alternativen aufgezeigt werden. Zum Beispiel werden unter dem Platz möglicherweise Versorgungsleitungen verlaufen die vor 80 Jahren dort nicht waren. Wie sieht es mit der Erreichbarkeit der Synagoge und der vorhandenen Gebäude aus? Es sind auch Gebäude dazugekommen, können die Abstände eingehalten werden usw. und so fort. Und falls die Finanzierung aus öffentlichen Quellen und Spenden stammen soll muss vorher schon klar sein, wie teuer das ganze ungefähr wird und man keine Riesenüberraschung erlebt.