Posts by Heimat

    Das Schloss ist einfach nur wunderschön! Aber der Lustgarten sieht auf dem Foto sehr mitgenommen aus...von ihm gab es definitiv schon schönere Varianten 🤔

    Lieber Heimdall,


    ich finde nicht, dass es eine so große Rolle spielt, ob man die Mosaike nun als erst-,zweit-, oder drittklassig ansieht. Sie waren nun mal da und Teil eines unter Denkmalschutz stehenden Bauwerkes. Ich teile zwar deine Einschätzung zu einer Totalrekonstruktion des alten Nationaldenkmals, aber eine Restauration der Mosaike wäre meines Erachtens so abwägig nicht, freilich unter der Voraussetzung eines Willens, diese in ein Denkmal zu integrieren. Wer das Schloss der Hohenzollern rekonstruiert, macht dies auch mit einem im Verhältnis dazu kleinen Mosaik. Aber ich stimme dir zu, das Zeitfenster, in dem sowas möglich ist, ist derzeit verschlossen.


    Zu den Kolonnaden: ja, sie bilden wie das neue Denkmal eine Art Barriere zwischen Schinkelplatz und Schloss. Aber wie platzieren sich beide Bauwerke im Gesamtkontext? Wie nimmt man es war? Wenn man alte Fotoaufnahmen vom Schinkelplatz aus Richtung Schloss aufgenommen sieht, empfindet man die Kolonnaden nicht unbedingt als störend. Das hat architektonische Gründe.

    Beim neuen Denkmal kann ich dazu nichts sagen, ehe es nicht erlebbar ist. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es eindeutiger heraussticht und mit Blick auf das Schloss auch störender wirken könnte. Auch das hätte dann architektonische Gründe.


    Nun ist es aber wie es ist, mir tut es nun mal immer weh, wenn historische Baustubstanz kaputt geht.

    Und ja, ein bisschen Gegnerschaft zum neuen Denkmal (genauer gesagt zum Entwurf) ist auch bei mir vorhanden: DIESEN Entwurf hätte ich einfach lieber auf dem Platz der Republik vor unserer Volksvertretung gesehen.

    Ich meinte, entgegen der Visualisierung, dass die Balkonplatten an den Südportalen nicht rekonstruiert werden, dass man sich hier für einen früheren Zustand entschied. Die Balkone kamen glaub erst später dazu. Möglicherweise bin ich da aber auch schon nicht mehr auf dem aktuellsten Stand.

    Das Schloss ist nun, 70 Jahre nach seiner endgültigen Zerstörung, fertig. Es ist äußerlich, mit einigen modernen Trakten, wiederhergestellt. Im Innern befindet es sich quasi im "Rohbau", so wie viele historische Bauwerke nach dem Krieg (z.B. Münchner Residenz, Dresdner Schloss etc.). Die Räume im Schloss werden nun vom Humboldt Forum und seinen Weltkulturausstellungen genutzt, dementsprechend finden sich dort nur Nutzräume, ohne künstlerischen "Wert", den haben dafür die Exponate.


    Das Schöne ist, dass dich recht viele Säle, Treppenhäuser und Raumfluchten von kunsthistorische Bedeutung JEDERZEIT rekonstruiert werden KÖNNTEN.


    Derzeit haben die Verantwortlichen daran kein Interesse, was ja nun auch mit dem derzeitigen Nutzungskonzept zu tun hat. Aber es ist möglich und sobald eine Generation von Entscheidungsträgern am Ruder ist, die sich der kunsthistorischen Bedeutung des Schlosses wieder bewusst ist und der Wille da ist, die Rekonstruktion des Schlossinneren voranzutreiben (auch finanziell), werden die Innenräume wiedererstehen. Da bin mich mir ganz sicher. Einziger Haken an meiner Zuversicht: ich hab keine Ahnung, wann das der Fall sein wird...🤷‍♂️😅

    In vielen Fällen konnte man bereits erleben, dass "kritische Rekonstruktionen", "moderne Interpretationen" oder wie man das immer nennen mag, den Vorgängerbau nicht nur nicht vergessen machen konnten, sondern diesen sogar stets schmerzlich vermissen lassen, wann immer man sich diese Neuschöpfung betrachtet ("an dieser Stelle stand früher mal was Schönes... )


    Die Art von Neubau beim Riesch fängt das m.E. ein wenig auf. Er lässt das Verlorene nicht ganz so schmerzlich vermissen, da er selbst ja nun für sich betrachtet auch ein Beispiel schöner (ich weiß, ist subjektiv) Bau ist und keinen allzu krassen Gegensatz bildet.


    Also soll heißen, die Narbe bleibt zwar da, ist aber einigermaßen gut verheilt.

    Das ist es ja, was ich nicht fassen kann! Es wird 2020 ein Baudenkmal zerstört und niemand schreitet ein!! Der Sockel steht unter DENKMALSCHUTZ! Und alle möglichen dafür zuständigen Institutionen schützen es nicht, sondern ermöglichen seine Zerstörung! UNNÖTIGERWEISE!

    Nochmal, ich will nicht grundsätzlich Stimmung gegen das Denkmal machen, aber unter diesen Voraussetzungen sehr wohl gegen den Standort!

    Jedem Privatmann, der ein unter Denkmalschutz stehendes Haus erhalten möchte, werden Unmengen an Auflagen gemacht, aber wo ein paar "Mächtige" ihren Willen, ihre Prinzipien, ihr Machtgehabe durchsetzen wollen, spielt das alles keine Rolle!

    Da geht mir der Hut hoch, beim Schreiben!

    Ich habe bis jetzt noch immer einige Zusammenhänge nicht wirklich verstanden: der Denkmalsockel steht doch unter Denkmalschutz, er ist also doch geschützt vor zerstörerischen Eingriffen in die historische Bausubstanz. In einem kürzlich hier verlinkten Zeitungsartikel lese ich aber, dass der Denkmalschutz erhebliche Bedenken gegen die Eingriffe beim Denkmalneubau habe...hä? Wieso darf dann gebaut werden?


    Liegt das an den Zuständigkeiten?

    Das ist das, was mich so an diesem Denkmal stört, dass es eben soviel historische Substanz zerstört...in meinen Augen eben unnötig, da es alternative, ebenso passende Standorte gegeben hätte...


    Über eine rege öffentliche Diskussion darüber hätte mich übrigens gefreut...aber lieber wurde über das Kreuz gestritten...😔

    Lieber Spree-Athener , das sind so wichtige Worte! Wir müssen so froh und dankbar sein, dass wir das Schloss wieder haben! Das war ein solch winziges Zeitfenster, in dem das möglich war. Nur wenige Monate später hätte es möglicherweise ganz andere Lösungen gegeben.


    Bei mir überwiegt die Freude über ein Schloss (dass sogar noch mehr Schloss werden kann/darf), dass mich das Umfeld zunächst nicht runterzieht. Mit Ausnahme des Standortes des Einheitsdenkmals, wei damit doch erhebliche Zerstörungen am historischen Denkmalssockel verbunden sind.

    Ich hüte mich davor, jemandem Inkompetenz in dessen Metier zu unterstellen, jedoch möchte ich auf eine Äußerung des früheren Kulturstaatssekretärs Andrè Schmitz (SPD) hinweisen, der sich unlängst in einer Podiumsdiskussion dergestalt äußerte, dass er, der an vielen Jury-Sitzungen teilgenommen hatte, den Eindruck habe, dass die Gestaltung des Schlossumfeldes die Rache derer sei, die den Wiederaufbau des Schlosses nicht verhindern konnten. (vgl. Ralf Schönball: Warum das Schloss mehr historische Elemente bekommen soll. In: Der Tagesspiegel, 20.02.2020)


    Dies ist sicher auch nur eine persönliche Einschätzung von Herrn Schmitz, aber sie kommt immerhin von einem "Insider". Dies nur als Randnotiz.


    Im Übrigen stimme ich allen zu, die bezüglich der Bepflanzung zu Geduld aufrufen. Die Zeit wird zeigen, ob das Konzept funktioniert oder nicht.

    nun ist es bestätigt worden, heute hat der Bau der Verschaukelungswippe begonnen. Die Gründungspfähle werden durch den historischen Sockel bis in 40 m Tiefe getrieben ! Trotz jährliche Kosten im sechsstelligen Eurobetrag wird sie also gebaut ! Mir wird schlecht, so ein Bauwerk vor ein Barockensemble ! :kopfwand:

    Jetzt tut es mir einfach nochmal richtig weh mit ansehen zu müssen, wie im Jahre 2020 mitten in Berlin ein Baudenkmal zerstört wird...schade, es hätte bessere Lösungen gegeben, sowohl für den Sockel, als auch den Milla-Entwurf...

    Ich finde die Birken schön, genau da, wo sie sind. Und habe Zweifel an der gärtnerischen Kompetenz eines Großteils der hier Diskutierenden.

    Lieber UrPotsdamer, danke für ihr Statement zur Gestaltung des Schlossumfeldes. Es ist Sinn und Zweck eines solchen Internetforums Wissen und Meinungen auszutauschen.

    Sie gestehen sich zu kund zu tun, dass Ihnen die Gestaltung gefällt, sprechen Sie aber bitte niemandem hier ab, dasselbe zu tun, wenn auch mit gegenteiliger Ansicht!

    Dies Firma besteht ohne Zweifel aus Profis, die sich bei der Bepflanzung natürlich etwas gedacht hat, es ist klar ein Konzept erkennbar. Nur muss dieses Konzept deswegen nicht gefallen.

    Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass mir die Umfeldgestaltung aus dem 19.Jahrhundert bis zur Zerstörung am Besten gefällt, weil es, nach meinem Geschmack ein wunderschön mit dem gesamten Bereich Museumsinsel harmonisierendes Kunstwerk darstellte. Punkt.

    Woher wollen Sie wissen wer hier für irgendetwas kompetent ist oder nicht? Das weiß von Ihnen auch niemand 🤷‍♂️

    Verzeihen Sie, falls ich sie zu sehr angehe, das hat mich grad nur gestört.

    Auf der einen Seite des Schlosses eine Steinwüste, auf der anderen Wildwuchs durch Birken... Ist das Dilettantismus oder ein Affront ?? :gehtsnoch:

    Möglicherweise beides...?😬 jedenfalls zeigen die Verantwortlichen bei der Gestaltung des Schlossumfeldes, dass sie nicht Willens oder nicht in der Lage sind, ein städtebauliche Ensemble als das zu behandeln, was es ist: nämlich ein Kunstwerk. Und stadtplanerisch war der letzte Zustand des weiten Schlossumfeldes bis zu seiner Zerstörung eigentlich nix anderes!

    Naja, das dauert eben. Irgendwann war das Dach des alten Schlosses ja auch mal neu. Mir sagt ein "natürlicher" Patinierungsprozess ehrlich gesagt mehr zu, als ein "künstlich" beschleunigter.