Posts by Konstantindegeer

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Es soll zwar nach dem Bau der Straßenbahn die Busspur wegfallen, aber die Busspur ist ganz außen und der Platz für das Grüngleis der Straßenbahn in der Mitte, wo jetzt noch geparkt wird. Die äußerste Spur soll nach Eröffnung der Straßenbahn zugunsten eines noch breiteren Gehweges aufgegeben werden.

    Man kann es ja in meinem Ausschnitt vom Molkenmarkt sehen: zuerst überbreite Busspur, dann zwei Spuren für den MIV, mittig die Straßenbahn. Ich glaube nur nicht, daß nach Fertigstellung der Straßenbahn eine Spur es MIV aufgegeben wird. Dafür ist die Frequenz der Trasse durch die ehem. Altstadt viel zu hoch und ich bezweifle, daß es dafür in zehn Jahren eine Mehrheit geben wird. Aber das weiß man natürlich nicht im Vorhinein.


    Es bleibt also bei 40 Meter Brückenbreite und dieser stadtautobahnartigen Trasse durch den Stadtkern mit aller trennenden Wirkung. Hinzu kommt aus Lärmschutzgründen an der Trasse eine fast ausschließliche gewerbliche Nutzung (Hotel? Verwaltung? Einkaufszentrum? Parkhaus?) und erst in zweiter Reihe Wohnen - und zwar erst nach Fertigstellung der Gewerberiegel. Der Berliner Stadtkern wird sich leicht an den Zeitgeist angepaßt - zu einer grundlegenden Umgestaltung wie in vielen anderen europäischen Großstädten reicht es allerdings nicht. Wenn die Nachfrage nach Bürofläche so nachläßt wie prognostiziert wird der Berliner Stadtkern auch in Zukunft kein lebendiger Stadtteil werden.

    ^Aber die Busspur gab es doch schon bis zur Sperrung und es wird nur die gleiche Verteilung neu errichtet, die es vorher gab (6 KfZ-Spuren). Das ist doch kein "Zurückdrängen".


    Die Straßenbahn kommt auf eigenen Gleiskörper in die Mitte, wo jetzt Parkplätze sind - also wenn die Straßenbahn überhaupt kommt (soll ja seit 20 Jahren soweit seit...).

    Na, ich habe nicht den Eindruck, daß die Märchenerzähler bei Kommunalwahlen deutlich mehr als 8 % erreichen würden. Die Medien werden ja von wenigen klar orientierten Redakteuren dominiert, die aus Langeweile und Scheu vor dem Selbstrecherchieren häufig abstruse Facebookdebatten rezipieren. Daraus kann ich keine "gutes Ankommen" bei der Bevölkerung ableiten.


    Ein Beispiel ist die Garnisonkirche, durch deren Wiederaufbau nach Darstellung der Kritiker die Demokratie untergeht und die Nazis die Macht übernehmen. In der einzig repräsentativen Umfrage geben allerdings nur 2 (zwei) Prozent der Potsdamer an das Thema für wichtig zu halten.


    Gefährlich wird es erst, wenn ein führungsschwacher OB solche Märchen adaptiert und die Politik seiner eigenen Partei in den letzten 30 Jahren konterkariert. Dann wird der SPD gar nicht bekommen und Linken und Grünen zugute kommen. Beim Stadtkanal tut sich der OB im übrigen gar nicht "schwer" - er tut nichts und sein Baudezernent torpediert jeden Vorstoß zum Kanal.

    Na, wir werden es ja erleben. Ich glaube der Berliner Verwaltung nach 30 Jahren Erfahrung kein Wort, bevor ich es sehe. Was haben denn die Grünen und ihre Verkehrssenatorin vor 5 Jahren alles versprochen? Eingetreten ist davon so gut wie nichts.

    Nochmal, die heutige Sperrung einer Spur hat mit der Baufälligkeit der Brücke zu tun. Die neue Brücke wird 6-spurig, 40 Meter breit. Dabei ist es doch egal, ob davon über eine Spur noch größere, schwerere und stinkende Dieselbusse brausen. In jeden Fall ist auch diese Brücke weit von einer Innenstadtverträglichkeit entfernt und diese erreicht sie auch nicht mit girlandenreiche Versprechen für eine ferne Zukunft.

    ^Doch, das ist der letzte Stand. Zuerst drei Spuren Kfz pro Richtung (1*Bus, 2*MIV) - vielleicht die Busspur vergessen?


    Das sind auf der Brücke sechs Spuren und summiert sich am Molkenmarktmit Abbiegespuren auf sieben Spuren. Ob es zu einer "Verkehrswende" kommt und - in zehn Jahren - irgendwas rückgebaut wird steht ja in den Sternen. Ist die Brücke mit 6 Spuren und 40 Metern Breite erstmal gebaut ist sie da und wird sicher auch ausgelastet.


    Hier kann man auch die idyllische Gestaltung des ältesten Platzes Berlin, dem Alten Markt, später Königsmarkt und dann Molkenmarkt, erkennen. Die Baumscheiben sind im übrigen mit epoxidharzgebundenen Granulatmatten abgedeckt. Die hübschen Rundbänke werden bei 70.000 KfZ pro tag sicher sehr beliebt sein...


    Daß die völlig überdimensionierte Brücke in zehn Jahren wieder verschmälert wird kann man wohl getrost als erfolgreiches Ablenkungsmanöver bezeichnen. Selbst der SPD-Baustadtrat von Mitte stimmt zu - er will ja nach dem September 2021 auch erneut in einer R2G-Koalition das Bauressort übernehmen.


    Entscheidend ist aber, daß sie mit der Breite von 40 Meter und drei KfZ-Spuren pro Richtung neu gebaut wird. Ob es in 10 Jahren eine Straßenbahn oder/und eine Mehrheit zur Reduktion der Fahrspuren gibt wird sich erst dann erweisen. Wenn eine Bebauung der Brücke durch Gebäude nicht in der Ausschreibung statisch berücksichtigt wird ist diese langfristig genauso ausgeschlossen wie der Anschluß der früheren Fischerstraße über der Wasserlinie (im Straubeplan von 2010 rechts unten).


    Die Bemühungen um Ankauf und Abriß des Interhotels sind noch zu Amtszeiten von OB Jann Jakobs mit einem SVV-Beschluß gestoppt worden. Eine Unterschutzstellung wird im übrigen in der Mark Brandenburg nicht von der Kommune sondern vom Brandenburgischen Landesdenkmalamt (BLDAM) betrieben und entschieden.


    Entscheidend ist neben der für die Epoche prototypische Baugestalt (das ist sicher der Fall) die Frage der vorhandenen Originalsubstanz und die wirtschaftliche Zumutbarkeit für den Denkmaleigentümer. Innen sind die kleinen Zimmer des heutigen Mercure-Hotels alle völlig überformt und die öffentlichen Bereiche sind auch vollständig verloren. Zudem wäre die beschränkten Umbaumöglichkeiten im Inneren für den Eigentümer, eine Tochter der französischen Accor-Gruppe, kaum zumutbar.

    Das hindert natürlich nicht die üblichen Verdächtigen der links der "Linken" stehenden "Anderen" (8 % bei den Kommunalwahlen) ihr Märchen von der systematischen Auslöschung von DDR-Architektur durch die westlichen "Sieger" der Wiedervereinigung zu erzählen. Tatsächlich wird Potsdam immer als Bezirkshauptstadt der DDR erkennbar bleiben - das Interhotel spielt dabei nur eine Rolle am Rand.


    Jetzt lag die Straßenplanung für die S-Kurve über den Molkenmarkt aus. In Summe wird die Straße aussehen wie die Liebknechtstraße zwischen Alexanderplatz und Torstraße: Riesenreit, mit Grün(gleis)streifen in der Mitte. Die Leuchten werden "Urbi 3" von Semperlux sein, wie sie schon am Alexa und in der Liebknechtstraße - für mich eher der Charakter einer Ausfallstraße.

    Die Baumscheiben sind mit einem Granulat belegt, wie wir es schon in rot vom Mittelstreifen am Potsdamer Platz kennen.


    Beispiel Liebknechtstraße


    Leute Typ Urb 3 von Semperlux

    ^^Um Architekten zu beauftragen müßte erst einmal parzelliert werden. Das ist ja noch lange nicht passiert. Und da der Wohnungsbau in zwiter Reihe erst errichtet werden darf bevor die Gewerbebauten an der Grunerstraße/Molkenmarkt stehen (Schallschutz) wir da noch viel Wasser die Spree herunter fliessen. Ich kann ja verstehen, daß sich viele lieber mit Fassaden von Wohnungsbau beschäftigen, aber hier geht es um Gewerbe.


    Bei der jetzigen Marktlage fällt mir nicht ein, welche gewerblichen Nutzungen das wirklich sein können? Hotels? Parkhäuser wie gegenüber neben den Rathauspassagen? Einkaufszentren? Zum Schluß wird es dann wieder öffentliche Verwaltung...

    Mit "schmollen" hat das nichts zu tun, es geht um Realismus.

    Welche "Auftragsvergaben an die Grundstückseigentümer" sind denn gemeint. Ds gehört doch alles dem Land. Der Wohnungsbau soll doch ausschließlich von landeseigenen WBGen realisiert werden und wie die sowas machen ist ja am Köllnischen Fischmarkt zu besichtigen. Einen attraktiven Gewerbebau mit sechs Geschossen habe ich in Berlin auch seit Jahren nicht mehr gesehen. Die Straße wird aussehen wie das Europaquartier nördlich des Hauptbahnhofes - die Handelnden sind ja auch die gleichen. Welchen Hinweis gibt es darauf, daß es anders werden sollte.


    Zudem ist der Alex ja schon untertunnelt aber ein Tunnel unter der gesamten Altstadt völlig weltfremd. Hier gibt es ja keine Bundesregierung, die sowas zahlt wie im Tiergarten. Die Breite der Magistrale, der geplanten Mühlendammbrücke und die Äußerungen der grünen Verkehrsministerin weisen eindeutig darauf hin, daß die Achse weiter überörtliche Hauptverbindungsstraße und Bundesstraße bleibt - in welcher Altstadt verläuft die denn noch über die beiden ältesten Marktplätze der Stadt?

    Und: Gestaltungssatzung? Ich wünsche viel Glück.

    ^^Das sagt nicht Konstantin sondern die Landesdenkmaldatenabank.


    Der Bereich zwischen Fernsehturm, Marienkirche und Karl-Liebknecht-Straße ist schon umgestaltet. Da passiert also nichts mehr.

    Die "Bürgerleitlinien" sind abstrakt un unkonkret. Die Frage von Wiederherstellung des historischen Stadtgrundrisses ist in dem PDF des Senats lsch dargestellt: bei der letzten Sitzung der Anwohner gab es eine große Mehrheit. Allerdings gäbe es diese im Berliner Abgeordnetenhaus und in der BVV Mitte nicht.