Posts by Memminger

    Aber die nicht zerstörten Gebäude und Viertel stammen größtenteils aus dem 19 Jhd. Ich meinte ja das Erfurt die einzige unzerstörte MITTELALTERLICHE Landeshauptstadt Deutschlands ist. Die eigentliche Altstadt Potsdams wurde zerstört. Mit der Innenstadt meinte ich die Altstadt.
    Und der Grund, warum die Schlösser größtenteils verschont wurden, lag darin, dass sie meistens außerhalb der engeren Bebauung Potsdams lagen.
    Trotz all dem ist Potsdam besser erhalten als die meisten Großstädte NRW's.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_Potsdam


    Da steht, dass die Potsdamer Innenstadt und die Beriner Vostadt zu 97 % und 1000 Gebäude vollkommen zerstört wurden. Die Villenviertel stammen auch größtenteils aus dem 19. Jhd. Das einzige mittelalterliche/neuzeitliche Viertel ist das Holländische Viertel in Potsdam. Erhalten geblieben sind nur die vielen preußischen Schlösser, weshalb auch Potsdam so stark bombardiert wurde.

    Naja, Potsdam wurde im 2.Weltkrieg nahezu gänzlich zerstört und in Schwerin wurden im späten 19. Jahrhundert mittelalterliche Gebäude abgerissen und durch Gründerzeitbauten ersetzt. Die einzige mittelalterliche (!) unzerstörte Landeshauptstadt Deutschlands ist Erfurt.

    Wirklich eine der, wenn nicht die schönste Großstadt Deutschlands. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schön die deutschen Städte heute wären, hätte es den 2. Weltkrieg und die Abrisswut danach nicht gegeben ! :kopfwand:

    Da fragt man sich, ob es überhaupt noch Sinn macht, sich bei der Rettung von Altbauten mit Hilfe von Petitionen o.ä. zu beteiligen. Diese modernistische Ideologie kann man leider nicht auslöschen. Dafür braucht es ein Umdenken in der deutschen Gesellschaft, indem man sich wieder an alte Traditionen und der Kultur orientiert. Sonst bleibt am Ende nichts mehr an historischen Bauten mehr übrig. Es kann doch nicht so schwierig sein, beispielsweise die Fassade des Pellerhauses zu rekonstruieren. Und dann lobt man noch die Wiederaufbauleistung
    in Nürnberg, wo fast nichts rekonstruiert wurde. Das einzige Ensemble dort bildet die Weißgerbergasse, die nicht zerstört wurde. Man muss sich schon heutzutage freuen, wenn keine Katastrophe wie in Frankfurt am Main passiert, wo einfach nach dem Krieg die ganze Altstadt verunstaltet wurde. :wuetenspringen: :kotz:

    Danke für den Link. Von wegen "Qualität überlebt Modernität". Die meisten Sätze, die der Herr von sich gibt, sind Binsenweisheiten und durch den Rest outet er sich als Modernist, wobei er Tirols oberster (!) Denkmalschützer ist. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, für was Architekten heutzutage mit Ihrer 0815-Schukarton-Architektur bezahlt werden. :kopfschuetteln:

    Ja, aber die Gliederungen der Fassaden der Nürnberger Bürgerhäuser verliehen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre. Die niederländischen Bürgerhäuser wirken fast schon wie Neubauten, da sie recht große gleichförmige Fester besitzen und die Fassade einen sehr glatten, wenig Schmuckreichen Eindruck macht. Aber aufgrund der fast vollständig erhaltenen Altstadt von Maastricht und Amsterdam, sind diese Städte ein Kulturerbe und auf jeden Fall einen Besuch wert. Übrigens, danke für die Bilder. ;)

    Und schau dir mal einige Bilder des alten Nürnbergs an, das manchmal auch fast sowas wie "monoton" gewirkt haben muss; auch dort fehlte Teilweise diese Gründerzeitliche Überformung völlig.

    Naja, dass das alte Nürnberg "monoton" gewirkt haben muss, ist allein schon aufgrund der vielseitigen Gestaltungen der Dächerformen etwas zu weit hergeholt. Allein schon das Meisterwerk der deutschen Renaissance, das Pellerhaus, war abgesehen von Italien, ein Schmuckstück, das seines gleichen in Europa suchte.



    Ich meinte ja auch nicht die belgischen Städte, die sind schon abwechslungsreicher als die benachbarten niederländischen Städte. Aber beispielsweise in Amsterdam kann man sich sehr leicht verirren, wenn man nicht weiß, in welcher Straße man sich befindet. Die vielen Grachten sehen sich dort schon ähnlich. Zudem setzte man früher in niederländischen Städten auf große Fenster bei der Fassadengestaltung der Häuser, die schon eine beträchtliche Fläche einnehmen. Somit sind sie im Vergleich zu unzerstörten deutschen Städten relativ monoton.

    Das ist eben leider so bei Fachwerkhäusern. Ein kleiner Brandherd genügt und binnen kurzer Zeit steht das ganze Haus in Flammen. Vielleicht sollte man ein spezielles Brandschutzgesetz für Fachwerkhäuser erlassen. :)

    Das Problem ist, dass es fast keine Parteien gibt, die solchen Abrissen nicht ablehnend gegenüber stehen. Es kann doch nicht sein, dass Jahrhunderte alte Kirchen Kohlekraftwerken zum Opfer fallen. Wir sind doch nicht mehr in der Frühphase der Industrialisierung. Wenn die Energiewende nicht klappt, dann sollen eben die Atomkraftwerke wieder in Betrieb genommen werden. Kohlekraftwerke sind aufgrund des ausgestoßenen Quecksilbers sogar noch Umweltbelastender als AKW's

    Da sieht man wieder, was der Kapitalismus alles angerichtet hat und anrichten wird. Diese Menschen, die solch eine Kulturbarberei betreiben haben jegliches Gefühl für gut und böse verloren und sind nur auf Profit aus. Der Kapitalismus in der Gegenwart/Zukunft und der Kommunismus/Sozialismus in der DDR haben schlimmes angerichtet bzw. werden es noch tun disgust:)

    Erstmal danke für die Begrüßung,
    Die Bilder mache ich gerne. Das Gebäude ist schon fertiggestellt und wurde vollständig rekonstruiert. :daumenoben: