Posts by Neußer

    Michael68


    Besten Dank für die Eindrücke. Das sind, wie Du schon schreibst, richtige Schulpaläste. Einfach wundervoll anzusehen. Da macht das Lernen doch Spaß.


    Bei den Schulbauten seit Kriegsende, standen und stehen offenbar die Kosten und Funktion im Vordergrund. An Ästhetik wurde/wird da leider kein Gedanke verschwendet.

    (...) Gleichzeitig ist der JGHH bewusst, dass für die Hamburgische Bürgerschaft ein würdevoller und angemessener Umgang mit dem Bodenmosaik von Margrit Kahl, das am Joseph-Carlebach-Platz an die Zerstörung der Bornplatzsynagoge und die damit verbundene Entrechtung und Ermordung Hamburger Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit erinnert,von einer großen erinnerungskulturellen Bedeutung ist. Im weiteren Prozess sollen Wege gefunden werden, beides zu gewährleisten. (...)

    Wie ist denn das zu verstehen? Neue Synagoge und Bodenmosaik sollen beide existieren? Oder ist damit nur gemeint, daß auch am Neubau an die Vergangenheit erinnert werden soll, egal in welcher Form?


    Ich empfehle hier den gleichen Umgang, wie beim Mosaik am Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal in Berlin. :tongue:

    ^Na, die Ausschreibung liest sich doch ganz gut.

    Ja, das finde ich auch. Man darf sehr gespannt sein, was am Ende mit Mosaik und Bunker gemacht wird. Hoffentlich gibt es da freie Fahrt für den Wiederaufbau.

    Ich finde es auch immer total doof, daß Häuser abgerissen werden, obwohl gar keine Folgebebauung geplant ist.


    Ein sanierungsbedürftiges Haus macht doch noch immer einen besseren Eindruck, als eine Baulücke, die den Blick auf zwei Brandwände freigibt.


    Außerdem kann sich die Interessenlage im Laufe der Jahre ändern. Vielleicht findet sich noch ein Investor, der historische Häuser restaurieren möchte. Wenn man sie sofort beseitigt, ist diese Option natürlich nicht mehr gegeben.

    Jetzt werde ich sicherlich verbal Gesteinigt, (...)

    Ich nehme zwei Steine mit Spitzen und einen großen flachen. Dazu noch ein Paket Kies. :tongue:


    Im Ernst. In Hamburg soll bitte nicht schon wieder ein Zwitter gebaut werden, wie das Berliner Schloss. Oder wie die moderne Form der Paulinerkirche in Leipzig. Eine möglichst genaue Rekonstruktion ist schon wünschenswert.


    Bei einem so großen Bau, werden die Architekten schon Ideen finden, um auch den Innenraum brauchbar zu planen.

    Die zweite Bürgermeisterin der Stadt Hamburg, Katharina Fegebank, hat sich nun zu Wort gemeldet.

    (...) Ein Baustopp, wie von israelischen Intellektuellen gefordert, kommt für Fegebank nicht infrage. "Die Entscheidung für den Wiederaufbau steht: Es gibt einen einstimmigen Beschluss der Bürgerschaft und große Unterstützung im Senat. Es geht nicht mehr um das Ob, nur noch um das Wie." (...)

    Baustopp? Wird denn schon gebaut? - Entschuldigung, aber diese Leute aus Israel sollen sich einfach um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern.


    Es geht also nur noch um das wie. Da will ich doch wohl hoffen, daß es eine äußerlich möglichst enge Anlehnung an das Original gibt.

    Die Erkenntnisse in diesem Strang, sind einfach unendlich frustrierend.


    Und dann scheißt man sich in Nürnberg an, wenn da nur eine einzige Fassade rekonstruiert werden soll.


    Die Stadt ist so reich an Plätzen. Sie sind ja auch alle noch vorhanden. Doch diese Gemütlichkeit, wie sie auf den alten Ansichten spürbar ist, gibt es heute auch nicht mehr. Das liegt nicht allein an der Architektur. Die Plätze sind zu reinen Verkehrsflächen verkommen. Überall fahren oder parken Autos. Obwohl es in der Innenstadt genug hässliche Parkhäuser gibt.


    Meiner Meinung nach, sollten die Fußgängerbereiche an den Stadtplätzen noch deutlich ausgeweitet werden.

    Ja wenn es dann ein begehbarer Park mit Wegen und Sitzbänken wäre. Schöne Idee sogar. Es klingt aber so, als sollte die Fläche völlig unberührt bleiben.


    Na, egal. Es gibt wahrlich größer Probleme in Berlin.

    Der NABU nervt langsam. Die versuchen ja auch schon seit einem Jahr den Bau der Autofabrik von Tesla in Brandenburg mit ihren Klagen zu unterbinden.


    Soll diese innerstädtische Fläche jetzt für alle Ewigkeit unbebaut bleiben, weil sich da ein paar Tierchen angesiedelt haben?

    Der Bund lehnt den Einbau von Schlüters Gigantentreppe ab. Begründung wird nicht genannt.

    Dafür kann es auch keine gescheite Begründung geben, wenn diese Treppe doch aus Spenden finanziert wird. Da ist das letzte Wort hoffentlich noch nicht gesprochen.

    (...) Die Finanzierung in Höhe von 22 Millionen Euro ist weitgehend gesichert, wir haben bereits mehrere verbindliche Zusagen von bereits 14 Millionen Euro, die wir abrufen können, wenn es eine Zusage für den Wiedereinbau gibt. (...)

    Ist es diese Zusage, die nun vom Bund verweigert wird?

    (...) Sie hat einen der wenigen Lehrstühle für Denkmalpflege in Deutschland inne. Einer ihrer Forschungsschwerpunkt: die Zerstörungen des 2. Weltkrieges und der folgende Wiederaufbau. Sie kennt sich also in der Materie besser aus, als wir alle zusammen. (...)

    Deshalb finde ich es aber besonders erschreckend, daß Frau Enss den herben Verlust von gebauter Geschichte scheinbar nicht so schlimm findet, und sich an der austauschbaren Nachkriegsarchitektur erfreut. Gerade jemand mit diesem Fachgebiet, sollte doch erkennen, was im Wiederaufbau so alles falsch gemacht wurde.


    Es gibt eine Menge Leute, die sich von Titeln wie "Wissenschaftler", "Experte" oder "Doktor" beeinflussen lassen und glauben, daß diese Leute es unbedingt besser wüssten. Nach dem Motto, - "Das sind schließlich Experten, die werden schon Recht haben". Deshalb muss solchen Aussagen, wie jener von Frau Dr. Carmen Enss, auf jeden Fall widersprochen werden.


    Leider bewegen wir uns immer weiter vom Thema Pellerhaus weg. Aber ich frage mich die ganze Zeit, welches Bauwerk sie wohl mit folgender Behauptung meinen könnte.

    (...) Der Trend dreht sich, auch in Nordrhein-Westfalen. Die Leute sind jetzt stolz auf Architektur, die andernorts abgerissen wird. Eben wie das Technische Rathaus in Frankfurt.

    Leuten mit dieser Sichtweise ist es zu verdanken, daß Bausünden wie das Woolworth-Gebäude in Fürth unter Denkmalschutz stehen.

    Das sind ja offenkundig Gedankenspiele und Träumereien. Niemand denkt tatsächlich daran, dem Eigentümer das Haus zu entreißen und die Mieter auf die Straße zu setzen.


    Da es aber beim Pellerhaus nicht weitergeht, lenken wir uns mit Ideen für das Toplerhaus ab. :wink:

    Wo wir gerade bei Augsburg sind,...


    Das "Haus der Kirche", oder "Ulrichseck" ist mittlerweile fertiggestellt. In folgendem Link befinden sich Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln.


    https://www.aichner-kazzer.de/…he-ulrichsplatz-augsburg/


    Ich denke, es würde besser aussehen, wenn man die zwei Gebäude des Ulrichsecks in verschiedenen Farben gestaltet hätte. So ist es, mit dem Nachbarn, sehr viel Grau an einem Fleck.


    Dann sollte es doch an der Ecke Karolinenstraße/Schmiedberg eine große Umbaumaßnahme geben. Dazu diese Visualisierung:


    https://gezavarga.de/wp-conten…GezaVarga-Karo_Druckl.jpg


    Kommt hier jemand öfter mal nach Augsburg und kann über das Projekt berichten? Wie weit ist man da gekommen?


    An der Adresse Steingasse Nr. 8 wurde ja vor einigen Jahren ein Nachkriegsbau ersetzt. Das Ergebnis hatten wir, glaube ich, noch nicht:


    https://www.augsburger-allgeme…/Copy-20of-20-WYS2311.jpg


    https://img.rentberry.com/e8kF…ea-832a-b650bd58d2a7.jpeg


    Außerdem hat die Drogerie Müller auf der Karolinenstraße ihren Laden dicht gemacht. Das wäre doch eine super Gelegenheit für einen rekonstruierenden Neubau. :wink:


    Die Sanierung des Gignoux-Hauses macht auch merklich Fortschritte und die Fassade ist Ende 2020 enthüllt worden.


    https://www.augsburger-allgeme…-cv16_9-w940/Komoedie.jpg

    Im Nachbarstrang über das Toplerhaus, bin ich von Riegel auf das Haus "Böhm's Herrenkeller", auf der Theatergasse Nr. 19 aufmerksam gemacht worden.


    Der Rest des Hauses präsentiert sich aktuell so:


    https://arch.pictures/photos/i…5-19_15.09.2009_3151x.jpg  :schockiert:


    Darin befindet sich aber scheinbar eine ganz gemütliche Gaststätte. Wie man in der Galerie des Restaurantbetreibers sehen kann:


    https://herrenkeller.de/galerie/


    Da frage ich mich doch ernsthaft, wieso dieses Haus nicht schon längst auf die ursprüngliche Höhe aufgestockt wurde. Der Besitzer könnte den Raum vermieten oder ein kleines Hotel eröffnen. Aber so, wie es sich darstellt, ist das doch verschwendeter Raum.


    Bei Gelegenheit werde ich mal eine E-Mail an den Restaurantbetreiber absondern. Vielleicht ist er auch Besitzer, oder kennt die Kontaktdaten des selbigen. Die Erklärung für die Beibehaltung dieser Minderbebauung würde mich interessieren.

    Durch Zufall habe ich gerade eine erfreuliche kleine Rekonstruktionsmaßnahme in Aschaffenburg entdeckt.


    Auf dem Haus Gärtnerstraße 5, wird ein neuer Ziergiebel aufgesetzt. Hergestellt vom Bildhauer Helmut Hirte. Einen Zeitungsbericht dazu habe ich nur mit Bezahlschranke gefunden. Jedoch gibt es zwei Bilder.


    Hier ist das Haus:


    https://static2.main-echo-cdn.…nal2560_1wddF9_DDjvjL.jpg


    Und hier ein Bild des neuen Bauteils für den Giebel:


    https://www.main-echo.de/stora…il-bild_1wddFg_UFsvWE.jpg