Posts by Neußer

    Rekonstruktion Pettenkofer-Brunnen?

    Wie hier vor einigen Tagen wieder berichtet wurde, wird die Alte Akademie von der österreichischen Firma Signa saniert.


    Bis 1944 gab es an einer Fassade des Gebäudes den so genannten Pettenkofer-Brunnen. Benannt nach dem Hygieniker Max von Pettenkofer. Auf diesem Bild ist der Brunnen zu erkennen:


    https://www.hallo-muenchen.de/…tatue-am-2o4AkzqNdba7.jpg


    Ein ehemaliger Mitarbeiter der Münchner Stadtentwässerung setzt sich für die Rekonstruktion des Trinkwasserbrunnens an der Alten Akademie ein. Die Kosten für die Wiederherstellung sollen zirka 30.000 Euro betragen.


    Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel möchte diese Idee unterstützen. Auch die Signa Holding ist dem Vorhaben nicht abgeneigt und würde die Kosten möglicherweise sogar übernehmen.

    (...) „Der Brunnen soll da wieder hin – wenn auch nur als Rekonstruktion“, erklärt BA-Chefin Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne) gegenüber Hallo. Bei Signa soll deshalb angefragt werden, ob eine Gestaltung, aber auch die Übernahme der Kosten möglich ist.

    Und das scheint gar nicht unrealistisch zu sein: Auf Nachfrage erfuhr Hallo, dass Signa einem Wiederaufbau sehr offen gegenüberstehe. „Auch eine finanzielle Beteiligung oder Kostenübernahme können wir uns grundsätzlich vorstellen“, so ein Sprecher. (...)

    Wenn das klappt, wäre das doch eine kleine aber feine Aufwertung der Alten Akademie. cclap:)

    Kurz zur Info. - Herr Dr. Schröder hat mir blitzschnell geantwortet.


    Das Barockflügel-Portal ist so konzipiert, daß es bei einer späteren Reko des Alten Rathauses nicht wieder abgebaut werden muss. Im Verein wurde bereits über die Verschiebung des Standortes diskutiert. Man hat sich jedoch dagegen entschieden.


    Also hilft nur weiter kräftig Spenden zu sammeln.

    (...) Wenn das Rathaus wiederaufgebaut wird, muß man doch auch das Portal ohnehin nochmal ab- und neu einbauen ... (...)

    Ist das so? Ich bin bisher davon ausgegangen, daß man das Gebäude später um das stehende Portal herum aufbaut. Ähnlich wie beim Potsdamer Fortunaportal. Gut, die zwei Tore lassen sich nicht wirklich vergleichen.


    Doch sollte das Barockflügel-Portal in Halle ohnehin wieder entfernt werden müssen, wäre ein temporäres Versetzen um wenige Meter tatsächlich eine Überlegung wert.


    Ich habe Herrn Dr. Schröder, vom Rathaus-Verein in Halle, eben einmal angeschrieben und ihm von der Idee berichtet. Vielleicht lassen sich diese enormen Kosten ja tatsächlich auf die spätere Reko verschieben.

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    Ja, laut dem oben verlinkten Artikel aus der MZ, ist das der originale Standort.


    Ob sich der Verein "verarschen" lässt, kann ich nicht beurteilen. Doch ich halte die Summe von über 80.000 Euro, nur für die Errichtung einen Tores, auch für ziemlich überzogen.


    Deshalb wäre es ja sehr wünschenswert, wenn die verschiedenen Vereine sich gegenseitig helfen, beraten und unterstützen könnten.


    Allerdings muss diese Unterstützung auch von den jeweiligen Vereinen gewünscht und angenommen werden.

    EUR 230.000 sind die geschätzten Gesamtkosten für die Verlegung der Leitung und den Aufbau des Barock-Portals. Die Arbeiten an der unterirdischen Leitung kosten "nur" EUR 150.000.


    Doch wenn ich bedenke, daß für die Machbarkeitsstudie der Hamburger Bornplatzsynagoge EUR 600.000 locker gemacht wurden, sind die 150.000 Euros ein echtes Schnäppchen.

    (...) Dafür kriegt man ja schon ein Fertighaus. :D

    Vielleicht kann man ja in Halle ein Fertighaus bauen und die Fassaden des Alten Rathauses vorblenden. Das wäre viel günstiger. :wink:

    ...soll das Portal an dem originalen Standort wiederaufstellt werden? (...)

    Jawohl. Daher ja das Problem mit den unterirdischen Leitungen. Sonst könnte man das gesamte Gebäude ja um zwei Meter verschieben und diese Kosten einsparen.


    Ganz aktuell erschien ein Bericht in der Mitteldeutschen Zeitung. - Die rechte Portalsäule wurde aus Dresden angeliefert und hat, zu einem Phototermin, kurz auf dem Marktplatz angehalten.

    (...) Kein Zufall beim kurzen Zwischenstopp des schwergewichtigen Transports war es übrigens, wo der Lkw gehalten hatte: „Genau hier, eingangs der Leipziger Straße, war der Originalstandort des Portals, und hier soll es auch wieder hin“, so Schröder. Der Standort folge denkmalpflegerischen Erwägungen, daher komme ein anderer Standort nicht in Frage (...)


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    Danke. Das rechte Bild lässt keinen Zweifel, daß da vorher nur ein Farbanstrich auf den Ziegeln war. Mit diesen Photos sollte man vor Gericht in jedem Fall Recht bekommen.

    (...) Hoffenttlich bekommt dann der Südturm seinen alten Turmhelm wieder. (...)

    Das wäre super. Daran mag ich aber leider nicht so recht glauben. Ich hoffe jedoch, daß die abgenommenen Kreuze wieder angebracht werden. - Die Kirche würde mit rekonstruiertem kleinem Turmhelm übrigens wieder so aussehen:


    http://www.bz-mg.de/wp-content/uploads/Rheydt-Markt.jpg


    Die Hauptkirche finde ich aber sehr schön. Sie bildet, zusammen mit dem Rathaus, eine tolle Kulisse für den Marktplatz.


    http://foto-ms.de/luftbilder_m…e/Rheydter_Markt_7078.jpg


    http://foto-ms.de/luftbilder_m…e/Rheydter_Markt_5273.jpg


    Über eine gewissenhafte Sanierung des Bauwerks, würde ich mich auf jeden Fall freuen.

    Der Platz ist ja auch heute noch sehr schön. Wenn es da tatsächlich eine äußerliche Rekonstruktion des Alten Kaufhauses gäbe, würde das die Aufenthaltsqualiät noch deutlich erhöhen.


    Also bitte Mannheim. Nutze diese Chance!

    Erst einmal herzlich willkommen im Forum KielerJung !


    Aus Kiel hört man hier ja leider nicht so viel. Aber möglicherweise ändert sich das jetzt. :wink:


    Deine Schilderungen über den Denkmalschutz sind ja unfassbar. Als würde es den Leuten Spaß bereiten, den Bauherren Steine in den Weg zu legen. Und dann auch noch so unbegründet.


    Was würde denn passieren, wenn man die unfertigen Häuser einfach vervollständigt? Es wurden ja schließlich schon denkmalgeschützte Häuser illegal abgerissen, ohne, daß die Eigentümer dafür hart bestraft wurden. Zumindest habe ich davon nichts gehört.


    (...) ...Anfrage bei der Denkmalbehörde im Jahr vor den Arbeiten ergab, dass kein Denkmalschutz besteht und man "daher nicht helfen könne". Mitten in den Arbeiten - Monate nach Gerüststellung - wurde das Objekt dann unter Denkmalschutz gestellt. (...)

    Da sehe ich das Recht aber klar auf Deiner Seite. Wenn zu Beginn der Arbeiten noch kein Denkmalschutz bestand, und die Bauteile schon hergestellt wurden, muss die Arbeit auch beendet werden dürfen. Was soll sonst mit dem Außenstuck passieren? Da wurde schließlich Geld investiert. Da wäre ich am Ausgang der Geschichte interessiert.


    Was sagt der Denkmalschutz eigentlich zu der weißen Fassade, wahrscheinlich Wärmedämmung, in der Harriesstraße? Diese helle Fassade stört das einheitliche Bild der Häuser doch ganz erheblich. Da hätte man mal besser reagieren sollen.


    http://abload.de/img/_dsc3314_10243gun5.jpg


    Auf der Harriesstraße 4 befindet sich noch eine Baulücke/Minderbebauung. Da wäre eine Aufstockung sehr wünschenswert.


    https://media-cdn.tripadvisor.…/f2/e1/peanuts-hostel.jpg

    Gestern lief bei n-tv diese Dokumentation über den Kölner Dom:


    https://www.tvnow.de/shows/gig…1-der-koelner-dom-3936676


    Das ist ja wirklich ein ganz tolles Bauwerk, das um jeden Preis erhalten werden sollte. Leider fängt die Bausubstanz, nach all den Jahren, natürlich an zu bröckeln und bedarf einer ständigen Kontrolle und Reparatur. Daß dieses beeindruckende Bauwerk überhaupt noch steht, ist schon ein kleines Wunder.

    (...) Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Kölner Dom durch 14 schwere Spreng- und über 70 Brandbombentreffer sowie durch Beschuss und auffliegendes Material schwere Schäden: die meisten Gewölbe der Mittelschiffe von Lang- und Querhaus waren eingestürzt, die Orgel und ein Großteil der Fenster des 19. Jahrhunderts zerstört, und am gesamten Bau zeigten sich unzählige größere und kleinere Absprengungen. Bedrohlich für den Dom war insbesondere ein Bombentreffer an einem der Turmpfeiler, der noch während des Krieges provisorisch mit Ziegelsteinen repariert wurde. (...)

    Zur Instandhaltung findet sich folgende Information.

    (...) Der Kölner Dom kostet im Jahr 12 Millionen Euro, das sind rund 33.000 Euro am Tag.

    Diese Summe setzt sich zusammen aus den Kosten für den laufenden Unterhalt des Domes, also Personal- und Nebenkosten (keine Priestergehälter!) und den Kosten für Bau- und Restaurierungsmaßnahmen. (...)

    Die wichtigen Gelder, die normalerweise durch Domführungen und Turmbesteigungen eingenommen werden, sind durch den langen Lockdown jetzt auch weggefallen.


    Ich bin ja immer ein Freund des Spendens. Denn ohne Spende, läuft bei Instandhaltung und Rekonstruktion nicht viel. Falls hier jemand einen Euro übrig hat, wird sich der Dom bestimmt darüber freuen.

    34285-fassade-mit-alter-akademie-2-autoscaled-jpg

    Viel störender als die weiße und grüne Farbe, finde ich diese peinlichen 70er-Jahre Lampen. Wann kommen die denn endlich mal zum Altglas? Sie sind weder modern, noch passen sie zu den historischen Fassaden.


    Oder stehen die Dinger, als Erinnerung an Olympia 1972, etwa bereits unter Denkmalschutz? =O

    Das Balgequartier ist ja mehr als die Fassade des Essighauses. Wieso sollte die gesamte Planung jetzt abgeblasen werden? Etwa wegen der Covid-19? Dieses Virus dürfte bis Jahresende seinen Schrecken weitgehend verloren haben und das Leben in den Städten wieder einziehen.


    Außerdem wird auch in Zeiten des Lockdown kräftig Kaffee konsumiert. Die Firma Jacobs steht sicher nicht kurz vor der Insolvenz. Im Juli 2020, noch nicht so sehr lange her, erschien ein Artikel im Weser Kurier. Daraus folgendes Zitat.

    (...) 100 Millionen für das Balge-Quartier

    Christian Jacobs wird in den nächsten Jahren in weitere Gebäude investieren. Das Gesamtvolumen liegt nach seinen Angaben bei rund 100 Millionen Euro. Entwickelt werden in dieser Reihenfolge die historische Stadtwaage gleich hinter dem Johann-Jacobs-Haus, in die unter anderem ein Restaurant einzieht. Das Essighaus direkt daneben, das mit Ausnahme der Fassade abgerissen wird, um einem Neubau zu weichen. Und das Kontorhaus am Markt 100 Meter weiter die Langenstraße hinunter. Jacobs bezeichnet seinen Plan als „Handlauf zur Weser“. Er hat auch einen Namen für die Gegend, in der er sich engagiert: Balge-Quartier. (...)

    So lange es nicht offiziell für tot erklärt wird, glaube, oder hoffe ich noch auf die Umsetzung der Planungen.

    Ein aktueller Bericht in der Frankfurter Neuen Presse. - Und da wundert man sich noch über Politikverdrossenheit.

    (...) Denn schon am 3. Dezember 2020 habe man nach der Akte gefragt. Es dränge sich der Verdacht auf, dass sie in einer Schublade liege, um Zeit zu gewinnen. Ein Hinauszögern sei der Stadt bereits gelungen, denn der anfangs erhoffte gemeinsame Bürgerentscheid mit der Kommunalwahl am 14. März sei nicht mehr realisierbar. (...)

    Mann und seine Juristen vermuten überdies, dass das Bürgerbegehren über die Kostenbegründung "ausgehebelt werden soll". Dies sei bei hessischen Kommunen ein beliebtes Instrument, um Bürgerentscheide zu verhindern. (...)