Posts by Neußer

    Daran sieht man, daß es den Leuten in der Zeit des Wirtschaftswunders, und danach, einfach zu gut ging. Sonst wäre man sicher nicht auf die Idee gekommen, ein bereits instandgesetztes Gebäude nochmal umzubauen.

    (...) Der Hauptbahnhof Mönchengladbach mit seiner Empfangshalle, den Grundstrukturen, dem Bahnhofstunnel mit den erhaltenen originalen Wandfliesen, die Treppenaufgänge mit den Geländern und die tragenden Teile der Bahnsteighalle sind bedeutend für die Geschichte der Stadt Mönchengladbach. Er ist daher unter Nr. E 029 am 6. Februar 1991 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen worden. (...)

    Mit der tollen Leistung des Wiederaufbaus, lässt sich der Denkmalschutz jedenfalls nicht begründen. Denn der Wiederaufbau erfolgte ja zunächst mit dem Erhalt der zwei Giebel. Die Verstümmelung wurde erst später durchgeführt.

    Ja krass. Was habe ich mich darüber schon gewundert/geärgert. Völlig ohne Not wurde das intakte Bauwerk verschandelt. Seltsam nur, daß man das große Fenster nicht auch noch eckig gemacht hat.


    Aber mein Auto ist mir auch irgendwie zu "geleckt". Da werde ich mir morgen mal ein paar Kratzer und Beulen reinfahren. :gehtsnoch:

    Die Ausmaße finde ich gar nicht so gewaltig. Zumindest sind die Fassaden nicht monoton, wie vom Bezirk behauptet. Auf der einen Seite sind Erker, auf der anderen Seite Balkone. Auch durch unterschiedliche Farbtöne wurde hier aufgelockert.


    Da habe ich eher den Eindruck, daß wieder mit zweierlei Maß gemessen wird und die Baugenehmigungen nicht neutral, anhand festgelegter Kriterien vergeben werden.


    Bei einer kurzen Suche im Netz, stieß ich sofort auf das Bauprojekt Sachsendamm 67-70. Na, wenn das nicht viel monotoner ist,...


    https://www.gewobag.de/bauen-i…ojekte/sachsendamm-67-70/

    Danke. An die kostensparende Sanierung hatte ich auch schon gedacht. Wenn man statt der aufwändigen Haube nur noch eine platte Dachfläche hat, muss man sich natürlich zukunftig nicht mehr um die Reparatur/Standfestigkeit der Hauben und Kuppeln kümmern.


    Die heutige Abwesenheit ist also eine Mischung aus Kriegsverlust und vereinfachter Renovierung.

    Das Herzstück des Stadtteils. Die Kirche St Josef. Leider wurde sie nach dem Krieg notdürftig wieder aufgebaut und der Turmhelm wurde erheblich verkürzt. (...)

    Erinnert mich an die Neusser Marienkirche. - Heute:


    https://upload.wikimedia.org/w…/St._Marien_Neuss_334.JPG


    Früher:


    https://static3.akpool.de/images/cards/1021/10211580.jpg


    Rekonstruktionen dieser Turmhelme werden wahrscheinlich für alle Zeit ein Wunschtraum bleiben. Städte und Kirchen werden dafür kein Geld ausgeben. Höchstens ein edler Spender. Doch mittlerweile ist dieser verstümmelte Zustand ja sogar geschützt. Als Wiederaufbauleistung oder Mahnmal. Das musste ich leider erfahren, als ich bei der Duisburger Salvatorkirche nach einem eventuellen Wiederaufbau der Turmspitze fragte, als der Turm gerade saniert wurde.


    Was auch auffällt, ist die große Anzahl der fehlenden Hauben, Spitzen und Küppelchen auf Gründerzeithäusern (in ganz Deutschland). Die können doch nicht allesamt im Krieg verloren gegangen sein. Zumal die Häuser darunter oft völlig unversehrt erscheinen. Hat jemand dafür eine Erklärung?

    Heimdall, - natürlich gibt es auch Projekte, bei denen die Altbausubstanz integriert wird. Das Ergebnis ist dann auch oft wirklich ansehnlich.


    Aber viel zu oft wird einfach alles plattgemacht und die gesamte Fläche bis zum letzten Zentimeter bebaut.


    Andreas hat es schon richtig gesagt. Das Haus ist ein Traum. An beiden Seiten ein Erker, in der Mitte eine Terrasse/Balkon und ein riesiges Dachgeschoss. In diesem Haus kann man super schöne und gemütliche Wohnungen einrichten. Die Außenseite sieht auf dem Bild auch nicht übel aus. Einige Fenster könnte man austauschen und der Fassade frische Farbe gönnen. Dann ist dieses Gebäude ein Schmuckstück (ist es eigentlich jetzt schon).


    Der Heimatbund sollte sich tatsächlich schämen. Anstatt ein Stück Heimat zu erhalten, wird das Grundstück samt Haus aufgegeben. Man hätte sicher an jemanden verkaufen können, der das Haus weiter nutzt.

    Ich kann sowas einfach nicht verstehen. Das Haus wird für Neubauten abgerissen. - Der ehemalige Garten bietet doch genug Platz für Neubauten. Da hätte man das schöne alte Haus doch als Glanzpunkt dieses Areals erhalten können. Das kann man doch sanieren und ebenfalls vermieten. Aber so weit reicht die Vorstellungskraft der Bauherren scheinbar nicht. Es muss immer alles abgerissen werden. Niemals wird darüber nachgedacht, wie man Altes mit einbeziehen kann.

    Bei dieser ganzen Geschichte platzt mir langsam wirklich der Kragen. Die Stadtpolitiker sind keine Reko-Freunde. Das ist ja schon beim DomRömer deutlich geworden. Weil sie aber in der "Neuen Altstadt" den Kürzeren gezogen haben, versuchen sie hier, beim Schauspielhaus, offenbar jedes erdenkliche Mittel, um bloß nicht schon wieder gegen die Befürworter wiederaufgebauter Architektur zu "verlieren".


    Was die Bürger der Stadt dabei denken, ist ihnen, den "Volksvertretern" (ich liebe diesen Begriff, weil er so gar nichts mit der Realität zu tun hat), aber vollkommen wurst. Tausende gesammelte Unterschriften zählen für sie nicht. Denn diese könnten ja den persönlich favorisierten modernen Neubau unterbinden. Das will man ja nicht. Schließlich ist man in die Politik gegangen, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Das wäre ja auch noch schöner, wenn die blöden Bürger bestimmen, was mit der Stadt passiert. - Es wird ja unterstellt, daß die Bevölkerung zu dumm ist um zu erkennen, für welches Gebäude sie unterschrieben haben. Das ist ganz schön überheblich. Nun muss halt eine unglücklich formulierte Überschrift dafür herhalten, daß der Bürgerentscheid nicht durchgeführt wird. Puh, Glück gehabt. Am Ende hätten sich die Bürger vielleicht tatsächlich noch für die Verschönerung der Stadt eingesetzt.


    Ein Shitstorm wäre bei so dreist verhinderter direkter Demokratie aber das Mindeste. Besser wäre es, die Entscheider direkt aus ihrem Amt zu entfernen.


    Wenn der Neubau am Ende wieder teurer und teurer und teurer wird, ist das Geheule groß und niemand will dafür verantwortlich sein. So, wie es immer läuft. Hauptsache die Stadt kann mit einem tollen modernen Bau prahlen.

    Man sollte das Haus in einer Nacht-und-Nebel-Aktion weiß streichen und Fachwerkimitationen aufpinseln. Dann wäre es vielleicht noch erträglich.

    Hamburg könnte das Stadtbild noch deutlich aufwerten, indem man verstümmelte Altbauten wieder vervollständigen würde (so wie in allen anderen deutschen Städten).


    Damit kann man noch viel an Schönheit rausholen. Das gilt auch ganz besonders für Frankfurt am Main. Da stehen recht viele alte Bauten, die man mit Flachdach erschlagen hat.


    Es mag jetzt absurd erscheinen, aber ich mache mir echt Sorgen um die Zukunft der Hansestadt Hamburg. Das betrifft den Klimawandel. Wenn die Meeresspiegel steigen, wird Hamburg sicher in Teilen überschwämmt. Ich hoffe nur, daß die Stadt diese Gefahr im Blick hat und ihren Reichtum nutzt, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

    Der jetzige Zustand stellt ja kein Notdach dar. Man hat sich eher beim Wiederaufbau (war das Tor überhaupt beschädigt?) an der Form vor dem hohen Treppengiebel orientiert. Vielleicht haben da auch Kostengründe eine Rolle gespielt.


    https://2020.freiburg.de/pb/si…iv-Freiburg-M75-13_Nr.jpg


    Aber wenn ich mir jetzt verschiedene Bilder des hohen Turmes ansehe, gefällt er mir eigentlich auch recht gut. Er war halt viel schmuckvoller und majestätischer.


    https://i.pinimg.com/originals…2785ccae5b9124ab29903.jpg

    Bürgermeister Tschentscher bekommt Brief aus Israel

    Die Gegner des Neubaus in Anlehnung an die damalige Bornplatzsynagoge, haben nun einen Brief an den Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher verfasst. Genannt sind scheinbar wieder die bekannten schwachen Argumente. - Das Mosaik.

    (...) Zahlreiche Mosaiksteinchen zeigen auf dem leeren Platz den Grundriss der alten Synagoge. Eine große, freie Fläche wie diese ist in Hamburg eine Seltenheit: "Wo gibt es in der Stadt noch nicht bebaute Plätze, freie Plätze. Und genau dieses 'darüber stolpern', über diesen freien Platz, das kann im besten Fall dazu führen, dass wir uns fragen: Was ist hier eigentlich gewesen?", sagt die Hamburger Historikern Miriam Rürup gegenüber RTL. (...)

    Eben. Im besten Fall. Und der dürfte so gut wie nie eintreten. Im Bericht von RTL befindet sich auch folgendes Bild von der "Gedenkstätte"


    https://ais-akamai.rtl.de/mast…ddvlbhxlanbtamha7hdmu.jpg


    Jetzt mal im Ernst. Wer, der sich nicht vorher informiert hat, soll das Mosaik und dessen Sinn erkennen? Das ist völlig lachhaft.


    Wir sollten Herrn Dr. Tschentscher eine Welle von E-Mails zukommen lassen, die unsere Unterstützung für den Wiederaufbau erkennen lässt. Damit die Quantität der negativen Kritik nicht überwiegt.


    Die E-Mail Adresse des Bürgermeisters: peter.tschentscher@sk.hamburg.de


    Weitere Kontaktmöglichkeit:


    https://peter-tschentscher.de/kontakt/

    Die Ist-Situation kann man bei Google Maps ganz gut sehen.


    https://goo.gl/maps/J4rpEkj6gwgoUYNg7


    So sehen Park und Geroweiher aus:


    https://mg-heute.de/wp-content…-januar2014-10-von-16.jpg


    Und das ist der Parkplatz:


    https://www.radio901.de/extern…80x800&dt=201906241451230


    Das von Vitusstädter gezeigte Bild, stellt die Planung dar.


    Mein Urteil fällt da aber nicht so hart aus. Die Bilder von der Planung gefallen mir, im Großen und Ganzen, eigentlich ganz gut. Der Weiher wird zwar schmaler, dafür aber in die Länge gezogen, bis auf die Höhe des Münsters. Um diese Wasserfläche zu bauen, müssen die dort stehenden Bäume weichen. Die werden aber an anderer Stelle nachgepflanzt.


    Der beste Punkt ist aber sicher die Verkleinerung des Parkplatzes. Das wird die gesamte Erscheinung in dem Bereich deutlich verschönern.

    Alleine schon der Turm mit Fachwerkanteil, macht das Haus, in meinen Augen, bereits erhaltenswert. Jedenfalls erzeugt der Anblick eines solchen Hauses bei mir viel eher ein Wohlbefinden, als das, was nun höchst wahrscheinlich nachfolgt. Natürlich könnte es auch eine Überraschung geben und zwei ganz tolle neue Häuser gebaut werden. Doch die Erfahrung hat uns gelehrt, daß 90% der Neubauten keinen gestalterischen Anspruch haben.

    Nun, auf der Seite Mercatorviertel.de, befinden sich schon einige Infos.


    Das Baufeld 5 ist bereits an die Firma Blankbau verkauft. Die wollen da ein Hotel, Läden und Außengastronomie realisieren.

    Das Hotel soll folgendermaßen aussehen (links sieht man noch blass das Mercatorhaus, das rekonstruiert werden soll):


    https://blankbau.de/wp-content…rquartier-PI-1400x788.jpg


    Über das Baufeld 3 verhandelt die Stadt aktuell mit einem Investor. Für die übrigen Baufelder, 1, 2 und 4, gibt es derzeit keinen Interessenten.


    Hier sieht man übrigens die verschiedenen Baufelder, mit Nummerierung:


    https://www.gebag.de/fileadmin…der_Mercator_20210201.jpg


    Seit dem 04. Januar 2021 sind Archäologen am Baufeld 5, wo das Hotel entstehen soll, bei der Arbeit.


    In einem Artikel der RP Online ist zudem zu erfahren, daß Mitte 2021 das Mercatorviertel erschlossen werden soll. Damit sind wahrscheinlich Straßen und Versorgungsleitungen gemeint. Mehr kann man von der RP ohne Abonnement allerdings nicht lesen.


    (...) Duisburg. Mitte 2021 soll die Erschließung des Mercatorviertels in der Innenstadt in Angriff genommen werden. (...)

    Von meiner Arbeitsstelle in Meerbusch, sind es nur 25 Kilometer bis zum Duisburger Burgplatz. Wenn die Bauarbeiten mal richtig beginnen, werde ich regelmäßig Photos vom Fortschritt machen.

    Wenn sie halt wenigsten den Turm erhalten hätten. (...)

    (...) Sie selbst sind hingegen nicht zur Schaffung von Schönheit in der Lage. (...)

    Danke, VonSalza. Den Gedanken hatte ich auch sofort. Der Turm sieht auf dem Abrissphoto noch gut in Schuss aus.


    Aber wie Heimdall bereits andeutete, können wir uns sicher wieder auf zwei weiße Schuhkartons "freuen". Da passt so ein kitschiger und rückwärtsgewandter Turm natürlich nicht ins Bild. Oder die Planer sind zu unfähig und phantasielos, diesen Turm angemessen in die Neubauten zu integrieren.

    (...) “Wir setzen uns gemeinsam mit der SPD-Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg dafür ein, sich einem solchen Umbau aufgrund der zu erwartenden positiven Wirkung auf den Betrieb des Karstadt selbst und der städtebaulichen Veränderung der umliegenden Kieze nicht vorschnell zu verschließen”, hieß es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion. (...)


    (...) „Überall in der Stadt suchen wir Flächen für die Erweiterung des Gebäudebestandes. Hier gibt es die Chance, auf einer bereits komplett versiegelten Fläche ein neues multifunktionales Gebäude mit großem Raumangebot zu bauen, unter Erhalt vorhandener Nutzungen. Mit der Wiederherstellung der historischen Dimension des Gebäudes sollten wir uns intensiv beschäftigen und sie nicht vorschnell ablehnen.“ (...)

    Hoffentlich fällt beim Karstadt bald mal eine Entscheidung, damit der Umbau endlich beginnen kann.