Posts by Frank-W

    Dass der Bereich am Burglehn bebaut werden soll, ist sicher eine sehr gute Idee (auch wenn das die Parkplatzsituation vielleicht nochmal verschärfen wird). Dort im Kern der Altstadt sollte allein aus städtebaulichen Gründen wieder etwas entstehen. - Aber die Visualisierung gefällt mir wirklich nicht.


    Positive Nachrichten habe ich aus Bautzen aber auch gehört. Das Eckhäus Mättigstraße, Weigangstraße - eines der letzten unsanierten Gründerzeithäuser in dieser Gegend soll denkmalgerecht saniert werden. Von außen sah es bisher ziemlich runtergekommen aus - aber ein Verwandter war zum Tag des offenen Denkmals im Gebäude und sagte es sah innen ziemlich gut erhalten aus.
    Auch das Villa Ecke Stieberstraße/Karl-Liebknecht Str. wird gerade saniert.
    Wenn jemand Informationen zu den beiden Projekten hat - immer her damit- ich habe dazu im Netz nichts gefunden.

    @'RobBerg
    Weißt Du zufällig auch was hier entsteht (Fleischergasse / Ecke Breitengasse):

    Vor circa zwei oder drei Jahren (oder ist es sogar noch länger her?) waren dort Autostellplätze in zwei Ebenen angedacht. Sieht so aus, als ob die nun kommen. Fand ich damals schon schade und aus Fußgängerperspektive deutlich schlechter als die Bestandsmauern, anderseits weiß ich aus eigenem Erleben wie knapp Stellplätze in der Altstadt sind - ich hoffe nur, die sind dann nicht nur für ein nahes Hotel, sondern tatsächlich auch für Anwohner.

    Nein, die Neue Straße ist nicht besonders herausragend, anders als eigentlich alle andere Straßen der hornburger Altstadt. Aber auch diese Straße ist völlig erhalten geblieben, und daher selbstverständlich auch völlig erhaltenswert! Da bin ich also ganz bei dir.

    "Herausragend" ist natürlich immer relativ. Wenn ich daran denke wie viele Menschen mir die Groof ans Herz gelegt haben, als ich in der (für mich) eher schrecklichen Stadt Köln 3 Monate leben musste, und diese wenigen "ganz tollen Fachwerkhäuser" als für Köln etwas besonderes herausgehoben haben, muss ich im Vergleich auch die Neue Straße als herausragend bezeichnen. Diese Straße ist meiner Meinung nach in jedem Fall erhaltenswerter als über 90% der Kölner Bausubstanz - auch in Zünsdorf. Gut - dafür hat die Groof die schöne Rheinlage und ist ein guter Ausgangspunkt zum radeln - also wirklich alles relativ. - Aber wir sind uns ja über die Erhaltenswürdigkeit einig - also zurück zum Thema.

    Nun die weniger herausragende Neue Straße:

    Mit solchen Aussagen muss man leider immer vorsichtig sein, sonst kommt noch jemand auf dumme Gedanken...
    Ich finde auch so eine Straße im deutschlandweitem Maßstab immer noch herausragend. Aber auch hier könnte man - wenn mal Geld übrig ist - den Straßenbelag verbessern.

    Vielen Dank für die neuen Bilder.
    Zum Pflegeheim auf dem Gelände der alten Tischlerei hat die SZ kürzlich einen kleinen Artikel geschrieben.
    http://www.sz-online.de/nachri…s-pflegeheim-3419550.html
    Vollkommen begeistert bin ich jetzt nicht - der neue Anbau ist schon sehr prägend und gerade in Leipzig werden solche Objekte oftmals noch viel "geiler" erhalten und hergerichtet - aber andererseits kann man schon sehr froh sein, dass die alte Villa nicht abgerissen wurde und bei der Sanierung laut Artikel wohl auf viele Details geachtet wird. Und Leipzig ist ja auch nicht überall - in vielen anderen Städten nicht nur der Provinz werden solche Gebäude einfach abgerissen. Ich persönlich bin dort im Spreetal sehr oft entlangspaziert und freue mich natürlich sehr über den Erhalt. Übrigens ist auch der Kupferhammer von Hentschke Bau vor nicht allzu langer Zeit saniert worden - ich glaube da gab es hier auch noch keine Fotos - auch nicht 100% perfekt, aber schon ziemlich gut. Hentschke Bau ist ja was Baumaßnahmen in Bautzen angeht wirklich das non plus Ultra und es ist schon sehr begrüßenswert, dass sie auch immer mehr im Bereich Substanzerhalt tätig werden. Deren Hauptaugenmerk sind aber schon noch Neubauten und sie kombinieren auch das alte nach meinem Geschmack immer ein bischen zu viel mit "Modernem" - insgesamt kann man aber Festhalten, dass die Firma und Ihre Geschäftsführung sich schon sehr stark an Ihrem Standort engagieren - was für Bautzen gut und wichtig ist.


    Das Erweiterungsgebäude der BSZ ist leider doch noch hässlicher geworden als ich es mir nach den Visualisierungen vorgestellt hatte. Jetzt steht mitten im Stadtgebiet, was bisher durch 3 große gründerzeitliche Schulkomplexe geprägt war dieses 08/15-Ding. Zum Glück wie erwähnt etwas zurückgesetzt und den Stadtraum nicht zu stark prägend und hoffentlich standortfunktional sinnvoll. Trotzdem - gelungen ist etwas anderes.


    Der Reichenturm soll übrigens seine Originalfarbe zurückerhalten - ich glaube gelesen zu haben, dass das Grau war. Der weiße Anstrich war wohl ahistorisch und eine Auffrischung war meines Erachtens auch noch nicht notwendig. Bin gespannt auf das Ergebnis.

    Gibt es wirklich gar keinen Zugang zum Park Gaußig mehr? Als ich vor 5 oder 6 Jahren zuletzt dort war, war nur das Schloss selbst und ein unmittelbar angrenzender kleiner Teil des Parkes abgesperrt (?). (Oder ist das schon wieder länger her? Saniert war das Schloss jedenfalls schon). Der Park Gaußig war "früher" ein beliebtes Kurzausflugsziel der Bautzener - besonders für Spaziergänge zur Rhododendronblüte mit Oma und Opa.
    Am schönsten und für den Wohnwert eines solch kleinen Ortes am Idealisten ist es natürlich, wenn solch gelungene, aufwändige Sanierungen trotzdem eine öffentliche Nutzung zumindest der Parkanlagen (Joggen etc) konzeptuell beinhalten. Aber man kann eben nicht immer alles haben.

    Mir gefällt (wie bisher immer) ausgesprochen gut, was an der Töpferstraße 34 getan wurde - eines meiner absoluten Lieblingsobjekte überhaupt.


    Was das Fachwerkhaus am Vorwerk angeht, hoffe ich weiterhin inständig, dass es doch noch gerettet wird. Wäre echt eine große Schande wenn nicht.


    Bei Taschenberg 7 finde ich komischerweise das Ergebnis der Sanierung etwas langweilig. Ich habe dieses Haus immer gemocht und mag es noch, aber jetzt ist es mir irgendwie zu geleckt - vielleicht liegt das aber auch am direkten Vergleich zur Töpferstraße 34, die bis jetzt voll meinen Geschmack trifft.

    Warum? Bautzen ist einmalig und zählt daher zu jenen Städten, von denen man sagen kann: es gibt nur Gleichschönes, weil ganz anderes, aber nichts Besseres. Zeig mir eine zweite solche Stadt mit herrlich mittelalterlicher Silhouette und wunderbaren Barockstraßen. Nicht umsonst hieß es das "sächsische Nürnberg". Wenn es heute nicht mehr so heißt, liegt das an Nürnberg und nicht an Bautzen.
    Ich würde bloß den Budissinischen Barock nicht unbedingt mit Dresden in Zusammenhang setzen. B. ist B. und das ist auch gut so.


    Schön, dass dies mancher so sieht. Bautzen ist auch eine der schönsten Städte - und was auch stimmt einzigartig. Nach meinem Dafürhalten "gleichen" sich viele schöne Städte - Bautzen ist auf eine andere Art schön. In den letzten Jahren habe ich aber auch gelernt, dass es in Ostdeutschland viele ähnlich schöne Städte gibt. Was die Kindergedanken angeht über die ich heute Schmunzeln muss, folgender Hintergrund: Bautzen - die Hauptstadt der Oberlausitz - da kann nichts mithalten, das war meine Meinung - dann war ich zum ersten Mal in Görlitz und anstatt mich unglaublich darüber zu freuen, was ich dort vorfand, war ich regelrecht entsetzt, wie toll diese Stadt ist, welche unglaubliche Menge an historischer Bausubstanz und vor allem welche Qualität der Sanierungen. Da war ich richtig neidisch - deshalb das Schmunzeln über die kindlich-kindische Anschauung. - Auch wenn es mir selbst heute noch schwer fällt es auszusprechen- Görlitz ist insgesamt schon noch einen Tick schöner als Bautzen. Barock gibt es dort übrigens genauso - und was die Sanierungen angeht sogar in besserer Qualität, dazu Renaissance, viel mehr wertvolle Kirchen (Bautzen hat nur den Dom) und einzigartige Gründerzeit - die Gründerzeit in Bautzen ist eher durchschnittlich. Was die Silhouette an geht, das schlägt Bautzen Görlitz aber tatsächlich ganz eindeutig.
    Bautzen hat auch eine sehr eigentümlichen Charakter dahingehend, dass es besonders eng in der Altstadt zugeht und große Teile der Altstadt auch heute noch durch Verkehr und Geschäftsleben geprägt sind - auf eine Art toll - auf die andere Art gibt es für meinen Geschmack in Bautzen weniger idylische Altstadtwohnlagen als in vergleichbar großen und schönen Städten. Ich glaube ich kann das beurteilen, denn ich habe jahrelang direkt in der Altstadt von Bautzen gewohnt und kenne dort wirklich jeden Stein zu jeder Tages und Nachtzeit. Während in anderen Städten die Bundesstraßen im Ring um die Stadt gelegt sind, geht sie in Bautzen schon historisch mittendurch. Bautzen ist aber wirklich einzigartig - ich habe keine Stadt gefunden, die einen ähnlichen Charakter hat, während es schöne Städtchen wie sagen wir mal Wurzen oder auch Grimma nach meinem Gefühl in Mitteldeutschland glücklicherweise fast wie Sand am Meer gibt.
    Eine Stadt, die ich aktuell erst besichtigt habe und die in ihrer Schönheit mit Bautzen vergleichbar ist, ist übrigens Naumburg.


    Nicht zuletzt hat Bautzen mein Interesse für Geschichte und Städtebau schon als Kind entfacht und befeuert - und mich am Ende hier landen lassen. biggrin:)


    Liebe Grüße


    Genauso ist es bei mir auch gewesen. Als Kind kam mir Bautzen unglaublich bedeutend vor. Heute kann man darüber schmunzeln, aber im Herzen ist für mich Bautzen immer noch die bedeutendste Stadt der Welt. ;-)

    Ob aktuelle Entwicklungen in erster Linie ein deutsches Problem sind oder nicht - niemand kann ernsthaft davon ausgehen, dass tiefgreifende Veränderungen in Deutschland mittel-bis langfristig nicht auch Polen betreffen/angehen. Selbst wenn Chaos in Deutschland ausbrechen sollte, was wohl nicht geschehen wird, und es nicht nur stetige und mittelfristig tiefgreifende Veränderungen geben wird, ist davon auszugehen, dass Deutschland absolut gesehen noch auf sehr lange Zeit das weitaus mächtigere Gebilde als Polen sein wird (was es mit vielleicht einer Ausnahme immer war) und ein schwächer werdendes, chaotisches Deutschland war für Polen immer eine Bedrohung. Ich glaube auch nicht, dass die Neuankömmlinge "schwach" sind - im Gegenteil sie sind vital, wollen (über)leben, nur ist der übergroßen Mehrheit deutsche Kultur und Tradition völlig egal, solange sie nicht persönliche Vorteile daraus ziehen können. Schwach ist nur das traditionelle Deutschland, es hat dem neuen, wohl dekadenten Deutschland wenig entgegenzusetzen. Und der deutsch-internationalen/heimatlosen Wirtschaft ist auch egal wer konsumiert, diese Oberschicht ist jederzeit in der Lage sich grenzübergreifend idyllische Refugien zu suchen oder zu schaffen. Vielleicht wiederholt sich ja die Geschichte und die Deutschherren versuchen in 200 Jahren den Islam in Polen zu verbreiten. Aber so simple läuft Geschichte wohl nicht. Vielleicht vollzieht sich das Überschwappen auch nur leise, wirtschaftlich (wenn Polen wirtschaftlich stark sein sollte in so einer Zukunft, dann erst recht). Die Arroganz etwas Besseres zu sein, ist in einem Großteil der deutschen Medien ja bereits unterschwellig wahrzunehmen. Polen und die anderen Länder können nicht einfach zusehen und Schadenfreude wäre auf alle Fälle nicht nachhaltig. Die Angst vor dem wieder mal radikalen Deutschland bei unseren Nachbarländern ist sehr berechtigt. Wenn diese Länder stark wären zu handeln und z.B. ohne Deutschland die Außengrenzen schützen könnten, gäbe es in Deutschland sicher den einen oder anderen der zutiefst dankbar wäre.

    Sehr schöne und interessante Bilder - vielen Dank. Von Haigerloch hatte ich bisher noch nie etwas gehört. Die Bilder machen auf alle Fälle Lust sich mal etwas länger in dieser Gegend Deutschlands rumzutreiben. Besonders schöne Perspektiven ergeben sich aus der topographischen Lage des Ortes.
    Wie stark ist denn die Hauptstraße durch den Ort befahren? Das ist bei solchen Orten für mich immer ein entscheidendes Kriterium für die Lebenswertigkeit. Kürzlich in Bad Schandau ist mir beispielsweise erneut aufgefallen, dass ein ansonsten schöner Ort im Tal durch die (notwendige) Infrastruktur im Erleben ganz schön abgewertet werden kann. Auf Bildern sieht man so etwas ja nicht immer.

    Das soll ein Marktplatz sein? Ich dachte beim ersten Hinschauen es sei ein so angelegter Parkplatz. O.k. - wenn man ein bischen nachdenkt bzw. nachschaut, kommt man vielleicht zu dem richtigen Schluss. Aber so einen hässlichen Marktplatz habe ich live ja noch gar nicht gesehen bzw. wenn ja (vielleicht irgendwo im Ruhrgebiet?) dann habe ich ihn nicht als solchen erkannt. Für so eine Kleinstadt hat Heide ja wirklich Pech gehabt, dass es Bombenopfer wurde. Vom Luftbild her sieht die Stadt überhaupt nicht attraktiv für mich aus. - Im Zuge eines Nordseeurlaubs war ich vor länger Zeit auch schon mal in Heide, nur habe ich da überhaupt keine Erinnerungen mehr dran (weder positiv noch negativ).

    Sehr schön - Sie sind mit Recht stolz auf dieses Haus. Der Garten scheint mitsamt seiner alten Bäume und Granitsäulen auch ein uriger Traum zu sein. Ich freue mich immer besonders über positive Nachrichten aus der "Provinz", abseits zwar auch interessanter, aber immer wieder durchgekauter Themen aus Potsdam, Leipzig oder Dresden. Das Stadtbild-Forum ist diesbezüglich aber durchaus positiv hervorzuheben und ihr Eintrag hier am richtigen Platz und bestimmt für eine Reihe von Lesern eine große Freude. Mir gefällt auch die von etinarcadiameo bereits angesprochene, belassene Patina.
    Es ist eine Schande, dass das Haus nicht unter Denkmalschutz steht und umso glücklicher kann man über Menschen wie Sie sein. In Leipzig gibt es wenn ich mich jetzt nicht irre teilweise für abgefrackteste Ruinen, wo nicht viel mehr als ein paar Außenwände erhalten sind, die Möglichkeit der Denkmalschutz Abschreibung. Da hat die Stadt irgendwann mal alles richtig gemacht.
    Wie ist es um die von Ihnen erwähnten anderen Villen in Döbern bestellt?

    Dieser wirklich besonders trostlosen Stadt wäre es zu wünschen, dass sich ein wohlwollender und wohlhabender Investor des hier gezeigten Schlosses annimmt. Bei meinen typischen Kleinstadtausflügen bin ich eigentlich dem besuchten Ort gegenüber immer wohlwollend eingestellt, auch wenn er vielleicht nicht gerade eine Perle ist, auch bei Städten wie Hoyerswerda, Frankfurt-Oder etc. Aber Fürstenwalde, dem ich vor vielleicht 5 Jahren mal einen Besuch abgestattet hatte, habe ich ganz besonders negativ in Erinnerung. Hier hat die Kriegszerstörung leider wohl fast alles ausgelöscht, was einmal "schön" war. Hut ab vor den Bürgern, die sich hier für Wiederaufbau etc. einsetzen.

    SZ-Online von heute:
    Neue Pläne für das Lauencenter-Areal
    Am Lauengraben soll ein Wohn- und Geschäftsviertel entstehen. Die Bautzener Stadtspitze nennt jetzt erste Details.


    http://www.sz-online.de/nachri…center-areal-3068670.html


    Positiv: Posthalterei bleibt definitiv erhalten
    Fragezeichen: nur äußere Hülle? - Das wäre denkmalpflegerisch auf keinen Fall zu vertreten - denn gerade die innere Grundstruktur ist ja laut Gutachten einzigartig. Größere Moderniesierungen - ja - aber natürlich muss auch Innen sensibel mit der Denkmalsubstanz umgegangen werden. _ Vielleicht sollte man sich in Bautzen mal Expertise aus Leipzig holen.


    Positiv: Fernsehwerkstatt bleibt erhatlen und wird umgenutzt.
    Positiv: Im Prinzip macht man genau das, was die Bürgerinitiative vorgeschlagen hatte - es wird zwar überhaupt nicht erwähnt und wird wohl auch in Zukunft nicht erwähnt werden, aber am Ende zählt das Ergebniss -- man muss nur hoffen, dass das Wohn- und Geschäftshaus nicht so gigantisch wird, dass es den anderen Gebäuden die Freiflächen im Innenhof nimmt.
    Eher negativ: Es steht noch nicht fest, ob das Hillersche Haus saniert wird -- wenn es saniert würde, wäre das wieder sehr positiv - auch hier sollte man auf Projektentwickler mit derartigen Erfahrungen (z.B. aus Leipzig) zurückgreifen - dass die Wohnungsbaugesellschaft im Sinne der Denkmalpflege handelt, kann ich mir immer noch nur sehr schwer vorstellen, lasse mich aber gern positiv überraschen.


    Das Haus Töpferstraße ist nicht immer geöffnet - ich weiß nur von der Öffnung zum letztjährigen Tag des Denkmals und einer zeitweiligen Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.


    Die Gefahr, dass Fehler vieler Westdeutscher Städte wiederholt werden ist in Bautzen meiner Ansicht nach größer als in den anderen Oberlausitzer Städten - wie gesagt, der gesamte Stadtrat hatte bei einer Abstimmung ja für den Abriss der Posthalterei und des gesamten Lauenareals gestimmt, nach dem Motto es sei ein Schandfleck und Bautzen soll noch mehr zum Einzelhandelszentrum mutieren - und es werden alle Oberlausitzer anch Bautzen einkaufen kommen. Der alteingesessene Oberbürgermeister ist soweit ich gehört habe auch jetzt noch dieser Ansicht. Selbst der grüne Stadtrat war (ist?) trotz kritischer Stimmen der Grünen von Bautzen auf der seeligen Einigkeitswelle mitgeschwommen und hat sich ganz klar für den Abriss der Gebäude ausgesprochen. Übrigens ist auch die SZ-Redaktion für Bautzen zum großen Teil wohl auf dieser Welle (zumindest gewesen) -auch aktuell wurde zum Tag des DENKMALS überproportional das Geschäftshaus am Kornmarkt positiv dargestellt und während der Lauencenterdiskussion gab es klare Stellungnahmen - ala "weg mit dem Schandfleck" -- später wurde die Berichterstattung aber dann neutraler- das muss man fairerweise auch erwähnen.
    Das Lauencenter wäre nach den Entwürfen ein Klotz geworden, der Kornmarktcenter und Kornmarkthaus an Dimension noch in den Schatten gestellt hätte und die Entwürfe ließen nicht viel gutes erahnen. - Wenigstens die Goschwitzstraße scheint erstmal gerettet zu sein - die Chancen, dass am ehemaligen Standort des Hauses der Sorben ein Gebäude wie das Kornmarkthaus hinkommen, halte ich aber für sehr hoch. - Für eine Rekonstruktion des alten Haus der Sorben wird sich wohl kein Geldgeber finden für Bautzen - aber bebaut werden wird/muss die Ecke irgendwann.


    Es stimmt der Rietschelgiebel wirkt abends am besten - Glasflächen sind eben nie so transparent wie in den Renderings. Am Gebäude Puppentheater gefällt mir auch vieles nicht, aber den Gedanken den Giebel in Schreinform erlebbar zu machen finde ich erstmal gut - die Figuren sind so fein ausgearbeitet, dass sie auch und gerade von nahem edel wirken.
    Gerade den Beton (der gut ausgeführt ist) finde ich in diesem konkreten Fall hinter dem Giebel nicht so schlecht - der Giebel kommt wirklich gut zur Wirkung. Das Glas hätte aber transparenter sein müssen und wie gesagt einige andere Details am Gebäude gefallen mir nicht.


    Heimdall
    Soweit ich weiß gibt es da aktuell keine Pläne. Dieses Grundstück ist aber meiner Meinung nach ein Fläche, die - wenn bebaut - unbedingt rekonstruiert bzw. historiesierend bebaut gehört - denn die gesamte Heringstraße ist im oberen Teil bis auf diese Brache komplett Barock erhalten - wenn dort ein Neubau im Stil der Genossenschaften oder Wohnungsbaugesellschaften hinkäme, wäre die ganze Straße versaut.

    Frank-W



    Vielen Dank für die schönen Eindrücke vom TdoD! Sag einmal bitte, was machen denn die vielen "einheimischen" Trophäen an den Wänden? Ist der Eigentümer Großwildjäger oder sind das die Reste der Tiere aus dem Zittauer Zoo nach dem Hochwasser? Ein wunderbares Haus!


    Der Besitzer ist Antiquitätenhändler, der also auch eine künstlerische Ader hat - und zwar mit Stil - den man sofort erkennt. Woher er die Trophäen hat habe ich ihn nicht gefragt, obwohl er anwesend war. Ich gehe mal nicht davon aus, dass es Verwandte der im Garten hinter dem Haus lebenden Wesen waren, die auf dem einen Foto zu sehen sind. :)