Posts by Villa1895

    Allerdings ist bei dem hohen Mietpreis auch zu bedenken: Die offenbar wirklich sehr hochwertige Renovierung dürfte für den Eigentümer sicherlich exorbitant teuer gewesen sein. Dazu kamen dann noch für den Eigentümer die Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten für den Grunderwerb.


    Sollte sich wirklich niemand als Mieter finden lassen, kann der Eigentümer immer noch von seinen Mietvorstellungen herunter gehen, oder aber, er bewohnt das Gebäude eben selbst. Bei der Lage und der Aussicht dieses schönen Hauses, das ist doch auch was wert. Sicherlich bekommt der Bauherr die steuerliche Denkmalschutz-Abschreibung.

    Sehr interessante Bilder, die diese vom Erdboden verschwundene Stadt vor den Augen wieder sichtbar werden lassen. Einige Rokokofassaden haben mich in ihren Bann geschlagen. Tragisch, dass das alles zerstört wurde.

    Spreetunnel,


    herzlichen Dank für die vielen großartigen Fotos, über welche ich mich sehr gefreut habe. Besonders der stimmungsvolle Innenhof mit den vielen Türmen mit welschen Hauben sowie die vielen herrlichen Renaissanceportale machen einem bewusst, was hier an Kunst und Kultur untergegangen ist. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, dieses Schloss und die Altstadt von Küstrin wieder aufzubauen, dann wäre das ganz wunderbar und großartig.

    Persönlich war ich noch nicht in Küstrin. Deshalb wusste ich auch nichts von der zweisprachigen Straßenbeschilderung. Nun zu erfahren, dass dies bereits der Fall ist, so freut mich das umso mehr.


    Hinweis:

    Man kann Ausflugskarten/Landkarten zu einigen Bereichen der früheren deutschen Ostgebiete unter Email: info@blochplan.de einsehen und auch bestellen, Maßstab 1 : 100.000. Darin sind sowohl die alten deutschen Ortsnamen, als auch die heutigen polnischen Ortsnamen zu den jeweiligen Orten aufgeführt. Kürzlich habe ich einige solcher Pläne erworben, so z. B. die Ausflugskarte Neumark südlicher Teil und nördliches Niederschlesien / Ziemia Lubuska s´rodkowa. Da ist zwar Küstrin nicht mit drin, aber ich nehme an, dass es bald auch eine Karte für den nördlichen Teil der Neumark geben dürfte. Solche zweisprachigen Karten erleichtern einem Ausflüge und Kunstfahrten in diese Gebiete sehr, zumal auch Sehenswürdigkeiten auf den Plänen eingetragen sind.

    @ Novaearion,


    ein an sich schöner Gedanke. Der Wiederaufbau der Festung, von der Oder umflossen, wäre schon toll. Die Festung stammte zum großen Teil noch aus der Renaissance und somit noch aus der Zeit des Markgrafen Hans von Küstrin. Dazu die Innenstadt samt Bahnhof, das wäre wirklich großartig. Sofern Deutschland und die EU das bezahlten, bestünde vielleicht eine geringe Chance. Also es dürfte Polen nichts kosten. Allerdings ein Wiederaufbau wäre wohl kaum mit zweisprachigen Straßenschildern möglich. Der ausgeprägte polnische Nationalismus würde das wohl kaum akzeptieren.


    Unweit von Küstrin dämmern übrigens das große Schloss und Park Tamsel/poln. Dąbroszyn vor sich hin. Hier sollte dringend etwas zum Erhalt geschehen, damit das Schloss nachhaltig gerettet und der verwilderte Park nicht vollends zum Wald wird. Tamsel war zu deutscher Zeit der beliebteste Ausflugsort der Küstriner für schöne Sonntage im Sommer. Übrigens hat Theodor Fontane Schloss Tamsel in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" im Band "Oderland" ein Kapitel gewidmet.

    Das ist ja nun sehr nebulös. Woher willst du denn nun wissen, wer der edle Spender ist.

    Heraus damit, wer soll es denn nun sein?

    Jetzt wollen wir es auch endlich wissen. Du scheinst es ja schon lange zu wissen. Lass uns mal an deinem Wissen teilhaben.

    Dass der Erwerber des Kaufhauses zu Görlitz der langjährige Spender der jährlichen Million (in DM) ist, kann ich mir nicht vostellen. Jener hochherzige Mäzen dürfte m. E. inzwischen längst das Zeitliche gesegnet haben.

    Jedenfalls erscheinen mir, nach Betrachtung des weiter oben eingestellten Bildes, diese Smarties als Sitzgelegenheiten für alte Leute völlig ungeeignet. Man sitzt dort wahrscheinlich viel zu tief unten, da kämen dann wohl viele der Betagten ohne Hilfe von Dritten gar nicht mehr hoch. Also in meinen Augen stellen diese Smarties eine Fehlkonstruktion dar. Um ein bequemes Sitzen zu ermöglichen, sollte eine Sitzbank oder ein Stuhl zumindest auch eine Rückenlehne, womöglich auch noch eine Armlehne aufweisen.

    Lieber Seinsheim,


    hierzu darf ich vielleicht amerken, dass meines Wissens zwei Brüder Kaiser Wilhelms I. eine morganatische Ehe (nicht standesgemäße Ehe) schlossen. Einer dieser Brüder war Prinz Albrecht, der nach Abschluss der morganatischen Ehe am preußischen Hofe nicht mehr wohl gelitten war. Er ließ 1850 - 1854 Schloss Albrechtsberg in Dresden errichten. Also außerhalb Preußens, als seinen Wohnsitz. So erklären sich die vielfältigen Hinweise auf die preußischen oder hohenzollernschen Vorfahren und den Schwarzen-Adler-Orden in Schloss Albrechtsberg.


    Dass das sächsische Wappen ebenfalls dargestellt wurde, darf man wohl als eine Ehrung der neuen Heimat des preußischen Prinzen verstehen.

    Nun ist endlich der erste der beiden Springbrunnen nahezu vollendet. Es fehlt noch ein runder Deckel von 10 cm Durchmesser für einen Abfluss des Wassers im Herbst. Auch muss noch der Brunnenrand außen gestrichen werden sowie auf dem Boden einige fleckige Stellen. Aber schon mal vorab einige Bildchen (aufgenommen am 24.07.2021):




    Soeben habe ich herausgefunden, dass es die folgende Gesellschaft gibt:

    Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationgeschichte e . V.

    Anschrift:

    DGPT e. V.

    Schaumainkai 53

    60596 Frankfurt a. M.

    Telefon +(0) 69 94 13 95 77

    Telefax + 49 (0) 69 60 365


    Evtl. könnte man auch von der o. g. DGPT e. V. Auskunft über die Bauakten der Kaiserlichen Postämter erlangen.

    Im Deutschen Reich ab 1871 war die Post eine Reichsbehörde. Die Postämter trugen deshalb den Namen Kaiserliches Postamt. Die Postämter repräsentierten nach Außen auch das Deutsche Reich. Die Baupläne aller Postämter sowie die Baupläne der Oberpostdirektionen mussten dem Kaiser zur Genehmigung vorgelegt werden. Von Kaiser Wilhelm I. heißt es, er habe nicht einen einzigen Bauplan eines Postamts eine Änderung gewünscht. Sein Enkel, Kaiser Wilhelm II., so habe ich mal irgendwo gelesen, habe hingegen oft Änderungen an den Bauplänen der Postämter verlangt. Ob die Bauakten noch irgendwo aufbewahrt sind, weiß ich leider nicht. Auch habe ich keine Kenntnis darüber, in welchem Archiv und unter welcher Anschrift sich hierzu Unterlagen befinden könnten.


    Es gab vor einigen Jahrzehnten ein Postmuseum, ich meine mich dunkel zu erinnern, dass dieses sich in Frankfurt am Main befunden hat. Vielleicht weiß unser lieber Heimdall etwas dazu. Falls es dieses Postmuseum noch gäbe, wäre es vielleicht möglich von dort Informationen zu den Bauplänen bzw. den Bauakten der Postämter und zu deren Verbleib zu bekommen.

    Hier möchte ich noch etwas zum Thema Hochwasser Katastrophen anfügen. Meine alte Heimat ist das mittlere Taubertal, eine der niederschlagsärmsten Regionen weit und breit. Es gab immer wieder mal extrem trockene Jahre mit glutheißen Sommern. Wenn sich dann, nach drei oder vier Monaten schrecklicher Hitze, ohne einen Tropfen Regen, ein Unwetter bildete, so war dies mitunter verheerend. So ereignete sich z. B. das Michaelishochwasser (am Tage des Hl. Erzengels Michael) am 29.09.1732. Innerhalb kürzeste Zeit war der Himmel schwarz, man sah nur noch die gelben Blitze in der Nacht und hörte das Rauschen der Fluten. In Königshofen a. d. Tauber wurde die massive steinerne Bogenbrücke mitgerissen. In Lauda die Mühle. In Bischofsheim a. d. Tauber stürzten damals schon als uralt bezeichnete Fachwerkhäuser mit Lehmausfachung in den Feldern ein, die ganz und gar vom Wasser aufgeweicht waren. Die ganze Unterstadt stand bis zu zwei Stockwerken unter Wasser. Der gesamte Marktplatz schwamm voller aufgeweichter alter Urkunden. Ebenso war das Pfarrarchiv weitgehend vernichtet. In Wertheim am Main wurden viele Häuser mitgerissen, ebenso einer der vier Flügel des Spitals. Es waren im Taubergebiet sehr viele Tote zu beklagen.


    Auch die Hochwasser Katastrophe von 1911 fand auch nach mehrmonatiger Gluthitze statt, ohne dass es auch nur einen Tropfen geregnet hatte. Das Gewitter, das sich im September 1911 zusammenbraute, war schrecklich. Hier war allerdings der Schwerpunkt das Grünbachtal, ein Seitenbach der Tauber. In Grünsfeld, Paimar etc. gab es viele Tote, darunter auch viele Schulkinder. Massive Häuser, z. B. Mühlen, wurden von den Fluten wie nichts einfach weggerissen.


    Meine Großmutter (Jg. 1884) erzählte aus ihren Erinnerungen, wie sie das Hochwasser 1911 erlebt hatte. Sie war in Tauberbischofsheim auf dem Feld, als im September 1911 innerhalb von ganz wenigen Minuten, das Wasser schon über einen Meter hoch zu Tal rauschte. Mit Mühe und Not erreichten sie noch das sog. "zweite Bahnwärt(er)shäusle" an der Bahnstrecke der Taubertalbahn. Man ließ sie allerdings nicht mehr ins winzig kleine Häuschen hinein, mit der Begründung, es sei alles schon überfüllt. Dann gingen meine Großmutter und ihr Mann in den Geisenstall des Bahnwärters und stiegen dort in die Futterkrippe, hoben auch die Geis (Ziege) mit hinein. An den Hängen des Taubertals hatte dieses Unwetter etliche tiefe Gräben gerissen und den wertvollen Lößlehm fortgespült.

    Übrigens ist das Belvedere im Park von Schloss Charlottenburg auch in hellblauer/zartblauer und weißer Farbe gefasst und macht so einen ganz bezaubernden Eindruck. So selten scheint die blaue Farbe als Gebäudeanstrich im 18. Jahrhundert nicht gewesen zu sein. Dies schreibt der User, dessen Namen Petersburg vergessen hat und der so frei war, dass er am Dienstag, den 13.07.2021, auf das bleu mourant und die Verwendung von blauer Farbe an Fassaden im 18. Jh. hingewiesen hatte.

    Man liebte im Rokoko sehr zarte Farben, z. B. ein zartes Grün, ein zartes Rosa, ein zartes Gelb oder auch ein zartes Blau, das Friedrich d. Gr. bleu mourant, das heißt sterbendes Blau. Das bleu mourant war eine der Lieblingsfarben des "Alten Fritz", es findet sich auf vielen kostbaren KPM Servicen der Zeit, so auf dem Service für das Breslauer Schloss. Auch für Hausanstriche in Deutschland waren die zarten Farben im Rokoko recht beliebt.

    Es gibt im Deutschen Schiefermuseum in Steinbach (Landkreis Sonneberg in Thüringen neben der Herstellung von Schiefertafeln und Griffelschiefer auch detailierte Darstellungen von Beispielen der Schiefermalerei. Dachschiefer aus den Thüringer Wald wurde, insbesondere bei Fassadenverkleidungen oftmals bemalt. Nicht alleine geometrische Muster, sondern auch Tiere, z. B. Vögel. Dachschiefer wurde teis bemalt, so dass sich durch die Verwendung von bemaltem und unbemalten Schiefer sich ein gestaltetes Muster dieses Daches ergab.


    Es gibt auch ein sehr interessantes Schiefermuseum in Ludwigstadt, das zu Bayern gehört, aber hart an der einstigen innerdeutschen Grenze liegt. Dort gibt es Informationen und anschauliche Beispiele der Verarbeitung des Schiefers zu Schiefertafeln, Dachdeckung und zur Hausverkleidungen sowie zu Verzierungen und zu Mustern. Anlässlich einer Fahrt in den Frankrnwald waren wir 2010 dort.