Posts by Villa1895

    @ Maxitown,

    danke für Deine anerkennenden Worte. Es freut mich, wenn Dir die Bilder gefallen.

    Was das die leuchtend rote Farbe der Schwebegiebel und Dachvorsprünge anbetrifft, so wechselt die Farbe je nach Lichtverhältnissen ein wenig. Am schönsten leuchtet es, wenn bei blauem Himmel die Sonne scheint. Das ist aber auch bei den Dachziegeln der Fall.

    Man kann hier im System, soviel ich weiß, irgendwie auch eine private Nachricht an ein Mitglied versenden, die dann nicht für jedermann sichtbar ist. Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht. Vielleicht über die beim Forum hinterlegte Emailadresse der Mitglieder. Ich nehme an, dass Du Mitglied hier im Forum bist.

    Wenn ich mich damit zurecht finde, kann ich dir einige Bilder vom Inneren des Hauses schicken. Ja, es haben sich manche schönen Details erhalten.

    Am Morgen des 23.11.2015 war ein wenig Schnee gefallen, der freilich schnell wieder weg getaut war. Hier nun nachträglich ein Foto von diesem Tage, wobei, ohne die Blätter der Bäume, die rekonstruiertenn Dachvorsprünge und Schwebegiebel unseres alten Hauses besser sichtbar sind.


    Da Michael als Erläuterung zu seinem zuletzt eingestellten Bild die auf ehemalige Mälzerei von Bad Langensalza hingewiesen hat, möchte ich hier ein Sprüchlein anfügen, welches früher in der Umgebung von Langensalza zu hören war. "Zu Langensalz braut man drei Bier aus einem Malz. " Wie auch immer das Langensalzaer Bier gewesen sein mag, dass Städtchen ist sehr schön und gut erhalten bzw. die letzten Jahre hervorragend restauriert worden. Herzlichen Dank für die schönen Bilder.

    Habe irgendwo gelesen, dass man in Bad Langensalza Käufer für viele der alten, zerfallenen und leer stehenden Häuser in der Altstadt gefunden hat, nachdem man die Hinterhäuser und Anbauten abgerissen hatte und dadurch Raum für einen Kfz-Stellplatz und zur Anlage eines Gartens oder Gärtchens gewonnen hatte. Durch diese Maßnahmen waren die alten Häuser plötzlich interessant geworden, auch für junge Leute. Eine Tolle Idee, wie ich finde, denn dadurch wurden viele schöne, alte Häuser mit Charakter restauriert und vor dem endgültigen Untergang gerettet, gleichzeitig auch die Altstadt wieder mit Leben erfüllt. Ganze Ensembles bilden nun eine wunderbare Einheit.

    Hallo Zeno,

    freilich hast du recht, dass heutzutage der Zuckerrübenanbau im Gau eine sehr große Bedeutung hat. Ich weiß dies nur zu gut, denn ein Großonkel von mir war "Zuckerrüben-Agent". Ich kenne noch die riesigen Zuckerrübenhalden im Gau. Allerdings stammen die Häuser, welche uns in Marktbreit so gut gefallen alle aus einer Zeit, als es in Deutschland noch gar keinen Anbau von Zuckerrüben gab. Die Zuckkerrübe wurde erst in Folge von Napoleons Kontinetalsperre als Zuckerlieferant entdeckt und angebaut, nachdem wegen der Kontinentalsperre kein Rohrzucker mehr eingeführt werden konnte. Bevor der Zuckerrübenanbau aufkam, war das Gau über Jahrhunderte hinweg, eine einzige große Kornkammer. Zu jener Zeit war die finanzielle Grundlage dieser Gegend der Getreidehandel, dem wir letztlich die schönen Bauten von Marktbreit und von Ochsenfurt zu verdanken haben.

    Die Schönheit von Marktbreit resuliert aus dem Reichtum, der sich aus dem Handel mit Getreide ergab. Das Ochsenfurter Gau, das ja angrenzt, hat mit die besten und fruchtbarsten Böden Deutschlands und entsprechend reiche Ernten. In Marktbreit wurden sehr große Mengen an Korn gehandelt und wohl auch auf dem Main auch verschifft. Dasselbe gilt für Ochsenfurt. Ochsenfurt gehörte zum Hochstift Würzburg/Herzogtum Franken und war katholisch, während Marktbreit, wenn ich mich nicht irre, evangelisch war und zur Markkgrafschaft Ansbach gehörte. Die katholischen Dörfer des Ochsenfurter Gaus schickten Ihr Getreide nach Ochsenfurt, die lüthrischen hingegen nach Marktbreit.


    Ein ehemaliges Adelspalais aus dem Frühklassizismus/Zopfstil/Louis Seize. Da das Haus von der Sparkasse genutzt wird, fürchte ich, dass von der früheren Ausstattung, Stuck, Türen, Treppenhaus wohl leider nichts mehr vorhanden sein dürfte.


    Ein frisch ernoviertes Fachwerkhaus.


    Nochmal das schönste Haus von Scheßlitz in Nahaufnahme, so dass man die Schnitzereien besser erkennen kann.


    Das Pfarrhaus von Scheßlitz, 18. Jh.


    Hier die Stadtkirche von Scheßlitz, leider hatte die Zeit für einen Besuch innen nicht mehr gereicht.


    Das Spital St. Elisabeth, heute Altenheim, 18. Jh.



    Spitalkapelle St. Elisabeth, wenn ich mich recht entsinne von Baumeister Küchel.



    Innenausstattung im späten Rokoko, evtl. von Bonaventuro Mutschele.


    Hochaltar der Spitalkapelle.


    In der Hauptstraße Marienkapelle, nach Brand 1884 neugotisch errichtet, die gesamte zeittypische Ausstattung , Fenster, Wandmalerienen komplett erhalten.


    Ein zerfallendes, biedermeierlich wirkendes Gartenhaus, ein Idyll, unterhalb des Gartenhäuschens befindet sich offenbar ein Keller, vermutlich ein Bierkeller. Oberfranken ist Bierland.


    Fachwerkhaus gegenüber dem Altenheim gelegen.


    Fachwerkhaus in der Hauptstraße.


    Dieses Haus gilt als das schönste profane Gebäude von Scheßlitz. Es wurde erst unlängst renoviert und entstand im Übergang von der Renaissanse zum Barock.


    In der Unterkirche, die in den Felsen gehauen wurde. Es führen enge Wendeltreppen hinauf in die Oberkirche, sozusagen aus der Dunkelheit ins Licht.

    Oben angekommen, ein weiter heller Raum mit nachgotischem Maßwerk der Fenster und spätem Netzgewölbe.

    Diese Kanzel stammt aus einer nach 1803 in Würzburg abgerissenen Kirche, welche auf oder beim Marktplatz stand.


    Noch von der Vorgängerkirche ein gotisches Kruzifix. In den Wandnischen über die ganze Kirche verteilt, die 14 Nothelfer (von Vierzehnheiligen).

    Leider habe ich derzeit keine Aufnahmen von außen, da es dort schon sehr schattig war. Die Lage der Kapelle ist zauberhaft, auf einem Felsen gelegen und im Hintergrund von Wäldern umrahmt. Man sieht unweit, auf anderem Fels die Giechburg, die teilweise Ruine ist. Unten im Tal liegt das freundliche Städtchen Scheßlitz.

    Na, unbedingt! Das macht einen ganz spezifischen Reiz der hessischen und zT niedersächsischen Städte aus.


    Da ist mein Herz etwas gespalten. Unter der Verschieferung ruhen mitunter wahre Schätze an herrlichstem Schmuckfachwerk, insbesonere aus der Renaissance, wie man ja gerade in Herborn feststellen kann. Andererseits gibt es in Herborn eine gewachsene Tradition der verschieferten Häuser, die ja auch typisch und auch schön sind. Beides sollte m. E. seinen Platz haben. Bevor man ein Fachwerkhaus freilegt, sollte man zuerst auf die Speicher bzw. Dachböden der Häuser gehen. Von Innen kann man in den Speichern oft das Fachwerk sehen, erkennen und abschätzen, ob es besonders schönes Fachwerk ist. Nur in diesen Fällen sollte man eine Freilegung vornehmen, ansonsten würde ich vorschlagen, die Verschieferung beibehalten.

    Lieber Zeno,

    es ist unglaublich wie schnell du Antworten aus dem Ärmel schüttelst. Bin tief beeindruckt, vielen Dank. Auch meinte ich mich so dunkel an das Haus in der Bronnbacher Gasse zu erinnern, dass es also noch stünde. War mir aber absolut nicht sicher. Umso erfreuter bin ich nach deiner Nachricht, dass das schöne Haus tatsächlich noch - oder besser gesagt - wieder steht. Bestimmt war es auch ausgerbrannt. Würzburg hatte nach dem verheerenden Bombenangriff im März 45 drei Tage (und wohl auch Nächte) lang gebrannt, wie meine heute 91-jährige Mutter immer wieder erzählte. Man sah den Feuerschein im 26 km entfernten Tauberbischofsheim, nachts war der Himmel rot.


    Würzburg. Hier 2 Portale barocker Häuser, in der Kapuzinerstraße und in der Bronnbacher Gasse.


    Würzburg, Kronosbrunnen, das klassizistische Haus rechts im Hintergrund steht, soviel ich mich erinnere nicht mehr.


    Trachten des Ochsenfurter Gaus.





    Deutschhaus-Kirche wieder aufgebaut, leider sind die alten Häuser links alle im Feuersturm untergegangen.


    Der Würzburger Dom vor dem 16.03.1945.


    Würzburg. Barocke Marienkrönung an einem Haus in der Semmelstraße.


    Aufnahmen aus einen 1924 erschienenen Buch, das linke Bild zeigt ein barockes Portal in Würzburg, das bereits 1924 abgebrochen war.



    Aus demselben Buch wie zuvor. Rechts ein barockes Portal aus Würzburg, Theaterstraße.


    Würzburg, Bahnhofsvorplatz vor 1914. Kiliansbrunnen mit Prinz-Regenten-Denkmal. Prinzregent Luitpold war in der Würzburger Residenz zur Welt gekommen.


    Im Ratskeller des Würzburger Rathauses.



    Würzburg, Sandhof. Der Sandhof wird urkundlich erstmals 1277 erwähnt. Um 1900 befand sich dort ein beliebtes Weinlokal. Hier zu sehen der malerische Innenhof des Sandhofs. Der Wiederaufbau wäre möglich gewesen, dennoch wurde die ausgebrannte Ruine in den 1960 er Jahren zugunsten eines Kaufhausneubaues abgerissen. Ein, wie ich finde, tragischer Verlust.


    Würzburg, Ratskeller.


    Würzburg, Inneres des Neumünsters vor dem 16.03.1945.


    Würzburg, Neumünster.


    Das Bild ist an sich ja bekannt, ich habe es lediglich wegen des Hauses rechts des Grafeneckhard eingestellt, das man sonst nur von der Seite sieht. Es dürfte sich wohl um ein Gebäude aus der Renaissance handeln, auch wenn es hier schon etwas durch Reklameschriften verunstaltet ist.


    Würzburg, Hueberpflege. Das Haus konnte ich nicht lokalisieren. Das Gebäude stammt aus dem Frühklassizismus und war offenbar eine wohltätige Stiftung für Bedürftige. Das Relief zeigt den Stifter und ihm gegenüber Frauen, die wohl die Empfängerinnen waren. Vielleicht eine Stiftung zugunsten armer Dienstboten oder dergleichen.

    Nochmal ein Blick auf den Sandhof. Neben dem Treppenturm erkennt man den hohen,steilen Geibel eines wohl noch spätgotischen Nachbarhauses.

    Der barocke Innenhof des "Stachel", einer Weinstube, die noch bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht. Wurde nach Kriegszerstörung wieder aufgebaut, nehme aber an, dass der Stuck der oberen Laube nicht wieder hergestellt wurde.


    Würzburg, Kanzel aus der St. Stefanskirche von G. J. Winterstein. Materno Bossi hatte die Kirche stuckiert. Ab 1788. Leider alles verloren. Das Buch, aus dem ich die Aufnahme habe ist 1937 erschienen, urheberrechtliche Schutzrechte dürften nach mehr als 75 Jahren nicht mehr bestehen.



    Würzburg, Petersplatz. Das Foto, aus demselben Buch wie vorher, zeigt uns die Nordostecke des Würzburger Petersplatzes, im Hintergrund der Turm der Neubaukirche. Links ein großes Fachwerkhaus. Es gab also doch etliche Fachwerkhäuser mit freigelegtem Fachwerk in Würzburg. Wenngleich es sich bei diesem Beispiel nicht um besonderes Zierfachwerk handelt, so strahlt der Bau doch Gediegenheit und Gemütlichkeit aus. Das Fachwerkhaus besitzt an der Fassade eine etwa lebensgroße Heiligenfigur, bei dem Haus rechts dürfte es sich um eine barocke Hausmadonna handeln.



    Würzburg, hier nun die Peterskirche am Petersplatz. 1945 schwerste Kriegszerstörungen, äußerlich wieder originalgetreu aufgebaut.



    Das Innere der Peterkirche war von überwältigender Schönheit. Einzig die hier rechts zu sehende Kanzel, ein Meisterwerk elegantesten und blühendsten Rokokos, von Wolfgang van der Auwera geschaffen, war während des Krieges ausgelagert uns hat überlebt. Die Kanzel befindet sich heute wieder in der Kirche, und zwar dort, wo auf dem Foto noch der linke Seitenaltar zu sehen ist. Schon alleine wegen dieser bezaubernden Kanzel ist die Peterkirche einen Besuch wert. Die übrige sonstige heutige Ausstattung kann man als sehr bescheiden bezeichen. Zwar hat man einen oder zwei Altäre aus dem Klassizismus erworben, die jedoch sehr streng, schematisch, hölzern und steif wirken, besonders, wenn man sie mit der im Feuersturm untergegangenen alten, prachtvollen Ausstattung vergleicht.



    Würzburg, Michaelskirche. Sie wurde von Neumanns Nachfolger, Fischer, errichtet. Im Inneren war sie in einem vornehmen, Frühklassizismus ausgestattet. Leider hat man um 1955 in dieser Kirche den noch vorhandenen, frühklassizistischen Stuck abgeschlagen. Für mich unfassbar und unbegreiflich. Ein Werk der Barbarei, zumal diese Stadt 1945 so sehr gelitten und fast all ihre alte Schönheit verloren hatte. Übrigens besaß das links von der Kirche sichtbare Haus an der Ecke eine sehr schöne Hausmadonna, leider auf dieser Aufnahme kaum zu erkennen



    Würzburg, der "Zinkhof". Ich nehme an, dass sich der Name Zinkhof auf das Fachwerkhaus rechts im Bild bezieht. Die geschwungenen Andreaskreuze nennt man im Fränkischen mancherorts auch Feuerböcke. Das rautenförmige Fachwerk verweist auf die Renaissance. Vermutlich wurde das Haus zwischen 1530 und 1630 errichtet.


    Würzburg, Bürgerspital zum Hl. Geist, nach der Kriegszerstörung äußerlich im Wesentlichen wieder hergestellt.



    Würzburg, ein wie ich finde, interessanter Einblick in die Weinstube des Bürgerspitals. Die Bohlendecke dürfte m. E. alt sein, vielleicht auch der gemütliche Kachelofen.



    Würzburg, Eingangstüre der Franziskanerkirche.


    Der Turm der Frankenwarte (erbaut um 1890) steht noch auf dem Nikolausberg oberhalb des Würzburger Käppele. An das ehedem dazu gehörenden Gebäude kann ich mich nicht entsinnen. Wahrscheinlich wurde es kriegszerstört.



    Würzburg, Meidhof. Bibrastraße. Erbaut ca. 1550 - 1600. Erdgeschoss und 1. Etage massiv in Stein errichtet, 2. Obergeschoss verputzes Fachwerk.. Der Brunnen neben der Haustüre hat oben in der Nische eine Madonna mit Kind. Früher ein ovaler Ziehbrunnen (siehe das Oval des ehemaligen Brunnenschachts auf dem Boden). Zum Zeitpunkt der Aufnahme umgebaut zu einem Pumpbrunnen. Zwischen dem Haus und der mutmaßlichen Kutschenremise ein Garten. Auf der Kutschenremise meine ich einen Gartenstuhl (queer stehend) und einen Gartentisch zu erkennen. Demnach handelte es sich evtl. um einen zusätzlichen Dachgarten.



    Würzburg, Wein- u. Fischhaus "Zur Schiffbäuerin", erbaut 1625, Mainviertel



    Würzburg, Theater Restaurant von Peter Vaitl. Ein sehr großes Barockpalais, Eingang rechts in der Mitte. Vielleicht ein ehemaliger Domherrenhof/ Curia. Links von dem Gebäude meine ich romanische Fenster zu erkennen. Vielleicht eine zum ehemaligen Domherrenhof gehörige Kapelle oder sollte das vielleicht sogar der Dom sein?


    Würzburg, Innenhof des Hauses "Schildhof", Neubaustr. 50

    Würzburg, Ingolstadter Hof. Etwas zerfallen und zur Zeit der Aufnahme eher das Quartier ärmerer Leute. Dennoch, alles in allem, durchaus malerisch, trotz des offensichtlichen Zerfalls. Der Rebstock am Haus, die kräftigen Handwerker mit den Schürzen, links die 2-rädrigen Karren. Das Haus hinter den Personen, scheint über der Tür eine Nische mit entweder einer Hausmadonna, was für Würzburg nahe liegt, oder mit einer irgend anderen Heiligenfogur beherbergt zu haben. Wie heißt es doch auch noch heute in einem überaus beliebten alten Würzburger Kirchenlied: " Du Herzogin von Franken bist, das Herzogtum dein eigen ist.."


    Würzburg. Altrenomiertes Wein- u. Fischhaus zu den "Drei Kronen". Die Beschriftung dürfte über dem Torbogen der Einfahrt angebracht sein. Den Torbogen mit dem Schlussstein kann man gerade noch erkennen. Das kleine Männchen an der Fassade, wo der Erker entspringt, könnte noch spätgotisch sein. Dafür spricht auch die Form der Konstruktion des Erkers , während die Form der "welschen Haube" des Erkers der Renaissance zuzuordnen sein dürfte. Rechts, zum barocken Nachbarhaus hin, erkennt man noch einen schmiedeisernen Wirtshausausleger, an dem bestimmt die 3 Kronen zu sehen waren, leider außerhalb des Bildes.



    Würzburg, Himmelpforter Klosterhof, Marktplatz 3. Das mächtige Kellertor im Innenhof verkündet uns, dass das Kloster Himmelpforten (zwischen Würzburg und Oberzell, Main abwärts gelegen) und noch heute ein Frauen-Kloster, in seiner Würzburger Niederlassung dessen Wein (die wirtschaftliche Grundlage des Klosters), zum Verkauf gelagert hatte. Es handelt sich um ein Gebäude aus der Renaissance, wofür sowohl das Portal des Treppenturms, als auch das nachgotische Maßwerk der Altane sprechen. Freilich dürfte die Substanz des am Marktplatz gelegenen Hauses, insbesondere des Kellers, noch wesentlich älter sein.

    Würzburg. Juliusspital Pavillon im Garten des Juliusspitals.


    Holzmagazin mit alten Häusern der Kärnergasse.



    Die nämliche Situation wie auf den Bild zuvor, nur ist rechts , an der alten Stadtmauer noch das sog. "Holztor" zu sehen.



    Der "Russische Hof" in der Theaterstraße war in einem noblen Barockpalais etabliert.


    Am Untermainkai, ganz rechts im Bild das Gebäude der Brückenmühle, Mühle an der alten Mainbrücke. Das Malerische und Pitoreske rührt meines Erachtens wesentlich von den schier zahllosen Dachgauben und Giebeln der vielen, eng aneinander geschmiegten alten Häuser her. Interessant auch das in der Bildmitte zu sehende, kleine barocke Gartenhaus, in der Ecke des Gartens.


    Die Schmuckbeete im Vordergrund gehören zum "Kaiserplatz". Dahinter der Kiliansbrunnen und dahinter der alte Würzburger Hauptbahnhof. Was für ein schönes, in sich ruhendes Bild. Heute tost endlos hier der Autoverkehr. Die links zu sehenden Bäume der Grünanlage sind verschwunden, dort befindet sich heute der endlos öde Busbahnhof. Hinter dem Bahnhof sieht man übrigens die Weinberge des berühmten "Würzburger Stein". Geheimrat von Goethe ließ sich diesen guten Tropfen nach Weimar schicken. Zumindest den guten Wein gibt es noch.


    Würzburg, Sanderstraße. Wenn ich mich nicht irre, hat man zumindest die Fassade dieses Hauses wieder aufgebaut. Im Hof befindet sich noch eine sehr schöne barocke Fassade, ich vermute, die des ehemaligen Gartenhauses.


    Ehemaliger Hof Heldeck, Domerschulstraße.



    Würzburg, Theaterstr. 4, Rokoko. Fassade erhalten.



    Bischöfliches Palais, Erker. Soviel ich weiß, vor 1802 Domherrenhof Curia Bechtolsheim, von den anderen Domherrenhöfen sind nur noch geringe Reste vorhanden, einige sind wohl auch ganz verschwunden. Das Gebäude dürfte allgemein bekannt sein, habe die Aufnahme eingestellt, wegen des Einblicks in die Gasse links. Ein malerisches Bild. Sogar an den Dachgaubenfenstern gab es teilweise Fensterläden. Man gewahrt eine hohe Gartenmauer zwischen den Gebäuden, hinter der sich wohl ein schöner, stiller Garten befand.

    Nachdem hier viele Beiträge zu Würzburg eingestellt wurden, möchte ich doch auch noch etwas zu dem Thema beitragen.

    Meine ältesten Erinnerungen an Würzburg reichen ins Jahr 1958 zurück. Damals war ich 5 Jahre alt. Meine Eltern fuhren mit mir nach Würzburg, da meine erst wenige Monate alte Schwester auf Leben und Tod im Luitpoldkrankenhaus (Uni-Klinik) lag. Anschließend gingen wir auf Straßen, die gesäumt waren von schier endlosen Ruinen wunderschöner, ausgebrannter Häuser. Oft noch mit Hausmadonnen, Wappen , mächtigen Toren versehen. In den Ruinen und aus den Fenstern wuchsen wuchsen Bäume, meist Birken. Schließlich am Residenzplatz angekommen. lag die Residenz vor uns. Diese war vollständig ausgebrannt, mit Ausnahme von deren Herzstück, der Eingangshalle, dem Gartensaal, dem Treppenhaus, dem weißen Saal und dem Kaisersaal. Die Gewölbe B. Neumanns hatten gehalten, trotz der Glut des Brandes und trotz des einstürzenden Dachstuhls. In diesem Zusammenhang sollte man auch jenes amerikanischen Offiziers dankbar gedenken, der gleich nach dem Einmarsch der Amis über die noch erhaltenen Gewölbe der Residenz Planen befestigen ließ. Ohne diese spontane und mutige Maßnahme wären die Gewölbe durch eindringenden Regen und Schnee wohl eingestürzt und damit dann auch die Freskomalereien von Tiepolo verloren gegangen. Ach hätte man doch auch die Gewölbe des Domes mit Planen geschützt.

    Diese wenigen, erhalten gebliebenen Räume der Residenz, die mir als Kind 1958 wie der Himmel auf Erden vorkamen, konnten wir besichtigen. Davon war ich derartig begeistert, dass ich danach jahrelang immer wieder die Residenzräume gezeichnet habe. Das alles hat sich in meiner Erinnerung unauslöschlich eingebrannt. Damit war auch meine Liebe zur alten Baukunst geboren. Der Bau der Residenz im 18. Jh. hatte ca. 40 Jahre gedauert und etwa genauso viel Zeit nahm der Wiederaufbau in Anspruch. Was das Land Bayern mit dem Wiederaufbau der Würzburger Residenz, auch finanziell, geleistet hat, ist ganz enorm und sollte entsprechend gewürdigt werden. Das Ergebnis ist absolut überzeugend und hervorragend gelungen, wenngleich ich mir auch noch zusätzlich die Wiederherstellung der klassizistischen Toscana-Zimmer gewünscht hätte. Vielleicht wird auch dies einmal erfolgen, wenn die Universität diese von ihr genutzten Räume einmal freigeben sollte. Die bewegliche Ausstattung (Möbel etc.) der Toscanazimmer ist noch vorhanden.

    In der ersten Hälfte der 1970 er Jahre war ich oft und gerne in Würzburg. Und mit Abstand von vielen Jahren muss ich heute feststellen, dass das Stadtbild leider gar nicht besser geworden ist. In den 50 er und 60 er Jahren hatten die Architekten den Eigentümern dringend von Rekonstruktionen abgeraten. Dennoch wurden einige Häuser rekonstruiert. Vieles stand aber zumindest noch als Ruinenrest. Das wurde dann abgeräumt und sogar erhaltene historische Bauten, wie z. B. ein Fachwerkhaus, das an der linken Seite des Juliusspital angebaut überlebt hatte, wurde zugunsten eines unendlich schlechteren Neubaus abgebrochen. Dahinter in einer Gasse befand sich noch in den 70 er Jahren ein kleines Barockhaus mit einer fast lebensgroßen Figur des Hl. Johannes Nepomuk, hinreißend schönes Rokoko, heute alles weg. Dies alles stimmt mich traurig. Trotzdem gibt es noch einige schöne Winkel, man muss sie nur zu finden wissen. Leider geben immer mehr der Egoismus und das Bestreben auf Profitmaximierung den Ausschlag. Idealismus, Oferbereitschaft und Freude am Schönen zählen für die meisten Leute nichts mehr.

    Seit einigen Jahren habe ich begonnen, alte Postkarten von Würzburg zu sammeln. Sie geben in der Summe ein Bild dessen, was am 16. März 1945 vom alten Würzburg im Feuersturm unterging. Im Bildindex sind rund 300 Fotos, meist aus dem Jahr 1946 zu sehen, die das ganze Ausmaß der Zerstörung erahnen lassen.

    Hier möchte ich in der Folge einige ausgesuchte Bilder einstellen, die das alte Würzburg vor der Zerstörung darstellen. Sollten dabei Fotos doppelt erscheinen, bitte ich um Nachsicht.

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    Würzburg. Königliches Adeliges Julianum zu Würzburg

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    Würzburg. Dettelbachergasse mit Bauenrhof.

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    Würzburg. Bergmeisterhof

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    Würzburg. alter Bauenrhof

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    Würzburg. "Hof zum roten Rösslein", Neubaustr. 36, rechts oben im Hintergrund ist der Kirchturm der Neubaukirche, "Kirche zum Hl. Geist", Kirche der von Bischof Julius Echter gestifteten Universität zu sehen.

    Die Wiederherstellung der Kuppel ist schon wunderbar und ergibt ein schönes, stimmiges Bild. Sämtliche dargestellten Altbauten dieses Ensembles, in Klinkerbauweise errichtet, die hier in Fotos vorgestellt wurden, sprechen uns in edler und schöner Formensprache an. Da geht einem doch das Herz auf. Im Kaiserreich konnte man noch schön und hochwertig bauen.

    Die meisten Menschen haben doch schon längst die Nase gestrichen voll von Bauhauskisten und Schuhkartons als Häuser ohne Schmuck, ohne Gliederung und ohne Eleganz. Die Zeit ist reif für eine Umkehr im Bauen, zurück zum Schönen. Dass Rekonstruktionen von Kuppeln wieder möglich sind, ist ein Indiz dafür, dass wir schon auf dem Wege in die richtige Richtung sind.