Posts by Villa1895

    Hier noch einige Fotos aus meinem Fundus von Haigerloch:




    Villa in Haigerloch, um 1900 errichtet.




    Alte Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert auf dem Kirchhof der Talkirche St. Nikolaus




    Kalksteinfelsen an der Eyach.









    Deckengemälde der Schlosskirche zu Haigerloch





    Das Thumbsche Schlösschen (17. Jh.) nach Abbruch der später angebauten Brauerei.





    Partie an der Eyach, rechts im Hintergrund der sog. "Römerturm"





    Schlosskirche





    Der Erbauer der Schlosskirche, im Hintergrund Haigerloch





    Blick zum Chor der Schlosskirche





    Initialen und Fürstenhut





    Der großartige Hochaltar, Renaissance





    Oben das Allianzwappen, im linken Schild das schwarz-weiße Wappen der Hohenzollern





    Das Schloss aus einer anderen Perspektive





    Friedhof der Talkirche St. Nikolaus






    Historische Häuser im Tal





    Oberer Teil des Hochaltars der Schlosskirche






    Chorgestühl der Schlosskirche





    Gesamtansicht des Interieurs der Schlosskirche

    Nebengebäude des Schlosses





    Schloss und Schlosskirche






    Seitenaltar der Schlosskirche







    Kanzel der Schlosskirche






    Seitenaltar der Schlosskirche, Stuckmarmor





    Seitenaltar der Schlosskirche





    Friedhofskirche im Tal, oben die ev. Kirche aus dem 19. Jh..





    Schlosskirche, Wandleuchter mit Rokokostuck






    Schlosskirche Haigerloch, Fürstenempore, das "Tuch" an der Brüstung ist im Kern textil, jedoch mit Stuck überzogen und farbig gefasst.






    Schlosskirche Haigerloch, oben ein Wappenschild um 1600, darunter Freskogemälde "Mariä Verkündigung"

    Döbern (WiKi)


    Hier nun einige Fotos von Döberner Villen. Diejenige mit dem roten Verputz dürfte noch aus den 1860 er Jahren stammen und wurde vor nicht allzu langer Zeit renoviert. Leider hat man dabei die wunderschönen Sägearbeiten an den Brettern der Brüstung des Balkons und in den Zwickeln, welche noch im Original vorhanden waren entfernt und stattdessen geschlossene Bretter eingesetzt. So ging der besondere Reiz des Hauses verloren. Die anderen Villen wurden alle in den 1890 er Jahren errichtet. Leider ist gerade die schönste und prachtvollste Villa, früher Villa Adolph Hirsch, heute Villa Abert nahezu völlig zugewachsen und nur schwer aufzunehmen.


    Wir werden versuchen in der nächsten Zeit bessere Bilder zu liefern.






























    Es folgen Bilder der kleinen, aber feinen Wallfahrtskirche St. Anna, erbaut 1755 sowie der umgebenden Mauer mit den Büsten von Heiligen sowie das Haus, in dem früher die Patres wohnten, welche die Wallfahrt betreuten. Heute befindet sich in dem Gebäude das kath. Pfarrhaus von Haigerloch.















    Mauer um die Wallfahrtskirche St. Anna





    Der Hochaltar der Wallfahrtskirche St. Anna mit dem Gnadenbild













    Die Orgelempore von St. Anna mit der Fürstenloge





    Seitenaltar von St. Anna
































    Statt dem Bild 3432 im Beitrag Weißenburg in Bayern habe ich aus Versehen das Bild 3431 nochmal gepostet. Habe es heute berichtigt. Das Bild ist das einzige, auf dem das Ellinger Tor abgebildet ist. Es direkt von der Feldseite (= Nürnberger Straße) aus zu fotografieren, ist eine Herausforderung, wenn man total gegen die Sonne schauen muss. Und demzufolge habe ich halt keines, jedenfalls kein gescheites. Aber irgendwo im Internet könnte es ja vielleicht eines geben :biggrin:.


    Anbei ein Foto des "Ellinger Tores" zu Weißenburg in Bayern (bis 1902: Weißenburg am Sand). Leider ist das Foto auch nicht gerade gut gelungen, gerade noch so annehmbar. Aber man kann doch das Wesentliche so einigermaßen erkennen. Es ist genauso so, wie Du schreibst, Zeno, das Gegenlicht macht es einem sehr schwer, das Tor aufzunehmen. Habe mir gestattet, noch einige weitere Bilder aus Weißenburg einszustellen.


    Dieses Stadttor halte ich für eines der schönsten Süddeutschlands, gerade das Vortor (Feldseite) ist in seinen behäbigen Renaissanceformen mit den Doppeltürmen und dem nachgotischen Maßwerk so anheimeld und wunderschön. Dass Weißenburg einstmals eine Freie Deutsche Reichsstadt war, bekundet der Adler an dem mittleren Wappen über dem Vortor für Jedermann. Anstelle der heutigen, steinernen Brücke über den Graben befand sich früher eine hölzerne Zugbrücke am Vortor.





    Das Ellinger Tor von der Feldseite





    Das spätgotische Rathaus mit dem Brunnen




















    Haigerloch


    Haigerloch ist ein Städtchen im Nordwesten der Schwäbischen Alb. Es ist vom großem landschaftlichem Reiz, zieht sich aus dem sehr tief eingeschnittenen Tal der Eyach auf die Höhe. Die Felswände ragen teilweise fast senkrecht auf, was dem Ort den Namen "Felsenstädtchen" eingebracht hat. Auch "Fliederstädtchen", denn wenn im Mai die steilen Felsen von wildem, blühendem Flieder prangen, so ergibt sich ein ganz bezauberndes Landschaftsbild. Das schöne landschftlich Bild wird noch dadurch gesteigert, dass der Fluss bei Haigerloch 2 Flußschleifen bildet.


    Nach wechselhaften Herrschaften bildete das Städtchen innerhalb des Heil. Röm. Reiches deutscher Nation ein selbstständiges Fürstentum Hohenzollern-Haigerloch. Danach gelangte die Herrschaft an das Haus Hohenzollern-Sigmaringen, bis Fürst Anton sein Land 1849 an Preußen abtrat. Ab diesem Zeitraum bezeichnete man die 1849 an Preußen gelangten Gebiete der ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen als "die Hohenzollernschen Lande".


    Aus der Zeit des souveränen Fürstentums stammt das Schloss (dessen ehemalige Ausstattung nicht mehr vorhanden ist, nachdem es im 19. Jahrhundert nur noch als Verwaltungssitz gedient hatte und heute, wenn ich mich nicht irre, als Hotel genutzt wird), die überaus kostbare Schlosskirche, und auf der gegenüber liegenden Höhe, die heitere Eleganz der Wallfahrtskirche St. Anna, ein Werk des süddeutschen Rokoko. Auch hat sich das eine oder andere schöne Bürgerhaus erhalten, darunter auch schöne Fachwerkhäuser.


    Die Amerikaner wollten 1945 die Höhle, in der an der Atombombe gearbeitet worden war, in die Luft sprengen. Dann wäre das darüber stehende Schloss, das Pfarrhaus und vor allem die herrliche Schlosskirche für immer verloren gewesen. Der mutige Stadtpfarrer von Haigerloch überredete den amerikanischen Offizier, dadahin gehend, dass dieser nur eine ganz kleine Sprengung durchführte, die nur zum Einsturz des Eingangs der Höhle führte, indem er gesagt haben soll: " E bissle g'schprengt, isch au g'schprengt", auf hochdeutsch: "Ein wenig gesprengt ist auch gesprengt". So war der Befehl der Sprengung zwar durchgeführt, aber ohne Verlust von Kulturgut.


    Nähre Informationen zu Haigerloch


    Ich bitte um Nachsicht das es Probleme mit dem Hochalden der Bilder gibt, wir warten leider schon eine Woche auf den Bestätigungslink, um die Fotos hier hochalden zu können, aber bis heute ist nix angekommen!
    Trotz der Verkleinerung der Bilder dauert es sehr, sehr lange beim Laden der Bilder.

































































    Weitere Bilder folgen demnächst.

    Bis 1945 gehörte die alte Stadt Pförten zur Niederlausitz. Sie liegt östlich der Neiße unweit der heutigen Grenzstadt Forst (Lausitz), gehört heute zu Polen und bekam den neuen Namen Brody. Forst und Pförten bildeten viele Jahrhunderte eine gemeinsame Herrschaft. Bis 1815 gehörte die Niederlausitz zu Sachsen.


    Im 18. Jh. war Reichsgraf Heinrich von Brühl, Premierminister von Sachsen der Standesherr von Forst und Pförten, dieser errichtete in Pförten ein großes Barockschloss nebst Park. Wenn die Kurfürsten von Sachsen, die ja in Personalunion auch Könige von Polen waren, nach Warschau reisten, kehrten sie unterwegs beim Grafen Brühl in Pförten ein. Dass Friedrich der Große einen sehr großen Hass auf den Grafen Brühl hatte, ist bekannt, ebenso, dass er dessen Schloss Hubertusburg in Wermsdorf/Sachsen zerstören und plündern ließ. Graf Brühl liegt in der Stadtkirche St. Nicolai zu Forst bestattet.


    Schloss Pförten war kunstsinnig und erlesen ausgestattet. Wohl von Künstlern, die auch am sächsischen Hof gearbeitet hatten. Weniger bekannt ist, dass Friedrich II. von Preußen auch das Brühlsche Schloss Pförten niederbrennen ließ. Die beiden Seitenflügel blieben jedoch stehen. In einem der beiden Seitenflügel wohnte die Famile von Brühl bis um 1924. Erst 1924 wurde der ausgebrannte mittlere Teil wieder in alter Pracht aufgebaut. Leider ging das Schloss bei Kriegsende eneut in Flammen auf, wohl von sowjetischen Soldaten angesteckt. Die gräfliche Familie und die Bewohner des Städtchens wurden vertrieben.


    Das barocke Teehaus, die Orangerie und die Denkmäler im Park zerfielen mehr und mehr, oder sie wurden von Jugendlichen des Städtchen in den 1950 er und 1960er Jahren mutwillig zerstört. Jahrzehntelang ohne jegliche Pflege, war der einst sehr schöne Park zu einem Wald geworden.


    Im linken Flügel der Schlossanlage befindet sich heute ein Hotel, der mittlere Flügel gehört einem polnischen Privatmann, der das Schloss nach und nach wieder aufbauen lässt. Die nachfolgenden Bilder sind vom 29.12.2013. Da war das Dach des mittleren Schlossflügels bereits neu gedeckt. Ich hoffe, dass die Renovierung inzwischen weiter fortgeschritten ist.


    Seit einigen Jahren arbeitet jedes Jahr eine Gruppe von deutschen und polnischen Jugendlichen daran, den völlig verwilderten Park, mit seinem großen See nach und nach wieder herzustellen, Sichtachsen und Alleen wieder herzustellen und das wilde Dickicht auszulichten. Eine schöne und gute Sache, die der Völkerverständigung dient.


    Es gibt noch ein barockes Stadttor, sogar mit deutscher Inschrift, welches kürzlich renoviert wurde und einen Aussichtsturm. Wenn ich wieder mal hinkomme, werde ich beides aufnehmen. Das kleine Städtchen hat noch viele barocke Bauten, die jedoch leider (noch) arg zerfallen sind.


















    Hallo Exilwiener,


    gewiss hat die Oberlausitz mehr landschaftliche Höhepunkte zu bieten, als die Niederlausitz und auch mehr kunsthistorische Perlen aufzuweisen. Dennoch findet man auch hier in der Niederlausitz wunderschöne Gegenden, eine oft parkartige Landschaft und mitunter malerische Gutshäuser oder Schlösser, meist in einen Landschaftspark eingebettet. Dazu auch enige bemerkenswerte Stadt- oder Dorfkirchen. Hinzu kommt eine artenreiche Natur. Man kann z. B. im Sommer selbst in Döbern und in dessen Umgebung mitunter Störche auf den Wiesen beobachten. In einem Nachbardorf, Groß Düben, gibt es ein Storchenenst, das jedes Jahr wieder von den Storcheneltern bezogen wird, die dann in nämlichem Jahr Jungstörche aufziehen.


    Was die Grundstückpreise anbetrifft, so kostete 2010 der m² Bauland in Döbern 11,00 Euro, Gartenland 2,00 Euro. Wie man mir letzthin mitteilte, sollen die Preise bis dato gleich niedrig geblieben sein. Man kann hier, direkt an der heutigen polnischen Grenze oft recht günstig ein Haus mit großem Garten erwerben. Da die Einwohnerzahl weiter zurückgehen wird, dürften sich die Preise eher noch weiter nach unten bewegen. Wenn jemand sich ein Renditeobjekt zulegen möchte, ist er hier falsch. Aber wenn es ein Eigenheim für den Ruhestand sein soll, dann kann es eine echte Alternative zu den Preisen in den Ballungsgebieten der Großstädte sein.


    Es wird neue Fotos geben, sobald wir dazu kommen und auch das Wetter stimmt.

    @ etinarcadiameo
    @ Exilwiener



    Vielen Dank für Euere freundlichen Zeilen. Es freut mich, dass Euch die Bilder über das Innenleben unseres alten Hauses gefallen haben.


    Zur Frage von Exilwiener, woher ich stamme: Geboren und aufgewachsen in Tauberbischofsheim, also bin ich ein Tauberfranke. Über ein Immobilienportal sind wir auf dieses Anwesen gestoßen. Meine Heimatstadt wurde leider die letzten Jahrzehnte durch Abriss und hässliche 0815-Neubauten so in Mitleidenschaft gezogen, dass ich meinen Lebensabend nicht dort verbringen wollte. So habe ich die Erinnerung an das schöne fränkische Landstädtchen, das alte Büscheme, so in meinem Herzen bewahrt, wie es zu meiner Kinder- und Jugendzeit war.


    Die Ratschläge zur Vorsicht, von euch beiden ausgesprochen, haben mich bewogen, die Bilder vom Interieur der Villa wieder zu entfernen.

    @ Frank-W
    @ Neußer


    Vielen Dank auch euch für die anerkennenden Worte.


    Sobald das Wetter wieder freundlicher wird, haben wir vor, Bilder von den anderen Döberner Villen einzustellen. Es sind deren nicht viele, eine ist bei Kriegsende in Flammen aufgegangen.


    Wegen der von Neußer erbetenen Bilder vom Innern unserer Villa, habe ich hier Fotos einige eingestellt, die aber auch teilweise inzwischen schon überholt sind. Das hängt damit zusammen, dass als ich 2012 nach Döbern zog, ich nur einen Teil unseres Stuttgarter Haushalts mitgenommen hatte, beim Nachzug meines Partners in 2014 war also nochmal ein großer Umzug mit viel Mobiliar. Außerdem habe ich immer noch weiter gesammelt. Für einen kurzen Eindruck mögen die folgenden Bilder genügen. Unter den Aufnahmen sind auch der Kachelofen und die Fliesen der Gesindeküche zu sehen. Viel Spaß beim anschauen:

    Vielen Dank für die schönen Fotos.
    Die Rekonstruktionsmaßnahme hat dem Haus wirklich gut getan. Ein tolles, rundum überzeugendes Ergebnis. Solche Maßnahmen, die einem Gebäude sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurückgeben, kann man gar nicht genug loben, vor allem, wenn sie von privater Seite aus geleistet werden.
    Mir gefällt auch, daß man dem Haus viel an Patina gelassen hat.


    Ich bin zwar selbst erst seit kurzem hier dabei, erlaube mir aber ein "Willkommen im Forum" auszusprechen.

    Vielen herzlichen Dank für den freundlichen Willkommensgruß und für die Dankeschöns.


    Nachdem wir das Immobilienangebot für dieses Haus im Internet nebst einigen Fotos gefunden hatten, fuhren wir 2010 zur Besichtigung hier her. Dabei wurden unsere Augen immer größer. Es sind im Hause noch sehr viele Details aus der Erbauungszeit erhalten geblieben, wie etwa Stuck, Türen, einige Buntglas-/Bleiglasfenster, ein prachtvoller Kachelofen, ein sehr schönes Treppenhaus und eine ehemalige "Gesindeküche" mit wunderschönen Porzellan-Fliesen an den Wänden. Wir haben uns regelrecht in dieses alte Haus verliebt. So haben wir es denn im Juni 2010 gekauft und hatten uns vorgenommen, es zu erhalten und ihm seine alte Schönheit wieder zu geben. Gleich zu Beginn war der Gedanke geboren, die Dachvorsprünge nebst den Schwebegiebeln wieder rekonstruieren zu lassen. Was uns auch gefällt, ist der parkartige Garten mit bis zu 120 Jahren alten Bäumen vor und neben dem Haus, das 25 m von der Bundesstraße zurück im Garten liegt. Die Massen von Laub im Herbst wollen allerdings auch bewältigt sein, zumal man ja eben nicht jünger wird. Der Bauherr hatte seinerzeit 2 Mädchen in Stellung. Mädchen bedeutet in heutigem Deutsch = Dienstmädchen, im Gegensatz zu " höheren Tochtern", also den Töchtern des Hausherrn, welche zumindest nicht körperlich arbeiten mussten. Dienstboten können wir uns heute wahrlich nicht mehr leisten, ergo müssen wir halt sehen, wie wir irgendwie mit der Arbeit zurecht kommen. in unserem Falle: eine Männerwirtschaft halt. Aber, Gott sei Lob und Dank, mein Neffe hilft uns Alten, wann und wo immer er kann. :wink:


    Solange wir noch in Stuttgart arbeiten mussten, sind wir alle 14 Tage, manchmal auch jedes Wochenende hierher gefahren, um im Haus zu arbeiten. In der Nacht von Fr.auf Sa. Hinfahrt ca. 700 km, haben den Samstag hier gearbeitet und sonntags ging es wieder 700 km zurück. Seit 2010 haben wir auch an allen Urlauben hier gearbeitet. Es war schon recht anstrengend. Seitdem wir nicht mehr arbeiten gehen müssen und hier wohnen, ist Vieles einfacher geworden. Im oberen Stockwerk befindet sich immer noch eine Baustelle und so wird es auch noch längere Zeit bleiben. Die alte Villa steht übrigens nicht unter Denkalschutz, demnach bekommen wir auch keine Denkmalschutz-Abschreibung nach § 7 i EStG. Wir haben die Rekonstruktion aus freien Stücken auf uns genommen und freuen uns, wenn es jedesmal wieder ein Stück vorwärts geht. Die Reaktionen der einheimischen Bevölkerung waren bisher durchwegs positiv und freudig.

    Döbern


    03159 Döbern ist eine kleine Stadt in Südbrandenburg/Niederlausitz mit derzeit noch ca. 3.300 Einwohnern und liegt etwa 26 km südöstlich von Cottbus und 66 km nördlich von Görlitz an der B 115, die mitten durch den Ort führt. Am Beginn des Muskauer Faltenbogens gelegen, entwickelte sich das Dorf von einem kleinen Dorf mit Rittergut in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Industriestandort mit Abbau von Braunkohle im Tagebau,eine Ziegelei und vor allem mehrere Glashütten. Als etwa ab 1890 der Anschluss an Eisenbahnnetz erfolgte, beschleunigte sich die industrielle Entwicklung rasant. Aus dieser Zeit haben sich mehrere Fabrikantenvillen erhalten.


    Bei einer dieser alten Villen, Baujahr etwa 1895, errichtet durch Wilhelm Ziegler, Mitinhaber der namhaften, 1882 gegründeten Glashütte Fettke & Ziegler, erfolgte im Sommer 2015 anhand alter Fotographien die Rekonstruktion der in den 1960 er Jahren abgesägten Dachvorsprünge nebst 2 Schwebegiebeln. Baupläne existierten nicht mehr. Die Fotos wurden dankenswerter Weise von einer alten Dame aus Buchholz bei Hamburg zur Verfügung gestellt, die in diesem Hause ihre Kindheit und Jugend erlebt hatte. Nach 1945 war das Haus beschlagnahmt und von der Roten Armee darin ein sowjetisches Krankenhaus untergebracht.


    Hier möchte ich zunächst einige Fotos bzw. Postkarten aus der Zeit um 1900 einstellen, die das Gebäude kurz nach der Errichtung zeigen, beim ersten Foto sieht man den Bauherrn, Herrn Wilhelm Ziegler (1852 - 1928), rechts auf dem Bild stehend (mit sog. "Kreissäge", einem damals im Sommer gebräuchlichen, flachen Strohhut:
















    So sah das Haus im August 2010, vor Beginn der ersten Renovierungsmaßnahmen aus:











    Und nun der jetzige Zustand - nach erfolgter Rekonstruktion der Dachvorsprünge und Zwechgiebel im September 2015:






















































    Für den Fall, dass die Fotos nicht so sein sollten, wie gewünscht, bitten wir um Nachsicht. Wir haben sehr viel Zeit und Nerven investiert, bis wir es soweit hatten, wie es jetzt ist. Deshalb unsere Bitte: bitte nicht löschen. Ohne die Hilfe meines Neffen hätte ich es niemals geschafft, der PC ist nicht meine Welt.

    @ Michael,


    herzlichen Dank für die schönen und beeindruckenden Bilder aus dem alten Hamburg. Was für ein großartiges Stadtbild. Es ist eine große Freude, diese Fotos anzuschauen und auf sich wirken zu lassen. Schade, dass so viel davon untergegangen ist.

    weitere Bilder:

    Das erste der nun eingestellten Fotos zeigt eine Turmecke des Reichstagsgebäudes während des Baues, aufgenommen im November 1893. Es stellt den damaligen Bundestaat, Königreich Württemberg dar. Deshalb wohl die Krone darüber und die Inschrift: Wttbg. Interssant auch der Arbeiter, der auf dem Balkengerüst in luftiger Höh arbeitet, und der Blick des Betrachters schweift auch in die Ferne und zu den Gebäuden im Hintergrund.

    @ Markus

    Es freut mich sehr, dass meine wenigen Bilder dein Interesse für Külsheim geweckt haben. Es ist sicherlich einen Besuch wert. Vielen Dank für den Hinweis zu den alten, hochinteressanten Fotos. Leider ist sehr Vieles davon inzwischen abgerissen und durch 0815 Neubauten ersetzt worden. Dennoch findet der Kunstfreund manch schöne Ecke. Külsheim hat im Städtchen, aber auch auf seiner Gemarkung ungewöhnlich viele, oft recht schöne Bildstöcke. Es sollen insgesamt noch etwa 300 Bildstöcke vorhanden sein.

    Hallo Zeno, denkbar ist es dass Gerlachsheim ummauert war. Einerseits lag es an der Heerstraße, die von Würzburg nach Mergentheim führt, dann wurde an dieser Straße noch im 19. Jahrhundert Chauseegeld erhoben. Das "Chauseehaus" von Gerlachsheim, an dem das Chauseegeld zu entrichten war, lag am Ortsausgang zur Taubertalstraße brannte erst 1945 aus. Gerlachsheim hatte enorm viel guten Weinbau, die Gemeinde war also sicherlich nicht arm und hätte sich m. E. wohl eine Ummauerung leisten können. An einer Heerstraße zu liegen bedeutete für einen Ort immer auch Gefahr in Kriegszeiten, dies spräche letztlich auch für eine Wehrmauer.


    Sogar das relativ kleine Dittigheim (bei Tauberbischofsheim) war ummauert, der letzte Torturm (das Distelhäuser Tor) wurde erst 1891 abgebrochen. Mithin kann es gut möglich sein, das auch Gerlachsheim ummauert war. Der Gerlachsheimer Herrenberg als Weinberg des Klosters mit bester Weinlange war wohl ummauert. Ob auch Werbach ummauert war, kann ich nicht sagen, aber schon der für dieses Dorf doch sehr große Marktplatz legt diese Vermutung zumindest nahe.