Posts by Villa1895

    Das Buch trägt den Titel: "Nie vergessene Heimat" und ist 1950 in Hamburg (Verlag Johannes Thordsen) erschienen. Das Vorwort stammt von Dr. Hans Lukaschek, Bonn. Die nicht minder schönen Bilder vom alten Königsberg habe ich übrigens unter Kaliningrad Königsberg eingestellt.


    Nach und nach beabsichtige ich noch Bilder von Pommern, Schlesien und vom "Sudetenland" also wohl von Böhmen und Mähren einzustellen.

    Hier noch einige Bilder des alten Königsberg i. Pr.:




    Die Jahrhunderte alten, hohen Speicherhäuser mit ihren, meist überdachten Flaschenzügen, als Lastenaufzug am Pregel; als Fachwerkbauten errichtet:


    Panorama von Königsberg i. Pr., rechts das hoch aufragende Ordensschloss:



    Der Dom von Königsberg:



    Der Altar des Domes:




    Altstadtgasse mit Pregelbogen:





    Man beachte bitte auch die enorme Mauerstärke der Außenmauer des "Blutgericht" genannnten Gewölbes, das sich als bekannte und beliebte Weinstube einen guten und bekannten Ruf, weit über Königsberg hinaus, erworben hatte.

    Neben dem hohen Spitzdach der Jakobuskirche und dem unvollendeten Glockenturm der gleichen Kirche, bestimmt der fast 90 m hohe Rathausturm mit seiner nadelschlanken Spitze das Stadtbild von Neiße. 1499, nach elfjähriger Bauzeit, wurde er vollendet. Der allmählig sehr verwitterte Turm wurde zwar im 19. Jh. immer wieder in größeren Abständen notdürftig ausgebessert, aber für eine gründliche Instandsetzung fehlten die Mittel. Erst im Jahre 1934 glückte die Finanzierung. Die im gleichen Jahre begonnene durchgreifende Wiederherstellung wurde im Dezember 1936 zum Abschluss gebracht. Der Rathausturm ist ein Backsteinbau mit Architekturgliedern aus Sandstein. Die Architekturglieder aus Sandstein hatten schweren Schaden genommen, waren teilweise sogar, nachdem im 19. Jh. Teile heruntergestürzt waren, abgeschlagen worden.


    Das großartige Ergebnis der Instandsetzung der Jahre 1934 bis 1936 kann man auf den nachfolgenden Fotos im Vergleich zum Zustand des Rathausturmes vor der Renovierung gut erkennen. Nach nur 9 Jahren wurde 1945 die Stadt Neiße sehr stark zerstört, wohl auch der Rathausturm.









    Die Bemalung des Kämmereigebäudes war sehr schön. Leider hat man nur eine ganz kleine Achse wieder hergestellt und zwar an der linken Traufseite. Auf der Giebelfassade, oberhalb der Bogen der offenen Halle, also im Bereich des I. Obergschosses, waren in Medaillons Portraits von Kaisern des Hl. Römischen Reichs dargestellt, z. B. auch Kaiser Karl d. Gr. Auf einigen der Bilder, die Eiserner Pirat am 06.11.2021 und am 07.11.2021 eingestellt hat, sind diese Kaiserbilder zu erkennen. Ebenso auf den Bildern von Eiserner Pirat vom 16.11.2021 und von East Clintwood vom 16.11.2021. Ich nehme an, dass in Polen, auch an einem historischen Gebäude, rekonstruierte Fassadenmalereien von Darstellungen von Kaisern des HRR absolut inakzeptabel waren. Deshalb ist wohl auch die Rekonstruktion der wirklich sehr schönen Malereien der Giebelseite bisher unterblieben.


    Viele jüngere Leute haben in Polen inzwischen aber ein deutlich entspannteres Verhältnis und Interesse am deutschen Kulturerbe und engagieren sich auch an der Bewahrung des Kulturerbes der ehemals deutschen Gebiete. Vielleicht erhält die Giebelfassade des Kämmereigebäudes in Neiße eines schönen Tages ja doch noch diese wunderschöne Fassadenmalerei zurück, Das würde auf jeden Fall eine unglaubliche Aufwertung dieses prächtigen Renaissancehauses bedeuten.

    Das einstige Hinterpommern wird von den Polen Westpommern genannt. Den Name Stargard gab/gibt es öfters. Außer Stargard in Pommern z. B. Burg Stargard, das bis 1929 Stargard in Mecklenburg hieß. Südöstlich von Gubin existiert das kleine Dorf Stargard Gubinski, das man wohl mit Stargard bei Guben übersetzen könnte. Vermutlich zur Unterscheidung von anderen Orten, die Stargard heißen, hatte man nach dem Krieg Stargard in Pommern als Stargard Szczeciński bezeichnet, was wohl soviel wie Stargard bei Stettin bedeuten dürfte. Der Name Stargard ist wohl zweifellos slawischen Ursprungs, weswegen man ihn seitens der Polen auch belassen hatte.


    Zu Vorderpommern (heute Vorpommern genannt) - und Hinterpommern fällt mir eine Anekdote ein:


    Kaiser Wilhelm reiste dereinst durch Pommern und wurde überall freudig begrüßt. Eine Kleinstadt in Hinterpommern hatte am Stadttor zur Begrüßung ein großes Schild angebracht mit folgender Inschrift:

    "Heil Kaiser Wilhelm tönt's aus Vorderpommern,

    doch aus dem Hintern solls noch lauter donnern".

    Wenn der Aufzug der Teil ist, der in einem Rotton verputzt oder gestrichen wurde, dann finde ich ihn eigentlich relativ zurückhaltend, so dass ich ihn nicht als störend wahrnehme. Wäre der Aufzug aber aus Stahl und Glas, dann empfände ich dies als massiv störend und äergerlich.


    Was mir allerdings tatsächlich als sehr hässlich und absolut unpassend vorkommt, das ist die stählerne Nottreppe (links oben im Bild). Mag sein, dass eine gesetztliche Vorschrift so eine Außentreppe verlangt. Solch eine Treppe kann vielleicht auch mal im Falle eines Brandes Leben retten, aber dennoch: vom Erscheinugsbild an einem historischen Gebäude sieht es nach meinem Dafürhalten nur "besch....." aus.

    @ Eiserner Pirat,


    danke für die tollen Bilder des alten Neiße, das mich auch an Görlitz erinnert. Wie man auf den Fotos erkennen kann, sind 1945 doch auch viele wertvolle Gebäude zu Grunde gegangen. Das stimmt einen traurig.

    Die Stadt Neiße hatte 1810 wegen der Beschießung durch die Franzosen, insbesondere im Bereich des Rings große Zerstörungen erfahren. Deshalb gab es am Ring nach dem Wiederaufbau viele sehr einfache klassizistische Häuser. Das Kämmereigebäude, errichtet 1602-1604, hatte 1810 zwar auch Schäden erlitten, war aber seinerzeit nicht zerstört worden. Zur Stadt Neiße hatte ich unter Datum 20.06.2019 einen Beitrag eingestellt, auch zur Bemalung des Kämmereigebäudes.


    Anmerkung: Es gab übrigens zwei Flüsse, die den Namen Neiße tragen, nämlich die Glatzer Neiße, an der die o. g. Stadt Neiße liegt und weit westlich davon die Lausitzer Neiße (an welcher sich z. B. die Städte Görlitz und Guben befinden). Die Lausitzer Neiße ist heute Grenzfluss zu Polen und Teil der Oder-Neiße-Grenze.

    Hallo Martin89,


    zufällig habe ich ein kleines Buch um 1890, von Georg Aster, mit dem Titel: "Villen und Familienhäuser". Mit vielen Plänen und Fassaden von Villen und Häusern. Es ist auch stets angegeben, ob das Haus nur teilweise oder voll unterkellert war. Ferner ist immer die Größe des Hauses in m² aufgeführt, die Baukosten des Hauses, bezogen auf den m³, sowie die gesamten Baukosten. Es gab im Kaiserreich über Jahrzehnte nur eine ganz geringe Inflation. Ob dir das weiterhilft?


    Von einer früherer Buchsendung hatte ich deine Adresse, weiß aber nicht, ob ich diese wieder finde. Teile mir deshalb bitte nochmals deine Anschrift mit. Frühestens im Laufe der nächsten Woche könnte ich dir dann dieses Buch schicken.

    Am 31.10.2021 waren wir in Bad Muskau und haben einige wenige Bilder aufgenommen, die ich euch gerne zeigen wollte


    Das Schloss spiegelt sich an einem sonnigen Herbsttag im Teich:




    Schlossgiebel in der Herbstsonne und vor blauem Himmel:


    Die beiden Löwen setzen nun immer mehr Patina an; die Farbe der zwei Löwen wechselt immer mehr hin zum Grün:



    Ein kleiner Wasserfall. Rechts im Hintergrund eine weiße Frau, das ist aber kein Geist, sondern eine Braut:



    Die folgende Aufnahme wurde an einem Tag, leider ohne Sonne, dafür aber mit feuchter Luft geknipst. Die Atmoshäre hat aber etwas Schweres und Geheimnisvolles an sich. Man könnte sich diese etwa düstere Kulisse durchaus passend zu einem Krimi oder zu einer Schauergeschichte vorstellen:

    Bei diesem Gebäude in unmittelbarer Nähe der Dorfkirche von Noßdorf, dürfte es sich um das einstige Pfarrhaus aus dem 18. Jh. handeln:






    Bauernhöfe aus dem 19. Jh. in Backstein oder Klinker errichtet:



    Das Kriegerdenkmal für die gefallenen Noßdorfer des I. Weltkriegs:


    Die Noßdorfer Wassermühle:

    Noßdorf war einst ein reines Bauerndorf. Etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es mehr und mehr zu einem Ort, dessen Einwohner ihr Brot als Arbeiter in den zahlreichen Tuchfabriken der Stadt Forst verdienten. Nossdorf und Forst sind längst zusammen gewachsen, so wurde dann Noßdorf schließlich nach Forst eingemeindet. Hier nun einige Bilder aus Noßdorf, aufgenommen im Juni und im Oktober 2021:




    Die Dorfkirche stammt zwar aus der Gotik, der Kirchturm ist aber aus dem 19. Jh.:


    Der kleine Anbau, ebenfalls aus dem 19. Jh. :



    Mehrere alte Grabsteine/ Grabplatten haben sich erhalten, zumeist von Pfarrersgräbern:











    Der Innenraum beherbergt einen schönen Barockaltar, seitlich mit reichem Arkanthuswerk und gewundenen Säulen, um welche sich jeweils ein Rebstock mit Reblaub und Trauben ranken. Das Altarblatt zeigt die Auferstehung des Herrn:






    Der Taufengel, der wohl seine Taufschale, die er früher in den Händen trug, eingebüßt hat:

    Angesichts der vielen Vogelhäuslein frage ich mich, ob da nicht vielleicht irgendwer einen Vogel hat oder nur "den Vogel abgeschossen" hat?

    Das sind keine alten Beinprothesen, sondern Votivgaben. Die vorgestellte Kirche ist ja ein Marien Wallfahrtsort mit einem Gnadenbild. Wer sich in Krankheit und/oder sonstigem Leid aufmachte zu einer Wallfahrt und die Muttergottes um Fürsprache und Hilfe bzw. Heilung anrief, hat, wenn er Heilung erfuhr, seine Dankbarkeit gegenüber der Gottesmutter zum Ausdruck bringen wollen. Heute geschieht das bei Gebetserhörung oft mit einem schriftlichen "Maria hat geholfen". In früheren Jahrhunderten hing man beim Gnadenbild häufig dann ein aus Holz, Wachs oder Metall gefertigtes Teil der geheilten Körperteile, z. B. eines hölzernen Beines auf.

    Nun, den Raum kenne ich zwar nicht. Das Zimmer scheint aber, nach dem, was man erkennen kann, einen runden Grundriss zu haben. Das könnte dann ein Hinweis auf ein Turmzimmer sein. Die Wand- und Deckengestaltung stammt wohl aus erst dem Historismus. Das Wandgemälde links dürfte den Schlosshof des alten Renaissance Schlosses zum Thema haben. Das Wandgemälde rechts davon könnte einen Teil der Ostseite des Schlosses mit Blick über die Spree darstellen, incl. des Turmes "Grüner Hut". Ganz oben an der Wandfläche, gewahrt man in den Zwickeln der Bilder Medaillons mit Portraits. Das könnten Personen aus dem Hause Hohenzollern sein, die mit der Geschichte des alten Schloss verbunden waren.

    Herzlichen Dank für die wirklich sehr schönen Bilder aus dem Englischen Garten in München. Besonders wenn die Natur im Herbst den Malerpinsel so recht in die Farbpallette taucht und die Blätter der Laubbäume mit Gold-, Gelb-, Rot- und Brauntönen bemalt, dann sind solche Parkanlagen, wie z. B. der Englische Garten in München, nach meinem Dafürhalten, ganz besonders schön und stimmungsvoll. Insbesondere in Verbindunng mit Wasserflächen wie etwa dem Kleinhesseloher See. Ein Spaziergang gerade im Herbst, im Englischen Garten ist, zumindest, wenn die Wege nicht überlaufen voll von Menschen sind, ein wahrer Balsam für die Seele.


    Das mit dem Mittleren Ring, der mitten hindurch führt, ist allerdings ein Ärgernis, da man die Motoren der Fahrzeuge doch sehr laut und weithin hört. Aber, es sieht ja, wie oben angeführt, anscheinend danach aus, als ob ein hoffentlich bald zu errichtender Tunnel die Lösung für dieses Problem bringen könnte.