Posts by gropeltop

    Wie heute in der guten alten "NN" zu lesen ist, wird Marcus König für die CSU in die Nürnberger OB-Wahl 2020 gehen. Das sind doch ´mal gute Nachrichten für die weitere Zukunft des "Pellerhauses".


    So wie ich ihn erlebe, besitzt er im Gegensatz zu Politikern anderer Parteien durchaus Interesse für die Nürnberger Stadtgeschichte. Die jetzige Vorderfront des "Pellerhauses" würde er nicht sofort abreißen lassen.


    Als OB hätte er aber rechtlich die (Ausnahme-)Möglichkeit, dies trotz allen Denkmalschutz-Gedöns anzuordnen. Ich wette heute und hier 100 Euro darauf, dass dieser Fall spätestens 2021 eintreten wird. Seine Argumente: Sanierung zu teuer, eine neue Fassade kostet das gleiche. "Grausamkeiten" soll man immer gleich am Beginn einer Regierungszeit erledigen. Dann bleibt genug Zeit dafür, dass Gras über die Sache wächst. Und der Mensch vergisst sowieso schnell.

    Der offizielle Artikel der NZ zur Diskussion ist online nachlesbar:


    Als Foto zum Artikel ist "natürlich" wieder die monsterhafte bzw. größenmäßig falsche Abbildung der Fassade zu sehen. Jesus Christus... Dieses Bild wird die "NZ" (und auch die "NN") ohne Gnade (aus irgendeinem Grund) die nächsten Jahre weiter verwenden.


    Sind die beiden Zeitungen eigentlich für oder (doch) gegen eine Rekonstruktion? Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie das Ganze torpedieren wollen.

    Machen wir in diesem Forum jetzt Werbung für die Gegner einer Fassaden-Rekonstruktion? Brauchen wir in diesem Forum "perfekte Fotos mit perfektem Himmel" der aktuellen Fassade?
    Die zitierte Fotografie der Fassade ist in Photoshop etc. bearbeitet bzw. "aufgehübscht" worden.

    Wer im rekonstruierten Hof des "Pellerhauses" steht, bekommt eine Ahnung davon - oder wird daran erinnert -, was an vielfacher wunderschöner Hofarchitektur am 2. Januar 1945 in Nürnberg leider verloren ging - siehe "Sebalder Steppe".


    Die Funktion und Aufgabe des (rekonstruierten) "Pellerhauses": Den Bürgern und Besuchern der Stadt das Gefühl zu vermitteln, wie schön Nürnberg vor den Kriegszerstörungen war.


    Ich persönlich liebe die Ruhe im Hof des "Pellerhauses". Es fehlen noch die Blumen und das Plätschern eines Brunnens.

    Je stärker der Widerstand, desto größer die Angst der Gegner vor einer Rekonstruktion der Fassade. Die Gegner verschanzen sich hinter dem Denkmalschutz. Andere Argumente pro Mayer-Fassade gibt es nicht. DIESE FASSADE IST NICHT SCHÖN. SIE IST HÄSSLICH.


    Die Schönheit der alten Pellerhaus-Fassade wird sich letzten Endes durchsetzen.


    Architekten leben in ihrer Schuhkartonwelt. Architekten haben so ihre Probleme mit schönen Bauten (anderer Architekten). Architekten reißen gerne schöne Bauten (anderer Architekten) ab. Oder wollen schöne Bauten (anderer Architekten) verhindern. Der Neid und der Hass ist unter Architekten wohl leider sehr verbreitet.

    Also ich habe versucht den Johannes Tscharn zu kontaktieren. Leider bin ich bei der Anmeldung bei Artstation gescheitert. Dort muss man irgendwann bei der Registrierung eine Telefonnr. angeben.


    Der einfachste Weg wäre Ihn per Facebook oder Instagram zu kontaktieren, da muss ich leider als total Verweigerer passen. Aber vielleicht kann ja einer von euch?...

    2017 hatte ich schon einmal - und als erster - in diesem Forum die alte Fassade des "Pellerhauses" vor das jetzige Gebäude gesetzt. Zu sehen sind drei Fassaden (1944, 1957 und 1605). Meine Entwürfe zeigen den Höhenunterschied von der aktuellen Fassade zur rekonstruierten Version. Und die Höhe der möglichen Plane am Egidienberg. Die anderen aktuellen Entwürfe geben diese durchaus wichtige Info nicht wider. Daniel Ulrich sprach am 12. März 2019 von acht Metern Höhenunterschied. Das scheint mir übertrieben zu sein. Zirka 4,5 Meter bis Giebelhöhe plus knapp 2 Meter für die Figur.


    Bitte liebe "NN" und "NZ": Zeigt auf Pressebildern zu "Pellerhaus"-Artikeln nicht jeeedes Mal den Imhoff-Bau (rechts). Um den geht es nicht. Der kann stehen bleiben - als Beispiel für 1950-er-Jahre-Wiederaufbau-Architektur.


    Die Giebellinie der Originalfassade über der jetzigen.


    In der Mitte ist der gewellte Flachdach-Abschluss der aktuellen Fassade zu sehen.

    Am Dienstag, 12. April 2019, war ich Besucher der NZ-Podiumsdiskussion zur Zukunft des Pellerhauses im "Scharrer-Gymnasium".


    Ich bin kein Daniel F. Ulrich-Versteher; aber drei Punkte von ihm fand ich wichtig (um die Sichtweise der Stadtverwaltung zu verstehen):


    1. Das jetzige "Pellerhaus" im Mayersch´schen Stil steht auf der Denkmalliste. Und ist damit schützenswert. Das muss die Stadt Nürnberg berücksichtigen.


    2. Er sieht die Gefahr eines "Präzedenzfalles", wenn das jetzige "Pellerhaus" abgerissen werden sollte. Andere Bauherren in Nürnberg mit weniger schützenswerten Bauten, für die eine Abbruchgenehmigung beantragt wird, könnten sich dann auf den "Pellerhaus-Fall" berufen. Motto: "Wenn ein solch wichtiger Bau abgerissen werden kann, warum dann
    nicht meine alte Scheune (am Stadtrand)?


    3. Der (zukünftige) OB der Stadt Nürnberg kann kraft seines Amtes einen Abriss des jetzigen "Pellerhauses" anordnen.
    Der Nürnberger Baureferent müsste als Angestellter der Stadt dieser Weisung dann Folge leisten.
    Der Nürnberger Stadtrat kann den Abbruch des Mayer´schen "Pellerhauses" nicht beschließen.



    Infotafel vor dem Eingang zum "Scharrer-Gymnasium"


    Blick auf das Podium (v.l: Sohr (NZ), Enderle (Altstadtfreunde), Ulrich (Baureferent) und Fischer (NZ)


    Panorama in Richtung des Podiums


    Panorama von der anderen Seite

    Zum rekonstruierten "Nordgiebel" des "Pellerhauses" habe ich nun insgesamt drei Postkartenmotive gestaltet (siehe unten). Mir fehlt das frühere Dach hinter dem Giebel. Dieses fügte ich auf den Motiven mit ein. Und es gibt eine Ansichtskarte, die die frühere Südfassade im derzeitigen Hof zeigt. Die Bildunterschriften sind in "Sütterlin" geschrieben. Auf Ansichtskarten der 1930-er-Jahre ist "Sütterlin" wiederholt zu lesen. Bei Interesse an den stabilen und versandfähigen Ansichtskarten bitte bei mir melden.





    Anbei zwei Bildmontagen, die den ausreichenden Platz für eine Dachschräge hinter dem Nordgiebel im Hof des "Pellerhauses" zeigen:


    Für das erste Motiv nutzten wir das große Schnittmodell des "Pellerhauses" im Nürnberger Stadtmuseum "Fembo-Haus". Für das zweite das "gröbere" Modell des Egidienplatzes im "Fembo-Haus". Hier ist die Detailgenauigkeit beim "Pellerhaus" auf Grund des kleineren Maßstabs wohl geringer.


    Fazit: Das komplette Dach müsste hinter dem Nordgiebel nicht errichtet werden. Es reicht ein halbes "Schau-Dach". Der Platz hinter dem Nordgiebel zum benachbarten "Scharrer-Gymnasium" wäre ausreichend breit genug. Mit einer Holzkonstruktion ließe sich die Dachschräge gut auf- und auch wieder abbauen.


    Die eingebaute Dachschräge des großen Modells


    Die eingebaute Dachschräge des kleinen Modells (das Dach sitzt niedriger an der Giebelspitze; das Dachfenster wirkt kleiner)

    Hallo zusammen,


    anbei noch eine Ergänzung zum Nordgiebel: So eng ist der Platz zwischen dem Giebel und dem angrenzenden Gymnasium gar nicht - geschätzt sind es 8-9 Meter. Ganz rein theoretisch könnte man hier eine Dachschräge als "Kulisse" noch anbauen. Die eigentlichen Schulzimmer liegen wohl weiter nach Norden. Direkt am Giebel liegt nur ein Anbau mit kleinen Fenstern (siehe Foto).
    Denkbar wäre auch eine mobile, leichte und kostengünstige (Holz-)Konstruktion, die windstabil die frühere Dachschräge zum Hof hin abbildet.


    Hallo zusammen,


    die neue Nordfassade im Hof des Pellerhauses hat mich mit ihrer Schönheit wie viele andere Besucher sehr beeindruckt. Den ersten Anblick des Steingiebels wird keiner mehr vergessen.


    Keine Kritik: Der Giebel hängt ohne das frühere Dach des Rückgebäudes (mit den beiden Dachfenstern) leider etwas in der Luft. Deshalb gestaltete ich ein 3-er-Panorama, das den jetzigen Bauzustand mit der "fehlenden" Baumasse zeigt. Neben der Geldfrage verhinderte wohl auch der mangelnde Platz bzw. Abstand zum "Scharrer-Gymnasium" eine Blend-Dachfassade. Es gibt einen schönen Blick in die Zukunft. Das fehlende Dach baute ich farbig ein. Zuerst der Blick vom 1. Stock auf die Nordfassade. Weiter unten dann die Optik vom 2. Stock aus.


    Der Blick vom 1. Stock. Die Farbe der Dachziegel übernahmen wir von den eingedeckten Arkaden.


    Der Blick vom 2. Stock auf den Giebel. Die hässliche Betonfront des "Scharrer-Gymnasiums" verschandelt etwas den Blick. Der Giebel rechts vom früheren Imhoff-Rückgebäude würde bei einer Rekonstruktion wegfallen.



    Unser Vorschlag für die Lösung des Eingangsproblems zum Hof des Pellerhauses: An der westlichen Arkadenmauer könnte/müsste man einen Durchgang brechen. Der erste Türbogen in der Mauer liegt genau am Treppenturm. Weiter hinten wäre ein Durchbruch wohl sinnvoller.


    Ergänzung zu meinem Eintrag: Den vorgeschlagenen Seiteneingang gibt es bereits (seit 1605/7) - siehe Foto. Dieser ist aktuell hinter einer Bretterwand (siehe Foto oben) verborgen. Der Hauteingang und die Halle im "Pellerhaus" wird in Zukunft wohl regelmäßig vom "Haus des Spiels" in Beschlag genommen. Über einen seitlichen Eingang zum Hof des "Pellerhauses" wäre ein ungestörter Zugang zum Hof möglich.


    Vor der (nicht mehr so nahen) Kommunalwahl 2020 in Nürnberg wird die SPD und Maly alles zum Pellerhaus weiter blockieren. Beide haben ein "modernes" Nürnberg vor Augen. In dieses Weltbild passt keine rekonstruierte bzw. wiederaufgebaute historischen Fassade. Dass die Stadt Nürnberg keinen Cent für die Rekonstruktion des Hofes gab, nicht einmal einen symbolischen "Anstandsbetrag", ist Ausdruck dieser Geisteshaltung.
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    Wenn man im Hof des Pellerhauses steht, bekommt man ein Gefühl dafür, was am 2.1.1945 an Hofarchitektur in der Nürnberger Altstadt verloren ging.

    Hallo, anbei zwei Bildmontagen, die die Pellerhaus-Fassade (Stand 1605 und 1944) mit den beiden Vorkriegsbauten links u. rechts nun farbig zeigen (Schwarzes Pellerhaus und Imhoff-Bau). Die Proportionen sind wohl stimmig. Bei den Fassadenfarben links u. rechts soll die Optik einer nackten Sandsteinwand gezeigt werden. Wie zuletzt auch 1944.
    Die beide Nebenbauten müssten sich architektionisch (und von den Farben) wohl zurückhalten, damit das Pellerhaus im Zentrum bleibt - und der Blick nicht abgelenkt wird.
    Schön, dass nach dem ruhigen Frühjahr wieder Leben in die Pellerhaus-Fassaden-Diskussion gekommen ist.
    Dass der jetzige Imhoff-Bau abgerisssen wird, ist wohl mehr als unwahrscheinlich. Jetzt lassen sich beide Versionen aber optisch vergleichen.



    Das böte sich ohnehin langfristig an, zumal davon ja sogar noch ein kleiner Teil steht.

    Hallo, vielen Dank für die Rückmeldung. Wie gewünscht, anbei ein Entwurf mit dem früheren "Schwarzen Pellerhaus". So lässt sich die Baulücke links fiktiv schließen. Die Fassade ist noch etwas schemenhaft zu sehen. Mit etwas mehr Zeitpuffer gestalte ich das Haus farbig. Es gibt Farbfotos des Gebäudes vor 1945. Das jetzige Imhoff-Haus ließe sich auch überblenden. Einen Entwurf reiche ich nach.



    Anbei zwei Vorschläge, wie die rekonstruierte Pellerhaus-Fassade aussehen könnte. Im Stil von 1605 und von 1944. Von mir nicht aus der Hand geschüttelt, sondern auf der Basis gesicherter Informationen. Die Version von 1605 ist optisch schöner. Die Version von 1944 wirkt nüchterner - und wie ein (kalter) neo-klassizistischer Bau.
    PS: Die Fassadenentwürfe hatte ich schon einmal hochgeladen (siehe "dreiteilige" Fassaden-Optik). Jetzt sind die beiden Entwürfe jeweils über die gesamte Breite zu sehen.


    Und noch eine Anmerkung zu Danzig: Dort wurden die rekonstruierten Nachkriegs-Fassaden im Hanse-Stil aus Backsteinen errichtet - und anschließend verputzt.
    Wäre dies auch für das "Pellerhaus" eine kostengünstigere Alternative - anstatt Sandstein? Die Putz-Variante hätte einen Vorteil: Die Fassade würde nicht "zu neu" aussehen und bekäme über die Putzfarbe sofort eine Art Alterspatina.



    Noch eine Ergänzung: Die Thematik "Pellerhaus-Fassade" ist ohne die Personalie Ulrich Maly nicht denkbar. Meine Einschätzung ist, dass er bauliche Rekonstruktionen im Nürnberger Stadtbild, in der Nürnberger Altstadt sowieso, schlichtweg hasst und verachtet. Für ihn ist dies rückwärtsgerichtet - und der (konservative) Geist von Gestern.
    So, wie er sich politisch positioniert und wohl selbst sieht, steht er für den neuen Menschen, die Zukunft. Er wird sich eher die Zunge abbeißen, als hier irgendeinen Kompromiss einzugehen.

    Ich halte es für illusorisch, dass die gesamte Gebäudefront an der Nordseite des Egidienplatzes wieder original aufgebaut werden kann.


    1. Kostenfrage. 2. Der aktuelle Imhoff-Bau ganz rechts ist kein Schandfleck. Der Bau davor war architektonisch auch kein Highlight, sonder optisch eher langweilig. Die wiederaufgebaute Pellerhaus-Fassade im Kontext des 1950-er Wiederaufbau-Stils kann reizvoll sein. Und es wäre ein optischer Wettbewerb - und gleichzeitig eine Kompromiss-Lösung, um die Gegner einer Rekonstruktion "zu versöhnen".

    Anfang Juni 2017 besuchte ich die Stadt Danzig - und war von den traumhaft schön rekonstruierten Straßenzeilen in der Altstadt ("Rechtstadt") mehr als beeindruckt. Was dort originalgetreu in den 1970-er Jahren wiederaufgebaut wurde, ist sagenhaft.


    In Danzig gibt es baulich eine "Schwester" des Pellerhauses. Das sogenannte "Englische Haus". Es wurde zwischen 1568–1570 errichtet. Nach 1945 blieb auch hier, wie beim Pellerhaus, nur der untere Teil der Fassade übrig.


    Man kann sich unschwer vorstellen, wie groß die Strahlkraft einer wiederaufgebauten Pellerhaus-Fassade im Stadtbild wäre.





    Der Farbton "Nürnberger Rot" für den Hof des Pellerhaus



    Der Wiederaufbau des Pellerhaus-Innenhofes ist wirklich beeindruckend und imposant. Man kann erahnen, was in der Nürnberger Altstadt am 2.1.1945 an Innenhof-Architektur verloren ging.
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    Welche finale Farbgestaltung wird/soll der Hof denn bekommen? Nach dem Stand von 1607 müsste auf die Sandsteinquader der Farbton "Nürnberger Rot" kommen. Und darauf wiederum weiße Kalklinien, um die Quaderung wieder hervorzuheben.
    Mein Foto zeigt den Farbunterschied deutlich. Die Quader des Treppenturmes tragen diesen alten Farbton. Direkt daneben sind nackte Sandsteinquader zu sehen, die der Witterung direkt ausgesetzt sind. Sandstein ist ein relativ weicher bzw. empfindlicher Stein. Es wäre schade, wenn es nach 30 Jahren wieder die ersten Reparaturen gäbe.