Posts by Siedel?

    Nachtrag: Der letzte Satz ist insofern mißverständlich, daß der Rittersaal ja auch in zwei Jahren natürlich nur Erinnerung sein wird. Da er aber im wieder rekonstruierten Bauwerk lokalisiert werden kann, dürfte es auch halbwegs möglich sein, sich seine Wirkung etwas konkreter vorzustellen als heute. Vielleicht wird es ja auch einmal möglich sein, wenigstens temporär, z.B. mithilfe von Abbildungen oder eine zeitweilige Aufstellung des Silberbuffets dem Vorstellungsvermögen etwas aufzuhelfen.

    Also der Rittersaal war toll - vor allem unglaublich aufwendig gestaltet - aber ihn als Höhepunkt barocker Raumschöpfungen gleich in ganz Europa (!) zu bezeichnen, halte ich, gelinde gesagt, etwas arg übertrieben.


    Bei aller Wertschätzung: An dieser Stelle muß ich, der ich hier allzu selten überhaupt etwas beitrage, doch etwas dazu sagen:


    Es kann überhaupt nicht Gegenstand einer ernsthaften Auseinandersetzung sein, daß der Rittersaal einer der ganz großen Höhepunkte barocker Raumschöpfungen in Europa war. Das steht vollkommen außer Zweifel. Die ganze Paradesuite des Schlosses, vom Treppenhaus bis zum Vorraum der Bildergalerie, mindestens aber bis zur sog. alten Kapelle, bildete eine Abfolge von nahezu einzigartiger künstlerischer Qualität bei außerdem hervorragendem Erhaltungszustand (auch wenn bei den Wandbespannungen und den Vergoldungen manches, v.a. unter Friedrich Wilhelm IV., erneuert worden war).


    Die an die Kapelle (später Versammlungsort des Schwarze-Adler-Ordens) anschließende Bildergalerie von Eosander, ebenfalls ganz großartig, zeigte indes eine etwas andere Stilhaltung und war auch nicht mehr von Simonetti nach Schlüters Entwürfen und unter seiner Aufsicht, sondern von Dubut stuckiert.


    Abgesehen davon, daß es, mit Verlaub, geradezu albern ist, die obige Würdigung eines hochbarocken Saales durch den Hinweis auf ein spätbarockes Treppenhaus widerlegen zu wollen ("Wie, Du findest Obsttorte lecker, ich hab neulich Lachstarte gegessen, das ist was! Oder wie wärs mit Freeclimbing?"),


    abgesehen davon ist der Rittersaal mit seinem umwerfenden Übergang von Architektur über stuckierte Scheinarchitektur in illusionistische Deckenmalerei in dieser Fülle und dennoch gewahrter Einheitlichkeit (das beste Beispiel für die Anwendung dieses in der Kirche Il Jesù/ Rom vorgegebenen Gestaltungsprinzips im Profanbau) so unglaublich gelungen, daß er gar keinesfalls lediglich als für Berlin oder Norddeutschland bedeutend angesehen werden kann. Er ist zusammen mit den Schlossfassaden, mit Reiterstandbild des Großen Kurfürsten, Schlosshof, Treppenhaus und Paraderäumen Teil eines der allerbesten barocken Hauptwerke städtebaulicher, architektonischer und bildhauerischer Kunst in Europa. Und das sieht, sofern er vorurteilsfrei auch preußische Kunst zu betrachten imstande ist, auch derjenige, der das Werk Schlüters (noch) nur in fotographischer Abbildung betrachten kann. Wer das letzt noch bezweifelt, dem werden in spätestens zwei Jahren die Augen geöffnet.

    Es wird wohl über kurz oder lang auf jeden Fall Gittertore kommen, zumindest bei Portal I und V. Denn auch wenn das damals einen "für heute nicht vorbildlichen Rückschritt dar[stellt]", so hat sich die Sicherheitslage wohl in den letzten Jahren und Jahrzehnten wohl kaum so zum besseren geändert, dass man hier optimistisch sein könnte. Und insbesondere bei den zu erwartenden Konzerten und Empfängen im Schlüterhof wird man wohl kaum auf Bauzäune vertrauen.


    Eventuell wird man auch auf Vandalismus reagieren müssen und dann auch Portal II und IV zumindest in der Nacht schließen.
    Da werden dann auch pragmatische Sicherheitserwägungen Vorrang vor blumigen Worten von "der Öffnung für das Volk" haben werden.


    Eine ganz andere Frage wird dann sein, ob die Tore aus dem Historismus wiederkommen werden (evtl mit Unterstützung des Fördervereins, der ja die Tore schon mal im Katalog hatte) oder ob man dann vielleicht ein einfaches Gittertor anbringen wird, um den Proportionen und der Konzeption von Schlüter/Eosander gerecht zu werden.
    Andererseits - unter der Prämisse, dass die Tore ja sowieso nur nachts geschlossen würden oder stundenweise für Veranstaltungen, spräche absolut nichts gegen die Tore aus dem Historismus, denn bei Tageslicht könnte man ja die ursprüngliche Architekturkonzeption ja voll erleben. Ich fände es jedenfalls schade würden sie nicht wieder kommen.

    1. Glaub mir, sie kömmen nicht. Niemand, der mit den Entscheidungen zu tun hat, will sie.
    2. Sicherheitsmaßnahmen (in der Tat notwendig) sehen heute anders aus.
    3. PI und V werden tatsächlich nachts geschlossen sein. Aber gerade weil dafür eine andere Lösung gefunden werden wird, tendieren die Chancen für die historistischen Gitter gegen null.
    Gegen Lärm helfen Gitter übrigens auch weniger.
    4. Alles dies gilt auch für Portal III. Da ist die Verglasung im Portalinneren längst publik gemacht.
    5. Wenn Du den Aspekt "Öffnung" lediglich als "blumige Worte" betrachtest und glaubst, die Störung der barocken Konzeption und der von Schinkel geplanten Sichtbeziehungen durch die historistischen Gitter seien lediglich meine privaten Ablehnungsgründe, unterliegst Du einem Irrtum.
    6. Die historistischen Gitter kämen selbst dann nicht, wenn Du die 2,8 Mio. dafür persönlich vorbei brächtest. Selbst das unverzichtbare Eckrondell durchzusetzen, war schon schwierig.
    Auf den Deckerstichen (Schlüters Präsentationsstiche) sieht man übrigens keine Gitter.
    7. Das bedeutet keine generelle Ablehnung historistischer Elemente. Viele kommen selbstverständlich wie das große Wappen am P III oder die Lessingreliefs ebendort. Für noch fragliche setzen wir uns vehement ein, so Schlossbrunnen, Oranierfiguren und Adlersäule.


    Ich würde mich freuen, wenn hier etwas präziser argumentiert würde. Nichts für ungut.

    Die Gittertore kommen aus guten Gründen nicht.


    1.Sie stellten in den Portalen I, II, IV und V ein ganz unpassendes und störendes Element dar, denn die ganze Wirkung der Fassaden beruhte darauf, daß das Erdgeschoß mit der dorischen Ordnung schmucklos-streng in der Wirkung war und erst mit zunehmender Höhe Plastizität und Schmuckreichtum immer üppiger wurden. Von den wuchtig-schweren Rustikablöcken und tuskischen Säulen im EG über die schwungvollen ionischen Säulen im 1. OG bis zu den üppig sprießenden korinthischen Säulen im 2. OG steigerte sich der Formenreichtum. Darüber noch schwebten die engelsgleichen Famen (Ruhmverkünderinnen) mit ihren Trompeten und die Adler saßen quasi abflugbereit in größter Höhe und hatten alles im Blick.


    Die reich dekorierten Gittertore von 1892 waren für sich sehr schön, zeigten aber ein völliges Unverständnis der künstlerischen Absicht Schlüters bzw. Eosanders.


    2. Die Schweren Gitter riegelten das Innere nahezu blickdicht ab. Erst in über 2 m Höhe waren sie durchbrochen. Darunter waren von innen verriegelbare Sehschlitze eingebaut, durch die man im Zweifelsfall auch das Umfeld beschießen konnte.


    3. Das Schloss hatte eine bedeutende Geschichte der allmählichen Öffnung für das Volk (durch Friedrich den Großen) und auch durch das Volk (1848). Die Vergitterung 1892 stellte da einen vielleicht notwendigen (Attentate), aber für heute nicht vorbildlichen Rückschritt dar. Es ist gut, daß mit der Offenheit der Portale eine Traditionslinie fortgeführt wird, die auf so großartige Kapitel wie die genannten aufbaut.


    4. Schinkel hat die Proportionen und Maße seiner Museums-Säulenfront gefunden, indem er den Blick vom Schlossplatz durch Portal II und IV zum Ausgangspunkt nahm (so Prof. Peter Stephan). Das wäre nach einer Reko der Gitter nicht mehr nachvollziehbar.

    Ich gehe davon aus, dass die Teile exakt angefertigt werden und nicht zu groß ("mit etwas Sicherheit") oder zu klein (das ist ja klar). Bei ersterem hätte man dann ja so gut wie jedes Teil verkleinern müssen, damit es passt - insbesondere dort´, wo viele Sandsteinteile neben- (z.B. Gesimse) oder aufeinanderliegen (z.B. Säulen). Sonst wären die Maße in der Summe ja komplett aus dem Ruder gelaufen, wenn alle Teile ein wenig größer wären als nötig. Es war ja auch ansonsten nicht zu beobachten, dass Teile nachbearbeitet werde mussten, was auch für die exakte Anfertigung spricht.


    Ich habe doch nicht geschrieben, alle Teile würden insgesamt zu groß geliefert. Und natürlich sind Auflageflächen exakt geschnitten. Aber im rückwärtigen Teil, der Bosse, wird oftmals nachgearbeitet. Ich habe es beim Einbau eines Adlers an der Lustgartenseite vor Ort beobachtet. Der wurde hochgehievt, eingesetzt, paßte noch nicht ganz, mit dem Kran wieder heruntergebracht, mit Flex nachbearbeitet und erneut hochgebracht, diesmal paßte er. Das war in dem Fall eine andere Firma als im Hof, was dafür spricht, daß das wohl nichts Unübliches ist. Bei der Eosanderkartusche wird seit mehreren Wochen nachgearbeitet. So waren zunächst noch an der linken Engelsfigur einige deutlich erkennbar nicht zur Skulptur gehörende Streben zu sehen, die mittlerweile verschwunden sind. In der Schlossbauhütte habe ich gesehen, daß die Borussia unter einem Arm aus Gründen statischer Sicherung bis zur Aufstellung noch eine Bosse stehen hat, die, so sagte es der Bildhauer, erst im Hof abgearbeitet wird. Es ist also offenbar sehr wohl zu beobachten, daß nachgearbeitet wird. Das sind keine notgedrungenen Korrekturen aufgrund gemachter Fehler, sondern vorgesehene Arbeiten beim Versetzen.


    Ich möchte auch darauf aufmerksam machen, daß im Hof im Erdgeschoß umlaufend handgemauerte Tonnengewölbe erstellt wurden, die die Kolonnadengänge in etwa 8 m Höhe abschließen, Über den Galerien wird sich das wiederholen. Das dauert seine Zeit. Darüber aber wird es in den Hof-Rücklagen aber recht schnell gehen.


    Es ist durchaus kein langsames Tempo, das da vorgelegt wird. Der Hof ist jetzt ein Jahr im Bau und Fertigstellung ist in eineinhalb Jahren vorgesehen, nicht diesen Herbst.

    Das, was gestern abgetragen wurde, ist schon zum Teil wieder ausgebessert. Aber es scheint noch mehr Probleme zu geben. Direkt daneben muss die Rückseite des Kapitells offenbar mit der Flex nachgebessert werden, damit es passt:

    Quelle: http://cam04.berlinerschloss-webcam.de/


    Es gibt da überhaupt nicht "noch mehr Probleme", wenn mit der Flex nachgebessert wird. Das ist völlig normal. Die Stücke werden tendenziell mit etwas Sicherheit gearbeitet, damit sie vor Ort genau passend bearbeitet werden können. Arbeitete man sie von vornherein so weit ab, daß sie im Idealfall genau passend wären, bestünde das Risiko, daß leicht einmal ein Stück zu weit abgearbeitet wäre. Das wäre dann wirklich ein Problem. Womit sollte man dann den Hohlraum ausfüllen?


    Vergleich: Schon einmal eine Zahnkrone bekommen? Da schleift der Zahnarzt auch lieber ein paar mal dran herum und geht nicht gleich volles Risiko, um zu beweisen, wie toll er das im Vorhinein abschätzen kann.

    Die Gitter kommen nicht und das aus guten Gründen:


    1. Obzwar sehr hochwertig gestaltet und für sich sehr schön anzusehen, passten sie stilistisch gar nicht zur barocken Konzeption. Es gibt Elemente am Schloss, die zwar auch stilistisch späteren Epochen, auch dem Historismus, entstammten, den Bau aber dennoch bereicherten (z.B. die Bronzereliefs am Portal III von Otto Lessing oder das große Wappen ebendort). Gerade an den Portalen I, II, IV und V aber waren die Gittertore von sehr störender Wirkung. Denn die ganze Wirkung dieser Portale beruht wesentlich auch darauf, daß die Architektur im Erdgeschoß gemäß der dorischen Ordnung geradezu schmucklos ist, von Stockwerk zu Stockwerk aber immer schmuckvoller und reicher wird. Dies wurde offenbar bei Bau der Gittertore gar nicht mehr (bzw. noch nicht wieder) begriffen.


    2. Portal III: Bei Gitter statt Windfang wäre die grandiose EIngangshalle gar nicht benutzbar, weder als großes Entrée noch für Veranstaltungen, da man jeder Wetterlaune ausgesetzt wäre.


    3. Es war Resultat einer historisch bedeutsamen Geste, daß die Durchgänge frei und unvergittert waren: Friedrich der Große höchstselbst öffnete das Schloß der Allgemeinheit. Dies war Ausdruck seines Selbstverständnisses, erster Diener des Volkes zu sein. In der 48er-Revolution (ich glaube, es steht bei Cyran, Das Schloss an der Spree) sollen die provisorischen Gitter, die Friedrich Wilhelm IV. flugs hatte anbringen lassen, von den aufständischen Bürgern herausgerissen worden sein in der Berufung auf "altes Volksrecht". Vielleicht als notwendige Reaktion auf die Attentate auf Wilhelm I. sind dann die von einigen hier vermißten Gittertore eingebaut worden, Sie erlaubten nicht einmal den Blick in die Höfe; so hoch war der untere, massive Teil. Wollen wir die wirklich wiederhaben? Ich nicht.

    Der "Mittelpfeiler der heutigen Rathausbrücke" entfiel wegen den Planungen die Spree für grössere Schiffe auszubauen und stammt aus der Zeit vor Lüscher.


    (immer dieses L-Bashing) ||


    Das ist definitiv nicht richtig.


    Die angeblichen Erfordernisse des Schiffsverkehrs waren waren immer nur vorgeschoben. Ich habe mich mit Gleichgesinnten jahrelang engagiert, um den jetzigen Zustand zu verhindern. Kurzgefaßt war es so:


    Seit den späten 90ern gab es das Wettbewerbsergebnis mit dem ab 2012 realisierten Entwurf. Damals gab es noch keinen Bundestagsbeschluß zum Schloss. Noebel plante die Brücke also ästhetisch im Kontext des Palasts der Republik. Er selbst äußerte 2007 bei einem Besuch des Vereins "Forum Stadtbild Berlin", daß er den Entwurf gerne überarbeiten würde, um ihn der geänderten Planungssituation anzupassen. Dies betraf die Gestaltung der Brücke selbst wie die Frage eines Sockels für eine eventuelle spätere Aufstellung des Kurfürsten oder einer Replik.


    Im Frühjahr des Jahres 2007, beim ersten Auftritt Lüschers als neue Senatsbaudirektorin (Eröffnung der Bauzaunausstellung Petriplatz), war nämlich erstmals eine Senatsgrafik der Brücke ohne Denkmalssockel veröffentlicht worden. Zuvor wurde auf jeder Grafik und auf jedem Modell (soweit mir bekannt, und das schließt die großen Modelle bei der Senatsverwaltung mit ein) eine Brücke mit Sockel gezeigt. Der Noebelentwurf war ja nun nicht gerade allgemein bekannt.


    Obwohl sich so langsam eine gewisse Diskussion um die Brücke entwickelte und ich die Ehre hatte, Frank Henkel (heute Senator) am Dühringmodell (jetzt Humboldtbox) die Problematik zu erläutern und ebenfalls vor der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus referieren durfte (wobei die Senatorin Junge-Reyer angesichts von uns engagierten Bürgern grußlos an uns vorbei davonrauschte) und obwohl man dort ansonsten insgesamt unser Anliegen sehr unterstützte, hatten eine Reko oder ein Neuentwurf mit Sockel keine Chance:


    Es wurde ganz oben von Wowereit und Th. Flierl als Kuhhandel dagegen entschieden, als kleine Kompensation für die vielen Zumutungen, die die "Linke" von seiten der SPD in der Koalition hatte hinnehmen müssen. Dies wurde uns (und es ist auch kein großes Geheimnis) von einer SPD-Abgeordneten, die uns sehr unterstützte, so gesagt.


    Hinzu kam, daß die Presse, obwohl von uns in einer Pressekonferenz detailliert informiert, kaum Interesse zeigte (besonders enttäuschend: Isabell Jürgens in der MoPo).


    Was die Schiffe betrifft: Nach einiger Recherche war es uns gelungen, die zuständige Dienststelle auszumachen und dort einen Termin zu bekommen. Die sagten uns:
    Wir hätten nichts gegen eine Erhaltung des Strompfeilers, wenn wir den Streifen Spree zurückerhalten würden, der uns beim Bau des PdR abgeschnitten und zu einem Flurstück gemacht worden war. Dann hätten wir auch so unsrere 22 m Durchfahrtsbreite.
    Warum geht Ihr dann nicht an die Öffentlichkeit? Antwort:
    Wir sind eine Behörde, die nur intern arbeitet und nicht an die Presse geht. Und das wissen die Politiker. Deshalb setzen sie die Mär von den Schiffahrtserfordernissen in die Welt. Sie wissen, daß wir nicht öffentlich widersprechen.


    All das haben wir der Presse in die Blöcke diktiert (Pressekonferenz im Kurfürstenhaus Anfang 2009). Reaktion: Praktisch Fehlanzeige. 2012 wurde der historische Strompfeiler, der letzte Überrest von Berlins ältester Steinbrücke ohne Proteste der Landesdenkmalbehörde (Haspel), ohne Begleitende Untersuchung und ohne Bergung von Bauteilen abgebrochen.


    FAZIT: Das Scheißding, was dort nun steht (und den Marstall schwer beschädigt hat) verdanken wir also, alphabetisch aufgeführt, im wesentlichen Flierl, Haspel, Junge-Reyer, Lüscher und Wowereit. Der Plan lag zwar lange schon vor. Die plötzliche Eile aber, ihn trotz Schloßwettbewerbs-ergebnis unverändert zu realisieren, lag darin begründet, etwas zu tun "gegen die Wiederherstellung eines vermeintlich heilen Stadtbildes" (so brüstete sich die "Linke im letzten Wahlkampf in einem Flyer mit ihrem Erfolg).


    Lüscher war, wenn auch parteilos, in jedem Fall eine treibende Kraft dabei.

    Liebes Forum, mein erster Beitrag sei nur der Hinweis, daß die Betonstürze keine Riemchen tragen, sondern eingegossene Vollziegel. Diese dienen in der Tat als Putzträger. Ob nun generell Betonstürze anstatt gemauerter Bögen verwendet werden, wird sich zeigen; in der Musterachse an der Kaiser-Wilhelm-Brücke/ Liebknechtbrücke ist jedenfalls ein gemauerter Bogen (quasi ein Breschbogen) oberhalb des Fensters gebaut worden. Wäre natürlich authentischer i.S. alten Bauhandwerks, wenn es auch später vollkommen unsichtbar wäre. Statisch funktioniert beides.