Posts by VanWuerzburg

    Die Gemälde in der Würzburger Residenz, die aus dem Entreesaal des Zerbster Schlosses stammen, waren ein reiner Zufallsfund von mir und nur anhand der Malersignatur identifizierbar gewesen.

    Um welche Gemälde handelt es sich denn? In welchem Raum der Würzburger Residenz befinden sie sich?

    Ich wohne ja in Wü, und würde da gerne mehr dazu wissen.

    Quelle: Goerd Peschken und Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Berlin 1982, Abb. 68: Der Große Schloßhof nach Süden (Ausschnitt).


    Hier sind die seitlichen Durchgänge (der Linke durch späteren Anbau verstellt) gut sichtbar. Unterhalb des segmentbogenförmigen Sturzes befand sich ein Durchgang und dieser wird dementsprechend nicht zugemauert. Der Fensterbereich darüber wurde, im Bild erkennbar, zugemauert. Möglicherweise war das Fenster wohl im Original offen geplant und so wurde es heute wiederhergestellt.

    Das Fortunaportal wurde eigentlich schon 1701 gebaut von Jean de Bodt, aber damals noch mit einem Adler auf der Spitze und einer Uhr. Ob es wohl damals schon Fortunaportal hieß?


    Potsdam_Fortunaportal1.jpg

    Da muss ich wiedersprechen. Das Fortunaportal wurde zwar 1701 errichtet, besaß damals aber schon eine bekrönende Fortunastatue, die dem Portal auch seinen Namen gab.


    Nachzulesen im Buch über das Potsdamer Stadtschloss von Hans-Joachim Giersberg von 2008

    Ich glaube die SZ hat sich da „ein wenig“ vertan mit dieser Angabe zu dem Fresko:

    Die Königin von Saba besucht König Salomo in Jerusalem – nach über 300 Jahren Unsichtbarkeit wurde dieses Bild in der Loggia des Residenzschlosses wieder freigelegt und restauriert.“


    Ein wenig peinlich ist das schon oder wollen sie falsche Tatsachen schaffen?!


    Das Fresko ist eine Rekonstruktion und keine Restaurierung und Freilegung.

    Es wird häufig außer acht gelassen, dass es sich bei der Südseite, also den Schlossplatz, um eine typisch barocke Platzanlage handelt, die auf Repräsentation angelegt ist und zur Stadt hin wirkt. Die Beispiele des Berliner Lustgartens und des Dresdner Zwingers sind mit ihren Kübelpflanzen und Begrünungen daher falsche Vergleichsbeispiele.


    Der Würzburger Residenzplatz, die Vorplätze des Schlosses Versailles, des Mannheimer Schlosses oder der zahlreichen anderen barocken Schlossbauten kommen auch ohne jegliche Begrünung aus und sind auch als solche konzipiert.


    Natürlich würde ich auch die Platzgestaltung der Kaiserzeit bevorzugen, da diese verständlicherweise eine angenehmere Aufenthaltsqualität verspricht.

    Nun kommen wir zum Schlafgemach.


    Die Bilder sprechen wohl für sich. ;)

    Ich muss auch sagen, dass die dezente Beleuchtung gut zum Charakter eines „Schlafzimmers“ passt, auch wenn es dem Fotografieren meist etwas abträglich ist. Aber da hilft eine gute Kamera :)


    Gesamteindruck.



    Detail der Rückwand und des Betthimmels.


    Fensterseite.


    Kamin und Spiegel auf der Gegenseite.


    Schrägansicht des Kamins.


    Tür an der Schmalseite.


    Blick zum Audienzgemach.


    Nachgewebte Stoffe im Detail.


    En Detail.

    Teil 2 des Audienzzimmers:


    Thron und Baldachin.


    Thron und die Rückwand mit Originalteilen.


    Schrägansicht.


    Blick zur Decke.


    Tür links des Throns.


    Deckenbild mit den Herrschertugenden.


    Deckenbild mit den gestürzten Lastern und Herkules.


    Als nächstes kommt dann das Schlafgemach.

    Kommen wir nun zum ersten absoluten Highlight: dem Audienzzimmer! 🥳

    Ich muss gestehen, ich war den Tränen nahe. Vor gut 20 Jahren als junger Teenager hätte ich es nie für möglich gehalten, dass dieser Raum bzw. die Raumfolge rekonstruiert werden würde.


    Gesamteindruck.


    Detail der Türschlösser.


    Detail der Türfüllung.


    Füllungen in der rechten Fensterlaibung mit Blick zur Decke.


    Zwei der originalen Pilaster.


    Detail eines Pilasters.


    Spiegelblaker.


    Detail der Deckengestaltung. Einfach grandios die Genauigkeit der Malerei mit den Goldhöhungen.


    Trumeauspiegel und Augsburger Silbermöbel.


    Der beeindruckende Kaminschirm aus Augsburg aus der Zeit um 1710.

    Nun das 2. Vorzimmer.


    Bisher fehlt nur noch ein Wandfeld mit dem tiefroten Seidensamt und den Bordüren. Vereinzelt fehlen noch ein paar Bordüren und Fransen sowie die Vorhänge für die Türen und Fenster.


    Blick Richtung Audienzzimmer.


    Gegenrichtung mit dem fehlenden Wandfeld.


    Trumeauspiegel mit roter Hinterglasmalerei.


    Tür Richtung 1. Vorzimmer.


    Linke Ecke der fensterlosen Langseite.


    Rechte Ecke. Besonders exquisit sind die Pariser Boulle-Uhren. Nachfolgend en detail.


    Linke Uhr.


    Rechte Uhr.


    Detail mit Gueridon und goldgewirkten Bordüren.


    Bordüre en Detail.


    Alle Bilder von mir.


    Eine kleine Anmerkungen zum Besuch. Wir waren gegen 15 Uhr im Schloss und es waren gerade mal eine Hand voll Besucher dort. Also konnte man wirklich ungestört Bilder machen. Also wer in Ruhe die Räume genießen will, sollte unter der Woche gehen. :)