Posts by Sean Apollo

    Ich hoffe das ist der richtige Strang. Gestern zeigte die ZIB einen Beitrag zur Pizzeria Anarchia. Das Gebäude wurde 2 1/2 Jahre lang besetzt, zugemüllt und mit lebensgefährlichen Fallen ausgestattet. Nach einer Räumung durch die Polizei, die dem österreichischen Steuerzahler 870.000 Euro kostete, wurde das Gebäude wieder schön hergerichtet, allerdings um 2 hässliche Geschosse ergänzt. Diese kann man am Ende des Beitrags sehen.

    Ja, diese Story war hier in Wien sehr bekannt.

    Die Aufstockung finde ich nicht so tragisch, was mich eher stört, ist das Dach. Ein Flachdach passt auf so ein Haus überhaupt nicht. Hätte das Haus ein normales Dach, würde es kaum auffallen. Die Fassade im Erdgeschoss ist vielleicht etwas zu stark ausgeprägt.


    Aufstockungen sind in Ordnung, wenn sie richtig durchgeführt werden.


    Das gilt für damals



    … wie auch für heute.

    Ja, ich gebe zu, dass auch mir die kleinen Häuser in dichteren Gegenden gefallen, gerade sie bieten ja etwas "Luft".


    Und wie gesagt, wissen wir ja nicht, ob es hier überhaupt um eine Rekonstruktion ging. Der Besitzer wusste ja, wie es ausschaut. Er wollte anscheinend etwas anderes, anscheinende hat ihm diese Fassade besser gefallen. Ich kann es ihm nicht übernehmen. Ein Freund der Familie hat ein ähnliches Projekt gehabt. Eine alte Hütte in Tschechien gekauft, und zu einem barocken Stadthaus umgewandelt. Sogar mit einem barocken Giebel, wo zuvor keiner war. Da sein Beruf es ist, Fassaden zu rekonstruieren, hat er sich sein Projekt leicht erfüllen können.


    Ich denke das ist eben der Unterschied zwischen Erhalten oder Neues schaffen. Aber ich verstehe wie gesagt den Gedanken. Allerdings verstehe ich auch den Besitzer: Ich sehe oft Häuser, und denke: Hmm, da könnte man dies und das machen, und solche Fenster und so eine Tür, etc. Am Ende würde es ganz anders ausschauen als ursprünglich, ist eh klar.

    Hm... also ich persönlich bin jetzt nicht so begeistert. Hier wurden Fördermittel genutzt, um einen warum auch immer gearteten ahistorischen Zustand herzustellen, der nur im Entfernten etwas mit der historischen Fassade zu tun hat.Gleichzeitig wurde durch die Aufstockung direkt mal die Nutzfläche und damit Rendite vergrößert. Das wäre in etwa so, als würde man am Dresdener Neumarkt auf alten Parzellen lauter Gebäude hochziehen, die irgendwie so hätten auch im Barock gebaut werden können aber dort nie so standen. Das würden vielleicht auch viele schön finden, wäre aber keine Wiedergewinnung des alten Stadtbilds. Daher mein Fazit: Gut gemeint, schlecht umgesetzt.


    Ich schätze das kommt drauf an, was genau man sich erwartet: Eine schöne Stadt, oder die Wiedergewinnung des alten Stadtbildes. Für mich lautet es auf jeden Fall: Eine schöne Stadt. Dieses Gebäude ist nämlich eines der vielen, 0815 Gründerzeithäusern in Wien, es ist kein Gebäude, dass viele kennen oder sich merken werden. Dennoch trägt es seinen Teil dazu bei, das Gesamtstadtbild zu prägen. Darum geht es meiner Meinung nach: Jeder Gebäude trägt einen winzigen Teil dazu bei, wie die Stadt ausschaut, welches Bild sie von sich gibt. Und nur zusammen machen all diese Häuser das aus, was Wien (noch) ist.


    Es gibt Gebäude in Wien, wo die Fassade nach dem Krieg auch anders gestaltet wurde, wo ich nicht damit einverstanden wäre. Dabei handelt es sich aber um relativ bekannte Gebäude, repräsentative und wichtige Bauten. Mir fallen jetzt die Urania ein (Sternwarte in der Wiener Innenstadt) und die Volksoper. Hier hätte ich die Fassaden wirklich so nachgebaut, wie sie waren.


    Und eines habe ich noch vergessen zu erwähnen: Das Haus, von dem die Rede ist, befindet sich im 21. Wiener Bezirk. Dieser Bezirk ist, gemeinsam mit dem 22., dafür bekannt, dass es nicht mehr viele historische Bauten dort gibt. Es sind die 2 Bezirke, die gegenüber der Donau stehen. Und für viele sind sie gar nicht mehr Teil von Wien. Dabei machen sie flächenmäßig fast die Hälfte der Stadt aus.



    Dass sich jemand überhaupt bemüht hat, so etwas in solch einem Bezirk zu tun, dafür kann ich nur dankbar sein.


    Ich hatte hier mal ein Bild gepostet, wie diese Bezirke denn ausschauen. Ich poste das Bild nochmal, um daran zu erinnern:



    Die alten Häusern auf dem Bild sind selbstverständlich schon alle weg. Das tut natürlich weh, denn die Stile in "Transdanubien" sind nicht ganz dieselben, wie im restlichen Wien. Somit stellen diese Häuser etwas seltenes und sehr schützenswertes dar. Des weiteren gibt es Mischungen aus mehrstöckigen Gründerzeithäusern, und Häusern wie auf dem Bild oben. Das hätte viel Potenzial gehabt, denn diese Stadtteile hätten sich gleichzeitig urban aber auch dörflich anfühlen können.


    Solange aber Leute mit niedrigem Bildungsstand in der Politik mitzureden haben, so wie es jetzt der Fall ist, besonders bei den Roten, wird sich an dieser Einstellung nichts ändern. SPÖ = Arbeiter an der Macht. Und damit meine ich nicht die Stuckateure oder Tischler…



    Um also drauf zurückzukommen … ja, es ist schon ein bisschen "Meckern auf Luxus-Niveau", was das Haus auf der vorherigen Seite betrifft. (auch wenn ich selber ein wenig "Luxus-gemeckert" hatte)

    Eine weitere tolle Fassadenrekonstruktion in Wien. Das Haus wurde von seinem Besitzer, dem Herrn Günther Pantschier, einem ehemaligen Elektro- und Fernsehtechniker, saniert. 40% der Kosten wurden vom Altstadterhaltungsfond finanziert. Das ist interessant, denn das Haus steht in keiner Schutzzone. Ich dachte immer, nur Häuser, die in Schutzzonen stehen, hätten Anspruch auf den Altstadterhaltungsfond.


    So sah das Haus vor dem Krieg aus:



    Das Haus nach dem Krieg - hässlich:



    Und nach der Sanierung:



    Die Fassade ist nicht ganz dieselbe wie man sieht, die Fenster haben jetzt Dreiecksgiebel und andere, viel komplexere, Fassadenelemente um die Fenster herum, die zuvor einfacher gestaltet waren.


    Ich find's toll, allerdings hätte ich vielleicht die Fensterdekorationen kleiner gemacht, damit sie nicht so nah aneinander sind. Aber das ist reine Geschmacksache.



    Jetzt ist euch vielleicht noch etwas aufgefallen, und zwar hat das Haus ein weiteres Stockwerk bekommen… es fällt nicht wirklich auf, vermutlich weil es die beste und unauffälligste Aufstockung ist, die es nur gibt. Die Fensterformate sind ähnlich, oder vielleicht sogar gleich, es gibt anscheinend auch eine Art Gesims. Aufstockungen von dieser Qualität und dieser "Kategorie" kennt man eigentlich nur von damals. Es gibt ja einen Dachausbauten+Dachaufbauten, wo man die ganzen Katastrophen betrachten kann.


    Die Aufstockung ist fast interessanter als die Fassadenrekonstruktion. Ich bin wirklich beeindruckt. Ich frage mich nur, wie es drinnen ausschaut. Bin echt neugierig.


    Hier noch ein Bild von Herrn Pantschier (2. von links) im Hof seines Hauses. Eine schöne Tür ist ebenfalls zu sehen.



    Lustig ist, dass in dem Haus jetzt ebenfalls wieder ein Friseur ist.

    Am Graben-Hof wurde schon vor einiger Zeit ein Teil der Original-Fassade im Erdgeschossbereich, am linken Eck des Gebäudes, rekonstruiert. Obwohl ich fast täglich dort bin, bin ich irgendwie nie dazu gekommen, ein Bild davon zu machen. Meine Bilder sind auch nicht so toll, weil ich sie Nachts geschossen habe…


    So sah die Fassade am linken Eck vor kurzem noch aus:






    Es sah irgendwie aus, als hätte man die Fassade hinter dem Glas aus Kunststoff nachahmen wollen.


    Die anderen Seite, am rechten Eck, sah (und sieht) hingegen so aus:



    Ich dachte immer, so wie sie am rechten Eck ist, wäre sie damals (original) gewesen, aber so falsch war die "alte neue" Fassade (am linken Eck) aber glaub ich gar nicht (außer, dass sie anscheinend aus Kunststoff war), denn früher - vor noch längerer Zeit - sah sieh anscheinend so aus:



    Wer weiß aber von wann das Bild stammt, womöglich gab es eine Zeit - noch vor dem Bild - wo die Fassade doch wie das jetzige rechte Eck aussah. Aber es schien so, als hätten ziemlich viele kleine Geschäfte & somit Ladeneinbauten hier ihren Platz gehabt.


    Auf jeden Fall wurde das linke Eck der Fassade nun doch wie das jetzige rechte Eck gestaltet, und die Öffnung für das Rundbogenfenster wurde auch neu gemacht (Öffnung war ja rechteckig), und das sieht jetzt (im Vergleich zu dem ersten Bild) so aus:





    … was ich um Welten besser finde, besser als die "alte neue" Fassade, als auch die ganze alte Fassade, auf dem schwarz-weiß Bild.


    Vielleicht der Beweis, dass Neues manchmal besser sein kann, als Altes? :)


    Manche Ladeneinbauten sind schon beeindruckend, aber ich persönlich war schon immer mehr Fan von solchen großen Rundbogenfenstern als Vitrinen. :)



    So, jetzt habe ich es endlich geschafft, die Bilder hier hochzuladen und hab das endlich hinter mir. :D Jeden Tag geh ich dran vorbei und denk mir, ich muss für das Forum endlich paar Bilder schießen.


    Ansonsten möchte ich noch sagen, dass es in der Realität wirklich wunderschön aussieht, und dass die Mischung aus glattem und rauem Verputz (die dunkleren Flächen sind rauer) einfach nur toll ausschaut.

    Gefährdetes Haus, Kurbach am Neusiedler See


    Schade, mir gefällt's echt. Ich glaube aber, dass das viel älter als 1930 ist… denkt ihr nicht? Wahrscheinlich kennt sich der einfach nicht aus :P


    Gefährdetes Haus, Wien 10


    Klein und putzig, und das relativ zentral in Wien. Wobei dieser Bezirk als schlechtester von Wien gilt. Wieso wohl, weil es dort nur noch ein einziger Beton-Dschungel ist :D


    Gefährdetes Haus, Zistersdorf


    Hoffen wir, dass "Zistersdorf" ein verlorenes Kaff ist, dann dürfte dieses Grundstück für Bauträger wohl eher uninteressant bleiben… (bei dem Preis scheint es das auch zu sein)


    Gefährdetes Haus, Wien 13


    Ich seh zwar kaum was vom Haus, sollte es aber abgebrochen werden, würde ich mir gerne den Zaun und das Tor holen…


    Gefährdetes Haus, Perchtolsdorf


    Auch schade! Schöne Fenster.


    Gefährdetes Haus, Wien 1110


    Irgendwann musste ich dort in die Gegend, und wunderte mich, wie dieses Haus nicht schon längst abgerissen wurde. Und siehe da, nun ist der Moment gekommen. Gegenüber dem Haus steht dieser Baumarkt. Also dieses Viertel ist mal ein richtig dreckiges Pflaster, leider ist Wien aber zu ⅔ so.

    Gefährdetes Haus, Wien 10


    Auch hier ein Haus mit Potenzial, welches mit ziemlich hoher Wahrscheinlich abgerissen wird. Der 10. Bezirk in Wien ist ebenfalls eine Problemgegend.


    Momentan könnte eine Fassadenrekonstruktion das Haus noch strahlen lassen. Ist das Haus erstmal weg, ist das nicht mehr möglich…

    Zwei Gefährdete Objekte, 1220


    Hier freut es mich zuerst zu sehen, dass die ersten zwei Altbauhäuser unbefristete Mietverträge haben. Ich hoffe die Mieter sind nicht zu alt.
    Die im Bild gezeigten Häuser liegen an der Wagramer Straße, das ist eine ziemlich breite Straße die durch halb Wien führt. Leider sind dort in dem Bezirk (Wien-Donaustadt) die alten Häuser besonders gefährdet. Gerade da, in dem alten Ortskern von Kagran, sind viele alte Häuser verschwunden, wobei noch vor wenigen Jahren ganze Ensembles gestanden sind und fast alles erhalten war.


    In meinen Augen eine enorme potenzial-Verschwendung, man hätte aus dieser Gegend ein tolles Viertel machen können, welches die breite Mittelschicht angesprochen hätte. Momentan ist es eher ein Ort, wo Leute aus Problemschichten hinziehen.


    Ich frage mich, was denn in der Annonce aber die zwei Altbestandsobjekte sind, die "abgerissen werden müssen". Ich hoffe es handelt sich nur um die paar Hütten, die im Garten stehen. Die Bauklasse ist dort recht hoch, wenn dort keine unbefristeten Mietverträge sind, sind die Häuser schnell weg… (Nachtrag: Hier sind sie. Nichts besonderes. Aber trotzdem alt.)


    So komme ich zum zweiten Eintrag:



    Ein möglicherweise in Zukunft gefährdetes Haus, 1220


    Dieses Haus ist zwar "top-saniert" (falsche Fenster, aber egal) und trotzdem denke ich, könnte es in Zukunft ein potenzieller Abrisskandidat sein. Es ist schade. Wie man auf einem ode zwei der anderen Bilder sehen kann, befinden sich dort noch jede Menge anderer Altbauten. Meine Familie wollte einmal ein Zinshaus kaufen, welches sich dort in der Nähe befand. Leider war es schnell weg, hat auch quasi gar nichts gekostet. Auf jeden Fall ist die Gegend ganz nett, es sind alles kleine, liebe Zinshäuserchen wie ich sie mag. In den letzten Jahren wurden alle saniert. Sie schauen im Grunde alle top aus. Nur beobachte ich diese Annonce hier schon länger, und das Haus lässt sich einfach nicht verkaufen. Der Preis sinkt und sinkt, ich befürchte das ist der Punkt, wo man wartet, bis alle Mieter das Haus verlassen, und es dann – obwohl gerade saniert – dann doch abreisst.


    Das erinnert mich an ein anderes Haus – ich glaube auf der ersten Seite des Fadens – es war gerade saniert worden, alles wurde neugemacht, und es wurde im Internet als Bauträgergrundstück benannt, weil man auf dem selben Raum mehr Wohnungen (für Ameisen, mit 1 Meter hohen Decken) hätte unterbringen können. Ich weiß nicht, ob ein Käufer gefunden wurde, und ob es schließlich wirklich abgerissen wurde.

    Ja, Wien hat was Originalsubstanz angeht wirklich viel zu bieten (leider wird gerade deshalb viel abgerissen), aber Rekonstruktionen haben wir nicht viele. Und die, die ich in Deutschland gesehen habe (Gründerzeit-Fassadenrekos in Leipzig oder Berlin) sind um einiges besser, als was in Wien gemacht wird. Das sieht man schon alleine an dem Faden. Hier nur zwei Seiten, dort hunderte… über's ganze Internet verteilt…


    Was mir an der Fassade nicht gefällt:


    Horizontale Linien sind von unten bis oben gleich. Unten hätte mir "Blöcke" mit einem gröberen Putz besser gefallen, wobei die Blöcke dann flacher werden sollte, je weiter man nach oben schaut. Und desto glatter dann auch der Putz.
    Dann diese Art Dreiecksgiebel, schaut meiner Meinung nach sehr fake aus.
    Und dann noch ganz oben, die Dekoration über den Fenstern in der vorletzten Reihe von oben, neben denen gibt es schräg drüber ebenfalls eine … hmm … wie soll ich es nenn, eine herausragende Form, die nicht zu den Fensterdekorationen passt wie ich finde, da sie vor allem irgendwie die Symmetrie bricht, und es deshalb einfach "falsch" ausschaut.


    EG-Zone ist sowieso eine Katastrophe.


    Es fällt im Straßenbild natürlich weniger auf, aber wenn irgendwann alle Häuser so aussehen, na serwas.

    Danke für diese ausführlichen Beitrag @Villa1895!


    Habe ich mir gedacht, dass diese Dachgeschosswohnungen mit riesigen Fenstern von Künstler verwendet wurden. Auf die Idee war ich eigentlich deshalb gekommen, weil die Gegend, wo in Wien viele dieser Häuser stehen, jetzt noch eine "Künstlergegend" ist. Es sind dort jede Menge Ateliers untergebracht.


    Das geht auch gut zusammen mit der Tatsache, dass das die günstigsten Wohnungen waren! :)




    Jetzt würde es mich interessieren, wie diese Wohnungen oder Räume von Innen ausgeschaut haben mögen. Was mich besonders interessiert, ist, wie mit den Dachschrägen damals umgegangen wurde.


    Zwar gibt es hier in meiner Gegend etliche Einfamilienhäuser um 1905-1915, die ebenfalls ein Stockwerk mit einer solchen Dachschräge haben, aber das waren eher ärmere Häuser, und da ist das ganz einfach, mit Brettern gemacht worden.


    Wie es aber wohl bei diesen riesigen Zinshäusern ausgeschaut haben mag? Oder in einer Villa?



    Auch wenn es die günstigsten Wohnungen waren, muss es doch einen eleganten Touch gegeben haben. Ich kann mir das aber mit einer Dachschräge nicht vorstellen, ich stelle mir eine Dachschräge von Innen nie wirklich elegant vor, sondern eher 'normal'. (ironischerweise sitze ich selber gerade in einem ausgebautem Dach unter einer solchen Dachschräge, und es schaut aus wie bei den anderen Häusern hier – normal, mehr nicht).


    Eine sehr gute Freundin von mir hat eine Hochparterrewohnung mit Blick auf den zweiten Hof eines Hauses, das sehr zentral in Wien liegt. Ich glaub zentraler geht es fast kaum. Dafür, dass die Wohnung im Hochparterre liegt, ist sie schon sehr 'herrschaftlich'. Etwas über 4m Raumhöhe, mehrere Räume mit riesigen Flügeltüren, überdimensionierte Fenster mit den Lambris, von denen wir einst hier geredet hatten (Holzverkleidungen um die Fenster herum, aber auch um die Türen herum), dann natürlich Fischgrätenparkett und das ganze Trallala, nur Stuckdecken hat sie keine.


    Aber die Fassade des Hauses ist auch Innen, im ersten sowie im zweiten Hof vollständig dekoriert, also genauso wie auf der Straße. Das zeigt schon, dass es kein billiges Haus war. Ich frage mich immer, wie wohl die Wohnungen im 1., 2. oder 3. Stock ausschauen. Aber interessant wäre es auch zu sehen, wie eben eine Wohnung im Dachgeschoss ausschauen würde, mit einem Giebelfenster.


    Ob die Giebelfenster da auch die Lambris/Fensterverkleidungen aus Holz hätten? Kann man die überhaupt öffnen / sind das Kastenfenster? (in den meisten Fällen meine ich)


    Bei Ateliers schauen die Wohnung aber sicher viel 'industrieller' aus.



    Ich stelle mir nur die Flügeltüren, die Tür- sowie Fensterverkleidungen, etc. irgendwie lustig oder unpassend mit der Dachschräge vor. Jetzt gehören also Bilder her! :D

    Bei manchen Gebäude in Wien sieht man oft ein Fenster im Giebel, und ich hab mich schon immer gewundert, wie es dahinter eigentlich ausschaut. Manche dieser Fenster sind ja eigentlich wirklich enorm, und man muss da wirklich einen herrlichen Ausblick haben.



    Hier wäre eine Beispiel, was ich meine.


    Was versteckt sich hinter diesem Fenster? Ist es nur als Dekoration, sprich, ist dahinter der Dachboden? Oder hat man da ursprünglich auch Wohnungen gefunden? Schon klar, dass es auch praktisch war, Licht am Dachboden zu haben.


    Heute sieht man ja oft auch Gauben, die dazu gebaut wurden, im Zuge eines Dachbodenausbaus.


    Hier ein anderes Bild. Die Gauben werden in diesem Fall wohl original sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Fenster in der Mitte nur einer Wohnung diente.


    Hier ein ähnliches Beispiel.


    Und was sich wohl hinter diesem Giebel versteckt hat? Ich hab aber schon einige Giebelfenster gesehen, die waren größer als der ganze Giebel bei diesem Haus.


    Wie zum Beispiel hier, das fängt schon an, ganz groß zu werden. Vielleicht irgendwelche Ateliers für Künstler? Ich hoffe diese Häuser hatten schon einen Lift, wenn's darum ging, riesige Schränke oder schwere Bilderrahmen runterzutragen :biggrin:


    Das hier ist auch ganz interessant. An den neuen Fenster hinten im Dach merkt man, dass sich hier vollwertig genutzte Räume befinden.


    Auch nicht ganz klein sind die Giebelfenster bei diesem Haus hier.



    Ich hab bemerkt, dass es meistens neobarocke Gebäude sind, wahrscheinlich aber nur deshalb, weil das die meisten sind, die erst einen Giebel haben. Aber auch etliche Gebäude von 1910-1920 oder so haben das, dort sind die Fenster aber wirklich enorm. Davon gibt es recht viele an der Wien Zeile finde ich. Oder generell in Mariahilf.


    Also, was ist der Mythos dahinter? Was war dort mal, und wofür war es vorgesehen?


    Licht für den Dachboden? Ateliers für Künstler? Vollwertige Wohnungen? Oder doch nur Dekoration…? huh:):P

    Ich dachte ich öffne mal diese Faden, für alle neuen Projekte im alten Stil oder aktuellen Sanierungen. Ich konnte im Österreich-Forum nämlich keinen solchen Faden finden.


    So müssen wir nicht für jeden Beitrag einen Faden eröffnen.




    Eigentlich war ich gerade über das hier gestolpert:


    https://www.willhaben.at/iad/i…thof-nahe-linz-120872880/


    Ich finds interessant, weil es ja eigentlich ein neues Haus ist, aber an manchen Stellen trotzdem Kastenfenster eingesetzt wurden. Ich denk das ist wohl ziemlich selten. Bei neuen "Altbauten" (falls dieses Gebäude überhaupt darunter fällt – wohl eher nicht) werden trotzdem fast nie Kastenfenster montiert, soweit ich weiß.



    Naja, das war's auch schon. :-P