Posts by Charlemagne

    Ebenfalls sehenswert: Die Siegerentwürfe des städtebaulichen Wettbewerbs Berlin 2070.

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    ab 9:10 geht es um die Nachverdichtung des Berliner Zentrums bis 2070, jedoch lohnt das gesamte Video sehr!

    Interessant, dass das Wort "menschengemachter Klimawandel" sauer aufstößt. Es ist nämlich garnicht politisch gemeint gewesen und soll keiner "grünen Agenda" vorschub leisten.


    Überhaupt - da ich weder Meteorologie noch Klimageographie studiert habe (und ich nehme einmal an, dass meine Vorredner selbiges ebensowenig studiert haben), glaube ich nicht, dass wir Foristen persönlich beurteilen können, wie sich das Klima im 21. Jahrhundert entwickeln wird. Das Einzige, wovon ich überzeugt bin, ist jedoch, dass wir - mangels vernünftiger Alternativen - auf die Mehrheitsmeinung der Wissenschaft zum Thema hören sollten, bis wir über besseres Wissen verfügen. Und die überwältigende Mehrheit der Wissenschaft geht von einem menschengemachten Klimawandel aus, dessen Folgen u.A. wahrscheinlich zu einer Häufung von Starkregenereignissen führen kann. Ich kann Sie deshalb beruhigen: Nazis und AfD tragen keine Schuld!


    Vielen Dank für den einordnenden Artikel (der überdies den Klimawandel garnicht leugnet). Ich habe jedoch nicht behauptet der Klimawandel (genereller Kontext) sei Schuld am Regenunwetter in Westdeutschland (Einzelereignis), sondern lediglich, dass man seine Ressourcen besser dafür nutzen sollte, die wahrscheinliche Zunahme von Starkregenereignissen durch den Klimawandel vorzubeugen, als sich an Einzelereignissen in der Vergangenheit abzuarbeiten (Aufrufe zur Sabotage von Hochwasserschutzanlagen von 2013).


    Zurück zum Thema:

    Für Mitleser aus der Region um Stolberg oder anderweitig Interessierten möchte ich diese Facebook-Gruppe empfehlen, in der sich Freiwillige für die Aufräumarbeiten im Stolberger Stadtarchiv koordinieren https://www.facebook.com/groups/327562312335571

    Da wir uns ja wohl alle einig sind, dass das Unwetter nicht von der Antifa bestellt wurde, um das deutsche Volk zu vernichten, finde ich es ehrlich gesagt mehr als unangebracht, die Katastrophe zu nutzen, um auf die "mainstreamgerecht" Verharmlosung linker Taten in Westdeutschland hinzuweisen (???) und gegen irgendwelche linken Splittergruppen zu politiserien. Eine ähnliche Energie würde ich mir beim Verhindern einer zukünftigen Zunahme solcher Ereignisse durch den menschengemachten Klimawandel wünschen!

    Nun aber zu meinem eigentlich intendierten Beitrag. Im unten verlinkten Artikel werden die Bemühungen beleuchtet, das abgesoffene Stolberger Stadtarchiv zu retten. Ich wusste garnicht, dass es eine Kulturgutschutzeinheit der Feuerwehr gibt! Die ältesten Stücke wurden wohl noch am Abend gerettet, jedoch musste die Evakuierung wegen Lebensgefahr abgebrochen werden ... :( Das Ganze ist um so tragischer, da der Stadtrat vor wenigen Wochen erst beschlossen hatte, das Stadtarchiv aus dem Keller in das sog. "Historicum" umziehen zu lassen, um genau solchen Ereignissen vorzubeugen.


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=500786

    Könnte hier unser Verein nicht über Social Media aktiv werden und den Link teilen, um so Spendengelder für denkmalgerechten wiederaufbau zu generieren?

    Deutsche Stiftung Denkmalschutz will eine Million für Rettung von Denkmälern zahlen


    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will von der Flutkatastrophe betroffene Denkmaleigentümer mit einem Nothilfeprogramm unterstützen.


    Quelle: https://www.deutschlandfunk.de….html?drn:news_id=1282894

    Als Mensch unter 30 und aus der Katastrophenregion stammend, ist die Aussicht auf eine Häufung derartiger Flutereignisse durch die zunehmende Klimakrise bis Ende des Jahrhunderts wirklich deprimierend. In einer Region in der viel zu Viel durch 2. Weltkrieg und Bauboom in den 60ern und 70ern zerstört wurde, sind die Verluste von so viel alter Bausubstanz schmerzlich.

    Ich verstehe garnicht, warum meine Vorredner anscheinend Klimaanpassung und Bekämpfung der Klimakrise als Gegensatz sehen. Als Freunde Architektur für den Menschen i.e. mit klassischen Formen , sollte es uns ein Anliegen sein, dass die Häufigkeit derartiger Katastrophen durch konsequente Bekämpfung des Klimawandels UND durch Klimaanpassung auf ein Minimum beschränkt bleibt, sodass in Zukunft nicht jeden 2. Sommer in Deutschland und Europa so viel Wertvolles zerstört wird.

    Gerade traditionelle Architektur ist da doch die Zukunft! Sie ist regional, nachhaltig, frisst weniger Fläche als ein Neubaugebiet auf der Grünen Wiese und blockrandbebaute Viertel machen die Benutzung des Autos für kurze Wege unnötig. Ich finde wir sollten klassische Architektur viel mehr als nachhaltige Architektur verkaufen!

    Ich war gestern in Stralsund. Die Gestaltung des Neuen Marktes scheint entschieden. In der Kirche hingen jedenfalls die Wettbewerber samt Platzierung. Dummerweise habe ich vergessen Fotos zu machen. Der erste Platz wirkte gelungen, jedoch habe ich das geplante Wasserspiel als "poolartig" aufgrund seiner rechteckigen Form wahrgenommen. Da gefielen mir hintere Platzierungen deutlich besser!

    Quote

    Und man muss zugeben, dass die Begriffe, mit denen die Ablehnung des Nichtmodernistischen begründet wird, recht scharfe Waffen sind, gegen die schwer anzukommen ist

    Ich denke, hier kann man nur schrittweise versuchen den Diskurs zu verschieben, indem man Nachhaltigkeit ins Zentrum stellt. Der Klimawandel wird uns noch lange beschäftigen und somit auch Diskussionen über nachhaltiges Konsumieren, sich fortbewegen und eben auch Bauen. Die aktuelle Kampagne der Stiftung Denkmalschutz (s.o.) geht da schon in die richtige Richtung.
    Konkret heißt das, dass wir versuchen sollten, traditionelles Bauen als "fortschrittlich" und "nachhaltig" zu framen.

    Verkürzt: Klassische Architektur = Nachhaltig; "Moderne" Architektur = nicht nachhaltig


    aus "Disneyland" "rückwärts gewandt" "falsche Idylle" wird "regional " nachhaltig" "Formen aus der Natur" "Proportionen, auf den Mensch bezogen" "fußgängerfreundlich"

    ich habe das schon bei Diskussionen in meinem Freundeskreis versucht und siehe da, auf einmal werden dahin gesagte modernistische Positionen revidiert.

    Die Schnellstraße am Dom wurde noch verhindert



    https://www.aachener-zeitung.d…h-verhindert_aid-32332323


    anbei ein überaus interessanter Artikel, der über den zu vielen Teilen gelungen Wiederaufbau Aachens berichtet. Dieser war oft von traditioneller Architektur und Rekonstruktionen geprägt
    So wurden Fassadenteile zerstörter Häuser in der Aula Karolina aufbewahrt. Neue Bauherren, konnten sich eine alte Fassade aussuchen und verwenden. Einzige Einschränkung: "Die Fassade musste irgendwie in den Kontext passen und die ursprüngliche Ausrichtung zur Himmelsrichtung musste einigermaßen stimmen. Jeder Aufbau einer alten Fassade wurde mit 50 000 Mark bezuschusst."


    Ein derartiges Fassadenprogramm nicht nur in Aachen würde weite Teile Deutschlands wiederaufblühen lassen!

    Im Frankenberger Viertel wurde ein kompletter Straßenzug zwischen Oppenhofallee und Adalbert Steinweg abgerissen, weil man die Straße verbreitern wollte. Als man die Pläne verfarf, war nur noch das Eckhaus (hatte ich beim ersten Rundgang schon fotografiert und hier eingestellt) erhalten.

    :sad: Das war mir garnicht bekannt. Um welche Straße handelt es sich denn?


    Könnte man evtl. ein vorher/nachher Bild basteln ? so wie Sir Moc oben mit dem RWTH Gebäude?

    In Aachen sind wirklich noch viele alte Bauten zu bestaunen. Über ein geschlosseneres Gründerzeitviertel verfügt meines Wissens im Rheinland nur Bonn.



    In Aachen hat es im Vergleich zu anderen Städten wenig krasse Abrisse gegeben (Stichwort: Autogerechte Stadt). Das Meiste was fehlt sind tatsächlich Kriegsverluste, was sicherlich neben der Bombardierung auch an dem erbitterten Häuserkampf im Herbst 1944 gelegen hat.
    Trotzdem kann man nicht von einem Westdeutschen Leipzig sprechen. Im Innenstadtbereich wimmelt es nur so von langweiliger Nachkriegsarchitektur.
    Hinzu kommen Bausünden aller erster Güte. Allen voran die Neubauten der RWTH.




    In Aachen braucht es endlich eine Initative unseres Vereins, um erstens das Flair der alten Kaiserstadt zu retten und zweitens möglichst viele Teile davon wiederherzustellen.

    Korrektur: Es war wohl das Straßenbauamt das der Nutzung als Restaurant einen (!) Tag vor der Eröffnung einen Strich durch die Rechnung machte. Die Nutzung der leerstehenden Ruine scheiterte dann meines Wissens allerdings am Denkmalschutz.


    Ich zitiere AN Artikel unten
    "Die Zufahrt zu Kaisersruh liege an einer freien Strecke der Bundesstraße 57, der Unterschied zur bisherigen Nutzung sei so gravierend, dass man keinen Präzedenzfall schaffen wolle, hieß es seinerzeit. Will heißen: die Zufahrt sei für den zu erwartenden Publikumsverkehr nicht ausgerichtet."
    ---> http://www.aachener-nachrichte…mt-1.1306458#plx755450614


    "In den Folgejahren wurde das unbewachte Anwesen [...] geplündert. Unter anderem wurde ein Marmorkamin herausgeholt, eine Büste Zar Alexanders gestohlen und die Delfter Kacheln von der Wand geschlagen. Vandalismus und Witterungseinflüsse erledigten den Rest, so dass aus dem einst stolzen Gut innerhalb weniger Jahrzehnte eine traurige Ruine geworden ist." :kopfwand:


    Eine wahrhaft unnötige Vernichtung des kulturellen Erbes der Region, was da passiert ist. Hoffen wir das beste!

    Die Vorgeschichte ist ein wahres Trauerspiel


    Bis 1973 sollte in das leerstehende Gut ein Restaurant für 250 Gäste einziehen. Allerdings scheiterte dies am Substanzfetischismus des Denkmalschutzes.
    So blieb das Gebäude dann auf Bestreben des Denkmalschutzes leer...


    Hier ein Bild von 1982


    ... bis es dann in den 1990ern einstürzte, und so der Ganze Innenraum vernichtet wurde. cclap:)


    Auch jetzt sind die Auflagen an den Invester hoch. Scheint aber zu klappen dieses Mal

    Erfreuliche Nachrichten aus Aachen!


    Die Ruine von Gut Kaisersruh soll wieder aufgebaut werden. Die übrig gebliebenen Mauerreste sollen erhalten bleiben, der Rest wird nach altem Vorbild für eine Bausumme von rund 6,5 Mio. Euro wieder aufgebaut . Baubeginn soll schon innerhalb der nächsten 3 Monate sein. ^^


    Anlässlich des Monarchenkongresses 1818 in Aachen im Nachgang der napoleonischen Kriege war der russische Zar ALexander der I. in dem klassizistischen Gebäude (erbaut Anfang des 19 Jhd.) untergebracht. Seitdem hieß das Gut "Gut Kaisersruh". (Zum weiterlesen : https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Kaisersruh)





    Ist Zustand:




    Früher:





    Geplant :applaus: :





    Und hier die AZ Meldung: http://www.aachener-zeitung.de…ufgebaut-werden-1.1306464

    Ich würde mich der Kritik meines Vorredners zwar anschließen, allerdings muss ich sagen, dass man sich bei Betrachtung der Anderen wirklich durchweg furchtbaren Entwürfe noch für den besten entschieden hat


    Die anderen Entwürfe findet ihr hier:


    https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/198309



    Vielleicht könnte sich in Aachen ein eigener Stadtbild-Ableger gründen? - Oder man versucht zusammen mit Bonn an die Kölnergruppe anzudocken ? als "Stadtbild Rheinland" sozusagen :smile:

    Die Einzigen, die sich Bürgermeinungen überhaupt angehört haben war anscheinend die Expressredaktion, die eine Online Umfrage zu den Entwürfen zum Bahnhofsvorplatz gestartet hat, bei der der Einzige sich am klassizistischen Bahnhof orientierende Entwurf "Quartier am Kaiserplatz" immerhin 46 % (!) geholt hat


    Der Zweitplatzierte (Das Cassius-Tor) wurde um mehr als das doppelte abgehängt (Urban Soul dagegen nur 17)


    Ja ich weiß Eine Express-online Umfrage ist wahrscheinlich keinesfalls repräsentativ aber die Tendenz sollte doch wohl klar sein!


    http://www.express.de/bonn/sti…sehen-,2860,27934828.html