Posts by Jürgen Nr. 2

    Quote from "Heimdall"

    Also, ich habe mir heute das "MyZeil"-Center mal live von Innen angeschaut. "RMA" hat durchaus recht, daß es im Inneren wirklich spektakuläre Architektur ist. Man hat eine Vielzahl interessanter Fotomotive finden können. Leider habe ich noch niemals hier Bilder eingestellt, habe keine Ahnung davon und dieser Tage auch keine Zeit.


    Meiner Meinung nach gehört das Einkaufszentrum zwar nicht unbedingt in dieses Forum, es scheint aber ein gewisses Interesse daran zu bestehen.
    Deshalb stelle ich mal ein paar Bilder davon ein (falls nicht erwünscht, bitte wieder löschen):









    Folgendes Bild von der Zeil-Fassade wurde schon vor der Fertigstellung aufgenommen:


    Dieses Netz, was tatsächlich ziemlich unästhetisch aussieht, könnte keinen Suizid-Kandidaten vor dem Aufprall schützen.
    Es ist vermutlich eine Sicherung gegen Diebstähle. Man könnte ohne das Netz einfach Waren noch oben werfen, wo natürlich noch ein Auffänger stehen müsste.

    Genau! Dann lieber keine Reko und noch 250 Jahre warten, bis vielleicht ein Fürst mit viel Geld das Palais mit den originalen Baumaterialien und ohne Wärmedämmung und selbstverständlich auch ohne Kran und Metallgerüste (gab es damals auch nicht) wiedererrichtet. :zwinkern:

    Freut euch doch einfach mal mit mir!


    Wo noch in Deutschland wird ein Bauwerk so aufwändig rekonstruiert, und zwar außen und innen?
    Und wo ist in den letzten Jahren ein ähnlich hochwertiges und ansehnliches Ergebnis herausgekommen wie bei diesem Palais in Frankfurt am Main?
    Natürlich gibt es Unterschiede zum ursprünglichen Gebäude. Zur Veranschaulichung eine Abbildung aus Wikipedia:



    (Wikipidia-Bild, gemeinfrei)


    Man könnte nun bemängeln, dass es damals keine Schneefanggitter gab, die Dachrinnen und Fallrohre farblich passender aus Kupfer gefertigt wären, die Schlote fehlen und ein Schornstein aus Edelstahl bei genauem Betrachten sichtbar wird. Das sind doch aber Kleinigkeiten im Vergleich zu dem Gesamtprojekt. Und die Anbauten links und rechts hatten keine Fenster, so wie die gesamte Südseite. Da gefällt mir der jetzige Zustand mit Fenstern aber tausendmal besser.


    Heutiger Zustand:



    Im Übrigen wurde das Gebäude nicht gestaucht, wie das hier schon angeklungen ist. Die Kopfbauten und das Tor sind aus Originalsteinen gefertigt, wie mir gestern ein Mitarbeiter bestätigte. Dadurch ergeben sich zwangsläufig die Fensterhöhen und Geschosshöhen der rekonstruierten Baukörper. Es wurden lediglich die Anbauten links und rechts weggelassen.


    Also: Warum sich über ein Fallrohr aufregen oder über die Nachbarbebauung und das Schöne kaum ansprechen? Seht euch doch mal die handgefertigten Steinmetzarbeiten und die schmiedeeisernen Arbeiten an. Kommt da keine Freude auf?

    Das Einkaufszentrum neben dem Palais wurde gestern eröffnet.
    Man kann nun sehr nahe an das Palais heran und es auch von der Rückseite her bewundern.
    Der Innenausbau wird sich laut Auskunft eines Mitarbeiters der Baufirma Dreßler noch bis September hinziehen.
    Vorher kann man den Innenhof nicht betreten.


    Einige Eindrücke von heute:










    Einmalig schön!
    Auch von mir vielen Dank für die zahlreichen Fotos!
    Bei dem fehlenden Relief mit den Kleberspuren könnte man auch einen Diebstahl vermuten, warum sind sonst Klebstoffreste vorhanden?
    Aus den Bildern wird ebenfalls die Wichtigkeit einer angemessenen Pflasterung deutlich.

    Die Markthäuser sind immer noch hinter großen Planen verborgen, eine Fertigstellung könnte aber kurz bevorstehen.
    Was man schon erkennen kann, wirkt sehr hochwertig. Viel roter Sandstein und auch Schiefer kommen zum Einsatz.
    Es werden auch Spolien eingebaut.




    Im zweiten Stock des Historischen Museums kann der überarbeitete Entwurf als Modell und in Form von Grafiken "bewundert" werden.


    Auf mich wirkt das langgestreckte Gebäude aus allen Richtungen wie ein Fremdkörper, insbesondere vom Römer aus betrachtet ergibt sich eine Disharmonie, die ihres Gleichen sucht. Obwohl das Gebäude schon verkürzt wurde, ragt es für meinen Geschmack zu weit hinter der Nikolaikirche hervor.


    Als einzig positiven Aspekt möchte ich die Nischen mit den plastischen (Sandstein)exponaten hervorheben. Aber auch hier wirken die eckigen Pfeiler dazwischen völlig deplaziert.


    Das Dach mit den "Haifischzähnen" gibt dem Ganzen den Rest.








    Den Nacht-Visualisierungen kann man ein wenig mehr abgewinnen, aber auch hier wirken die Wände steril und kalt.



    Es wurden im ersten Obergeschoss Fenster eingesetzt und zwar (diesmal habe ich genau hingesehen) ebenfalls mit einer echten Sprossung.
    Die Sandsteinarbeiten erstrecken sich nunmehr um das gesamte Palais herum.


    Ein paar Bilder von heute:




    (Das vordere Sandsteinelement ist auch in Wirklichkeit so hell.)



    Leider konnte ich nicht näher an die Fenster heran. Es handelt sich um eine Tele-Aufnahme.
    Somit kann ich Deine Frage nicht 100%ig beantworten, RMA.


    Unten ist aber noch einmal ein Bildausschnitt in höherer Auflösung zu sehen.
    Für mich sieht das eindeutig nach "echter" Sprossung aus.


    Die Fassadenarbeiten beim Thurn und Taxis Palais gehen schnell voran.
    Blick von der Eschenheimer Straße:




    Ein kleiner Bereich wurde sogar schon verputzt. Fertig wird das Ganze dann etwa so aussehen:



    An der von der Eschenheimer Straße abgewandten Seite wird der Sandsteinanteil viel höher sein.
    Darauf bin ich am meisten gespannt: