Posts by Kaline

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!


    Die Pläne sind auch optisch nochmal kurzfristig verschlechtert worden, wer mag, möge unter http://www.wallkontor.de nachschauen. Deutlich weniger vertikale Fassadengliederung, die den alten Entwurf noch geprägt hatte.

    Das stimmt so nicht, verändert wurde lediglich der Dachaufbau - zum Positiven, wie ich finde. Die drei Gaubenreihen auf dem Dach sahen doch gräßlich aus. Insgesamt gefällt mir der Bau natürlich immer noch nicht.
    Ursprünglicher Entwurf aus 2017

    Das finde ich nun nicht so schlimm, Heinzer.
    Das Securitas-Gebäude wurde 1950/51 errichtet und wenn man sich das Gebäude von der Rückseite mit diesem schmalen Anbau, um den es ja geht, anschaut, geht da nichts wirklich Erhaltenswertes verloren:
    Securitas Gebäude
    Rechts daneben ist hier noch die inzwischen abgerissene Harms-Ruine zu sehen.

    Bei dem Unternehmer handelt es sich um Stefan Hipp (Hipp Babynahrung), der 2002 das ehemalige Gut in Podangen im ehem. Ostpreußen mit 2.000 ha (Eigentümer bis 1945 Graf Elias von Kanitz) erworben hat, um dort Bio-Landwirtschaft zu betreiben. Dass er in Schlodien ein Wellness-Hotel planen soll, verwundert ein wenig. Ich habe mich eine zeitlang intensiv mit der Gegend befasst, da meine Mutter zwei km von Schlodien entfernt aufgewachsen ist - sicher ist es landschaftlich sehr schön dort, aber daneben wird nicht viel geboten und die Ortschaften inkl. Schlodien sind doch etwas heruntergekommen, teilweise verfällt alte Bausubstanz. Auf Google Maps finde ich übrigens noch die Schlossruine, ist sogar gekennzeichnet.

    Es gibt Neuigkeiten. Aufgrund der maroden Bausubstanz hat sich der Eigentümer entschieden, die Gebäude komplett zu entkernen und neu aufzubauen, nur die historischen Fassaden bleiben erhalten. Ansonsten bleibt es aber bei dem Entwurf mit dem Glasaufbau. Außerdem werden weitere Gebäudeteile an dem Ensemle neu geplant. Es musste erst ein neuer geänderter Bauantrag eingereicht werden, der mittlerweile genehmigt wurde. Anfang 2018 soll es losgehen.
    Wie das Dom Hotel mal aussehen soll.

    In der vergangenen Woche wurde der Gestaltungswettbewerb über den Nachfolgebau für das ehemalige Harms am Wall-Gebäude und der beiden Häuser daneben entschieden. Hier der Entwurf von Püffel Architekten, der von der Jury aus 5 Entwürfen als erstplatzierter hervorging:


    Harms am Wall Neubau Bremen
    Qelle: Weser-Kurier/Püffel Architekten


    Ich habe ja sogar schlimmeres befürchtet, aber dieser Entwurf gefällt mir gar nicht, insbesondere diese "Schießschartenreihen" auf dem Dach. Ein würdiger Nachfolger ist das nicht. Der Weser-Kurier hat auf Facebook eine Umfrage gestartet, demnach gefällt der Entwurf 144 Personen, 172 dagegen nicht.
    Hier noch ein Artikel aus dem Weser-Kurier zum Fassadenwettbewerb: http://www.weser-kurier.de/bre…h-eins-_arid,1613136.html

    Mir geht es, obwohl vor Ort ansässig, genauso und ich habe ebenfalls recherchiert, aber nichts gefunden. Sofern ich am Wochende dazu Zeit habe, werde ich mal versuchen, Fotos vom rückwärtigen Teil des Gebäudes zu machen und ggf. ein Exemplar des Buches über den Syndikatshof von Volker Stampa zu beschaffen. Und als Ortskundige finde ich es noch weitaus erfreulicher, dass das an die Postbank anschließende ehemalige Kaufhallengebäude in absehbarer Zeit verschwinden wird, siehe hier
    Der Syndikatshof befindet sich übrigens schräg gegenüber den sogenannten Focke-Häusern, bei denen sich leider immer noch nichts getan hat.

    Goldstein: das ist in Lüneburg nicht wirklich nötig, denn es gibt noch ganz viele Originale. Solch zahlreiche Altbausubstanz wie in der Altstadt von Lüneburg findet man in deutschen Städten nicht oft. Durch die Nähe zu Hamburg wurde Lüneburg im zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, viele Häuser waren damals allerdings in keinem guten Zustand und es gab nach dem WK zunächst Überlegungen, alles abzureissen und durch Neubauten zu ersetzen. Ab den 1970er Jahren wurde, vor allem durch den Einsatz des hier auch schon genannten Curt Pomp, aber restauriert und heute stehen ungefähr 1300 Backsteinbauten unter Denkmalschutz.

    Stimmt! Ich habe das Foto im Buch nun mit einer Lupe betrachtet und da sind tatsächlich geschlossene Fensterläden zu erkennen. Das Gebäude wird übrigens im Bilduntertitel im Buch als "stattliches Speicherhaus" bezeichnet.

    Wobei doch eigentlich die "Rückseite" eher die Vorderseite ist, nämlich die mit dem Eingang an der Straße "Am Stintmarkt"', aber das nur nebenbei.
    Ich habe gerade mal in dem Büchlein "Das Lüneburger Wasserviertel" von Werner H. Preuß (Husum-Verlag) geblättert und ein älteres Foto von der Wasserseite gefunden. Dabei fiel mir auf, dass es damals schon die beiden hohen Fenster im linken Gebäudeteil gab, so wie sie jetzt beim Neubau wieder gibt. Dagegen gab es im obersten Stockwerk nur zwei Fenster und die Anordnung der Fenster im Anbau links war anders. Ich hoffe, dass man das hier erkennen kann:
    Lüneburg
    Quelle Foto: Wilhelm Riege, Lüneburg. Museum für das Fürstentum Lüneburg