Posts by Fusajiro

    [...] Jetzt noch die Operation Glocken; und Görlitz macht sich heraus.

    Schritt für Schritt voran, wie man so schön sagt. Und einen kleinen Schritt durften wir letzte Woche Freitag mit der Dokumentation des Bestands in der Peterskirche machen.

    Die Veröffentlichung der ausführlichen Präsentation erfolgt voraussichtlich Ende des Jahres. Bis dahin sind dann hoffentlich auch noch ein paar mehr und/oder größere Schritte getan. Von mir gibt es aber schon mal eine kleine Vorpremiere.

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    Des Weiteren fand, wie in den Berichten oben bereits erwähnt, am gleichen Tag die 22. Görlitzer Orgelnacht statt.

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    Dazu auch zwei Artikel aus der SZ (ohne Bezahlschranke).

    Die berühmte Orgel der Peterskirche ist um "Spanische Trompeten" und damit 230 Orgelpfeifen reicher. Die Initiative dafür ging von einem früheren Gewandhausorganisten aus.

    Die Konzerte der Orgelnacht und des Schlesischen Musikfests waren überdurchschnittlich gut besucht. Auch dank der neuen Register der Sonnenorgel.

    Vor etwas mehr als einer Woche, zu Pfingsten, war es nun endlich soweit. Die Spanischen Trompeten der Görlitzer Sonnenorgel, das sogenannte Engelwerk, wurden eingeweiht. Ich selbst war natürlich auch vor Ort und habe dem Spiel von Herrn Eisenberg gelauscht. Einen Bericht in Bild und Ton gibt es wieder von der Lausitzwelle:

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    PS: Der Prospekt stammt nicht, wie in den Berichten genannt, von Eugenio Casparini, sondern von Johann Conrad Buchau, welcher auch das Ratsgestühl und (vermutlich) die Kanzel der Peterskirche schuf.

    Nein. Allesamt keine ZG, wenngleich recht "plastisch" ausgeformt. Die Kappen bilden hier aber nicht jene typischen Pyramiden aus, welche anstelle der Rippen das Gewölbe tragen:

    Jetzt hatt's klick gemacht, danke.

    Lt User Grimminger gibt es in Görlitz ein Schillerhaus mit ZG, allerdings weiß ich nicht, wo das sein soll:

    Wüsste ich auch nichts von. Scultetushaus ja, aber kein Schillerhaus. Vielleicht kann Grimminger etwas genaueres dazu sagen?

    Ansonsten kann ich nur mit dem Gewölbe in Görlitz dienen, welchem der Meister wohl ganz nahe war (aber nun ja kein ZG ist).

    IMG_4374_ANo.jpg

    Auch in Görlitz gibt es ein Zellengewölbe und zwar in Peterstraße 16. Dies scheint ein zugängliches Lokal zu sein. Vielleicht kann wer Bilder machen und einstellen?

    Restaurant St. Jonathan, Peterstraße 16, Görlitz, Sachsen, Deutschland, Europa | Restaurant St. Jonathan, Peterstraße 16, Görlitz, Sachsen, Deutschland, E Stockfotografie - Alamy

    Mit Bildern kann ich nicht dienen, aber alles was es da zu sehen gibt, sieht man auf dem verlinkten Bild (sofern es nicht noch andere Zellengewölbe in den nicht öffentlich zugänglichen Bereichen gibt). Der Rest des Hauses hat Tonnen- oder Kreuz(rippen)gewölbe.

    Abgesehen davon liest sich "auch in Görlitz gibt es ein ZG" im Bezug auf die Peterstraße 16, dass es sonst kein Bauwerk in Görlitz mit Zellengewölbe gibt. Handelt es sich bei den Gewölben in Peterskirche, Frauenkirche, sowie Georgen- und Heilig-Kreuz-Kapelle um keine Zellengewölbe? Sie sehen einigen hier gezeigten Beispielen doch sehr ähnlich.

    Und das traurige ist, dass der politische Wille im Bundestag (Wiederaufbau von Schinkel's Bauakademie) bereits geäußert und das Geld bereit gestellt wurde. Man könnte sofort mit den Planungen beginnen (beziehungsweise mittlerweile auch vielleicht schon fast fertig sein) und anschließend anfangen zu bauen, aber stattdessen passiert - nichts.

    Nun, das kann man jetzt in mehrere Richtungen interpretieren. Entweder es passt und sieht so natürlich aus, dass kaum ein Unterschied zu erkennen ist. Oder du... hast die Spoiler übersehen.

    Vielleicht erkläre ich noch genauer den Gedankengang (wobei ich vermute die meisten hier im Forum können selbst darauf kommen).

    Die Grundform der Türme ist oktogonal, was auf den romanischen Westbau zurückzuführen ist. Bereits an der nordwestlichen und südwestlichen Oberkante gibt er die Form und an der Westfassade mit steinsichtigen Elementen die Gliederung vor. Die Türme nehmen diese zwar architektonisch, aber durch den einheitlichen Anstrich nicht mehr optisch auf.

    Der Gedanke ist also, die architektonische Gliederung wieder sichtbarer zu machen (das Problem kennen wir besonders bei Sanierungen von Gründerzeitlern, aber auch von Barockbauten) indem die Ecken und Reliefs wieder steinsichtig gemacht oder in einer zum Westbau passenden Farbe gestrichen werden. Damit greifen die Türme die Gliederung des Westbaus wieder auf und führen sie bis zur Traufe der Turmhelme. Die weiterhin ockernen Wände bewahren die optische Verbindung zu den Helmen. Damit entsteht ein Übergang zwischen den hellen Türmen und dem dunkleren Westbau, statt des derzeitigen Bruchs.

    Dazu kommt, dass die Turmgeschosse die einzigen Bereiche sind, die in den letzten Jahren keinen neuen Anstrich bekommen haben (Westbau 2008~2014, Turmhelme 2019) und in naher Zukunft wahrscheinlich sowieso angefasst werden (Glocken).

    Seit einiger Zeit beschäftigt mich eine Sache, bei der mich die Einschätzung der Foristen interessieren würde.

    Es geht um den Anstrich der Peterskirche, konkret den der Westfassade. Wie der ein oder andere weiß, wurden die Türme im Zuge der Sanierung 1999/2001 erstmalig farbig gefasst und mit einem hellen Ocker angestrichen (siehe Vorzustand). Dabei verloren die Türme an Kontur, da die Ecken/ Pilaster (?) und Reliefs, welche vorher steinsichtig waren, in der gleichen Farbe wie der Rest angestrichen wurden.

    Die Fassade des Westbaus wurde ebenfalls mit einem hellen Ocker angestrichen, sodass dennoch eine einigermaßen einheitlich Erscheinung erhalten blieb (siehe hier). Vor einigen Jahren wurde die Westfassade, mit Ausnahme der Türme, aber erneut neu angestrichen, diesmal mit einem dunkleren Ocker. Das führte dazu, dass die Türme jetzt optisch wie ein Fremdkörper wirken, der nicht dazu gehört. Nun habe ich mir Gedanken gemacht, wie man das am effektivsten beheben könnte und ein paar meiner Fotos zu diesem Zweck bearbeitet:

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    Vergleich

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    Vergleich

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    Vergleich

    Display Spoiler

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    Was denkt ihr dazu?

    [...] Leider werden im Saal nicht die historischen Stuckelemente und Lampen wiederhergestellt. Nur die Decke, der Bereich um die Orgel und die Brüstung des ersten Rangs (mit den rekonstruierten Engelsköpfen) werden im Zustand der Erbauungszeit sein, der Rest leider nach wie vor im Zustand des Umbaus in der NS-Zeit. [...]

    Auf Basis der Visualisierungen kann man das noch nicht sagen, denn die scheinen alle veraltet zu sein. Die von dir verlinkte Visu zur Planung zeigt einerseits graue Wände auf Höhe der Wandelgänge, andererseits sieht man oben angeschnitten einen Leuchter, welcher eher so aussieht wie die ursprünglichen Leuchter, statt wie einer der Bestandsleuchter aus den 1930er Jahren. Des Weiteren wurde von Frank Seibel (Leitung Spielstätten des Kulturservice Görlitz GmbH, welche die Sanierung begleitet und anschließend die Halle bespielen soll) bei einer Führung gesagt, dass die Pappe am 2.Rang ebenfalls verschwinden wird.

    Die Bürgerversammlung für die Altstadt ist in zwei Wochen am 16.April. Da werde ich mal versuchen anwesend zu sein.

    Der Bestand könnte auch älter sein, aber installiert wurden sie wohl erst in den 90ern. Die Wandleuchten im Großen Saal sind hingegen noch original aus DDR-Zeiten.

    Das Pappmodell ist in der Tat eine Nachbildung der originalen Jugendstil-Wandleuchter, wobei es dabei wohl eher um die Raumwirkung ging, als um eine detaillierte Ausführung. Die weißen Stäbe z.B. werden bei den richtigen Leuchtern gläserne Kristalle sein. Für eine bessere Vorstellung, hier zwei Beispiele im gleichen Stil: Link1, Link2.

    Nun noch einen Blick in den Kleinen Saal.

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    Die Lampen sind nicht die Originalen und wurden in den 90ern installiert. Der Saal hatte zuvor nur Wand-, jedoch keine Deckenleuchten und es sollen moderne, dezentere Leuchten an Stelle Letzterer treten. Die Wandleuchten hingegen sollen rekonstruiert werden.

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    Modell aus Pappe für die rekonstruierten Wandleuchter und 90er-Jahre Wandleuchter

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    Achse Großer Saal

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    Probeachse Großer Saal

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    Die Probeachse ist in mehrere Bereiche aufgeteilt. Sie teilt sich für den allgemeinen Wandanstrich in vier Abschnitte: unten, oben (1.Rang) und dann je links und rechts. So wie links oben soll es wohl werden. Zierleisten, Türen ect. sollen ebenfalls wie auf der linken Seite aussehen. Die Ränge hingegen werden wie auf der rechten Seite ausgeführt, wobei der Unterschied in der Ausführung selbst gering ist. Beide Seiten verwenden die gleiche Farbe, die rechte Seite wurde jedoch mit einer Technik ausgeführt, welche der Architekt Bernhard Sehring auch an anderen seiner Gebäude nutzte.

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